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Patent Searching and Data


Title:
CUTTING PLATE FOR ROTATING TOOLS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/014003
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cutting plate for tools rotating about a tool axis, especially boring tools with several cutting edges. Said cutting plate comprises a major cutting edge (26) which is connected to the minor cutting edge (32) in the radial extension thereof over a cutting corner (30) at a certain angle. A common face (38) is joined to a longitudinal side of the major cutting edge (26) and the minor cutting edge (32), while a major flank (40) or a minor flank (42) is joined to the other longitudinal side of the major cutting edge (26) and the minor cutting edge (32), said flank forming a wedge angle with said face. The aim of the invention is to be able to support the tool on the boring wall (36) with low friction in order to enable extensively vibration-free machining to be carried out even with long projecting tools. In order to achieve this, a support land (34) is arranged in the region of the minor cutting edge (32), said support land being defined by two interspaced support edges (44, 46) which are arranged in the rotating direction of the tool. The support edges have the same radial distance (r¿1?, r¿2?) in relation to the tool axis (24) over the whole of the length thereof. Said support edges (44, 46) are oriented in a functionally parallel manner in relation to the tool axis (24), while the support land is functionally embodied in the form of a flat surface which is parallel in relation to the tool axis.

Inventors:
Leuze, Peter (Weinstrasse 48, Walheim, 74399, DE)
Röser, Frank (Silcherstrasse 6, Gemmrigheim, 74376, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/008001
Publication Date:
February 21, 2002
Filing Date:
July 11, 2001
Export Citation:
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Assignee:
KOMET PRÄZISIONSWERKZEUGE ROBERT BREUNING GMBH (Zeppelinstrasse 3, Besigheim, 74354, DE)
Leuze, Peter (Weinstrasse 48, Walheim, 74399, DE)
Röser, Frank (Silcherstrasse 6, Gemmrigheim, 74376, DE)
International Classes:
B23B51/00; B23B27/14; (IPC1-7): B23B27/16
Attorney, Agent or Firm:
Wolf, Eckhard (Wolf & Lutz, Hauptmannsreute 93, Stuttgart, 70193, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Schneidplatte für um eine Werkzeugachse (24) drehende Werkzeuge, mit einer Hauptschneide (26) und einer in deren Verlängerung radial nach außen hin über eine Schneidenecke (30) unter einem Winkel an diese anschließenden Nebenschneide (32), mit einer auf einer Längs seite der Hauptschneide (26) und der Nebenschneide (32) anschlie ßenden gemeinsamen Spanfläche (38) und mit je einer auf der anderen Längsseite an die Hauptschneide (26) bzw. die Nebenschneide (32) anschließenden, mit der gemeinsamen Spanfläche je einen Keilwinkel einschließenden Haupffreifläche (40) bzw. Nebenfreifläche (42), da durch gekennzeichnet, daß im Bereich der Nebenschneide (32) eine Stützfase (34) angeordnet ist, die durch zwei in Drehrichtung des Werkzeugs im Abstand voneinander angeordneten Stützkanten (44, 46) begrenzt ist, wobei die Stützkanten (44,46) über ihre gesamte Länge den gleichen Radiusabstand (r, bzw. r2) von der Werkzeugachse (24) aufweisen.
2. Schneidplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkanten (44,46) parallel zur Werkzeugachse (24) verlaufen.
3. Schneidplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfase (34) als zur Werkzeugachse (24) parallele ebene Fläche ausgebildet ist.
4. Schneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, daß die Stützfase (24) in ihrer parallel zur Werkzeugachse (24) ausgerichteten Längserstreckung eine Länge aufweist, die minde stens dem doppelten Abstand zwischen den Stützkanten (44,46) ent spricht.
5. Schneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, daß die Stützkanten (44,46) einen Abstand von 0,1 bis 1,5 mm voneinander aufweisen.
6. Schneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, daß die Stützfase (34) zwischen den Stützkanten (44,46) sich über einen Bruchteil der Schneidplattendicke erstreckt.
7. Schneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, daß die Stützfase (34) in ihrer Längserstreckung bis zur vor zugsweise abgerundeten oder facettierten Schneidenecke (30) reicht.
8. Schneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, daß die Hauptschneide (26') und die anschließende Neben schneide (32) in ihrer Längserstreckung einen Winkel von 70° bis 110° einschließen.
9. Schneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn zeichnet, daß sie als Umsetzschneidplatte mit mindestens zwei in glei chen Winkelabständen voneinander angeordneten Hauptschneiden (26) und Stützfasen (34) ausgebildet ist.
10. Schneidplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie als TrigonPlatte mit drei eine Dachform mit einem Spitzenwinkel von 140 bis 170° aufweisenden Hauptschneiden (26) ausgebildet ist.
11. Schneidplatte nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zu einer Hauptschneide (26) gehörende Stützfase (34) in den Eckbereich einer in definierter Umsetzrichtung benachbarten Haupt schneide (26) eingeformt ist.
12. Schneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn zeichnet, daß die Stützkanten (44,46) abgerundet oder im wesentli chen tangential zum Werkzeugflugkreis facettiert sind.
Description:
Schneidplatte für drehende Werkzeuge Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Schneidplatte für um eine Werkzeugachse dre- hende Werkzeuge, insbesondere für mehrschneidige Bohrwerkzeuge, mit einer Hauptschneide und einer in deren Verlängerung radial nach außen hin über eine Plattenecke unter einem Winkel an diese anschließende Neben- schneide, mit einer auf einer Längsseite an die Hauptschneide und die Ne- benschneide anschließenden gemeinsamen Spanfläche und mit je einer auf der anderen Längsseite an die Hauptschneide bzw. die Nebenschneide an- schließenden, mit der gemeinsamen Spanfläche je einen Keilwinkel ein- schließenden Hauptfreifläche bzw. Nebenfreifläche.

Um bei lang auskragenden und mehrschneidigen Werkzeugen mit Schneidplatten der vorgenannten Art Vibrationen beim Arbeitsvorgang zu vermeiden, ist dort eine als Führungskante ausgebildete Nebenschneide vorgesehen, die an der gebohrten Wand entlanggeführt wird. Zur Erzielung der Führungswirkung wird die Führungskante üblicherweise mit einem Rundschliff versehen, dessen Krümmungsradius kleiner als der Bohrungsra- dius ist. Dies bedeutet, daß die Führungskante entlang einer Linie an der Bohrungswand geführt ist. Wenn der Rundschliff einen zu kleinen Radius aufweist, wird die Führung relativ schlecht. Das Werkzeug rattert, weil es mit der Führungskante an der Bohrungswand hängen bleibt oder einschneidet.

Bei einer Annäherung an den Bohrungsradius kommt es zu einer Flächenbe- rührung, die den Reibanteil des Werkzeugs in der Bohrung erhöht und zu Überlastungen der Maschine und/oder der Werkzeuge führen kann. Dieser Effekt wird um so schwerwiegender, je mehr Schneiden über den Umfang des Werkzeugs angeordnet sind.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Schneidplatte der eingangs angegeben Art dahingehend zu verbessern, daß sich im Bereich der Nebenschneide eine optimale Stützwirkung bei minima- ler Reibung ergibt.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im Anspruch 1 angegebenen Merk- male vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen er- geben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die erfindungsgemäße Lösung geht von dem Gedanken aus, daß im Bereich der Nebenschneide eine Stützfase angeordnet ist, die durch zwei in Dreh- richtung des Werkzeugs im Abstand voneinander angeordnete Stützkanten begrenzt ist, die über ihre gesamte Länge den gleichen, zugleich den Flug- kreisradius des Werkzeugs bildenden Radiusabstand von der Werkzeugach- se aufweisen. Die Stützkanten verlaufen dabei in ihrer Längserstreckung zweckmäßig parallel zur Werkzeugachse, während die zwischen den Stütz- kanten befindliche Stützfase vorzugsweise als ebene Fläche ausgebildet ist.

Die Stützfase weist in ihrer parallel zur Werkzeugachse ausgerichteten Längserstreckung vorteilhafterweise eine Länge auf, die mindestens dem doppelten Abstand zwischen den Stützkanten entspricht. Um eine reibungs- arme Abstützung zu erhalten, sollten die Stützkanten je nach Bohrungs- durchmesser einen Abstand von 0,1 bis 1,5 mm voneinander aufweisen. Die Stützfase zwischen den Stützkanten erstreckt sich dabei vorteilhafterweise über einen Bruchteil der Schneidplattendicke. In ihrer Längserstreckung reicht die Stützfase bis zu der ggf. gerundeten oder facettierten Schneiden- ecke. Die Stützkanten können gerundet oder vorzugsweise tangential zum Werkzeugflugkreis facettiert sein. Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfin- dung sieht vor, daß die Hauptschneide und die als Stützfase ausgebildete Nebenschneide in ihrer Längserstreckung einen rechten Winkel miteinander einschließen.

Die erfindungsgemäße Schneidplatte kann sowohl als Wechselschneidplatte mit nur einer Schneidenecke als auch als Umsetzschneidplatte mit mehreren Schneidecken ausgebildet sein. Im letzteren Falle sind mindestens zwei in gleichen Winkelabständen voneinander angeordnete Hauptschneiden und Nebenschneiden vorgesehen. Vorteilhafterweise ist die Schneidplatte als Trigon-Platte mit drei eine Dachform mit einem Spitzenwinkel von 140 bis 170° aufweisenden Hauptschneiden ausgebildet, wobei die zu einer Haupt- schneide gehörende Stützfase in den Eckbereich einer in einer definierten Umsetzrichtung benachbarten Hauptschneide eingeformt ist.

Die erfindungsgemäßen Maßnahmen eignen sich sowohl für die Verwen- dung in Vollbohrern als auch in Aufbohrern und Reibahlen, und dabei vor- zugsweise in lang auskragenden und mehrschneidigen Werkzeugen. Durch die reibungsarme Abstützung und Führung in der Bohrung wird die Vibrati- onsneigung des Bohrwerkzeugs reduziert.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines doppelschneidigen Bohrwerkzeugs mit Trigon-Umsetzschneidplatten ; Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung einer Trigon-Umsetz- schneidplatte ; Fig. 3a bis c eine Draufsicht und zwei Seitenansichten der Trigon- Schneidplatte nach Fig. 2 ; Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt einer Seitenansicht der Um- setzschneidplatte mit Stützfase in schematischer Darstellung innerhalb der Bohrergeometrie.

Das in der Zeichnung dargestellte Bohrwerkzeug ist als zweischneidiger Aufbohrer ausgebildet. Das Bohrwerkzeug ist für den Einsatz in Werkzeug- maschinen bestimmt und weist zu diesem Zweck einen von einem Kupp- lungsflansch 10 für eine Planflächenanlage begrenzten Kupplungsschaft 12 für den Anschluß an eine nicht dargestellte Maschinenspindel auf. Mit dem Kupplungsflansch 10 ist außerdem ein langgestreckter Grundkörper 14 ver- bunden, der im Bereich seines stirnseitigen Endes mit zwei Plattensitzen 16 versehen ist, von denen aus sich Spanfördernuten 18 über die Länge des Grundkörpers 14 erstrecken. In den Plattensitzen 16 sind zwei gleich ausge- bildete Trigon-Umsetzschneidplatten 20 auswechselbar angeordnet und mit Befestigungsschrauben 22 am Grundkörper 14 befestigt. Die Befestigungs- schrauben sind dabei von den Spanfördernuten aus im wesentlichen senk- recht zur Bohrerachse 24 in den Grundkörper 14 eingedreht.

Jede der Schneidplatten weist drei Hauptschneiden 26 auf, von denen eine im Einbauzustand wirksam ist. Die Hauptschneiden 26 weisen eine dachför- mige Spitze 28 auf, wobei der eine Schenkel 26'der Hauptschneide von der Spitze 28 aus zur Schneidenecke 30 hin geradlinig verläuft und der andere Schenkel 26"zur anderen Schneidenecke 30 hin eine weitere stumpfwinkli- ge Abbiegung 32 aufweist. Der Winkel der dachförmigen Spitze 28 und der stumpfe Winkel im Bereich der Abbiegung 32 sind dabei so dimensioniert, daß zwischen dem Hauptschneidenschenkel 26'und der benachbarten Ab- biegung 32 sich ein Winkel von 70° bis 110°, vorzugsweise von 90° ergibt.

Die dem jeweiligen Hauptschneidenschenkel 26'über die Schneidenecke 30 benachbarte Abbiegung 32 bildet im Einbauzustand eine Nebenschneide, an die sich eine Führungs-und Stützfase 34 zur Abstützung des Werkzeugs an der Bohrungswand 36 (Fig. 4) anschließt.

Die Schneidplatte weist ferner eine in die Spanfördernut 18 mündende Spanfläche 38 sowie eine mit der Spanfläche einen Schneidkeil bildende

Haupffreifläche 40 auf. Die Nebenschneide 32 ist an ihrer einen Längsseite durch die gemeinsame Spanfläche 38 begrenzt, während auf der anderen Seite der Stützfase 34 eine Nebenfreifläche 42 anschließt.

Die Stützfase 34 ist durch zwei in Drehrichtung 43 des Werkzeugs im Ab- stand s voneinander angeordnete Stützkanten 44,46 begrenzt, die über ihre gesamte Länge den gleichen Radiusabstand r, bzw. r2 von der Werk- zeugachse 24 aufweisen, der dem Flugkreisradius des Werkzeugs ent- spricht. Wie aus Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 4 zu ersehen ist, verlaufen die Stützkanten 44,46 parallel zur Werkzeugachse 24, sind aber bei dem ge- zeigten Ausführungsbeispiel im Hinblick auf die zusätzliche Dreiecksfase 48 unterschiedlich lang. Die Stützfase 34 als solche ist hier als zur Werk- zeugachse 24 parallele ebene Fläche ausgebildet (vgl. Fig. 3c und Fig. 4).

Mit den beschriebenen Maßnahmen wird erreicht, daß das Werkzeug beim Bohrvorgang über die Stützkanten 44,46 der Stützfase 34 reibungsarm an der Bohrungswand 36 abstützbar ist, und daß ein und dieselbe Schneidplatte für unterschiedliche Bohrungsradien r1, r2 einsetzbar ist.

Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten : Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneidplatte für um eine Werkzeugachse drehende Werkzeuge, ins- besondere für mehrschneidige Bohrwerkzeuge. Die Schneidplatte weist eine Hautpschneide 26 und eine in deren Verlängerung radial nach außen hin über eine Schneidenecke 30 unter einem Winkel an diese anschließende Nebenschneide 32 auf. An die eine Längsseite der Hauptschneide 26 und der Nebenschneide 32 schließt eine gemeinsame Spanfläche 38 an, wäh- rend auf der anderen Längsseite der Hauptschneide 26 und der Neben- schneide 32 eine Hauptfreifläche 40 bzw. eine Nebenfreifläche 42 an- schließt, die mit der Spanfläche einen Keilwinkel einschließt. Um das Werk- zeug reibungsarm an der Bohrungswand 36 abstützen zu können und damit auch bei lang auskragenden Werkzeugen eine weitgehend vibrationsfreie

Bearbeitung zu ermöglichen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß im Bereich der Nebenschneide 32 eine Stützfase 34 angeordnet ist, die durch zwei in Drehrichtung des Werkzeugs im Abstand voneinander ange- ordnete Stützkanten 44,46 begrenzt ist, wobei die Stützkanten über ihre ge- samte Länge den gleichen Radiusabstand r, bzw. r2 von der Werkzeugachse 24 aufweisen. Die Stützkanten 44,46 sind zweckmäßig parallel zur Werk- zeugachse 24 ausgerichtet, während die Stützfase zweckmäßig als zur Werkzeugachse 24 parallele ebene Fläche ausgebildet ist.