MEINHERZ, Manfred (Forststr. 45, Berlin, 13467, DE)
LÜTHY, Norbert (Aumetzer Weg 6, Berlin, 13591, DE)
MEINHERZ, Manfred (Forststr. 45, Berlin, 13467, DE)
| Patentansprüche 1. Stromleiteranordnung mit einem sich zwischen einem ersten Ende (4) und einem zweiten Ende (5) erstreckenden, einen Ka- nal (6) mittels Leitermantel umschließenden, eine hohlzylind- rische Grundform aufweisenden Leiterzug (3, 3a) , welcher mehrere den Leitermantel durchsetzende Stichkanäle (8a, 8b, 8c, 8d; 9a, 9b, 9c) aufweist, über welche der Kanal (6) mantel- seitig zugänglich ist und der Kanal (6) und die Stichkanäle (8a, 8b, 8c, 8d; 9a, 9b, 9c) von einem elektrisch isolierenden Fluid durchsetzt sind, wobei ein erster Stichkanal (8a, 8b, 8c) und ein zweiter Stichkanal (9a, 9b, 9c) in diametral gegenüberliegenden Seiten des Leitermantels in Richtung einer zwischen erstem und zweitem Ende (4, 5) verlaufenden Erstre- ckungsachse (2) angeordnet sind. 2. Stromleiteranordnung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Stichkanäle (8a, 8b, 8c, 8d; 9a, 9b, 9c) schlitzförmig linear gestreckt in dem Leitermantel angeordnet sind. 3. Stromleiteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der erste und der zweite Stichkanal (8a, 8b, 8c, 8d; 9a, 9b, 9c) zueinander fluchtend in dem Leitermantel liegen. 4. Stromleiteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Leiterzug (3, 3a) elektrisch isoliert innerhalb eines Kapselungsgehäuses (1) angeordnet ist, welches ein den Lei¬ terzug (3, 3a) umspülendes elektrisch isolierendes Fluid einkapselt . 5. Stromleiteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass an zumindest einem der Enden (4, 5) der Leitermantel gegenüber einem zwischen den Enden (4, 5) liegenden Abschnitt des Leitermantels querschnittsreduziert ist. |
Stromleiteranordnung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stromleiteranordnung mit einem sich zwischen einem ersten Ende und einem zweiten Ende erstreckenden, einen Kanal mittels Leitermantel umschließenden, eine hohlzylindrische Grundform aufweisenden Leiterzug, welcher mehrere den Leitermantel durchsetzende Stichkanäle aufweist, über welche der Kanal mantelseitig zugänglich ist und der Kanal und die Stichkanäle von einem elektrisch isolierenden Fluid durchsetzt sind.
Eine derartige Stromleiteranordnung ist beispielsweise aus der Offenlegungsschrift DE 23 63 819 Al bekannt. Dort ist ein Rohrgaskabel beschrieben, welches einen Innenleiter aufweist, der in Längsrichtung in gewissen Abständen angeordnete nachgiebige Zwischenstücke aufweist. Die Zwischenstücke sind als gewendelte Elemente ausgebildet.
Durch eine Wendelung wird eine vereinfachte Verformung des Innenleiters ermöglicht. Der Leiterzug wird aufgrund der Wendelung zusätzlich mit einem induktiven Widerstandsbelag beaufschlagt .
Der induktive Widerstandsbelag erhöht die Impedanz des Innenleiters nachteilig.
Daher ist es Aufgabe der Erfindung, eine geeignete Stromlei- teranordnung anzugeben, welche gegenüber der bekannten Konstruktion einen reduzierten induktiven Widerstandsbelag aufweist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Stromleiteranordnung mit den eingangs genannten Merkmalen dadurch gelöst, dass ein erster Stichkanal und ein zweiter Stichkanal in diametral gegenüberliegenden Seiten des Leitermantels in Rich- tung einer zwischen erstem und zweitem Ende verlaufenden Erstreckungsachse angeordnet sind.
Durch eine Einbringung von Stichkanälen in den Leitermantel wird zum einen die Verformbarkeit des Leiterzuges in diesem Abschnitt vereinfacht. Zum anderen wird zusätzlich die Oberfläche des Leiterzuges vergrößert. Mit einer vergrößerten Oberfläche kann innerhalb des Leiterzuges entstehende Stromwärme in verbesserter Art und Weise abgegeben werden. Durch die Anordnung von Stichkanälen in diametral gegenüberliegen- den Seiten verbleiben zwischen den Stichkanälen liegende und diese in Umfangsrichtung begrenzende segmentförmige Leiterreste des Leiterzuges, die eine ausreichende Querschnittsfläche aufweisen, um elektrische Ströme zu führen. Die Stichkanäle ermöglichen dabei eine Relativbewegung der angrenzenden segmentförmigen Leiterreste zueinander, so dass eine vereinfachte Verformbarkeit des Leiterzuges gegeben ist. Eine bei einer Wendelung des Leiterzuges auftretende Vergrößerung der Impedanz durch einen zusätzlich eingebrachten induktiven Widerstandsbelag ist verhindert. Weiterhin ist die Möglichkeit gegeben, beispielsweise durch Anordnung zweier Stichkanäle an diametral gegenüberliegenden Seiten dazwischen angeordnete Leiterreste halbschalenförmig nach Art einer Rinne zu gestalten, so dass nur eine begrenzte Beeinträchtigung der Stromtragfähigkeit der Gesamtanordnung durch die Stichkanäle gege- ben ist.
Vorzugsweise sollte die Erstreckungsachse zwischen den beiden Enden einen linearen Verlauf aufweisen. Entsprechend sind die Stichkanäle mit einem linearen Verlauf versehen. Es kann je- doch auch vorgesehen sein, dass zwischen den beiden Enden die Erstreckungsachse einen beliebigen Verlauf, beispielsweise einen bogenförmigen Verlauf aufweist. Auch in diesem Falle ist es vorteilhaft, die Stichkanäle diesem bogenartigen Ver- lauf folgen zu lassen. Die Erstreckungsachse sowie die Stichkanäle sind unabhängig von ihrem Verlauf parallel zueinander ausgerichtet .
Eine Durchströmung der Stichkanäle in den Kanal des Leiterzu- ges hinein erfolgt aus radialen Richtungen. Bei einer rotationssymmetrischen Gestaltung der hohlzylindrischen Grundform des Leiterzuges entspricht die Erstreckungsachse der Rotati ¬ onsachse .
Die Erstreckungsachse und die Stichkanäle spannen einer Fläche auf, welche vorzugsweise in einer Ebene liegen sollte. Die Fläche kann jedoch auch in sich nach Art eines Bandes gewunden sein, welches durch die parallel zueinander liegenden Stichkanäle begrenzt und in seinem Verlauf durch die parallel liegende Erstreckungsachse definiert ist.
Der erste Stichkanal sowie der zweite Stichkanal können auch derart ausgestaltet sein, dass sich jeweils in Richtung der Erstreckungsachse mehrere erste bzw. mehrere zweite Stichka- näle hintereinander liegend fortsetzen, wobei zwischen jeweils einzelnen ersten und jeweils einzelnen zweiten Stichkanälen Stege verbleiben, welche die zwischen den Kanälen verbleibenden Leiterreste des Leiterzuges zueinander fixieren. Die Stege können beispielsweise in sich geschlossen und die Erstreckungsachse umlaufend ausgeformt sein.
Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Stichkanäle schlitzförmig linear gestreckt in dem Leitermantel angeordnet sind. Eine schlitzförmige Ausgestaltung der Stichkanäle, die linear gesteckt sind, ist besonders vorteilhaft bei einem linear verlaufenden Kanal, der beispielsweise durch einen hohlzy- lindrischen Querschnitt begrenzt ist. In diesem Falle ergeben sich längs der Erstreckungsachse durch die Stichkanäle Berei ¬ che, welche ein Hindurchtreten von elektrisch isolierendem Fluid in radialer Richtung ermöglichen und eine Relativbewegung der zwischen den Schlitzen befindlichen Leiterreste er- möglicht. Damit ist der Leiterzug in sich selbst verformbar, ohne seine Stromleiterfunktion zu verlieren. Dabei beein- flusst das Verhältnis der Breite der Strichkanäle zu den zwi ¬ schen den Stichkanälen liegenden segmentförmigen Leiterresten des Leitermantels die Verformbarkeit. Eine Verformung sollte lediglich in einem Maße vorgenommen werden, dass die Stichkanäle einen Fluiddurchtritt ermöglichen und ein unmittelbares Aneinanderstoßen von zwischen den Stichkanälen befindlichen segmentförmigen Leiterresten des Leitermantels verhindert ist .
Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der erste und der zweite Stichkanal zueinander fluchtend in dem Leitermantel liegen.
Eine fluchtende Ausrichtung von erstem und zweitem Stichkanal ermöglicht es, die Enden der Stichkanäle jeweils an diametral gegenüberliegenden Punkten längs der Erstreckungsachse enden zu lassen, so dass sich die Enden von erstem bzw. zweitem Stichkanal von jeweils in sich geschlossen umlaufende Leiter- mantelabschnitte begrenzt sind. Diese Leitermantelabschnitte sollten vorzugsweise als Hohlzylinder mit Kreisringquerschnitt ausgebildet sein. Dadurch ist es möglich, innerhalb des Leiterzuges stabilisierende Stege anzuordnen, welche selbsttragende Eigenschaften des Leiterzuges bewirken. Eine Durchströmrichtung der Stichkanäle erfolgt vorteilhaft sowohl am ersten als auch am zweiten Stichkanal parallel zur Fluchtrichtung der beiden Stichkanäle. Bei einer fluchtenden Anordnung eines ersten und eines zweiten Stichkanals sind die Stichkanäle in Fluchtrichtung deckungsgleich hintereinander liegend zueinander ausgerichtet. Vorteilhaft kann dabei sein, dass mehrere erste bzw. mehrere zweite jeweils in Erstre- ckungsrichtung hintereinanderliegende Stichkanäle in den Leiterzug eingebracht sind, wobei die ersten Stichkanäle bzw. die zweiten Stichkanäle voneinander beabstandet sind und eine Beabstandung durch einen in sich umlaufenden Leitermantelabschnitt des Leiterzuges gegeben ist.
Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Leiter- zug elektrisch isoliert innerhalb eines Kapselungsgehäuses angeordnet ist, welches ein den Leiterzug umspülendes elektrisch isolierendes Fluid einkapselt.
Kapselungsgehäuse sind beispielsweise an elektrischen Ener- gieübertragungseinrichtungen zu finden. So sind beispielsweise Sammelschienen mit Kapselungsgehäusen umgeben oder auch Schaltgeräte mit Kapselungsgehäusen umgeben, so dass ein Leiterzug vor einer unmittelbaren äußeren Berührung geschützt ist. Die Kapselungsgehäuse sind dabei derart gestaltet, dass diese einen Leiterzug jeweils fluiddicht umgeben, so dass das Innere des Kapselungsgehäuses mit einem elektrisch isolierenden Fluid befüllt sein kann und innerhalb des Kapselungsgehäuses begrenzt gehalten werden kann. Ein geeignetes elektrisch isolierendes Fluid ist beispielsweise ein Isoliergas oder eine Isolierflüssigkeit wie ein Isolieröl. Als Isoliergas eignen sich insbesondere Schwefelhexafluorid oder Stickstoff oder entsprechende Isoliergasgemische. Vorteilhafterweise sollte das elektrisch isolierende Fluid im Innern des Kapselungsgehäuse unter Druck gesetzt werden, so dass dessen elektrisch isolierende Eigenschaften zusätzlich positiv be- einflusst werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass an zumindest einem der Enden der Leitermantel gegenüber einem zwischen den Enden liegenden Abschnitt des Leitermantels querschnittsreduziert ist.
Vorteilhafterweise sollten die Stichkanäle in einem zentralen Abschnitt des Leiterzuges angeordnet werden, d. h. ein Zentralabschnitt des Kanals ist von endseitigen Abschnitten des Leiterzuges begrenzt. Die endseitigen Abschnitte des Leiterzuges liegen dabei jeweils am ersten bzw. am zweiten Ende und weisen vorzugsweise eine gegenüber der Wandstärke des dazwi- sehen liegenden Abschnittes des Leiterzuges reduzierte Wandstärke auf. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass an dem ersten und/oder an dem zweiten Ende eine Reduzierung der Wandstärke des Leiterzuges derart vorgesehen ist, dass am Leitermantel, vorzugsweise im Innern des Kanals, von dem je- weiligen Ende in Richtung des anderen Endes gesehen, eine umlaufende vorspringende Schulter gebildet ist, welche als Anschlag dienen kann. So ist es beispielsweise möglich, in den Abschnitt mit reduzierter Wandstärke ein Kuppelkontaktstück einzusetzen, welches einer Verbindung mehrerer Leiterzüge zu einem eine vergrößerte Gesamtlänge aufweisenden Leiterzug dient. Diese Kuppelkontaktstücke können beispielsweise einge ¬ schraubt, eingepresst, eingeschweißt oder mittels eines ande ¬ ren geeigneten Fügeverfahrens eingesetzt werden, so dass über die Kuppelkontaktstücke ein elektrisch tragfähiger und leit- fähiger Übergang zwischen aneinanderstoßende Enden von Leiterzügen ermöglicht ist. Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematisierten Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher beschrieben .
Dabei zeigt die
Figur 1 einen Schnitt in Längsrichtung sowie einen Schnitt in Querrichtung durch eine Stromleiteranordnung, die
Figur 2 eine perspektivische Ansicht eines Leiterzuges in einer ersten Variante sowie eine Draufsicht auf den Leiterzug in der ersten Variante und die
Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines Leiterzuges in einer zweiten Variante.
Die Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Stromleiteranordnung, wobei die Stromleiteranordnung ein rohrförmiges Kap- selungsgehäuse 1 aufweist. Das Kapselungsgehäuse 1 ist aus einem fluiddichten Material gefertigt. Beispielsweise kann das Kapselungsgehäuse 1 aus einem Metall, insbesondere einem Nichteisenmetall z. B. in einem Gussverfahren hergestellt worden sein. Das Kapselungsgehäuse 1 weist eine rohrförmige Struktur auf, welche sich koaxial um eine Erstreckungsachse 2 erstreckt. Das Kapselungsgehäuse 1 ist koaxial zu einem Lei ¬ terzug 3 angeordnet. Der Leiterzug 3 ist koaxial zur Erstre ¬ ckungsachse 2 ausgerichtet. Der Leiterzug 3 weist eine hohl- zylindrische Grundform auf, wobei die hohlzylindrische Grund- form kreisringförmige Querschnitte aufweist. Das Innere des Kapselungsgehäuses 1 ist mit einem elektrisch isolierenden Fluid, vorzugsweise einem Isoliergas wie Schwefelhexafluorid befüllt. Das elektrisch isolierenden Fluid ist innerhalb des Kapselungsgehäuses 1 abgeschlossen angeordnet und in mit ei- nem gegenüber der Umgebung erhöhten Druck beaufschlagt. Der Leiterzug 3 ist mittels elektrisch isolierender Elemente, welche in der Figur 1 nicht dargestellt sind, beabstandet zum Kapselungsgehäuse 1 gehalten.
Der Leiterzug 3 weist ein erstes Ende 4 sowie ein zweites Ende 5 auf. Zwischen den beiden Enden 4, 5 verläuft die Erstreckungsachse 2. Im vorliegenden Beispiel ist die Erstreckungsachse 2 linear gestreckt ausgeführt. Es ist jedoch auch mög- lieh, dass die Erstreckungsachse 2 eine beliebige Bahnkurve abbildet, wobei der Leiterzug 3 dieser Bahnkurve folgend koaxial zu dieser ausgeformt sein sollte. Entsprechend sollte in diesem Falle auch das Kapselungsgehäuse 1 einer entsprechend verlaufenden Erstreckungsachse 2 folgend ausgeformt sein, so dass weiterhin eine koaxiale Anordnung von Kapselungsgehäuse 1 sowie Leiterzug 3 gegeben ist.
Der Leiterzug 3 weist eine kreiszylindermantelförmige äußere Mantelfläche am Leitermantel auf. Im Innern des Leiterzuges, begrenzt von dem Leitermantel, ist ein Kanal 6 ausgebildet. Der Kanal 6 weist verschiedene Querschnitte auf, wobei diese Querschnitte vorzugsweise rotationssymmetrisch zur Erstreckungsachse 2 ausgeformt sein sollten. Vorliegend sind die Querschnitte derart gewählt, dass jeweils hohlzylinderförmige Abschnitte den Kanal begrenzen, wobei der zwischen den beiden Enden 4, 5 liegende zentrale Abschnitt des Leiterzuges 3 ei ¬ nen gegenüber am ersten und am zweiten Ende 4, 5 befindlichen Leitermantelabschnitt vergrößerten Querschnitt aufweist. An den beiden Enden ist jeweils eine umlaufende Schulter 7a, 7b angeordnet, welche jeweils einen Anschlag darstellen. Dadurch ist ausgehend von den jeweiligen Enden 4, 5 in Richtung des zentralen Abschnittes des Kanals 6 eine Möglichkeit gegeben, jeweils Kuppelkontaktstücke in die beiden Enden 4, 5 einzuführen und diese elektrisch zu kontaktieren und über diese Kuppelkontaktstücke weitere vorzugsweise baugleiche Leiterzü ¬ ge 3 miteinander zu kuppeln und elektrisch zu kontaktieren. Die Kuppelkontaktstücke können beispielsweise entsprechende rohrförmige Gewindestangen sein, welche beispielsweise in Innengewinde am ersten bzw. zweiten Ende 4, 5 eingeschraubt werden können. Diese Kuppelkontaktstücke können beispielsweise aber auch eingepresst, eingelötet, eingeschweißt oder anderweitig elektrisch kontaktiert mit dem Leiterzug 3 verbunden sein.
Im zentralen Abschnitt des Kanals 6 zwischen erstem und zweitem Ende 4, 5 sind jeweils mehrere erste und mehrere zweite Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c angeordnet. Die ersten und zweiten Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c sind jeweils gleichartig ausgeformt. Die Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b,
9c erstrecken sich längs der Erstreckungsachse 2 und sind jeweils diametral gegenüberliegend in den Leitermantel einge ¬ bracht. Die Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c weisen jeweils eine schlitzförmige Struktur auf. Zwischen den ersten Stich- kanälen 8a, 8b, 8c und zwischen den zweiten Stichkanälen 9a, 9b, 9c, ist der Leiterzug 3 mit ringförmig umlaufenden Stegen 10a, 10b versehen. Die hohlzylinderförmigen Stege 10a, 10b stabilisieren den Leiterzug 3 im zentralen Abschnitt des Kanals. Damit sind unerwünschte Relativbewegungen zwischen den die Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c begrenzenden Leiterresten des Leiterzuges 3 vermieden. Trotz der stabilisierenden Wirkung der in sich geschlossenen um die Erstreckungsachse 2 umlaufenden Stege 10a, 10b ist eine Relativbewegung innerhalb des Leiterzuges 3 in begrenztem Maße möglich.
Zur Vermeidung von vorspringenden Kanten sind die in der äußeren Mantelfläche des Leiterzuges 3 befindlichen Mündungsöffnungen der Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c angephast, so dass abgerundete Übergänge zwischen den Stichkanälen 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c in die äußere Mantelfläche des Leiterzuges 3 gegeben sind. Die Mündungsöffnungen der Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c in den Kanal 6 sind von einer derartigen Bearbeitung ausgenommen, da innerhalb dieses Bereiches bei einer Spannungsbeaufschlagung des Leiterzuges 3 ein dielektrisch geschirmter Raum gebildet ist, welcher ein Entstehen von Teilentladung an vorspringenden Körperkanten nicht befürchten lässt .
Vorteilhafterweise sollte die Anordnung von ersten Stichkanälen 8a, 8b, 8c, und zweiten Stichkanälen 9a, 9b, 9c derart vorgesehen sein, dass diese einander fluchtend gegenüberliegen, wobei die Anordnung weiterer Stichkanäle im Umlauf des Leiterzuges 3 um die Erstreckungsachse 2 vermieden werden sollten. Dadurch sind halbschalenförmige bzw. rinnenartige
Leiterreste des Leiterzuges gebildet, welche die Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c begrenzen. Insbesondere bei einer Ausrichtung der ersten und zweiten Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c in einer endgültigen Montagelage der Stromleiteranord- nung übereinander, d. h. eine Vertikale durchläuft die jeweiligen diametral gegenüberliegenden ersten bzw. zweiten Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c, ist eine Möglichkeit gegeben, innerhalb des Kapselungsgehäuses 1 eine zusätzliche Durchströmung des Leiterzuges 3 mit dem elektrisch isolierenden Fluid zu ermöglichen. Eine derartige Durchströmung kann beispielsweise durch Konvektion getrieben erfolgen. Die Durchströmung der Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c erfolgt im Wesentlichen quer zur Erstreckungsrichtung. Eine Querrichtung der Durchströmung der Stichkanäle 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c liegt in der Fläche, die von den Stichkanälen 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c begrenzt und in welcher die Erstreckungsachse 2 liegt.
Die Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der aus der Figur 1 bekannten ersten Variante des Leiterzuges 3. Zu er- kennen ist die Ausrichtung der ersten Stichkanäle 8a, 8b, 8c und zweiten Stichkanäle 9a, 9b, 9c fluchtend zueinander, wobei diese und die Erstreckungsachse 2 parallel ausgerichtet sind und in einer gemeinsamen ebenen Fläche liegen. In dieser ebenen Fläche liegt in einer Einbaulage vorzugsweise eine
Vertikale. Weiterhin ist ausschnittsweise eine Draufsicht auf einen zweiten Stichkanal 9c gezeigt, welcher eine Anphasung einer Mündungsöffnung in der äußeren Mantelfläche des Leiterzuges 3 zeigt.
Während der in den Figuren 1 und 2 gezeigte Leiterzug 3 vorzugsweise in einer waagerechten Einbaulage bezüglich der Erstreckungsachse 2 angeordnet ist, zeigt die Figur 3 eine zweite Variante eines weiteren Leiterzuges 3a, welcher vor- zugsweise mit seiner Erstreckungsachse 2 in einer vertikalen Montagelage eingesetzt werden sollte. Der weitere Leiterzug 3a weist analog zum Leiterzug 3 nach den Figuren 1 und 2 eine hohlzylindrische Struktur auf, wobei wiederum eine kreisringförmige Querschnittswahl getroffen wurde. Die Lage und die Anzahl der Stichkanäle 8d, 8e; 9d, 9e in dem weiteren Leiterzug 3a ist jedoch gegenüber dem aus der Figur 1 bekannten Leiterzug 3 abweichend. Vorgesehen ist wiederum die Anordnung von ersten Stichkanälen 8d, 8e sowie zweiten Stichkanälen 9d, 9e, die wiederum schlitzartig ausgeformt sind und sich längs der Erstreckungsachse 2 erstrecken. Jedoch ist nunmehr vorgesehen, dass die ersten und zweiten Stichkanäle 8d, 8e; 9d, 9e verstärkt in der Nähe der jeweiligen Enden 4, 5 des weiteren Leiterzuges 3a angeordnet sind. Somit ist bei einer vertikalen Anordnung am ersten Ende 4 ein Einströmen von Fluid durch dortige untere erste und zweite Stichkanäle 8d, 9d vorgesehen und ein Ausströmen des Fluids am zweiten Ende 5 durch dortige obere erste und zweite Stichkanäle 8d, 9d ermöglicht. Durch einen Verzicht auf eine Anordnung von Stichkanälen im zentralen Abschnitt des weiteren Leiterzuges 3a ist ein verbesser- ter Kamineffekt im Innern des weiteren Leiterzuges 3a gegeben .
Durch eine beabstandete Anordnung von Stichkanälen 8d, 9d in Richtung der Enden 4, 5 des weiteren Leiterzuges 3a ist im zentralen Abschnitt, welcher zwischen den Enden 4, 5 befindlich ist, ein umlaufender Steg 17c gebildet, welcher gegenüber den aus den Figuren 1 und 2 bekannten Stegen 10a, 10b eine vergrößerte axiale Länge aufweist. Dadurch ist eine ent- sprechende stärkere Stabilisierungswirkung durch den Steg 10c gemäß Figur 3 zu erwarten. Damit ist es möglich, derartig ausgeformte Leiterzüge 3a in größeren Abständen abzustützen, als ein eine Vielzahl von Stichkanälen 8a, 8b, 8c; 9a, 9b, 9c aufweisender Leiterzug 3 (Fig. 1 und 2) .
Natürlich können auch Leiterzüge, die über nahezu die gesamte Länge mit Stichkanälen versehen sind, in einer vertikalen Einbaulage zur Anwendung kommen. Dadurch kann eine Strömung im Innern des Leiterzuges in Richtung der Erstreckungsphase befördert werden. Hinsichtlich der Ausgestaltung und Anordnung des weiteren Leiterzuges 3a sowie der Wahl eines Kapselungsgehäuses gilt das zum Leiterzug 3 gemäß Figuren 1 und 2 beschriebene .
Die Anzahl der Stichkanäle im Umlauf der Leiterzüge kann je nach Bedarf variieren. Des Weiteren ist die Dimensionierung der Stichkanäle variabel ausführbar.
Next Patent: CURRENT CONDUCTOR ARRANGEMENT COMPRISING A CURRENT CONDUCTOR STRIP
