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Title:
DATA MEMORY MOUNTING UNIT FOR AN ELECTRONIC DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/141121
Kind Code:
A1
Abstract:
A data memory mounting unit for an electronic device, in particular a computer, comprises a mounting device (16) for a data memory (18), which can be connected to and disconnected from the mounting device (16), and a multi-component housing which encapsulates the mounting device (16) and has a line (24) which leads to the outside from the mounting device (16) through the housing for the purpose of making an electric connection to the device, wherein the housing can be opened without damage in order to mount and/or remove the data memory (18).

Inventors:
KIRCHHOFF, Rainer (Breslauer Ring 24, Hattorf, 37197, DE)
KLAUSGRETE, Dieter (Waldweg 27, Göttingen, 37073, DE)
LÜBKE, Eberhard (Schiefe Barte 13, Hardegsen, 37181, DE)
WEITEMEIER, Swen (Gartenstrasse 60, Lödingsen, 37139, DE)
Application Number:
EP2011/002031
Publication Date:
November 17, 2011
Filing Date:
April 20, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SARTORIUS WEIGHING TECHNOLOGY GMBH (Weender Landstrasse 94-108, Göttingen, 37075, DE)
KIRCHHOFF, Rainer (Breslauer Ring 24, Hattorf, 37197, DE)
KLAUSGRETE, Dieter (Waldweg 27, Göttingen, 37073, DE)
LÜBKE, Eberhard (Schiefe Barte 13, Hardegsen, 37181, DE)
WEITEMEIER, Swen (Gartenstrasse 60, Lödingsen, 37139, DE)
International Classes:
G11B33/02; G11B33/12; G11B33/14; H02K5/02; H02K5/136
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Claims:
Patentansprüche

1. Datenspeicheraufnahmeeinheit für eine elektronische Einrichtung, mit einer Aufnahmevorrichtung (16) für einen mit der Aufnahmevorrichtung (16) an- und abkoppelbaren Datenspeicher (18) und einem die Aufnahmevorrichtung (16) einkapselnden, mehrteiligen Gehäuse, das vom Gehäuse der elektronischen Einrichtung separat ausgebildet ist und eine von der Aufnahmevorrichtung (16) durch das Gehäuse nach außen führende Leitung (24) zum elektrischen Koppeln an die elektronische Einrichtung aufweist, wobei das Gehäuse zum Auf- und/oder Entnehmen des Datenspeichers (18) zerstörungsfrei und ohne Öffnen des Gehäuses der elektronischen Einrichtung geöffnet werden kann. 2. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse ein druckfestes und/oder schwadensicheres Gehäuse ist.

3. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch wenigstens eine Stromunterbrechungseinrichtung, die sämtliche Stromzufuhr zur Datenspeicheraufnahmeeinheit beim Öffnen des Gehäuses unterbricht.

4. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromunterbrechungseinrichtung wenigstens einen im Inneren des Gehäuses sitzenden Sensor (50) zum Detektieren des Öffnungsvorganges aufweist. 5. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromunterbrechungseinrichtung mit einem zu entfernenden Gehäuseteil (14) oder einem Befestigungsmittel (30) gekoppelt ist und, vorzugsweise, durch deren Bewegung ausgelöst wird.

6. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Befestigungsmittel (30) für das zu entfernende Gehäuseteil (14) vorgesehen sind und jedem Befestigungsmittel (30) ein Sensor (50) zum Detektieren des Öffnungsvorganges zugeordnet ist, der eine Betätigung des Befestigungsmittels erfasst.

7. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromunterbrechungseinrichtung so ausgebildet ist, dass sie beim Betätigen eines Befestigungsmittels und vor dem Entfernen des Gehäuseteils (14) die Stromzufuhr unterbricht. 8. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse eine mit der Aufnahmevorrichtung (16) gekoppelte elektrische Schaltung (22) untergebracht ist, zum Datentransfer von bzw. zur Aufnahmevorrichtung (16) und/oder zur Stromversorgung der Aufnahmevorrichtung (16). 9. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 8 soweit auf Anspruch 4 rückbezogen, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (50) und die elektrische Schaltung (22) gekoppelt sind und beim Auslösen des Sensors (50) die elektrische Schaltung (22) den Datentransfer von bzw. zur Aufnahmevorrichtung und/oder die Stromversorgung der Aufnahmevorrichtung (22) unterbricht. 10. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das entfernbare Gehäuseteil (14) ein Deckel zum Verschließen eines einseitig offenen Behälters (12) ist.

11. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (16) elektromotorenfrei aus dem Gehäuse ausfahrbar ausgebildet ist.

12. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass ein mechanisches Federelement (54) als Antriebsmittel zum Ausfahren der Aufnahmevorrichtung (16) vorgesehen ist.

13. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorzugsweise elektromagnetische Verriegelung (56) zum Freigeben des Antriebsmittels vorgesehen ist.

14. Datenspeicheraufnahmeeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (16) ein optisches Disk-Laufwerk oder eine Schnittstelle für ein im Gehäuse unterbringbares Festplattenlaufwerk, für eine SD-Karte oder für einen USB- Speicher ist.

Description:
Datenspeicheraufnahmeeinheit für eine elektronische Einrichtung Die Erfindung betrifft eine Datenspeicheraufnahmeeinheit für eine elektronische Einrichtung.

Derartige elektronische Einheiten, beispielsweise Computer, umfassen eine Aufnahmevorrichtung für einen mit der Aufnahmevorrichtung an- und abkoppelbaren Datenspeicher. Beispiele für solche Aufnahmevorrichtungen sind optische Disk-Laufwerke zum Aufnehmen einer CD-ROM oder DVD oder eine Schnittstelle für ein Festplattenlaufwerk, für eine SD-Karte, einen USB-Speicher oder dergleichen.

Aus der DE 43 03 620 A1 ist zum Beispiel eine Schreib-Lese-Einheit für elektronische Geräte bekannt, die in Form eines kompakten Hybridlaufwerkes zur Kombination und alternativen Nutzung von steck- und auswechselbaren Flachbaugruppen (IC-Karten) und einem oder mehreren Laufwerken für rotierende Speichermedien dient.

Werden elektronische Einrichtungen, insbesondere Computer in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt, so muss ausgeschlossen werden, dass es im Inneren der Einrichtungen zu einer zündenden Funkenbildung kommen kann bzw. dass sich eine Explosion im Inneren der Einrichtung nach außen fortsetzt. Aus diesem Grund werden solche Einrichtungen, zum Beispiel Industriecomputer, zum Beispiel in druckfeste Gehäuse montiert. Ein weiteres Beispiel ist eine schwadensichere Ausführung des Gehäuses, bei der ausgeschlossen wird, dass explosionsfähige Schwaden ins Innere der Einrichtung gelangen. Andere Schutzmaßnahmen wären Eigensicherheit oder Energiebegrenzung. Weitere Beispiele für elektronische Einrichtungen mit Mikroprozessoren sind Kameras, Steuerungen oder andere umprogrammierbare elektronische Geräte.

Da Eingriffe in zum Beispiel Computer, die in solchen sicherheitsrelevanten Umgebungen eingesetzt werden, nicht ohne Weiteres möglich sind, können Updates von Software oder Datenbanken nur über Daten-Schnittstellen eingespielt werden. Jedoch stehen nicht an jedem Einsatzort entsprechende Daten- Schnittstellen wie zum Beispiel ein Netzwerk zur Verfügung. Aus diesem Grund werden die Computer vorzugsweise mit optischen Laufwerken ausgerüstet, die nur beim Einbau in druckfeste oder schwadensichere Gehäuse die Sicherheitserfordernisse erfüllen. Zusätzlich müssen die Computer abgeschaltet werden, um ein Wechseln des Datenspeichers zum Aufspielen neuer Software über diese Laufwerke durchzuführen. Dasselbe gilt für andere, separat gekapselte elektronische Einrichtungen, die umprogrammierbar sind oder die aktualisierte Daten aufnehmen und weiterverarbeiten. Die genannten Schutzmaßnahmen resultieren aus in den meisten Ländern gültigen gesetzlichen Normen, etwa denen der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Die Anforderungen für gasexplosionsgefährdete Bereiche sind in der Normenreihe IEC 60079 beschrieben.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Datenspeicheraufnahmeeinheit für elektronische Einrichtungen, insbesondere Computer zu schaffen, die in sicherheitsrelevanten Bereichen, insbesondere explosionsgeschützten Bereichen und Bereichen, in denen Schwadensicherheit gefordert ist, eingesetzt werden können und die einen Datenaustausch mit der elektronischen Einrichtung ohne Netzwerk ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch eine Datenspeicheraufnahmeeinheit für einen Computer gelöst, mit einer Aufnahmevorrichtung für einen mit der Aufnahmevorrichtung an- und abkoppelbaren Datenspeicher und einem die Aufnahmevorrichtung einkapselnden, mehrteiligen Gehäuse. Das Gehäuse weist eine von der Aufnahmevorrichtung durch das Gehäuse nach außen führende Leitung zum elektrischen Ankoppeln an die elektronische Einrichtung auf und kann zum Auf- oder Entnehmen des Datenspeichers zerstörungsfrei geöffnet werden.

Der erfindungsgemäßen Datenspeicheraufnahmeeinheit liegt die Idee zugrunde, die Aufnahmevorrichtung für den Datenspeicher oder für das Ankoppeln des Datenspeichers selbst einzukapseln, und zwar mit einem öffnungsfähigen Gehäuse. Dieses Gehäuse ist nicht das Gehäuse der elektronischen Einrichtung, sondern ein eigenes Gehäuse für die Aufnahmevorrichtung. Die elektrische Kopplung mit dem separaten, zum Beispiel mit einem eigenen Sicherheitsgehäuse versehenen Computer erfolgt über die Leitung. Das Gehäuse der Datenspeicheraufnahmeeinheit wird zum Austausch oder zur Aufnahme eines Datenspeichers geöffnet, ohne dass das Gehäuse der elektronischen Einrichtung geöffnet werden muss. Die Einrichtung kann in diesem Zeitraum weiterlaufen.

Gemäß der bevorzugten Ausführungsform ist das Gehäuse der Datenspeicheraufnahmeeinheit als druckfestes oder schwadensicheres Gehäuse ausgebildet, wobei die druckfeste Ausführung den Einsatz im explosionsgeschützten Bereich der Zone 2 ermöglichen soll, wie dies in der IEC 60079-1 beschrieben ist. Die schwadensichere Ausführungsform des Gehäuses sollte die in der Norm IEC 60079-15 angegebenen Eigenschaften erfüllen.

Die Sicherheit der erfindungsgemäßen Einheit wird dadurch noch verbessert, dass wenigstens eine Stromunterbrechungseinrichtung vorgesehen ist, die sämtliche Stromzufuhr zur Datenspeicheraufnahmeeinheit beim Öffnen des Gehäuses unterbricht. Auch ein versehentliches Öffnen des Gehäuses bei noch unter Spannung stehender Datenspeicheraufnahmeeinheit wird dadurch verhindert. Bereits beim Öffnen des Gehäuses wird die erfindungsgemäße Datenspeicheraufnahmeeinheit vom Strom getrennt, so dass keine Explosion erfolgen kann. Beim Öffnen heißt in diesem Zusammenhang auch, dass auch Schritte zur Ermöglichung des Öffnungsvorgangs, z.B. des Lösens von Befestigungsmitteln, eingeschlossen sind.

Einer oder mehrere Sensoren des Gehäuses sind Teil der Stromunterbrechungseinrichtung oder definieren diese und detektieren das Öffnen des Gehäuses. Die Stromunterbrechung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Stromunterbrechungseinrichtung mit einem zu entfernenden Gehäuseteil und/oder einem Befestigungsmittel für dieses zu entfernende Gehäuseteil gekoppelt ist. Durch eine Bewegung des Befestigungsmittels oder durch einen Kontakt mit dem Befestigungsmittel oder durch eine Bewegung des Gehäuseteils wird dann die Stromunterbrechungseinrichtung ausgelöst.

Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, mehrere Befestigungsmittel für das zu entfernende Gehäuseteil vorzusehen und an jedem Befestigungsmittel einen Sensor zu positionieren. Insbesondere ist ein Sicherheitsweg vorhanden zwischen der Auslösung des Sensors bei der Bewegung eines der zum Öffnen des Gehäuses zu bewegenden Teile und dem Entfernen des Gehäuseteils.

Um eine höchstmögliche Sicherheit zu erreichen, lässt sich die Stromunterbrechungseinrichtung dabei so ausbilden, dass sie beim Betätigen des Befestigungsmittels bereits die Stromzufuhr unterbricht, und zwar vor dem Entfernen des Gehäuseteils, d.h. bevor die Schwadensicherheit bzw. Druckfestigkeit beeinträchtigt wird.

Im Gehäuse ist eine mit der Aufnahmevorrichtung gekoppelte elektrische Schaltung zum Datentransfer von bzw. zur Aufnahmevorrichtung und/oder zur Stromversorgung der Aufnahmevorrichtung angeordnet. Über diese elektrische Schaltung lassen sich weitere Vorteile erzielen.

Beispielsweise können der oder die Sensoren mit der elektrischen Schaltung gekoppelt sein, um mit dieser zu kommunizieren. Beim Auslösen des Sensors kann dann die elektrische Schaltung den Datentransfer von bzw. zur Aufnahmevorrichtung und/oder die Stromversorgung der Aufnahmevorrichtung selbst unterbrechen.

Darüber hinaus kann die Steuerung so ausgebildet sein, dass sie zum Computer hin ein Hot-Plug-fähiges Protokoll verwendet. Dies kann beispielsweise eine S-ATA- oder USB-Schnittstelle sein. Über dieses Schnittstellen-Protokoll lässt sich nach dem Wiedereinschalten des Laufwerks im laufenden Betrieb der elektronischen Einrichtung das Laufwerk vom Betriebssystem automatisch wiedererkennen und auch seine Einsatzbereitschaft detektieren.

Bezüglich der Ausführung des Gehäuses sieht die Erfindung vorteilhafterweise vor, dass das entfernbare Gehäuseteil ein Deckel zum Verschließen eines einseitig offenen Behälters ist. Der Behälter selbst lässt sich dadurch sehr stabil ausführen, und er muss auch nur von einer Seite zugänglich sein.

Die Sicherheit der Datenspeicheraufnahmeeinheit kann dadurch noch erhöht werden, dass die Aufnahmevorrichtung oder der Datenspeicher elektromotorenfrei aus dem Gehäuse ausfahrbar ist. Die damit verbundenen Vorteile lassen sich beispielhaft insbesondere bei herkömmlichen CD-ROM-Laufwerken erklären. Würde ein elektromotorisch ausfahrbares Laufwerk nämlich im ausgefahrenen Zustand vom Strom abgekoppelt werden, könnte der Motor beispielsweise beim manuellen Einschieben der CD-ROM-Aufnahme zum Generator werden, so dass es zu einer Funkenbildung kommen könnte. Bei einer elektromotorenfreien Ausführung ist eine solche Funkenbildung nicht möglich.

Anstatt eines Elektromotors kann vorteilhaft ein mechanisches Federelement als Antriebsmittel zum Ausfahren der Aufnahmevorrichtung vorgesehen sein. In diesem Zusammenhang sieht eine Ausführungsform der Erfindung vor, dass eine Verriegelung zum Freigeben des Antriebsmittels vorhanden ist. Diese Verriegelung lässt sich beispielsweise als elektromagnetische Verriegelung ausführen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht dabei vor, dass diese Verriegelung mit der Steuerung gekoppelt ist und von außerhalb des Gehäuses sowie nur vor dem Öffnen des Gehäuses betätigbar ist. Das bedeutet, dass sobald eine Sicherheitsbeeinträchtigung vorhanden wäre (z.B. beim Öffnen des Gehäuses oder beim Betätigen der Befestigungsmittel), die Verriegelung nicht mehr aktiviert werden kann. Die Verriegelung muss also vor dem Öffnen des Gehäuses einmal kurz betätigt werden, damit die Verriegelung das Antriebsmittel freigibt. Dann kann das Gehäuse geöffnet werden, und die Aufnahmevorrichtung für den Datenspeicher fährt aus.

Wie zuvor erläutert ist die Aufnahmevorrichtung beispielsweise ein optisches Disk- Laufwerk oder eine Schnittstelle für ein im Gehäuse unterbringbares Festplattenlaufwerk, für eine SD-Karte, einen USB-Speicher oder dergleichen.

Wie ebenfalls bereits kurz angedeutet ist die Datenspeicheraufnahmeeinheit so ausgebildet, dass über die Leitung das erneute Schließen des Gehäuses von außen detektierbar ist und die Einrichtung die wieder in Funktion tretende Datenspeicheraufnahmeeinheit erkennt. Die Steuerung in der Einheit kann auch so ausgeführt sein, dass sie selbsttätig über entsprechende Sensoren das erneute Schließen des Gehäuses erfasst und sich wieder selbständig an der Einrichtung„anmeldet".

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen:

Figur 1 eine Explosionsansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Datenspeicheraufnahmeeinheit von schräg vorne, - Figur 2 eine Explosionsansicht der Datenspeicheraufnahmeeinheit nach Figur 1 von schräg hinten, und

- Figur 3 eine Detailansicht eines Abschnitts des Gehäuses nach Figur 1 im Bereich eines Verschlussmechanismus. In Figur 1 ist eine Datenspeicheraufnahmeeinheit 10 dargestellt, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden darf.

Die Datenspeicheraufnahmeeinheit umfasst ein mehrteiliges Gehäuse mit einem einseitig offenen Behälter 12 und einem davon entfernbaren Gehäuseteil 14 in Form eines Deckels, durch den der Behälter 12 geschlossen werden kann. Der Behälter ist druckfest gekapselt gemäß IEC 60079-1 oder schwadensicher gemäß IEC 60079-15 ausgeführt.

Durch das Gehäuse wird eine im Inneren untergebrachte Aufnahmevorrichtung 16 für einen Datenspeicher 18 eingekapselt.

Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Aufnahmevorrichtung 16 ein CD- ROM- Laufwerk und der Datenspeicher 18, welcher aus der Aufnahmevorrichtung 16 entfernbar ist, eine CD-ROM oder eine DVD.

Die Aufnahmevorrichtung 16 wird in einen von vorne in den Behälter 12 einschiebbaren und darin verrastbaren Rahmen 20 eingeschoben (siehe Figur 2).

Mit der Aufnahmevorrichtung 16 elektronisch verbunden ist eine Steuerung 22, hier eine Leiterplatte, welche am Rahmen 20 befestigt wird (siehe Figur 2).

Entsprechende Anschlüsse zur Koppelung der Aufnahmevorrichtung 16 und der Steuerung 22 sind zur Vereinfachung nicht dargestellt.

Das nach außen dichte Gehäuse wird über eine Leitung 24 mit einem Computer oder einer anderen elektronischen Einrichtung mit Mikroprozessoren, der/die selbst ein explosionsgeschütztes oder schwadensicheres Gehäuse hat, gekoppelt. Hierzu weist das Gehäuse eine Öffnung 26 auf, über die die Leitung 24 nach außen geführt ist. Damit die Öffnung 26 jedoch keine sicherheitsrelevante Schwachstelle darstellt, wird die Öffnung 26 durch eine eigene Kabeldurchführung 28 verschlossen. Alternativ hierzu könnte im Bereich der Öffnung 26 auch eine Schnittstelle in Form eines Steckeranschlusses vorgesehen sein. Die Leitung 26 wiederum ist direkt oder über eine nicht gezeigte Schnittstelle mit der Steuerung 22 verbunden.

Um das entfernbare Gehäuseteil 14 am Behälter 12 explosionssicher und schwadensicher zu befestigen, sind Befestigungsmittel 30 vorgesehen. Bei der dargestellten Ausführungsform sind diese Befestigungsmittel 30 schlüsselartig ausgeführt und können sich durch entsprechend geformte schlüssellochartige Öffnungen 32 im Gehäuseteil 14 und Öffnungen 34 in einem Flansch 36 des Behälters 12 erstrecken.

Rückseitig sind am Flansch 36 im Bereich jeder Öffnung 34 Sensoreinheiten 38 angebracht (siehe Figur 3). Die Sensoreinheit 38 umfasst jeweils eine Art Trägerplatte 40, welche ebenfalls eine Schlüssellochöffnung 42 zum Durchstecken des entsprechenden Befestigungsmittels 30 aufweist.

Ein vorderseitiger, stutzenartiger Fortsatz 44 ist auf die Größe der Öffnung 34 im Flansch 36 angepasst und in der Öffnung 34 aufgenommen. Vorzugsweise etwa 90° zu der Ausrichtung der Öffnung 42 besitzt die Trägerplatte 40 eine den seitlichen Fortsätzen 46 des Befestigungsmittels 30 angepasste Vertiefung 48, in welche die Fortsätze 46 bei entsprechender Drehung einrasten können. Mit 49 ist ein Drehanschlag bezeichnet, der an die Vertiefung 48 angrenzt.

In Figur 3 ist ein Befestigungsmittel 30 im verriegelten Zustand zu sehen, zur Verdeutlichung wurden der Flansch 36 und das entfernbare Gehäuseteil 14 nicht dargestellt.

Zu erkennen ist, dass an der Trägerplatte 40 rückseitig ein Sensor 50 in Form eines Schalters vorgesehen ist, welcher mit einem Fortsatz 46 des Befestigungsmittels 30 zusammenwirkt. Im verriegelten Zustand ist der Schalter 50 geschlossen. Wird das Befestigungsmittel 30 um 90° gedreht, wird der Schalter 50 bereits in der ersten Phase der Drehung in die Offen-Stellung überführt.

Durch die 90°-Drehung des Befestigungsmittels 30 ab Ansprechen des Schalters 50 bis zum Erreichen der Offen-Stellung ist ein Sicherheitsweg gebildet, der garantiert, dass die Datenspeicheraufnahmeeinheit spannungsfrei geschaltet ist, bevor das Gehäuseteil 14 abgenommen werden kann.

Der Sensor 50 ist über nicht gezeigte Leitungen mit der Steuerung 22 gekoppelt.

Die Funktionsweise der Datenspeicheraufnahmeeinheit wird im Folgenden erläutert. Im Ausgangszustand ist das Gehäuse komplett geschlossen, und der Computer kann beispielsweise Daten vom Datenspeicher 18 auslesen.

Sollen neue Daten auf die Einrichtung, hier den Computer, übertragen werden, kann der Datenspeicheraustausch bei laufender Einrichtung erfolgen. Hierzu werden die Befestigungsmittel 30 gelöst, im dargestellten Ausführungsbeispiel um 90° gedreht. Sobald das erste Befestigungsmittel gedreht wird, erfasst der zugeordnete Sensor 50 diese Bewegung. Die Steuerung 22 wiederum erfasst diese Zustandsänderung und wirkt entweder selbst als Stromunterbrechungseinrichtung oder steuert eine Stromunterbrechungs- einrichtung an, die sämtliche Stromzufuhr zur Datenspeicheraufnahmeeinheit unterbricht. Auch Signalströme zählen darunter. Das Gehäuseteil 14 kann schließlich abgenommen werden.

Zum Ausfahren des CD-ROM-Laufwerks gibt es mehrere Lösungen. Die Schublade 52 ist elektromotorenfrei aus dem Gehäuse ausfahrbar, indem ein stilisiert dargestelltes mechanisches Federelement 54 als Antriebsmittel zum Ausfahren der Aufnahmevorrichtung, genauer gesagt der Schublade 52, vorgesehen ist.

Dieses Federelement 54 kann entweder über eine rein mechanisch lösbare Verriegelung 56, beispielsweise über einen Schalter (nicht gezeigt) freigegeben werden.

Eine alternative Ausführungsform sieht eine elektromagnetische Verriegelung 56 zum Freigeben des Antriebsmittels vor.

Diese elektromagnetische Verriegelung 56 ist mit der Steuerung 22 so gekoppelt, dass die Verriegelung 56 nur vor dem Öffnen des Gehäuses von außen, beispielsweise über die Einrichtung oder einen von außen erreichbaren Schalter betätigbar ist. Dann wird die Verriegelung 56 noch vor dem Öffnen des Gehäuses betätigt und freigegeben, und die Aufnahmevorrichtung 16, genauer gesagt die Schublade 52, fährt beim Öffnen des Gehäuses durch die Federkraft aus.

Nach dem Austausch des Datenträgers 18 wird die Aufnahmevorrichtung 16 wieder mechanisch zurückgefahren, und die Verriegelung 56 rastet mechanisch ein.

Das Gehäuse wird dann über die Befestigungsmittel 30 wieder geschlossen. Die Sensoren 50 detektieren die Schließstellung. Die Steuerung 22 schaltet die Stromunterbrechungseinrichtung wieder in ihren stromversorgenden Zustand. Falls die Sensoren selbst die Stromunterbrechungseinrichtungen bilden, ändern sie beim vollständigen Schließen des Gehäuses entsprechend ihre Schaltstellung. Die Steuerung 22 ist so ausgebildet, dass sie zur Einrichtung hin ein Hot-Plug-fähiges Protokoll erzeugt, so dass nach dem Schließen des Gehäuses vom Betriebssystem der Einrichtung automatisch das Wiedereinschalten der Datenspeicheraufnahmeeinheit 10 erkannt und auf diese wieder zugegriffen wird.

Wenn das Gehäuse als schwadensicheres Gehäuse ausgeführt ist, muss zusätzlich beim Öffnen sichergestellt sein, dass die Datenspeicheraufnahmeeinheit 10 in keiner explosionsfähigen Atmosphäre steht. Gegebenenfalls ist eine Fremdbelüftung vorzusehen.

Natürlich können auch andere Arten von Sensoren 50 vorgesehen sein, zum Beispiel induktive Näherungssensoren oder optische Sensoren.

Ferner lässt sich auch das abnehmbare Gehäuseteil 14 zusätzlich oder alternativ zu dem Befestigungsmittel bezüglich seiner Lage detektieren. In der gezeigten Ausführungsform sind sämtliche Signal- und Versorgungsleitungen zur Datenspeicheraufnahmeeinheit 10 als gemeinsame Leitung 24 ausgeführt, es lassen sich aber auch mehrere separate Leitungen vorsehen.

Darüber hinaus kann die Aufnahmevorrichtung auch anders ausgeführt sein, beispielsweise als Schnittstelle im Gehäuse an das ein auswechselbares Festplattenlaufwerk einfach ankoppelbar ist. Alternativ hierzu können auch SD- Karten- oder USB-Speicher-Schnittstellen vorgesehen sein, die die Aufnahmevorrichtung bilden. Das Gehäuse ist dabei so groß ausgeführt, dass diese Datenspeicher darin untergebracht werden können.




 
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