| JP07003514 | STRUCTURE FOR INSTALLING SHIELDING PLATE IN HELMET |
| WO/1998/010670 | CURVED VISOR MECHANISM FOR HELMETS WITH LATERALLY MOVEABLE VISORS |
| WO/2005/029990 | CONTROL DEVICE OF WIRELESS HELMET |
Schimpf, Oliver (Rudolf-Wilke-Strasse 33, Braunschweig, 38106, DE)
| 1. | Sturzhelm mit einer schlagfesten Helmkalotte (1 ) mit einer durch ein Visier (12) abdeckbaren Visieröffnung (3) und mit wenigstens einem an der Außenseite der Helmkalotte (1) angeordneten Betätigungsele ment (7, 7'), mit dem ein von dem Betätigungselement (7, 7') entfernt angeordnetes Funktionselement (4, 16) des Helms verstellbar ist, in dem das Betätigungselement (7, T) mit dem Funktionselement (4, 16) über eine Übertragungsvorrichtung (9, 9') verbunden ist, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass das Betätigungselement (7, 71) auf einer Seite der Helmkalotte (1 ) im Bereich ihrer Unterkante angeordnet ist. |
| 2. | Sturzhelm nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Über¬ tragungseinrichtung (9, 9') zur Verstellung des Funktionselementes (4, 16) in einer ersten Richtung und in einer zweiten entgegen gesetzten Richtung ausgebildet ist. |
| 3. | Sturzhelm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (7, 71) durch einen im Wesentlichen parallel zu einer Unterkante der Helmkalotte (1) verlaufenden Schieber (8, 8', 18) gebildet ist. |
| 4. | Sturzhelm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (8, 81) mit seiner Unterkante an die Unterkante der Helmka¬ lotte (1 ) angrenzt. |
| 5. | Sturzhelm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (8, 8') mit seiner Unterkante die Unterkante der Helmkalotte (1) überdeckt. |
| 6. | Sturzhelm nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (8, 8') von der Unterseite des Helmes bedienbar ausgebildet ist. |
| 7. | Sturzhelm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (81) mit einer von der Unterseite des Helmes betätigbaren Schiebetaste versehen ist. |
| 8. | Sturzhelm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (7, 7') ein Drehknopf ist. |
| 9. | Sturzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich¬ net, dass die Übertragungseinrichtung (9, 91) zur direkten mechani¬ schen Übertragung der Bewegung des Betätigungselementes (7, 7') ausgebildet ist. |
| 10. | Sturzhelm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Über¬ tragungseinrichtung (9, 9') wenigstens einen Bowdenzug (10, 10') aufweist. |
| 11. | Sturzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeich¬ net, dass das mit dem Betätigungselement (7, 7') verbundene Funkti¬ onselement (4, 16) auf der Innenseite der Helmkalotte (1) außerhalb des Kinnteils (2) angeordnet ist. |
| 12. | Sturzheim nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (4, 16) oberhalb eines das Kinntei! (2) fortsetzenden umlaufenden Bereichs der Helmkalotte (1) gelagert ist. |
| 13. | Sturzhelm nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (4, 16) eine auf der Innenseite der Helmkalotte (1) geführte, in den Bereich der Visieröffnung (3) einfahrbare Sonnen¬ blende (4) ist. |
| 14. | Sturzhelm nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Cl bertragungseinrichtung (9) vom Betätigungselement (7) aus von zwei Seitenenden (5) der Sonnenblende (4) verbunden ist. |
| 15. | Sturzhelm nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sei¬ tenenden (5) der Sonnenblende (4) in Führungen (6) gelagert sind, die einen Bogenabschnitt ausbilden. |
| 16. | Sturzhelm nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Bo genabschnitt einen Drehpunkt aufweist, der mit Abstand von dem ent¬ sprechenden Seitenende (5) der Sonnenblende (4) angeordnet ist. |
| 17. | Sturzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch einen Lüftungsschieber (16) als Funktionselement, mit dem wenigs tens eine Lüftungsöffnung (17) im Stirnbereich und/oder Oberkopfbe¬ reich der Helmkalotte (1) verschließbar oder freigebbar ist. |
| 18. | Sturzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeich¬ net, dass sich das Betätigungselement (7, 7') an einem einen Teilbe reich des Kinnteils (2) bildenden festen Ansatz (14) der Helmkalotte (1 ) befindet, der mit einem bewegbaren, vorzugsweise schwenkbaren Kinnstück (11 ) das Kinnteil (2) bildet. |
| 19. | Sturzhelm nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ansatz (14) über weniger als die Hälfte, vorzugsweise weniger als 1/3, der Breite der Visieröffnung (3) erstreckt. |
| 20. | Sturzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeich¬ net, dass das Betätigungselement (7, T) auf einer Seite des Kinnteils (2) im Bereich unterhalb eines seitlichen Endes der Visieröffnung (3) angeordnet ist. |
Die Erfindung betrifft einen Sturzhelm, insbesondere Integralhelm, mit einer schlagfesten Helmkalotte, mit einer durch ein Visier abdeckbaren Visieröff- nung und mit wenigstens einem an der Außenseite der Helmkalotte ange¬ ordneten Betätigungselement, mit dem ein von dem Betätigungselement ent¬ fernt angeordnetes Funktionselement des Helms verstellbar ist, indem das Betätigungselement mit dem Funktionselement über eine Übertragungsvor¬ richtung verbunden ist.
Sturzhelme dieser Art sind als so genannte Jet-Helme und als Integralhelme bekannt. Integralhelme weisen ein Kinnteil auf, sodass die Visieröffnung von der Helmkalotte vollständig umschlossen ist, während sich bei einem Jet- Helm die Helmkalotte als solche nicht in den Kinnbereich unter die Visieröff- nung erstreckt.
Es sind Integralhelme bekannt, bei denen mit einem Betätigungselement die Funktion eines vom Betätigungselement entfernt liegenden Funktionsele¬ mentes steuerbar ist.
So ist es bekannt, bei einem Integralhelm, der mit einem hochklappbaren Kinnteil ausgebildet ist, das Kinnteil in der normalen Gebrauchsstellung mit im Seitenbereich der Helmkalotte angeordneten Schlössern zu verriegeln, um so den Schutz eines einteiligen Integralhelmes zu erreichen. Das Lösen der Schlösser zum Zwe-cke des Hochklappens des Kinnteils, um den Helm aufzusetzen oder abzunehmen, erfolgt dabei mittels eines Drehknopfes, der mittig an der vorderen Spitze des Kinnteils angebracht ist, wobei die Dreh¬ bewegung des Drehknopfes einen Zug auf zwei zu den beiden Schlössern verlaufende Seilzüge ausübt, wodurch die Schlösser entriegelt werden. Ein derartiger Schutzhelm ist in der DE 40 40 172 A1 beschrieben.
Es ist durch die DE 30 25 920 C2 ferner für einen Integralhelm der eingangs erwähnten Art bekannt, mit einem an der gleichen Stelle angeordneten Dreh¬ knopf flexible Kabel zu betätigen, die mit Verstelleinrichtungen an beiden En¬ den der Visierscheibe verbunden sind und so das Öffnen und Schließen der Visierscheibe steuern.
In der DE 85 34 132 U1 ist femer ein Integralhelm beschrieben, bei dem das Visier mit einem elastischen Element geöffnet werden kann und über einen Seilzug beim Schließen in mehrere Raststellungen verbracht werden kann. Die Betätigung des Seilzuges erfolgt mit einem Schieber, der ebenfalls mittig am Kinnteil angebracht ist und in vertikaler Richtung verschiebbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bedienbarkeit von Funktionselementen an einem Sturzhelm zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Sturzhelm der eingangs er¬ wähnten Art dadurch gelöst, dass das Betätigungselement auf einer Seite der Helmkalotte im Bereich ihrer Unterkante angeordnet ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die mittig am Kinnteil an¬ gebrachten Betätigungselemente, die als vertikal bewegbarer Schieber oder als Drehknopf ausgebildet sind, von einem Motorradfahrer jedenfalls dann relativ schwierig zu bedienen sind, wenn die Hände des Motorradfahrers durch Handschuhe geschützt sind. Bedienungsprobleme ergeben sich auch bei an der Helmkalotte außerhalb des Kinnteils angebrachten Schiebern, wie sie beispielsweise zur unmittelbaren Steuerung einer auf der Innenseite der Helmkalotte drehbar angebrachten Sonnenblende bekannt sind. Der seitlich hinter dem Ende der die Visieröffnung abdeckenden Visierscheibe ange¬ brachte Schieber ist vom Motorradfahrer intuitiv nicht sicher zu ergreifen, so dass das Herunterklappen oder das Hochklappen der Sonnenblende in den Fällen nicht gelingt, in denen eine schnelle Betätigung erforderlich erscheint, beispielsweise bei einer schlagartigen Verschlechterung der Sichtverhältnis-
se nach dem Benutzen der Sonnenblende (Einfahren in eine Nebelbank, in einen Tunnel o. dgl.) oder beim umgekehrten Übergang von abgedunkelten Sichtverhältnissen in eine Situation mit starker Sonneneinstrahlung.
Ein ähnliches Problem ergibt sich für das Einstellen einer Lüftungsöffnung mit auf der Helmoberseite angeordneten Schiebern, die während der Fahrt nur schwierig zu ertasten und zu bedienen sind.
Erfindungsgemäß findet die Betätigung derartiger Funktionselemente nun- mehr im Bereich der Unterkante auf der Seite des Sturzhelms statt. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass das Betätigungselement intuitiv schnell und sicher zu ergreifen ist, was bei den herkömmlichen Schiebern, die seitlich hinter der Visieröffnung auf halber Höhe des Sturzhelms angebracht waren, nicht in der gewünschten Weise der Fall war. Die Bewegung des Betäti- gungselements ist bei dieser Anordnung nicht mehr direkt auf das Funktions¬ element übertragbar, weshalb die Bewegung des Betätigungselements mit einer Übertragungseinrichtung auf das Funktionselement übertragen wird. Die Übertragungseinrichtung dient dabei dem Zweck, das Betätigungsele¬ ment in einem beliebigen Abstand von dem Funktionselement anordnen zu können. Dadurch unterscheidet sich die Übertragungseinrichtung von den üblicherweise zur Betätigung von Funktionselementen eingesetzten Getrie¬ ben, die regelmäßig eine formschlüssige Verbindung über Getriebeelemente zwischen dem Betätigungselement und dem Funktionselement herstellen und somit eine bestimmte Nähe des Betätigungselementes zum Funktions- element erfordern. Eine bevorzugte Übertragungseinrichtung ist flexibel und insbesondere durch einen Bowdenzug gebildet. Bevorzugt ist dabei die Über¬ tragungseinrichtung zur Verstellung des Funktionselementes in einer ersten Richtung und in einer zweiten, entgegen gesetzten Richtung ausgebildet, dient also nicht nur zum Auslösen einer Funktion sondern einer kontrollierten Verstellung in beiden Verstellrichtungen des Funktionselementes. Die ver¬ besserte Ergreifbarkeit des Bestätigungselements ergibt sich auch daraus, dass mit der Kante des Helms eine gute Orientierungshilfe zur Verfügung
steht. Der hiervon profitierende erfindungsgemäße Bereich der Unterkante erstreckt sich von der Unterkante bis zu einer Höhe von ca. 8 cm. Neben ei¬ nem Schieber kommen auch ein Druckknopf oder eine Hebelmechanik - mit oder ohne Übersetzung - in Frage.
Umfangreiche Tests haben ergeben, dass die Anordnung eines Betätigungs¬ elementes im Seitenbereich des Kinnteils intuitiv am besten ergreifbar ist, so dass eine sichere und schnelle Betätigung der Funktionselemente möglich ist, wenn dieses - wie im Beispiel der Sonnenblende - aufgrund der Fahrum- stände erforderlich ist.
Die sichere Ergreifbarkeit des Betätigungselementes wird noch dadurch ge¬ fördert, dass das Betätigungselement durch einen im Wesentlichen parallel zu einer Unterkante der Helmkalotte verlaufenden Schieber gebildet ist. Die- ser Schieber ist somit in einer im Wesentlichen horizontalen Richtung ver¬ schiebbar, so dass er ausreichend groß und mit einem ausreichenden Ver¬ schiebeweg ausgebildet werden kann, da er räumlich nicht auf die Höhe des Kinnelementes beschränkt ist, wie dies bei dem bekannten vertikal angeord¬ neten Schieber der Fall ist.
Vorzugsweise grenzt der Schieber mit seiner Unterkante an die Unterkante der Helmkalotte an oder überdeckt die Unterkante. Auch dieses trägt zur schnellen Ergreifbarkeit des Betätigungselementes bei, da die Helmunterkan¬ te für den Helmträger intuitiv leicht lokalisierbar ist. Vorzugsweise ist dabei der Schieber auch von der Unterseite des Helms bedienbar ausgebildet, wo¬ zu er beispielsweise mit einer von der Unterseite des Helms betätigbaren Schiebetaste versehen sein kann. Im Allgemeinen ist jedoch auch eine auf der Außenfläche der Helmkalotte an der Unterkante angebrachte Schiebe¬ taste auch von der Unterseite her bedienbar.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung des Betätigungselementes im Bereich der Unterkante der Helmkalotte ergeben sich auch dann, wenn das Betätigungselement ein Drehknopf ist.
Die Übertragungseinrichtung ist vorzugsweise zur direkten mechanischen Übertragung der Bewegung des Betätigungselementes ausgebildet, wozu - wie erwähnt - insbesondere ein Bowdenzug geeignet ist. Es sind aber auch andere Übertragungseinrichtungen denkbar, wie Gestänge, insbesondere aber auch kabelgebundene oder kabellose elektronische Übertragungen der Bedienbewegung des Betätigungselementes auf das Funktionselement.
Das Funktionselement ist vorzugsweise auf der Innenseite der Helmkalotte mit Abstand von dem unteren Rand der Helmkalotte angeordnet, bei einem Integralhelm oberhalb eines das Kinnteil fortsetzenden umlaufenden Be- reichs der Helmkalotte.
Ein für die erfindungsgemäße Betätigung besonderes geeignetes Funktions¬ element ist eine auf der Innenseite der Helmkalotte geführte, in den Bereich der Visieröffnung einfahrbare Sonnenblende. Diese ist vorzugsweise mit zwei Seitenenden mit der Übertragungseinrichtung verbunden. Dabei sind die Seitenenden der Sonnenblende vorzugsweise in Führungen gelagert, die einen Bogenabschnitt bilden. Der Bogenabschnitt weist dabei einen Dreh¬ punkt auf, der mit Abstand von den entsprechenden Seitenenden der Son¬ nenblende angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, die Bewegung der Son- nenblende und ihre Formgebung an die Krümmung der Helmkalotte anzu¬ passen, wodurch für die Unterbringung der Sonnenblende auf der Innenseite der Helmkalotte nur ein minimaler Platz benötigt wird. Der Drehpunkt der Bo- genabschnitte kann dabei fest sein, wenn der Bogenabschnitt ein Kreisbo¬ genabschnitt ist oder - zur Anpassung an die Wölbung der Helmkalotte - auch wandern.
Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sturzhelms sehen ein Betätigungselement, vorzugsweise in Form eines Schiebers, seitlich am Kinnteil oder seitlich im Nackenbereich, d. h. hinter dem Ohrenbereich, vor.
In einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sturzhelms befindet sich das Betätigungselement an einem einen Teilbereich des Kinn¬ teils bildenden festen Ansatz der Helmkalotte, der mit einem bewegbaren, vorzugsweise schwenkbaren Kinnstück das Kinnteil bildet. Durch das schwenkbare Kinnstück wird die Einschlupföffnung des Integralhelmes zum Aufsetzen und Abnehmen des Helmes vergrößerbar. Andererseits besteht durch den festen Ansatz die Möglichkeit, auch mechanische Verbindungen vom Kinnteil aus in der erfindungsgemäßen Weise zu betätigen. Vorzugs¬ weise erstreckt sich der feste Ansatz über weniger als die Hälfte, vorzugs¬ weise weniger als 1/3 der Breite der Visieröffnung, so dass das bewegbare, vorzugsweise schwenkbare Kinnstück deutlich mehr als die Hälfte der Breite der Visieröffnung untergreift, vorzugsweise mehr als 2/3 der Breite. Das be¬ wegbare, vorzugsweise schwenkbare Kinnstück ist somit asymmetrisch auf¬ gebaut und nur an einer Seite der Helmkalotte, vorzugsweise an einem Drehgelenk, befestigt.
Die Erfindung soll im Folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische, schematische Darstellung der Anordnung eines Betätigungselementes für eine Sonnenblende an einem erfindungsgemäßen Integralhelm;
Figur 2 eine schematische Seiten-Teilansicht des Helmes gemäß Figur
1 mit geöffneter Sonnenblende;
Figur 3 eine schematische Ansicht gemäß Figur 2 mit heruntergefahre¬ ner Sonnenblende;
Figur 4 eine schematische, perspektivische Ansicht von schräg unten auf eine Modifikation des erfindungsgemäßen Integralhelmes gemäß Figur 1 ;
Figur 5 eine schematische, perspektivische Ansicht eines Integralhel¬ mes mit einem hochklappbaren Kinnstück, das durch einen fes- ten Ansatz der Helmkalotte zu dem Kinnteil ergänzt wird;
Figur 6 eine schematische, perspektivische Darstellung des Helmes gemäß Figur 5 in hochgeklappter Position des Kinnstücks;
Figur 7 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Integ¬ ralhelmes mit einer verstellbaren Sonnenblende im hochge¬ klappten Zustand und einem verstellbaren Lüftungsschieber im geschlossenen Zustand;
Figur 8 den Helm gemäß Figur 7 mit der Sonnenblende im herunterge¬ klappten Zustand und dem Lüftungsschieber im geöffneten Zu¬ stand;
Figur 9 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Integ¬ ralhelms mit einer verstellbaren Sonnenblende im hochgeklapp¬ ten Zustand und einem verstellbaren Lüftungsschieber im ge¬ schlossenen Zustand und mit im Nackenbereich angeordneten Betätigungselementen;
Figur 10 den Helm gemäß Figur 9 mit der Sonnenblende im herunter geklappten Zustand und dem Lüftungsschieber im geöffneten Zustand.
Die schematische Darstellung der Figur 1 zeigt eine stoßfeste Helmkalotte 1 eines Integralhelmes, die somit ein Kinnteil 2 aufweist und eine Visieröffnung 3 allseitig umschließt und begrenzt. In die Visieröffnung 3 ist eine Sonnen¬ blende 4 einfahrbar und in einer vollständig heruntergeklappten Stellung in Figur 1 dargestellt. Die Sonnenblende 4 bedeckt die Visieröffnung 3 in übli¬ cher Weise nur im oberen Teil, um nach unten einen nicht abgedunkelten Blick durch die Visieröffnung 3 zu ermöglichen.
Eine die Visieröffnung 3 vollständig verschließende, auf der Außenseite der Helmkalotte 1 geführte Visierscheibe ist aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt.
Die Sonnenblende 4 weist zwei Seitenenden 5 auf, die jeweils in einer Füh¬ rung 6 in Form eines Bogenabschnitts geführt sind. Die Bewegung der Sei¬ tenenden 5 in den Führungen 6 wird durch ein Betätigungselement 7 gesteu¬ ert, das in Form eines Schiebers im seitlichen Bereich des Kinnteils 2 unter¬ halb der seitlichen Enden der Visieröffnung 3 angeordnet ist. Die Betäti- gungseinrichtung 7 befindet sich somit am Kinnteil 2 unterhalb der Visieröff- nun.g 3, jedoch mit deutlichem Abstand von öer vorderen Spitze des Kinn¬ teils, die die Mitte des Kinnteils ausmacht.
Wie in Figur 1 gerade dargestellt ist, ist mit der Betätigungseinrichtung 7 eine Übertragungseinrichtung 9 verbunden. Die Übertragungseinrichtung 9 be¬ steht in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Bowdenzügen 10, die mit ihrem jeweiligen einen Ende mit dem Schieber 8 und mit dem ande- ren Ende mit einem zugeordneten Seitenende 5 der Sonnenblende 4 ver¬ bunden sind. Durch die Bewegung des Schiebers 8 in eine Richtung wird die Sonnenblende 4 aus der dargestellten heruntergefahrenen Stellung in eine hohe Stellung oberhalb der Visieröffnung 3 verfahren, während die Bewe¬ gung des Schiebers 8 in die andere Richtung die Sonnenblende 4 aus der Ruhestellung in die in Figur 1 dargestellte heruntergeklappte Stellung ver¬ fährt. Durch eine selbsthemmende Führung kann die Sonnenblende 4 in je¬ der Zwischenstellung verbleiben.
Dieser Sachverhalt ist in den Figuren 2 und 3 nochmals verdeutlicht. Wird der Schieber 8 vollständig nach hinten verfahren, drücken die Sehnen der beiden Bowdenzüge 10 die Sonnenblende an beiden Enden in der Führung nach oben in die Ruhestellung gemäß Figur 2. Wird hingegen der Schieber 8 nach vorne geschoben, wie dies in Figur 3 dargestellt ist, wird die Sonnen¬ blende 4 aus der Ruhestellung gemäß Figur 2 in die heruntergefahrene Stel- lung gemäß Figur 3 gezogen.
Die Zeichnungen lassen erkennen, dass die Betätigungseinrichtung 7 in den dargestellten Ausführungsbeispielen auf der linken Seite des Kinnteils 2 an¬ geordnet ist. Die Verbindung von dem Schieber 8 zum linken Seitenende 5 der Sonnenblende 4 erfolgt somit durch einen an der Innenwandung der Helmkalotte 1 annähernd direkt nach oben geführten Bowdenzug 10, wäh¬ rend die Verbindung zum rechten Seitenende durch einen Bowdenzug 10 erfolgt, der an der Unterkante der Helmkalotte 1 um den Nackenbereich her¬ um auf die rechte Seite der Helmkalotte 1 geführt ist, um von dort die Verbin- düng mit dem rechten Seitenende 5 der Sonnenblende 4 herzustellen.
Die Führung der Sonnenblende 4 in den einen Bogenabschnitt bildenden Führungen 6 hat den Vorteil, dass der Drehpunkt für die Bewegung der Son¬ nenblende 4 an die Krümmung der Helmkalotte 1 oberhalb der Visieröffnung 3 angepasst werden kann, so dass die Unterbringung der Sonnenblende 4 mit einem minimalen Platzbedarf auf der Innenseite der Helmkalotte 1 mög¬ lich ist.
Bei dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schieber 8 mit einer von der radialen Außenseite der Helmkalotte 1 zugäng- liehen Schiebetaste ergreifbar. Da sich der Schieber 8 an der Unterkante der Helmkalotte befindet, kann er auch von schräg unten betätigt werden.
Bei dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schieber 8 1 um die Unterkante der Helmkalotte 1 herum ausgebildet, so dass seine Schiebe- taste auf der Unterseite läuft und daher von unten ergreifbar ist. Diese Stelle des Integralhelmes ist von dem Motorradfahrer aufgrund seiner Orientierung in seinem Sichtfeld leicht und sicher ergreifbar.
Die Figuren 5 und 6 zeigen die erfindungsgemäße Anordnung des Betäti- gungselementes 7 an einem Integralhelm, der mit einem hochklappbaren Kinnstück 11 versehen ist. Das Kinnstück 11 erstreckt sich über mehr als 2/3 der Breite der Visieröffnung 3, die hier mit einer Visierscheibe 12 verschlos¬ sen ist.
Wie Figur 6 erkennen lässt, ist das Kinnstück 11 um ein auf der rechten Seite der Helmkalotte 1 angeordnetes Drehgelenk mit einer etwa horizontalen Achse hochklappbar. In dem heruntergeklappten Zustand gemäß Figur 5 liegt das Kinnstück 11 über eine Stoßkante 13 an einem festen, hier einstü¬ ckig mit der Helmkalotte 1 ausgebildeten Ansatz 14 der Helmkalotte 1 an, so dass das Kinnstück 11 gemeinsam mit dem festen Ansatz 14 das Kinnteil 2 bilden. Der sich über etwa 1/4 bis 1/3 der Breite der Visieröffnung 3 βrstre-
ckende Ansatz 14 trägt das Betätigungselement 7, das in der in den Figuren 1 bis 3 erläuterten Form ausgebildet ist.
Die Figuren 5 und 6 lassen auf der linken Helmseite ein Drehgelenk 15 er- kennen, um das nur die Visierseite 12 verschwenkbar ist. Das entsprechende (nicht dargestellte) Drehgelenk auf der rechten Helmseite kann gemeinsam für die Visierscheibe 12 und das Kinnstück 11 ausgebildet sein.
In den Figuren 7 und 8 ist eine weitere Modifikation der Anordnung gemäß den Figuren 1 bis 3 dargestellt. Neben dem Betätigungselement 7 für die Sonnenblende 4 ist ein weiteres Betätigungselement T vorgesehen, das e- benfalls als ein parallel zur Unterkante des Kinnteils 2 bewegbarer Schieber 18 ausgebildet ist, jedoch über dem Betätigungselement 7 angeordnet ist. Das Betätigungselement T ist mit einer durch einen Bowdenzug 10' gebilde- ten Übertragungseinrichtung 9' verbunden, mit der ein Lüftungsschieber 16 unterhalb einer im Stirnbereich bzw. Oberkopfbereich der Helmkalotte 1 an¬ geordneten Lüftungsöffnung 17 betätigbar ist.
In der Darstellung der Figur 7 befinden sich die Schieber 8, 18 in einer nach hinten verschobenen Stellung, in der die Sonnenblende 4 in ihre Ruhestel¬ lung verfahren ist und der Lüftungsschieber 16 die Lüftungsöffnung 17 ver¬ schließt.
Gemäß Figur 8 wird durch das Verschieben der Schieber 8, 18 nach vorne die mit dem Schieber 8 verbundene Sonnenblende 4 in die Visieröffnung 3 hinein nach unten und der mit dem Schieber 18 verbundene Lüftungsschie¬ ber 16 in eine die Lüftungsöffnung 17 freigebende Stellung verfahren, so dass nunmehr Fahrtwind durch die Lüftungsöffnung 17 in das Innere der Helmkalotte 1 gelangt, wie dies durch entsprechende Pfeile in Figur 8 darge- stellt ist.
Das in den Figuren 9 und 10 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht dem Ausführungsbeispiel der Figuren 7 und 8, wobei lediglich die Betätigungs¬ elemente 7, T nicht im seitlichen Kinnbereich sondern im seitlichen Nacken¬ bereich, also in Fahrtrichtung etwas hinter dem Bereich der Helmkalotte 1 angeordnet sind, der die Ohren des Helmträgers abdeckt. Durch Verschie¬ ben der Schieber 8, 18 nach hinten lässt sich die Sonnenblende 4 nach un¬ ten bewegen und mit dem Lüftungsschieber 16 die Lüftungsöffnung 17 frei geben.
Selbstverständlich sind weitere Funktionselemente denkbar, die durch erfin¬ dungsgemäß im Bereich der Unterkante der Helmkalotte 1 angeordnete Be¬ tätigungselemente 7, T mit Vorteil betätigt werden können.
