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Title:
CUTTING PIECES OUT OF A MASS OF CHEESE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/066897
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed is a method for cutting pieces having a predefined length, i.e. sticks, out of a mass of cheese. In said method, the mass of cheese is shaped into a wide cheese bar (1, 11) having a predetermined thickness in a continuous process, the cheese bar (1, 11) is fed to a cutting device by means of a belt conveyor (2) at a certain conveying rate, the cheese bar (1, 11) is first cut into parallel longitudinal strips using longitudinal cutting means (5), and the longitudinal strips that lie parallel next to each other on the belt conveyor (2) are cut into pieces using a transverse cutting means (4) comprising a transverse cutting knife (12) which extends across at least part of the cheese bar (1, 11). The transverse cutting knife, the movement of which is adjustable, is conveyed along with the cheese bar (1, 11) at the conveying rate during the transverse cutting process. The pieces of cheese obtained following the longitudinal and transverse cutting processes remain on the belt conveyor (2) in order to be discharged.

Inventors:
BIGGEL, Andreas (Schwarzensee 3 1/2, Hergatz, 88145, DE)
ZEUSCHNER, Roland (Aufreute 1, Argenbühl, 88260, DE)
Application Number:
EP2009/066991
Publication Date:
June 17, 2010
Filing Date:
December 11, 2009
Export Citation:
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Assignee:
HOCHLAND NATEC GMBH (Kolpingstraße 32, Heimenkirch, 88178, DE)
BIGGEL, Andreas (Schwarzensee 3 1/2, Hergatz, 88145, DE)
ZEUSCHNER, Roland (Aufreute 1, Argenbühl, 88260, DE)
International Classes:
A01J25/00
Attorney, Agent or Firm:
BRAUN-DULLAEUS, Karl-Ulrich (Braun-Dullaeus Pannen, Platz der Ideen 2, Düsseldorf, 40476, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Schneiden von Stücken vorgebbarer Länge („Sticks") aus einer Käsemasse, wobei die Käsemasse in einem kontinuierlichen Prozess zu einem breiten Käseband (1,11) vorbestimmter Stärke geformt wird, wobei das Käseband (1,11) mittels eines Förderbandes (2) mit Fördergeschwindigkeit einer Schneideinrichtung zugeführt wird, wobei das Käseband (1,11) mit Mitteln zum Längsschneiden (5) zunächst in parallel nebeneinander liegende Längsstreifen geschnitten wird, wobei die auf dem Förderband (2) parallel nebeneinander liegenden Längsstreifen mittels eines Querschneidmittels (4) in Stücke geschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschneidmittel (4) ein zumindest einen Teil des Käsebandes (1,11) überbrückendes Querschneidmesser (12) aufweist, wobei die Bewegung des Querschneidmessers einstellbar ist, wobei das Querschneidmesser während des Querschneidens mit dem Käseband (1,11) in Fördergeschwindigkeit mitgeführt wird und wobei die nach dem Längsschneiden und dem Querschneiden entstandenen Käsestücke zunächst auf dem Förderband (2) verbleibend abgeführt werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung zwei Bewegungskomponenten, nämlich senkrecht und parallel zum Förderband aufweist, die unabhängig voneinander einstellbar sind.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schneiden der Käsestücke ungeschnittene Randstreifen (10) des Käsebandes (1,11) verbleiben, die vom Förderband (2) entfernt und zur separaten Weiterverarbeitung, insbesondere zur Wiederverwertung, abgeführt werden.

4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Querschneidmessers (12) beim Querschneiden eine Komponente entlang der Förderrichtung („x-Achse") und vertikal dazu in Schnittrichtung („z-Achse") aufweist, wobei Bewegungen in den beiden Bewegungskomponenten voneinander unabhängig angesteuert werden.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Käsestücke über die Ansteuerung der Bewegungen im Verhältnis zur Fördergeschwindigkeit eingestellt wird.

6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Querschneiden die Längsstreifen und die aus dem Schnitt entstandenen Käsestücke mittels eines auf oder wenige Millimeter über der Oberfläche des geschnittenen Käsebandes (1,11) angeordneten und mit Fördergeschwindigkeit mitgeführten Niederhalters (6) beaufschlagt werden, bis sich das Querschneidmesser (12) aus der Käsemasse zurück gezogen hat.

7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das Längsschneiden mit einem Zahn oder mit mehreren Zähnen versehene Schneidblätter (5) vorgesehen sind, wobei die Zahnhöhe größer als die Stärke des Käsebandes (1,11) ist, wobei die Umfangsgeschwindigkeit der Schneidblätter (5) im Verhältnis zur Fördergeschwindigkeit so eingestellt wird, dass ein Zahn beim Schneiden mit der Zahnspitze in das Käseband (1,11) abtaucht und einen Schlitz bestimmter Schlitzlänge in dem sich in derselben Richtung bewegenden Käseband verursacht, wobei der durch den nachfolgenden Zahn verursachte Schlitz wie beim Sägen an den vorangehenden Schlitz anschließt.

8. Vorrichtung zum Schneiden von Stücken vorgebbarer Länge („Sticks") aus einer Käsemasse, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche, aufweisend ein das Käseband (1,11) mit Fördergeschwindigkeit förderndes Förderband (2) und aufweisend eine Schneideinrichtung mit einem Längsschneidmittel (3) und einem in Förderrichtung dahinter angeordneten Querschneidmittel (4), dadurch gekennzeichnet, dass das Querschneidmittel (4) ein zumindest einen Teil des Käsebandes (1,11) überbrückendes Querschneidmesser (12) aufweist, wobei ein Antrieb für das Querschneidmesser (12) vorgesehen ist, der während des Querschneidens eine Bewegung des Querschneidmessers (12) in Fördergeschwindigkeit verursacht, wobei die Bewegung eine Komponente entlang der Förderrichtung („x-Achse") und eine Komponente vertikal dazu in Schnittrichtung („z-Achse") aufweist, wobei der Antrieb beide Bewegungskomponenten unabhängig voneinander ansteuert, wobei das Querschneidmittel (4) den Schnitt auf dem bewegten Förderband (2) durchführt, das die Käsestücke abführt.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband (2) und die Schneideinrichtung eine insbesondere mobile bauliche Einheit bilden, die sich modular in eine Fertigungslinie einfügen lässt.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschneidmesser eine Flexibilität aufweist, die eine Biegung in Z-Richtung ermöglicht, wobei die Biegung in Z-Richtung über Stellmittel (25) einstellbar ist.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch einen mit Fördergeschwindigkeit zwangsgeführten Niederhalter (6) am Querschneidmesser (12).

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Querschneidmesser (12) eine beidseitige Führung und einen beidseitigen Antrieb aufweist, wobei Antrieb und Führung eine unabhängige Ansteuerung in beiden Bewegungskomponenten ermöglichen.

Description:
Schneiden von Stücken aus einer Käsemasse

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schneiden von Stücken vorgebbarer Länge („Sticks") aus einer Käsemasse, wobei die Käsemasse in einem kontinuierlichen Prozess zu einem breiten Käseband vorbestimmter Stärke geformt wird, wobei das Käseband mittels eines Förderbandes mit Fördergeschwindigkeit einer Schneideinrichtung zugeführt wird, und wobei das Käseband mit Mitteln zum Längsschneiden zunächst in parallel nebeneinander liegende Längsstreifen geschnitten wird. Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Umsetzung des Verfahrens.

Generell ist das Längsschneiden solcher breiter Bänder von Schmelzkäse aus einer Reihe von Dokumenten bekannt. Beispielhaft sei auf die DE-OL 2 161 211 hingewiesen, die das Längsschneiden eines breiten Schmelzkäsebandes mittels runder Scheibenklingen offenbart, die im vorgegebenen Abstand auf einer Achse angeordnet sind, wobei nach dem Längsschneiden eine entsprechende Anzahl schmalerer Längsstreifen vorliegen. Wie beispielsweise aus dem US 5,601 ,855 bekannt ist, werden die auf diese Weise geschnittenen Längsstreifen nach dem Längsschneiden durch eine mit Schneiden bestückte Walze in Querrichtung zu Käsespänen oder kleine Käsewürfelchen zerschnitten.

Bei den bekannten Vorrichtungen neigt die dünne Lage des pastösen Schmelzkäses respektive des weichen Mozzarella Käses aufgrund der klebrigen Konsistenz stark dazu, an den Schneidwalzen festzukleben. Um beispielsweise zu vermeiden, dass sich die geschnittenen Lebensmittelbänder nicht mit den Schneidwalzen aufwickeln, sind entsprechende Abstreifmittel notwendig, die mit Fingern zwischen die Schneidscheiben fassen und das klebrige Produkt aus der Schneidwalze herausleiten. Wegen des erheblichen Berührungskontaktes kommt es dabei zu starken Verunreinigungen an den einzelnen Elementen, so dass diese oft ausgetauscht und gereinigt werden müssen.

Bei den bekannten gattungsgemäßen Vorrichtungen handelt es sich damit auch weniger um einen kontrollierten Schneidvorgang zur Anfertigung einzelner Stücke definierter Größe, als um eine Art häckselnde Zerkleinerung des Käsebandes, bei der die Größe der anfallenden Späne auch nur in Maßen einstellbar ist. Solcherart in Brösel geschnittener Käse wird insbesondere in Tüten abgefüllt und vom Endverbraucher zum Bestreuen von zu überbackenden Mahlzeiten, wie beispielsweise Pizza, verwendet. Dabei ist die Stärke des solchermaßen zu bearbeitenden Käsebandes ein bislang stark limitierender Faktor, wobei die Stärke des Käsebandes bei nur wenigen Millimetern liegt. Größere Stärken zu verarbeiten ist insbesondere mit der bekannten Art des Querschneidens bislang nicht möglich, da es auch zu einer starken Haftung des Produktes an den Querschneidklingen kommt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nunmehr, ein technisch einfach umsetzendes Verfahren und eine kompakte Vorrichtung zu schaffen, die das kontrollierte Schneiden eines Käsebandes in einzelne Stücke ermöglicht, wobei Verfahren und Vorrichtung bei großer Wartungsfreundlichkeit und hohen Standzeiten die Möglichkeit bieten, Stücke einstellbarer Dimensionen zu schneiden und der Weiterverarbeitung zuzuführen.

Diese Aufgaben werden durch das Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruch 1 und die Vorrichtung nach Anspruch 8 gelöst. Besondere Ausführungsformen sind in den jeweiligen Unteransprüchen genannt.

Der Erfindung liegt zunächst der Ansatz zu Grunde, die vermeintlichen Schwierigkeiten beim Schneiden, die sich aus der weichen und klebrigen Konsistenz des Käses (nachfolgend auch „Produkt") ergeben, zu vernachlässigen und ihn auf eine Art zu bearbeiten, die an sich für härtere respektive steifere Produkte mit größerer Schnittfestigkeit geeignet erscheint. Dieser Ansatz führt zu dem besonderen Grundgedanken der Erfindung, nämlich das Querschneiden der aus dem Käseband geschnittenen Streifen in einer stanzenden in ihren Komponenten einstellbaren Bewegung auf dem Förderband durchzuführen, wobei das stanzende Querschneidmesser während des Schneid- oder Stanzvorganges mit dem Käseband in Fördergeschwindigkeit mitgeführt wird, so dass ein durchgängiger vertikaler Schnitt durch das Produkt entsteht.

Erfindungsgemäß wird das Verfahren dadurch umgesetzt, dass die auf dem Förderband parallel nebeneinander liegenden und vollständig geschnittenen Längsstreifen mittels des Querschneidmittels in Stücke einstellbarer Größe geschnitten werden, wobei das Querschneidmittel ein zumindest teilweise das Käseband überbrückendes und beim Schneiden in Fördergeschwindigkeit mitgeführtes und in seiner Bewegung einstellbares Querschneidmesser aufweist. Ein wesentlicher Aspekt ist zudem, dass die nach dem Längsschneiden und dem Querschneiden entstandenen Käsestücke zunächst auf dem Förderband (in geordneter Lage) verbleiben und von dem Förderband aus der Schneideinrichtung heraus geführt werden. Dabei haben ausführliche Versuche gezeigt, dass diese Art des für Käse „untypischen" Schneidens zu einem tadellosen Endprodukt, nämlich zu exakt geschnittenen Stücken definierter Größe, führt.

Die mitführende Bewegung wird dadurch bewerkstelligt, dass die Komponente entlang der Förderrichtung („x-Achse") und die andere, dazu vertikale Komponente in Richtung des Förderbandes („z-Achse") unabhängig voneinander ansteuert werden. Durch diese Ansteuerung ist es einerseits möglich, Käsestücke beliebiger Größe anzufertigen. Die Ansteuerung bietet sogar die Möglichkeit, die einzelnen Käsestücke durch eine Verschiebung in Förderrichtung entlang des Bandes voneinander zu trennen.

Die Besonderheit der erfindungsgemäßen Vorgehensweise liegt also darin, dass ein formatgenaues Schneiden von „Sticks" aus industriell gefertigtem Käse, insbesondere aus Schmelzkäse oder Mozzarella, möglich ist. Diese, das Endprodukt bildende Sticks können in einem nachfolgenden Verarbeitungsschritt einzeln oder zu mehreren verpackt werden. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, dass sie problemlos und platzsparend als Modul in jeden kontinuierlichen Fertigungsablauf eingefügt werden kann. Dabei steht zu Beginn des Fertigungsablaufs die kontinuierliche Formung des Käsebandes in einer Formvorrichtung. Diese kann Walzen oder Stahlbänder aufweisen, die das erhitzte flüssige Produkt zu dem Käseband walzen und dieses bis auf unter Zimmertemperatur beispielsweise auf eine Temperatur zwischen 6 0 C und 10°C herunterkühlen. Temperaturen dieser Größenordnung haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen.

Um den flexiblen Einbau in einen Fertigungsablauf zu ermöglichen, weist die erfindungsgemäße Vorrichtung an ihrem vorderen Zulauf und am hinteren Auslauf entsprechende Übergabemittel auf. In einer vorteilhaften Ausführungsform sorgt eine scharfe Bandumlenkung am Auslauf für eine produktschonende und geordnete Übergabe des Produktes zur Weiterverarbeitung. Wie erwähnt, liegt ein besondere Vorteil darin, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung kompakt aufgebaut ist und eine gute Mobilität gewährleistet. Dabei können besonders vorteilhafte Ausführungsformen trotz kurzer Baulänge ein Produktband von einer Bandbreite von mehr als einem Meter und einer Stärke von einigen Zentimetern verarbeiten.

Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung ist, dass sie den hohen Anforderungen an die Hygiene, die gerade bei der Verarbeitung von Käse bestehen, genügt, da sich die Vorrichtung wegen ihres ihrerseits modularen Aufbaus besonders gut reinigen lässt. Zudem bieten die das Produkt beaufschlagenden Komponenten wegen des zweckmäßigen und schlichten Designs dem Produkt kaum die Möglichkeit des Anhaftens. Zudem ist ein schnell zu entspannendes und austauschbares Förderband ein Garant für die komfortable und gründliche Reinigung. Insgesamt bietet die Erfindung nicht nur eine Optimierung der Funktionalität, sondern auch eine Verringerung der Kosten, eine Verlängerung der Lebensdauer bei geringem Verschleiß, eine Verbesserung der Hygiene und der Sicherheit. Wie dargelegt, liegt die Besonderheit der Erfindung darin, dass sich erstmals aus industriell produziertem Käse einzelne Stücke in beliebiger Form und Dimension schneiden lassen. Insbesondere lassen sich riegeiförmige Sticks von weit über einem Zentimeter Höhe und Breite mit einer an sich beliebigen Länge schneiden. Gerade das erfindungsgemäße stanzende Querschneiden macht es möglich, ein Produktband von mehr als einem Zentimeter Stärke zu schneiden. Insbesondere bei der besonders vorteilhaften Ausführungsform, die eine beidseitige Führung und einen beidseitigen Antrieb der Aufnahme des Querschneidmessers aufweist, sind der Breite des zu verarbeitenden Produktbandes kaum Grenzen gesetzt.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird die Länge des Querschneidmessers so bemessen, dass es lediglich die erwünschten Sticks schneidet, jedoch nicht den oder die am Käseband verbleibenden Randstreifen. Diese bleiben dann als solche erhalten und werden vorteilhafterweise über einen Abweg vom Förderband entfernt und zur separaten Weiterverarbeitung, insbesondere zur Wiederverwertung, von der Vorrichtung abgeführt. Auf diese Weise kann eine große Effektivität bei der Produktion erreicht werden.

Um die Schnitte des Querschneidmessers beliebig und genau einstellen zu können, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Bewegung des Querschneidmessers beim Querschneiden in eine Komponente entlang der Förderrichtung („x-Achse") und in eine Komponente vertikal dazu in Schnittrichtung („z-Achse") zerlegt wird und wenn beide Bewegungskomponenten voneinander unabhängig angesteuert werden. Mit einer solchen Steuerung kann die Länge der Käsestücke über die Ansteuerung der Bewegungen im Verhältnis zur Fördergeschwindigkeit exakt eingestellt werden. Der Schnitt kann durch die Steuerung auch optimal auf das Produkt und auf das Förderband justiert werden.

Zudem kann, wie beschrieben, eine Relativbewegung gegenüber dem Förderband erzeugt werden, so dass die geschnittenen Stücke um ein Stückchen nach vorne vom Käseband „abgeschoben" werden können, was die spätere Trennung vereinfacht. Auch ist es möglich, den Schnitt gegenüber der unter dem Querschneidmesser angeordneten Gegendruckwalze um ein Stückchen noch vorn oder nach hinten zu verschieben, womit sich die Schnittqualität verbessern lässt. Diese Möglichkeit wird vor allem auch durch das flexible Förderband eröffnet, das beim Schnitt entsprechend nachgeben kann.

Ein ganz wesentlicher weiterer Gesichtspunkt ist, dass das Querschneidmesser eine Flexibilität aufweist, die eine Biegung in Z-Richtung ermöglicht. Damit kann die Geometrie des Querschneidmessers auf das Schneiden gegen das Förderband optimiert werden. Die Einstellung einer solchen Biegung in Z-Richtung erfolgt dabei über Stellmittel, wie Schrauben, die insbesondere in einem gewissen Abstand über die Länge des Querschneidmessers verteilt sind.

Um beim Querschneiden ein Abheben des Produktes vom Förderband zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn die Längsstreifen und die aus dem Schnitt entstandenen Käsestücke beim Querschneiden mittels eines in geringem Abstand zur Oberfläche des geschnittenen Käsebandes angeordneten oder auf der Oberfläche aufliegenden und mit Fördergeschwindigkeit entlang der X-Achse mitgeführten Niederhalters beaufschlagt werden. Dieser hält das Produkt während des Querschneidens fest, bis sich das Querschneidmesser aus der Käsemasse zurück gezogen hat. Der Niederhalter hat eine Höheneinstellung, damit er auf die Produktoberfläche eingestellt werden kann. Die Höheneinstellung ist vorteilhafterweise im Betrieb von außen manuell verstellbar.

Beim Längsschneiden wird das Produkt, insbesondere der Schmelzkäse oder der Mozzarella, vorteilhafterweise mit schnell laufenden Schneid blättern in Längsstreifen geschnitten, die mit einem oder mit mehreren Zähnen versehen sind. Dabei ist die Zahnhöhe größer als die Stärke des Käsebandes und die Drehgeschwindigkeit der Schneidblätter im Verhältnis zur Fördergeschwindigkeit so eingestellt, dass ein Zahn beim Schneiden mit der Zahnspitze in das Lebensmittelband abtaucht und einen Schlitz bestimmter Schlitzlänge in dem sich in derselben Richtung bewegenden Käseband verursacht. Der durch den nachfolgenden Zahn verursachte Schlitz schließt, wie beim Sägen, an den vorangehenden Schlitz an. Solche Schneidblätter bieten wenig Berührungsfläche und schlitzen das Käseband quasi „nur" mit den Zahnspitzen. Die gezahnten Schneidblätter haben den wesentlichen Vorteil, dass beim Schnitt der Kontakt mit dem Produkt zwischenzeitlich unterbrochen ist, so dass die Reibung zwischen den Schneidblättern und dem Produkt stark reduziert ist. Zudem ist bei den in geringem Abstand parallel angeordneten Schneidblättern die für das Produkt wirksame Klemmfläche auf ein Minimum beschränkt.

Vorteilhafterweise ist das Längsschneidmittel vermittels Gasdruckfedern nach oben heraus schwenkbar, so dass die Reinigung und der Formatwechsel erleichtert ist und zudem eine sichere und ergonomische Bedienung gewährleistet ist.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren 1 und 2 näher erläutert. Es zeigen;

Figur 1: einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung und

Figur 2: eine Ansicht der Querschneidvorrichtung

Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Schneiden von Stücken vorgebbarer Länge aus einer Käsemasse, die in einem vorangestellten Verfahrensschritt zu einem Käseband 1 geformt und dem mit Fördergeschwindigkeit laufenden endlosen Förderband 2 zugeführt wurde. Die Vorrichtung umfasst ein Längsschneidmittel 3 und ein in Förderrichtung dahinter angeordnetes Querschneidmittel 4.

Das Längsschneidmittel 3 hat mit jeweils mehreren Zähnen versehene Schneidblätter 5, die sich in Förderrichtung drehen, jedoch mit einer gegenüber der Fördergeschwindigkeit erhöhten Drehgeschwindigkeit. Unterhalb der Schneidblätter 5 ist unter dem Förderband 2 eine Gegendruckwalze 7 vorgesehen, die das Gegenlager zum Schneiden bildet. Das komplette Längsschneidmittel 3 ist über Gasdruckfedern nach oben verschwenkbar, so dass es einfach zu reinigen ist. Bei nach oben verschwenktem Längsschneidmittel 3 und bei Entspannung lässt sich das Förderband als komplettes Modul ausbauen. Vom Querschneidmittel 4 ist in Figur 1 ein Schnitt durch das Querschneidmesser 8 zu erkennen, das seinerseits gegen eine Gegendruckwalze 9 schneidet. Zu erkennen sind jedoch die nicht geschnittenen Randstreifen 10 des Käsebandes 1, die in diesem Fall nach unten abgeführt und der Wiederverwertung zugeführt werden. Zur Erzeugung eines Schnittspalts zwischen Produkt und Querschneidmesser ist das Auslaufmodul leicht geneigt. Zu erkennen ist auch der „mitfahrende" Niederhalter 6, der vermittels der Einstellvorrichtung 24 manuell justierbar ist.

In Figur 2 sind Details des Querschneidmittels gezeigt: Zu erkennen ist das angedeutete Käseband 11 , dessen Längsschnitte jedoch nicht zu sehen sind. Das Querschneidmittel weist ein einen Teil des Käsebandes 11 überbrückendes Querschneidmesser mit einer durchgängigen Klinge 12 auf, die an einem Messerträger 13 gehalten ist. Dazwischen sind in einem Abstand angeordnete Stellschrauben 25 vorgesehen, die eine Justierung des flexiblen Querschneidmessers in Z-Richtung ermöglichen.

Das Querschneidmesser wird mit einem Exenterantrieb gesteuert, der auf beiden Seiten durch einen Deckel 14 abgedeckt ist. Die Exzentrizität ist in vier Stufen einstellbar. Der Excenterantrieb verursacht eine Bewegung des Querschneidmessers in Schnittrichtung der z-Achse (Pfeil), wobei die Excenterwelle 15 vermittels eines Riemens 16 von einem Servomotor 17 angesteuert wird. Die Excenterwelle 15 wird in Führungen 18 in Förderrichtung mitgeführt. Für die Bewegung in Förderrichtung entlang der x-Achse (Pfeil) ist eine weitere Excenterwelle 19 vorgesehen, die beidseitig in Führungen 20 geführt und ebenfalls von einem Servomotor 21 vermittels eines Riemens 22 angetrieben wird.

Somit kann die Bewegung des Querschneidmessers in eine Komponente entlang der Förderrichtung („x-Achse") und eine Komponente vertikal dazu in Schnittrichtung („z-Achse") zerlegt werden, wobei der Antrieb beide Bewegungskomponenten unabhängig voneinander ansteuert. Mit dem Excenterantrieb ist ein Antrieb für das Querschneidmesser vorhanden, der während des Querschneidens entlang der eine Bewegung des Querschneidmessers in Fördergeschwindigkeit verursacht. Durch die getrennten Servoantriebe für die x Bewegung und die z Schneidbewegung sind verschiedene Bewegungsabläufe, -geschwindigkeiten und -parameter programmierbar. Dabei ist der Exzenterhub für jeweils mehrere Hublängen in der x und der z Achse verstellbar. Der Niederhalter 6 (Figur 1 ) ist mechanisch an die x Bewegung gekoppelt. Im vorliegenden Fall wird der Niederhalter 6 wenige Millimeter, insbesondere etwa 3 - 6 mm über dem Produkt justiert. Dazu ist er manuell höheneinstellbar.