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Patent Searching and Data


Title:
CURRENT TRANSFORMER DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/161129
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a gas-insulated medium or a high-voltage switching station (GIS) comprising a current transformer unit (1, 2, 3) having an essentially rotationally symmetrical current transformer centre (10, 20, 30) having a central axis (15, 25, 35) and holding means (50, 60, 70) for fixing the current transformer centre in relation to a nominal conductor (90, 100, 110). The holding means are formed such that the current transformer centre can be fixed in a position which is eccentric to the nominal conductor so that a minimum reference distance (81) which can be reached by the provided outer diameter (12, 22, 32) of the current transformer centre can be reduced due to the offset (a) of the central axis of the current transformer in relation to the longitudinal axis of the nominal conductor which extends parallel.

Inventors:
SOLOGUREN-SANCHEZ, Diego (Lindenhof 14, Wettingen, CH-5430, CH)
SABANI, Arben (Kaiserstuhlstrasse 76, Niederglatt, CH-8172, CH)
WEHNER, Rene (Sandlöcher 8, Laufenburg, 79725, DE)
Application Number:
EP2011/060387
Publication Date:
December 29, 2011
Filing Date:
June 22, 2011
Export Citation:
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Assignee:
ABB TECHNOLOGY AG (Affolternstrasse 44, Zürich, CH-8050, CH)
SOLOGUREN-SANCHEZ, Diego (Lindenhof 14, Wettingen, CH-5430, CH)
SABANI, Arben (Kaiserstuhlstrasse 76, Niederglatt, CH-8172, CH)
WEHNER, Rene (Sandlöcher 8, Laufenburg, 79725, DE)
International Classes:
H01F38/30; H02B13/035
Attorney, Agent or Firm:
INGOLD, Mathias (ABB Patent Attorneys, c/o ABB Schweiz AGIntellectual Property CH-LI/I, Brown Boveri Strasse 6 Baden, CH-5400, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage mit mindestens zwei Stromwandlereinheiten (1, 2, 3), wobei jede Stromwandlereinheit (1, 2, 3) aufweist:

a) einen sich in Richtung einer Längsachse (92, 102, 112) erstreckenden Nominalleiter (90, 100, 110) mit einem Nominalleiterdurchmesser (91, 101, 111);

b) einen Stromwandlerkern (10, 20, 30), welcher bezüglich seiner Mittelachse (15, 25, 35) ringförmig ist, wobei der Stromwandlerkern (10, 20, 30) eine bezüglich seiner Mittelachse (15, 25, 35) radial inwärts gerichtete Innenmantelfläche (11, 21, 31) sowie einen Aussendurchmesser (12, 22, 32) aufweist;

c) ein Haltemittel (50, 60, 70) zur Fixierung des Stromwandlerkerns (10, 20, 30) in einer Relativposition zum Nominalleiter (90, 100, 110), so dass sich die Mittelachse des Stromwandlerkerns (10, 20, 30) parallel zur Längsachse des Nominalleiters (90, 100, 110) erstreckt,

wobei die Längsachsen (92, 102, 1 12) der Nominalleiter (90, 100, 110) bei gegebenen Aussendurchmessern der Stromwandlerkerne und bei einer konzentrischen Anordnung der Stromwandlerkerne (10, 20, 30) zu den Nominalleitern (90, 100, 110) in einem Referenzabstand (81) zueinander anordenbar sind,

dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der beiden Stromwandlerkerne (10, 20, 30) mit dem Haltemittel (50, 60, 70) derart exzentrisch zu seinem Nominalleiter (90, 100, 110) fixierbar ist, dass ein erzielbarer tatsächlicher Abstand (82) zwischen den Längsachsen der Nominalleiter (90 , 1 00 , 1 1 0) bei den gegebenen Aussendurchmessern der Stromwandlerkerne (10, 20, 30) kleiner als der Referenzabstand (81) ist.

2. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nominalleiter (90, 100, 110) der Stromwandlereinheiten (10, 20, 30) jeweils innerhalb einer metallgekapselten Kapselung (140, 150, 160) gasisoliert angeordnet ist, und wobei die Kapselung (140, 150, 160) jeweils zwischen dem jeweiligen Nominalleiter (90, 100, 110) und der Innenmantelfiäche (11, 21, 31) des ihm zugeordneten Stromwandlerkerns (10, 20, 30) angeordnet ist.

3. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (50, 60, 70) der Stromwandlereinheiten jeweils mindestens ein ringförmiges Element (120, 130) mit einer sich in Richtung der Längsachse des Nominalleiters (90, 100, 110) erstreckenden Haltemittelachse (51 , 61 , 71) umfasst, wobei ein Innendurchmesser des ringförmigen Elements (120, 130) im Wesentlichen einem Aussendurchmesser (141, 151, 161) der ihm zugeordneten Kapselung (140, 150, 160) entspricht.

4. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Element (120, 130) mindestens eine Befestigungsgeometrie (80) aufweist, die auf einem zur Haltemittelachse (51 , 61, 71) Mittelachse des Elements exzentrisch angeordneten Kreis (83) angeordnet ist, so dass der Stromwandlerkern (10, 20, 30) über die Befestigungsgeometrie (80) derart befestigbar ist, dass der Stromwandlerkern (10, 20, 30) konzentrisch zu diesem Kreis (83) anordenbar ist.

5. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsgeometrie (80) mindestens eines der Elemente aus der Liste umfasst, die besteht aus: einer Bohrung, einem Gewinde, einer Gewindehülse, und einem Stehbolzen.

6. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Element des Haltemittels mehrere Segmente (120, 130) aufweist.

7. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Versatz (a) der Mittelachse (15, 25, 35) des Stromwandlers zur Längsachse (92 , 1 02 , 1 12) des Nominalleiters mehr als 5% des Nominalleiterdurchmessers (91, 101, 111) beträgt.

8. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere dass der Versatz (a) zwischen 5% und 50% des Nominalleiterdurchmessers (91, 101, 111) beträgt.

9. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend drei Stromwandlereinheiten (1 , 2, 3), wobei die Stromwandlerkerne (10, 20, 30) der drei Stromwandlereinheiten (1, 2, 3) nebeneinanderliegend in einer Ebene (170) angeordnet sind.

10. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachsen der Nominalleiter (90, 100, 110) sich parallel zueinander erstreckend in einer Planebene angeordnet sind, und wobei jeder Nominalleiter (90, 100, 1 10) innerhalb einer sich konzentrisch zum jeweiligen Nominalleiter (90, 100, 1 10) erstreckenden metallgekapselten Kapselung (140, 150, 160) gasisoliert angeordnet ist, und wobei die metallgekapselten Kapselungen (140, 150, 160) in einem regelmässigen Abstand entlang einer Geraden (175) angeordnet sind.

11. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromwandlerkerne mittels der Haltemittel (50, 70) an den Kapselungen (140, 160) der zwei äusseren Nominalleiter (90, 110) jeweils derart exzentrisch zu den Längsachsen der Nominalleiter (90, 100, 110) angeordnet sind, dass sich eine grösste Lücke zwischen Kapselung (140, 160) und der Innenmantelfläche (11 , 21, 31) der der jeweiligen Kapselung (140, 160) zugeordneten Stromwandlerkerns (10, 30) auf einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Seite der Kapselung der zwei äusseren Nominalleiter (90, 110) befindet.

12. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend drei Stromwandlereinheiten (1, 2, 3), wobei mindestens zwei der drei Stromwandlerkerne (10, 20, 30) in Richtung der Längsachse (92, 102, 112) der Nominalleiter (90, 100, 110) derart gegeneinander versetzt anordenbar sind, so dass sich die Stromwandlerkerne (10, 20, 30), in Richtung der Längsachse ihrer Nominalleiter (90, 100, 1 10) gesehen, überlappen und so dass der tatsächliche Abstand zwischen den Längsachsen der Nominalleiter (90, 100, 1 10) bei gegebenen Aussendurchmessern der Stromwandlerkerne (10, 20, 30) zusätzlich verringerbar ist.

13. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Nominalleiter (90, 100, 1 10) innerhalb einer sich konzentrisch zum jeweiligen Nominalleiter (90, 100, 1 10) erstreckenden metallgekapselten Kapselung ( 140, 150, 160) gasisoliert angeordnet ist, und wobei die metallgekapselten Kapselungen (140, 150, 160) in einem regelmässigen Abstand entlang einer Geraden (175) angeordnet sind.

14. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromwandlerkerne mittels der Haltemittel (50, 70) an den Kapselungen (140, 160) der zwei äusseren Nominalleiter (90, 110) jeweils derart exzentrisch zu den Längsachsen der Nominalleiter (90, 100, 110) angeordnet sind, dass sich eine grösste Lücke zwischen Kapselung (140, 160) und der Innenmantelfläche (11, 21, 31) der der jeweiligen Kapselung (140, 160) zugeordneten Stromwandlerkerns (10, 30) auf einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Seite der Kapselung der zwei äusseren Nominalleiter (90, 110) befindet.

15. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, oder nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Längsachsen der Nominalleiter

(90, 100, 1 10) parallel zueinander erstrecken und eine sich rechtwinklig zu den Längsachsen der Nominalleiter (90, 100, 110) erstreckenden Durchdringungsebene in drei Punkten durchdringen, wobei die drei Punkte in der Durchdringungsebene Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bilden. 16. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromwandlerkerne jeweils derart exzentrisch zu den Nominalleitern (90, 100, 1 10) angeordnet sind, dass sich eine grösste Lücke zwischen Kapselung (140, 160) der Innenmantelfläche (1 1 , 21 , 31) des Stromwandlerkerns (10, 30) zum ihm zugeordneten Nominalleiter oder zur ihm zugeordneten Kapselung in einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Hemisphäre der Kapselung befindet.

17. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass umfassend drei sich parallel zueinander erstreckende angeordnete Nominalleiter (90, 100, 110), die in einem gemeinsamen gasgekapselten Gehäuse 200 angeordnet sind, und drei innerhalb des Gehäuses angeordnete Stromwandlereinheiten (10, 20, 30), wobei die drei Stromwandlereinheiten (10, 20, 30) davon mindestens eine

Stromwandlereinheiten gemäss Anspruch 1 sind.

18. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Versatz (a) der Mittelachse (15, 25, 35) des Stromwandlers zur Längsachse (92, 102, 1 12) des Nominalleiters mehr als 5% des Nominalleiterdurchmessers (91, 101, 111) beträgt.

19. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere dass der Versatz (a) zwischen 5% und 50% des Nominalleiterdurchmessers (91, 101, 111) beträgt.

20. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 17 bis 19, umfassend drei Stromwandlereinheiten (1 , 2, 3), wobei die Stromwandlerkerne (10, 20, 30) der drei Stromwandlereinheiten (1, 2, 3) nebeneinanderliegend in einer Ebene (170) angeordnet sind.

21. Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage nach einem der Ansprüche 17 bis 19, umfassend drei Stromwandlereinheiten ( 1 , 2, 3), wobei mindestens zwei der drei Stromwandlerkerne (10, 20, 30) in Richtung der Längsachse (92, 102, 112) der Nominalleiter (90, 100, 110) derart gegeneinander versetzt anordenbar sind, so dass sich die Stromwandlerkerne (10, 20, 30), in Richtung der Längsachse ihrer Nominalleiter (90, 100, 1 10) gesehen, überlappen und so dass der tatsächliche Abstand zwischen den Längsachsen der Nominalleiter (90, 100, 110) bei gegebenen Aussendurchmessern der Stromwandlerkerne (10, 20, 30) zusätzlich verringerbar ist..

Description:
STROMWANDLERVORRICHTUNG

[0001] Aspekte der Erfindung betreffen das Gebiet der elektrischen Stromsensoren, insbesondere der Stromwandler für Schaltanlagen für Hoch- oder Mittelspannung. Im Speziellen betreffen Aspekte Ausführungsformen einer gasisolierten Stromwandlereinheit. [0002] Zum Messen von Strömen durch einen Nominalleiter einer gasgekapselten Hochoder Mittelspannungsschaltanlage werden im allgemeinen Stromwandler verwendet. Diese bestehen etwa aus einem Ferritkern, auf den eine Kupferwicklung aufgewickelt ist. Der ringförmige Stromwandlerkern wird zur Montage über ein Ende des Nominalleiters geschoben, so dass der Leiter durch den Innenraum des Rings läuft. Fliesst durch den Leiter ein Laststrom, wird in der Wicklung des Stromwandlerkerns eine Spannung induziert, die über einen Widerstand abgegriffen wird und als Mass für den Strom durch den Nominalleiter dient. Ein Nominalleiter ist ein Primärleiter, der zur Übertragung der Nennleistung während des Betriebs der Schaltanlage dient.

[0003] Im Fall einer gasisolierten Schaltanlage, bei welcher die Nominalleiter innerhalb eines metallgekapselten Gehäuses angeordnet sind, können der oder die Stromwandlerkerne sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Gaskapselung des Leiters, also dem Gehäuse, angeordnet sein. Da der Aussendurchmesser der Stromwandlerkerne den Aussendurchmesser der Kapselung der Nominalleiter in einem solchen Fall deutlich übersteigt, wird bei nebeneinander angeordneten, sich parallel zueinander erstreckenden gasgekapselten Nominalleitern mit jeweils einem Stromwandlerkern der nachfolgend Referenzabstand genannte Minimalabstand der gekapselten Nominalleiter bei gegebenen Aussendurchmessem der Stromwandlerkerne und bei einer konzentrischen Anordnung der Stromwandlerkerne zu den Nominalleitern voneinander letztlich durch die Abmasse des Stromwandlers bestimmt. Die Abmessungen der Stromwandlerkerne sind wiederum durch einen messtechnisch erforderlichen Querschnitt und fertigungstechnische Erfordernisse bestimmt. Die Stromwandlerkerne bestimmen daher wesentlich den minimal erzielbaren Abstand zwischen den Nominalleitern. Sonderanfertigungen von Stromwandlerkernen, etwa mit einem gegenüber einer Standardausführung verringerten Aussendurchmesser sind meistens sehr kostspielig und daher beispielsweise zur Erzielung eines preiswerten Schaltfeldes wirtschaftlich uninteressant und nachteilig.

[0004] Leider widersprechen die derzeit gängigen Standardausführungen von Stromwandlerkernen dem generelles Marktbedürfnis nach geringstmöglichen Abmessungen einer Schaltanlage, was beispielsweise durch ein näheres Zusammenrücken der benachbarten Nominalleiter und deren Kapselungen erreichbar wäre.

[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit der Anbringung von Stromwandlerkernen an nebeneinander angeordneten Nominalleitern vorzulegen, bei der unter V erwendung vorgegebener, oftmals standardisierter Stromwandlerkerne eine Anordnung der Nominalleiter mit verringertem tatsächlichem Abstand im Vergleich zum Referenzabstand zueinander erreichbar ist.

[0006] Diese Aufgabe wird durch die Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage gemäss Anspruch 1 gelöst.

[0007] In einer Basisausführung weist die Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage mindestens zwei Stromwandlereinheiten auf. Jede dieser Stromwandlereinheiten weist dabei folgende Elemente auf:

a) einen sich in Richtung einer Längsachse erstreckenden Nominalleiter mit einem Nominalleiterdurchmesser;

b) einen Stromwandlerkern, welcher bezüglich seiner Mittelachse im Wesentlichen rotationssymmetrisch und ringförmig geformt ist, wobei der Stromwandlerkern eine bezüglich seiner Mittelachse radial inwärts gerichtete Innenmantelfläche sowie einen Aussendurchmesser aufweist;

c) ein Haltemittel zur Fixierung des Stromwandlerkerns in einer Relativposition zum Nominalleiter, so dass sich die Mittelachse des Stromwandlerkerns parallel zur Längsachse des Nominalleiters erstreckt.

[0008] Dabei sind die Längsachsen der Nominalleiter bei gegebenen Aussendurch- messern der Stromwandlerkerne und bei einer konzentrischen Anordnung der Stromwandlerkerne zu den Nominalleitern in einem Referenzabstand zueinander anordenbar. Unter Referenzabstand wird im Folgenden ein minimaler erreichbarer Abstand der Längsachsen zweier benachbarter Nominalleiter verstanden. Dieser Referenzabstand wird folgendermassen begründet:

a) Falls die Stromwandlerkerne mit deren Stirnflächen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, durch den minimalen Abstand der Längsachsen der Nominalleiter, wenn die benachbarten Stromwandlerkerne sich radial Aussen an deren den Aussendurchmesser bildenden Mantelfläche der Stromwandlerkerne berühren, oder

b) Falls die Stromwandlerkerne in Richtung von deren Längsachsen zueinander versetzt (gestaffelt) angeordnet sind, durch den minimalen Abstand der Längsachsen der Nominalleiter, wenn eine Mantelfläche eines ersten Nominalleiters einer ersten elektrischen Phase den Stromwandlerkern einer zweiten elektrischen Phase an der den Aussendurchmesser bildenden Mantelfläche des Stromwandlerkerns berührt, oder

c) Falls sich die Stromwandlerkerne in Richtung von deren Längsachsen zueinander versetzt (gestaffelt) angeordnet sind, durch den minimalen Abstand der Längsachsen der Nominalleiter, wenn eine Mantelfläche einer Kapselung des Nominalleiters einer ersten elektrischen Phase den Stromwandlerkern einer zweiten elektrischen Phase an der den Aussendurchmesser bildenden Mantelfläche des Stromwandlerkerns berührt.

[0009] Unter dem Begriff„Schaltanlage" wird im Folgenden auch ein Bestandteil einer Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage verstanden , etwa ein g asi so li ertes Schaltanlagenmodul, welches für die Messung des durch die jeweiligen Nominalleiter hindurchfliessenden elektrischen Stroms verwendet wird.

[0010] Die Schaltanlage zeichnet sich weiter dadurch aus, dass mindestens einer der beiden Stromwandlerkerne aufgrund des Haltemittels exzentrisch so zu seinem Nominalleiter fixierbar ist, dass ein erreichbarer tatsächlicher Abstand zwischen den Längsachsen der Nominalleiter bei gegebenen Aussendurchmessern der Stromwandlerkerne bei den oben genannten Fallkonstellationen a-c kleiner als der Referenzabstand ist.

[0011] Diese Basisausführungsform einer Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage ermöglicht dem Anlagenbauer und seinem Kunden eine grösstmögliche Designfreiheit seiner Schaltanlage, da sich damit sowohl luftisolierte Schaltanlagen, beispielsweise Freiluftanlagen, wie auch einphasig oder mehrphasig gekapselte Ausführungsformen gasisolierter Schaltanlagen (GIS) realisieren lassen. Im Fall von GIS ist weiter besonders vorteilhaft, dass sich damit sowohl Schaltanlagen realisieren lassen, bei welchen die Stromwandlerkerne ausserhalb des eigentlichen Gasraums angeordnet sind, wie auch Ausführungsformen, bei welchen die Stromwandlerkerne innerhalb des eigentlichen Gasraums angeordnet sind.

[0012] Der Begriff„Stromwandlerkern" soll in der folgenden Beschreibung und den Patentansprüchen nicht eng im Sinn einer Limitierung auf einen Eisenkern eines eingangs kurz genannten Stromwandlers verstanden werden. Unter dem Begriff„Stromwandlerkern" wird vielmehr der eigentliche Körper beziehungsweise eine Einhüllende des als Stromsensor dienenden Messgerätes verstanden. In der Folge beschränkt sich der Begriff „Stromwandlerkern" daher nicht nur auf Stromwandler, welche aus einem Ferritkern mit darauf aufgewickelter Kupferwicklung, sondern umfasst auch sogenannte Rogowski- Spulen, bei welchen die Kupferspule einen torusförmigen Hohlraum umfasst. Rogowski- Spulen eignen sich nicht zuletzt auch deshalb, weil bei einer exzentrischen Anordnung ihrer Mittelachse zur Längsachse des Nominalleiters die Messqualität nicht beeinträchtigt wird.

[0013] Im Fall einer Ausführungsform der Schaltanlage als GIS ist der Nominalleiter der Stromwandlereinheiten jeder Phase jeweils innerhalb einer metallgekapselten Kapselung gasisoliert angeordnet. Dabei ist die Kapselung zwischen dem jeweiligen Nominalleiter und der Innenmantelfläche des ihm zugeordneten Stromwandlerkerns angeordnet.

[0014] Je nach Anforderungen und Möglichkeiten ist das Haltemittel der Stromwandlereinheiten beispielsweise jeweils als mindestens ein ringförmiges Element gestaltet, welches eine sich in Richtung des Längsachse des Nominalleiters erstreckende Haltemittelachse umfasst, und dessen Innendurchmesser im Wesentlichen einem Aussendurchmesser der ihm zugeordneten Kapselung entspricht. Bei Bedarf weist das ringförmige Element eine Haltemittelachse und mindestens eine Befestigungsgeometrie auf, die auf einem zur Haltemittelachse des Elements exzentrisch angeordneten Kreis angeordnet ist. Der Stromwandlerkern ist an der Befestigungsgeometrie des Haltemittels so befestigbar, dass er konzentrisch zu diesem Kreis am Haltemittel befestigbar ist. Entsprechend der Beschaffenheit des Stromwandlerkerns und dessen Montageanforderungen umfasst die Befestigungsgeometrie mindestens eines der Elemente aus der Liste, die besteht aus: einer Bohrung, einem Gewinde, einer Gewindehülse, und einem Stehbolzen. [0015] Falls beispielsweise eine besonders vielseitige und dennoch raumsparendes Haltemittel erforderlich ist, kann das ringförmige Element mehrere Segmente aufweisen beziehungsweise aus mehreren, beispielsweise kettenartigen Gliedern bestehen.

[0016] Das Haltemittel ermöglicht die Erzielung eines Versatzes der Mittelachse des Stromwandlers zur Längsachse des Nominalleiters von mehr als etwa 5% des Nominalleiterdurchmessers. Bei entsprechend ausgebildeten Haltemitteln und j e nach Abmessungen der Stromwandlerkerne, der Nominalleiterdurchmesser sowie allenfalls der Kapselungen ist ein Versatz zwischen 5% und 50% des Nominalleiterdurchmessers erreichbar. [0017] Bei Bedarf sind auch Schaltanlagen realisierbar, deren Stromwandlerkerne der drei Stromwandlereinheiten nebeneinanderliegend in einer Ebene angeordnet sind, und bei welchen Schaltanlagen eine Bauhöhe besonders kompakt sein soll. Hier sind gute Ergebnisse erzielbar, wenn die Längsachsen der Nominalleiter sich parallel zueinander erstreckend in einer Planebene angeordnet sind, und wenn jeder Nominalleiter innerhalb einer sich konzentrisch zum jeweiligen Nominalleiter erstreckenden metallgekapselten Kapselung gasisoliert angeordnet ist. Je nach Ausführungsform sind die metallgekapselten Kapselungen dabei in einem regelmässigen Abstand entlang einer Geraden angeordnet.

[0018] Besonders geringe tatsächliche Abstände zwischen mindestens zwei benachbarten Nominalleitern lassen sich beispielsweise dadurch erreichen, dass die Stromwandlerkerne mittels der Haltemittel an den Kapselungen der zwei äusseren Nominalleiter jeweils derart exzentrisch zu den Längsachsen der Nominalleiter angeordnet sind, dass sich eine grösste Lücke zwischen Kapselung und der Innenmantelfläche der der jeweiligen Kapselung zugeordneten Stromwandlerkerns auf einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Seite der Kapselung der zwei äusseren Nominalleiter befindet. [0019] Der tatsächliche Abstand zwischen zwei benachbarten Nominalleitern lässt sich alternativ oder in Kombination dazu noch zusätzlich verringern, beziehungsweise indem bei einer Schaltanlage mit drei Stromwandlereinheiten, mindestens zwei der drei Stromwandlerkerne in Richtung der Längsachse der Nominalleiter derart gegeneinander versetzt anordenbar sind, so dass sich die Stromwandlerkerne in Richtung der Längsachse ihrer Nominalleiter gesehen, überlappen.

[0020] Dies schliesst auch Aus führungs formen von Schaltanlagen mit ein, bei welchen jeder Nominalleiter innerhalb einer sich konzentrisch zum jeweiligen Nominalleiter erstreckenden metallgekapselten Kapselung gasisoliert angeordnet ist, wobei die metallgekapselten Kapselungen in einem regelmässigen Abstand entlang einer Geraden angeordnet sind. In einer weiterentwickelten Ausführungsform davon, sind die Stromwandlerkerne mittels der Haltemittel an den Kapselungen der zwei äusseren Nominalleiter jeweils derart exzentrisch zu den Längsachsen der Nominalleiter anordenbar, dass sich eine grösste Lücke zwischen Kapselung und der Innenmantelfläche der der jeweiligen Kapselung zugeordneten Stromwandlerkerns auf einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Seite der Kapselung der zwei äusseren Nominalleiter befindet. Bei einem kreiszylinderförmigen Stromwandlerkern und kreisrunden Nominalleitern beziehungsweise Kapselungen weist die Lücke in Richtung der Längsachsen der Nominalleiter gesehen einen sichelförmigen Querschnitt auf, wobei sich die grösste Lücke bei einer Symmetrieachse des sichelförmigen Querschnitts befindet.

[0021] Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht nur in Schaltanlagen von Vorteil, wo sich die parallel zueinander erstreckenden Längsachsen der Nominalleiter in einer gemeinsamen Ebene befinden, sondern auch in der sogenannten Dreiecksanordnung. Bei jener Dreiecksanordnung erstrecken sich die Längsachsen der Nominalleiter parallel zueinander und durchdringen eine sich rechtwinklig zu den Längsachsen der Nominalleiter erstreckenden Durchdringungsebene in drei Punkten, wobei die drei Punkte in der Durchdringungsebene Eckpunkte eines gleichschenkligen Dreiecks bilden.

[0022] In jener Dreiecksanordnung sind sehr kompakte Schaltanlagen realisierbar, wenn die Stromwandlerkerne jeweils derart exzentrisch zu den Nominalleitern angeordnet sind, dass sich eine grö sste Lücke zwischen Kap selung der Innenmantelfläche des Stromwandlerkerns zum ihm zugeordneten Nominalleiter oder zur ihm zugeordneten Kapselung in einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Hemisphäre der Kapselung befindet. Bei einem kreiszylinderförmigen Stromwandlerkern und kreisrunden Nominalleitern weist die Lücke in Richtung der Längsachsen der Nominalleiter gesehen einen sichelförmigen Querschnitt auf, wobei sich die grösste Lücke bei einer Symmetrieachse des sichelförmigen Querschnitts befindet.

[0023] Bei einer weiteren Gattung von gasisolierten Schaltanlagen sind die Nominalleiter verschiedenere elektrischen Phasen in einem gemeinsamen Gasraum durch ein Isoliergas untereinander und zu einem gemeinsamen Gehäuse umfasst, welches die Kapselung bildet und den Gasraum abgrenzt. In einer Ausführungsform einer solchen Anlage umfassend Letztere drei sich parallel zueinander erstreckende angeordnete Nominalleiter , die in einem gemeinsamen gasgekapselten Gehäuse angeordnet sind, und drei innerhalb des Gehäuses angeordnete Stromwandlereinheiten. D ab ei ist von den drei Stromwandlereinheiten mindestens eine eine Stromwandlereinheit gemäss der zu Beginn genannten Basisausführungsform.

[0024] Auch in diesem Fall ermöglicht das Haltemittel die Erzielung eines Versatzes der Mittelachse des Stromwandlers zur Längsachse des Nominalleiters von mehr als etwa 5% des Nominalleiterdurchmessers. Bei entsprechend ausgebildeten Haltemitteln und je nach Abmessungen der Stromwandlerkerne und der Nominalleiterdurchmesser ist ein Versatz zwischen 5% und 50% des Nominalleiterdurchmessers erreichbar. Dies schliesst nicht aus, dass die Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage drei Stromwandlereinheiten umfasst, deren Stromwandlerkerne nebeneinanderliegend in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.

[0025] Auch bei mehrphasig gekapselten Schaltanlagen, bei welchem mehrere Nominalleiter unterschiedlichen elektrischen Potentials in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet werden, ist die vorliegende Erfindung vorteilhaft, da sich mit ihr die Referenzabstände zweier benachbarter Nominalleiter mitunter wie folgt verringern lässt. Dies ist etwa dadurch erreichbar, dass sich die Längsachsen der Nominalleiter parallel zueinander erstrecken und eine sich rechtwinklig zu den Längsachsen der Nominalleiter erstreckenden Durchdringungsebene in drei Punkten durchdringen, wobei die drei Punkte in der Durchdringungsebene ein gleichschenkliges Dreieck bilden. In diesem Fall sind besonders geringe tatsächliche Abstände zweier benachbarter Nominalleiter erreichbar, wenn die Stromwandlerkerne jeweils derart exzentrisch zu den Längsachsen der Nominalleiter angeordnet sind, dass sich eine grösste Lücke zwischen Kapselung des Nominalleiters und der Innenmantelfläche des ihm zugeordneten Stromwandlerkerns in einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Hemisphäre der Kapselung befindet. Eine weitere Verringerung des tatsächlichen Abstandes der Längsachsen zumindest zweier benachbarter Nominalleiter lässt sich durch einen Versatz (eine Staffelung) der Stromwandlerkerne zueinander durch eine Relativposition der Stromwandlerkerne in Richtung der Längsachse erreichen.

[0026] Obwohl zur besseren Verständlichkeit in dieser Offenbarung unter dem Begriff „gegebene Aussendurchmesser" der Stromwandlerkerne bislang identische Aussendurch- messer verstanden wurden, lässt sich die technische Lehre des vorliegenden Dokuments auch auf unterschiedliche gegebene Aussendurchmesser der Stromwandlerkern e übertragen. In diesem Fall lässt sich ein tatsächlicher Abstand zwischen den Längsachsen der benachbarten Nominalleiter erreichen, wenn vor allem der Stromwandler mit dem grösseren Aussendurchmesser exzentrisch zu dem ihm zugeordneten Nominalleiter angeordnet wird.

[0027] Im Weiteren soll die Erfindung anhand von in Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert werden, aus denen sich weitere Vorteile und Abwandlungen ergeben. Dazu zeigen:

Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht-/Längsschnittdarstellung einer Schaltanlage mit drei

Stromwandlereinheiten gemäss einer ersten Ausführungsform;

Fig. 2 zeigt eine Querschnittsansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 1;

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht eines Haltemittels in Richtung der Haltemittelachse;

Fig. 3a zeigt eine Seitenansicht des Haltemittels gemäss Fig. 3;

Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht-/Längsschnittdarstellung einer Schaltanlage mit drei

Stromwandlermodulen gemäss einer zweiten Ausführungsform;

Fig. 5 zeigt eine Querschnittsansicht einer Schaltanlage mit drei Stromwandlermodulen gemäss einer dritten Ausführungsform;

Fig. 6a ist eine Querschnittsansicht einer Ausgangslage zur für weitere Ausführungsformen von Schaltanlagen; Fig. 6b ist eine Querschnittsansicht einer vierten Ausführungsformen einer Schaltanlage;

Fig. 6c ist eine Querschnittsansicht einer fünften Ausführungsformen einer Schaltanlage; und

Fig. 7 Darstellung der Abhängigkeit vom Versatz a und dem Radius r der Stromwandler in Querschnittsansicht.

[0028] Bei den im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen sind einzelne Aspekte und Merkmalen modular mit den Merkmalen anderer Ausführungsformen kombinierbar. Durch eine solche Kombination können wiederum weitere Ausführungsformen erhalten werden, die ebenfalls als zur vorliegenden Offenbarung zugehörig anzusehen sind. In verschiedenen Figuren auftretende identische Merkmale sind aus Gründen der Übersichtlichkeit teilweise nicht in jeder Figur mit dem entsprechenden Bezugszeichen versehen.

[0029] Fig. 1 zeigt in Zusammenschau mit Fig, 6a und Fig. 6b ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das mit anderen hier genannten oder gezeigten Ausführungsbeispielen kombiniert werden kann, und das eine gasisolierte Hoch- oder Mittelspannungsschaltanlage mit drei Stromwandlereinheiten 1, 2, 3 betrifft. Im Beispiel sind drei Stromwandlerkerne 10, 20, 30 der drei Stromwandlereinheiten 1, 2, 3 mittels jeweils eines Haltemittels 50, 60, 70 an den Kapselungen 140, 150, 160 jeweils eines Nominalleiters 90, 100, 100 angebracht bzw. fixiert. Dabei sind die metallgekapselten Gehäuse beziehungsweise Kapselungen 140, 150, 160 jeweils konzentrisch zu den jeweiligen Nominalleitern 90, 100, 100 angeordnet und weisen jeweils einen Kapselungsdurchmesser 141, 151, 161 auf. Dies geht unter anderem auch aus der Längsschnittdarstellung in Fig. 1 hervor, während die Kapselungsdurchmesser 141 , 151 , 161 zugunsten der Übersichtlichkeit in Fig. 4 dargestellt sind. Somit dienen die Haltemittel 50, 60, 70 zur Fixierung des Stromwandlerkerns in einer Relativposition zum Nominalleiter 90, 100, 110, so dass sich die Mittelachse des Stromwandlerkerns 10, 20, 30 parallel zur Längsachse des Nominalleiters 90, 100, 1 10 erstreckt. Jeder Stromwandlerkern definiert durch seinen kreisringzylindrische Form eine Mittelachse 15, 25, 35 und ist im Wesentlichen rotationssymmetrisch und ringförmig geformt ist, wobei der Stromwandlerkern 10, 20, 30 eine bezüglich seiner Mittelachse 15, 25, 35 radial inwärts (das heisst radial nach innen gerichtet) gerichtete Innenmantelfläche 11, 21, 31 sowie einen Aussendurchmesser 12, 22, 32 aufweist. Jeder Nominalleiter 90, 100, 100 zur Übertragung einer Mittel- oder Hochspannung definiert durch seine zylindrische Form seinerseits eine Längsachse 92, 102, 112 und weist einen Nominalleiterdurchmesser 91 , 101, 111 auf. Jedes Haltemittel 50, 60, 70 weist eine eigene Haltemittelachse 51, 61 , 71 auf. Dabei sind die Haltemittel derart ausgelegt und montiert, dass sich eine parallel-exzentrische Anordnung der Stromwandlerkerne in Bezug auf die Nominalleiter 90, 100, 100 beziehungsweise deren Kapselungen 140, 150, 160 ergibt. Die drei baugleichen Stromwandlerkerne 10, 20, 30 sind in einer Ebene 170 angeordnet, beziehungsweise berühren diese Ebene 170 stirnseitig. Anders ausgedrückt kann durch die exzentrische Anordnung ein Versatz der Längsachsen der Nominalleiter 90, 100, 100 ein tatsächlicher Abstand 82 zwischen zwei benachbarten Nominalleiter 90, 100, 100 herbeigeführt werden, welcher kleiner ist als ein theoretischer Referenzabstand 80 bei gegebenen Aussendurchmessern 12, 22, 32 der Stromwandlerkerne, bei welchem sich die radial aussen an ihren Aussendurchmessern aussenmantelseitig berühren (siehe dazu auch die oberste Darstellung von Fig. 7).

[0030] Fig. 2 zeigt eine Querschnittsansicht des Ausführungsbeispiels gemäss der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Schaltanlage. In den Figuren sind die Aussendurchmesser 12, 22, 32 der Stromwandlerkerne 10, 20, 30 mit deren Mittelachsen 15 , 25 , und 35 im Verhältnis zu den Grössen der Nominalleiter 90, 100, 110 und deren Kapselungen zu Illustrationszwecken vergrössert dargestellt. Das Mass a definiert den Versatz zwischen der Längsachse des Nominalleiters und der Mittelachse des Stromwandlerkerns bei allen drei Stromwandlereinheiten 1, 2, 3. Je grösser a, desto näher können die Nominalleiter konstruktiv zusammengerückt werden, sofern die Abmassen der Kapselungen 140, 150, 160 und die Abmasse der Stromwandlerkerne jeweils gleich gross sind. Bei einem Kapselungsdurchmesser von 250 mm (was einem Aussendurchmesser eines Stromwandlerkerns von etwa 300 mm entspricht) beträgt die Exzentrizität a typischerweise von 5 mm bis 40 mm, beispielsweise 12,5 mm, 16 mm, oder 22 mm. Dabei sind die Achsen der Stromwandlerkerne und die Längsachsen der Nominalleiter bzw. der Kapselungen typischerweise parallel. Die Auslegung der Exzentrizität a ist abhängig von den Dimensionen der Anlage und von dem Mass an Spielraum für ein Zusammenrücken im Sinn eines Gegeneinanderschiebens der Nominalleiter, das durch die exzentrische Anordnung erzielt werden soll. [0031] Ausgehend von drei Stromwandlerkernen 1 0 , 20 , 30 mit einem Aussendurchmesser 2r, die konventionell zentrisch an ihren jeweiligen Nominalleitern montiert sind, und wobei die Stromwandlerkerne der jeweils benachbarten Nominalleiter an ihren radial äusseren Mantelflächen an den Aussendurchmessern aneinanderstossen, ergibt sich bei exzentrischer Montage des mittleren Kerns mit einer Exzentrizität a (in Normalenrichtung auf die gemeinsame Ebene der Nominalleiter) folgender Gewinn g:

[0032] Sind a und r in der gleichen Einheit angegeben, ist g der Betrag an Länge, um den jeweils die zwei äusseren Stromwandlerkerne näher an den inneren gerückt bzw. montiert werden können. Eine schematische Darstellung des Gewinns g zwischen zwei benachbarten Stromwandlerkernen 10, 20 in Abhängigkeit von a und r ist exemplarisch in der Fig. 7 dargestellt. Dabei zeigt die oberste Abbildung die zwei Wandler im konventionellen Ausgangszustand, die mittlere Abbildung die beiden Wandler nach exzentrischer Montage des linken Kerns um a nach unten (ein nur zu Anschauungszwecken dargestellter Zwischenzustand), und die unterste Abbildung die beiden Kerne, nachdem sie um den durch den Versatz a ermöglichten Gewinn g näher zueinander montiert wurden. Der Gewinn g ist bei derart exzentrischer Montage nur des mittleren von drei Stromwandlerkernen relativ gering . B ei einem Aussendurchmesser des Stromwandlers, nachfolgend auch Wandlerdurchmesser genannt, von zweimal dem Radius (2r) von 300 mm ergibt sich bei einer Exzentrizität a von 20 mm gemäss der obigen Formel ein Gewinn g von 2,7 mm, um den die äusseren Kerne näher an den mittleren montiert werden können. Ein deutlich höherer Gewinn ergibt sich jedoch zusätzlich durch die exzentrische Montage der beiden äusseren Stromwandlerkerne. Dabei kommt die Exzentrizität bei entsprechender Montage voll als Gewinn zugute, eine exzentrische Montage des äusseren Kerns um 20 mm erlaubt also allein ein Zusammenrücken um 20 mm des äusseren mit dem mittleren Stromwandlerkerns. Die genannten 2,7 mm addieren sich jeweils dazu.

[0033] In einem ersten Ausführungsbeispiel werden daher lediglich die zwei äusseren Stromwandlerkerne exzentrisch montiert, um Platz zu gewinnen. Soll darüber hinaus noch optimiert werden, so kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel durch zusätzliche exzentrische Montage des mittleren Stromwandlerkerns der deutlich geringere Gewinn durch diese Massnahme ausgenutzt werden.

[0034] Wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, sind die Stromwandlerkerne an den Kapselungen (140, 160) der zwei äusseren Nominalleiter (90, 110) mittels der Haltemittel (50, 70) zur Erzielung des maximalen Gewinns jeweils so exzentrisch angeordnet, dass sich der grösste Abstand zwischen Kapselung (140, 160) des Nominalleiters und der Innenseite des Stromwandlerkerns (10, 30) typischerweise in einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Hemisphäre der Kapselung befindet. Bevorzugt befinden sich diese grössten Abstände dabei im Wesentlichen auf einer gemeinsamen Geraden, wobei der maximale Gewinn erzielt wird.

[0035] Das erfindungsgemässe Verfahren bzw. die vorgeschlagenen Mittel sind auf Stromwandlerkerne aller Grössen anwendbar, nach entsprechender Anpassung etwa der Grösse der Halteelemente 50, 60, 70. [0036] Die Stromwandlerkerne 10, 20, 30 sind an den Kapselungen 140, 150, 160 in einem Ausführungsbeispiel mit Haltemitteln 50, 60, 70 befestigt, die ringförmige Elemente umfassen. Solch ein Element in Form einer Scheibe ist schematisch in Fig. 3 dargestellt. Die Scheibe weist typischerweise zwei oder mehr kreisringsegmentförmige Segmente 120, 130 auf. Vier Befestigungsgeometrien 80 in Form einer Durchgangsbohrung dienen zur Befestigung des Stromwandlerkerns mit durch die Segmente 120, 130 hindurchsteckbaren Schraubenbolzen. Die Befestigungsgeometrien 80 sind auf einem Kreis 83 angeordnet, dessen Kreismittelpunkt um die Exzentrizität a gegenüber dem geometrischen Mittelpunkt der ringförmigen Scheibe in Form der Haltemittelachse 51 versetzt angeordnet ist. Die Segmente 120, 130 sind typischerweise aus Kunststoff oder anderen unmagnetischen Materialien gefertigt, wie etwa Aluminium, seinen Legierungen oder unmagnetischen Stählen. In einem anderen Ausführungsbeispiel sind pro Stromwandlerkern zwei Haltemittel 50, 60, 70 vorgesehen, eines an jeder Seite (in Bezug auf die Richtung des Nominalleiters betrachtet).

[0037] Zur Montage werden die Segmente 120, 130 der Scheibe an der Kapselung positioniert, wobei der Innendurchmesser des Scheibenrings bzw. der Teilsegmente 120, 130 typischerweise in etwa dem Aussendurchmesser der Kapselung 140, 150, 160 entspricht. Die Segmente können dann mit zum Stand der Technik zählenden Massnahmen aneinander bzw. an der Kapselung befestigt werden. Das derart befestigte Halteelement 50, 60, 70 dient als Befestigungselement für den Stromwandlerkern, wobei etwa Schrauben durch die Bohrungen 80 gesteckt und in Gewinden des Stromwandlerkerns festgeschraubt werden. Auf diese Weise lässt sich eine stabile, um die Länge a exzentrische Montageposition des Stromwandlers an dem Nominalleiter bzw. dessen Kapselung erzielen. In anderen Ausführungsbeispielen werden die Stromwandler mittels anderer Mittel an der Kapselung befestigt bzw. fixiert. Entsprechende Mittel und Verfahren gehören zum Standardwissen des Fachmanns. [0038] Figur 3a zeigt eine Seitenansicht des ring- bzw. scheibenförmigen Haltelements 50, 60, 70 aus der Fig. 3.

[0039] In einem weiteren, in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Stromwandlerkerne 10, 20, 30 zusätzlich entlang der Längsachse ihrer jeweiligen Nominalleiter 90, 100, 110 um mindestens den Betrag ihrer Länge, in Richtung der Nominalleiter betrachtet, gegeneinander versetzt angeordnet. Auf diese Weise lässt sich bei sonst gleicher Dimensionierung wie in den vorigen Ausführungsbeispielen ein noch geringerer Abstand der Nominalleiter voneinander erzielen, da (in Richtung des Verlaufs der Nominalleiter betrachtet) ein Überlapp der äusseren Mantelflächen der Stromwandlerkerne möglich wird, wie in der Fig. 4 dargestellt. [0040] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform. Dabei sind drei parallel zueinander angeordnete Nominalleiter 90, 100, 110 in einem gemeinsamen gasgekapselten Gehäuse 200 angeordnet. Jeder Nominalleiter ist in einem Längsabschnitt radial von einem Stromwandlerkern 10, 20, 30 umfasst. Analog zu den vorigen Ausführungsbeispielen werden durch die exzentrische Anordnung der Stromwandlerkerne um die Leiter kleinere Abstände zwischen den Nominalleitern bei sonst gleichen Dimensionen der Stromwandlerkerne möglich. Dieses Ausführungsbeispiel kann auch mit dem in Fig. 4 gezeigten Beispiel kombiniert werden. Da sich in diesem Beispiel alle drei Stromwandler im Feld der drei Leiter befinden, die typischerweise unterschiedliche Phasen repräsentieren, müssen hier zusätzliche Massnahmen getroffen werden, um eine zuverlässige Funktion und Messung zu gewährleisten. Dazu gehört etwa die Anbringung von Blechen zwischen den Nominalleitern und den jeweiligen Stromwandlerkernen, wobei die Bleche auf dem Potential des gemeinsamen Gehäuses 200 liegen.

[0041] Die Stromwandlerkerne sind jeweils derart exzentrisch zu den Längsachsen der Nominalleiter 90, 100, 1 10 angeordnet, dass sich eine grösste Lücke zwischen Kapselung 140, 160 des Nominalleiters und der Innenmantelfläche 1 1 , 21 , 31 des ihm zugeordneten Stromwandlerkerns 10, 30 in einer von den beiden anderen Nominalleitern abgewandten Hemisphäre der Kapselung befindet

[0042] Fig. 6a zeigt den Vergleich zwischen einer konventionellen Stromwandler- Anordnung (oben) einer erfindungsgemässen Anordnung für eine dreiphasige Schaltanlage mit drei Stromwandlereinheiten, wobei die Stromwandlerkerne baugleich sind, so dass bei gegebenen Aussendurchmesser 12, 22, 32 der Stromwandlerkerne aufgrund der exzentrischen Anordnung der Stromwandlerkerne zu den Nominalleitern beziehungsweise zu den Kapselungen die Nominalleiter näher aufeinander zu angeordnet werden können (siehe Fig. 6b), weil der tatsächliche Abstand 82 geringer als der Referenzabstand 81 ist. Die drei Nominalleiter 90, 100, 1 10 mit ihren sich konzentrisch um sie herum erstreckenden Kapselungen 140, 150, 160 sind in regelmässigem Abstand 81 auf einer gemeinsamen Geraden 175 angeordnet. Die Gerade 175 erstreckt sich mathematisch normal zu den Längsachsen der Nominalleiter 90, 100, 110.

[0043] Alternativ dazu ermöglicht die exzentrische Anordnung der Stromwandlerkerne zu den Nominalleitern beziehungsweise zu den Kapselungen bei gleich bleibendem tatsächlichen Abstand der jeweils zwei benachbarten Nominalleiter entsprechend dem Referenzabstand 81 die Verwendung von Stromwandlerkernen 10, 20, 30 mit einem grösseren Stromwandlerkerndurchmesser, sprich Aussendurchmesser der Stromwandlerkerne, so wie dies in Fig. 6c schematisch gezeigt ist. Dies illustriert (mit überproportional dargestellten Relationen der Exzentrizität a zu den anderen Abmessungen und verkleinertem Durchmesser der Kapselung), wie mit den vorgeschlagenen Mitteln entweder bei gleicher Stromwandlerkerngrösse die Abmessungen der Anlage verringert, o der grössere Stromwandlerkerne in der gleichen Schaltanlage eingesetzt werden können. BEZUGSZEICHENLISTE

1, 2, 3 Stromwandlereinheit

10, 20, 30 Wandlerkern

11, 21, 31 Innenmantelfiäche des Stromwandlerkerns

12, 22, 32 Aussendurchmesser des Stromwandlerkerns

15, 25, 35 Mittelachse des Stromwandlerkerns

50, 60, 70 Haltemittel

51, 61, 71 Haltemittelachse

80 Befestigungsgeometrie des Haltemittels

81 Referenzabstand

82 tatsächlicher Abstand

83 Kreis

84 Kreismittelpunkt

90, 100, 1 10 Nominalleiter

91, 101, 111 Nominalleiterdurchmesser

92, 102, 112 Längsachse des Nominalleiters

120, 130 Segment des Haltemittels

140, 150, 160 Kapselung

141, 151, 161 Kapselungsdurchmesser

170 Ebene

175 Gerade

200 Gehäuse

a Versatz Mittelachse - Längsachse g Gewinn