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Patent Searching and Data


Title:
CUVETTE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/137572
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a cuvette for taking a measurement on a liquid, comprising a monolithic cuvette body with a cavity (4) in the form of a narrow gap that is formed between two at least approximately parallel wall surfaces (15, 16) and is delimited by an inner wall (5, 6, 11) and a drawing edge (2) which is open towards the surroundings and from which the liquid is drawn into the cavity (4) forming a measurement zone (13) under the effect of a capillary force. The cuvette body (1) has a longitudinal axis while the inner wall (2) is provided with longitudinal wall sections (5, 6) that extend from the drawing edge (2) as well as a front area (11) which connects the longitudinal wall sections (5, 6). In order for the liquid to show a better flow pattern inside the cavity (4) and for the wall surfaces (15, 16) to be evenly coated with a chemical reagent, the drawing edge (2) is fitted with a drawing zone (17) at a distance from the longitudinal wall sections (5, 6), the longitudinal wall sections (5, 6) on both sides extend at a distance from a central drawing axis running centrally from the drawing zone (2) to the front area (11), the front area (11) has an opening (12) towards the surroundings, and peripheral zones (7, 8) are embodied along the longitudinal wall sections (5, 6), the distance (H 7) between boundary areas in said peripheral zones (7, 8) being greater than the distance (H 4) between the adjacent parallel wall surfaces (15, 16).

Inventors:
ASSMANN, Frank (Ulrichplatz 7, Magdeburg, 39104, DE)
DUMSCHAT, Christa (Wiesengrund 1, Barleben, 39179, DE)
WALTER, Berthold (Obere Gerecken 1, Niederndodeleben, 39167, DE)
GABRIEL, Günter (Markgrafenstrasse 5, Magdeburg, 39114, DE)
Application Number:
DE2007/000979
Publication Date:
December 06, 2007
Filing Date:
May 30, 2007
Export Citation:
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Assignee:
EKF - DIAGNOSTIC GMBH (Ebendorfer Chaussee 3, Barleben, 39179, DE)
ASSMANN, Frank (Ulrichplatz 7, Magdeburg, 39104, DE)
DUMSCHAT, Christa (Wiesengrund 1, Barleben, 39179, DE)
WALTER, Berthold (Obere Gerecken 1, Niederndodeleben, 39167, DE)
GABRIEL, Günter (Markgrafenstrasse 5, Magdeburg, 39114, DE)
International Classes:
B01L3/00
Attorney, Agent or Firm:
LINS, Edgar (Gramm, Lins & Partner GbRTheodor-Heuss-Str. 1, Braunschweig, 38122, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Küvette zur Durchführung einer Messung an einer Flüssigkeit, mit einem Küvettenkörper (1 ) mit einer Kavität (4) in Form eines schmalen Spaltes, der bei der Herstellung des Küvettenkörpers (1 ) im Spritz- gießverfahren mittels eines Schiebers gebildet ist und der zwischen zwei wenigstens annähernd parallelen Wandflächen (15, 16) ausgebildet ist und begrenzt ist durch eine Innenwandung (5, 6, 11) sowie durch eine zur Umgebung offene Einzugskante (2), von der aus die Flüssigkeit unter Wirkung einer Kapillarkraft in die einen Messbereich (13) ausbildende Kavität (4) eingezogen wird, wobei der Küvettenkörper eine Längsachse und die Innenwandung (5, 6, 11 ) sich von der Einzugskante (2) erstreckende Längswandabschnitte (5, 6) und einen die Längswandabschnitte (5, 6) verbindenden Stirnbereich (11) aufweist und mit einem nass aufgetragenen chemischen Reagens, das anschließend durch Abtransport von verdampften Gasen aus der

Kavität (4) heraus getrocknet ist, beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzugskante (2) mit Abstand von den Längs- wandabschnitten (5, 6) einen Einzugsbereich (17) aufweist, dass die Längswandabschnitte (5, 6) beidseitig mit Abstand von einer Ein- zugsmittenachse verlaufen, die sich mittig vom Einzugsbereich (17) zum Stirnbereich (11) erstreckt, dass der Stirnbereich (11) eine öffnung (12) zur Umgebung aufweist und dass entlang den Längswand- abschnitten (5, 6) Randbereiche (7, 8) ausgebildet sind, in denen ein gegenüber dem Abstand (H 4) der benachbarten parallelen Wand- flächen (15, 16) größerer Abstand (H 7) zwischen Begrenzungsflächen ausgebildet ist.

2. Küvette nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich der Einzugsbereich (17) mittig in der offenen Einzugskante (2) befindet.

3. Küvette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzugsbereich (17) gegenüber dem übrigen Bereich der Einzugskante (2) vorstehend ausgebildet ist.

4. Küvette nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzugsbereich (17) durch zwei vorstehende Vorsprünge (18) mit einer mittigen Ausnehmung (19) gebildet ist.

5. Küvette nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mittige Ausnehmung (19) die Form einer Kerbe aufweist.

6. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse durch den Einzugsbereich (17) verläuft.

7. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzugsmittenachse und die Längsachse zumindest an- nähernd zusammenfallen.

8. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche (7, 8) symmetrisch zur Einzugsmittenachse verlaufen.

9. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche (7, 8) in den Stirnbereich (11 ) einmünden.

10. Küvette nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche (5, 6) schräg zur Einzugsmittenachse aufeinander zu verlaufen.

11. Küvθtte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Randbereiche (7, 8) zum Stirnbereich (11) hin abnimmt.

12. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche (7, 8) geradlinig ausgebildet sind.

13. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Stirnbereich (11) quer zu den Randbereichen (7, 8) verlaufend an diese anschließt.

14. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Stirnbereich (11) gekrümmt ausgebildet ist.

15. Küvette nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Stirnbereich (11) die Form eines Kreisbogenabschnitts aufweist.

16. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sich die öffnung (12) des Stirnbereichs (11) über seine gesamte Länge erstreckt.

17. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die öffnung (12) des Stirnbereichs (11) in beiden den Stirnbereich (11 ) begrenzenden Wandflächen (15, 16) ausgebildet ist.

18. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Spalt der Kavität (4) mit seinen Wandflächen (15, 16) in den Stirnbereich (11) hinein mit in der Höhe verringerten Wandstücken (20, 21) erstreckt.

19. Küvette nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Stirnbereich (11) hineinragenden Wandstücke (20, 21) spitz zulaufende Kanten aufweisen.

20. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandflächen (15, 16) mit einem chemischen Reagens beschichtet sind.

21. Küvette nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Reagens in flüssiger Form durch Einfüllen in die Kavität (4) eingebracht und durch Trocknen auf die Wandflächen (15, 16) aufgebracht ist.

22. Küvette nach einem der Ansprüche 1 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (H 7) zwischen den Begrenzungsflächen der Randbereiche (7, 8) mindestens 50 μm, vorzugsweise mindestens 100 μm, größer ist als der Abstand (H 4) der benachbarten parallelen Wandflächen (15, 16).

Description:

Küvette

Die Erfindung betrifft eine Küvette zur Durchführung einer Messung an einer Flüssigkeit, mit einem Küvettenkörper mit einer Kavität in Form eines schmalen Spaltes, der bei der Herstellung des Küvettenkörpers im Spritzgießver- fahren mittels eines Schiebers gebildet ist und der zwischen zwei wenigstens annähernd parallelen Wandflächen ausgebildet ist und begrenzt ist durch eine Innenwandung sowie durch eine zur Umgebung offene Einzugskante, von der aus die Flüssigkeit unter Wirkung einer Kapillarkraft in die einen Messbereich ausbildende Kavität eingezogen wird, wobei der Küvettenkörper eine Längsachse und die Innenwandung sich von der Einzugskante erstreckende Längswandabschnitte und einen die Längswandabschnitte verbindenden Stirnbereich aufweist und mit einem nass aufgetragenen chemischen Reagens, das anschließend durch Abtransport von verdampften Gasen aus der Kavität heraus getrocknet ist, beschichtet ist.

Eine derartige Küvette ist durch EP 0 821 784 B1 bekannt. Der die Kavität bildende Spalt ist in einen rechteckigen, streifenförmigen einstückig hergestellten Küvettenkörper eingeformt, der durch die offene Einzugskante der Kavität unsymmetrisch abgeschlossen wird, sodass sich eine spitzwinkelige Ecke ausbildet, die als Einzugsbereich für einen Blutstropfen dient. Die Innenwandungen der Küvette sind mit einem chemischen Reagens beschichtet, wodurch beispielsweise der Blutinhaltsstoff Hämoglobin chemisch mit einer Farbreaktion umgesetzt wird. Durch eine Transmissionsmessung durch die Wandflächen innerhalb des Messbereichs hindurch ist so eine quantitati- ve Bestimmung des Hämoglobingehalts des Blutes möglich.

Innenwandung bevorzugt in die Kavität durch Kapillarwirkung eingesogen wird, sodass sich der etwa kreisförmig ausgebildete Messbereich vom Rand her füllt. Die Innenwandung geht von einem Eingangs-Längswand-Abschnitt über einen kreisbogenförmigen Abschnitt des Messbereichs in einen Aus- gangs-Längswandabschnitt über, der in einem spitzen Winkel zum Eingangs- Längswandabschnitt steht und aufgrund der unsymmetrischen Ausbildung des Endes der Küvette wesentlich kürzer ist als der Eingangs- Längswandabschnitt. Zur Unterstützung des angestrebten Strömungsverlaufs ist die Spalthöhe mit einem Kanalbereich der Innenwandung stufenför- mig oder konisch zulaufend gegenüber der Spalthöhe der Kavität im Messbereich verringert. Hierdurch soll eine höhere Kapillarkraft in einem sich an die Innenwandung anschließenden Kanal wirksam werden.

Durch US 4,088,448 ist eine Küvette bekannt, die ebenfalls in einem streifen- förmigen rechteckigen Grundkörper ausgebildet ist. Die in dem Grundkörper durch einen Spalt gebildete Kavität ist symmetrisch in Längsrichtung des Grundkörpers ausgebildet und weist zwei aufeinander zulaufende Längs- wandabschnitte auf, die durch einen quer zur Längsachse verlaufenden Stirnwandabschnitt mit der Innenwandung verbunden werden. In der Praxis geschieht das Einziehen eines Bluttropfens in die Kavität über eine Ecke des streifenförmigen Grundkörpers, an dem sich die kurze offene Einzugskante befindet. Aufgrund der symmetrisch zulaufenden Ausbildung der Kavität kommt es in dem geschlossenen Ende der Kavität häufig zu einem Luftein- schluss wegen einer unzureichenden Füllung. In einer Variante befindet sich die Kavität in der Mitte des streifenförmigen Grundkörpers und weist in Längsrichtung der Küvette zwei jeweils bis zur kurzen Kante reichenden Einzugskanäle auf. Eine derartige Ausbildung ist weder praktikabel handhabbar noch wirtschaftlich herstellbar.

Ein Problem der bekannten einstückig hergestellten Küvetten besteht darin, dass die Beschichtung der Wandflächen mit dem chemischen Reagens häufig nicht in gleichmäßiger Weise erfolgt. Das Aufbringen des Reagens erfolgt in üblicher Weise dadurch, dass die Kavität mit dem in Lösung gebrachten

Reagens gefüllt wird und dass sich das Reagens auf den Wandflächen der Kavität beim durch Wärmezufuhr verstärkten Trocknungsvorgang absetzt. Dabei wird insbesondere am Rand der Kavität eine verringerte Schichtdicke für das Reagens erzielt.

Eine unzureichende Beschichtung mit einem Reagens führt zu einer Verfälschung des Messergebnisses, wenn die Messung über den gesamten Messbereich vorgenommen wird, weil dann eine verringerte Beschichtung an den Rändern des Messbereichs eine Auswirkung auf die Messung hat. Darüber hinaus ist die Beschichtung mit dem chemischen Reagens für die Benetzung der Wandfläche mit der Flüssigkeit von Bedeutung, sodass ein gleichmäßiges Einziehen der Flüssigkeit in die Kavität durch die Kapillarwirkung nicht erzielt wird, wenn eine ungleichmäßige Beschichtung mit dem Reagens stattgefunden hat.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Küvette der eingangs erwähnten Art so auszubilden, dass ihre Kavität vollständig und gleichmäßig mit der Flüssigkeit durch Kapillarwirkung befüllt wird und dass eine fehlerfreie Messung aus einer gleichmäßigen Beschichtbarkeit der Küvette mit dem chemischen Reagens resultiert.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß eine Küvette der eingangs erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, dass die Einzugskante mit Abstand von den Längswandabschnitten einen Einzugsbereich aufweist, dass die Längswandabschnitte beidseitig mit Abstand von einer Einzugsmittenachse verlaufen, die sich mittig vom Einzugsbereich zum Stirnbereich erstreckt, dass der Stirnbereich eine öffnung zur Umgebung aufweist und dass entlang den Längswandabschnitten Randbereiche ausgebildet sind, in denen ein gegenüber dem Abstand der benachbarten parallelen Wandflächen größerer Abstand zwischen Begrenzungsflächen ausgebildet ist.

Mit der vorliegenden Küvette wird die als optimiert erkannte asymmetrische Form der Kavität und der Innenwandung verlassen, durch die die Flüssigkeit

bei einem Längswandabschnitt in die Kavität eingezogen wird, am Rand des Messbereichs umgelenkt wird und anschließend über einen kurzen Längswandabschnitt zur offenen Einzugskante zurückgeleitet wird. Vielmehr sieht die erfindungsgemäße Küvette vor, dass die Flüssigkeit zur vollständigen Füllung der Kavität etwa mittig an der Einzugskante eingezogen wird und auch über einen mittigen Spalt durch Kapillarwirkung zum Stirnbereich wandert. Sofern dabei Luft eingeschlossen wird, kann diese in dem Stirnbereich, also jenseits des Messbereichs, durch die öffnung zur Umgebung entweichen. Die öffnung kann dabei so ausgebildet sein, dass durch die öffnung keine Flüssigkeit aus der Küvette austritt.

Die entlang den Längswandabschnitten beiderseits der Einzugsrichtung vorgesehenen Randbereiche mit einem größeren Wandabstand der beiden zu den Wandflächen parallelen Begrenzungsflächen führt zu einer verringerten Kapillarwirkung in den Randbereichen, sodass die Füllung der Kavität schneller in dem mittleren Bereich der Kavität erfolgt und zu den Randbereichen hin eine zurückbleibende Strömungsfront ausgebildet wird, da die Strömungsgeschwindigkeit in den Randbereichen aufgrund der verringerten Kapillarwirkung geringer ist. Der Abstand zwischen den Begrenzungsflächen der Randbereiche ist zweckmäßigerweise mindestens 20 μm, vorzugsweise mindestens 50 μm, weiter bevorzugt mindestens 100 μm größer als der Abstand der benachbarten parallelen Wandflächen. Die erfindungsgemäß ausgebildeten Randbereiche führen dazu, dass eine Beschichtung der Wandflächen der Kavität des einstückigen Küvettenkörpers außerhalb der Randbe- reiche in wesentlich gleichmäßigerer Weise erfolgt, als dies bei den herkömmlichen Küvettenformen der Fall war. Bei einem Nassauftrag des chemischen Reagens, das anschließend trocknet, führen die Randbereiche mit einem vergrößerten Höhenquerschnitt zu einem beschleunigten Abtransport der verdampften Gase aus der Kavität heraus, wodurch eine gleichmäßige Schichtbildung durch Trocknung außerhalb der Randbereiche möglich wird. Da sich der Messbereich zwischen den Randbereichen befindet, lässt sich der Messbereich mit dem chemischen Reagens gleichmäßig beschichten.

Aus der beschriebenen Funktion der Küvette ergibt sich, dass der Einzugsbereich vorzugsweise mittig in der offenen Einzugskante liegt. Das Einziehen der Flüssigkeit, beispielsweise eines Blutstropfens, erfolgt somit nicht - wie bisher - im Bereich eines Längswandabschnitts, sondern mit Abstand zwischen den Längswandabschnitten, wodurch sich ein von den Längswandab- schnitten unabhängiges Strömungsprofil ausbildet.

Dies wird dadurch unterstützt, dass in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der Einzugsbereich gegenüber dem übrigen Bereich der Einzugskante vorstehend ausgebildet ist. Dadurch wird das Einziehen der Flüssigkeit in dem mittigen Einzugsbereich unterstützt.

Der Einzugsbereich kann dabei durch eine Ausbildung der beiden Wandflä- chen an der offenen Einzugskante mit zwei vorstehenden Vorsprüngen mit einer mittigen Ausnehmung gebildet sein. Die mittige Ausnehmung kann dabei die etwa dreieckförmige Kerbe aufweisen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verläuft die Längsachse der Küvette durch den Einzugsbereich, wobei vorzugsweise die Einzugsmittenachse und die Längsachse zumindest annähernd zusammenfallen.

Die mit einer vergrößerten Höhe ausgebildeten Randbereiche münden vorzugsweise in den Stirnbereich ein. Sie können zur Unterstützung einer gleichmäßigen, etwa parabelförmigen Strömungsfront schräg zur Einzugsrichtung aufeinander verlaufen. Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn die Breite der Randbereiche zum Stirnbereich hin abnimmt und wenn die Randbereiche - wie auch die Längswandabschnitte - geradlinig ausgebildet sind.

Der Stirnbereich schließt sich vorzugsweise quer zu den Randbereichen verlaufend an diese an.

Zur Anpassung an die Strömungsfront kann es zweckmäßig sein, wenn der Stirnbereich gekrümmt ausgebildet ist und insbesondere die Form eines

Stirnbereich mit der Umgebung kommuniziert, kann sich vorzugsweise über seine gesamte Länge erstrecken. Bevorzugt ist ferner, wenn die öffnung des Stirnbereichs in beiden, den Stirnbereich begrenzenden Wandflächen ausgebildet ist.

Eine Ausführungsform der Erfindung, die den Austritt der Flüssigkeit aus der

öffnung des Stimbereichs sicher unterbindet, sieht vor, dass sich der Spalt der Kavität mit seinen Wandflächen in den Stirnbereich hinein mit in der Höhe verringerten Wandstücken erstreckt. Insbesondere können die in den Stirnbereich hineinragenden Wandstücke spitz zulaufende Kanten aufweisen. Dadurch wird eine große Strömungsquerschnittsfläche für durch die Flüssigkeit aus der Kavität herausgedrückte Luft realisiert, andererseits aber der freie Querschnitt für die eine Oberflächenspannung aufweisende Flüssigkeit so verringert, dass die Flüssigkeit aufgrund ihrer Oberflächenspannung nicht austreten kann.

Die Erfindung soll im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen:

Figur 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Küvette;

Figur 2 ein Detail Y der Draufsicht gemäß Figur 1 in vergrößerter Darstellung;

Figur 3 eine Seitenansicht der Küvette gemäß Figur 1 ;

Figur 4 ein Detail X gemäß Figur 3 in einem Schnitt entlang der Linie A-

A aus Figur 1 ;

Figur 5 einen Querschnitt entlang der Linie B-B in Figur 2;

Figur 6 ein Detail Z aus Figur 5 in vergrößerter Darstellung.

Die in Figur 1 dargestellte Küvette weist einen länglichen und im Wesentlichen rechteckigen, im Spritzgussverfahren einstückig hergestellten Küvet- tenkörper 1 auf, der an einem Ende mit einer offenen Einzugskante 2 und an dem gegenüberliegenden Ende mit Handhabungsansätzen 3 ausgebildet ist.

Die vergrößerte Darstellung in Figur 2 verdeutlicht, dass an dem Ende der Einzugskante 2 der Gehäusekörper 1 eine Kavität 4 in Form eines zur Einzugskante 4 hin offenen Spaltes aufweist. Die Breite der Kavität 4 ist durch zwei Längswandabschnitte 5, 6 begrenzt, die sich von der Einzugskante 2 etwa in Längsrichtung (vgl. Schnittlinie A-A in Figur 2) des Gehäusekörpers 1 erstrecken. Dabei verlaufen die beiden Längswandabschnitte 5, 6 von der Einzugskante 2 ausgehend schräg etwas aufeinander zu. An die beiden geradlinigen Längswandabschnitte 5, 6 schließt sich jeweils ein Randbereich 7, 8 an, dessen Breite von der Einzugskante 2 ausgehend derart abnimmt, dass eine von dem Längswandabschnitt 5, 6 abgewandte Kante 9, 10 parallel zur Längsachse des Gehäusekörpers 1 verläuft. Die Randbereiche 7, 8 münden in einen Stirnbereich 11 ein, der als Kreisbogenabschnitt gekrümmt ausgebildet ist.

Wie Figur 4 verdeutlicht, bildet der Stirnbereich 11 über seine gesamte Länge eine schlitzförmige öffnung 12 auf der Oberseite und Unterseite des Gehäusekörpers 1 (in der Ansicht der Figur 1) aus.

Etwa mittig zwischen der Einzugskante 2 und dem Stirnbereich 11 befindet sich ein Messbereich 13, der eine polierte Oberfläche des aus einem transparenten Material gebildeten Gehäusekörpers 1 aufweist.

Wie Figur 4 verdeutlicht, ist die Kavität 4 durch einen Längsspalt gebildet, der durch eine obere Wandfläche 15 und durch eine dazu annähernd parallel verlaufende untere Wandfläche 16 begrenzt ist. Im Messbereich 13 weisen die beiden Wandflächen 15, 16 einen geringen Abstand zueinander auf, der sich zum Einzugsspalt 2 hin leicht vergrößert, um die Entformung eines den

Spalt in einem Spritzgießvorgang für den einstückigen Gehäusekörper 1 ausbildenden Schiebers in üblicher Technik zu ermöglichen.

Figur 2 verdeutlicht, dass die Einzugskante 2 sich beidseitig zur Längsachse des Gehäusekörpers 1 erstreckt und einen Einzugsbereich 17 bildet, der an dem am weitesten vorstehenden Teil der abgerundeten Einzugskante 2 bildet. Der Einzugsbereich ist mit zwei Vorsprüngen 18 versehen, die zwischen sich eine kerbförmige Ausnehmung 19 aufweisen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegt die kerbförmige Ausnehmung 19 in der Längsachse des Gehäusekörpers 1.

Die durch den Spalt gebildete Kavität 4 erstreckt sich von der Einzugskante 2 weg bis zum Stirnbereich 11 , der jenseits des Messbereichs 13 liegt. Im Stirnbereich 11 sind die Wandflächen 15, 16 ausbildende Wandstücke 20, 21 für die Wandflächen 15, 16 im Wesentlichen geradlinig fortgesetzt, während sie mit abgeschrägten Außenseiten in den Stirnbereich 11 ragen, sodass sie eine Spitze mit abnehmender Wandstärke aufweisen.

Die axiale Länge des Stirnbereichs 11 beträgt beispielsweise 1 mm. Durch die in den Stirnbereich 11 hereinragenden Wandstücke 20, 21 , mit der geringen Spalthöhe zwischen den Wandstücken 20, 21 und der spitzen Ausbildung der Enden der Wandstücke 20, 21 verbleibt die Flüssigkeit, vorzugsweise Blut, in der Kavität 4 und kann den Gehäusekörper 1 durch die öffnungen 12 ohne externe Krafteinwirkung nicht verlassen.

Die Querschnittsdarstellung der Figur 5 verdeutlicht, dass die Randbereiche

7, 8 entlang den Längswandabschnitten 5, 6 kanalartig ausgebildet sind und eine größere Höhe aufweisen als die Kavität 4 im Messbereich 13. Die vergrößerte Darstellung der Figur 6 verdeutlicht eine Höhe H 4 der Kavität 4 im Messbereich 13, die deutlich geringer ist als eine Höhe H 7 des Randbereichs 7.

Die Höhe H 4 beträgt größenordnungsmäßig zwischen 0,12 und 0,18 mm, während die Höhe H 7 des Randbereichs 7 mindestens 50 μm, vorzugsweise

mehr als 100 μm größer ist und beispielsweise zwischen 0,25 und 0,35 mm beträgt.

Zur Verdeutlichung der Größenordnung der Höhe der Kavität 4 werden für den Längsschnitt der Figur 4 verschiedene Höhenmaße angegeben. Die Kavität 4 weist ihre geringste Höhe zum Stirnbereich 11 hin auf. Die Höhe jenseits des Messbereichs 13 beträgt beispielsweise 0,12 mm. In der Mitte des Messbereichs 13 kann die Höhe beispielsweise 0,15 mm betragen, während die Höhe am Anfang des Messbereichs 13 0,18 mm betragen kann. Vom Einzugsspalt 2' aus gesehen vor dem Messbereich 13 kann eine Höhe 0,20 mm groß sein.

Zur Erleichterung des Einziehens eines Bluttropfens ist der Einzugsspalt 2' mit einer Höhe von beispielsweise 0,35 mm ausgebildet.

Die dargestellte Küvette führt zu einer Beschichtung aller Innenwände der

Kavität 4, wobei etwaige Unregelmäßigkeiten der Beschichtung in den kanalartigen Randbereichen 7, 8 auftreten, während im gesamten Messbereich 13 eine gleichmäßige Beschichtung vorhanden ist und somit eine quantitativ gleichmäßige Reaktion mit der eingezogenen Flüssigkeit erfolgt. Wegen der gleichmäßigen Beschichtung der Kavität 4 zwischen den Randbereichen 7, 8 wird auch eine gleichmäßige Kapillarwirkung im gesamten Bereich der Kavität 4 - zwischen den Randbereichen 7, 8 - zum Einziehen der Flüssigkeit in die Kavität 4 erreicht.