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Patent Searching and Data


Title:
CUSHION AND METHOD FOR USING SAME, CHAIR COMPRISING A CUSHION OF THIS TYPE AND COMPUTER PROGRAM PRODUCT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/006564
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for using a cushion, in particular for a chair, said cushion having a first cushion element (6) that can be moved with an associated degree of freedom. In said method, a sensor (98a, 98b, 98c, 98d) integrated into the cushion is used to sense the position or the change in position relative to at least one first cushion element (6), with respect to at least one degree of freedom associated with said element. The sensor (98a, 38b, 98c, 98d) is coupled to an interface (93) for the wireless output of measured values. The sensor (98a, 98b, 98c, 98d) senses measured values and sends at least some of the measured values over the interface (93) to a device (70, 80) outside the cushion, said device (70, 80) receiving and evaluating the measured values and emitting an output signal.

Inventors:
REINHARD, Andreas (Rebmattli 9a, 6340 Baar, 6340, CH)
Application Number:
CH2018/000029
Publication Date:
January 10, 2019
Filing Date:
July 04, 2018
Export Citation:
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Assignee:
III SOLUTIONS GMBH (Rebmattli 9a, 6340 Baar, 6340, CH)
International Classes:
A47C27/08; A47C3/025; A47C4/54; A47C7/02; A47C7/14; A47C7/72; A47C9/00; A47C31/00
Domestic Patent References:
WO2016067217A12016-05-06
WO2016067217A12016-05-06
WO2016067219A12016-05-06
Foreign References:
US20110269601A12011-11-03
US7931334B12011-04-26
DE19750441A11999-06-10
US20160242562A12016-08-25
Attorney, Agent or Firm:
R.A. EGLI & CO, PATENTANWÄLTE (Baarerstrasse 14, 6300 Zug, 6300, CH)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zum Nutzen eines Kissens, insbesondere für einen

Stuhl (1,200,201) , bevorzugt für einen Büro-, Arbeits- oder Freizeitstuhl , wobei das Kissen ein Kissenelement (6) um- fasst, das mit zumindest einem dem Kissenelement ( 6 ) zugeordneten Freiheitsgrad beweglich ist» und zumindest einen in dem Kissen eingebauten Sensor (98a, 98b, 98c , 98d) zum Erfassen der Lage ode der Lageänderung zu zumindest dem Kissenelement {6) bezüglich zumindest einem diesem zugeordneten Freiheitsgrad aufweist, wobei der Sensor (98a, 98b, 98c, 98d) mit einer Schnittstelle zum drahtlosen Ausgeben von Mess erten gekoppelt ist, wobei in dem. Verfahren der zumindest eine Sensor (98a, 98b , 98c, 98d) Messwerte erfasst und über die Schnittstelle (93 ) wenigstens ei en Teil der erfassten Messwerte an eine Vorrichtung {70, 80) ausserhalb des Kissens aussendet, die Vorrichtung (70, 80) die Messwerte: empfängt und auswertet und ein Ausgabe signal ausgibt .

Verfahren nach Anspruch 1, das bei einem Kissen eingesetzt wird, welche auf einen Stuhl ί 200 , 201) aufgelegt oder in diesen integriert ist, der zumindest eine Einri htung (23 ,

55) zum Einstellen aufweist, mit der z zumindest einem der Kissenelemente und zu zumindest einem der- diesem zugeordneten Freiheitsgrade einstellbar ist , in welchem Ausmass eine Bewegung überhaupt erzielbar ist oder mit welcher Kraftbeaufschlagung eine bestimmte Bewegung erzielbar ist , wobei das Ausgabesignal eine .Anweisung zum Betätigen einer Einrichtung (23 , 55 ) aus der zumindest einen Einrichtung zum Einstellen gibt.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem als Ausgabesignal ein Steuersignal ausgegeben wird,

Verf hren nach Anspruch 3 , bei dem die Vorrichtung ausserhalb des Kissens eine Datenverarbeitungseinrichtung, insbesondere Rechner (80) » Smartphone (70) , Tabletcomputer, ist oder utnfasst, die eine Ausgabeeinrichtung aufweist, wobei das Steuersignal die Ausgabeeinrichtung ansteuert.

Verfahren nach Anspruch 4, bei dem der Sensor (98a, 98b, 98c , 98d} fortlaufend Messwerte erfasst, diese for laufend an die Catenverarbeitungseinrichtung (70, 80) ausgesendet und diese fortlaufend von dieser empfangen werden und eine auf der Ausgabeeinrichtung gemachte Ausgabe in Abhängigkeit von den Messwerten zeitlich variiert .

Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, bei dem das Steuersignal zur Kontrolle einer Benutzereingabe für ein Programm, insbesondere zur Steuerung eines Cursors und/oder als Eingabesignal für eine Anwendung , ein Spiel oder dergleichen verwendet wird .

Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche , bei dem das Ausgäbesigna1 ein durch einen Menschen erfassbares optisches, akustisches oder haptisch wirkendes Ausgangssigr.al ist oder umfasst .

Verfahren nach einem der -vorangehenden Ansprüche, bei dem die Vorrichtung ausserhalb des Kissens Ausgaben macht, mit denen eine auf dem Kissenelement sitzende oder s ehende Person zu Bewegungen auf dem Kissen, insbesondere vorbestimmtsn Bewegungen, veranlasst wird.

Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, das bei einem Stuhl eingesetzt wird, bei dem das zumindest eine Kissen auf eine Sitzauflage aufgelegt oder in eine solche integriert ist, die taumelfähig gelagert ist und wobei zumindest zwei Sensoren (98a, 98b, 98c, 38d) die Lage oder Lageänderung zweier unterschiedlicher Bereiche de Sitzauflage erfassen und entsprechende Messwerte an die Vorrichtung (70, 80) senden.

10. Verfahren nach Anspruch 9, das bei einem Stuhl (200, 201) eingesetz wird, bei dem das Kissen ein pneumatisches Taumelkissen (41) tnfasst, das eine Mehrzahl von miteinander verbundenen deformierbaren Luftkammern (44) aufweist und auf einem elastisch deformierbaren Hohlkörper (40) aufliegt , de bei jedem Sich-Niederse zen auf das Kissen als Pumpe zum Aufpumpen der Luftkammern (44 } bewirkt und sich bei jedem Aufstehen vom Kissen infolge seiner elastischen Expansion e neut mit Lu t füllt .

Kissen, insbesondere für einen Stuhl (200, 201 } , bevorzugt einen Büro- , Arbeits - oder Freizeitstuh , mit zumindest einem Ki3se ε1ement (6) und ei em in das Kissen (6) eingebauen Sensor ( 98a, 98b, 98c, 98d) zum Erfassen der Lage oder der Lageänderung zu dem Kissenelement (6) bezüglich zumindest einem diesem zugeordneten Freiheitsgrad, wobei der Sensor mit eine Schnittstelle (93) zum drah losen Ausgeben von Messwerten gekoppelt is .

Kissen nach Anspruch 11, welches ausgelegt ist, bei Beaufschlagung des Kissene1emer.ts (6) mit einem Gewicht über den vollständigen Bereich von mindestens 40 bis 100 kg für das Gewicht und vorzugsweise von 30 bis 120 kg für das Gewicht Messwerte zu erfassen und drahtlos auszugeben.

Kissen nach Anspruch 11 oder 12, bei dem ein Lagesensor oder LageVeränderungen erfassender Sensor (98a, 93b, 98c , 98d) i einem beweglichen Kisseneiement { 6 ) angeordnet ist und bei dem d ssen Messwerte durch eine ausserhalb des beweglichen Kissenelements (6) angeordnete Einrich ng beeinflusst wird .

Kissen nach einem der Ansprüche 11 bis 13 , bei dem ein Lagesensor oder Lageveränderungen erfassender Sensor ί 98a , 93b, 98c , 98d) ausserhalb eines bewegl chen Kissenelements ( 6 } angeordnet ist und bei dem dessen Messwerte durch ei e in oder an dem beweglichen Kissenelement (6) angeordnete Einrichtung (99a, 99b, 93c, 99d) beeinflusst wird. Stuhl (200 , 201) , insbesondere Büro- , Arbeits - oder Frei- zeitstuhl, mit einem Kissen nach einem der Ansprüche 11 bis 14.

Computerprogrammprodukt mit einem Prograramcode , der bei seinem Ablaufen auf einer Vorrichtung (70, 80) bewirkt , dass von einem Sensor { 98a, 98b, 98c , 98d) eines Kissens mit den

Merkmalen nach einem der Ansprüche 11 bis 13 Messwerte empfangen werden und ein von den Messwerten abhängiges AusgabeSignal abgegeben werden.

Description:
I

Kiesen und Verfahren zum Nutzen eines solchen, Stuhl mit einem solchen Riesen sowie ComputerprograaantproduJt

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Nutzen eines Kissens , insbesondere für einen Stuhl , bevorzugt einen Büro - , Arbeits- oder Freizeitstuhl , sowie ein solches Kissen, einen Stuhl mit einem solchen Kissen und ein Computerprogrammprodukt. Das Kissen weist ein Kissenelement auf , welches mit zumindest einem dem Kissenelement zugeordneten Freiheitsgrad beweglich is . Die Beweglichkeit soll insbesondere als dauerhafte Beweglichkeit während de Nutzung des Kissens , also wenn eine Person auf ihm sitzt oder steht , gegeben sein . Dies kann implizieren, dass die Beweglichkeit dergestalt ist, dass für eine längere Dauer der Benutzung des Kissens Bewegungen in eine weitere Richtung als der ursprünglich eingeschlagenen erfolgen, sodass insbesondere auf die Dauer eine Rückkehr oder' Nahezu-Rückkehr in den Ursprungszustand erfolgen kan . Die Beweglichkeit soll vorzugsweise derart kleine Bewegungen zulassen, dass sie durch eine normale , auf dem Kissen sitzende oder stehende Person nicht bewusst verspürbar ist , sondern unterschwellig bemerkt wird. Kissen, die solche unterschwelligen Bewegungen bewirken, werden insbesondere bei der Verwendung in Stühlen auch als phoronomische Kissen bezeichnet. Ein erstes Stuhlelement , auf das das Kissenelement aufgelegt oder in das das Kissenelement integriert sein kann, kann ein beliebiges

Bauteil des Stuhles sein, Vorzugsweise handelt es sich jedoch um ein entweder im Rücken oder auf, an oder in der Sitzfläche des Stuhls angeordnetes ' erstes Stuhlelement. Die unterschwellig ange- regten Bewegungen können auf diese Weise die Rücken- und Lenden- muskulatur der auf dem Stuhl sitzenden Person stärken und dauerhaft trainieren . Stand der Technik

Ein Stuhlelement mit einer taumelfähigen Sitzauflage ist beispielsweise aus der WO 2016/067217 AI der vorliegende Anmelderin III SOLUTIONS GMBH, Rebmatt Ii 9a, 6340 Baar , Schweiz , bekannt . De darin beschriebene Büro- , Arbeits- und Freizeitstuhl umfasst unter der Sitzauflage ein Kissen mit einer Mehrzahl von deformieren (ver- formbaren) Luf kammern (zum Beispiel vier Luftkammern) , wobei die Mehrzahl von deformierbaren Luftkammern miteinander verbunden ist und auf einem elastisch defcrmierbaren (verformbaren} Hohlkörper aufliegt . Bei jedem Sich-Niedersetzen auf den Stuhl dient dieser Hohlkörper als Pumpe zum Aufpumpen der Luf kammer . Bei j edem Auf - stehen vom Stuhl füllt sich der Hohlkörper infolge seiner elastischen Expansion erneut mit Luf . Bei Gewichtsverlagerung der Person auf dem S uhl taumelt die Sitzaufläge unmerklich, son mach eine Gegenbewegung , die Sitzauflage taumelt wieder zurück , etc .

Auch die WO 2016/067219 AI derselben vorliegenden Anmelderin beschreibt einen Büro- , Arbei s- und Freizeitstuhl mit taum r Sitzauflage . Die Sitzauflage ruht über eine Deckplatte auf mehreren Federelementen, die in Richtung gegen den Randbereich der Boden- platte der Sitzauflage hin verschiebbar gelagert sind. Bei Verlagerung des Gewichts auf der Si zauflage bewegen sich die Federelemente hin und her ,

Den beiden Stühlen gemein ist es » dass es für eine bestimmte Person optimale Einstellungen gibt , bei denen die Körpermuskulatur am bes- ten trainiert wird. Diese Einstellungen sind nicht ganz leicht zu 2n. Die WO 2016/067217 AI schlägt vor, den Stuhl mit einer sogenannten Garage zu versehen, in die ein Smartphone einschiebbar is . Derartige Smartphones verfügen über Sensoren. Diese Sensoren können erfassen, wie sich die Garage durch die Taumelbewegung der Si zauflage bewegt . Zunächst wird ei e Serie von Messwerten aufgenommen . Hernach werden die Messwerte mittels einer App (Anwendung! auf dem Smartphone analysiert . ·

Nachteilig hieran ist es, dass unterschiedliche Smartphones auf unterschiedliche Weise in der Garage sitzen, sodass die Auswertung möglicherweise nicht ganz eindeutig ist oder für jedes Modell eines

Smartphones eine gesonderte Variante der App geschrieben werden muss, Auch wäre es wünschenswert , wenn der Nutzer (die auf dem Stuhl sitzende Person) schneller über die Messdaten verfügen würde. K rzzusacme^fassung der Erfindung

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Nutzen eines Kissens, insbesondere für einen Büro-, Arbeits - ode Freizeitstuhl , welches ein Kissenelement umfasst , das mit zumindest einem zugeordnetem Freiheitsgrad beweglich ist, derart zu verbessern, dass es der Person erleichtert ist» die optimalen Einstellungen für einen Stuhl mit einem solche Kissen zu finden und/oder sonstwie aktiv das Trainingsverf hren zu unterstützen und/oder wei ere Nutzungsmöglichkeiten für ein solches Kissen bereitzustellen . Zur Aufgabe gehört auch das Bereitstellen eines ent- sprechenden Kissens und Stuhls und eines entsprechenden Computer - programmprcdukts mit einem Programir.code .

Die A fgabe wird du ch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Patentanspruch 1 gelöst , durch ein Kissen mit den Merkmalen nach Patentanspruch 11, einen Stuhl mit den Merkmalen nach Patentan- spruch 15 und durch ein Compu erprog ammprodukt mit den Merkmalen nach Patentanspruch 16.

Bei dem Verfahren wird zumindest ein in das Kissen, eingebauter Sensor zum Erfassen der Lage oder der Lageänderung zu zumindest einem Kissenelemen bezüglich zumindest einem diesen zugeordnete Freiheitsgrad genutzt, wobei der Sensor mit einer Schnittstelle zum drahtlosen Ausgeben von Messwerten gekoppelt ist . In dem Verf hren erfasst der zumindes eine Sensor Messwerte und sendet über die Schnittstelle wenigstens einen Teil der erfassten Messwerte an eine Vorrichtung ausse halb des Kissenelements aus , wobei die Vorrich- tung die Messwerte empfängt und auswertet und ein Ausgabesignal ausgibt .

Dadurch, dass das Kissen, einen eingebauten Sensor aufweist, kann selbiges eine definierte Lage beispielsweise gegenüber den anderen Komponenten und Elementen, eines Stuhles aufweisen » auf den das

Kissen -legt oder in den das Kissen integriert ist. So kann die

Lage und auch eine Lageänderuag des Kissenelements besonders präzise erfasst werden, Die gewonnenen Messwerte können auch unmit- telbar zur Verfügung gestellt werden, was eine schnelle Auswertung der Messwerte innerhalb der bzw. durch die Vorrichtung ermöglicht , die sich ausserhalb des Kissens befindet. Das Ausgäbesigna1 kann de auf dem Kissen sitzenden oder stehenden Person eine entsprechende Rückmeldung geben.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wi d selbiges bei einem Stuhl eingesetzt, auf den das Kissen aufgelegt is , der zumindest eine Einrichtung zum Einstellen aufweist, mit der zu zumindest einem der ersten Stuhlelemente und zu zumindest einem der diesem zugeordneten Freiheitsgrade einstellbar ist, in welchem Ausmass eine Bewegung überhaupt erzielbar ist oder mit welcher Kraftbeaufschlagung eine bestimmte Bewegung e rr>- r. ^ r ist . Das AusgabeSignal gibt entsprechend eine Anweisung zum Betätigen einer Einricht ng aus der zumindest einen Einrichtung zum Einstellen, Mi anderen Worten werden die Messwerte genutzt , um die Einstellung eines Stuhls mit einem solchen Kissenelement bezüglich zumindest eines de ersten Stuhlelemente zu korrigieren, wenn nicht sogar zu perfektionieren,

Bei ei er weiteren vorteilhaf en Ausführungsfcrm des erfindungsgemässen Verfahrens wird als Ausgabesi gr.al ein, Steuersignal ausgege - ben. Mit anderen Worten wird nicht nur eine Information wiedergegeben, sondern die Vorrichtung ' bewirkt sogleich den nächsten Schritt .

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Vorrichtung ausserhalb des Kissens (oder umfasst zumindest) eine Da- tenverarbeitungseinricht ng, insbesondere einen Rechner, ein Smartphone , ein Tabletcomputer . Die Datenverarbeitungseinrichtung weist eine Ausgabeeinrichtung auf , und das gegebenenfalls vorhandene Steuersignal steuert ebendiese . {Auch bei Ausführungsformen, bei denen kein Steuersignal ausgegeben wird, kann die Vorrichtung die genannten Eigenschaften als Datenverarbeitungseinrichtung - Rechner, Smartphone » Tabietcomputer oder dergleichen - aufweisen . )

Bei der Ausf hrungsform mit Datenverarbe ir.ungsei rich.tung ausserhalb de3 Kissens ist zur vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen, dass der Sensor fortlaufend Messwerte erfasst, diese über die Schnittstelle fortlaufend . an die Datenverarbeitungseir.richt.ung ausgesendet und diese fortlaufend von dieser empfangen werden und eine auf der Ausgabeeinrichtung gemachte Ausgabe in Abhängigkeit von den Messwerten zeitlich variiert . So kann beispielsweise eine optische Anzeige auf einem Bildschirm als Ausgabeeinrichtung un- mittelbar die Bewegung des Kissenelements wiedergeben. Im Bei- spielsfall eines ersten Stuhleleraents mit einem Kissenelement , das mit zwei Freiheitsgraden gemäss einer Taumelbewegung beweglich ist, kann eine entsprechende zweidimensionale Darstellung auf einem Bildschirm gegeben werde . So kann etwa ein Pfeil auf den Bildschirm oder auch der Cursor durch Bewegung der au dem. Stuhl si zenden Person hinsichtlich der Sitzauflage gesteuert werden . A f diese Weise gibt es für die auf dem Stuhl sitzende Person einen besonderen Anreiz , sich auf gewisse Weise auf dem S hl z bewege . (Die Bewegungen sind dann nicht mehr unterschwellig , sonde n bewuss . } Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsfora wird das Steuersignal zur Kontrol le einer Benutzereingabe für ein Programm, insbesondere zur Steuerung eines Cursors und/oder als Eingabesignal für eine Anwendung, ei Spiel oder dergleichen verwende . Durch die Körperbewegungen einer auf dein Kisse element sitzenden oder ste- banden Person können somit direkt Programmeingaben veranlasst werde . Beispielsweise kann so der Ava ar eines Spielers in einem Computerspiel gesteuert werden, was interessante und unterhaltsame neue Eingabemögiichkeiten schafft .

Das durch den Sensor erfasste Bewegungsmuster hat sich ferner als hochgradig individuell herausgestellt . Somit kann dieses Bewegungs- muster auch im Sinne eines digitalen „Fingerabdrucks" genutzt werden, um einen Benutzer des Sitzkissens zu identifizieren. Eine solche Ide t i f ikat ion kann bereits nach einer Aufnahme des Bewegungsmusters für etwa 10 Sekunden bis 20 Sekunden erfolgen. Dieser Fingerabdruck kann sowohl für einen auf dem Kissenelement sitzenden als auch für einen darauf stehenden Benutzer erfasst und verifiziert werden. Dies kann beispielsweise genutzt werden, um für einen identifizierten Benutzer spezifische Sitzeinstellungen. zu emp ehlen, wodurch eine ' wiederholte Optimierung der Sitzeinstellung an- hand des Be egungsmusters entfallen kann.

Das Ausgäbesigna1 kann generell ein durch einen Menschen erfassbares optisches, akustisches oder haptisch erfassbares Ausgabesignal sein oder zumindest umfassen, Durch die Rückmeldung an den Nutzer des Kissens kann dieser intuitiv ein Programm des Sitzens auf dem Kissen mit variabler Sitzposition durchlaufen.

Bei einer vorteilhaften Ausführunga£orm des e findun sgemässen Verfahrens ist vorgesehen, däss die Vorrichtung ausserhalb des Kissens Ausgaben macht , mit denen eine auf dem Kissen sitzende oder stehende Person zu Bewegungen auf dem Kissen veranlasst wird, wobei es sich vorzugsweise um vorbestimmte Bewegungen handelt. Hier geht die Vorrichtung also voran, und in der Abfolge kommen erst dann die von dem Sensor in dem Stuhl bzw. der zugehörigen Schnittstelle ausgesandten Messwerte.

Das e findungsgemässe Verfahren wird vorzugsweise bei einem solchen Stuhl mit einem ' Kissen der beschriebenen Art eingesetzt, bei dem das zumindest eine erste Stuhlelement eine Sitzauflage umfasst , die taumei fähig gelagert ist » wobei zumindest zwei Sensoren die Lage oder Lageänderung weier unterschiedlicher Bereiche der Sitzauflage erfassen und en sprechende Messwerte an die Vorrichtung senden . Die beiden Sensoren tragen der Tatsache Rechnung , dass es zwei Frei - hei sgrade gibt. Bei taumeifähiger Sitzauflage werden insbesondere die Muskel im Lendenbereich gestärkt .

Bei einer zweiten Variante ' ist vorgesehen, dass das Verfahren bei einem Kissen auf oder in einem Stuhl nach den Merkmalen gemäss der WO 2016/067217 AI eingesetzt wird: Bei dem Stuhl ist das Kissen auf einem pneumatischen Taumelkissen gelagert , welches ei e Mehrz hl von miteinander verbundenen deformierbaren (also verformbaren} Luftkammerri aufweist und auf einem elastisch deformierbaren (also ebenfalls verformbaren} Hohlkörper aufliegt , der bei jedem Sich- Niedersetzen auf das Kissen als Pumpe zum Auf umpen der Luf kämme n irkt und sich bei jedem Aufstehen vom Kissen in Folge seiner elastischen Expansion erneut mit Luft füllt. Weiter vorzugsweise ist hierzu noc ein Pumpschlauch mit Einwegventil vom Hohlkörper in mindestens eine der Luf tkämmern vorgesehen , zurr. Nachpumpen von allfälligen Leckageverlusten. Ver indungsschläuche zwischen den Luftkämmem sind mit Ven i len ausgestatte , welche mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch dosiert zu öff en oder z schliessen sind, sodass der Taumelweg der Sitzplatte sowie die Dämpf ng der Taumelbewegung auch hier variierbar sind.

Das erfmdungsgemäße Kissen umfasst ein Kissenelement , welches mit zumindest einem dem Kissenelement zugeordneten Freiheitsgrad beweglich ist, und weist zumindest einen in das Kissen (in der Regel fest} eingebauten Sensor zum Erfassen der Lage oder der Lagear.de- rung zu dem Kissenelement bezüglich zumindest einem diesem zugeordneten Freiheitsgrad auf , und der Sensor ist mi einer Schnittstelle zum drah losen Ausgeben oder Aussende von Messwerten gekoppelt .

Vorzugsweise ist das Kissen sc ausgelegt , dass es bei Beaufschla- gutig des Ki3seneiements mit einem Gewicht über den vollständige Bereich von mindestens 40 bis 100 kg für das Gewicht und vorzugsweise von 30 bis 120 kg für das Gewicht Messwerte erf sst und drah los ausgibt . Der Grund hierfür bes eht dari , dass das Kissen sowohl für eine Verwendung als Sitzkissen dienen können soll , als auch einsetzbar sein soll , wenn der Nutzer auf dem Kissen steht . Letzteres ist dann si nvoll , wenn der Nutzer vor einem Stehpult: steht , auf dem sich sein Rechner b fi det . Beim Stehen auf dem Kissen wird d s Kissen mi dem Gesamtgewicht des Nutzers beaufschlagt (beispielsweise 80 kg) , beim Sitzen mit nur etwa der Hälfte (dann also 40 kg) , Um dies zu gewährleisten, muss das Kissenelement geeignet stabil sein und insbesondere so ausgelegt sein, dass der Freiheitsgrad für die Bewegung im gesamten Gewichtsbereich gegeben ist . Der Sensor muss dazu passend zur Bewegung gemäß dem Freiheitsgrad bei allen möglichen Gewichten a s dem Gewichtsbereich ausge legt sein, Messwerte zu erfassen. In einer ersten Varia e des erfindungsgemäßen Kissens ist ein Lagesensor oder LageVeränderungen erfassender Sensor in einem ' beweglichen Element angeordnet. Die Mesawerte dea Sensors werden durch eine ausserhalb des beweglichen Elements angeordnete Einrieb- tung beeinfluss . So kann der Sensor ein Kail -Sensor sein , de auf ein Magnetfeld eines Permanentmagneten ausserhalb des beweglichen Elements ansprich .

Umgekehrt kann bei einer anderen Variante ein Lagesensor oder ein Lageveränderungen erfassender Sensor eines beweglichen Elements an- geordnet sein. Dessen Messwerte werden durch eine in oder an dem beweglichen Element angeordnete Einrichtung beeinflusst. Mit anderen Worten kann auch hier das Prinzip des Zusammenwirkens von Magnet und Hall-Sensor vorgesehen sein, nur mit Umkehr in den Lagen von Permanentmagneten (an beweglichen Elemen en) und Hall -Sensor (aus- serhalb des beweglichen Elements) .

Der erfindungsgemäße Stuhl weist ein Kissen der beschriebenen Art auf . Dieses kann auf den Stuhl aufgelegt sein oder fest in dem Stuhl integriert sein.

Das erf ir.dungsgemässe Conputer rogramm roduk umfasst einen Prc- grammcode » und es bewirkt {beziehungsweise der Programmcode bewirkt) bei seinem Ablaufen auf einer Vorrichtung, dass von einem Sensor eines Kissens mit den Merkmalen des erfindungsgemässeri Kissens Messwerte empfangen und ein von den Messwerten abhängiges Ausgabesignal abgegeben werden. Kurzbeachreibung der Zeichnung

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben » in der

Fig. 1 einen Stuhl zeigt, wie er gemäss der Erfindung mit einem Kisseneiement und einem ausserhalb des Stuhls befindlichen Smart - phone und/oder einem ausserhalb des Stuhls bef indl icher. Personalcomputer (PC) zusammenwirken kann; Fig. 2 den erfindungsgemässen Stuhl gemäss einer zweiten Aus - führungsform in. einer Explosionszei chnung veranschaulicht;

Fig. 3 einen Schlauchring als Taumelkissen mit. vier Luftkammem zeigt , die jeweils mit einer benachbarten Luftkammer über einen Schlauch verbunden sind;

Fig. 4 ein Kulissen- bzw. Schablonenventil zum dosierten Öffnen und Schiiessen der Verbi dungsschläuche zwischen den Luftkämme n zeigt

Fig . 5 vier Einzelkisse als Taumelkissen zeigt , die mit Ver- bindungsschläuchen verbunden sind, als Alternative zum Sehl auchring aus Fig . 11 ,·

Fig« 6 den Stuhl aus Fig. .2 mit insbesondere vier Einzelkissen in unten offenem Zustand von vorne gesehen zeig ,·

Fig . 7 die in dem erfindungsgemässen Stuhl in einer bevorzugten Ausführungsforra verwendete Messanordnung aus Hall-Sensor und Permanentmagnet zeigt ;

Fig . 8 ein Flussschaubild zur Erläuterung einer Ausführungsforw. des erfindungsgemässen Verfahrens ist; und

Fig . 9 eine zweidimensionale Darstellung von mithilfe eines er- f indungsgemässen Stuhls gewonnenen Messwerte ist, wie sie auf einem

Bildschirm gegeben werden kann,

Be■chr·ibung bevorzugter Auaführungsformen, der Erfindung

Ein im ganzen mit 1 bezeichneter Büro- , Arbeits- und Freizeitstuhl , der unterschwellige Bewegungen der sitzenden Person bewirkt, ist in perspektivischer Darstellung in Pig. 1 dargestell . Unten erkennt man eine Gasfeder-Stütze 2 , die hier zentral angeordnet is , aber auch seitlich verschoben angeordnet sein kann, z . B . ganz hinten, wobei sich die Gasfeder-Stütze 2 auf einem Fusskreuz abstützt , das vorliegend von einem Mittelpunkt her wegführende Beine aufweist, im Beispiel aus Fig. 1 fünf Beine 3a. An jedem Bein 3a ist eine freigelenkte Rolle 4 montiert . Oben auf der Gasfeder- Stütze 2 i st. eine Interface -Platte 5 als Trägerplatte zu sehen, a f welcher sämtliche Komponenten für die Taunielfähigkeit der Sit zf lache aufgebaut sind. Unter dieser Interface Platte kann auch eine Stuhl -Mechanik angeordne sein, damit die Interface- latte 5 auf dieser Stuhl -Mechanik vor- und rückwärts auf der Gas feder-Stütze frei verschiebbar ist . Auf der Interface- Platte 5 befindet sich die eigentliche Sitzauflage bzw. das Kissenelement 6. Der Stuhl verfügt des Weiteren über eine Rückenlehne 7 und Armlehnen 8 z beiden Seiten der Sitzauflage 6. Die nachfolgend beschr ebenen Ausf h- rungs fernen weisen gleich zwei Freiheitsgrade einer Bewegung auf, nämlich vorliegend für die Sitzauflage 6 , was in Fig . 1 durch die beiden Pfeile PI und P2 angegeben ist.

In dem Stuhl gemäss Fig . 1 be inden sich (in Fig. 1 nicht gezeigte und nachfolgend erläuterte) Sensoren zurr. Erfassen einer Lage oder Lageänderung dar Sitzauflage 6 , insbesondere gemäss der Bewegung , wie sie durch die Pfeile PI und P2 angegeben ist. Diese Sensoren sind i der Lage , drahtlos Messwer e ausserhalb des Stuhls 1 zu übertragen, beispielsweise .über eine Bluetooth ® -Schnittstelle an ein Smartphone 70 mit einer entsprechenden Bi e oc h r' -Schnittstelle 71 , ode an einen Personalcomputer (PC) 80 mit einer en sprechenden Bluetooth 1 -Schnittsteile 81, Die Bluetooth" -Signale sind in Fig. 1 durch die Bezugszahl 30 bezeichnet.

Während die Erfindung im Folgenden im Wesentlichen anhand eines

Stuhls mit einem Kissen erläutert wird, ' kann das Kissen auch als eigenständige Komponente Anwendung finden und auch a f andere Sitzflächen aufgelegt oder in diese integriert werden . Es ist ferner auch möglich, dass das Kissen als Unterlage für einen stehenden Benutzer genutzt wird. Dessen Bewegungen können dann auf die gleiche Weise erfasst u d verarbeitet werden. In diesem Fall ist zu berücksichtigen, dass das Kissen die notwendige mechanische Stabilität aufweisen rnuss, um eine stehende Person in der üblichen Gewichtsspanne eines Erwachsenen zu tragen. Bei der Verwendung in einem Stuhl kann das Kissen als ganzes die Sitzauflage bilden, auf diese aufgelegt sein oder lediglich einen Teil der Sitzauflage ausbilden . Im Folgenden ist die genannte Sitzauflage 6 als Kissen Ii im Sinne der Erfindung zu verstehen, oder umfasst ein solches Kissen.

Eine Ausführungsform, die nachfolgend unter Bezug auf die Figuren 2 bis 6 beschrieben wird, ist aus der WO 2016/067219 AI bekannt , hier allerdings ohne MessVorrichtung für die Taumel ähigkei , wob i diese Druckschri durch Bezugnahme in die vorl iegende Anmeldung aufgenommen wird.

Bei dieser Ausführungsform umfasst der Stuhl einen Hohlkörper 40 und auf dem Hohlkörper einem Schlauchring 41. Die ganze Konstruk- t on aus Interface - Platte 5 » Hohlkörper 40 und Schlauchring 41 wird am s uhl zusammen vo einer Schürze 46 kaschiert , die in zusammengebautem Zustand des Stuhls bis ein Stückweit übe r die Interf ce- Platte 5 hinunterrag , sodass die gesamte Kons ruktion für die Taumelfähigkeit der Sitzplatte der Sitzauflage 6 verdeckt wird, selbst bei einer maximalen Taumel -Neigung der Si zauflage 6.

Der Hohlkörper 40 weist eine balgartige Verbindung 43 zu seiner kegelförmigen Oberseite 53 auf , wobei dieser Kegel 53 mit viel grösserem Winkel an seiner Spitze gebildet sein kann als hier gezeigt. Die Höhe de3 Kegels soll zwischen 0,5 und 4 cm, z . B . etwa 1 cm bis 3 cm. Die Kegelform ist nicht zwingend, der Hohlkörper 40 kann sogar ganz eben ausgeführt sein. Der Hohlkörper 40 ist mit einem Einwegventil 42a ausgerüstet , sodass er von der Umgebung Luft einsaugen kann . Sin weiteres, in umgekehrter Richtung wirkendes Einwegventil führt übe einen Schlauch 49 in den oberhalb des Hohl - körpers liegender.. Schlauchring 41. Ausserdem ist der Hohlkörper 40 mit einem Überdruckventil 42b ausgestattet. Jedes Mal, wenn sich eine Person auf den Stuhl setzt , wird d e kegelförmige Oberseite des Hohlkörpers 40 axial gegen dessen Bodenplatte 52 hin gedrückt, unter elastischem Zusammenfalten der balgartigen Verbindung 43, bis die kegelförmige Oberseite 53 mit ihrem Rand auf der Bodenpla e 52 aufliegt . Dabei wirkt dieser Hohlkörper 40 als Pumpe : Er pumpt Luft durch den Verbindungsschlauch 49 und i den Schlauchring 41, weil sich sein Volumen reduziert . Wenn sich eine Person vom Stuhl erhebt , drückt die balgartige Verbindung 43 , die elastisch ist und als Feder wirkt , die kegelförmige Oberseite des Hohlkörpers 40 wieder nach aufwärts zurück n ihre Ausgangsposition u d hebt hierbei alle auf ihr aufliegenden Elemente, Wegen der Expansion des Hohlkörpervolumens und des sich dadurch i seinem Inneren bildenden Unterdrücke strömt L f durch das Einlassventil 42a in sein Inne- res, sodass der Hohlkörper 40 für die nächste Pumpbewegung gefüllt wird. Das Überdruckven il 42b im Hohlkörper 40 regelt den Druck auf ei en Maximalwert ab .

Auf die kegelförmige Oberseite 53 kommen ein oder mehrere Luftkissen zu liegen, welche ein Taumelkissen mi mindestens einer Luft - kämmer 44 bilden. Im gezeigten Beispiel wird das Taumelkissen von dem ringförmigen Schlauchring 41 gebildet, ähnlich einem aufblasbaren Schwimmring oder Reifenschlauch. Der Schiauchring 41 weist vier Trennwände 45 auf, wel he ihn in vier Luftkämmern 44 unte teilen . Bei ausgeprägter Kegelform des Hohlkörpers 40 wird der Schlauchring 41 auf dem Kegel zentriert und gehalten . Jeweils zwei benachbarte Luftkammer 44 sind über Schlauchverbindungen 48 miteinander verbunden . Auf dem Schlauchring 41 sitzt die eigen liche Sitzplatte 47 a f , auf dieser die Sitzauflage 6, Auf die Sitzplatte 47 wird die Sitzauflage 6 unverrückbar aufgesetzt. In Fig . 2 ist sie beispielhaft wieder als laminatart ig mit zwei oder mehr Schiche aufgebaut gezeigt.

Die Fig. 3 zeigt den Schlauchring 41 als Taumelkissen mit Luftkammern 44, mit vier radial verlaufenden Trennwänden 45 zur Bildung der Schläuche 48, Mindestens eine der Lu tkämmern 44 ist mit einem Schlauch 61 mit einem steuerbaren Auslassventil 62 ausgerüstet , sodass gesteuerte Luft daraus entlassen werden kan . Das Aus lass- ventil 62 kann zum Beispiel ein Schraubventil sein oder einfach ein solches wie an einem Reifenschiauch übl ich , um dosiert Luft aus dem Taumelkissen 41 bzw. den Luf kammern 44 nach aussen zu entlassen, wenn die Taumelfähigkeit gesteigert werden soll. Es kann alternativ mittels der Kabel eines Push-Pull -Kabels betätigt werden.

Der schon erwähnte Zuf hrschlauch 43 ist mit einem Einwegventil 60 bestückt , sodass Druckluft nur vom Hohlkörper 40 in den Schlauch- ring 41 gelangen kann, und nicht umgekehr . Die Fig. 4 zeigt ein Kul ssen-Schablonenvent LI mit einer oberen Scheibe 64 und einer un eren Scheibe 65. Zwischen diesen befindet sich eine nicht bezeichnete Lochscheibe . Durch Änderung der Dreh- 1age der Lochscheibe, beispielsweise mittels eines Schwenkhebels 55 können die Löcher der Lochscheibe die Bohrungen dosiert ver- schliessen, ganz verschliessen oder gänzlich öffnen. Dadurch lässt sich der Luf austausch zwischen den Kammern 44 über die Schläuche 27 einstellen.

Die Fig . 5 zeigt eine alternative Variante des Taumelkissens , bei dem die Taumelfähigkeit mittels vier verschiedenen Einzelkissen 50 erreicht wird, die auf der kegelförmigen Oberseite 53 des Hohlkörpers 41 aufliegen. Diese vier Schlauchaufschnitte 48 können je durch ein Kulissen- oder Schablonenventil, Drehventil oder Quetschventil mehr oder weniger geschlossen werden, um für eine Einstellung zu sorgen .

Fig. 6 zeigt den ' Stuhl gemäss dieser zweiten Variante unten offen» sodass man hier die Einzelkissen 44 bzw. 50 sieht ; das vorne liegende Einzelkissen, ist nicht gezeigt » um den Blick ins Innere freizugeben, .

Bei dieser Ausfü rungsform der Erfindung in beiden Varianten sind Permanentmagne e und Hall - Sensoren vorgesehen. In Fig . 2 ist beispielhaft dargestellt , dass die Permanentmagn te im Inneren der Luf kammern 44 angeordne sind, dort als 99a, 99b, 9 c und 99d bezeichnet. Die Hall -Sensoren sind im Inneren des Hohlkörpers 40 vorgesehen und. dort mit 98a, 98b, 98c und 98d bezeichnet.

Alternativ können die Permanentmagnete auch in der Sitzauflage 6 vorgesehen sein, bei gleicher Lage der Hall-Sensoren. Weiter alternativ können auch bei beiden obigen Varianten bezüglich der Ano dnung der Permanentmagnete die Hall -Sensoren auf der Interface- Platte 5 oder in dieser vorgesehen sein. Grundsätzlich wäre es auch möglich» eine Umkehr der Situation umzusetzen, bei der die Permanentmagnete in oder auf der Interface-Platte vorgesehen sind oder durch die Interface -Platte 5 selbst bereitgestellt sind (magnetische Platte , insbesonde e Ringmagnet) . Sie können auch im Rahmen der Bodenplatte 52 bereitgestellt sein. Sie können auch innerhalb des Hohlkörpers 40 bereitgestellt sein. Wesentlich hierzu ist, dass dann, wenn umgekehrt die Hall Sensoren taumeln, die zum Beispiel auf der Sitzauf läge 6 vorgesehen sind, trotz der Tauir.elbewegung für eine Zufuhr von elektrischer Energie für den Betrieb der Sensoren gesorgt wird, zum Beispiel mitteis einer Batterie der Sitzauflage 6.

Das Prinzip der Hall -Messung wird nachfolgend anhand der schematischen Fig. 7 erläutert : Ein Permanentmagnet 99 weist einen Nordpol N und einen Südpol S auf. In einem Hall-Sensor 98 ist eine Aussparung 96 vorgesehen, in d e ein externes Magnet eld eintreten kan . (Eine Aussparung ist nicht zwingend) . Zwischen zwei Elektroden 35a und 35b liegt eine Spannung an, welche durch eine Batterie 94 bereitgestellt ist. Der Hall-Effekt bewirkt die Erzeugung einer (Gegen) -Spannung i an sich, bekannter Weise (senkrecht zur angelegten Spannung) . Die Messgrösse wird an ine Schnittstelle 93 übertrage , die zum drahtlosen Senden beispielsweise von Bluetooth ® -Signalen 90 an das in Fig. 1 gezeigte Smart. hone (Mobilfunktelefon) 70 oder den Personalcomputer 80 vor- gesehen ist.

Anstelle der Verwendung eines Hall -Sensors könne auch andere Mess-

' prinzipien eingesetzt werden . Beispielsweise kann durch die Tau ir.eibewegung ein Quetschvorgang bewirkt werden, der mittels eines ode mehrerer piezoelektrischer Sensoren erfasst wird , Auch kann innerhalb des beweglichen Teils ein Beschleunigungssensor erfassen, wie die Geschwindigkeit der Taumelbewegung variiert und daraus kann auf die Taumelkocrdinaten zurückgeschlossen werden. Solche BeschieunigungsSensoren sind aus üblichen Smartphon.es bekannt . Sie umfassen einen mechanischen Oszillator, wobei die Fre- cruenz der Oszillation oder die Amplitude oder eine andere Grösse sich bei Veränderung der Lage bezüglich des Gravitationsfeldes der Erde ändert .

In einer weiteren Alternative kann eine Lasereinrichtung mit einem Laser an einem der Teile (bewegliches oder unbewegliches Teil ) und einer Empfangseinrichtung an dem jeweils anderen Teil vorgesehen sein. Vorzugsweise wird ein Laser mit einem Spiegel kombiniert , wie man dies von Abstandsrr.essungen her kenn . Weiter alternati kann eine Zahnstange mit ei em Zahnrad kämmen und ein Winkel des Zahnrads erfaaat werden.

Schliesslich kann auch eine Tauchspule über einen Permanentmagneten bewegt werden .

Grundsätzlich sollte das Bauteil , das keiner elektrischen Verkabe- lung bedarf , an dem beweglichen Teil befindlich sein und eine elektrische Auswerteeinrichtung an dem unbeweglichen Teil des Stuhls . Allerdings ist auch eine Umkehr dieser Situation stets möglich . Gegebenenfalls ist für eine Stromversorgung durch eine Batterie oder durch induktive Einkop lung von elektrischer Energie in das bewegliche St ement z sorge .

Den Ausführungsform gemäss Fig . 2 mit der Ausführungsform 200 und der entsprechenden Variante 201 gemäss Fig . 6 anderersei s ist gemein, dass es eine Eins öglichkeit zur Einstellung des Aus- nasses der Taumelbewegur.g gibt . Im Falle des Stuhls 200/201 besteht die Einstellmöglichkeit beispielsweise in der Drehung des Lochrings durch den Schwenkhebel 55 aus Fig . 4.

Es ist durch Erfassung der Meeswerte möglich, den Nutzer anzuleiten, eine für ihn (und sein Gewicht) optimale Einstellung vorzunehmen . Dies kann er unter Zuhilfenahme des Smartphones 70 bzw . des Personalcomputers 80 tun. Dort kann eine geeignete Anwendung (App) laufen, die dem Benu zer Anleitungen gibt .

Anstelle der Einstellung des Ausraassea der Taumelbewegung durch den Benutzer ist es auch möglich, Elektromotoren vorzusehen. Bei der Ausführungsform gemäss den Figuren 2 bis 6 würde ein Stellmotor an dem Hebelarm 55 aus Fig. 4 angreifen können . Die Vorrichtung ausserhalb des Stuhls (S artphone 70 oder Personalcomputer 80) kann unmittelbar S euersignale für einen solchen Elektromotor oder dessen SteuerSchaltung aussenden und eine Einstellung bewirken. Das Verfahren wird nachfolgend unter Bezug a f das Flussschaubi 1d

In. Fig. 8 naher erläutert:

Es beginnt in Schritt S10 („Start") mit dem Ak ivieren einer App auf dem Smartphone 70 oder Öffnen einer Funk ion auf dem Personal - Computer 80 , wobei die App oder Funk ion dem Stuhl zugeordnet is . Am Beginn kann es auch notwendig sein, die Messeinrichtungen innerhalb des Stuhles einzuschalten.

Im Schritt S12 wird nun der Nutzer au geforder , sich auf eine ganz bestimmte Weise auf dem Stuhl zu bewegen . Dies kann beispielsweise die Aufforderung beinhalten, ein Glas Wasser in der Hand zu hal en u d vo der rechten Hand an die linke Hand zu übergeben und wieder umgekehrt .

In Schritt werden durch die Sensoren im Stuhl Messwerte erfasst und über die Schnittstelle 93 an das Smartphone 70 bzw. den Perso- na1 Compu er 80 gesendet . Dort werden die Messwerte in Schritt S16 empfangen , und ausgewertet . Hierbei kann, muss abe nich , eine Darstellung gemäss Schritt S18 auf dem Bildschirm oder Tcuchscree der benu z en Verrichtung erfolgen. Die Darstellung kann beispielsweise Funkte in denjenigen Winkeln angeben, in denen die Taumelbe- wegung nach unten erfolgt ist und so auf zweidimensionale Weise wiedergeben, wie die Bewegung erfolgte .

I Schritt S20 wird nach einem vorbes immten Kriterium geprüft , ob die Messwerte vollständig sind. Das Kriterium kann einerseits beinhalten, dass eine bes immte Mindestanzahl von Messwerten erfasst sein muss . Es kann al ernativ oder zusätzlich das Kriterium enthalten, dass die Taumelbewegung in einer bestimmte Dichte erfolgt ist . So kann es sein, dass es ein Erfordernis ist » dass zu jedem Winkelbereich mit einer vorbestimmten Breite ί zum Beispiel zwischen 5° und 15°) ein Messwert existiert . Sind die Messwerte nicht voll - ständig , wird das Erf ssen der Messwerte gemäss Schritt S14 fort - gesetzt . Optional kann auch nochm ls die Aufforderung zur Bewegung gemäss Schritt S12 gegeben werden. Sobald in Schritt S20 ermittelt wird, dass die Messwerte vollständig sind, wird in Schritt S22 geprüft ,. ob die erfassten Einstellungen in Ordnung sind. Die Einstellungen des Stuhls müssen dem Gewicht der auf dem Stuhl sitzenden Person Rechnung tragen. Bei einer schwereren Person müssen die Federn etwas mehr gespannt sein bzw. die Luftkammern etwas mehr gefüllt sein als bei einer leichteren Person. Solange die Einstellungen nicht in Ordnung sind, wird gemäss Schritt S24 der Benutzer aufgefordert, die Einstellungen zu ändern. Die Aufforderung kann einfach beinhalte : „Bitte Federn straffer stellen/Betätige Hebel 23 nach vorne", oder dergleichen bzw. „Betätige Schwenkhebel 55 im Uhrzeigersinn" bzw. ein entsprechendes Bedienelement wie ebenfalls einen Hebel.

Nach der Auf orderung zum Einstellen wird der Nutzer abermals zur Bewegung aufgefordert , und das Verfahre wird nochmals durchlaufen. In der Regel sollte sich der Nu zer nach und nach optimalen Einstellungen annähern. Ist das Kriterium, gemäss dem die Einstellungen in Ordnung sind, erfüllt, wird das Verfahren beendet (Schritt S26 : „Ende") .

Figur 9 zeigt beispielhaft , wie e ne Darstellung aussehe kann, die etwa in Schri t 518 gegeben wird:

Ausgehend von einem Mittelpunkt M, der im Stuhl definiert sein kan , wird dargestellt, wie gross und in welchen Winkel die Kabel - bewegung erfolgte . Die Schar von Punkten, die mit I bezeichnet ist , zeigt ei e Folge von Messwerten, die nach und nach mit vorbestimmten Einstellungen aufgenommen wurden , bei denen die Taumelbewegung zu klein ist , also die Einstellung zu hart ist . Die Schar von Messwerten, die mit A b zeichnet ist , zeigt Messwerte , bei denen die Einstellungen zu weich sind, d. h, die Taumelbewegung zu gross ist . Durch die Kon uren Kl und K2 wird ein Bereich abgegrenzt , innerhalb dessen normalerweise die Taumelbewegungen falle . Die Schar von Punk en, die mit 2 bezeichnet ist , fällt nahezu vollständig zwischen die Konturen Kl und K2. Sobald ein bestimmter Prozentsatz von Messpunkten zwischen die Konturen Kl und K2 fäll , ist beispielsweise das Kriterium erfüllt , dass die Einstellungen in Ordnung sind . Im Fall der Messwerte der Schar I und A sind die Einstellungen nicht in Ordnung. Die Messwerte können einzelne Punkte sein, die der Nutzer während des Sich-Bewegens auf dem St hl rr.ithilfε des Cursors» der in Abhängigkeit von der Bewegung des Stuhls und damit von den .Messwerten auf dem Bildschirm/der Anzeigevorrichtung wan- dert , nach und nach durchlaufen werden. Der Nutzer kann sich also aktiv darum bemühen, dass in jedem Winkelbereich irgendwann einmal der Cursor befindlich ist . Die Konturen Kl und K2 müssen dabei nich , wie in Fig. 17 gezeigt , kreisförmig sein, sondern können beispielsweise auch elliptisch oder nierenförmig ausgebildet sein.