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Patent Searching and Data


Title:
CRANKSHAFT BELT PULLEY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/075985
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a crankshaft belt pulley for transmitting a torque between a crankshaft and a belt drive, having a planetary gear set. The invention is characterized in that an internal gear, a sun gear and/or planet gears of the planetary gear set are designed as dry-running gearwheels or as a dry-running gearwheel.

Inventors:
LEHMANN, Steffen (Zehntwiesenstraße 31K, Ettlingen, 76275, DE)
WELLER, Uwe (Friedrichstraße 4a, Karlsruhe, 76229, DE)
Application Number:
DE2011/001963
Publication Date:
June 14, 2012
Filing Date:
November 10, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestr. 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
LEHMANN, Steffen (Zehntwiesenstraße 31K, Ettlingen, 76275, DE)
WELLER, Uwe (Friedrichstraße 4a, Karlsruhe, 76229, DE)
International Classes:
F16H55/36; B60K6/383
Foreign References:
DE10125703A1
US20050153813A1
US3081648A
DE102007021233A1
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Claims:
Patentansprüche

1. Kurbelwellenriemenscheibe zum Übertragen eines Drehmoments zwischen einer Kurbelwelle (4) und einem Riementrieb, mit einem Planetengetriebe (10), dadurch gekennzeichnet, dass ein Hohlrad (11 ), ein Sonnenrad (14) und/oder Planetenräder (1 ) des Planetengetriebes (10) als trocken laufende Zahnräder beziehungsweise trocken laufendes Zahnrad ausgeführt sind/ist .

2. Kurbelwellenriemenscheibe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (11 ), das Sonnenrad (14) und/oder die Planetenräder (12) des Planetengetriebes (10) aus Kunststoff gebildet sind/ist.

3. Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnräder des Planetengetriebes (10) mit einem Trockenschmierstoff geschmiert sind.

4. Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (11), das Sonnenrad (14) und/oder die Planetenräder (12) des Planetengetriebes (10) durch ein Wälzlager gelagert sind/ist.

5. Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (11 ), das Sonnenrad (14) und/oder die Planetenräder (12) des Planetengetriebes (10) durch ein Nadellager gelagert sind/ist.

6. Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (11 ), das Sonnenrad (14) und/oder die Planetenräder (12) des Planetengetriebes (10) durch ein Gleitlager gelagert sind/ist.

7. Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (11), das Sonnenrad (14) und/oder die Planetenräder (12) des Planetengetriebes (10) drehbar direkt auf einer Hülse gelagert sind/ist.

8. Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (11 ), das Sonnenrad (14) und/oder die Planetenräder (12) des Planetengetriebes (10) eine gerade Verzahnung aufweisen. Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (11), das Sonnenrad (14) und/oder die Planetenräder (12) des Planetengetriebes (10) eine schräge Verzahnung aufweisen.

Kurbelwellenriemenscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine elektromagnetische, mechanische oder hydraulische Bremsund/oder Kupplungseinrichtung.

Description:
Kurbelwellenriemenscheibe

Die Erfindung betrifft eine Kurbelwellenriemenscheibe zum Übertragen eines Drehmoments zwischen einer Kurbelwelle und einem Riementrieb, mit einem Planetengetriebe.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2007 021 233 A1 ist ein Antriebsstrang für ein Kraftfahrzeug mit einer Kraftübertragungseinheit bekannt, die zwei in entgegengesetzte Richtungen wirkende Freiläufe und ein Planetengetriebe aufweist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kurbelwellenriemenscheibe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 weiter zu optimieren.

Die Aufgabe ist bei einer Kurbelwellenriemenscheibe zum Übertragen eines Drehmoments zwischen einer Kurbelwelle und einem Riementrieb, mit einem Planetengetriebe, dadurch gelöst, dass ein Hohlrad, ein Sonnenrad und/oder Planetenräder des Planetengetriebes als trocken laufende Zahnräder beziehungsweise trocken laufendes Zahnrad ausgeführt sind/ist. Das liefert den Vorteil, dass eine Ölschmierung und die damit verbundene Kapselung beziehungsweise Ölzuführung entfallen können.

Ein bevorzugtes Ausführungsbetspiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad, das Sonnenrad und/oder die Planetenräder des Planetengetriebes aus Kunststoff gebildet sind/ist. Dadurch können die Herstellkosten des Planetengetriebes erheblich reduziert werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnräder des Planetengetriebes mit einem Trockenschmierstoff geschmiert sind. Dadurch kann auf einfache Art und Weise eine ausreichende Lebensdauer des Planetengetriebes sichergestellt werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad, das Sonnenrad und/oder die Planetenräder des Planetengetriebes durch ein Wälzlager gelagert sind/ist. Das Wälzlager kann zum Beispiel als Rollenlager ausgeführt sein.

Bestätigungskopie Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad, das Sonnenrad und/oder die Planetenräder des Planetengetriebes durch ein Nadellager gelagert sind/ist. Die Verwendung von Nadellagern hat sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung als besonders vorteilhaft erwiesen.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad, das Sonnenrad und/oder die Planetenräder des Planetengetriebes durch ein Gleitlager gelagert sind/ist. Dadurch kann die Lebensdauer des Planetengetriebes verlängert werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad, das Sonnenrad und/oder die Planetenräder des Planetengetriebes drehbar direkt auf einer Hülse gelagert sind/ist. Das hat den Vorteil, dass separate Lagerelemente entfallen können.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad, das Sonnenrad und/oder die Planetenräder des Planetengetriebes eine gerade Verzahnung aufweisen. Dadurch können die Herstellkosten gering gehalten werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad, das Sonnenrad und/oder die Planetenräder des Planetengetriebes eine schräge Verzahnung aufweisen. Dadurch kann die Laufruhe des Planetengetriebes verbessert werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist gekennzeichnet durch eine elektromagnetische, mechanische oder hydraulische Brems- und/oder Kupplungseinrichtung. Vorzugsweise ist das Hohlrad des Planetengetriebes mit Hilfe der Brems- und/oder Kupplungseinrichtung abbremsbar.

Die Aufgabe ist bei einer Kurbelwellenriemenscheibe zum Übertragen eines Drehmoments zwischen einer Kurbelwelle und einem Riementrieb, mit mindestens einem Freilauf und einem Planetengetriebe, alternativ oder zusätzlich dadurch gelöst, dass ein Hohlrad des Planetengetriebes zur Darstellung einer elektromagnetisch betätigbaren Brems- und/oder Kupplungsern- richtung mit einem axial verlagerbaren Magnetkörper kombiniert ist, der eine Spule umfasst und drehfest mit einem feststehenden Gehäuse verbunden ist. Der Magnetkörper und die Spule bilden einen Elektromagneten, der sich, wenn die Spule bestromt wird, in axialer Richtung bewegt, um die Brems- und/oder Kupplungseinrichtung zu schließen. Axial bedeutet in Richtung oder parallel zu einer Drehachse der Kurbelwellenriemenscheibe. Bei dem feststehenden Gehäuse handelt es sich zum Beispiel um ein Motorgehäuse eines Kraftfahrzeugs, in das die erfindungsgemäße Kurbelwellenriemenscheibe eingebaut wird. Der axial verlagerbare Magnetkörper hat sich im Hinblick auf die Herstellkosten und das Betriebsverhalten der Kurbelwellenriemenscheibe als besonders vorteilhaft erwiesen.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispie! der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad des Planetengetriebes einen radialen Flansch aufweist, der mit dem Magnetkörper in Reibeingriff kommt, wenn sich der Magnetkörper mit bestromter Spule auf den radialen Flansch zu bewegt. Der radiale Flansch des Hohlrads und der Magnetkörper stellen Reibpartner der Brems- und/oder Kupplungseinrichtung dar. Durch Bestromen der Spule wird der Magnetkörper reibschlüssig mit dem radialen Flansch des Hohlrads verbunden. Dadurch wird das Hohlrad abgebremst beziehungsweise ein Verdrehen des Hohlrads relativ zu dem feststehenden Magnetkörper verhindert.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkörper mit Hilfe von Blattfedern drehfest, aber axial verlagerbar an einem Halteblech befestigt ist. Das Halteblech wiederum ist an dem feststehenden Gehäuse befestigt. Die Blattfedern haben vorzugsweise die Gestalt von Kreisbögen. Vorzugsweise sind mehrere Blattfedern gleichmäßig über einen Umfang des Magnetkörpers verteilt. Die Blattfedern sorgen darüber hinaus dafür, dass die Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung automatisch gelöst wird, wenn die Bestromung der Spule in dem Magnetkörper unterbrochen wird. Die Blattfedern sorgen also für eine Rückstellung des Magnetkörpers und können daher auch als Rückstellblattfedern bezeichnet werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkörper als Ring mit einem U-förmigen Querschnitt ausgeführt. Der als Ring ausgeführte Magnetkörper ist vorzugsweise zusammen mit dem Hohlrad des Planetengetriebes radial innerhalb einer Riemenspur angeordnet. Die Riemenspur wird im eingebauten Zustand der Kurbelwellenriemenscheibe teilweise von einem Riemen umschlungen. Daher begrenzt die Riemenspur die Kurbelwellen riemenscheibe radial nach außen. Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Riemenspur an einem Lageraußenrtng befestigt ist. Die Riemenspur kann stoffschlüssig, zum Beispiel durch Schweißen, fest mit dem Lageraußenring verbunden sein. Die Riemenspur kann aber auch mit Hilfe von Befestigungselementen, wie Nietverbindungselementen, an dem Lageraußenring befestigt sein. Von der Riemenspur erstreckt sich vorzugsweise ein Verbindungsteil gerade oder gestuft radial nach innen. Das Verbindungsteil ist vorzugsweise einstückig mit der Riemenspur verbunden und ermöglicht die Befestigung der Riemenspur an dem Lageraußenring. Der Lageraußenring ist Teil einer Lagereinrichtung, die dazu dient, die Kurbelwellenriemenscheibe, insbesondere die Riemenspur, drehbar auf beziehungsweise an einer Kurbelwelle zu lagern.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass in radialer Richtung zwischen einem Lagerinnenring und dem Lageraußenring Wälzkörper und der Freilauf angeordnet sind. Der Lagerinnenring ist vorzugsweise mit Hilfe einer Zentralschraube an der Kurbelwelle befestigt.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerinnenring fest mit einem Nabenflansch verbunden ist, an dem Planetenräder des Planetengetriebes drehbar gelagert sind. Der Nabenflansch erstreckt sich vorzugsweise gestuft von dem Lagerinnenring radial nach außen. Radial innen kann an dem Nabenflansch ein Zentrierbund ausgebildet sein, der dazu dient, die Kurbelwellenriemenscheibe auf der Kurbelwelle zu zentrieren. Der Nabenflansch wird auch als Planetenträger bezeichnet.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass die Planetenräder jeweils mehrteilig ausgeführt sind und Bunde aufweisen, die das Hohlrad des Planetengetriebes in axialer Richtung sichern. Die Bunde erstrecken sich von den Planetenrädern radial nach außen. Die Planetenräder sind mit Hilfe von Lagereinrichtungen und Abstandsbolzen an dem Nabenflansch gelagert, der auch als Planetenträger bezeichnet wird.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass der Lageraußenring eine Außenverzahnung aufweist, mit der sich die Planetenräder in Eingriff befinden. Der Lageraußenring stellt das Sonnenrad des Planetengetrie- bes dar. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist auch das Sonnenrad in axialer Richtung zwischen den beiden Bunden gesichert, die an den Planetenrädern ausgebildet sind.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kurbelwellenriemenscheibe ist dadurch gekennzeichnet, dass an dem Lagerinnenring eine Tilgermasse angebracht ist. Die Tilgermasse ist vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer Gummispur an einem Tilgermassenträger angebracht, der wiederum, vorzugsweise mit Hilfe der Zentralschraube, zusammen mit dem Lagerinnenring und dem Nabenflansch beziehungsweise Planetenträger an der Kurbelwelle befestigt ist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:

Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kurbelwellenriemenscheibe mit einer geöffneten Brems- und/oder Kupplungseinrichtung im Halbschnitt;

Figur 2 die Kurbelwellenriemenscheibe aus Figur 1 mit geschlossener Brems- und/oder

Kupplungseinrichtung und

Figur 3 ein ähnliches Ausführungsbeispiel wie in Figur 1 mit einer innen angeordneten

Tilgermasse.

In den Figuren 1 bis 3 ist eine Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 in verschiedenen Zuständen beziehungsweise gemäß verschiedenen Ausführungsbeispielen im Halbschnitt dargestellt. Gleiche oder ähnliche Teile sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 umfasst eine Riemenspur 2; 62 die verkürzt auch als Riemenscheibe o- der Riemenspur bezeichnet wird und zum Beispiel dazu dient, einen Riemen eines Riementriebs mit einem Riemenstartergenerator und/oder mindestens einem Nebenaggregat, wie einem Klimakompressor, zu koppeln.

Die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 ist im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, wie er zum Beispiel in der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2007 021 233 A1 offenbart ist, mit Hilfe einer Montageschraube 3 an einer nur durch ein Bezugszeichen angedeuteten Kurbelwelle 4 angebracht, die um eine Drehachse 5 drehbar ist. Bei dem Kraftfahrzeug kann es sich um ein Hybridfahrzeug mit einer Brennkraftmaschine und einer Elektromaschine handeln.

In die Kurbelwellenriemenscheibe ist ein Riemenscheibenfreilauf 6 integriert, der als Freilauf bezeichnet wird. Der Freilauf 6 ist zwischen der Riemenspur 2; 62 und der Kurbelwelle 4 wirksam. Der Riemenscheibenfreilauf 6 dient unter anderem dazu, Drehmomentstöße im Betrieb der Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 zu dämpfen.

Die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 ermöglicht es, ein Motormoment von der Kurbelwelle 4 auf die Riemenspur 2; 62 zu übertragen, um den Generator anzutreiben. Des Weiteren kann die Brennkraftmaschine, die auch als Verbrennungsmotor bezeichnet wird, über die schaltbare Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 gestartet werden. Darüber hinaus ermöglicht die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 eine so genannte Standklimatisierung, bei welcher der Verbrennungsmotor steht und sich die Riemenspur 2; 62 dreht.

Zur Reduzierung von Torsionsspannungen ist des Weiteren ein Tilger mit einem Tilgermas- senträger 7; 67 in die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 integriert. Der Tilgermassenträger 7;

67 ist drehfest mit der Kurbelwelle 4 verbunden. Unter Zwischenschaltung einer Gummispur 8;

68 ist radial außen an dem Tilgermassenträger 7; 67 eine Tilgermasse 9; 69 angebracht. Die Tilgermasse 9; 69 stellt einen Kurbelwellentilger dar, der dazu dient, unerwünschte Drehmomentschwingungen, Drehmomentungleichförmigkeiten und/oder Drehmomentstöße im Betrieb der Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 zu dämpfen.

In die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 ist des Weiteren ein Planetengetriebe 10 integriert, das ein Hohlrad 11 umfasst. Mit dem Hohlrad 11 kämmen Planetenräder 12, die an einem Planetenträger 13 drehbar gelagert sind. Der Planetenträger 13 wird auch als Nabenflansch bezeichnet. Die Planetenräder 2 kämmen des Weiteren mit einem Sonnenrad 14, das zusammen mit dem Hohlrad 11 , den Planetenrädern 12 und dem Planetenträger 13 in die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 integriert ist.

Die Planetenräder 13 sind geteilt ausgeführt und umfassen jeweils zwei ringartige Hälfe 15, 16. Die beiden Hälften 15, 16 des Planetenrads 12 sind mit Hilfe eines Nadellagers 17 auf einem Abstandsbolzen 18 gelagert. Der Abstandsbolzen 18 ist mit Hilfe von Nietverbindungselementen an dem als Nabenflansch ausgeführten Planetenträger 13 befestigt. An einem dem Planetenträger 13 abgewandten Ende des Abstandsbolzen 18 ist ein Haltering 19 befestigt. Die beiden Hälften 15, 16 des Planetenrads 12 sind in axialer Richtung zwischen dem Planetenträger 13 und dem Haltering 19 gehalten.

Die beiden Hälften 15, 16 des Planetenrads 12 weisen an ihren freien Enden jeweils einen Bund 21 , 22 auf, der sich radial nach außen erstreckt. Die beiden Bunde 21 , 22 dienen dazu, das Hohlrad 11 in seiner axialen Lager zu sichern. Die Anzahl der Planetenräder 12 kann je nach Ausführung variieren.

Die Kurbelweflenriemenscheibe 1 ; 61 ist mit Hilfe einer Lagereinrichtung drehbar auf beziehungsweise an der Kurbelwelle 4 gelagert. Die Lagereinrichtung umfasst einen Lagerinnenring 31 und einen Lageraußenring 32. Zwischen den beiden Lagerringen 31 , 32 sind zusätzlich zu dem Freilauf 6 Wälzkörper 34, 35 angeordnet. Der Tilgermassenträger 7 und der Planetenträger 13 sind mit Hilfe der Zentrierschraube 3 in axialer Richtung an der Kurbelwelle 4 gehalten. Eine Drehmomentübertragung zwischen dem Tilgermassenträger 7, dem Planeten- träger 13 beziehungsweise dem Lagerring 31 und der Kurbelwelle 4 kann durch ineinander greifende Verzahnungen sichergestellt werden. Zur Zentrierung der Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 ist am Innendurchmesser des Nabenflansch beziehungsweise Planetenträgers 13 ein Zentrierbund 38 ausgebildet.

Die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 umfasst des Weiteren eine Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 mit einem Magnetkörper 42, der auch als Magnetgehäuse bezeichnet wird. Der Magnetkörper ist als Ring mit einem U-förmigen Querschnitt ausgeführt, um einen Aufnahmeraum für eine Spule 44 zu schaffen. Der Magnetkörper 42 ist mit der Spule 44 mit Hilfe von Blattfedern 45 drehfest, aber axial begrenzt verlagerbar, an einem Halteblech 48 angebracht. Das Halteblech 48 wiederum ist an einem (nicht dargestellten) Motorgehäuse befestigt. Der Magnetkörper 42 wirkt zur Darstellung der Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 mit einem radialen Flansch 50 zusammen, der von dem Hohlrad 11 abgewinkelt ist. Der Magnetkörper 42 und der radiale Flansch 50 des Hohlrads 11 stellen Reibpartner der Kupplungsund/oder Bremseinrichtung 40 dar.

In Figur 1 ist die Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 geöffnet dargestellt, wobei der Magnetkörper 42 mit der Spule 44 axial von dem radialen Flansch 50 beabstandet ist. In Figur 2 ist die Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 geschlossen dargestellt, wobei der Magnetkörper 42 reibschlüssig mit dem radialen Flansch 50 des Hohlrads 11 verbunden ist. Im geschlossenen Zustand der Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 wird das Hohlrad 11 abgebremst beziehungsweise steht still. Daher kann die Kupplungs- und/oder Bremseinrich- tung 40 auch als reine Bremseinrichtung bezeichnet werden.

Die Riemenspur 2 ist bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein Verbindungsteil 52 und mit Hilfe von Nietverbindungselementen an dem Lageraußenring 32 befestigt. Das Verbindungsteil 52 ist einstückig mit der Riemenspur 2 verbunden und erstreckt sich gestuft radial nach innen. Gestuft bedeutet, dass das Verbindungsteil 52 zwei radiale Abschnitte aufweist, die durch einen axialen Abschnitt einstückig miteinander verbunden sind. Bei der in Figur 1 dargestellten Kurbelwellenriemenscheibe 1 ist die Tilgermasse 9 außerhalb der Riemenspur 2 angeordnet. Das gestuft ausgeführte Verbindungsteil 52 ist zwischen dem Tilgermassenträger 7 und dem Planetengetriebe 10 angeordnet.

Bei der in Figur 3 dargestellten Kurbelwellenriemenscheibe 61 ist von der Riemenspur 62 ein Verbindungsteil 63 abgewinkelt. Die Riemenspur 62 ist mit Hilfe des Verbindungsteils 63 an dem Lageraußenring 32 befestigt. Das Verbindungsteil 63 und die Riemenspur 62 bilden, im Querschnitt betrachtet, einen Winkel, der einen Aufnahmeraum für einen Kurbelwellentilger im Inneren der Kurbelwellenriemenscheibe 61 schafft. Der Kurbelwellentilger umfasst den Tilgermassenträger 67, der anstelle des Halterings 19 (siehe Figuren 1 und 2) mit Hilfe des Abstandsbolzens 18 an dem Planetenträger 13 befestigt ist, der auch als Nabenflansch bezeichnet wird.

An dem Tilgermassenträger 67 ist unter Zwischenschaltung der Gummispur 68 die Tilgermasse 69 angebracht. Der Tilgermassenträger 67, die Gummispur 68 und die Tilgermasse 69 sind im Unterschied zu dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel im Inneren der Kurbelwellenriemenscheibe 61 angeordnet. Einen weiteren Unterschied gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 stellt eine Schraubverbindung 72 dar, die nur durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist und durch die der Planetenträger 13 an dem Lagerinnenring 31 befestigt ist. Ansonsten ist die Kurbelwellenriemenscheibe 61 ähnlich oder genauso wie die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ausgeführt und funktioniert auch genauso.

In einem Generatorbetrieb läuft der Verbrennungsmotor und die Kurbelwellenriemenscheibe 1 ; 61 überträgt Drehmoment an den Generator. Das Drehmoment wird dabei von der Kurbelwelle 4 über den Nabenflansch beziehungsweise Planetenträger 13 auf den Lagerinnenring 31 übertragen. Der Freilauf 6 ist im Generatorbetrieb gesperrt, so dass das Drehmoment von dem Lagerinnenring 31 über den Freilauf 6 auf den Lageraußenring 32 übertragen wird, der fest mit der Riemenspur 2; 62 verbunden ist. Im Generatorbetrieb ist die elektromagnetische Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 geöffnet.

In einem Standklimabetrieb kann sich die Riemenspur 2; 62 drehen, wobei der Freilauf 6 nicht sperrt. Im Stand klimabetrieb wird die Riemenspur 2; 62 über den Riemen angetrieben beziehungsweise gedreht. Der Lageraußenring 32 und die Wälzkörper 34, 35 drehen sich. Da der Freilauf 6 dabei nicht sperrt, können die Kurbelwelle 4 und der Lagerinnenring 31 stehen bleiben. Angetrieben durch den Lageraußenring und gelagert durch das Nadellager 17 rotiert das Planetenrad 12 um den Abstandsbolzen 18, der mit dem Nabenflansch 13 fest vernietet ist. Das mit dem Planetenrädern 12 kämmende Hohlrad 11 kann sich im Standklimabetrieb, angetrieben durch die Planetenräder 12, frei drehen, da die elektromagnetische Kupplungsund/oder Bremseinrichtung geöffnet ist.

Beim beziehungsweise zum Starten des Verbrennungsmotors wird die Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 geschlossen, so dass die Riemenspur 2; 62, wie im Standklimabetrieb, angetrieben wird. Der Freilauf 6 sperrt nicht. Das Hohlrad 11 des Planetengetriebes 10 kann sich bei geschlossener Kupplung- und/oder Bremseinrichtung 40 nicht drehen. Zum Schließen der Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung 40 wird dabei ein Strom an die Spule 44 angelegt. Um die Spule 44 entsteht ein Magnetfeld, das sich im Magnetkörper beziehungsweise Magnetgehäuse 42 und in dem radialen Flansch 50 des Hohlrads 11 ausbreitet. Dadurch wird das Magnetgehäuse beziehungsweise der Magnetkörper 42 zu dem radialen Flansch 50 des Hohlrads 11 hingezogen.

Beim Starten des Verbrennungsmotors wird die Drehung der Riemenspur 2; 62 über den Lageraußenring 32 und das Planetengetriebe 10 auf den Planetenträger 13 und somit auf die Kurbelwelle 4 übertragen, um den Verbrennungsmotor zu starten. Aufgrund des Übersetzungsverhältnisses des Planetengetriebes 10 kann das Antriebsmoment beim Starten des Verbrennungsmotors an der Riemenspur 2; 62 kleiner sein als das Schleppmoment des Verbrennungsmotors. Bezugszeichenliste

Kurbelwellenriemenscheibe

Riemenspur

Montageschraube

Kurbelwelle

Drehachse

Freilauf

Tilgermassenträger

Gummispur

Tilgermasse

Planetengetriebe

Hohlrad

Planetenräder

Planetenträger

Sonnenrad

Hälfte

Hälfte

Nadellager

Abstandsbolzen

Haltering

Bund

Bund

Lagerinnenring

Lageraußenring

Wälzkörper

Wälzkörper

Zentrierbund

Kupplungs- und/oder Bremseinrichtung

Magnetkörper

Spule

Blattfeder

Halteblech

radialer Flansch Verbindungsteil

Kurbelwellenriemenscheibe Riemenspur

Verbindungsteil

Tilgermassenträger Gummispur

Tilgermasse

Schrauben