| 1. | SchutzplankenAnpralldämpfer SchutzplankenAnpralldämpfer vor Hindernissen an Kraft¬ fahrzeugVerkehrswegen, mit einem Kopfteil (2) und ei¬ nem Abstützbock (4), sowie zwischen beiden in Reihe hintereinander angeordneten Dämpferelementen (3) und daran seitlich, dem Verkehrsweg zugewandt angeordneten Abweiseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützbock (4) eine im wesentlichen senkrecht stehende Rampenform mit sich gegen die Fahrtrichtung hin verjüngendem Aufbau, mit mindestens einer dem Ver kehrsweg zugewandten Ablenkwand (6) aufweist. |
| 2. | Anpralldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützbock (4) mit einer bei Aufprall eines Fahrzeugs bewegbaren Abstützeinrichtung (8) für die Dämpferelemente (3) ausgestattet ist. |
| 3. | Anpralldämpfer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützbock (4) im wesentlichen in Draufsicht von Vförmiger Gestalt und die Stirnwand (5) , die Ablenkwände (6) und die seitlichen Befestigungswandabschnitte (7) im wesentli¬ chen ebene Außenflächen aufweisen. |
| 4. | Anpralldämpfer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abstützein richtung (8) am Ort der Befestigung Langlöcher (13) ausgebildet sind, wobei die Befestigungsbolzen (16) mit einem vorbestimmten Moment angezogen sind. |
| 5. | Anpralldämpfer nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (11) im Befestigungsbereich (12) platteauähnlich zur Stirn¬ wand (5) vorspringt, wobei der Übergang aus der Vorderwandebene (11') zum Platteau (12') ausgerundet ist. |
| 6. | Anpralldämpfer nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützeinrich¬ tung (8) im Befestigungsbereich (12) geteilt ist, wo¬ bei jedes Teil einen Befestigungsbereich mit Langlö ehern (13) aufweist und die Befestigungsbereiche (12) sich überlappend an der Stirnwand (5) festgelegt sind. |
| 7. | Anpralldämpfer nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante zwischen Vorderwand (11) und Seitenwand (10) ebenfalls ausge¬ rundet ist. |
| 8. | Anpralldämpfer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorderwand (11) sowie in der Ablenkwand (6) jeweils Durchbrüche (14,14') für je ein Spannseil (20) ausgebildet sind. |
| 9. | Anpralldämpfer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei auf der Rückseite des Abstützbocks (4) Widerlager (19) zum Festlegen der Spannseile (20) an¬ geordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Wider¬ lager (19) als Halteblock mit quer zur Zugrichtung der Spannseile (20) angeordneter Spannplatte (23) ausge bildet ist. |
| 10. | Anspralldampfer nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützbock (4) eine Bodenplatte (17) zum Verankern auf einem Fun da ent aufweist. |
Die Erfindung betrifft einen Schutzplanken-Anpralldämpfer, der im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten Art.
Derartige Schutzplanken-Anpralldämpfer finden vor Hindernis¬ sen, beispielsweise Brückenpfeiler, Straßengabelungen mit darin aufgestellten Masten etc. Verwendung und haben im Falle eines Anpralls im wesentlichen zweierlei Funktionen.
Zum einen dämpfen sie den Aufprall eines auffahrenden Kraft¬ fahrzeugs und bremsen das Unfallfahrzeug dadurch ab, daß sich die in dem Anpralldämpfer in Reihe hintereinander ange¬ ordneten Dämpfelemente, beispielsweise aufrechtstehende Rohrabschnitte mit relativ großem Durchmesser verformen und dadurch die Fahrzeugenergie aufzehren, zum anderen soll das Fahrzeug von dem Hindernis abgelenkt oder abgewiesen werden, damit es nach dem Passieren des Hindernisses auf dem Ver¬ kehrsweg oder am Rande des Verkehrswegs zum Stillstand kommt.
Ein bekannter Schutzplanken-Anpralldämpfer der genannten Gattung weist als einen Abstützbock eine U-förmige Beton¬ konstruktion auf, bei der die Basis des U gegen die Fahrtrichtung zeigt und als Anlage für die Rohrabschnitte
dient. Gleichzeitig dient dieses Betonfundament als Widerla¬ ger für die bei einem solchen Anpralldämpferaufbau verwende¬ ten Spannseile.
Wenn nun ein Fahrzeug schräg seitlich an dieses Anpralldämp¬ fersystem heranfährt, kann es infolge der hohen Energie zu einem Verformen der seitlichen Leitplanken und zu einem Zu¬ sammendrücken der dahinter stehenden Rohrabschnitte kommen. Gleichzeitig wird das Fahrzeug an der Schutzplanke abgelenkt und bewegt sich auf den Abstützblock zu. Hatte das Fahrzeug eine hohe Aufprallgeschwindigkeit, so wird die Bewegung durch einen heftigen Anprall an dem nicht nachgebenden Ab¬ stützblock abgestoppt. Dies ist unerwünscht, da in jedem Fall ein ungedämpfter Anprall zu vermeiden ist, um Schaden an Menschenleben und Sachgütern zu verhindern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schutzplanken-Anpralldämpfer der genannten Art so zu verbes¬ sern, daß die Aufprall- und Weiterleitungsfunktion auch im Bereich des Abstützbocks weitgehend erhalten bleiben.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen¬ den Teil angegebenen Merkmale gelöst.
Mit dieser Konstruktion ist es möglich, daß ein aufprallen¬ des Fahrzeug im Bereich des Abstützbocks relativ weich auf¬ gefangen wird. Infolge der Bewegbarkeit der Abstützeinrich¬ tung kommt es auch zu einem Nachgeben gegenüber einem auf¬ prallenden Kraftfahrzeug, ohne daß diesem ein besonders ho- her Widerstand entgegengesetzt wird. Dabei stützt die Ab¬ stützeinrichtung zunächst das letzte Rohrsegment und wirkt dann selber bei Anprall eines Fahrzeugs als ein Dämpfelement.
Als ein günstiger Aufbau hat sich für die Abstützeinrichtung eine U-Form herausgestellt, wobei die Basis des U als Vor¬ derwand quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist und die freien Schenkel des U als Seitenwände jeweils an einem seitlichen Befestigungsabschnitt des Abstützbocks verschiebbar befe¬ stigt sind.
Günstig ist dabei, daß die Vorderwand an einer am verjüngten Ende des Abstützbocks angeordneten Stirnwand verschiebbar befestigt ist. Die Verschiebbarkeit der Abstützeinrichtung am Ort der Befestigung wird vorteilhafterweise mittels einer Langlochverschraubung hergestellt, wobei die Langlöcher gün¬ stigerweise an der Abstützeinrichtung ausgebildet sind. Da¬ durch, daß die Befestigungsbolzen mit einem vorbestimmten Moment angezogen sind, ist eine Verschiebung einer bestimm¬ ten Krafteinwirkung gewährleistet. Diese Verschiebung endet dann, wenn das Ende des Langlochs am Befestigungsbolzen an¬ gekommen ist. In einem solchen Fall verformt sich die U-för- mige Abstützeinrichtung und nimmt auf diese Weise die Bewe- gungsenergie des Kraftfahrzeugs auf.
Der Abstützbock kann jede geeignete Keilform aufweisen, günstig hat sich jedoch eine in Draufsicht V-förmige Gestalt erwiesen, bei der die Stirnwand, die Ablenkwände und die seitlichen Befestigungswandabschnitte für die Schenkel der U-förmigen Abstützeinrichtung im wesentlichen ebene Außen¬ flächen aufweisen.
Um eine Verformung der Abstützeinrichtung zu erleichtern ist die Vorderwand im Befestigungsbereich plateauähnlich zur
Stirnwand vorspringend ausgebildet, wobei der Übergang aus der Vorderwandebene zum Plateau ausgerundet ist. Hierdurch wirkt die ausgerundete Kante wie ein Gelenk, so daß die Ver¬ formung nach einem gewissen Anfangswiderstand relativ leicht vonstatten geht.
Bei einer günstigen Weiterbildung kann vorgesehen sein, daß die Abstützeinrichtung im Befestigungsbereich geteilt ist, wobei jedes Teil einen Befestigungsbereich mit Langlöchern aufweist und die Befestigungsbereiche sich überlappend an der Stirnwand festgelegt sind. Auf diese Weise kann verhin¬ dert werden, daß bei einem relativ leichten Anprall auf den Abstützbock die nicht am Unfall beteiligte gegenüberliegende Wand der Abstützeinrichtung beschädigt wird.
In den übrigen Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zei¬ gen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Schutzplanken-Anprall¬ dämpfer mit Kopfteil, Dämpfelementen und Ab- stützbock,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Details II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht des Abstützbocks mit Abstütz¬ einrichtung,
Fig. 4 eine Ansicht auf den Abstützbock von hinten, und
Fig. 5 eine Ansicht auf den Abstützbock und die Ab¬ stützeinrichtung von der Seite mit teilweise herausgebrochenem Bereich.
In Fig. 1 ist ein Schutzplanken-Anpralldämpfer 1 in Ansicht von oben dargestellt. Der Schutzplanken-Anpralldämpfer 1
weist ein Kopfteil 2, Dämpfelemente 3 und einen Abstützbock 4 auf. Die Dämpfelemente 3 sind paarweise in Reihe hinter dem Kopfteil 2 angeordnet, wobei als ein bevorzugtes Dämpfelement senkrecht stehende Rohrabschnitte verwendet werden. Diese Rohrabschnitte können mit geeigneten Materia¬ lien gefüllt sein.
Die Reihe der Dämpfelemente stützt sich an dem Abstützbock 4 ab. Der Abstützbock 4 weist eine stehende Rampenform auf, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel der Abstützbock eine V-förmige Gestalt besitzt. Das spitze Ende des V-förmi¬ gen Abstützbocks weist gegen die Fahrtrichtung. An dem Ab¬ stützbock 4 ist eine Abstützeinrichtung 8 verschiebbar befe¬ stigt. Die Abstützeinrichtung 8 weist im wesentlichen einen U-förmigen Aufbau 9 auf, wobei die Basis des U als Vorder¬ wand 11 quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist und unmittel¬ bar gegen die paarweise aufgereihten Dämpfelemente 3 an¬ stößt. Die freien Schenkel der U-förmigen Abstützeinrichtung 8 sind als Seitenwände 10 ausgebildet, die jeweils an seit- liehen Befestigungswandabschnitten 7 des Abstützbocks 4 ver¬ schiebbar befestigt sind, sie können jedoch auch unbeweglich angeschraubt sein. Die Befestigungswandabschnitte 7 sind kurze, in Fahrtrichtung weisende Fortsetzungen der V-förmi¬ gen Schenkel des Abstützbocks 4.
Auch die Vorderwand 11 ist an einer am verjüngten Ende des Abstützbocks ausgebildeten Stirnwand 5 verschiebbar befe¬ stigt. Die Verschiebbarkeit der Abstützeinrichtung 8 gegen¬ über dem Abstützbock wird durch eine Langloch-Schraubenbol- zenbefestigung 13,16 erreicht. Die Befestigungsbolzen 16 werden dabei mit einem vorbestimmten Anzugsmoment angezogen, so daß sie bis zu einem vorbestimmten Aufprall unbeweglich bleiben. Bei einem diese Grenze übersteigenden Aufprall je¬ doch eine Verschiebung der Vorderwand bzw. der Seitenwand bis zum Erreichen des Langlochendes ermöglichen. Nachdem
eine solche Verschiebung stattgefunden hat, kann es bei ei¬ nem starken Aufprall zu einer Verformung der Seitenwände bzw. Vorderwand kommen. Die Befestigung der Seitenwände 10 der Abstützeinrichtung an dem seitlichen Be- festigungswandabschnitt 7 des Abstützbocks kann ebenfalls mittels einer Langlochbefestigung durchgeführt werden.
Die geometrische Form der senkrecht stehenden Rampe kann an¬ statt wie bei der dargestellten Ausführungsform, bei der sämtliche Wände ebene Außenflächen aufweisen, auch von ge¬ rundeter Gestalt sein.
In Fig. 2 ist eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 1 dargestellten Details II wiedergegeben. Die Vorderwand 11 der Abstützeinrichtung 8 ist im Befestigungsbereich 12 pla¬ teauähnlich zum Stirnband 5 des Abstützbocks 4 vorgezogen und bildet gegenüber der Vorderwandebene 11' quasi ein Pla¬ teau 12'. Der Übergang aus der Vorderwandebene 11' zu dem Plateau 12' ist ausgerundet, wodurch ein günstiges Verfor- mungsverhalten erreicht wird.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Abstützeinrichtung 8 im Befestigungsbereich 12 geteilt, wo¬ bei jedes Teil einen Befestigungsbereich 12 mit Langlöchern 13 aufweist und die Befestigungsbereiche 12 einander überlappend an der Stirnwand 5 festgelegt sind.
Auch die Kante zwischen der Vorderwand 11 und der Seitenwand
10 der Abstützeinrichtung 8 ist, wie in Fig. 1 zu erkennen, ebenfalls ausgerundet.
Es wird nun auf die Fig. 3 in Verbindung mit Fig. 2 Bezug genommen. Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht auf die Vorderwand
11 der an dem Abstützblock 4 angeordneten Abstützeinrichtung 8. Seitlich der Seitenwände 12 sind die Schutzplanken 15 ge-
strichelt angedeutet. In der dargestellten Ausführungsform sind zwei übereinander angeordnete Langlöcher 13 mit je ei¬ nem Befestigungsbolzen 16 im Befestigungsbereich 12 wieder¬ gegeben.
Des weiteren sind Durchbrüche 14 für die Spannseile 20 vor¬ gesehen, die, vergl. Fig. 2, durch weitere Durchbrüche 14' in der Ablenkwand 6 hindurchführen und je in einem Widerla¬ ger 19 (vergl. Fig. 4, Fig. 1) des Abstützblocks befestigt sind.
Die Widerlager 19 sind als Halteblock mit quer zur Zugrich¬ tung der Spannseile angeordneter Spannplatte 23 ausgebildet. Die Spannseile sind in üblicher Weise an der Spannplatte nachspannbar. Zur Befestigung des Abstützbocks 4 ist eine
Bodenplatte 17 an dem Abstützbock angeschweißt. Sie kann in geeigneter Weise mittels Schraubenbolzen an einem Fundament aufgeschraubt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungs¬ beispiele und geometrischen Formen beschränkt.
So kann beispielsweise die Form des Abstützbocks eine gerun¬ dete V-Form aufweisen oder es kann die Ablenkwand 6 wasch- brettähnlich gewellt oder mit Stufen versehen sein, wodurch ein zusätzlicher Abbremseffekt erzielt wird. Auch ist es möglich, daß der Abstützbock mit konisch nach unten sich verjüngenden Ablenkwänden ausgerüstet ist, wobei um eine Verkeilung zu verhindern, diese Verjüngung lediglich bis zu einer Höhe von cirka einem Raddurchmesser eines Pkw heruntergezogen wird, wobei der untere Bereich dann wieder senkrecht stehend verläuft.
Die Außenfläche der Ablenkwand 6 kann neben der oben erwähn¬ ten Abwandlung auch profiliert, mit Sicken oder Nocken ver¬ sehen sein.
Auch die Vorderwand der Abstützung 8 kann, abweichend von der wiedergegebenen, im wesentlichen ebenen Gestalt, an je¬ der Seite einen im wesentlichen S-förmigen Aufbau aufweisen, wobei die Ausrundung des S dem Durchmesser des unmittelbar benachbarten Dämpfelements angepaßt sein kann. Hierdurch er- fährt ein Fahrzeug bereits im Bereich vor dem Abstützbock eine etwas stärkere Abbremsung, so daß bei einer hohen An- fangsaufprallwucht vor Erreichen des starren Abstützbocks zusätzliche Bewegungsenergie aufgezehrt werden kann.
Die Abstützeinrichtung 8 kann jedoch statt einer U-förmigen Ausbildung eine im wesentlichen in Draufsicht T-förmige Ge¬ stalt aufweisen, wobei der Querbalken des T nach oben gerundet ist und in dieser Rundung ein Dämpfelement aufnimmt. Der Schenkel des T läuft auf die schräge Rampe zu und ist in geeigneter Weise an der Ablenkwand verschraubt.
Die Abstützeinrichtung 8 kann in den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen von einer Stahlplattenkonstruktion gebildet sein, wobei in U-förmiger Ausführung diese Abstützeinrichtung aus einem Stück gebogen, jedoch auch aus einzelnen Platten zusammengesetzt sein kann.
