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Patent Searching and Data


Title:
CROSS-COUNTRY OR SKI TOURING BINDING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/200420
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cross-country or ski touring binding (1) for connecting a boot (2) to a ski (3) in an articulated manner, comprising a binding base body (4) which comprises a standing surface (5a) for a sole (6) of the boot (2) and a ski contact surface (5b) for at least indirectly contacting the ski (3), a holding device (7) having a receiving element (8) for the pivotable arrangement of the boot (2) about a pivoting axis (8a) extending in the transverse direction of the binding base body (4), and a holding element (9) for holding the boot (3) on the receiving element (8), the holding element (9) being mounted on the binding base body (4) such that it moves between a closed position holding the boot (2) on the receiving element (8) and an open position releasing the boot (3), further comprising an actuating element (13) having a rotating handle (14) for transferring the holding element (9) from the closed position to the open position, the axis of rotation (15) thereof extending essentially perpendicular to the standing surface (5a) of the binding base body (4), wherein a locking element is provided, which can be transferred between a locking position and a release position, wherein, in the locking position, the rotating handle (14) is held so that it cannot rotate relative to the binding base body (4) and, in the release position, the rotating handle (14) is released for a pivotable movement about its axis of rotation (15).

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Inventors:
FELLIN, Nicolas (Mittermühlweg 8A, 4912 Neuhofen im Innkreis, 4912, AT)
Application Number:
AT2019/060129
Publication Date:
October 24, 2019
Filing Date:
April 17, 2019
Export Citation:
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Assignee:
FISCHER SPORTS GMBH (Fischerstraße 8, 4910 Ried/Innkreis, 4910, AT)
International Classes:
A63C9/086; A63C9/08; A63C9/18
Foreign References:
DE9422308U11999-12-23
EP1721641A12006-11-15
DE9422308U11999-12-23
FR2526322A11983-11-10
US9022411B22015-05-05
Other References:
ANONYMOUS: "INSTRUCTION MANUAL & SAFETY INFORMATION NORDIC BINDINGS", FISCHER, 2 August 2017 (2017-08-02), pages 1 - 118, XP055595880, Retrieved from the Internet [retrieved on 20190612]
Attorney, Agent or Firm:
SONN & PARTNER PATENTANWÄLTE (Riemergasse 14, 1010 Wien, 1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) zur gelenkigen Verbindung eines Schuhs (2) mit einem Ski (3),

- mit einem Bindungsgrundkörper (4), welcher eine Aufstandsflä che (5a) für eine Sohle (6) des Schuhs (2) und eine Skiauflage fläche (5b) zur zumindest mittelbaren Auflage auf dem Ski (3) aufweist,

- mit einer Halteeinrichtung (7), welche eine Aufnahme (8) zur verschwenkbaren Anordnung des Schuhs (2) um eine in Querrichtung des Bindungsgrundkörpers (4) verlaufende Schwenkachse (8a) und ein Halteelement (9) zur Halterung des Schuhs (3) an der Aufnah me (8) aufweist, wobei das Halteelement (9) zwischen einer den Schuh (2) an der Aufnahme (8) haltenden Schließstellung und ei ner den Schuh (3) freigebenden Offenstellung verschieblich an dem Bindungsgrundkörper (4) gelagert ist,

- mit einem Betätigungselement (13), das einen Drehgriff (14) zur Überführung des Halteelements (9) von der Schließ- in die Offenstellung aufweist, dessen Drehachse (15) im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche (5a) des Bindungsgrundkörpers (4) verläuft,

dadurch gekennzeichnet, dass

- ein zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabe stellung überführbares Verriegelungselement (16) vorgesehen ist, wobei der Drehgriff (14) in der Verriegelungsstellung unverdreh- bar gegenüber dem Bindungsrundkörper (4) formschlüssig gehalten wird, wobei das Verriegelungselement (16) derart ausgestaltet ist, dass es nicht mittels einer elastischen Verformung aus der formschlüssigen Verbindung gelöst werden kann, und der Drehgriff (14) in der Freigabestellung für eine Schwenkbewegung um seine Drehachse (15) freigegeben ist.

2. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) zum Überfüh ren zwischen der Freigabestellung und Verriegelungsstellung auf dem Drehgriff (14) oder dem Bindungsrundkörper (4) gelagert ist.

3. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verriegelungsstellung das Verriegelungselement (16) mit Bindungsgrundkörper (4) derart formschlüssig verbunden ist, dass der Drehgriff (14) drehfest mit dem Bindungsgrundkörper (4) verbunden ist.

4. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) einen Vorsprung (16a) aufweist, der in der Verriegelungs stellung in einer Aufnahmeöffnung (19) des Bindungsgrundkörpers (4) aufgenommen ist oder dass das Verriegelungselement (16) im oder am Bindungsgrundkörper (4) gelagert ist und in der Verrie gelungsstellung mit dem Drehgriff (14) in Eingriff steht.

5. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) in der Verriegelungsstellung und/oder der Freigabestellung über eine Rastverbindung (20a, 20b; 28, 31; 38, 39; 45, 46a, 46b; 49; 54, 55a, 55b) gesichert ist.

6. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) zwischen der Verriegelungsstellung und Freigabestellung verschwenkbar gelagert ist, wobei vorzugsweise das Verriege lungselement (16) in der Verriegelungsstellung zumindest ab schnittsweise in einer Ausnehmung (18, 18a) innerhalb des Dreh griffs (14) aufgenommen ist.

7. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) in einem vor deren Endabschnitt schwenkbar mit dem Drehgriff (14) verbunden ist und in einem hinteren zum Halteelement (9) gerichteten End abschnitt den Vorsprung (16a) aufweist, der in der Verriege lungsstellung in einer Aufnahmeöffnung (19) des Bindungsgrund körpers (4) aufgenommen ist.

8. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) in einer Ausnehmung (18) im Drehgriff (14) oder im Bin dungsgrundkörper (4) zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung verschieblich gelagert ist.

9. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche (5a) zwangsgeführt verschieblich gelagert ist.

10. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) vor zugsweise an zumindest einem Ende eine elastische erweiterbare Tasche (23) aufweist, in welcher ein im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche (5a) längserstreckender Steg (26) aufgenom men ist, wobei die Längserstreckung der Tasche (23) größer ist als die Längserstreckung des Stegs (26) .

11. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung im Wesentlichen parallel oder senkrecht zur Aufstandsfläche (5a) zwangsgeführt verschieblich gelagert ist.

12. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehgriff (14) eine Führungs ausnehmung (33) aufweist, deren Längserstreckung sich im Wesent liche parallel zur Aufstandsfläche (5a) erstreckt, wobei das Verriegelungselement (16) einen sich im Wesentlichen parallel zur Aufstandsfläche (5a) erstreckenden Steg (34) aufweist, der in der Führungsausnehmung (33) zumindest teilweise aufgenommen ist .

13. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsele ment (16) seitlich zumindest ein Rastelement (38; 49; 54) auf weist, das in einer gesicherten Verriegelungsstellung mit einem an einer Seitenwand (30) der Ausnehmung (18) des Drehgriffs (14) oder des Bindungsgrundkörpers (4) vorgesehenen Rastelement (39) zusammenwirkt .

14. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt senkrecht zur Verschieberichtung die Ausnehmung (18) nach Innen vorsprin gende Führungsstege (35) aufweist, welche in entsprechenden Füh- rungsnuten (16) des Verriegelungselements (16) aufgenommen sind.

15. Langlauf- oder Tourenskibindung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung des Vorsprungs (16a) im Wesentlichen parallel zur Aufstandsfläche (5a) verläuft und die Aufnahmeöffnung (19) in einer im Wesentli chen senkrecht zur Aufstandsfläche (5a) verlaufenden Wand des Bindungsgrundkörpers vorgesehen ist.

Description:
Langlauf- oder Tourenskibindung

Die Erfindung betrifft eine Langlauf- oder Tourenskibindung zur gelenkigen Verbindung eines Schuhs mit einem Ski, mit einem Bin dungsgrundkörper, welcher eine Aufstandsfläche für eine Sohle des Schuhs und eine Skiauflagefläche zur zumindest mittelbaren Auflage auf dem Ski aufweist, mit einer Halteeinrichtung, welche eine Aufnahme zur verschwenkbaren Anordnung des Schuhs um eine in Querrichtung des Bindungsgrundkörpers verlaufende Schwenkach se und ein Halteelement zur Halterung des Schuhs an der Aufnahme aufweist, wobei das Halteelement zwischen einer den Schuh an der Aufnahme haltenden Schließstellung und einer den Schuh freige benden Offenstellung verschieblich an dem Bindungsgrundkörper gelagert ist, mit einem Betätigungselement, das einen Drehgriff zur Überführung des Halteelements von der Schließ- in die Offen stellung aufweist, dessen Drehachse im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers verläuft.

Eine derartige Skibindung ist von der Anmelderin unter der Pro duktbezeichnung "Turnamic" erhältlich. Bei derartigen Skibindun gen ist es bekannt, dass der Drehgriff und der Bindungsgrundkör per zusammenwirkende Rastelemente aufweisen, sodass der Dreh griff in der Schließstellung rastend gehalten wird.

Eine weitere Skibindung mit einem Drehgriff zur Überführung des Halteelements von der Schließ- in die Offenstellung mit einer Drehachse, die im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche des Bindungskörpers verläuft, ist aus der DE 9422308 Ul bekannt. Bei dieser Bindung ist der Drehgriff bzw. das Halteelement in Schließstellung nicht einmal rastend gehalten.

Aus der FR 2526322 Al ist weiters eine Langlaufbindung bekannt, bei welcher ein Sohlenvorsprung mit Hilfe eines schwenkbar gela gerten Nockens der ein Hebelelement aufweist, mit der Langlauf bindung verbunden werden kann. Zur Sicherung des Nockens in sei ner Haltestellung ist das elastisch verformbare Zungenelement vorgesehen, das in der Haltestellung hinter einem Nockenvor sprung mit seinem vorderen Zungenabschnitt einrastet, sodass - sofern keine Kraft auf das elastische Zungenelement im Bereich der Aufnahme aufgebracht wird - in seiner Haltestellung gehalten wird .

Aus der US 9,022,411 B2 ist eine Langlauf- oder Touren- Skibindung mit einem Basisteil für einen Drehverriegelungsmecha nismus bekannt. Der Basisteil weist einen ebenen Auflageab schnitt und einen oder mehrere Stützabschnitte auf, die von der Ebene des ebenen Auflageabschnitts abstehen. Die Stützabschnitte weisen jeweils ein Achsstiftloch zur Aufnahme einer Achse eines mit dem Drehverriegelungsmechanismus verbundenen Teils auf. Der Drehverriegelungsmechanismus weist ein Betätigungselement auf, welches um eine parallel zu dem Auflageabschnitt angeordnete Achse drehbar mit dem Basisteil verbunden ist. Derartige weit verbreitete Langlaufbindungen weisen somit einen Schwenkhebel zum Öffnen bzw. Schließen der Bindung auf, wobei die Schwenkach se im Wesentlichen parallel zu einer an dem zu verbindenden Schuh verlaufenden Befestigungsachse verläuft. Auch bei derarti gen Skibindungen ist bereits bekannt, einen Rastvorsprung vorzu sehen, der zur Aufnahme eines vorderen Endes des Schwenkhebels ausgebildet ist, wenn der Schwenkhebel in der verriegelten Posi tion ist.

Da bei derartigen Skibindungen mit einer parallel zur Aufstands fläche angeordneten Schwenkachse der Schwenkhebel gegen die Schwerkraft nach oben in die Öffnungsstellung überführt werden muss, ist eine Rastverbindung, d.h. eine Verbindung, welche bei Überwinden einer (geringen) elastischen Rückstellkraft eines Rastelements auf eine einfache Weise gelöst werden kann, bei derartigen Skibindungen zur Sicherung des Schwenkhebels ausrei chend .

Eine gänzlich andere Situation ist bei Langlauf- oder Tourenski bindungen der eingangs angeführten Art gegeben, bei welcher der Drehgriff zum Überführen des Halteelements von der Schließ- in die Offenstellung nicht an seinem freien Ende nach oben, gegen die Schwerkraft verschwenkt wird, sondern zum Öffnen der Bindung der Drehgriff lediglich seitlich ausgeschwenkt werden muss. Dies ist zwar in der Handhabe zum Öffnen bzw. Schließen der Skibin dung äußerst vorteilhaft, bringt jedoch ein erhöhtes Risiko mit sich, dass während der Benutzung der Drehgriff ungewollter Weise verdreht wird; d.h. um die senkrecht zur Aufstandsfläche ange- ordnete Drehachse seitlich verschwenkt wird, sodass die Skibin dung unbeabsichtigter Weise geöffnet wird. Bisher war es bei derartigen Skibindungen - wie bereits vorstehend erwähnt - nur bekannt, Rastelemente zur Lagefixierung des Drehgriffs in der Schließstellung vorzusehen.

Aufgrund des erhöhten Risikos eines unbeabsichtigten Öffnens der Skibindung ist es nun Aufgabe der Erfindung, eine über eine blo ße Sicherung des Drehgriffs mittels Rastverbindung hinausgehende Verriegelung des Drehgriffs in der Schließstellung der Skibin dung zu schaffen.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erzielt, dass ein zwischen ei ner Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung überführba- res Verriegelungselement vorgesehen ist, wobei der Drehgriff in der Verriegelungsstellung unverdrehbar gegenüber dem Bindungs rundkörper formschlüssig gehalten wird, wobei das Verriegelungs element derart ausgestaltet ist, dass es nicht mittels einer elastischen Verformung aus der formschlüssigen Verbindung gelöst werden kann, und der Drehgriff in der Freigabestellung für eine Schwenkbewegung um seine Drehachse freigegeben ist.

Durch das Vorsehen einer formschlüssigen Verbindung in der Ver riegelungsstellung ist der Drehgriff gegen ein unbeabsichtigtes Verdrehen in der Gebrauchsstellung der Skibindung zuverlässig gesichert. Unter formschlüssiger Verbindung wird im Sinne der Erfindung demnach eine Verbindung verstanden, bei welcher - an ders als bei bekannten Rastverbindungen - der Drehgriff nicht auf einfache Weise durch ein elastisches Verformen des Verriege lungselements gelöst werden kann. Insbesondere ist das Verriege lungselement demnach derart ausgestaltet, dass es der Benutzer bei der üblicherweise einhändigen Bedienung des Drehgriffs nicht elastisch Verformen kann, d.h. nicht mittels einer elastischen Verformung aus der formschlüssigen Verbindung lösen kann. Dem nach ist zunächst eine gesonderte Betätigung des Verriegelungs elements erforderlich, mit welchem der Benutzer das Verriege lungselement, ohne den Drehgriff zu bewegen bzw. zu verschwen- ken, aus der Verriegelungsstellung in seine Freigabestellung überführt, bevor der Drehgriff für eine Schwenkbewegung um seine Drehachse freigegeben ist. Hinsichtlich einer benutzerfreundlichen Bedienbarkeit beim Ver- bzw. Entriegeln des Drehgriffs ist es günstig, wenn das Verrie gelungselement zum Überführen zwischen der Freigabestellung und Verriegelungsstellung auf dem Drehgriff oder dem Bindungsrund körper gelagert ist. Mithilfe der Lagerung des Verriegelungsele ments auf dem Drehgriff ist das Verriegelungselement für den Be nutzer auf einfache Weise greifbar. Zudem ist durch die Lagerung auf dem Drehgriff zugleich eine zuverlässige Verbindung zwischen Verriegelungselement und Drehgriff vorgesehen, sodass bei der Herstellung der Verriegelungsstellung des Drehgriffs lediglich das Verriegelungselement bzw. ein Abschnitt des Verriegelungs elements mit dem Element der Skibindung in Eingriff zu bringen ist .

Auf besonders einfache und zuverlässige Weise wird eine drehfes te Anordnung des Drehgriffs in der Verriegelungsstellung er zielt, wenn in der Verriegelungsstellung das Verriegelungsele ment mit einem Bindungsgrundkörper derart formschlüssig verbun den ist, dass der Drehgriff über das Verriegelungselement dreh fest mit dem Bindungsgrundkörper verbunden ist. Zum Herstellen der Verriegelungsstellung ist es demnach lediglich erforderlich, dass ein Abschnitt des Verriegelungselements formschlüssig mit dem Bindungsgrundkörper in Eingriff gelangt, sodass ein Verdre hen des Drehgriffs zuverlässig verhindert wird.

Eine derartige formschlüssige Verbindung kann auf besonders ein fache Weise erzielt werden, indem in der Verriegelungsstellung das Verriegelungselement mit dem Bindungsgrundkörper derart formschlüssig verbunden ist, dass der Drehgriff drehfest mit dem Bindungsgrundkörper verbunden ist. Mittels der formschlüssigen Verbindung zwischen dem Verriegelungselement und dem Bindungs grundkörper wird somit auf einfache Weise der Drehgriff, auf welchen das Verriegelungselement gelagert ist, drehfest auf dem Bindungsgrundkörper fixiert. In dieser Stellung kann demnach der Drehgriff nicht unbeabsichtigter Weise aus der Schließstellung gelöst werden, sodass ein unbeabsichtigtes Öffnen der Bindung - wie dies im Falle einer bloßen Rastverbindung zur Sicherung der Schließstellung bei entsprechender Kraftaufbringung durchaus möglich ist - zuverlässig verhindert wird. Eine konstruktiv einfache Ausgestaltung zur formschlüssigen Ver bindung zwischen Verriegelungselement und Bindungsgrundkörper wird erzielt, wenn das Verriegelungselement einen Vorsprung auf weist, der in der Verriegelungsstellung in einer Aufnahmeöffnung des Bindungsgrundkörpers aufgenommen ist. Durch die Aufnahme des Vorsprungs des Verriegelungselements in einer im Bindungsgrund körper ausgebildeten Aufnahmeöffnung ist es zum Überführen zwi schen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung somit lediglich erforderlich, das Verriegelungselement derart zu bewe gen, dass der Vorsprung entweder in der Aufnahmeöffnung aufge nommen wird oder - sofern eine Freigabe gewünscht ist - aus der Aufnahmeöffnung entfernt wird. Gleiches trifft im Wesentliche für die alternative Ausgestaltung einer Lagerung am Bindungskör per zu. Sofern in der Verriegelungsstellung das Verriegelungs element mit dem Drehgriff in Eingriff steht, ist der Drehgriff durch die Verbindung mit dem Bindungsgrundkörper über das Ver riegelungselement zuverlässig gegen ein Verdrehen gesichert.

Um ein ungewolltes Lösen des Verriegelungselements aus der Ver riegelungsstellung hintanzuhalten ist es weiters günstig, wenn das Verriegelungselement in der Verriegelungsstellung und/oder der Freigabestellung über eine Rastverbindung gesichert ist. Mithilfe einer Rastverbindung kann somit auf einfache Weise das Verriegelungselement in seiner Verriegelungsstellung und/oder der Freigabestellung gesichert werden. Selbst wenn diese Rast verbindung aber aus der Verriegelungsstellung gelöst wird, führt dies jedoch nicht automatisch zum Überführen des Verriegelungs elements in die Freigabestellung. Demnach kann selbst bei einem ungewollten Lösen der Rastverbindung des Verriegelungselements grundsätzlich das Verriegelungselement noch in seiner Verriege lungsstellung angeordnet sein.

Hinsichtlich einer einfachen Bedienbarkeit beim Überführen des Verriegelungselements zwischen Verriegelungs- und Freigabestel lung ist es vorteilhaft, wenn das Verriegelungselement zwischen der Verriegelungsstellung und Freigabestellung verschwenkbar ge lagert ist, wobei vorzugsweise das Verriegelungselement in der Verriegelungsstellung zumindest abschnittsweise in einer Ausneh- mung innerhalb des Drehgriffs aufgenommen ist. Mithilfe der schwenkbaren Lagerung des Verriegelungselements auf dem Dreh griff kann dieser somit auf einfache Weise vom Benutzer von Oben ergriffen werden und von einer nach unten in Richtung der Auf standsfläche verschwenkten Verriegelungsstellung, in welcher der Drehgriff für den Benutzer vorzugsweise aufgrund seiner Aufnahme innerhalb der Ausnehmung im Drehgriff kaum wahrnehmbar ist, in eine nach oben verschwenkte Freigabestellung überführt werden.

Für eine besonders einfache Bedienung und konstruktiv einfache Lagerung des Verriegelungselements im bzw. am Drehgriff ist es vorteilhaft, wenn das Verriegelungselement in einem vorderen Endabschnitt schwenkbar mit dem Drehgriff verbunden ist und in einem hinteren zum Halteelement gerichteten Endabschnitt den Vorsprung aufweist, der in der Verriegelungsstellung in einer Aufnahmeöffnung des Bindungsgrundkörpers aufgenommen ist.

Alternativ zu der vorstehend genannten schwenkbaren Lagerung des Verriegelungselements am Drehgriff ist es ebenso denkbar, dass das Verriegelungselement in einer Ausnehmung im Drehgriff oder im Bindungsgrundkörper zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung verschieblich gelagert ist. Auch mit einer Schiebebewegung kann das Verriegelungselement auf einfache Weise aus der Verriegelungsstellung in die Freigabestellung überführt werden .

Ein hoher Bedienkomfort kann hierbei erzielt werden, wenn das Verriegelungselement zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche zwangsgeführt verschieblich gelagert ist. Bei dieser Ausfüh rungsform kann der Benutzer somit auf einfache Weise an dem Ver riegelungselement anziehen, sodass dieses aus einer nach unten verschoben Verriegelungsstellung in eine nach oben verschobene Freigabestellung überführt wird.

Auf konstruktiv einfache Weise wird eine im Wesentlichen lineare Verschieblichkeit des Verriegelungselements erzielt, indem das Verriegelungselement vorzugsweise an zumindest einem Ende eine elastische erweiterbare Tasche aufweist, in welcher ein sich im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche längserstreckender Steg aufgenommen ist, wobei die Längserstreckung der Tasche grö ßer ist als die Längserstreckung des Stegs. Durch die Ausbildung der erweiterbaren Tasche kann diese beim erstmaligen Einsetzen des Verriegelungselements in der Skibindung, d.h. beim Zusammen fügen der einzelnen Bindungsteile, auf einfache Weise in die Ausnehmung im Drehgriff eingesetzt werden, sodass das Verriege lungselement sodann über das gleitende Zusammenspiel von Steg und Tasche längsverschieblich geführt ist.

In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Verriegelungselement nicht senkrecht zur Aufstandsflä che beweglich gelagert ist, sondern das Verriegelungselement zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung im Wesentlichen parallel oder senkrecht zur Aufstandsfläche zwangs geführt verschieblich gelagert ist.

Für eine konstruktive einfache Führung des Verriegelungselements in Richtung der Aufstandsfläche kann der Drehgriff eine Füh rungsausnehmung aufweisen, deren Längserstreckung sich im We sentlichen parallel zur Aufstandsfläche erstreckt, wobei das Verriegelungselement einen sich im Wesentlichen parallel zur Aufstandsfläche erstreckenden Steg aufweist, der in der Füh rungsausnehmung zumindest teilweise aufgenommen ist.

Um das verschieblich gelagerte Verriegelungselement in seiner Verriegelungsstellung zu sichern ist es vorteilhaft, wenn das Verriegelungselement seitlich zumindest ein Rastelement auf weist, das in einer gesicherten Verriegelungsstellung mit einem an einer Seitenwand der Ausnehmung des Drehgriffs oder des Bin dungsgrundkörpers vorgesehenen Rastelement zusammenwirkt.

Die Ausnehmung kann hierbei im Querschnitt senkrecht zur Ver schiebrichtung nach Innen vorspringende Führungsstege aufweisen, welche in entsprechenden Führungsnuten des Verriegelungsteils aufgenommen sind. Somit wird auf konstruktive, einfache Weise eine Zwangsführung des Verriegelungselements erzielt.

Die Verschieblichkeit des Verriegelungselements in Richtung der Aufstandsfläche kann auf einfache Weise erzielt werden, indem die Längserstreckung des Vorsprungs im Wesentlichen parallel zur Aufstandsfläche verläuft. Für eine formschlüssige Verbindung zwischen Verriegelungselement und dem den Drehgriff tragenden Bindungsgrundkörper ist bei dieser Ausführungsform von Vorteil, wenn die Aufnahmeöffnung in einer im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche verlaufenden Wand des Bindungsgrundkörpers vor gesehen ist.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den Zeichnungen dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf welche sie jedoch keinesfalls beschränkt sein soll, noch näher erläutert. Im Detail zeigen in den Zeichnungen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Langlaufbindung mit einem auf einem Bindungsgrundkörper drehbar gelagerten Dreh griff;

Fig. 2 eine teilweise Explosionsansicht der Langlaufbindung ge mäß Fig. 1;

Fig. 3a eine Seitenansicht des vorderen Endabschnitts der Lang laufbindung in einer auf einem Ski angeordneten Stellung in der Verriegelungsstellung des Verriegelungselements;

Fig. 3b eine Schrägansicht des vorderen Endabschnitts der Lang laufbindung gemäß Fig. 3a;

Fig. 3c eine Seitenansicht eines gegenüber Fig. 3a geringfügig abgewandelten Ausführungsbeispiels ;

Fig. 4a eine Seitenansicht des vorderen Endabschnitts der Lang laufbindung gemäß Fig. 3 mit dem Verriegelungselement in der Freigabestellung;

Fig. 4b eine Schrägansicht des vorderen Endabschnitts der Lang laufbindung gemäß Fig. 4a;

Fig. 5 eine schräge Ansicht der Langlaufbindung gemäß Fig. 1 bis 4 mit geöffnetem Drehgriff;

Fig. 6 eine Explosionsansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des Drehgriffs mit einem senkrecht zur Aufstandsfläche ver schieblich gelagerten Verriegelungselement;

Fig. 7 eine Seitenansicht des Drehgriffs gemäß Fig. 6 mit dem Verriegelungselement in der Freigabestellung;

Fig. 8 eine Seitenansicht des Drehgriffs gemäß Fig. 6 und 7 mit dem Verriegelungselement in einer Verriegelungsstellung;

Fig. 9 eine Explosionsansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des Drehgriffs mit einem parallel zur Aufstandsfläche verschieb lich gelagerten Verriegelungselement;

Fig. 10 eine Seitenansicht des Drehgriffs gemäß Fig. 9 mit dem Verriegelungselement in einer Verriegelungsstellung;

Fig. 11 eine Ansicht von hinten auf den Drehgriff gemäß Fig. 9 und 10 ;

Fig. 12 eine Draufsicht auf den Drehgriff gemäß Fig. 10;

Fig. 13a eine Ansicht von vorne auf ein viertes Ausführungsbei spiel mit einem Verriegelungselement in der Freigabestellung;

Fig. 13b eine Seitenansicht des vierten Ausführungsbeispiels mit dem Verriegelungselement in der Freigabestellung;

Fig. 14a eine Ansicht von vorne auf das vierte Ausführungsbei spiel mit dem Verriegelungselement in der Verriegelungsstellung;

Fig. 14b eine Seitenansicht des vierten Ausführungsbeispiels mit dem Verriegelungselement in der Verriegelungsstellung;

Fig. 15a eine Seitenansicht auf einen schwenkbar gelagerten Ver riegelungshebel des vierten Ausführungsbeispiels;

Fig. 15b eine Ansicht auf einen schwenkbar gelagerten Verriege lungshebel gemäß Fig. 15a;

Fig. 16 eine Seitenansicht eines fünften Ausführungsbeispiels mit einem Verriegelungselement in der Freigabestellung;

Fig. 17 eine Seitenansicht des fünften Ausführungsbeispiels ge mäß Fig. 16 mit einem Verriegelungselement in der Verriegelungs stellung;

Fig. 18a eine Seitenansicht des Verriegelungselements des fünf ten Ausführungsbeispiels;

Fig. 18b eine Draufsicht auf das Verriegelungselement gemäß Fig. 18a;

Fig. 19 eine Seitenansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels mit einem Verriegelungselement in der Freigabestellung;

Fig. 20 eine Seitenansicht des sechsten Ausführungsbeispiels ge mäß Fig. 19 mit dem Verriegelungselement in der Verriegelungs stellung;

Fig. 21a eine Ansicht von vorne auf das Verriegelungselement des sechsten Ausführungsbeispiels;

Fig. 21b eine Seitenansicht des Verriegelungselements des sechs ten Ausführungsbeispiels;

Fig. 21c eine Ansicht von oben auf das Verriegelungselement des sechsten Ausführungsbeispiels;

In Fig. 1 ist eine Langlauf- oder Tourenskibindung 1 zur gelen kigen Verbindung eines (nicht gezeigten) Schuhs mit einem Ski 2 (vgl. Fig. 3 und 4) gezeigt. Die Bindung 1 weist einen Bindungs grundkörper 4 auf, welcher eine Aufstandsfläche 5a für eine Soh le des Schuhs und eine Skiauflagefläche 5b zur zumindest mittel baren Auflage auf dem Ski 2 aufweist.

Die Skibindung 1 umfasst eine Halteeinrichtung 7, welche eine Aufnahme 8 zur verschwenkbaren Anordnung einer in Querrichtung des Bindungsgrundkörpers 4 verlaufende Schwenkachse des Schuhs und ein Halteelement 9 zur Halterung der Schwenkachse des Schuhs in der Aufnahme 8 aufweist. Das Halteelement 9 ist zwischen ei ner den Schuh an der Aufnahme 8 haltenden Schließstellung (vgl. Fig. 3a, 3b und 4a, 4b) und einer den Schuh freigebenden Offen stellung verschieblich an dem Bindungsgrundkörper 4 gelagert (vgl . Fig . 5 ) .

Mit einem Betätigungselement 13, das einen Drehgriff 14 auf weist, kann das Halteelement 9 von der Schließ- in die Offen stellung überführt werden. Eine Drehachse 15 des Drehgriffs 14 verläuft im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche 5a des Bindungsgrundkörpers 4 und ist in einer Öffnung 15a des Bin dungsgrundkörpers 15 aufgenommen.

Zudem ist ein zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung überführbares Verriegelungselement 16 ersicht lich. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist das Verriegelungs element 16 über Schwenkachsen 17 drehbar mit dem Drehgriff 14 verbunden. Für eine kompakte, unauffällige Anordnung des Verrie gelungselements 16, insbesondere in Verriegelungsstellung, weist der Drehgriff 14 eine zentrale Ausnehmung bzw. Aussparung 18 auf, in welcher das Verriegelungselement 16 in der Verriege lungsstellung, vorzugsweise beinahe zur Gänze, aufgenommen ist. In der Verriegelungsstellung des Verriegelungselements 16 ist der Drehgriff 14 unverdrehbar gegenüber dem Bindungsrundkörper 4 gehalten, wobei das Verriegelungselement 16 auf bzw. in dem Drehgriff 14 zwischen der Verriegelungsstellung und einer Frei gabestellung überführbar gelagert ist.

Wie in Fig. 3a und 3b ersichtlich, ist in der Verriegelungsstel lung das Verriegelungselement 16 mit dem Bindungsgrundkörper 4 derart formschlüssig verbunden ist, dass der Drehgriff 14 dreh fest mit dem Bindungsgrundkörper 4 verbunden ist. Hierzu weist das Verriegelungselement 16 einen Vorsprung 16a auf, der in der Verriegelungsstellung in einer Aufnahmeöffnung 19 (vgl. Fig. 2) des Bindungsgrundkörpers 4 aufgenommen ist.

Zum Überführen von der Verriegelungsstellung in die Freigabe stellung ist das Verriegelungselement 16 über die Schwenkachsen 17 verschwenkbar gelagert. Wie in Fig. 4a ersichtlich, wird der Vorsprung 16a beim Verschwenken des Verriegelungselements 16 in Pfeilrichtung 22 bewegt und somit aus der Aufnahmeöffnung 19 (vgl. Fig. 2) bewegt, sodass der Drehgriff 14 für eine Drehbewe- gung um die Achse 15 freigegeben ist.

Das Verriegelungselement ist in der Verriegelungsstellung über eine Rastverbindung gesichert. Dazu ist an der Rückseite, d.h. in Richtung der Schuhaufnahme gewandt, am Verriegelungselement 16 ein Rastelement 20a und an einer Vorderseite einer im Wesent lichen senkrecht zur Aufstandsfläche 5a angeordneten Wand 21 der Skibindung 1 ein Rastelement 20b vorgesehen. Bevorzugt ist das Rastelement 20b erhaben und elastisch ausgebildet und rastet in der Verriegelungsstellung in dem als entsprechende Vertiefung ausgebildeten Rastelement 20a zur Sicherung des Drehgriffss 14 in der Schließstellung ein. Alternativ oder zusätzlich zu dem Rastelement 20a kann das Verriegelungselement 16 auch ein weite res, vorzugsweise als Kerbe 20c ausgebildetes Rastelement auf weisen. Das Verriegelungselement 16 weist hierbei vorzugsweise eine unterseitige Aussparung 17a auf, sodass das Verriegelungs element 16 in einer Seitenansicht im Wesentlichen die Form eines umgekehrten U's aufweist. An dem hinteren Schenkel dieses U's in einer nach vorne gerichteten Wand ist sodann die Kerbe 20c vor zugweise ausgebildet, die mit einem entsprechenden Bindungs grundkörper-seitigen Vorsprung (nicht gezeigt) in der Verriege lungsstellung des Verriegelungselements 16 zu dessen Sicherung in der Verriegelungsstellung verrastet.

In Fig. 3c ist eine alternative Ausgestaltung des Verriegelungs elements 16 des ersten Ausführungsbeispiels gezeigt, welches ei ne zusätzliche Kerbe 17b aufweist. Die Kerbe 17b erstreckt sich von einer Unterseite des Verriegelungselements, insbesondere senkrecht zur Aufstandsfläche 5a nach oben, sodass das Verriege lungselement eine verringerte Steifigkeit in diesem Bereich auf weist und das Verriegelungselement 16 in Bereich der Kerbe 17b somit eine erhöhte Flexibilität aufweist. Somit kann der Abstand zwischen der Schwenkachse 17 und dem Rastelement 28 - z.B. auf grund unterschiedlicher Schwundwerte von Verriegelungselement 16 und Bindungsgrundkörper 4 - variieren. Mit Hilfe der die Flexi bilität des Verriegelungselements 16 erhöhenden Kerbe 17b ist somit ein leichtgängiges Ver- und Entrasten sichergestellt.

In den Fig. 6 bis 8 und den Fig. 9 bis 12 sind zwei weitere Aus führungsbeispiele gezeigt, bei welchen das Verriegelungselement 16 in der Ausnehmung 18 im Drehgriff 14 zwischen der Verriege- lungsstellung und der Freigabestellung verschieblich gelagert ist .

Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6 bis 8 ist das Verriegelungselement 16 zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung in Verschieberichtung 22a im Wesentli chen senkrecht zur Aufstandsfläche 5a verschieblich gelagert. Dafür weist das Verriegelungselement 16 eine Tasche 23 auf, die von zwei seitlichen Wandelementen 24a, 24b begrenzt wird, wobei zumindest eines der beiden Wandelemente 24a, 24b an seinem frei auskragenden Ende einen Rasthaken 25 aufweist und elastisch ver formbar ist. Auf diese Weise kann unter der elastischen Verfor mung zumindest in eines der beiden Wandelemente 24a, 24b das Verriegelungselement 16 in die Ausnehmung 18 eingeschoben wer den. Hierbei wird unter elastischer Verformung zumindest eines der beiden Wandelemente 24a, 24b und ein sich im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche 5a längserstreckender Steg 26 des Drehgriffs 14 umfasst. Im entspannten Zustand der beiden Wan delemente 24a, 24b wird das Verriegelungselement 16 durch die Aufnahme des Stegs 26 in der Tasche 23 im Wesentlichen in linea rer Richtung 22a geführt, sodass das Verriegelungselement 16 auf einfache Weise von einer unteren, in Richtung Aufstandsfläche 5a verschobenen Verriegelungsstellung (Fig. 8) in eine nach oben verschobene Freigabestellung (Fig. 7) in Verschieberichtung 22a überführbar ist.

Um den Verschiebeweg des Verriegelungselements 16 zu definieren, ist die Längserstreckung der Tasche 23 größer als die Längser streckung des Stegs 26. Wie in Fig. 7 ersichtlich, schlagt in der nach oben verschobenen Freigabestellung des Verriegelungs element 16 ein unteres Ende 26a des Stegs 26 an den Rasthaken 25 der die Tasche begrenzenden Wandelemente 24a, 24b an, sodass für den Benutzer klar ist, dass er die Freigabestellung erreicht. Zudem rastet in der oberen Freigabestellung ein Rastvorsprung 27 oberhalb eines drehgriff-seitigen Rastvorsprungs 28 ein, sodass das Verriegelungselement in der Freigabestellung über die Rast verbindung gehalten wird.

In Fig. 8 ist das Verriegelungselement 16 in seiner nach unten verschobenen Verriegelungsstellung gezeigt, in welcher ein Groß- teil des Verriegelungselements 16 in der Ausnehmung 18 im Dreh griff 14 aufgenommen ist. Wie in Fig. 8 ersichtlich, ist die un tere Verriegelungsstellung einerseits durch die Anlage einer un teren Fläche 29a eines oberen Griffteils 29 definiert, welche auf seitlichen Wänden 30 des Drehgriffs 14 aufliegt, welche die Ausnehmung 18 seitlich umfassen. Zudem verrastet der Rastvor sprung 28 in einer entsprechend ausgeführten Rastvertiefung 31 auf einem elastisch schwenkbaren Wandelement 32 des Verriege lungselements 16. Weiters ist ersichtlich, dass somit der Vor sprung 16a des Verriegelungselements 16 nach unten vorspringt und somit in der Verriegelungsstellung in einer entsprechend im Bindungsgrundkörper 4 angeordnete Ausnehmung 19 formschlüssig aufgenommen wird. In dieser in der Ausnehmung 19 aufgenommenen Stellung des Vorsprungs 16a ist somit ein Verdrehen des Dreh griffs 14 um seine Schwenkachse 15 verunmöglicht, sodass ein un beabsichtigtes Öffnen der Halteelemente 9 zuverlässig verhindert wird .

In der dritten Ausführungsform gemäß den Fig. 9 bis 12 ist das Verriegelungselement zwischen der Verriegelungsstellung und der Freigabestellung in Verschieberichtung 22b im Wesentlichen pa rallel zur Aufstandsfläche 5a zwangsgeführt verschieblich gela gert. Hierfür weist der Drehgriff 14 eine Führungsausnehmung 33 auf, deren Längserstreckung sich im Wesentlichen parallel zur Aufstandsfläche 5a erstreckt. Das Verriegelungselement 16 weist einen sich im Wesentlichen parallel zur Aufstandsfläche 5a er streckenden Steg 34 auf, der in der Führungsausnehmung zumindest teilweise aufgenommen ist. Hinsichtlich einer einfachen Bedien barkeit weist das Verriegelungselement 16 einen als Handhabe ausgebildeten oberen Vorsprung 34a auf, über welchen das Verrie gelungselement 16 auf einfache Weise in Verschieberichtung 22b bewegt werden kann.

Um das Verriegelungselement im Wesentlichen in Verschieberich tung 22b zu führen, weist die Ausnehmung 18 in einem Querschnitt senkrecht zur Verschieberichtung 22b (vgl. Fig. 11) nach Innen vorspringende Führungsstege 35 auf, welche in entsprechenden Führungsnuten 36 des Verriegelungselements 16 aufgenommen sind.

Um das Verriegelungselement 16 in der Verriegelungsstellung und in der Freigabestellung rastend festzulegen, sind an seitlichen Wänden Rastvorsprünge 38 vorgesehen, welche mit zwei in Ver schieberichtung 22b versetzt zueinander angeordneten Rastausneh mungen 39, die jeweils an einer Seitenwand der Ausnehmung 18 des Drehgriffs 14 vorgesehen sind, Zusammenwirken. Selbstverständ lich ist auch eine umgekehrte Anordnung der Rastvorsprünge/- ausnehmungen auf dem Verriegelungselement 16 und dem Drehgriff 14 möglich.

Wie in der in den Fig. 10 und 12 dargestellten Verriegelungs stellung des Verriegelungselements 16 ersichtlich, steht somit in der Verriegelungsstellung der Vorsprung 16a gegenüber der Rückseite der die Ausnehmung 18 begrenzenden Wände 30 vor und kann somit in die bindungsseitige Aufnahemeöffnung 19 eingrei- fen .

Da die Längserstreckung des Vorsprungs 16a bei dieser Ausfüh rungsform im Wesentlichen parallel zur Aufstandsfläche 5a ver läuft, ist es zweckmäßig, wenn die Aufnahmeöffnung 19 bei diesem Ausführungsbeispiel in einer im Wesentlichen senkrecht zur Auf standsfläche 5a verlaufenden Wand 21 des Bindungsgrundkörpers 4 vorgesehen ist (nicht gezeigt) .

In Fig. 13a, 13b und 14a, 14b ist ein weiteres Ausführungsbei spiel gezeigt, bei welchem das Verriegelungselement 16 in einem vorderen Endbereich des Bindungsgrundkörpers 4 schwenkbar um ei ne Schenkachse 41 gelagert ist. Für die Ausbildung der Schwenk achse 41 weist das Verriegelungselement zwei seitlich vorsprin gende Achsstummel 42 auf, die auf federnden Stegen 43 endseitig angeordnet sind. Mittels elastische Verformung der federnden Stege 43 können die beiden Achsstummel 42 aneinander angenähert werden und in entsprechende Aufnahmeöffnungen im Bindungsgrund körper 4 aufgenommen werden. Das zur Schwenkachse 41 gegenüber liegende Ende des Verriegelungselements 16 weist eine quer ver laufende Handhabe 44 auf, über welche der Benutzer das Verriege lungselement 16 auf einfache Weise ergreifen kann und zwischen der in Fig. 13a und 13b gezeigten Freigabestellung und der in Fig. 14a, 14b gezeigten Verriegelungsstellung verschwenken kann. In der in Fig. 14a, 14b gezeigten Verriegelungsstellung ist er sichtlich, dass Verriegelungselement 16 abschnittsweise in der Ausnehmung 18a im Drehgriff 14 aufgenommen ist, welche seitlich von Wänden 18b begrenzt ist. Durch Anordnung des Verriegelungs elements 16 in der Ausnehmung 18a ist der Drehgriff 14 somit ge gen ein Verschwenken verriegelt.

Zur Sicherung des Verriegelungselements 16 sowohl in der Freiga be als auch in der Verriegelungsstellung weist das Verriege lungselement 16 an den federnden Stegen 43 jeweils seitliche Vorsprünge 45 auf (vgl. Fig. 15a, 15b), welche in entsprechenden Ausnehmungen 46a, 46b am Bindungsgrundkörper 4 in der Freigabe bzw. am Drehgriff 14 in der Verriegelungsstellung einschnappen und somit das Verriegelungselement 16 in der jeweiligen Stellung sichern .

In den Fig. 16 und 17 sowie 18a, 18b ist ein fünftes Ausfüh rungsbeispiel gezeigt, bei welchem das Verriegelungselement 16 ebenso wie bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel im vorde ren Endbereich des Bindungsgrundkörpers 4 gelagert ist. Im Ge gensatz zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel ist das Ver riegelungselement 16 bei diesem Ausführungsbeispiel jedoch ver schieblich im Bindungsgrundkörper 4 gelagert. Wie in Fig. 16 ge zeigt weist der Bindungsgrundkörper 4 eine Ausnehmung 46a auf, in welcher das Verriegelungselement 16 verschieblich gelagert ist. In der in Pfeilrichtung 47 nach unten verschobenen Stellung ragt das obere Ende des Verriegelungselements 16 nicht in eine Drehgriff-seitige Ausnehmung 46b hinein, sodass der Drehgriff 14 ungehindert vertretbar gelagert ist. Sofern jedoch - wie in Fig. 17 gezeigt - das Verriegelungselement 16 in Pfeilrichtung 48 nach oben verschoben wird, greift das Verriegelungselement 16 mit seinem oberen Endabschnitt in der Ausnehmung 46b im Dreh griff 14 ein, sodass ein Verdrehen des Drehgriffs 14 verhindert wird .

Um das Verriegelungselement 16 wiederum in der Freigabe- und der Verriegelungsstellung zu sichern, weist das Verriegelungselement 16 bei diesem Ausführungsbeispiel Rastkerben 49 in federnd gela gerten Stegen auf, welche mit entsprechenden Vorsprüngen in der Ausnehmung 46a sowohl in der Freigabestellung als auch in der VerriegelungsStellung Zusammenwirken . Zur einfachen Bedienung des Verriegelungselementes 16 gemäß Fig. 16, 17, 18a und 18b weist das Verriegelungselement 16 einen Griffteil 50 auf, der mit der Hand ohne ein zusätzliches Werk zeug betätigt werden kann, um das Verriegelungselement in Rich tung der Pfeile 47 bzw. 48 zu verschieben.

In den Fig. 19, 20 sowie 21a bis 21c ist ein weiteres, sechstes Ausführungsbeispiel gezeigt. Hierbei ist ein Verriegelungsele ment 16 vorgesehen, das am Bindungsgrundkörper im Wesentlichen senkrecht zur Aufstandsfläche 5a verschieblich gelagert ist. In einer in Pfeilrichtung 47 nach unten verschobenen Freigabestel lung (vgl. Fig. 19) ist der Drehgriff 14 für ein Verschwenken aus der in Fig. 19 gezeigten Stellung freigegeben.

Sofern jedoch das Verriegelungselement 16 - wie in Fig. 20 dar gestellt - in Pfeilrichtung 48 nach oben verschoben ist, wird der vordere Endabschnitt des Drehgriffs 14 von seitlichen Schen keln des bei diesem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen U-förmig ausgestalteten Verriegelungselement 16 umgriffen. Demnach ist ein seitliches Ausschwenken des Drehgriffs 14 in seinem vorderen Endbereich nicht möglich und der Drehgriff 14 befindet sich in seiner Verriegelungsstellung.

Für eine einfache Handhabe weist das Verriegelungselement 16 ei nen Griffteil 50 in Form von seitlich vorstehenden Flanschen auf, mit welchen auf einfache Weise ein Bewegen im Pfeilrichtung 47 bzw. 48 möglich ist. Um eine obere Endposition zu definieren, weist das Verriegelungselement 16 - wie in Fig. 21 ersichtlich - einen Vorsprung 51 auf, welcher an einem entsprechenden Vor sprung 52 (vgl. Fig. 20) der Aufnahmeöffnung 53 im Bindungs grundkörper 4 für das Verriegelungselement 16 in der noch ver schobenen Stellung anschlägt.

Weiters sind wiederum Rastvorsprünge 54 vorgesehen, welche je weils in im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Wänden 55 des Regelungselements 16 seitlich vorspringen. In der nach unten verschobenen Freigabestellung verrasten diese Vorsprünge 54 in Vertiefungen 55a, welche im Bindungsgrundkörper 4 ausgebildet sind. In der nach oben verschobenen Stellung hingegen verrasten die Vorsprünge 54 in Vertiefungen 55b im Bindungsgrundkörper 4, sodass das Verriegelungselement 16 sowohl in der nach unten ver schobenen Freigabestellung als auch in der nach oben verschobe nen Verriegelungsstellung jeweils rastend gesichert ist.

Wesentlich ist aber nur, dass ein Verriegelungselement 16 vorge sehen ist, welches derart mit dem Drehgriff 14 zusammenwirkt, dass die blockierende Verbindung in Verriegelungsstellung nicht auf einfache Weise über eine elastische Verformung eines Ele ments gelöst werden kann und der Drehgriff 14 für eine Verdre hung freigeben ist.




 
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