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Patent Searching and Data


Title:
CUTTING DEVICE AND CUTTING METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/029923
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cutting device (1) for intermittently advanced strands (3), wherein the cutting device (1) comprises a cutting means (13) that can move along the strand (3). The cutting device (1) comprises a controllable drive mechanism (25) for the cutting means (13), a detection device (14) for capturing the front strand end (4), and a positioning device (15) interacting with the drive mechanism (25) for positioning the cutting means (13) with respect to the strand end (4). The cutting device (1) can be adapted to the advancement cycle of the strand (3) and cut the strand (3) when it is stationary. The invention further relates to an extrusion device for fine vegetable particles provided with binding agent and to a method for cutting intermittently advanced strands (3).

Inventors:
PFEIFER, Clemens (Unterm Hohen Rain 1, Imst, A-6460, AT)
Application Number:
EP2010/063348
Publication Date:
March 17, 2011
Filing Date:
September 13, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ANTON HEGGENSTALLER GMBH (Mühlenstraße 7, Kühbach-Unterbernbach, 86556, DE)
PFEIFER, Clemens (Unterm Hohen Rain 1, Imst, A-6460, AT)
International Classes:
B23D45/10; B23D59/00
Attorney, Agent or Firm:
ERNICKE, Klaus (Schwibbogenplatz 2b, Augsburg, 86153, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Trenneinrichtung für intermittierend vorgeschobene Stränge (3), wobei die Trenneinrichtung (1) ein längs des Strangs (3) bewegliches Trennmittel (13) aufweist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Trenneinrichtung (1) einen steuerbaren

Fahrantrieb (25) für das Trennmittel (13) und eine Detektionseinrichtung (14) zur Erfassung des

vorderen Strangendes (4) sowie eine mit dem

Fahrantrieb (25) zusammenwirkende

Positioniereinrichtung (15) zur Positionierung des Trennmittels (13) mit Bezug zum Strangende (4) aufweist .

Trenneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Trenneinrichtung (1) an den Vorschubtakt des Strangs (3) angepasst ist und den Strang (3) bei dessen Stillstand trennt.

3. ) Trenneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Detektionseinrichtung (14) dem Trennmittel (13) zugeordnet und mit diesem zusammen längs des Strangs (3) beweglich ist.

4. ) Trenneinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Detektionseinrichtung (14) einen Abstandmesser (22) aufweist .

Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Abstandsmesser (22) als berührungsloser Sensor ausgebildet ist.

6. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Abstandsmesser (22) einen auf das vordere

Strangende (4) gerichteten Messstrahl (23)

emittiert .

7. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Abstandsmesser (22) mit Abstand vor dem vorderen Strangende (4) angeordnet ist.

8. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Positioniereinrichtung (15) mit der

Detektionseinrichtung (14) verbunden ist.

9. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Positioniereinrichtung (15) eine Steuerung (27) aufweist .

10. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Positioniereinrichtung (15) eine

Erfassungseinrichtung (26) für die Position und/oder den Weg des Trennmittels (13) in Strangrichtung (10) aufweist .

11. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Trenneinrichtung (1) eine steuerbare

Fixiereinrichtung (16) für den Strang (3) aufweist.

12. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Trenneinrichtung (1) ein Gestell (11) mit einem darauf längs des Strangs (3) beweglich gelagerten Träger (12) aufweist, auf dem das Trennmittel (13) angeordnet ist.

13. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Fahrbereich des Trägers (12) größer als die Hublänge des Strangs (3) ist.

14. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Fixiereinrichtung (16) auf dem Träger (12) angeordnet ist.

15. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Detektionseinrichtung (14) auf dem Träger (12) angeordnet ist.

16. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Träger (12) einen steuerbaren Antrieb (20) aufweist .

17. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Träger (12) mit der Positioniereinrichtung (15) verbunden ist.

18. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Fixiereinrichtung (16) im Bereich des

Trennmittels (13) ein an den Strang (3) zustellbares Fixierelement (28) und einen Gegenhalter (31) aufweist .

19.) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Fixierelement (28) als heb- und senkbare

Sägewanne und der Gegenhalter (31) als vom

Trennmittel (13) durchdringbarer Bügel ausgebildet ist .

20.) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Fixiereinrichtung (16) im Bereich vor dem

Trennmittel (13) ein an den Strang (3) zustellbares Fixierelement (29) aufweist.

21.) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Fixierelement (29) als Hubstempel ausgebildet ist .

22. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Trenneinrichtung (1) unterschiedliche

Höhenniveaus für den Strang (3) und die abgetrennten Klötze (5) aufweist. 23.) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Zuführstrecke (33) des Strangs (3) höher als die Abführstrecke (34) der Klötze (5) ist. 24.) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Träger (12) an der Zuführ- und/oder Abführseite ein Führungsmittel (13) für den Strang (3) und/oder die Klötze (5) aufweist.

25. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Detektionseinrichtung (14) an einem Halter (24) oberhalb der Abführstrecke (34) angeordnet ist.

26. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Trennmittel (13) ein oder mehrere Trennwerkzeuge (17,18) mit einem Antrieb (20) aufweist.

27. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Trennmittel (13) eine ZuStelleinrichtung (21) aufweist .

28. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Trennmittel (13) als Säge mit mehreren rotierend angetrieben Sägeblättern ausgebildet ist.

29. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass einer Strangpresseinrichtung (2) für mit Bindemittel versehene pflanzliche Kleinteile, insbesondere

Holzkleinteile, zugeordnet ist.

30. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Trenneinrichtung (1) hinter einer

Behandlungsstrecke (7) zum Erwärmen und Aushärten des Strangs (3) angeordnet ist.

31. ) Trenneinrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Trenneinrichtung (1) mit dem Strangerzeuger (6) signal- oder steuertechnisch verbunden ist.

32.) Strangpresseinrichtung für mit Bindemittel versehene pflanzliche Kleinteile, insbesondere Holzkleinteile, wobei die Strangpresseinrichtung (2) einen

Strangerzeuger (6), eine Behandlungsstrecke (7) und eine Trenneinrichtung (1) aufweist, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Trenneinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 28 ausgebildet ist. 33.) Verfahren zum Trennen von intermittierend

vorgeschobenen Strängen (3) , wobei das Trennen mit einem längs des Strangs (3) beweglichen Trennmittel (13) durchgeführt wird, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass das vordere

Strangende (4) detektiert wird, wobei das

Trennmittel (13) mit einem Fahrantrieb (25) längs des Strangs (3) gesteuert bewegt und mit Bezug zum detektierten Strangende (4) positioniert wird. 34.) Verfahren nach Anspruch 33, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass das vordere

Strangende (4) berührungslos detektiert wird.

35.) Verfahren nach Anspruch 33 oder 34, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass das vordere

Strangende (4) mit einem auf den Strang (3),

insbesondere auf dessen Frontende (4), gerichteten Messstrahl (23) detektiert wird. 36.) Verfahren nach Anspruch 33, 34 oder 35, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass die Detektion aus einer veränderlichen Stellung, insbesondere vom beweglichen Trennmittel (13) aus erfolgt. 37.) Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 36,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Strang (3) bei seinem Stillstand getrennt wird.

38. ) Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 37, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass am

stehenden Strang mehrere, insbesondere zwei oder drei, Trennvorgänge nacheinander mit

zwischenzeitlichen Verfahrbewegungen des

Trennmittels (13) längs des Strangs (3) durchgeführt werden . 39.) Verfahren nach Anspruch 38, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass das Trennmittel

(13) entgegen der Förderrichtung (10) des Strangs

(3) bewegt wird. 40.) Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 39,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass während einem oder mehrerer Strangpresshübe kein Trennen des Strangs (3) erfolgt.

Description:
BESCHREIBUNG

Trenneinrichtung und Trennverfahren Die Erfindung betrifft eine Trenneinrichtung und ein

Trennverfahren für intermittierend vorgeschobene Stränge mit den Merkmalen im Oberbegriff der selbstständigen

Ansprüche . Eine solche Trenneinrichtung ist aus der DE 101 01 823 AI bekannt. Sie ist als Säge mit einem Sägeschlitten und einem Festanschlag für den Strang ausgebildet. Über den Anschlagkontakt wird der Sägeschlitten am Ende des Strang ¬ hubs positioniert. Der Sägeschlitten wird dabei einerseits von einer gestellfesten Feder oder einem Zylinder gegen den ankommenden Strang gedrückt und andererseits vom

Strang mitgenommen, wobei am Sägeschlitten ein zweiter Zylinder angeordnet ist, dessen Kolbenstange gegen das vordere Strangende ausfährt und den Kontakt des vorderen Strangendes am Festanschlag dämpft. Die vorbekannte

Trenneinrichtung dient zum Ablängen und Unterteilen des Strangs in mehrere Klötze. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Sägeergebnisse, die Klotzabmessungen und die Klotzqualität nicht konstant sind.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bessere Trenntechnik aufzuzeigen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen in den selbstständigen Ansprüchen.

Die beanspruchte Trenntechnik sorgt für eine höhere

Trenngenauigkeit und bessere Maßhaltigkeit der

abgetrennten Strangabschnitte bzw. Klötze. Außerdem ist die Klotzqualität gleichbleibend hoch. Beim Trennvorgang steht der Strang vorzugsweise und kann mit hoher Präzision abgelängt werden. Mit der Erfindung wurde erkannt, dass die Klotzmängel bei der vorbekannten Säge auf die Strangbelastung durch die gegen den Strangvorschub arbeitenden Zylinder und den Festanschlag hervorgerufen wurden. Der vorgeschobene

Strang muss außerdem gegen diese rückstellenden

Zylinderkräfte die Masse des Sägeschlittens mitnehmen und bewegen. Dies führte zu Stauchungen am vorderen

Strangbereich, die sich nach dem Sägen wieder entspannen und zu einer Klotzveränderung führen.

Bei der beanspruchten Trenntechnik sind derartige

Strangbelastungen und Stauchungen an Festanschlägen nicht mehr erforderlich. Durch den gesteuerten Antrieb und die Positioniereinrichtung wird das Trennmittel aktiv und eigenständig bewegt und gegenüber dem detektierten

vorderen Strangende positioniert. Durch den eigenständigen Antrieb des Trennmittels braucht der Strang das

Trennmittel nicht mehr mitzunehmen. Die Positionierung des Trennmittels erfolgt über eine Steuerung des Fahrantriebs in Abhängigkeit von der Lage des detektierten vorderen Strangendes. Hierbei wird eine Bezugslage zwischen

Strangende und Trennmittelposition berechnet und

eingestellt . Das vordere Strangende kann kraftarm oder berührungslos, z.B. mit einem Messstrahl, detektiert werden. Hierbei kann seine Absolutlage oder seine Relativlage, insbesondere der Abstand zwischen dem vorderen Strangende und einem

Bezugspunkt des Trennmittels detektiert werden. Letzteres kann über eine bevorzugt berührungslose Abstandsmessung erfolgen. Negative Auswirkungen auf den Strang und sein Frontende werden vermieden. Die Detektion kann aus veränderlichen Positionen, z.B. auch on the fly und insbesondere vom Trennmittel aus erfolgen. Die beanspruchte Trenntechnik hat den Vorteil, dass sie schneller und genauer eingerichtet bzw. einjustiert werden kann. Auch eine Nachjustierung ist wegen der

Relativmessung des Abstands auf einfache Weise möglich. Der Einrichtaufwand und der Ausschuss werden minimiert.

Außerdem ist eine Umstellung der Trenneinrichtung auf andere Trenn- oder Klotzmaße einfach, schnell und präzise möglich . Ein weiterer Vorteil liegt in der Erfassungsmöglichkeit kleiner Nachschwingbewegungen des Strangs an seinem

Hubende. Dies erhöht die Trennpräzision. Günstig ist außerdem die schnelle Positionierbarkeit des Trennmittels. Hierdurch ist es möglich, am ruhenden Strang mehrere

Schnitte mit zwischenzeitlicher Verschiebung des

Trennmittels vorzunehmen. Der Strang wird dabei ebenfalls nicht belastet.

Die beanspruchte Trenntechnik hat ferner den Vorteil einer besseren Ausnutzung der Prozesszeiten und der verfügbaren Wege. Am stehenden Strang können in der vorerwähnten Weise mehrere, insbesondere zwei oder drei, Trennvorgänge nacheinander mit zwischenzeitlichen Verfahrbewegungen des Trennmittels längs des Strangs durchgeführt werden. Das Trennmittel kann dabei z.B. entgegen der Förderrichtung des Strangs bewegt werden. Wenn das Ende des verfügbaren Fahrbereichs des Trennmittels erreicht ist, kann das

Trennmittel in eine Ausgangsposition zurückkehren, wobei während einem oder mehrerer nachfolgender Strangpresshübe ein Trennen des Strangs (3) unterbleibt.

In den Ansprüchen sind weitere vorteilhafte

Ausgestaltungen der Erfindung angegeben. Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft und schematisch dargestellt. Im Einzelnen zeigen:

Figur 1: eine Strangpresseinrichtung mit einer am Ende

angeordneten Trenneinrichtung, insbesondere einer Klotzsäge,

Figur 2: eine schematische Seitenansicht der

Trenneinrichtung von Figur 1 in einer

AnfangsStellung,

Figur 3: eine Seitenansicht der Trenneinrichtung von Figur

1 und 2 in einer Klemm- und Trennstellung und

Figur 4: eine Seitenansicht der Trenneinrichtung von Figur

1 bis 3 in der Senk- und Abführstellung

Die Erfindung betrifft eine Trenneinrichtung (1) für intermittierend vorgeschobene Stränge (3) . Sie betrifft ferner ein Trenn- und Positionierverfahren sowie eine mit einer Trenneinrichtung (1) ausgerüstete

Strangpresseinrichtung (2).

Die Stränge (3) können von unterschiedlicher Art sein. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel handelt es sich um

gepresste Stränge aus pflanzlichen Kleinteilen. Diesen Kleinteilen kann bei Bedarf ein Bindemittel, z.B. ein auf Wärme ansprechender und aushärtender Klebstoff beigegeben sein. Die pflanzlichen Kleinteile können z.B.

Holzkleinteile sein, die z.B. aus Holzspänen, Rindenteilen oder dgl . bestehen. Auch andere Pflanzenteile sind

möglich. Der Strang (3) kann eine beliebige

Querschnittsform, z.B. kreisrund oder prismatisch, insbesondere rechteckig mit ggf. angeschrägten Kanten haben. Er kann massiv ausgebildet sein oder ein oder mehrere Durchgangsöffnungen, insbesondere eine zentrale Bohrung, aufweisen.

Figur 1 zeigt schematisch eine Strangpresseinrichtung (2) zur Herstellung eines solchen Pressstrangs (3) . Die

Strangpresseinrichtung (2) weist einen Strangerzeuger (6) auf, der z.B. als Strangpresse ausgebildet ist und mit einem hydraulisch oder mit Kurbel angetriebenen Kolben ein in den Füll- und Pressraum eingefülltes Kleinteilgemisch vorschiebt und verdichtet, wobei es durch einen

Rezipienten und einen Formkanal an den bereits vorher gebildeten Strang (3) angepresst und angefügt wird. Die Strangpresse (6) schiebt durch die oszillierenden

Kolbenbewegungen den Strang (3) schrittweise vor in

Förderrichtung (10) und schiebt ihn durch eine

anschließende Behandlungsstrecke (7).

In der Behandlungsstrecke (7) wird der Strang (3) in seiner Form fixiert und in seiner Konsistenz verfestigt. Hierfür kann die Behandlungsstrecke (7) z.B. eine

Heizeinrichtung (8) aufweisen, mit der dem Strang (3) und dem darin ggf. enthaltenen Bindemittel Wärme in Form von Kontaktwärme von außen über beheizte Wände oder ggf. auch von innen über einen beheizten Dorn zugeführt wird.

Alternativ oder zusätzlich ist eine Wärmezufuhr über Dampf oder auf andere Weise möglich. Diese

Erhitzungsmöglichkeiten können auch kombiniert werden.

Vorzugsweise weist die Heizeinrichtung (8) eine

Bedampfungseinrichtung für Innen- und/oder Außenbedampfung auf. Diese kann sich in Förderrichtung (10) direkt an einen strangformgebenden und ggf. gekühlten Rezipienten der Strangpresse (6) anschließen. Die Bedampfung kann mit Dampfsteuerung erfolgen, um die Wärme größtenteils oder vollständig durch Phasenwechsel und Kondensation in den Strang (3) einzubringen. An die Heizeinrichtung (8) kann sich die

Aushärteeinrichtung (9) anschließen, in der ggf. zur

Unterstützung der Aushärtung dem Strang (3) Wärme bis zum Prozessende zugeführt wird. Ggf. kann auch eine

nachfolgende Abkühlung in einem Abkühlkanal stattfinden.

Die Behandlungsstrecke (7) kann gemäß der EP 1 925 413 A2 oder in anderer Weise ausgestaltet sein. Sie kann weitere Komponenten beinhalten, z.B. einen Entdampfungsreaktor für den Strang (3) oder dgl . Die Behandlungsstrecke (7) kann bei Anordnung einer Bedampfungseinrichtung

Am Ende der Behandlungsstrecke (7) schließt sich die

Trenneinrichtung (1) an. Sie dient dazu, den geformten und verfestigten Strang (3) in mehrere Abschnitte zu trennen und abzulängen. Hierbei können mehrere Trennungen

gleichzeitig vorgenommen werden. Die abgetrennten

Abschnitte können z.B. sog. Strangpressklötze (5) sein, die als Palettenfüße oder zu anderen Zwecken eingesetzt werden. Der Trennvorgang findet bei Stillstand des Strangs (3) statt.

Das Ablängen und Trennen des Strangs (3) kann in beliebig geeigneter Weise erfolgen. Die Trenneinrichtung (1) hat hierfür ein Trennmittel (13) mit ein oder mehreren

Trennwerkzeugen (17,18), die von einem Antrieb (20) betätigt werden und mittels einer ZuStelleinrichtung (21) an den Strang (3) zugestellt und wieder entfernt werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Trennmittel (13) als Säge ausgebildet, wobei die Trennwerkzeuge (17,18) rotierend von einem Antrieb (20), z.B. einem Elektromotor, bewegte kreisrunde Sägeblätter sind. Wenn mehrere

Trennschnitte in einem Vorgang gesetzt werden sollen, ist eine entsprechende Zahl von Sägeblättern (17,18)

vorhanden, die auf einer gemeinsamen Aufnahme (19), z.B. einem Dorn, in Axialrichtung hintereinander mit

Distanzhülsen aufgezogen sind. Die Distanzhülsen bestimmen den Sägeblattabstand und damit das Klotzmaß in Längs- und Strangrichtung (10). Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Trennmittel (13) als Hubsäge ausgebildet und kann mit einer hydraulischen ZuStelleinrichtung (21) in einer Hebe- und Senkbewegung oder alternativ in einer Schwenkbewegung zum Strang (3) zugestellt werden.

Das gegen die Förderrichtung (10) gesehen erste

Trennwerkzeug bzw. Sägeblatt (17) wird mit einem der

Klotzlänge entsprechenden Abstand gegenüber dem vorderen Ende (4) des Strangs (3) positioniert. Die Abstände der Folgeblätter (18) ergeben sich durch die Distanzhülsen. In der gezeigten Ausführungsform sind vier Sägeblätter

(17,18) auf einem Dorn gehalten. Ihre Zahl kann jedoch kleiner oder größer sein. Bei einem Wechsel des

Klotzformats wird der Dorn (19) mit dem Sägeblattsatz komplett ausgetauscht. Alternativ ist ein Einzelaustausch der Sägeblätter (17,18) und der Distanzhülsen möglich. Das Trennmittel (13) ist längs des Strangs (3) beweglich.

Hierfür weist die Trenneinrichtung (1) ein stationäres und z.B. flurgebundenes Gestell (11) mit einem darauf längs des Strangs (3) beweglich gelagerten Träger (12) auf, der z.B. als Schlitten mit einer entsprechenden

Schlittenführung ausgebildet ist. Der Träger (12) wird von einem steuerbaren Fahrantrieb (25) beaufschlagt und bewegt. Der Fahrantrieb (25) kann dafür auf dem Träger (12) oder am Gestell (11) angeordnet sein. Er kann in beliebig geeigneter Weise ausgebildet sein, z.B. als Gewindespindeltrieb mit einem steuerbaren Elektromotor, als positionssteuerbarer Zylinder, als umlaufender

Bandantrieb mit einem Zahnriemen oder dgl . oder in

beliebiger anderer Weise. Der Fahrbereich des Trägers (12) ist größer und

vorzugsweise wesentlich größer als die Hublänge des

Strangs (3) bei jedem Strangpresshub des Kolbens in der Strangpresse (6) . Der Fahrbereich kann ein Mehrfaches der Hublänge, z.B. das Zwei- bis Fünffache betragen.

Die Trenneinrichtung (1) besitzt ferner eine

Detektionseinrichtung (14) zur Erfassung des vorderen

Strangendes (4) und eine Positioniereinrichtung (15).

Diese wirkt mit dem Fahrantrieb (25) zusammen und

positioniert das Trennmittel (13) mit einem vorgegebenen

Bezug zum Strangende (4) . Hierbei wird das erste

Trennwerkzeug oder Sägeblatt (17) in einem der vorgebenen

Klotzlänge entsprechenden Abstand vom vorderen Strangende

(4) positioniert.

Die Trenneinrichtung (1) ist an den Vorschubtakt des Strangs (3) angepasst und führt den Trennvorgang in den Standpausen des Strangs (3) aus. Dabei kann eine Signal ¬ oder Steuerverbindung zum Strangerzeuger (6) oder zur Behandlungsstrecke (7) bzw. zu deren Steuerung bestehen. Der Stillstand des Strangs (3) kann auch durch die

Detektionseinrichtung (14) festgestellt werden.

Die Detektionseinrichtung (14) kann unterschiedlich ausgebildet und angeordnet sein. Sie kann das vordere Strangende (4) auch auf unterschiedliche Weise

detektieren. Vorzugsweise ist die Detektionseinrichtung (14) dem Trennmittel (13) zugeordnet bzw. auf dem Träger (12) angeordnet und kann mit diesem zusammen längs des Strangs (3) bewegt werden. Sie kann alternativ stationär an der Trenneinrichtung (1) oder an anderer Stelle angeordnet sein.

Die Detektionseinrichtung (14) ist in Förder- oder

Strangrichtung (10) mit Abstand vor dem vorderen

Strangende (4) angeordnet und ist vorzugsweise am

Trennmittel (13) an einem vorgegebenen Bezugspunkt mit fester Lage installiert. Die Detektionseinrichtung (14) weist hierfür einen Abstandsmesser (22) auf, der mittels eines Halters (24) am Träger (12) angeordnet ist.

Der Abstandsmesser (22) ermittelt den Abstand in

Axialrichtung zum vorderen Strangende (4) . Er kann hierfür in der bevorzugten Ausführungsform als berührungsloser

Sensor ausgebildet sein.

Die Abstandsmessung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Beispielsweise emittiert der Abstandsmesser (22) einen auf das Strangende (4) und dessen Stirnfläche gerichteten Messstrahl (23) . Dies kann z.B. ein

Lichtstrahl sein. Alternativ kommt ein gerichteter

Ultraschallstrahl oder dgl . in Betracht. Ggf. können mehrere Messstrahlen (23) vorhanden sein, wobei die hierüber ermittelten Abstände untereinander verglichen und auf Plausibilität kontrolliert werden. Der Messstrahl (23) kann im wesentlichen längs der Strangrichtung (10)

ausgerichtet sein. Er kann mit dieser Richtung (10) fluchten oder auch leicht schräg dazu angeordnet sein. Vorzugsweise zielt der Messstrahl (23) auf das obere Ende des Strangs. Durch ein Absenken der Klötze (5) nach erfolgtem Trennschnitt kann der Messstrahl (23) sofort das nächste vordere Strangende (4) detektieren. Der

Abstandsmesser (22) ist hierzu am oberen Ende eines bügeiförmigen oder portalförmigen Halters (24) angeordnet.

Alternativ kann der Abstandsmesser (22) einen axial ausfahrbaren Fühler aufweisen, der in Berührungskontakt mit dem vorderen Strangende (4) treten kann und dabei nur eine sehr geringe Anpresskraft durch eine Feder, einen Vorschubantrieb oder dgl. entwickelt. Der Abstand wird durch die Ausfahrlänge bzw. Relativbewegung des Fühlers gegenüber einem Messhalter bestimmt. in einer weiteren Abwandlung kann das vordere Strangende (4) auf andere Weise detektiert werden, wobei seine

Bewegung bzw. Position gegenüber einem externen Messmittel erfasst wird, das z.B. des Randkante am vorderen

Strangende (4) mit einer seitlichen Blickrichtung

detektiert. Ferner kann ein massearmer Messfühler an das vordere Strangende (4) mit geringer Kraft angelegt und beim Strangvorschub mitgeschleppt werden.

Die Positioniereinrichtung (15) ist mit der

Detektionseinrichtung (14) verbunden und erhält von dieser Detektionssignale für das vordere Strangende (4) . Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind dies die Signale der relativen Abstandsmessung zwischen der Frontfläche des vorderen Strangendes (4) und dem Sensor (22) . Die

Positioniereinrichtung (15) weist eine Steuerung (27) auf, die eigenständig ausgebildet oder in eine

Maschinensteuerung (37) integriert sein kann. Die

Steuerung (27) kann auch ein Softwaremodul sein.

Die Positioniereinrichtung (15) weist ferner eine

Erfassungseinrichtung (26) für die Position und/oder den Weg des Trennmittels (13) in Strangrichtung (10) auf. Die Erfassungseinrichtung (26) kann z.B. ein Weggeber sein, der auch eine Relativposition oder eine Absolutposition erfassen kann. Die Erfassungseinrichtung (26) kann mit dem Träger (12) zusammenwirken und ist mit der Steuerung (27) verbunden. Die Steuerung (27) ist außerdem mit dem Antrieb (25) , insbesondere einem Fahrantrieb, zur Bewegung des Trennmittels (13) bzw. Trägers (12) längs des Strangs (3) verbunden . Aus den von der Detektions- und Erfassungseinrichtung

(4,26) übermittelten Messwerten kann die Steuerung (27) den aktuellen Abstand des Trennmittels (13) vom vorderen Strangende (4) und insbesondere die Lage des ersten

Trennwerkzeugs (17) mit Bezug zum vorderen Strangende (4) in Strangrichtung (10) ermitteln. Durch Ansteuerung des

Fahrantriebs (25) wird das Trennmittel (13) derart relativ zum bewegten Strang (3) verfahren, dass am Ende des Strangpresshubs und bei Stillstand des Strangs (3) das erste Trennwerkzeug (17) im vorgegebenen Abstand exakt gegenüber dem vorderen Strang (4) positioniert ist. Die Trenneinrichtung (1) weist ferner eine

Fixiereinrichtung (16) auf, die z.B. als Klemm- oder Spanneinrichtung ausgebildet sein kann und mit der der Strang (3) für den Trennprozess festgehalten werden kann. Die Fixiereinrichtung (16) ist mit dem Trennmittel (13) gemeinsam am Träger (12) angeordnet und wird mitbewegt. Die Fixiereinrichtung (16) kann ein oder mehrere, z.B. zwei Fixierelemente (28,29) aufweisen, die mittels eigenständiger Antriebe (30), z.B. Zylinder, an den Strang (3) außenseitig zugestellt und wieder entfernt werden können. Zur Abstützung der Spann- oder Klemmkraft kann mindestens ein Gegenhalter (31) vorhanden sein.

Die Fixiereinrichtung (16) weist im Bereich des

Trennmittels (13) und der Trennwerkzeuge (17,18) ein

Fixierelement (28) auf, das z.B. als vertikal heb- und senkbare axial ausgerichtete Sägewanne ausgebildet ist, die einerseits den Strang (3) und die beim Trennen

entstehenden Klötze (5) an der Unterseite zumindest bereichsweise umfasst sowie unterstützt und andererseits ein Eindringen der Trennwerkzeuge (17,18) erlaubt. Der Gegenhalter (31) ist ein am Träger (12) abgestützter Bügel, der ebenfalls vom Trennmittel (13) durchdrungen werden kann und mehrere Schlitze aufweist. Der Gegenhalter (31) bildet eine Art Portal oder Tunnel und übergreift den Strang (3) zwischen den Trennstellen.

Die Fixiereinrichtung (16) weist ferner in Strangrichtung (10) gesehen im Bereich vor den Trennwerkzeugen (17,18) ein weiteres Fixierelement (29) auf, welches z.B. als Hubstempel ausgebildet ist. Der Gegenhalter (31) kann sich bis in den Bereich dieses Fixierelements (29) erstrecken. Das Fixierelement (29) hält den Strang (3) kurz hinter dem vorderen Strangende (4) fest. Die Fixiereinrichtung (16) kann ferner noch eine Strangführung (32) aufweisen. Dies können ein oder mehrere vor dem Trennmittel (13)

angeordnete Niederhalter sein. Im Bereich des Trennmittels (13) und in dem vom Gegenhalter (31) gebildeten Kanal können seitliche, drehbare Walzen oder andere

Führungsmittel für die Seitenführung des Strangs (3) vorhanden sein. wie Figur 2 bis 4 verdeutlichen, sind auf dem Träger (12) die Fixiereinrichtung (16), das Trennmittel (13) und die Detektionseinrichtung (14) angeordnet.

Der von links in Richtung (10) intermittierend zugeführte Strang (3) gelangt über eine Zuführstrecke (33) zum

Trennmittel (13) und wird auf diesem Weg ggf. von einem Führungsmittel (35), z.B. einem Stützbalken oder einer Stützwanne unterstützt. Nach dem Trennvorgang verlassen die Klötze (5) die Trenneinrichtung (1) über eine

Abführstrecke (34), die ebenfalls ein geeignetes

Führungsmittel (35) aufweist und im weiteren Verlauf ggf. an einen Förderer zum Weitertransport der Klötze (5) , an eine Waage oder dgl . anschließen kann. wie Figur 2 bis 4 verdeutlichen, hat die Trenneinrichtung (1) unterschiedliche Höhenniveaus für den Strang (3) und die abgetrennten Klötze (5) . Die Zuführstrecke (33) des Strangs (3) bzw. das Zuführniveau liegt höher als die Abführstrecke (44) der Klötze (5) . Wie Figur 4

verdeutlicht, kann die Detektionseinrichtung (14) über die abgesenkten Klötze (5) hinweg das neue vordere Strangende (4) erfassen.

Figur 2 verdeutlicht eine Anfangsposition beim

Strangvorschub, wobei sich der Träger (12) mit dem

Trennmittel (13) in Gegenrichtung zum Strangvorschub (10) bewegen und dabei den anfänglich großen Abstand zum vorderen Strangende (4) verringern kann. Durch laufenden Vergleich der gemessenen Abstände und der Trägerposition kann auch die Fahrgeschwindigkeit verändert und

bedarfsweise angepasst werden, wobei ggf. anfänglich eine schnellere Annäherungsbewegung und gegen Erreichen eines vorgegebenen Abstandsmaßes zu einer Schleichfahrt

umgeschaltet wird.

Für die in Figur 3 gezeigte Trenn- oder Fixierstellung (36) besteht ein vorgegebener Abstand zwischen dem

vorderen Strangende (4) und dem Bezugspunkt des

Abstandsmessers (22). Dieses Vorgabemaß korreliert mit dem gewünschten Abstand des ersten Sägeblatts (17) vom

vorderen Strangende (4) . Das Abstandsmaß kann bei der Einrichtung und Justierung der Trenneinrichtung (1) zumindest grob vorgegeben sein und wird vom

Maschinenführer ggf. fein eingestellt bzw. nachjustiert, wobei die Verstellung anhand einer Vermessung des ersten Klotzes in der Klotzreihe vorgenommen wird. Insbesondere kann eine evtl. Maßabweichung der Klotzlänge unmittelbar als Korrekturwert zur Veränderung des vorgegebenen

Abstands herangezogen und in die Steuerung (27) mittels eines geeigneten Bedientableaus (nicht dargestellt) oder dgl . eingegeben werden. Ferner können während des Press- und Trennbetriebs Kontrollmessungen der Klotzmaße und evtl. Nachjustierungen vorgenommen werden.

In der in Figur 3 gezeigten Fixierstellung (36) ist der vordere Strangbereich von beiden angehobenen Fixiermitteln (28,29) eingespannt, wobei die Trennwerkzeuge (17,18) zugestellt werden und vier Klötze (5) abtrennen.

Figur 4 zeigt den Folgeschritt, wobei das eine

Fixiermittel (28) bis auf das Höhenniveau der

Abführstrecke (34) mit den Klötzen (5) abgesenkt ist. Der restliche Strang (3) wird vom anderen Fixiermittel (29) in der oberen Position festgehalten. Hierbei kann der Abstandsmesser (22) über die Klötze hinweg das neue vordere Strangende (4) detektieren.

Im Folgeschritt kann das Fixiermittel (29) auf das

Höhenniveau der Zuführstrecke (33) mit dem Strang (3) abgesenkt werden. Im nachfolgenden Strangpresshub kann der Strang (3) die abgetrennten Klötze (5) bei stehendem

Träger (12) auf die Abführstrecke (34) und das

Führungsmittel (35) abschieben, wobei sie unter dem

Abstandsmesser (22) hindurchwandern. Alternativ kann der Träger (12) bei noch stehendem Strang (3) nach dem ersten Trennschnitt und Entlastung beider Fixierelemente (28,29) gegen die Förderrichtung (10) fahren und sich gegenüber den abgetrennten Klötzen (5) bewegen. Dabei kann über die Abstandsmessung der Träger (12) mit dem Trennmittel (13) für einen nächsten Trennschnitt positioniert werden.

Während der Standphasen des Strangs (3) im

Strangpressprozess können ggf. zwei oder drei

Trennschnitte gesetzt werden. Hierbei kann der verfügbare Fahrweg gegen die Förderrichtung (10) ausgenutzt werden.

Die Steuerung (27) kann kalkulieren, ob der restliche Fahrweg für einen Trennvorgang ausreicht. Wenn nicht, kann das Trennmittel (13) mit dem Träger (12) in Förderrichtung (10) zurück in eine Ausgangs- oder Parkposition am rechten Fahrwegende oder in eine Zwischenposition bewegt werden. Dabei ist es möglich, dass während eines oder mehrerer Strangpresshübe kein Trennen und Ablängen erfolgt. Die Steuerung (27) kann insbesondere die Position des vorderen Strangendes (4) beim Trennvorgang feststellen und dessen Folgeposition nach dem nächsten und jedem weiteren Strangpresshub vorausberechnen. Das Trennmittel (13) kann dadurch gleich in eine der Folgeposition entsprechende Wartestellung bewegt werden, aus der heraus die Ermittlung und Einnahme der genauen Trennposition (36) in

Förderrichtung (10) schnell und auf kurzem Wege möglich ist. Ein Optimierungsprogramm in der Steuerung (27) kann vorausschauend die Wahl der günstigsten

Trennmittelpositionen treffen und für eine bestmögliche Abstimmung von Strangpresshub bzw. Vorschub, Länge der abzutrennenden Klotzreihe und Trennmittelbewegung bei der jeweiligen Trennwerkzeug-Konfiguration sorgen. Dies wirkt sich insbesondere positiv aus, wenn die Längen des

Strangpresshubs und der Klotzreihe unterschiedlich sind. Eine Optimierung kann Zeit und Wege sowie Energie sparen und erlaubt eine maximale Ausnutzung der Pressenkapazität und -leistung.

Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen

Ausführungsform sind in verschiedener Weise möglich. Das Trennmittel (13) kann in anderer Weise ausgebildet sein und z.B. umlaufende Sägebänder als Trennwerkzeuge (17,18) aufweisen. Mit dem Trennmittel (13) können ggf. mehrere nebeneinander liegende Stränge (3) in einem Schritt durchtrennt werden. Ferner kann die konstruktive

Gestaltung der Detektionseinrichtung (14), der

Positioniereinrichtung (15) und der Fixiereinrichtung (16) variieren. Im Bereich der Zuführstrecke (33) kann der Strang (3) schwebend gehalten werden, wobei auf ein

Führungsmittel (35) verzichtet wird. Die erfindungsgemäße Trenntechnik lässt sich mit Vorteil auch bei einem

kontinuierlichen Strangpressvorschub einsetzen. Außerdem können ein oder mehrere Stränge von der Trenneinrichtung erst in längere Teilstücke oder Stangen abgelängt werden, die zusammengeführt werden und aus denen in einer

Folgestation die relativ kurzen Klötze (5) abgetrennt werden. Die Detektionseinrichtung (4) kann auch für andere Trenntechniken, insbesondere für ein mitfahrendes und den Strang (3) in der Vorschubbewegung schneidendes

Trennmittel (13) eingesetzt werden. Die

Detektionseinrichtung (4) kann ferner mit mehreren

parallelen und z.B. aus bekannter stationärer Position quer auf den Strang gerichteten Messstrahlen, beispielsweise Reflexlichttastern, die Stranglage und das Frontende des Strangs detektieren.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Trenneinrichtung, Säge

2 Strangpresseinrichtung

3 Strang, Pressstrang

4 Frontende Strang

5 Klotz

6 Strangerzeuger, Strangpresse

7 Behandlungsstrecke

8 Heizeinrichtung

9 Aushärteeinrichtung

10 Zuführrichtung, Strangrichtung

11 Gestell

12 Träger, Schlitten

13 Trennmittel

14 Detektionseinrichtung

15 Positioniereinrichtung

16 Fixiereinrichtung, Klemmeinrichtung

17 Trennwerkzeug, Sägeblatt, erstes Blatt

18 Trennwerkzeug, Sägeblatt, Folgeblatt

19 Aufnahme, Dorn

20 Antrieb, Sägeantrieb

21 ZuStelleinrichtung

22 Abstandsmesser

23 Messstrahl

24 Halter, Bügel

25 Antrieb, Fahrantrieb

26 Erfassungseinrichtung, Weggeber

27 Steuerung

28 Fixierelement, Sägewanne

29 Fixierelement, Hubstempel

30 Antrieb, Fixierantrieb

31 Gegenhalter, Bügel

32 Strangführung, Niederhalter

33 Zuführstrecke, Zuführniveau

34 Abführstrecke, Abführniveau

35 Führungsmittel, Stützbalken Fixierstellung, Klemmstellung, Trennstellung MaschinenSteuerung