Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
CROSS-COUNTRY SKIING KIT WITH A CROSS-COUNTRY SKI BINDING AND WITH A CROSS-COUNTRY SKI BOOT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/112488
Kind Code:
A1
Abstract:
A cross-country skiing kit with a cross-country ski binding (1) and with a cross-country ski boot (2), wherein the cross-country ski binding (1), for articulated connection of a cross-country ski boot (2) to a cross-country ski (3), is provided with a substantially unyielding binding main body (4) which has a stand surface (5) for a sole (6) of the cross-country ski boot (2), with a holder device (7) which has a seat (8) for pivotable arrangement of the cross-country ski boot (2) about a pivot axis (10) extending in the transverse direction of the binding main body (4), with an elastically deformable resetting element (13) for resetting the cross-country ski boot (2) from an upwardly pivoted position in the direction of the stand surface (5) of the binding main body (4), wherein at least one substantially unyielding elevation (14) is provided on the stand surface (5) of the binding main body (4), to the rear of the pivot axis (10) in the longitudinal direction of the binding main body (4), with which elevation (14) the sole (6) of the cross-country ski boot (2) in its unloaded state is arranged at a distance from the stand surface (5) of the binding main body (4).

Inventors:
KOGLER, Hannes (Fischerstraße 8, 4910 Ried/Innkreis, 4910, AT)
FELLIN, Nicolas (Fischerstraße 8, 4910 Ried/Innkreis, 4910, AT)
Application Number:
AT2017/060334
Publication Date:
June 28, 2018
Filing Date:
December 19, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
FISCHER SPORTS GMBH (Fischerstraße 8, 4910 Ried/Innkreis, 4910, AT)
International Classes:
A63C9/086; A63C9/08
Foreign References:
DE3113941A11982-10-28
DE102006041840A12008-02-14
DE102004018296A12005-02-10
Attorney, Agent or Firm:
SONN & PARTNER PATENTANWÄLTE (Riemergasse 14, 1010 Wien, 1010, AT)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche :

1. Langlauf-Set mit einer Langlaufbindung (1) und mit einem

Langlaufschuh (2), wobei die Langlaufbindung (1) zur gelenkigen Verbindung des Langlaufschuhs (2) mit einem Langlaufski (3),

- mit einem im Wesentlichen unnachgiebigen Bindungsgrundkörper

(4), welcher eine Aufstandsfläche (5) für eine Sohle (6) des Langlaufschuhs (2) aufweist,

- mit einer Halteeinrichtung (7), welche eine Aufnahme (8) zur verschwenkbaren Anordnung des Langlaufschuhs (2) um eine in Querrichtung des Bindungsgrundkörpers (4) verlaufende

Schwenkachse (10) aufweist,

- mit einem elastisch verformbaren Rückstellelement (13) zur Rückstellung des Langlaufschuhs (2) von einer

hochgeschwenkten Lage in Richtung der Aufstandsfläche (5) des Bindungsgrundkörpers (4),

dadurch gekennzeichnet, dass

- an der Aufstandsfläche (5) des Bindungsgrundkörpers (4), in Längsrichtung (4a) des Bindungsgrundkörpers (4) hinter der Schwenkachse (10) zumindest eine im Wesentlichen unnachgiebige Erhebung (14) vorgesehen ist, mit welcher die Sohle (6) des Langlaufschuhs (2) in deren unbelasteten Zustand in einem Abstand von der Aufstandsfläche (5) des Bindungsgrundkörpers (4) angeordnet ist.

2. Langlauf-Set nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (14) an der Aufstandsfläche (5) einteilig mit dem Bindungsgrundkörper (4) gebildet ist.

3. Langlauf-Set nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (14) an der Aufstandsfläche (5) des

Bindungsgrundkörpers (4) aus einem Hartplastikmaterial,

insbesondere aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS), Polyamid, vorzugsweise aus faserverstärktem Polyamid, oder aus Polyoxymethylen (POM) , oder aus einem Metall, insbesondere aus Aluminium, gefertigt ist.

4. Langlauf-Set nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass die Erhebung (14) an einem seitlichen

Randbereich (15) der Aufstandsfläche (5) des Bindungsgrund- körpers (4) vorgesehen ist.

5. Langlauf-Set nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Erhebung (14) an den gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen (15) der Aufstandsfläche (5) des Bindungs¬ grundkörpers (4) vorgesehen ist.

6. Langlauf-Set nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (14) an der Aufstandsfläche (5) einen in Längsrichtung (4a) des Bindungsgrundkörpers (4) ansteigenden vorderen Bereich (16), einen in Längsrichtung des Bindungsgrundkörpers (4) abfallenden hinteren Bereich (17) und einen Scheitelbereich (18) zwischen dem vorderen Bereich (16) und dem hinteren Bereich (17) aufweist.

7. Langlauf-Set nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheitelbereich (18) in einem Längsabstand von 3 mm bis 9 mm, insbesondere von 5 mm bis 7 mm, vorzugsweise im Wesentlichen 6 mm, von der Schwenkachse (10) der Halteeinrichtung (7)

beabstandet ist.

8. Langlauf-Set nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (14) an der Aufstandsfläche (5) im

Längsschnitt bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig,

gekrümmt ist.

9. Langlauf-Set nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (14) im vorderen Bereich (16) eine im

Wesentlichen ebene Kontaktfläche aufweist, welche in einem stumpfen Winkel zu einem daran angrenzenden vorderen Abschnitt (19) der Aufstandsfläche (5) des Bindungsgrundkörpers (4) angeordnet ist, wobei die Erhebung (14) im hinteren Bereich (17) vorzugsweise eine im Wesentlichen ebene Flanke aufweist, welche in einem stumpfen Winkel zu einem daran angrenzenden hinteren Abschnitt (20) der Aufstandsfläche (5) des Bindungsgrundkörpers

(4) angeordnet ist.

10. Langlauf-Set nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (14) eine maximale Erstreckung senkrecht zur Hauptebene der Aufstandsfläche (5) des Bindungsgrundkörpers (4) von 0,5 mm bis 2,5 mm, vorzugsweise von 1 mm bis 2 mm, insbesondere von im Wesentlichen 1,5 mm,

aufweist .

11. Langlauf-Set nach einem der Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Langlaufbindung (1) auf einem

Langlaufski (3) montiert ist.

Description:
LANGLAUF-SET MIT EINER LANGLAUFBINDUNG UND MIT EINEM

LANGLAUFSCHUH

Die Erfindung betrifft ein Langlauf-Set mit einer

Langlaufbindung (1) und mit einem Langlaufschuh (2), wobei die Langlaufbindung (1) zur gelenkigen Verbindung eines

Langlaufschuhs mit einem Langlaufski,

- mit einem im Wesentlichen unnachgiebigen

Bindungsgrundkörper, welcher eine Aufstandsfläche für eine Sohle des Langlaufschuhs aufweist,

- mit einer Halteeinrichtung, welche eine Aufnahme zur

verschwenkbaren Anordnung des Langlaufschuhs um eine in Querrichtung des Bindungsgrundkörpers verlaufende Schwenk ¬ achse aufweist,

- mit einem elastisch verformbaren Rückstellelement zur

Rückstellung des Langlaufschuhs von einer hochgeschwenkten Lage in Richtung der Aufstandsfläche des Bindungsgrund ¬ körpers .

Derartige Langlaufbindungen sind im Stand der Technik seit langem bekannt. Bei Ausübung des Skating-Schritts wird über wechselseitiges, seitliches Abstoßen mit den Langlaufskiern die Vorwärtsbewegung erzielt. Durch die Anordnung des elastischen Rückstellelements, auch als Flexor bezeichnet, wird dem Anheben des Fersenbereichs des Langlaufschuhs entgegengewirkt. Nach dem Abstoß wird der Langlaufski angehoben, um den Langlaufski wieder in Gleitrichtung zu bringen. Während des Anhebens verliert der Langlaufski den Kontakt zur Schneeoberfläche, wodurch der

Langlaufski für kurze Zeit in der Luft pendeln kann. Ist dieser Pendelausschlag zu groß, kann es zu ungewolltem Kontakt der Ski ¬ schaufel und/oder des Skiendes mit der Schneeoberfläche kommen, wodurch die Vorwärtsbewegung gestört bzw. gebremst wird. Um die Pendelbewegung zwischen Skischuh und Langlaufski zu begrenzen, wurde in der EP 1 005 387 Bl vorgeschlagen, zusätzlich zu dem Flexor an der Schuhvorderseite einen weiteren elastisch verformbaren Flexor hinter der Schwenkachse der Langlaufbindung anzubringen. Die Flexoren sind hierbei durch austauschbare Gummi ¬ oder Kautschukformteile gebildet. Eine derartige Langlaufbindung mit einem derartigen Gegenflexor ist beispielsweise aus der DE 102006041840 AI bekannt. Die bekannte Ausführung mit Gummi-Flexoren vor und hinter der Schwenkachse der Langlaufbindung ist jedoch konstruktiv

aufwendig, wodurch die Kosten für die Fertigung der Langlaufbindung erhöht werden. Zudem neigt insbesondere der hintere Flexor zur Materialermüdung, wodurch die Funktion der Langlaufbindung beeinträchtigt wird. Deshalb ist beim Stand der Technik ein regelmäßiger Austausch des hinteren Flexors erforderlich.

Eine derartige Langlaufbindung ist auch aus der DE 3838586 AI bekannt. Hierbei ist ein elastisches Element vorgesehen, welches zwischen dem Boden der Nut in der Sohle und der Oberseite des Ski eingefügt wird. Die Dicke des Materials ist hierbei derart gewählt, dass es zusammendrückbar ist, wenn der Schuh flach auf den Ski abrollt.

Aus der DE 3915946 AI ist eine Langlauf-Bindung zur gelenkigen Verbindung eines Langlaufschuhs mit einem Langlaufski bekannt. Zudem ist im Bereich des Zehenabschnitts der Aufstandsfläche ein erhabener Abschnitt gezeigt, wobei die Sohle in ihrem vorderen Endbereich eine an die Erhöhung der Aufstandsfläche angepasste Stufe im Zehenabschnitt aufweist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Nachteile des

Standes der Technik zu lindern bzw. zu vermeiden. Die Erfindung setzt sich daher insbesondere zum Ziel, eine Langlaufbindung der eingangs angeführten Art zu schaffen, mit welcher die Pendelbe ¬ wegung des Langlaufskis nach dem Abstoß auf konstruktiv einfache und zuverlässige Weise begrenzt bzw. unterbunden wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Langlaufbindung mit den Merkmalen von Anspruch 1 und durch ein Langlauf-Set mit den Merkmalen von Anspruch 11 gelöst. Bevorzugte Aus führungs formen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß ist an der Aufstandsfläche des Bindungsgrund ¬ körpers, in Längsrichtung des Bindungsgrundkörpers hinter der Schwenkachse zumindest eine im Wesentlichen unnachgiebige Erhe ¬ bung vorgesehen, mit welcher die Sohle des Langlaufschuhs in deren unbelasteten Zustand in einem Abstand von der Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers angeordnet ist. Bei der erfindungsgemäßen Langlaufbindung wirkt die Erhebung an der Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers mit dem Rückstell ¬ element zusammen, um bei Ausübung des Langlaufschrittes die Stellung des Langlaufschuhs relativ zu dem Bindungsgrundkörper zu steuern. Das elastisch verformbare Rückstellelement

(„Flexor") ist in Längsrichtung des Bindungsgrundkörpers gesehen vor der Aufnahme der Halteeinrichtung angeordnet, um den Langlaufschuh während des Anhebens des Langlaufskis im Anschluss an den Abstoßvorgang in Richtung der Aufstandsfläche zurückzuführen. Durch die Verschwenkung des Langlaufschuhs nach vorne in die hochgeschwenkte Lage wird das Rückstellelement elastisch verformt, welches dafür aus einem entsprechenden Weichmaterial, insbesondere einem Gummimaterial, gefertigt ist. Das Rückstell ¬ element ist bevorzugt lösbar an der Langlaufbindung angeordnet. Beim Anheben des Langlaufskis wird die im Rückstellelement gespeicherte Energie freigegeben, so dass der Langlaufski und der Langlaufschuh einander angenähert werden. Dadurch kann eine Pendelbewegung des Langlaufskis relativ zum Langlaufschuh hervorgerufen werden. Vorteilhafterweise kann das Ausmaß der

Pendelbewegung durch die Erhebung an der Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers begrenzt werden. Aufgrund der Erhebung kann der Langlaufschuh im unbelasteten Zustand, d.h. vor der

Gewichtsverlagerung auf den Fersenbereich des Langlaufschuhs , höchstens auf einen von Null verschiedenen Winkel an die Auf ¬ standsfläche des Bindungsgrundkörpers angenähert werden. Demnach kann verhindert werden, dass die Sohle des Langlaufschuhs im unbelasteten Zustand vollflächig an der Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers angelegt wird. Je nach Position und Höhe der Erhebung wird so der maximale Winkel der Pendelbewegung des Langlaufskis gegenüber dem Langlaufschuh entsprechend reduziert. Zur Einleitung des nächsten Langlaufschrittes wird der Langlaufski am Boden aufgesetzt. Durch Gewichtsverlagerung auf den Fersenbereich des Langlaufschuhs wird die Sohle des Langlauf ¬ schuhs gegen die Erhebung an der Aufstandsfläche gedrückt. Da ¬ durch wird eine elastische Verformung der Sohle des Langlauf ¬ schuhs im Bereich der Erhebung an dem Bindungsgrundkörper hervorgerufen, so dass die Sohle des Langlaufschuhs gegen den

Widerstand durch die Erhebung vollflächig auf die Aufstands ¬ fläche des Bindungsgrundkörpers aufgesetzt wird. Aus dieser Stellung heraus kann eine wirksame Abstoßbewegung eingeleitet werden, wobei das Sohlenmaterial des Langlaufschuhs im Bereich der Erhebung elastisch entspannt wird. Die Erhebung an dem

Bindungsgrundkörper ist gegenüber den bei der vollflächigen Anlage der Sohle des Langlaufschuhs an der Aufstandsfläche entstehenden Drucklasten im Wesentlichen unnachgiebig bzw. starr ausgebildet. Somit unterliegt die Erhebung in Gebrauch allen ¬ falls geringfügigen, für die Funktion der Langlaufbindung unerheblichen elastischen Verformungen. Diese Ausführung ist

konstruktiv wesentlich einfacher als der in der gemäß der EP 1 005 387 Bl beschriebene Stand der Technik, bei welchem die

Anordnung des hinteren Flexors den Materialaufwand in die Höhe trieb und zudem die Fertigung der Langlaufbindung erschwerte. Weiters bringt die Erfindung den Vorteil mit sich, dass eine Ermüdung des hinteren Flexors nicht eintreten kann. Somit kann die Funktion der Langlaufbindung über längere Einsatzzeiten ohne Einschränkungen gewährleistet werden. Aus diesen Gründen kann auf den hinteren Flexor verzichtet werden, dessen Vorteile vor allem in der Austauschbarkeit und Einstellbarkeit der Rückstell ¬ kraft liegen.

Gemäß einer besonders bevorzugten Aus führungs form ist die Erhebung an der Aufstandsfläche einteilig mit dem Bindungsgrund ¬ körper gebildet. Demnach ist die Erhebung bei dieser Ausführungsform aus demselben Material wie die Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers gebildet. Die Erhebung ist in den Bindungs ¬ grundkörper integriert, so dass die Aufstandsfläche kontinuier ¬ lich in die Erhebung fortgesetzt ist. Vorteilhafterweise wird so eine besonders einfache, kostengünstige Fertigung der Langlauf ¬ bindung ermöglicht. Zudem wird die Stabilität der Langlauf ¬ bindung durch die Ausbildung der Erhebung nicht beeinträchtigt. Besonders bevorzugt ist es, wenn der Bindungsgrundkörper mit der Erhebung an der Aufstandsfläche als Einkomponenten-Spritzguss- teil ausgebildet ist. Dadurch können die Aufstandsfläche und die Erhebung in einem einzigen Spritzgussschritt gefertigt werden. Selbstverständlich kann der Bindungsgrundkörper noch mit

weiteren Bauteilen versehen sein.

In einer weiteren bevorzugten Aus führungs form ist die Erhebung als Einsatzteil an der Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers vorgesehen. Bei dieser Aus führungs form ist der Bindungsgrundkörper (zumindest) zweiteilig ausgebildet. Der Bindungsgrund ¬ körper kann eine Aufnahmeöffnung für den Einsatzteil aufweisen, welcher zur Ausbildung der Erhebung über die Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers nach oben hinaussteht.

Für die Zwecke dieser Offenbarung beziehen sich die Orts- und Richtungsangaben, wie „oben", „unten", „vorne", „hinten" etc., auf den bestimmungsgemäßen Gebrauchszustand der Langlaufbindung am Langlaufski in dessen waagrechter Normallage, wobei „vorne" näher an der Skispitze und „hinten" näher an dem Skiende

bedeutet .

Um die Steifigkeit der Erhebung gegenüber den bei Durchführung des Langlaufschrittes auftretenden Vertikalkräften zu gewährleisten, ist es günstig, wenn die Erhebung an der Aufstands ¬ fläche des Bindungsgrundkörpers aus einem Hartplastikmaterial, insbesondere aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS), Polyamid, vorzugsweise aus faserverstärktem Polyamid, oder aus Polyoxymethylen (POM) , oder aus einem Metall, insbesondere aus Aluminium, gefertigt ist. Die genannten Materialien eignen sich insbesondere für eine einteilige Ausführung des Bindungsgrund ¬ körpers, insbesondere in Form eines Spritzgussteils.

Aus Gründen der Stabilität ist es von Vorteil, wenn die Erhebung an einem seitlichen Randbereich der Aufstandsfläche des

Bindungsgrundkörpers vorgesehen ist. Durch die Anordnung der Erhebung an einem der Längsränder des Bindungsgrundkörpers erfolgt eine außermittige Lastübertragung zwischen der Sohle des Langlaufschuhs und der Erhebung am Bindungsgrundkörper.

Zur Erhöhung der Torsionsstabilität des Bindungsgrundkörpers ist es günstig, wenn jeweils eine Erhebung an den gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen der Aufstandsfläche des Bindungsgrund ¬ körpers vorgesehen ist. Vorteilhafterweise wird die Sohle des Langlaufschuhs beidseitig von den Erhebungen an den Längsrändern des Bindungsgrundkörpers abgestützt, wenn der Langlaufschuh nach unten in Richtung der Aufstandsfläche geschwenkt wird.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung weist die Erhebung an der Aufstandsfläche einen in Längsrichtung des Bindungsgrund ¬ körpers ansteigenden vorderen Bereich, einen in Längsrichtung des Bindungsgrundkörpers abfallenden hinteren Bereich und einen Scheitelbereich zwischen dem vorderen Bereich und dem hinteren Bereich auf. Aufgrund dieser Ausführung nimmt die Abstützung der Sohle des Langlaufschuhs durch die Erhebung zu, wenn die Sohle unter elastischer Verformung durch die Erhebung an der Aufstandsfläche an die Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers abgesenkt wird. Am Scheitelbereich weist die Erhebung die maxi ¬ male Höhe, d.h. vertikale Erstreckung, gegenüber den benachbarten Abschnitten der Aufstandsfläche auf.

In Bezug auf Gebrauchszustand ist die Erhebung bevorzugt unter einem Zehenbereich des Langlaufschuhs angeordnet. Bevorzugt ist die Erhebung benachbart der Schwenkachse der Halteeinrichtung angeordnet. Um den Langlaufschuh im unbelasteten Zustand, d.h. vor der Gewichtsverlagerung des Läufers auf den Fersenbereich des Langlaufschuhs , zwischen dem elastisch verformbaren Rückstellelement und der Erhebung an der Aufstandsfläche zu ver ¬ spannen, ist es insbesondere günstig, wenn der Scheitelbereich in einem Längsabstand von 3 mm bis 9 mm, insbesondere von 5 mm bis 7 mm, vorzugsweise im Wesentlichen 6 mm, von der Schwenkachse der Halteeinrichtung beabstandet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung ist die Erhebung an der

Aufstandsfläche im Längsschnitt bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig, gekrümmt. Dadurch kann der Verlauf der von der Erhebung auf die Sohle ausgeübten Gegenkraft in vorteilhafter Weise angepasst werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Aus führungs form weist die

Erhebung im vorderen Bereich eine im Wesentlichen ebene

Kontaktfläche auf, welche in einem stumpfen Winkel zu einem daran angrenzenden vorderen Abschnitt der Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers angeordnet ist, wobei die Erhebung im hinteren Bereich vorzugsweise eine im Wesentlichen ebene Flan aufweist, welche in einem stumpfen Winkel zu einem daran

angrenzenden hinteren Abschnitt der Aufstandsfläche des

Bindungsgrundkörpers angeordnet ist. Bevorzugt ist die ebene Kontaktfläche im vorderen Bereich der Erhebung steiler als di Flanke im hinteren Bereich der Erhebung, welche somit flacher zum angrenzenden Abschnitt der Aufstandsfläche abfällt.

Um der elastischen Verformung der Sohle beim Andrücken an die Aufstandsfläche ausreichenden Widerstand durch die Erhebung ent ¬ gegenzusetzen, ist es günstig, wenn die Erhebung eine maximale Erstreckung senkrecht zur Hauptebene der Aufstandsfläche des Bindungsgrundkörpers von 0,5 mm bis 2,5 mm, vorzugsweise von 1 mm bis 2 mm, insbesondere von im Wesentlichen 1,5 mm, aufweist.

Die zuvor beschriebene Langlaufbindung kann mit einem herkömmlichen Langlaufschuh verwendet werden, welcher im Zehenbereich ein Verbindungselement, insbesondere in Form eines Gelenk ¬ zapfens, aufweist, das mit der Aufnahme der Halteeinrichtung der Langlaufbindung verbindbar ist. Die Sohle des Langlaufschuhs weist einen Kontaktbereich zum Andrücken an die Erhebung der Langlaufbindung auf. Die Sohle ist zumindest im Kontaktbereich durch die Erhebung an der Aufstandsfläche elastisch verformbar, wenn der Läufer eine Gewichtsverlagerung auf den Fersenbereich des Langlaufschuhs vornimmt, so dass die Sohle des Langlauf ¬ schuhs, unter elastischer Verformung des Kontaktbereichs durch die Erhebung, in eine im Wesentlichen waagrechte Lage an der Aufstandsfläche gebracht wird. Demnach ist die elastische Ver ¬ formbarkeit der Sohle des Langlaufschuhs zumindest im Kontakt ¬ bereich um ein Mehrfaches, insbesondere um ein Vielfaches, höher als ene der Erhebung an der Aufstandsfläche, welche daher im Vergleich zu der Sohle des Langlaufschuhs im Wesentlichen unnachgiebig, d.h. durch das Gewicht des Läufers im Wesentlichen nicht elastisch verformbar, ist.

Wie üblich ist die Langlaufbindung in Gebrauch auf einem Langlaufski montiert, welcher eine ausgeprägte Längsachse aufweist, die der Längsrichtung des Bindungsgrundkörpers entspricht.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von bevorzugten Aus ¬ führungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, weiter erläutert.

Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt eines Langlaufskis mit einer erfindungsgemäßen Langlaufbindung, welche vor der Schwenk- achse ein nachgiebiges Rückstellelement und hinter der Schwenk ¬ achse eine unnachgiebige Erhebung zum Hochhalten des Langlauf ¬ schuhs (vgl. Fig. 2) aufweist.

Fig. 2 zeigt den Langlaufschuh an der Langlaufbindung der Fig. 1 im unbelasteten Zustand kurz vor Einleitung der Gleitphase, wobei der Langlaufschuh durch die Erhebung an dem Bindungsgrundkörper in einer gekippten Stellung in Abstand zu der Aufstandsfläche angeordnet ist.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Langlaufbindung gemäß Fig. 1, 2.

Fig. 4 zeigt einen Längsrand der Langlaufbindung in einer wie- teren erfindungsgemäßen Ausführungsform, bei welcher die Erhebung an der Aufstandsfläche als Zylindersegment ausgebildet ist.

Fig. 5 zeigt einen Längsrand der Langlaufbindung in einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform, bei welcher die Erhebung an der Aufstandsfläche in Art eines Satteldaches ausgebildet ist.

In Fig. 1 ist eine Langlaufbindung 1 zur gelenkigen Anbindung eines Langlaufschuhs 2 an einen Langlaufski 3 gezeigt. Solche Langlauf-Sets sind im Stand der Technik seit langem bekannt, so dass im Folgenden lediglich die für die Erfindung wesentlichen Merkmale beschrieben werden sollen.

Die Langlaufbindung 1 weist einen aus einem im Wesentlichen unnachgiebigen (d.h. nicht elastischen) Material gebildeten

Bindungsgrundkörper 4 auf, welcher in einem zentralen Bereich Führungsstege 21 aufweist. An der Oberseite weist der Bindungs ¬ grundkörper 4 eine Aufstandsfläche 5 zum Aufsetzen einer Sohle 6 des Langlaufschuhs 2 (vgl. Fig. 2) auf. An der Unterseite weist der Bindungsgrundkörper 4 eine im Wesentlichen ebene Skiauflagefläche 22 auf, welche in der gezeigten Ausführung direkt auf dem Langlaufski 3 montiert ist. Zwischen dem Bindungsgrundkörper 4 und dem Langlaufski 3 können jedoch weitere, insbesondere plattenförmige Montageelemente vorgesehen sein (nicht gezeigt) . In diesem Fall ist die Skiauflagefläche 22 mittelbar mit dem Langlaufski 3 verbunden. Zudem weist die Langlaufbindung 1, wie ebenfalls hinlänglich bekannt ist, eine Halteeinrichtung 7 zur lösbaren Verbindung mit dem Langlaufschuh 2 auf. Die Halteeinrichtung 7 weist eine Aufnahme 8 zur verschwenkbaren Anordnung eines Gelenkstifts 9 des Langlaufschuhs 2 um eine Schwenkachse 10 (vgl. Fig. 3) auf, welche in Querrichtung des Bindungsgrund ¬ körpers 4 (bzw. in Querrichtung des Langlaufskis 3) verläuft. Zu diesem Zweck weist die Halteeinrichtung 7 zwei verschieblich oder verschwenkbar gelagerte Haken 11 auf, welche den Gelenkstift 9 im verbundenen Zustand an der Aufnahme 8 halten. Zur Freigabe des Langlaufschuhs 2 weist die Halteeinrichtung 7 zudem eine Handhabe 12 auf, welche in der gezeigten Ausführung durch einen Drehgriff gebildet ist. Durch Verdrehung des Drehgriffs können die Haken 11 zwischen einer Freigabe- und einer Haltestellung verschwenkt werden.

Darüber hinaus weist die Langlaufbindung 1 ein Rückstellelement 13 auf, welches im Stand der Technik vielfach als Flexor bezeichnet wird. Das Rückstellelement 13 besteht aus einem

elastisch verformbaren (Gummi- ) Material , um den Langlaufschuh 2 von einer hochgeschwenkten Lage nach dem Abstoßen (nicht

gezeigt) in Richtung der Aufstandsfläche 5 des Bindungs ¬ grundkörpers 4 zu drücken.

In der gezeigten Ausführung weist die Langlaufbindung 1 zudem zumindest eine von der Aufstandsfläche 5 des Bindungsgrund ¬ körpers 4 hochstehende Erhebung 14 auf, welche sich, in Längs ¬ richtung 4a des Bindungsgrundkörpers 4 von dessen vorderen Ende zum hinteren Ende gesehen, hinter der Schwenkachse 10 der

Halteeinrichtung 7 befindet. In der gezeigten Ausführung ist die Erhebung 14 in Längsrichtung 4a gesehen vollständig hinter der Schwenkachse 10 angeordnet; es kann jedoch genügen, wenn die Erhebung 14 vor der Schwenkachse 10 ansetzt, aber hinter der Schwenkachse 10 die maximale Höhe (vertikale Erstreckung) erreicht .

Die Erhebung 14 ist, im Vergleich zu dem Rückstellelement 13, im Wesentlichen unnachgiebig ausgebildet, so dass die Unterseite der Sohle 6 des Langlaufschuhs 2 im unbelasteten Zustand vor der Gewichtsverlagerung auf einen Fersenbereich des Langlaufschuhs 2 in einem Abstand von der Aufstandsfläche 5 des Bindungsgrund ¬ körpers 4 angeordnet wird. Bei Belastung der Langlaufbindung 1 durch das Gewicht des Läufers wird die Sohle 6 des Langlauf ¬ schuhs 2 unter elastischer Verformung im Bereich der Erhebung 14 in vollflächigen Kontakt (abgesehen natürlich von den Zwischenräumen des Sohlenprofils) mit der Aufstandsfläche 5 des

Bindungsgrundkörpers 4 gebracht. Diese Ausführung ermöglicht eine Reduktion der Pendelbewegung des Langlaufskis 3 gegenüber dem Langlaufschuh 1 beim Anheben des Langlaufskis 3, indem ein Winkel a von beispielweise 8° bis 13° zwischen der Sohlenunterseite des Langlaufschuhs 2 und der Aufstandsfläche 5 nicht unterschritten wird. Dies wird dadurch erreicht, dass die Sohle 6 zwischen der (in Draufsicht beispielsweise linsenförmigen) Erhebung 14 und der Schwenkachse 10 mechanisch gespannt wird. Die Sohle 6 wird durch die Erhebung 14 leicht angehoben, so dass die Sohle 6 in ihrem vorderen Bereich gegen das elastisch verformbare Rückstellelement 13 gedrückt wird, wodurch eine elastische Reaktionskraft im Rückstellelement 13 erzeugt wird.

In der gezeigten Ausführung ist die Erhebung 14 einteilig mit dem Bindungsgrundkörper 4 gebildet. Der Bindungsgrundkörper 4 ist hierbei bevorzugt aus einem Hartplastikmaterial, insbe ¬ sondere aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS), Polyamid, vorzugsweise aus faserverstärktem Polyamid, oder aus

Polyoxymethylen (POM) , oder aus einem Metall, insbesondere aus Aluminium, gebildet.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind in der gezeigten Ausführung zwei gleichartige Erhebungen 14 vorgesehen, welche an den gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen 15 des Bindungsgrundkörpers 4 angeordnet sind. Durch diese beidseitige Anordnung der Erhebungen 14 wird vorteilhafterweise eine erhöhte Torsions ¬ stabilität erzielt, da die Kräfte beidseitig aufgebaut werden, und zwar in Richtung der strichlierten Linien 23.

Wie aus Fig. 1, 2 ersichtlich, weist die Erhebung 14 an der Aufstandsfläche 5 einen in Längsrichtung des Bindungsgrund ¬ körpers 4 ansteigenden vorderen Bereich 16, einen in Längsrichtung des Bindungsgrundkörpers 4 nach hinten abfallenden hinteren Bereich 17 und einen Scheitelbereich 18 zwischen dem vorderen Bereich 16 und dem hinteren Bereich 17 auf. Der Scheitelbereich

18 weist die maximale vertikale Erstreckung in Bezug auf die an die Erhebung 14 angrenzenden Abschnitte 19, 20 der Aufstandsfläche 5 auf.

Der Scheitelbereich 18 befindet sich bevorzugt in einem Längsabstand b von 3 mm bis 9 mm, insbesondere von 5 mm bis 7 mm, vor ¬ zugsweise im Wesentlichen 6 mm, von der Schwenkachse 10 der Halteeinrichtung 7 (vgl. Fig. 2) . Die Erhebung 14 weist hierbei bevorzugt eine maximale Erstreckung c senkrecht zur Hauptebene der Aufstandsfläche 5 des Bindungsgrundkörpers 4, d.h. eine Höhe, von 0,5 mm bis 2,5 mm, vorzugsweise von 1 mm bis 2 mm, insbesondere von im Wesentlichen 1,5 mm, auf (vgl. Fig. 4) .

Daraus ergibt sich, dass die Höhe der Erhebung 14 in der

Zeichnung übertrieben dargestellt ist.

Die Erhebung 14 kann verschiedene Geometrien aufweisen, wie anhand der Fig. 1 bis 5 veranschaulicht wird.

Gemäß Fig. 1, 2 ist die Erhebung 14 im vorderen Bereich 16 im Wesentlichen eben, wobei der vordere Bereich 16 in einem

stumpfen Winkel zu einem daran angrenzenden vorderen Abschnitt

19 der Aufstandsfläche 5 des Bindungsgrundkörpers 4 angeordnet ist. Der hintere Bereich 17 der Erhebung 14 ist ebenfalls im Wesentlichen eben, wobei der hintere Bereich 17 in einem

stumpfen Winkel zu einem daran angrenzenden hinteren Abschnitt

20 der Aufstandsfläche 5 des Bindungsgrundkörpers 4 angeordnet ist. Der vordere Bereich 16 ist in Bezug auf die Skiauflage ¬ fläche 22 steiler als der hintere Bereich 17 der Erhebung 14. Der Scheitelbereich 18 zwischen dem vorderen Bereich 16 und dem hinteren Bereich 17 ist im Längsschnitt, d.h. im Schnitt

senkrecht zur Schwenkachse 10, bogenförmig gekrümmt.

Gemäß Fig. 4 ist die Erhebung 14 an der Aufstandsfläche 5 im Längsschnitt (d.h. im Schnitt senkrecht zur Schwenkachse 10) bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig, gekrümmt. Dadurch ist die Erhebung 14 zylindersegmentförmig ausgebildet.

Gemäß Fig. 5 sind der vordere Bereich 16 und der hintere Bereich 17 jeweils im Wesentlichen eben ausgebildet, wobei der vordere Bereich 16 und der hintere Bereich 17 im Wesentlichen in demselben stumpfen Winkel zum vorderen Abschnitt 19 der Aufstandsfläche bzw. zum hinteren Abschnitt 20 der Aufstandsfläche 5 beidseits der Erhebung 14 angeordnet sind.