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Title:
DC-TO-DC VOLTAGE CONVERTER, VOLTAGE SUPPLY DEVICE, AND DIAGNOSTIC METHOD FOR A DC-TO-DC VOLTAGE CONVERTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/177772
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the diagnosis of the switching elements in a bidirectional DC-to-DC voltage converter. By charging a capacitor in the DC-to-DC voltage converter and then specifically actuating the switching elements and evaluating the voltage in the charged capacitor of the DC-to-DC converter, it is possible to identify a faulty switching element.

Inventors:
JIN, Jiahang (Dorfwiesenstraße 9/4, Kornwestheim, 70806, DE)
Application Number:
EP2018/056629
Publication Date:
October 04, 2018
Filing Date:
March 16, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
B60L3/00; B60L3/04; B60L11/18; G01R31/02; H02J7/34; H02M3/335; H01H47/00
Foreign References:
JP2000278802A2000-10-06
JP2011188713A2011-09-22
DE102014016076A12015-08-13
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Claims:
Ansprüche

1. Diagnoseverfahren für einen bidirektionalen Gleichspanungskonverter, der an einem ersten Gleichspannungsanschluss (10) einen ersten Kondensator (Cl) und eine erste Vollbrücke (1) umfasst und der an einem zweiten Gleichspannungsanschluss (20) eine zweite Vollbrücke (2) umfasst, wobei die erste Vollbrücke (1) zwei Halbbrücken (11, 12) mit jeweils einem ersten Schaltelement (Ml, M2) und einem zweiten Schaltelement (M3, M4) umfassen, mit den Schritten:

Bereitstellen (Sl) einer ersten Gleichspannung an dem zweiten

Gleichspannungsanschluss (10) des Gleichspannungskonverters;

Öffnen (S2) der ersten Schaltelemente (Ml, M2) und der zweiten

Schaltelemente (M3, M4) in der ersten Vollbrücke (1);

Aufladen (S3) des ersten Kondensators (Cl) auf eine vorbestimmte erste Prüfspannung durch Ansteuern der zweiten Vollbrücke (2);

Schließen (S4) eines ersten Schaltelements (Ml, M2) in der ersten

Vollbrücke (1);

Detektieren (S5) eines fehlerhaften zweiten Schaltelements (M3, M4), falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator (Cl) innerhalb einer vorbestimmten ersten Zeitspanne nach dem Schließen des ersten Schaltelements (Ml, M2) um mehr als einen vorgegebenen ersten

Spannungswert absinkt;

Öffnen (S6) des geschlossenen ersten Schaltelements (Ml, M2) in der ersten Vollbrücke (1); Schließen (S7) eines zweiten Schaltelements (M3, M4) in der ersten Vollbrücke (1); und

Detektieren (S8) eines fehlerhaften ersten Schaltelements (Ml, M2), falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator (Cl) innerhalb einer vorbestimmten zweiten Zeitspanne nach dem Schließen des zweiten Schaltelements (M3, M4) um mehr als einen vorgegebenen zweiten Spannungswert absinkt.

Diagnoseverfahren nach Anspruch 1, wobei die Schritte des Öffnens (S6) des geschlossenen ersten Schaltelements (Ml, M2), des Schließens (S7) des zweiten Schaltelements (M3, M4) und des Detektierens (S8) eines fehlerhaften ersten Schaltelements (Ml, M2) nur ausgeführt werden, falls kein fehlerhaftes zweites Schaltelement (M3, M4) detektiert worden ist.

Diagnoseverfahren nach Anspruch 1 oder 2, mit einem Schritt zum

Aufladen des ersten Kondensators (Cl) auf eine vorbestimmte zweite Prüfspannung, nachdem das geschlossene erste Schaltelement (Ml, M2) geöffnet worden ist.

Diagnoseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die vorbestimmte erste Spannung und/oder die vorbestimmte zweite

Spannung, auf die der erste Kondensator (Cl) aufgeladen wird, in

Abhängigkeit von einem maximalen Durchlassstrom, einer maximalen Betriebstemperatur und/oder einer maximalen Wärmedissipation der ersten Schaltelemente (Ml, M2) und/oder der zweiten Schaltelemente (M3, M4) in der ersten Vollbrücke (1) bestimmt wird.

Diagnoseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem Schritt zum Identifizieren des fehlerhaften Schaltelements (M1...M4), wenn ein fehlerhaftes erstes Schaltelement (Ml, M2) oder ein fehlerhaftes zweites Schaltelement (M3, M4) detektiert worden ist.

Diagnoseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Wert der ersten Prüfspannung, auf die der erste Kondensator (Cl) aufgeladen wird, größer ist, als der Wert der ersten Gleichspannung, die an dem zweiten Gleichspannungsanschluss (20) bereitgestellt wird.

Diagnoseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem Schritt zum Freigeben des Gleichspannungskonverters, falls kein fehlerhaftes erstes Schaltelement (Ml, M2) und kein fehlerhaftes zweites Schaltelement (M3, M4) detektiert worden ist.

Gleichspanungskonverter, für eine bidirektionale

Gleichspannungskonvertierung zwischen einem ersten

Gleichspannungsanschluss (10) und einem zweiten

Gleichspannungsanschluss (20), mit: einem ersten Kondensator (Cl), der mit dem ersten

Gleichspannungsanschluss (10) elektrisch gekoppelt ist; einer ersten Vollbrücke (1), die mit dem ersten Gleichspannungsanschluss (10) elektrisch gekoppelt ist, und die zwei Halbbrücken (11, 12) mit jeweils einem ersten Schaltelement (Ml, M2) und einem zweiten Schaltelement (M3, M4) umfasst; einer zweiten Vollbrücke (2), die mit dem zweiten

Gleichspannungsanschluss (20) elektrisch gekoppelt ist; und einer Steuereinrichtung (7), die dazu ausgelegt ist, die ersten

Schaltelemente (Ml, M2) und die zweiten Schaltelemente (M3, M4) der ersten Vollbrücke (1) zu öffnen, den ersten Kondensator (Cl) durch Ansteuern der zweiten Vollbrücke (2) auf eine vorbestimmte erste

Prüfspannung aufzuladen, anschließend eines der ersten Schaltelemente (Ml, M2) in der ersten Vollbrücke (1) zu schließen und ein fehlerhaftes zweites Schaltelement (M3, M4) in der ersten Vollbrücke (1) zu detektieren, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator (Cl) innerhalb einer vorbestimmten ersten Zeitspanne nach dem Schließen des ersten Schaltelements (Ml, M2) um mehr als einen vorgegebenen ersten

Spannungswert absinkt, anschließend das geschlossene erste Schaltelement (Ml, M2) in der ersten Vollbrücke (1) zu öffnen, ein zweites Schaltelement (M3, M4) in der ersten Vollbrücke (1) zu schließen und ein fehlerhaftes erstes Schaltelement (Ml, M2) detektieren, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator (Cl) innerhalb einer

vorbestimmten zweiten Zeitspanne nach dem Schließen des zweiten Schaltelements (M3, M4) um mehr als einen vorgegebenen zweiten Spannungswert absinkt.

9. Gleichspannungskonverter nach Anspruch 8, mit einem Transformator (3), der mit einer Primärseite mit der ersten Vollbrücke (1) elektrisch gekoppelt ist und mit einer Sekundärseite mit der zweiten Vollbrücke (2) elektrisch gekoppelt ist.

10. Spannungsversorgungseinrichtung für ein Elektro- oder Hybridfahrzeugs, mit: einem Hochvolt-Bordnetz, das dazu ausgelegt ist, elektrische Energie mit einer ersten vorbestimmten elektrischen Spannung bereitzustellen; einem Niedervolt-Bordnetz, das dazu ausgelegt ist, elektrische Energie mit einer zweiten vorbestimmten elektrischen Spannung bereitzustellen; einem Gleichspannungskonverter nach Anspruch 8 oder 9, wobei der erste Gleichspannungsanschluss (10) des Gleichspannungskonverters mit dem Hochvolt-Bordnetz elektrisch koppelbar ist, und der zweite

Gleichspannungsanschluss (20) des Gleichspannungskonverters elektrisch mit dem Niedervolt-Bordnetz gekoppelt ist.

Description:
Beschreibung Titel

Gleichspannungskonverter, Spannungsversorgungseinrichtung und

Diagnoseverfahren für einen Gleichspannungskonverter

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Diagnoseverfahren für einen

Gleichspannungskonverter, einen Gleichspannungskonverter und eine

Spannungsversorgungseinrichtung mit einem Gleichspannungskonverter.

Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung die Diagnose von bidirektionalen Gleichspannungskonvertern.

Stand der Technik

Die Druckschrift DE 10 2014 016 076 AI offenbart einen

Gleichspannungswandler für ein Kraftfahrzeug, das einen Hochvoltstromkreis mit einer variablen Hoch- oder Gleichspannung und einen Niedervoltstromkreis mit einer Niedervolt-Gleichspannung umfasst. Hochvoltstromkreis und

Niedervoltstromkreis werden über den Gleichspannungswandler miteinander gekoppelt.

Bei Kraftfahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb wird die elektrische Energie für den elektrischen Antrieb von einer Hochvoltbatterie bereitgestellt. Gleichzeitig weisen viele Kraftfahrzeuge elektrische Geräte auf, die konstante

Niedervoltspannungen benötigen. Dabei sind die Hochvoltspannungen des elektrischen Antriebssystems im Allgemeinen deutlich höher als die

Niedervoltspannungen der weiteren elektrischen Verbraucher. Um die

Niedervoltgeräte ebenfalls mit Energie aus dem Hochvoltnetz zu versorgen und gegebenenfalls auch eine Batterie auf der Niedervoltseite aufzuladen, wird daher eine Schaltungsanordnung verwendet, welche eine elektrische

Energieübertragung zwischen Hochvoltseite und Niedervoltseite ermöglicht. Für einen ordnungsgemäßen Betrieb eines solchen Gleichspannungswandlers, wie er zum Beispiel zwischen einer Hochvoltseite und einer Niedervoltseite eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs eingesetzt wird, sollte sichergestellt werden, dass die Bauelemente dieses Gleichspannungswandlers, insbesondere die dabei verwendeten Schaltelemente, ordnungsgemäß funktionieren.

Offenbarung der Erfindung Die vorliegende Erfindung offenbart ein Diagnoseverfahren für einen

bidirektionalen Gleichspannungskonverter mit den Merkmalen des

Patentanspruchs 1, einen Gleichspannungskonverter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8 und eine Spannungsversorgungseinrichtung für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10.

Demgemäß ist vorgesehen:

Ein Diagnoseverfahren für einen bidirektionalen Gleichspannungskonverter. Der Gleichspannungskonverter weist einen ersten Gleichspannungsanschluss und einen zweiten Gleichspannungsanschluss auf. An dem ersten

Gleichspannungsanschluss umfasst der Gleichspannungskonverter einen ersten Kondensator und eine erste Vollbrücke. An dem zweiten

Gleichspannungsanschluss umfasst der Gleichspannungskonverter eine zweite Vollbrücke. Die erste Vollbrücke und die zweite Vollbrücke können mittels eines Transformators oder ähnlichem miteinander gekoppelt werden. Die Vollbrücken, insbesondere die erste Vollbrücke, umfassen zwei Halbbrücken mit jeweils einem ersten Schaltelement und einem zweiten Schaltelement. Das Verfahren umfasst die Schritte des Bereitstellens einer ersten Gleichspannung an den zweiten Gleichspannungsanschluss des Gleichspannungskonverters und des Öffnens aller ersten Schaltelemente und aller zweiten Schaltelemente in der ersten

Vollbrücke des Gleichspannungskonverters. Weiterhin umfasst das Verfahren einen Schritt zum Aufladen des ersten Kondensators auf eine vorbestimmte erste Prüfspannung. Der erste Kondensator wird hierbei durch Ansteuern der zweiten Vollbrücke auf die vorbestimmte erste Prüfspannung aufgeladen. Daraufhin umfasst das Verfahren einen Schritt zum Schließen eines ersten Schaltelements in der ersten Vollbrücke und des anschließenden Detektierens eines fehlerhaften zweiten Schaltelements, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator innerhalb einer vorbestimmten ersten Zeitspanne nach dem Schließen des ersten Schaltelements um mehr als einen vorgegebenen ersten Spannungswert absinkt. Falls ein fehlerhaftes zweites Schaltelement detektiert worden ist, kann das Verfahren gegebenenfalls daraufhin beendet werden. Ferner umfasst das Verfahren einen Schritt zum Öffnen des geschlossenen ersten Schaltelements in der ersten Vollbrücke und einen Schritt zum Schließen eines zweiten Schaltelements in der ersten Vollbrücke. Daraufhin umfasst das Verfahren einen Schritt zum Detektieren eines fehlerhaften ersten

Schaltelements, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator innerhalb einer vorbestimmten zweiten Zeitspanne nach dem Schließen des zweiten Schaltelements um mehr als einen vorgegebenen zweiten

Spannungswert absinkt. Wird weder ein fehlerhaftes erstes Schaltelement noch ein fehlerhaftes zweites Schaltelement detektiert, so können die ersten und zweiten Schaltelemente in der Vollbrücke als fehlerfrei klassifiziert werden.

Weiterhin ist vorgesehen:

Ein Gleichspannungskonverter für eine bidirektionale

Gleichspannungskonvertierung zwischen einem ersten

Gleichspannungsanschluss und einem zweiten Gleichspannungsanschluss. Der Gleichspannungskonverter umfasst einen ersten Kondensator, eine erste Vollbrücke, eine zweite Vollbrücke und eine Steuereinrichtung. Die erste Vollbrücke und die zweite Vollbrücke können mittels eines Transformators oder ähnlichem miteinander gekoppelt werden. Der erste Kondensator ist mit dem ersten Gleichspannungsanschluss des Gleichspannungskonverters elektrisch gekoppelt. Die erste Vollbrücke ist ebenfalls mit dem ersten

Gleichspannungsanschluss elektrisch gekoppelt. Die erste Vollbrücke umfasst zwei Halbbrücken mit jeweils einem ersten Schaltelement und einem zweiten Schaltelement. Die zweite Vollbrücke ist mit dem zweiten

Gleichspannungsanschluss elektrisch gekoppelt. Die Steuereinrichtung ist dazu ausgelegt, die ersten Schaltelemente und die zweiten Schaltelemente in der ersten Vollbrücke zu öffnen und den Kondensator durch Ansteuern der zweiten Vollbrücke auf eine vorbestimmte erste Prüfspannung aufzuladen und anschließend eines der ersten Schaltelemente in der ersten Vollbrücke zu schließen. Weiterhin ist die Steuereinrichtung dazu ausgelegt, ein fehlerhaftes zweites Schaltelement in der ersten Vollbrücke zu detektieren, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator innerhalb einer

vorbestimmten ersten Zeitspanne nach dem Schließen des ersten

Schaltelements um mehr als einen vorgegebenen ersten Spannungswert absinkt. Weiterhin ist die Steuereinrichtung dazu ausgelegt, anschließend das

geschlossene erste Schaltelement in der ersten Vollbrücke zu öffnen und ein zweites Schaltelement in der ersten Vollbrücke zu schließen, sowie ein fehlerhaftes erstes Schaltelement zu detektieren, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator innerhalb einer vorbestimmten zweiten Zeitspanne nach dem Schließen des zweiten Schaltelements um mehr als einen

vorgegebenen zweiten Spannungswert absinkt. Sollte zuvor bereits ein fehlerhaftes zweites Schaltelement detektiert worden sein, so kann das

Detektieren eines fehlerhaften ersten Schaltelements sowie das vorherige Öffnen des ersten Schaltelements und das Schließen des zweiten Schaltelements übersprungen werden.

Ferner ist vorgesehen:

Eine Spannungsversorgungseinrichtung für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug mit einem Hochvolt-Bordnetz, einem Niedervolt-Bordnetz und einem

erfindungsgemäßen Gleichspannungskonverter. Das Hochvolt-Bordnetz ist dazu ausgelegt, elektrische Energie mit einer ersten vorbestimmten elektrischen Spannung bereitzustellen. Das Niedervolt-Bordnetz ist dazu ausgelegt, elektrische Energie mit einer zweiten vorbestimmten elektrischen Spannung bereitzustellen. Der erste Gleichspannungsanschluss des

Gleichspannungskonverters ist mit dem Hochvolt-Bordnetz elektrisch koppelbar. Der zweite Gleichspannungsanschluss des Gleichspannungskonverters ist elektrisch mit dem Niedervolt-Bordnetz gekoppelt. Insbesondere kann es sich beim dem Hochvolt-Bordnetz um ein Bordnetz zur Spannungsversorgung eines elektrischen Antriebssystems in dem Elektro- oder Hybridfahrzeug handeln. Bei dem Niedervolt-Bordnetz kann es sich um ein Bordnetz zur Versorgung elektrischer Verbraucher handeln. Das Niedervolt-Bordnetz kann insbesondere im Bereich von 12 Volt, 24 Volt oder 48 Volt betrieben werden. Vorteile der Erfindung

Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein fehlerhaftes Schaltelement in einem Gleichspannungskonverter, insbesondere auf einer

Hochvoltseite eines Gleichspannungskonverters gegebenenfalls keine zuverlässige elektrische Trennung ermöglichen kann. In diesem Fall bleibt eine elektrische Verbindung zwischen den Anschlüssen des Schaltelements auch dann zumindest teilweise aufrechterhalten, wenn das Schaltelement geöffnet sein sollte. Während des Betriebs des Gleichspannungskonverters kann dabei über ein solches fehlerhaftes Schaltelement eine unerwünschte elektrische Verbindung hergestellt werden, die gegebenenfalls zu einem Kurzschluss führen kann. Durch einen derartigen Kurzschluss können hohe elektrische Ströme fließen, die zu weiteren Beschädigungen und gegebenenfalls zu einem thermischen Ereignis führen können.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Idee zugrunde, dieser Erkenntnis Rechnung zu tragen und eine Diagnose für die Schaltelemente eines

Gleichspannungskonverters, insbesondere für die Schaltelemente auf der Hochvoltseite eines Gleichspannungskonverters bereitzustellen. Wird ein solches fehlerhaftes Schaltelement in dem Gleichspannungskonverter frühzeitig erkannt, so können daraufhin Maßnahmen eingeleitet werden, die weitere gefährliche Betriebszustände, wie zum Beispiel einen Kurzschluss und ein damit

verbundenes thermisches Ereignis verhindern können. Auf diese Weise kann die Sicherheit des Gleichspannungskonverters und damit des gesamten Systems gesteigert werden.

Für die Diagnose des Gleichspannungskonverters kann dabei die verwendete elektrische Energie insbesondere so weit begrenzt werden, dass während der Diagnose keine übermäßige Belastung der beteiligten Bauelemente auftritt. Auf diese Weise können fehlerhafte Schaltelemente identifiziert werden, ohne dass dabei weitere Bauelemente mit in Leidenschaft gezogen werden.

Gemäß einer Ausführungsform werden die Schritte des Öffnens des

geschlossenen ersten Schaltelements, des Schließens eines geöffneten zweiten Schaltelements und des Detektierens eines fehlerhaften ersten Schaltelements nur dann ausgeführt, falls zuvor kein fehlerhaftes zweites Schaltelement detektiert worden ist. Falls bereits zuvor ein fehlerhaftes zweites Schaltelement bereits detektiert worden ist, so ergibt sich hierdurch, dass ein ordnungsgemäßer Betrieb des Gleichspannungskonverters nicht möglich ist und somit ein fehlerfreier Betrieb des Gleichspannungskonverters nicht ausgeführt werden kann. Daher kann bereits eine Fehlermeldung ausgegeben werden, ohne dass weitere Schritte zur Diagnose ausgeführt werden müssen.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Verfahren einen Schritt zum

Aufladen des ersten Kondensators auf eine vorbestimmte zweite Spannung, nachdem das geschlossene erste Schaltelement geöffnet worden ist.

Insbesondere kann die vorbestimmte zweite Spannung beispielsweise der vorbestimmten ersten Spannung entsprechen. Auf diese Weise kann auch nach der Überprüfung der zweiten Schaltelemente der erste Kondensator erneut auf eine elektrische Spannung aufgeladen werden, die eine zuverlässige

Überprüfung der ersten Schaltelemente ermöglicht. Gegebenenfalls kann das Aufladen des ersten Kondensators nach der Überprüfung der zweiten

Schaltelemente nur dann ausgeführt werden, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator einen vorgegebenen Grenzwert unterschritten hat.

Gemäß einer Ausführungsform werden die vorbestimmte erste Spannung und/oder gegebenenfalls auch die vorbestimmte zweite Spannung, auf die der erste Kondensator aufgeladen wird, in Abhängigkeit von einem maximalen Durchlassstrom, einer maximalen Betriebstemperatur und/oder einer maximalen

Wärmedissipation der ersten Schaltelemente und/oder der zweiten

Schaltelemente bestimmt. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Schaltelemente während der Überprüfung auch in einem Fehlerfall nicht überlastet werden. Hierdurch kann eine mögliche Beschädigung weiterer Bauelemente verhindert werden.

Gemäß einer Ausführungsform ist der Wert der ersten Prüfspannung, auf die erste Kondensator vor der Überprüfung der Schaltelemente aufgeladen wird, größer als der Wert der ersten Gleichspannung, die an dem zweiten

Gleichspannungsanschluss bereitgestellt wird. Auf diese Weise können die Schaltelemente auf der Hochvoltseite des Gleichspannungskonverters durch das Bereitstellen einer geringeren Spannung auf der Niedervoltseite des

Gleichspannungskonverters überprüft werden. Die elektrische Spannung, auf die der erste Kondensator dabei aufgeladen wird, kann beispielsweise einer elektrischen Spannung entsprechen, welche in einem Gleichspanungsnetz anliegt, mit welchem der Gleichspannungskonverter an dem ersten

Gleichspannungsanschluss koppelbar ist. Alternativ kann die elektrische

Spannung, auf die der erste Kondensator aufgeladen wird auch niedriger sein, als die elektrische Spannung des Gleichspannungsnetzes, mit dem der erste Gleichspannungsanschluss koppelbar ist.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Verfahren einen Schritt zum

Freigeben des Gleichspannungskonverters, falls kein fehlerhaftes erstes

Schaltelement und kein fehlerhaftes zweites Schaltelement detektiert worden ist. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Gleichspannungskonverter nur dann betrieben wird, wenn zuvor eine Überprüfung der Schaltelemente in dem Gleichspannungskonverter ausgeführt worden ist.

Gemäß einer Ausführungsform des Gleichspannungskonverters umfasst der Gleichspannungskonverter einen Transformator. Der Transformator ist mit einer Primärseite mit der ersten Vollbrücke elektrisch gekoppelt und mit einer

Sekundärseite mit der zweiten Vollbrücke elektrisch gekoppelt. Auf diese Weise kann eine galvanische Trennung zwischen der ersten Vollbrücke und der zweiten Vollbrücke erreicht werden. Darüber hinaus kann gegebenenfalls entsprechend dem Übertragungsverhältnis des Transformators die Spannungshöhe während der Gleichspannungswandlung eingestellt werden.

Bei den Schaltelementen des Wechselrichters kann es sich insbesondere beispielsweise um Halbleiterschaltelemente, wie zum Beispiel bipolare

Transistoren mit einem isolierten Gateanschluss (IGBT) oder MOSFET handeln.

Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, soweit sinnvoll, beliebig miteinander kombinieren. Weitere Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmalen der Erfindung. Insbesondere wird der Fachmann dabei auch als Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnungen angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigen: eine schematische Darstellung eines Gleichspannungskonverters gemäß einer Ausführungsform; Fig. 2: eine schematische Darstellung eines Spannungs-Zeitdiagramms für den

Spannungsverlauf während einer Diagnose eines

Gleichspannungskonverters gemäß einer Ausführungsform; und

Fig. 3: eine schematische Darstellung eines Ablaufdiagramms, wie es einem Diagnoseverfahren für einen Gleichspannungskonverters gemäß einer

Ausführungsform zugrunde liegt.

Ausführungsformen der Erfindung

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Gleichspannungswandlers gemäß einer Ausführungsform. Bei dem Gleichspannungswandler handelt es sich insbesondere um einen bidirektionalen Gleichspannungswandler, das heißt der Gleichspannungswandler kann wahlweise eine elektrische Spannung in die eine oder andere Richtung konvertieren.

Der Gleichspannungswandler ist an einem ersten Gleichspannungsanschluss 10 mit einem ersten Gleichspannungsnetz elektrisch verbindbar. Bei diesem ersten Gleichspannungsnetz kann es sich beispielsweise um ein Hochvolt-Bordnetz eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs handeln. In der hier dargestellten

Ausführungsform ist das erste Gleichspannungsnetz beispielhaft durch eine erste Gleichspannungsquelle 5 dargestellt, die über einen Trennschalter 4 mit dem ersten Gleichspannungsanschluss 10 des Gleichspannungskonverters verbunden ist. An dem ersten Gleichspannungsanschluss 10 ist ein erster Kondensator Cl und eine erste Vollbrücke 1 angeschlossen. Die erste

Vollbrücke 1 umfasst in der hier dargestellten Ausführungsform zwei

Halbbrücken 11 und 12. Die erste Halbbrücke 11 weist ein oberes Schaltelement Ml und ein unteres Schaltelement M3 auf. Ebenso weist die zweite Halbbrücke 12 ein oberes Schaltelement M2 und ein unteres Schaltelement M4 auf. Die oberen Schaltelemente Ml und M2 sind hier beispielsweise mit dem positiven Anschlusselement des Gleichspannungsanschlusses 10 verbunden. Die unteren Schaltelemente M3 und M4 sind entsprechend mit dem negativen

Anschlusselement des ersten Gleichspannungsanschlusses 10 verbunden. Die Verbindungsknoten zwischen den oberen Schaltelementen Ml und M2 sowie den unteren Schaltelementen M3 und M4 sind mit einer Seite, beispielsweise der Primärseite, eines Transformators 3 verbunden.

Weiterhin umfasst der Gleichspannungskonverter eine zweite Vollbrücke 2, die gegebenenfalls gemeinsam mit einem zweiten Kondensator C2 an einem zweiten Gleichspannungsanschluss 20 angeschlossen sind. Dieser zweite Gleichspannungsanschluss 20 kann mit einem weiteren Gleichspannungsnetz, beispielsweise einem Niedervolt-Bordnetz eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges verbunden sein. Dieses zweite Gleichspannungsnetz ist hier exemplarisch durch die zweite Gleichspannungsquelle 6 dargestellt. Analog zu der ersten Vollbrücke 1 ist die zweite Vollbrücke 2 mit einer weiteren Seite des Transformators 3, beispielsweise einer Sekundärseite des Transformators 3 verbunden. Die Ansteuerung des Gleichspannungswandlers, insbesondere die Ansteuerung der Schaltelemente in der ersten Vollbrücke 1 und der zweiten Vollbrücke 2 erfolgt mittels einer Steuereinrichtung 7.

Um sicherzustellen, dass während des Betriebs des Gleichspannungswandlers die Schaltelemente Ml bis M4 der ersten Vollbrücke 1 eine ordnungsgemäße elektrische Trennung gewährleisten können, kann eine Diagnose der

Schaltelemente Ml bis M4 ausgeführt werden. Hierzu kann beispielsweise mittels eines Spannungssensors 71 eine elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl erfasst werden. Durch Aufladen des ersten Kondensats Cl auf eine vorgegebene Prüfspannung und anschließendes Einstellen von

vorgegebenen Schaltzuständen in der ersten Vollbrücke 1 kann aus dem

Spannungsverlauf über dem ersten Kondensator Cl eine Aussage über die Funktionsfähigkeit der Schaltelemente Ml bis M4 der ersten Vollbrücke 1 getroffen werden.

Im Folgenden wir der Ablauf der Diagnose der Schaltelemente Ml bis M4 in der ersten Vollbrücke 1 beschrieben.

Während der Diagnose der Schaltelemente Ml bis M4 in der ersten Vollbrücke 1 ist der Gleichspannungskonverter an dem zweiten Gleichspannungsanschluss 20 mit einer Spannungsquelle 6, beispielsweise einem Niedervolt-Bordnetz eines Fahrzeugs elektrisch verbunden. Weiterhin ist der erste

Gleichspannungsanschluss 10 von weiteren elektrischen Verbrauchern entkoppelt. Beispielsweise kann der Trennschalter 4 geöffnet werden. Hierzu kann zum Beispiel die Steuereinrichtung 7 ein entsprechendes Ansteuersignal an dem Trennschalter 4 bereitstellen.

Weiterhin werden die Schaltelemente Ml bis M4 mit den Halbbrücken 11 und 12 der ersten Vollbrücke 1 durch eine entsprechende Ansteuerung, beispielsweise mittels Ansteuersignalen der Steuereinrichtung 7, geöffnet.

Anschließend wird die zweite Vollbrücke 2, insbesondere die Schaltelemente M5 bis M8 der zweiten Vollbrücke 2, durch die Steuereinrichtung 7 angesteuert. Hierdurch wird an der Sekundärseite des Transformators 3 eine

Wechselspannung bereitgestellt. Die daraufhin an der Primärseite des

Transformators 3 induzierte Wechselspannung wird über die parallel zu den Schaltelementen Ml bis M4 der ersten Vollbrücke 1 angeordneten Dioden gleichgerichtet und lädt daraufhin den ersten Kondensator Cl auf. Durch ein geeignetes Ansteuern der Schaltelemente M5 bis M8 in der zweiten Vollbrücke 2 kann auf diese Weise der erste Kondensator Cl auf eine vorgegebene

Prüfspannung Up aufgeladen werden.

Nachdem der ersten Kondensator Cl auf die vorgegebene Prüfspannung Up aufgeladen worden ist, wird die Ansteuerung der zweiten Vollbrücke 2 beendet. Anschließend wird ein oberes Schaltelement Ml oder M2 in einer der beiden Halbbrücken 11 oder 12 geschlossen, während die übrigen drei Schaltelemente geöffnet bleiben. Beispielsweise kann das erste Schaltelement Ml geschlossen werden, während die Schaltelemente M2 bis M4 geöffnet bleiben.

Können die unteren Schaltelemente M3 und M4 in den Halbbrücken 11 und 12 der ersten Vollbrücke 1 in diesem Schaltzustand eine ausreichende Isolation gewährleisten, so wird sich der erste Kondensator Cl nicht entladen und die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl wird annähernd konstant aufrechterhalten bleiben. Hierzu kann der Spannungsverlauf über dem ersten Kondensator Cl beispielsweise mittels des Spannungssensors 71 erfasst und an der Steuereinrichtung 7 bereitgestellt werden. Bleibt die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl während einer vorgegebenen Zeitspanne At annähernd konstant, das heißt sinkt die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl um weniger als einen vorgegebenen Schwellwert ab, so kann davon ausgegangen werden, dass die unteren Schaltelemente M3 und M4 der beiden Halbbrücken 11 und 12 in der ersten Vollbrücke 1 eine ausreichend hohe Isolation gewährleisten können.

Ist dagegen das untere Schaltelement M3 in der Halbbrücke 11 defekt, in welcher das obere Schaltelement Ml gezielt geschlossen worden ist, so wird die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl sehr rasch abfallen. In diesem Fall kann durch den Spannungssensor 71 dieser Spannungsabfall detektiert werden.

Befinden sich dagegen das gezielt geschlossene obere Schaltelement Ml und das fehlerhafte untere Schaltelement M4 in unterschiedlichen Halbbrücken 11, 12, so wird sich der erste Kondensator Cl über das gezielt geschlossene Schaltelement Ml, die Primärseite des Transformators 3 und das fehlerhafte Schaltelement M4 entladen. In diesem Fall wird sich der erste Kondensator Cl ebenfalls entladen, jedoch langsamer, als in dem Fall, in dem sich das fehlerhafte untere Schaltelement und das gezielt geschlossene obere

Schaltelement in der gleichen Halbbrücke befinden. In diesem Fall wird daher die Spannung über dem ersten Kondensator Cl innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne weniger starken absinken. Entsprechend kann durch Auswertung des Spannungsverlaufs über dem ersten Kondensator Cl festgestellt werden, ob die unteren Schaltelemente M3 und M4 eine ausreichende Trennung in geöffnetem Zustand gewährleisten, oder ob eines der beiden unteren Schaltelemente M3 oder M4 keine ausreichende elektrische

Trennung gewährleisten kann. Durch einen Vergleich der elektrischen Spannung über dem ersten Kondensator Cl mit einem ersten vorgegebenen Grenzwert und gegebenenfalls einem zweiten vorgegebenen Grenzwert kann daraufhin ermittelt werden, ob eines der beiden unteren Schaltelemente M3 oder M4 fehlerhaft ist. Gegebenenfalls kann aus der Höhe des Spannungsabfalls innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne At eine Aussage darüber getroffen werden, welches der beiden Schaltelemente M3 bzw. M4 fehlerhaft ist.

Wird festgestellt, dass eines der beiden unteren Schaltelemente M3 oder M4 fehlerhaft ist, so kann die Diagnose zu diesem Zeitpunkt bereits beendet werden. Andernfalls, oder wenn auch zusätzlich die oberen Schaltelemente Ml und M3 überprüft werden sollen, kann daraufhin eine entsprechende Diagnose für die beiden oberen Schaltelemente Ml und M2 ausgeführt werden.

Hierzu kann gegebenenfalls der erste Kondensator Cl erneut aufgeladen werden. Beispielsweise kann der erste Kondensator Cl durch entsprechendes Ansteuern der Schaltelemente in der zweiten Vollbrücke 2 erneut auf die vorgegebene Prüfspannung Up aufgeladen werden.

Alternativ ist es auch möglich, falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl sich noch oberhalb eines vorgegebenen Grenzwertes befindet, auf ein erneutes Aufladen des ersten Kondensators Cl zu verzichten und mit der verbleibenden Restspannung in dem Kondensator Cl die weitere Diagnose auszuführen. Unabhängig davon, ob der erste Kondensator Cl erneut aufgeladen worden ist oder nicht, wird für die Diagnose der oberen

Schaltelemente Ml und M2 ein unteres Schaltelement M3 oder M4 geschlossen, während alle anderen Schaltelemente geöffnet werden. Beispielsweise kann hierzu das untere Schaltelement M3 in der ersten Halbbrücke 11 geschlossen werden, während die oberen Schaltelemente Ml und M2, sowie das weitere untere Schaltelement M4 geöffnet bleiben. Daraufhin erfolgt erneut eine Auswertung des Spannungsverlaufs über dem ersten Kondensator Cl während einer vorbestimmten Zeitspanne. Bleibt dabei der Spannungsabfall über dem ersten Kondensator Cl unterhalb eines vorgegebenen Spannungsabfalls, so können auch die oberen Schaltelemente Ml und M2 als funktionsfähig klassifiziert werden. Fällt dagegen die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl unterhalb einen vorgegebenen Grenzwert, so ist mindestens eines der beiden oberen Schaltelemente Ml und M2 fehlerhaft. Auch hierbei kann basierend auf der Höhe des Spannungsabfalls über dem ersten Kondensator Cl während der vorbestimmten Zeitspanne darauf geschlossen werden, ob das obere Schaltelement Ml, M2 in der gleichen Halbbrücke 11, 12, in der auch das gezielt geschlossene untere Schaltelemente M3, M4 liegt, fehlerhaft ist, oder ob sich das gezielt geschlossene untere

Schaltelemente M3, M4 und das fehlerhafte obere Schaltelement Ml, M2 in unterschiedlichen Halbbrücken 11, 12 befinden.

Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Spannungs-Zeitverlaufs während einer Diagnose eines Gleichspannungswandlers gemäß einer

Ausführungsform. Zum Zeitpunkt tO wird der Kondensator Cl zunächst auf die vorgegebene Prüfspannung Up aufgeladen. Zum Zeitpunkt tl erreicht die Spannung über dem ersten Kondensator Cl die vorgegebene Prüfspannung Up. Anschließend wird die Aufladung des ersten Kondensats Cl beendet und der Spannungsverlauf über dem ersten Kondensator Cl überwacht. Liegt nach einer vorgegebenen Zeitspanne Ät zum Zeitpunkt t2 die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl noch oberhalb eines vorgegebenen ersten

Grenzwertes Ul, so können die zu überprüfenden Schaltelemente als intakt klassifiziert werden. Liegt die elektrische Spannung über dem ersten

Kondensator Cl unterhalb der ersten vorgegebenen Grenzspannung Ul, so ist mindestens eines der zu überprüfenden Schaltelemente fehlerhaft. Sinkt die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl dabei gegebenenfalls unterhalb einen vorgegebenen zweiten Spannungswert U2, so ist dies ein Hinweis darauf, dass sich das fehlerhafte Schaltelement und das gezielt geschlossene Schaltelement in derselben Halbbrücke befinden. Ist kein fehlerhaftes Schaltelement klassifiziert worden, so können daraufhin auch die weiteren Schaltelemente überprüft werden. Wurden beispielsweise zunächst die unteren Schaltelemente M3 und M4 überprüft, so können anschließend die oberen Schaltelemente Ml und M2 überprüft werden. Hierzu kann gegebenenfalls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl erneut auf die Prüfspannung Up aufgeladen werden. Ist dies zum Zeitpunkt t3 erreicht, so wird während einer vorgegebenen Zeitspanne At erneut der

Spannungsverlauf über dem ersten Kondensator Cl überwacht. Ist die

Spannung zum Zeitpunkt t4 noch oberhalb der vorgegebenen Grenzspannung Ul, so sind auch die hierbei überprüften Schaltelemente intakt. Ist die Spannung dagegen unterhalb der vorgegebenen Grenzspannung Ul gefallen, so ist mindestens eines der zu überprüfenden Schaltelemente fehlerhaft. Sinkt die Spannung über dem ersten Kondensator Cl dabei unter eine niedrigere zweite Grenzspannung U2, so ist dies erneut ein Hinweis darauf, dass sich das gezielt geschlossene Schaltelement und das fehlerhafte Schaltelement in derselben Halbbrücke befinden.

Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Ablaufdiagramms, wie es einem Diagnoseverfahren für einen Gleichspannungskonverter gemäß einer Ausführungsform zugrunde liegt. Das hier nachfolgend beschriebene

Diagnoseverfahren entspricht in Wesentlichen der Diagnose, wie sie zuvor bereits beschrieben worden ist.

In Schritt Sl wird zunächst eine erste Gleichspannung an dem zweiten

Gleichspannungsanschluss 20 des Gleichspannungskonverters bereitgestellt und in Schritt S2 werden sämtliche erste Schaltelemente Ml, M2 und zweite

Schaltelemente M3, M4 in der ersten Vollbrücke 1 des

Gleichspannungskonverters geöffnet. In Schritt S3 wird daraufhin der erste Kondensator Cl auf eine vorbestimmte Prüfspannung Up durch Ansteuern der zweiten Vollbrücke 2 aufgeladen. Anschließend wird in Schritt S4 eines der ersten Schaltelemente Ml, M2 in der ersten Vollbrücke 1 geschlossen. Falls die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl innerhalb einer vorbestimmten ersten Zeitspanne At nach dem Schließen des ersten

Schaltelements Ml, M2 um mehr als einen vorgegebenen ersten Spannungswert absinkt, so kann in Schritt S5 ein fehlerhaftes zweites Schaltelement detektiert werden. In diesem Fall kann das Verfahren beendet werden, da bereits ein fehlerhaftes Schaltelement detektiert worden ist.

Ist kein fehlerhaftes zweites Schaltelement M3, M4 detektiert worden, oder sollen trotz einem fehlerhaften zweiten Schaltelement M3, M4 auch die ersten

Schaltelemente Ml, M2 überprüft werden, so wird in Schritt S6 das geschlossene erste Schaltelement Ml, M2 der ersten Vollbrücke 1 geöffnet und ein zweites Schaltelement M3 oder M4 in der ersten Vollbrücke 1 geschlossen. Falls daraufhin die elektrische Spannung über dem ersten Kondensator Cl innerhalb einer vorbestimmten zweiten Zeitspanne nach dem Schließen des zweiten Schaltelements M3 oder M4 in Schritt S7 um mehr als einen vorgegebenen Spannungswert absinkt, so kann hierdurch in Schritt S8 ein fehlerhaftes erstes Schaltelement Ml, M2 detektiert werden.

Zum Schutz der Bauelemente in dem Gleichspannungskonverter kann die elektrische Spannung, auf die der erste Kondensator Cl aufgeladen wird, begrenzt werden. Insbesondere kann die maximale elektrische Spannung, auf die der erste Kondensator Cl aufgeladen wird, in Abhängigkeit von einem maximal zulässigen Durchlassstrom der Schaltelemente Ml bis M4 in der ersten Vollbrücke 1, einer maximalen Betriebstemperatur und/oder einer maximalen Wärmedissipation der Schaltelemente Ml bis M4 bestimmt werden.

Zusammenfassend betrifft die vorliegende Erfindung die Diagnose der

Schaltelemente in einem bidirektionalen Gleichspannungskonverter. Durch Aufladen eines Kondensators in dem Gleichspannungskonverter und

anschließendes gezieltes Ansteuern der Schaltelemente sowie Auswerten der Spannung in dem aufgeladenen Kondensator des Gleichspannungskonverters ist es möglich, ein fehlerhaftes Schaltelement zu identifizieren.