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Title:
CUTTING TOOL, FASTENING SYSTEM AND USE OF A CUTTING TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/041587
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cutting tool, in particular a hole punch, comprising a base body (20) and an additional body (30), wherein the base body (20) extends along a longitudinal axis (L) and ends in a first end face (21) and a second end face (22), wherein the second end face (22) is inclined and/or offset with respect to the first end face (21), and wherein the additional body (30) ends in a third end face (31) which is laterally offset with respect to the second end face (22).

Inventors:
SCHMOLKE, Thomas (Bergackerweg 2, Vilsbiburg, 84137, DE)
LERCH, Johann-Stefan (Richildisstrasse 17, Hohenwart, 86558, DE)
SPEISEDER, Markus (Eittinger Straße 2b, Geiselhoering, 94333, DE)
Application Number:
EP2017/070284
Publication Date:
March 08, 2018
Filing Date:
August 10, 2017
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
International Classes:
B21D28/28; B21D26/033; B21D28/10; B23P19/06; F16B37/04; F16B37/06; F16B37/14
Foreign References:
US6109086A2000-08-29
US20070157695A12007-07-12
JP2008126795A2008-06-05
US7204113B12007-04-17
DE19719426A11998-11-19
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Claims:
Patentansprüche

1 . Schneidwerkzeug, insbesondere Lochstempel,

umfassend einen Grundkörper (20) und einen Zusatzkörper (30), wobei sich der Grundkörper (20) entlang einer Längsachse (L) erstreckt und in einer ersten Stirnfläche (21 ) und in einer zweiten Stirnfläche (22) endet,

wobei die zweite Stirnfläche (22) geneigt und/oder versetzt zur ersten Stirnfläche (21 ) angeordnet ist, und

wobei der Zusatzkörper (30) in einer dritten Stirnfläche (31 ) endet, welche seitlich versetzt zur zweiten Stirnfläche (22) angeordnet ist.

2. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1 ,

wobei die erste Stirnfläche (21 ) im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse (L) angeordnet ist.

3. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2,

wobei die dritte Stirnfläche (31 ) geneigt und/oder versetzt zur ersten Stirnfläche (21 ) angeordnet ist.

4. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei die zweite Stirnfläche (22) und die dritte Stirnfläche (31 ) ineinander übergehen.

5. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei ein Querschnitt des Grundkörpers (20) rund, insbesondere kreisrund, oder eckig, insbesondere vier-, fünf- oder sechseckig, ist.

6. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei ein Querschnitt des Zusatzkörpers (30) rund, insbesondere kreisrund, oder eckig, insbesondere viereckig, ist.

7. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Winkel (a) zwischen der ersten Stirnfläche (21 ) und der dritten Stirnfläche (31 ) in einem Bereich von etwa 100 bis 130° liegt.

8. Befestigungssystem,

umfassend ein Befestigungselement (60), welches in einer Befestigungsöffnung (42) eines Bauteils (40) angeordnet oder anordenbar ist, wobei die Befestigungsöffnung (42) derart gestanzt ist, dass ein Stanz- butzen (44) an der Befestigungsöffnung (42) verbleibt.

9. Befestigungssystem nach Anspruch 8,

wobei das Befestigungselement (60) eine Spreizmutter (61 ), ein Montagestopfen (62), eine Käfigmutter (63) oder eine Blindnietmutter (64) ist.

10. Formwerkzeug zur Fertigung von mittels Innenhochdruck umgeformten Bauteilen, umfassend zumindest ein Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 -7.

1 1 . Verwendung eines Schneidwerkzeugs nach einem der Ansprüche 1 -7 zum Herstellen einer Befestigungsöffnung (42) in einer Fahrzeugkomponente, insbesondere einem Achsträger.

Description:
SCHNEIDWERKZEUG, BEFESTIGUNGSSYSTEM UND VERWENDUNG EINES

SCHNEIDWERKZEUGES

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug, insbesondere einen Lochstempel, ein Befestigungssystem, ein Formwerkzeug sowie eine Verwendung eines Schneidwerkzeugs.

Schneidwerkzeuge bzw. Lochstempel der in Rede stehenden Art sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt. Derartige Werkzeuge werden insbesondere zum Lochen bzw. Stanzen von Löchern, Durchbrüchen etc. verwendet. Derartige Werkzeuge können von Hand betätigt werden. Üblich ist es aber auch, derartige Werkzeuge in andere Werkzeuge zu integrieren, beispielsweise in Formhälften von Innenhochdruck-Werkzeugen. Damit ist es z. B. möglich, während des Innenhochdruck-Umformverfahrens gleichzeitig beispielsweise ein Loch zu fertigen. Grundsätzlich sind hierbei verschiedene Verfahrensvarianten bekannt, beispielsweise das Lochen„nach innen", das Lochen„nach außen" sowie das Lochen„mit am Bauteil verbleibendem But- zen". Das letztgenannte Verfahren ist beispielsweise in der DE 197 19 426 A1 beschrieben. Hierbei wird ein Loch- bzw. Schneidwerkzeug an einer Stelle der Stanzkante stumpf ausgebildet, sodass in einem Teil des Lochbereichs eine Verbindung bestehen bleibt, wodurch der ausgestanzte Butzen nach innen umgeklappt wird und mit der Platine verbunden bleibt und somit nicht lose im Hohlkörper verbleibt. Problematisch dabei ist, dass der umgeklappte Stanzbutzen ein Setzen von Anbauteilen, wie beispielsweise eines Montagestopfens, verhindert. Hier ist dann ggf. ein weiterer, beispielsweise mechanischer, Bearbeitungsschritt notwendig, welcher aber mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schneidwerkzeug, ein Befestigungssystem, ein Formwerkzeug sowie eine Verwendung eines Schneidwerkzeugs anzugeben, welche die vorgenannten Nachteile beseitigen und dabei effizient und kostengünstig sind. Diese Aufgabe wird durch ein Schneidwerkzeug gemäß Anspruch 1 , durch ein Befestigungssystem gemäß Anspruch 8, durch ein Formwerkzeug gemäß Anspruch 10 sowie durch eine Verwendung gemäß Anspruch 1 1 gelöst. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der Beschreibung und den beigefügten Figuren.

Erfindungsgemäß umfasst ein Schneidwerkzeug, insbesondere ein Lochstempel, einen Grundkörper und einen Zusatzkörper, wobei sich der Grundkörper entlang einer Längsachse erstreckt und in einer ersten Stirnfläche und in einer zweiten Stirnfläche endet, wobei die zweite Stirnfläche geneigt und/oder versetzt zur ersten Stirnfläche angeordnet ist, und wobei der Zusatzkörper in einer dritten Stirnfläche endet, welche seitlich versetzt zur zweiten Stirnfläche angeordnet bzw. ausgebildet ist. Mit anderen Worten ist die dritte Stirnfläche also neben bzw. seitlich zur zweiten Stirnfläche angeordnet bzw. ausgebildet, wobei die dritte Stirnfläche dabei z. B. auch unmittelbar angrenzend an die zweite Stirnfläche ausgebildet sein kann. Bezogen auf eine Mittellinie des Grundkörpers ist der Zusatzkörper radial versetzt angeordnet bzw. ausgebildet.

Die erste Stirnfläche wird von einer Stanzkante begrenzt, welche bereichsweise stumpf ausgebildet ist. In dem stumpfen Bereich ist die zweite Stirnfläche gebildet bzw. die zweite Stirnfläche bildet diesen stumpfen Bereich. Damit wird ermöglicht, dass das Loch bzw. der Durchbruch, dessen Form im Wesentlichen durch den Querschnitt des Grundkörpers bestimmt wird bzw. vorgegeben ist, nicht vollständig ausgestanzt wird. Mit Vorteil ist nun (daran angrenzend) die dritte Stirnfläche vorgesehen, welche dahingehend ausgelegt ist, den Stanzbutzen zur Seite hin wegzuklappen bzw. umzuklappen, sodass es möglich ist, Anbauteile, wie Montagestopfen etc. in einer so hergestellten Befestigungsöffnung anzubringen. Die dritte Stirnfläche fungiert also als eine Art Stoßfläche, welche, beim Hineinfahren des Schneidwerkzeugs in ein Werkstück, den Stanzbutzen von dem Schneidwerkzeug weg verlagert, in Bezug auf die Längsachse bzw. Bewegungsrichtung des

Schneidwerkzeugs insbesondere im Wesentlichen radial weg verlagert.

Gemäß einer Ausführungsform ist die erste Stirnfläche im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse angeordnet. Dabei ist die Stirnfläche bevorzugt eben bzw. glatt ausgebildet. Alternativ kann die Stirnfläche aber auch, zumindest bereichsweise, eine Krümmung aufweisen. Ähnliches gilt für die zweite Stirnfläche, welche angrenzend an die erste Stirnfläche ausgebildet ist. Zwischen der ersten Stirnfläche und der zweiten Stirnfläche ist bevorzugt ein Übergangsbereich gebildet, welcher als eine im Wesentlichen gerade Kante ausgebildet sein kann, wobei diese„Kante" auch als Radius ausgebildet sein kann, um einen im Wesentlichen stufenlosen Übergang zu schaffen.

Gemäß einer Ausführungsform ist die dritte Stirnfläche geneigt und/oder versetzt zur ersten Stirnfläche angeordnet, insbesondere versetzt entlang der Längsachse. Bezogen auf einen Querschnitt des Grundkörpers wird damit durch den Zusatzkörper eine Art Überstand geschaffen, welcher das Wegdrücken des Stanzbutzens ermöglicht. Die tatsächliche Ausgestaltung der dritten Stirnfläche kann weitestgehend frei gewählt werden, da sie insbesondere von der Geometrie des Grundkörpers und der Geometrie des später anzubringenden Anbauteils abhängig ist.

Gemäß einer Ausführungsform gehen die zweite Stirnfläche und die dritte Stirnfläche ineinander über, wobei mit„Ineinander-Übergehen" insbesondere ein stufenloser Übergang gemeint ist. Insofern kann auch die zweite Stirnfläche zum Wegdrücken des Stanzbutzens beitragen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bilden also die zweite und die dritte Stirnfläche eine gemeinsame Fläche, welche gegenüber der ersten Stirnfläche geneigt ist.

Gemäß einer Ausführungsform ist der Querschnitt des Grundkörpers rund, insbesondere kreisrund oder eckig, insbesondere vier-, fünf-, oder sechseckig. Dabei liegen typische Durchmesser in einem Bereich von etwa 4-15 mm. Der im Wesentlichen viereckige bzw. insbesondere quadratische Querschnitt des Grundkörpers, welcher in einer im Wesentlichen quadratischen Befestigungsöffnung resultiert, ermöglicht mit Vorteil das Einsetzen einer Spreizmutter. Analog und entsprechend ermöglicht ein im Wesentlichen runder Grundkörper die Verwendung eines Montagestopfens, ein im Wesentlichen sechseckiger Grundkörper die Anordnung einer (sechseckigen) Blindnietmutter, während für die Verwendung einer Käfigmutter ein im Wesentlichen rechteckiger Querschnitt des Grundkörpers von Vorteil ist.

Gemäß einer Ausführungsform ist ein Querschnitt des Zusatzkörpers rund, insbesondere kreisrund oder eckig, insbesondere viereckig, wie quadratisch oder rechteckig. In bevorzugten Ausführungsformen entspricht ein Grundquerschnitt des Zusatzkörpers im Wesentlichen einem Grundquerschnitt des Grundkörpers. Für die Anordnung eines Montagestopfens hat sich ein im Wesentlichen kreissegmentförmiger Querschnitt des Zusatzkörpers als vorteilhaft erwiesen, für die Anordnung einer Spreizmutter ein im Wesentlichen viereckiger, für die Anordnung einer Käfigmutter ein im Wesentlichen rechteckiger Querschnitt und für die Anordnung einer (sechseckigen) Blindnietmutter ein im Wesentlichen sechseckiger Querschnitt.

Bezüglich des Zusatzkörpers ist noch zu erwähnen, dass sich dieser ebenfalls bevorzugt entlang der Längsachse erstreckt, insbesondere also parallel zum Grundkörper. Bevorzugt ist das Schneidwerkzeug ein einteiliges Werkzeug, welches den Grundkörper und den Zusatzkörper ausbildet. Die entsprechende Schneidgeometrie, umfassend die verschiedenen Stirnflächen etc., werden dann bevorzugt durch ein nachträgliches Bearbeiten eines entsprechenden Werkzeugrohlings hergestellt. Abhängig von Art und Verwendung des Schneidwerkzeugs umfasst dieses zweckmäßigerweise auch einen geeignet ausgebildeten Anschlussbereich zum Anschluss bzw. zur Verbindung mit einer Betätigungseinrichtung etc. Insbesondere ist beispielsweise eine Mitnahmekerbe vorgesehen. Gemäß einer Ausführungsform können auch mehrere, beispielsweise nebeneinander angeordnete, Zusatzkörper vorgesehen sein, insbesondere beispielsweise, wenn der Grundkörper eine eher längliche Querschnittsform aufweist. Die Zusatzkörper, beispielsweise zwei oder drei, sind dann mit Vorteil an der längeren Kante des Grundkörpers, angeordnet.

Gemäß einer Ausführungsform liegt ein Winkel zwischen der ersten Stirnfläche und der dritten Stirnfläche bzw. der zweiten Stirnfläche in einem Bereich von etwa 100-130°, bevorzugt in einem Bereich von etwa 1 10-128°. Für die Anordnung einer Spreizmutter hat sich beispielsweise ein Winkel in einem Bereich von etwa 123-128° als vorteilhaft erwiesen, für die Anordnung eines Montagestopfens ein Winkel in einem Bereich von etwa 1 10-1 18°, für die Anordnung einer Käfigmutter (Prestole-Käfig) oder einer Blindnietmutter ein Winkel in einem Bereich von etwa 109-1 15°.

Die hierbei vorteilhaften Geometrien des Grundkörpers bzw. des Zusatzkörpers wurden bereits beschrieben.

Die Erfindung richtet sich weiter auf ein Befestigungssystem, umfassend ein Befestigungselement, welches in einer Befestigungsöffnung eines Bauteils angeordnet oder anordenbar ist, wobei die Befestigungsöffnung derart gestanzt ist, dass der Stanzbutzen an der Befestigungsöffnung verbleibt. Bevorzugt wird zur Herstellung einer derartigen Befestigungsöffnung ein erfindungsgemäßes Schneidwerkzeug verwendet, welches ermöglicht, dass Befestigungselemente, wie Anbauteile in Form von Montagestopfen etc., in die Befestigungsöffnung eingesetzt bzw. angebracht werden können, obwohl der Stanzbutzen nicht entfernt wurde.

Gemäß einer Ausführungsform ist das Befestigungselement eine Spreizmutter, ein Montagestopfen, eine Käfig- oder Blindnietmutter. Es gelten für das erfindungsgemäße Befestigungssystem die im Zusammenhang mit dem Schneidwerkzeug erwähnten Vorteile und Merkmale analog und entsprechend sowie umgekehrt.

Die Erfindung richtet sich auch auf ein Formwerkzeug zur Fertigung von mittels Innenhochdruck umgeformten Bauteilen, umfassend zumindest ein erfindungsgemäßes Schneidwerkzeug. Bevorzugt handelt es sich bei dem Formwerkzeug um eine Formhälfte eines Innenhochdruckumformwerkzeugs. Dieses weist an einer Innenkontur, welche eine Außenkontur des späteren Bauteils bildet, zweckmäßigerweise zumindest ein erfindungsgemäßes Schneidwerkzeug auf, welches gegenüber der Innenkontur der entsprechenden Formhälfte verfahrbar ist, wodurch während und/oder nach dem eigentlichen Prozess des Innenhochdruckumformens des Bauteils eine Befestigungsöffnung gefertigt/gestanzt werden kann. Typische Innendrücke liegen in einem Bereich von etwa 1600 bar. Der Druck wird z. B. über eine Öl-Wasser- Emulsion in den Hohlkörper gebracht.

Die Erfindung richtet sich auch auf eine Verwendung eines erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs zum Herstellen einer Befestigungsöffnung in einer Fahrzeugkomponente, insbesondere beispielsweise einem Achsträger eines Personenkraftwagens. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem Achsträger um ein zumindest teilweise bzw. bereichsweise durch Innenhochdruck umgeformtes Bauteil, insbesondere beispielsweise aus einem Metall wie Stahl oder Aluminium.

Typische (Bauteil-)Wandstärken liegen in einem Bereich von etwa 2 bis 3 mm. Der verwendete Innendruck, welcher beim Stanzen als Stützdruck wirkt, ist unter anderem abhängig von der Wandstärke, der Stempelgeometrie und dem jeweiligen Material. Bei Wandstärken von 2 bis 3 mm und der Verwendung eines Stahlwerkstoffs (z. B. S 355) haben sich Innendrücke in einem Bereich von etwa 1600 bar als vorteilhaft erwiesen. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen von Schneidwerkzeugen mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Unterschiedliche Merkmale können dabei im Rahmen der Erfindung miteinander kombiniert werden.

Es zeigen: mehrere Darstellungen, welche, am Beispiel einer Spreizmutter, die Funktionsweise einer Ausführungsform eines Schneidwerkzeugs verdeutlichen;

Fig. 2: zwei Detailansichten des Schneidwerkzeugs aus Fig. 1 ;

Fig. 3: mehrere Darstellungen, welche, am Beispiel eines Montagestopfens, die Funktionsweise einer Ausführungsform eines Schneidwerkzeugs verdeutlichen;

Fig. 4: zwei Detailansichten des Schneidwerkzeugs aus Fig. 3;

Fig. 5: mehrere Darstellungen, welche, am Beispiel einer Käfigmutter, die Funktionsweise einer Ausführungsform eines Schneidwerkzeugs verdeutlichen;

Fig. 6: zwei Detailansichten des Schneidwerkzeugs aus Fig. 5;

Fig. 7: zwei Darstellungen, welche, am Beispiel einer Blindnietmutter, die Funktionsweise einer Ausführungsform eines Schneidwerkzeugs verdeutlichen.

Fig. 1 zeigt links ein Befestigungselement 60 in Form einer Spreizmutter 61 . In der Mitte ist ein rohrförmiges Bauteil 40 angedeutet, durch dessen Außenwand ein Schneidwerkzeug, umfassend einen Grundkörper 20 und einen Zusatzkörper 30, hindurchdringt. Zur Befestigung bzw. Betätigung des Schneidwerkzeugs umfasst dieses einen Anschlussbereich 24. Deutlich zu sehen ist, dass durch das Hineinfahren des Schneidwerkzeugs in das Bauteil 40 bzw. dessen Außenwand eine Befestigungsöffnung 42 gebildet wird, deren Geometrie an dem umgeklappten Stanzbutzen 44 erkennbar ist. Es wird deutlich, dass das„zur Seite Drücken" des Stanzbutzens 44 vorwiegend durch den Zusatzkörper 30 vollzogen wird. Durch dessen vorteilhafte Ausgestaltung ist es möglich, dass die Spreizmutter 61 in der auf diese Weise hergestellten Befestigungsöffnung 42 angeordnet werden kann, wobei dies insbesondere durch das Umklappen und das seitliche Verlagern des Stanzbutzens 44 ermöglicht wird, vgl. die rechte Darstellung, welche die Anordnung der Spreizmutter 61 in der Befestigungsöffnung 42 zeigt. Der Stanzbutzen 44 stört die Anordnung des Montagestopfens 62 nicht. Bevorzugt erfolgt das Stanzen zusammen mit einem Innenhochdruckumformverfahren, mit welchem auch das Bauteil 40 umgeformt wird. Der anliegende Innenhochdruck wirkt als Stützdruck während des Stanzens. Bei einer Wandstärke von etwa 2 bis 3 mm liegt den Innenhochdruck bei etwa 1600 bar (Werkstoff: Stahl, z. B. S 355).

Fig. 2 zeigt in seiner linken Bildhälfte eine Detailansicht eines unteren Teils des aus der Fig. 1 bekannten Schneidwerkzeugs. Erkennbar sind der Grundkörper 20 und der seitlich angeordnete bzw. ausgebildete Zusatzkörper 30, wobei sich beide entlang einer Längsachse L des Schneidwerkzeugs erstrecken. Mit dem Bezugszeichen M ist eine Mittellinie des Grundkörpers gekennzeichnet. In der hier gewählten Darstellung sind eine erste Stirnfläche 21 , eine zweite Stirnfläche 22 und eine dritte Stirnfläche 31 erkennbar. Zwischen der ersten Stirnfläche 21 und der dritten Stirnfläche 31 bzw. der zweiten Stirnfläche 22 ist ein Winkel α gebildet, welcher in der hier gezeigten Ausführungsform in einem Bereich von etwa 125° liegt. Die Länge x1 beträgt in der hier gezeigten Ausführungsform etwa 9,5 mm. In der rechten Bildhälfte ist das Schneidwerkzeug von unten zu sehen, wobei hier insbesondere die Anordnung der ersten Stirnfläche 21 , der zweiten Stirnfläche 22 und der drit- ten Stirnfläche 31 relativ zueinander deutlich wird. Der Grundkörper 30 bzw. dessen dritten Stirnfläche 31 weist im Wesentlichen einen viereckigen, insbesondere rechteckigen, Querschnitt auf, wobei eine Seitenlänge x2 in der hier gezeigten Ausführungsform etwa 4 mm beträgt. Die Seitenlängen x4 und x5 des im Wesentlichen viereckigen, insbesondere quadratischen, Grundkörpers 20 betragen in der hier gezeigten Ausführungsform etwa 9 mm. Die Länge x3 beträgt vorteilhafterweise etwa 6 mm. Damit ist ein Abstand von einer Mittellinie des Grundkörpers 30 zu einer Außenkante des Zusatzkörpers 30 gemeint.

Die Figuren 3 bis 4 bzw. 5 bis 6 zeigen das im Wesentlichen aus den Figuren 1 und 2 bekannte Prinzip, wobei in den Figuren 3 und 4 ein Befestigungselement 60 als Montagestopfen 62 ausgebildet ist und in den Figuren 5 und 6 ein Befestigungselement 60 als eine Käfigmutter (Prestole-Käfig) 63. Im Folgenden wird daher, um Wiederholungen zu vermeiden, lediglich auf die wesentlichen Unterschiede eingegangen.

Mit Bezug auf Fig. 4 beträgt ein Winkel α zwischen einer ersten Stirnfläche 21 und einer dritten Stirnfläche 31 bzw. einer zweiten Stirnfläche 22 bevorzugt etwa 1 13°, wobei die Länge x1 etwa 10,2-10,3 mm beträgt. Ein Durchmesser d2 des Grundkörpers 30 liegt in der hier gezeigten Ausführungsform bei etwa 12 mm, wobei ein Durchmesser d1 des in seinem Querschnitt im Wesentlichen kreissegmentförmig ausgebildeten Zusatzkörpers 30 in einem Bereich von etwa 8 mm liegt. Eine Länge x2 beträgt in der hier gezeigten Ausführungsform etwa 4 mm.

Wie bereits erwähnt, wird in den Figuren 5 und 6 das Prinzip einer Anordnung einer Käfigmutter 63 gezeigt. Ein Winkel a, welcher sich zwischen einer ersten Stirnfläche 21 und einer dritten Stirnfläche 31 bzw. einer zweiten Stirnfläche 22 bemisst, liegt in der hier gezeigten Ausführungsform bei etwa 1 12°. Die Länge x1 beträgt etwa 8,14 mm. Ein Grundkörper 20 des Schneidwerkzeugs ist in der hier gezeigten Ausführungsform im Wesentlichen rechteckig ausgebildet, wobei eine Seitenlänge x3 bei etwa 13 mm liegt, eine Seitenlänge x4 bei etwa 9 mm. Ein Zusatzkörper 30 ist in der hier gezeigten Ausführungsform ebenfalls im Wesentlichen rechteckig ausgebildet, wobei eine Seitenlänge x2 bei etwa 2 mm liegt und eine Seitenlänge x5 bei etwa 6 mm.

Fig. 7 zeigt abschließend ein Stanzwerkzeug, ausgelegt zur Anordnung einer Blindnietmutter 64. Ein Länge x1 liegt bei etwa 3 mm, die Länge x2 bei etwa 2 mm und die Länge x3 bei etwa 13 mm. Ein Winkel zwischen einer dritten Stirnfläche 31 und einer ersten Stirnfläche 21 liegt bei etwa 1 12 °.

Letztendlich ist die exakte Geometrie des Schneidwerkzeugs immer anwen- dungsbezogen abzustimmen. Insofern ist es auch durchaus möglich, ggf. runde Grundkörper mit eckigen Zusatzkörpern zu kombinieren bzw. umgekehrt. In den hier gezeigten Ausführungsformen gehen die zweiten und die dritten Stirnflächen stufenlos ineinander über. Abhängig von der Geometrie des Stanzbutzens bzw. auch von der Materialdicke des Bauteils, in welche die Befestigungsöffnung eingebracht werden muss, kann es auch hier von Vorteil sein, dass die dritte Stirnfläche beispielsweise eine andere Neigung aufweist, beispielsweise steiler oder flacher ausgerichtet ist als die zweite Stirnfläche bzw. sogar im Wesentlichen parallel zur ersten Stirnfläche.

Bezugszeichenliste

20 Grundkörper

21 erste Stirnfläche

22 zweite Stirnfläche

24 Anschlussbereich

30 Zusatzkörper

31 dritte Stirnfläche

40 Bauteil

42 (Befestigungs-) Öffnung

44 Stanzbutzen

60 Befestigungselement

61 Befestigungselement, Spreizmutter

62 Befestigungselement, Montagestopfen

63 Befestigungselement, Käfigmutter

64 Befestigungselement, Blindnietmutter α Winkel

x1 , x2, x3, x4, x5 Längen

d1 , d2 Durchmesser

L Längsachse

M Mittellinie