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Title:
DEVICE FOR ACTUATING A CLUTCH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/129218
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10) for actuating a clutch, comprising an actuator (12) having a pneumatic chamber (Kp) delimited by a pneumatic active area (Ap), two hydraulic chambers (KH1, KH2) each delimited by a hydraulic active area (AH1, AH2), and a control element (G) that is actively connected to the clutch and can be moved and subjected to a force by said active areas. In order to generate force in an actuating direction (B) against a restoring force acting in a restoring direction (R), the pneumatic active area is subjected to a pneumatic pressure by a compressed air source (QP). The hydraulic chambers can each be hydraulically connected to a storage container (QH) for hydraulic fluid by means of an electromagnetically actuatable 2/2-way proportional valve (VH1, VH2). Furthermore, a control system (CPU) is provided, by means of which the pressure application of the pneumatic chamber and valve positions of the 2/2-way proportional valves can be controlled independently of each other. In this way, by closing either one or the other, or both, of the 2/2-way proportional valves, by means of the respectively associated hydraulic active areas, an actuator movement in the actuating direction or in the restoring direction can be braked in a controlled manner, which allows a sensitive clutch actuation in an energy-efficient manner.

Inventors:
HEUBNER, Wilhelm (Am Gries 4, Itzgrund, 96274, DE)
Application Number:
EP2016/002191
Publication Date:
August 03, 2017
Filing Date:
December 30, 2016
Export Citation:
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Assignee:
FTE AUTOMOTIVE GMBH (Andreas-Humann-Str. 2, Ebern, 96106, DE)
International Classes:
F16D48/06; F16D48/02; F16D123/00
Foreign References:
DE102011078820A12013-01-10
DE69207474T21996-08-22
DE102010042549A12012-04-19
Attorney, Agent or Firm:
OPPERMANN, Mark (Patentanwälte Oppermann & Oppermann, Am Wiesengrund 35, Offenbach, 63075, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

1. Vorrichtung (10) zur Betätigung einer Kupplung in einer Betätigungsrichtung (B) gegen eine in einer Rückstellrichtung (R) wirkende Rückstellkraft, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, umfassend einen Aktuator (12, 12', 12'') mit

einem von einer pneumatischen Wirkfläche (AP) begrenzten

Pneumatikraum (KP) , der von einer Druckluftquelle (QP) wahlweise mit einem pneumatischen Druck beaufschlagbar ist, um an der pneumatischen Wirkfläche (AP) eine Kraft in der Betätigungsrichtung (B) zu erzeugen,

einem ersten Hydraulikraum (Km) , der über ein elektromagnetisch betätigbares, erstes 2/2-Wege-Proportionalventil (Vm; VHI 1 ) mit einem Vorratsbehälter ( QH ) für Hydraulikfluid hydraulisch verbindbar und von einer bezüglich der pneumatischen Wirkfläche (Ap) gleich gerichteten, ersten hydraulischen Wirk- fläche (Am) begrenzt ist,

einem zweiten Hydraulikraum (Km) , der über ein elektromagnetisch betätigbares, zweites 2/2-Wege-Proportionalventil (VH2; VH2 ' ) mit dem Vorratsbehälter (QH) hydraulisch verbindbar und von einer zur ersten hydraulischen Wirkfläche (Am) ent- gegengesetzten, zweiten hydraulischen Wirkfläche (Am) begrenzt ist, und

einem mit der Kupplung betätigungswirksam verbundenen, über die vorgenannten Wirkflächen (AP, AHI, Am) kraftbeauf- schlagbaren und definiert bewegbaren Stellglied (G) ,

wobei eine Steuerung (CPU) vorgesehen ist, mittels der die

Druckbeaufschlagung des Pneumatikraums (KP) und Ventilstellungen der ersten und zweiten 2/2-Wege-Proportionalventile (VHi, VH2 ; VHI 1 , VH2 ' ) unabhängig voneinander steuerbar sind, und

wobei durch Schließen des ersten 2/2-Wege-Proportional- ventils (VHi; VHi ' ) über die erste hydraulische Wirkfläche (A ) eine Bewegung des Stellglieds (G) in der Rückstellrichtung (R) kontrolliert bremsbar ist, während durch Schließen des zweiten 2/2-Wege-Proportionalventils (VH2; Vm1) über die zweite hydrau- lische Wirkfläche (AH2 ) eine Bewegung des Stellglieds (G) in der Betätigungsrichtung (B) kontrolliert bremsbar ist.

2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, bei der zwischen der Druckluftquelle (QP) und dem Pneumatikraum (KP) des Aktuators (12, 12', 121 ' ) ein federvorgespanntes, elektromagnetisch betätigbares 3/2-Wege-Schaltventil (VP) geschaltet ist, das mittels der Steuerung (CPU) ansteuerbar ist, wobei das 3/2-Wege-Schalt- ventil (VP) im durch die Steuerung (CPU) angesteuerten Zustand die Druckluftquelle (QP) mit dem Pneumatikraum (KP) und im nicht durch die Steuerung (CPU) angesteuerten Zustand den Pneumatikraum (KP) mit der Umgebung verbindet.

3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, bei der zwischen der Druckluftquelle (QP) und dem Pneumatikraum (KP) des Aktuators

(12, 12', 12' ') ein federvorgespanntes und elektromagnetisch betätigbares, erstes 2/2-Wege-Schaltventil (VPI) geschaltet ist, das mittels der Steuerung (CPU) ansteuerbar ist und im durch die Steuerung (CPU) angesteuerten Zustand die Druckluft- quelle (QP) mit dem Pneumatikraum (KP) verbindet, wobei zwischen dem Pneumatikraum (Kp) und der Umgebung ein federvorgespanntes und elektromagnetisch betätigbares, zweites 2/2-Wege- Schaltventil (VP2 ) geschaltet ist, welches ebenfalls mittels der Steuerung (CPU) ansteuerbar ist und im durch die Steuerung (CPU) angesteuerten Zustand den Pneumatikraum (KP) mit der Umgebung verbindet.

4. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die 2/2-Wege-Proportionalventile (VHi, VH2 ) im nicht durch die Steuerung (CPU) angesteuerten Zustand in Durchgangs- Null-Stellung federvorgespannt sind, um den jeweiligen Hydraulikraum (KHI, KH2 ) des Aktuators (12, 12', 12 ' ' ) mit dem Vorratsbehälter (Qu) für Hydraulikfluid zu verbinden.

5. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die 2/2-Wege-Proportionalventile (VHi', VH21 ) im nicht durch die Steuerung (CPU) angesteuerten Zustand in Sperr-Null-Stellung federvorgespannt sind, um den jeweiligen Hydraulikraum (Km, KH2) des Aktuators (12, 12', 12'') von dem Vorratsbehälter (QH) für Hydraulikfluid zu trennen.

6. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der zu dem ersten und/oder zu dem zweiten 2/2-Wege-Propor- tionalventil (VHi, VH2; VHi ' , VH2 ' ) eine Bypass-Leitung (LBi, LB2) mit einem Bypass-Rückschlagventil ( VRI , VR2 ) parallel geschaltet ist, das in einer Richtung vom Aktuator (12, 12', 12'') zum Vorratsbehälter ( QH) hin sperrt. 7. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der parallel zum zweiten 2/2-Wege-Proportionalventil (VH2 ; VH2 ' ) eine Pumpenleitung ( LD) mit einer elektromotorisch antreibbaren Hydraulikpumpe (P) und einem pumpenausgangsseitig angeordneten, zur Hydraulikpumpe (P) hin sperrenden Pumpen- Rückschlagventil (VRP) geschaltet ist, wobei die Hydraulikpumpe (P) mittels der Steuerung (CPU) ansteuerbar ist, um den zweiten Hydraulikraum (KH2) des Aktuators (12, 12', 12'') wahlweise aktiv mit einem hydraulischen Druck zu beaufschlagen. 8. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Vorratsbehälter (QH) für Hydraulikfluid geschlossen ausgebildet ist, so dass oberhalb eines Flüssigkeitsspiegels (Hs) des Hydraulikfluids in dem Vorratsbehälter (QH) eine Luftkammer (KL) verbleibt, die über ein Druckminderventil (VM) an die Druckluftquelle (QP) angeschlossen ist, um das Hydraulik- fluid in dem Vorratsbehälter ( QH ) mit einem Vordruck zu beaufschlagen, der größer ist als der Atmosphärendruck.

9. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Aktuator (12, 12', 12'') ein einen pneumatischen Druckanschluss (EP) und wenigstens einen hydraulischen Druckan- schluss (EHI, EH2) aufweisendes Zylindergehäuse (14, 14', 14'') hat, in dem ein mit dem Stellglied (G) wirkverbundener Kolben (16, 16', 16'') längsverschieblich aufgenommen ist, der zusam- men mit dem Zylindergehäuse (14, 14', 14'') den über den pneumatischen Druckanschluss (EP) druckbeaufschlagbaren Pneumatikraum (KP) und wenigstens einen der Hydraulikräume (Km, KH2) definiert, der mit dem hydraulischen Druckanschluss (EHI, EH2) verbunden ist, wobei besagte Räume vermittels einer Di.chtungs- anordnung (18, 20; 18', 20'; 18'', 20'') voneinander getrennt sind und an dem Kolben (16, 16', 16'') die den Pneumatikraum ( Kp ) axial begrenzende pneumatische Wirkfläche (AP) sowie die den entsprechenden Hydraulikraum (Km, KH2) axial begrenzende hydraulische Wirkfläche (Am, AH2) ausgebildet sind.

10. Vorrichtung (10) nach Anspruch 9, bei der das Zylindergehäuse (14, 14', 14'') des Aktuators (12, 12', 12'') zwei hydraulische Druckanschlüsse (EHI, EH2) aufweist und zusammen mit dem Kolben (16, 16', 16'') neben dem Pneumatikraum (KP) beide Hydraulikräume (Km, KH2) definiert, die mit jeweils einem der hydraulischen Druckanschlüsse (EHI, EH2) verbunden sind und vermittels zwei Dichtungsanordnungen (18, 20; 18', 20'; 18'', 20' ') voneinander und von dem Pneumatikraum (KP) getrennt sind, wobei an dem Kolben (16, 16', 16'') neben der pneumatischen Wirkfläche (AP) beide jeweils einen der Hydraulikräume (KHi , KH2) axial begrenzende hydraulische Wirkflächen (Am, AH2) einander entgegengesetzt ausgebildet sind.

11. Vorrichtung (10) nach Anspruch 9 oder 10, bei der das Zylindergehäuse (14, 14', 14'') und der Kolben (16, 16', 16, ?) des Aktuators (12, 12', 12'') zur Ausbildung des wenigstens einen der Hydraulikräume (Km, KH2) und der diesen begrenzenden hydraulischen Wirkfläche (Am, AH2) umfangsseitig gestuft geformt sind.

12. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei der der Aktuator (12) in der Art eines Zentralausrückers ausgebildet ist, wobei das Zylindergehäuse (14) im Bereich einer Mittelachse (Z) einen Durchgang (22) für eine Getriebewelle be- sitzt und der im Zylindergehäuse (14) längsverschieblich aufgenommene Kolben ein Ringkolben (16) ist, der ein Ausrücklager als Stellglied (G) trägt.

13. Vorrichtung (10) nach wenigstens den Ansprüchen 10 und 12, bei der im Aktuator (12) einer (KH2 ) der Hydraulikräume am

Außenumfang des Ringkolbens (16) und ein anderer (Km) der

Hydraulikräume am Innenumfang des Ringkolbens (16) ausgebildet ist, während der Pneumatikraum (Kp) bezüglich des Ringkolbens (16) stirnseitig liegt.

14. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei der der Aktuator (12', 12' ') in der Art eines Kupplungsnehmer- zylinders mit zentraler Sackbohrung (94', 94'') im Zylindergehäuse (14', 14'') ausgebildet ist, in welcher der Kolben (16', 16'') längsverschieblich aufgenommen ist, der betätigungswirksam mit einer mittigen Kolbenstange als Stellglied (G) verbunden ist.

15. Vorrichtung (10) nach wenigstens den Ansprüchen 10 und 14, bei der im Aktuator (12') beide Hydraulikräume (Km, KH2 ) axial hintereinander liegend am Außenumfang des Kolbens (16') ausgebildet sind, während der Pneumatikraum (KP ) bezüglich des Kolbens (16') stirnseitig liegt. 16. Vorrichtung (10) nach wenigstens den Ansprüchen 10 und 14, bei der der Kolben (16'') des Aktuators (12'') eine zentrale Vertiefung (104'') aufweist, in die ein am Zylindergehäuse (14'') vorgesehener, zentraler Vorsprung (106'') eintaucht, wobei einer (Km) der Hydraulikräume zwischen dem Vorsprung (106'') des Zylindergehäuses (14'') und der Vertiefung (104'·) des Kolbens (161') ausgebildet ist und sich ein anderer (KH2) der Hydraulikräume am Außenumfang des Kolbens (16' ') befindet, während der Pneumatikraum (KP) bezüglich des Kolbens (16'') stirnseitig liegt.

17. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 16, bei der wenigstens die den Pneumatikraum (KP) vom jeweiligen Hydraulikraum (Km, KH2) trennende Dichtungsanordnung (18, 20;

18'; 18'', 20' ') zwei axial voneinander beabstandete Dichtele- mente (54, 55, 66, 67; 54', 55', 66', 67'; 54'', 55'', 66'',

67'') mit einem Zwischenraum (62, 74; 62', 74'; 62'*, 74'') dazwischen aufweist, der über einen Ausgleichskanal (64, 76; 64', 76'; 64'', 76'') mit der Umgebung verbunden ist.

Description:
VORRICHTUNG ZUR BETÄTIGUNG EINER KUPPLUNG

TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Vorrichtung zur Betätigung einer Kupplung in einer Betätigungsrichtung gegen eine in einer Rückstellrichtung wirkende Rückstellkraft. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine solche Vorrichtung in einem Kraftfahrzeug, wie sie massenweise in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen.

STAND DER TECHNIK

Automatisierte oder automatische Kupplungsanlagen mit Nassoder Trockenreibkupplungen, die zur Drehmomentübertragung durch Federkraft in einem eingerückten Zustand bzw. geschlossen gehalten werden und mittels eines pneumatischen, hydraulischen oder elektrischen Aktuators gegen die Federkraft in einen ausgerückten bzw. geöffneten Zustand überführt werden können, um die Drehmomentübertragung zu unterbrechen, sind seit langem bekannt. Bei Nutzfahrzeugen (Lastkraftwagen, Omnibusse) mit automatisierten Kupplungsanlagen ("CBW" = "Clutch By Wire") zur Entlastung des Fahrers, mit automatisierten Schaltgetrieben ( "ASG" bzw. "AMT" = "Automated Manual Transmission") zur Automatisierung auch der Schaltvorgänge oder mit Doppelkupplungs- g_etrieben ("DKG") kommen zur Kupplungsbetätigung vornehmlich pneumatische Aktuatoren bzw. Stellzylinder mit zugeordneter, pneumatischer Schaltventilanordnung zum Einsatz, da in Nutzfahrzeugen Druckluft ohnehin zur Verfügung steht, insofern sowohl das Betriebsmedium als auch die Antriebsenergie für einen pneumatischen Aktuator vorhanden und nicht anderweitig vorzuhalten sind. Bei der Betätigung der Kupplung kommt es darauf an, insbesondere im Bereich des Kupplungsdruckpunkts feinfühlig Stellbewegungen mittels des Aktuators ausführen zu können, um möglichst ruckfrei eine Drehmomentübertragung zu bewirken oder zu unter- brechen. Konventionelle Fahrzeugkupplungen haben eine Kraft- Weg-Kennlinie, bei der die Kraft über dem Weg bis zu einem Maximalwert im Bereich des Kupplungsdruckpunkts kontinuierlich, z.B. im Wesentlichen linear ansteigt und danach wieder mehr oder weniger abfällt. Hieraus ergibt sich, dass der zum Errei- chen des Kraftmaximums in einem pneumatischen Aktuator aufge-^ baute Druck nach Überschreiten dieses Maximums zu hoch ist, um eine Position in der Nähe des Kupplungsdruckpunkts zu halten. Um dennoch eine relativ feinfühlige Positionseinstellung im Bereich des Kupplungsdruckpunkts zu ermöglichen, kommen im Stand der Technik zur Steuerung des Aktuatordrucks relativ aufwendige Algorithmen zum Einsatz, bei denen mit dem Aktuator verbundene, pneumatische Schaltventile getaktet, d.h. pulsweiten- und/oder pulsfrequenzmoduliert angesteuert werden. Um die Feinfühligkeit der Einstellung zu optimieren, werden auch pneumatische Schalt- ventile mit unterschiedlichen Durchlassquerschnitten zur Drucksteuerung im Aktuator parallel zueinander geschaltet. Derartige Systeme sind z.B. von der Firma Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH ("Knorr"), München, Deutschland erhältlich. Der getaktete Betrieb der pneumatischen Schaltventile bedingt indes zum einen, dass diese im Laufe ihres Einsatzes sehr häufig angesteuert werden - in der Praxis erfolgt z.B. eine Auslegung der pneumatischen Schaltventile auf mehrere hundert Millionen Betätigungen, was natürlich eine entsprechend robuste, aufwendige Ausgestaltung der Schaltventile erfordert. Zum anderen geht mit dem getakteten Betrieb der pneumatischen Schaltventile, d.h. mit dem ständigen Wechsel von Be- und Entlüftung ein im Verhältnis hoher Druckluftverbrauch einher, was im Hinblick auf die Energieeffizienz ungünstig ist. Nicht zuletzt be- dingt die Integration der pneumatischen Schaltventile, d.h. der Einlass- und Auslassmagnetventile im Aktuator, wie dies z.B. bei den Systemen der Firma Knorr der Fall ist, dass der Aktuator sowohl in radialer Richtung als auch in axialer Richtung einen relativ großen Bauraum beansprucht. Der zur Verfügung stehende Einbauraum ist am bzw. im Getriebegehäuse in der Regel jedoch eher knapp bemessen.

Im Stand der Technik wurde ferner schon vorgeschlagen - siehe z.B. die Druckschriften DE 10 2011 078 820 AI oder DE 10 2010 022 747 AI - zur Verbesserung der Feinfühligkeit (Genauigkeit und Stellgeschwindigkeit) bei der Positionseinstellung mit einem pneumatischen Stellzylinder einen Hydraulikzylinder zu dem pneumatischen Stellzylinder mechanisch in Reihe zu schalten. Hierbei dient der Hydraulikzylinder jeweils dazu, die Be- wegung des Kolbens des pneumatischen Stellzylinders zu bremsen bzw. zu dämpfen.

Genauer gesagt weist gemäß der Druckschrift DE 10 2011 078 820 AI (Fig. 1) ein mittels eines Positionssensors wegsensierter, pneumatisch angetriebener Stellantrieb einen beidseitig pneumatisch druckbeaufschlagbaren Pneumatikkolben mit einer Kolbenstange auf. Auf einer gemeinsamen Achse hinter dem pneumatischen Stellantrieb sitzt ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder, der einen zwei Hydraulikräume im Hydraulikzylinder tren- nenden Hydraulikkolben mit einer Kolbenstange auf einer Seite hat. Zur hydraulischen Dämpfung der mittels des pneumatischen Stellantriebs bewirkten Stellbewegungen sind die Kolbenstange des Pneumatikkolbens und die Kolbenstange des Hydraulikkolbens miteinander gekoppelt. Dabei kann der Pneumatikkolben durch ge- eignete, vom Wegsignal des Positionssensors abhängige Ansteue- rung eines Proportionalventils, das sich in einer die beiden Hydraulikräume des Hydraulikzylinders verbindenden Hydraulikleitung befindet, definiert gebremst oder festgesetzt werden. Bei diesem Stand der Technik ist im Hydraulikzylinder ferner ein weiterer, ebenfalls verschieblicher Kolben angeordnet, welcher im Hydraulikzylinder eine weitere Kammer von dem Hydraulikraum trennt, der auf der vom pneumatischen Stellantrieb ab- gewandten Seite des Hydraulikkolbens liegt. In dieser weiteren Kammer ist Gas unter erhöhtem Druck eingeschlossen, welches dazu dient, bei einer Bewegung des Hydraulikkolbens unterschiedliche Volumenänderungen in den beiden Hydraulikräumen, die sich aus den beiden, von Seite zu Seite verschiedenen hy- draulischen Wirkflächen des Hydraulikkolbens ergeben (ganzer Kolbenquerschnitt auf der einen Seite, Kolbenquerschnitt minus Kolbenstangenquerschnitt auf der anderen Seite) , sowie eine Wärmedehnung der Hydraulikflüssigkeit auszugleichen. Der weitere Kolben und die weitere Kammer im Hydraulikzylinder bilden also eine Kompensationseinheit, deren Wirkungsweise der Wirkungsweise eines Einrohrdämpfers entspricht.

Eine solche Hintereinanderanordnung von Kolben und Räumen bzw. Kammern hat allerdings einen erheblichen axialen Bauraumbedarf. Außerdem ist dieser Stand der Technik im Hinblick auf eine ausreichende Entlüftung der Hydraulikräume verbesserungsbedürftig.

Beim Stand der Technik gemäß der Druckschrift DE 10 2010 022 747 AI (Fig. 1) hingegen hat ein pneumatisch angetriebener Stellzylinder einen Pneumatikkolben, der auf einer Seite über eine Druckluftkammer mit Druckluft beaufschlagbar ist und auf der anderen Seite über eine Gegenkraft einer Fahrzeugkupplung beaufschlagt wird. Mittels einer Kolbenstange ist der Pneumatikkolben mit einem Hydraulikkolben eines doppeltwirkenden Hydraulikzylinders gekoppelt, der an einem Gehäuse des pneumatischen Stellzylinders angeflanscht bzw. angeschraubt ist und zwei Druckkammern aufweist. Die beiden Druckkammern des Hydraulikzylinders sind über eine Leitung mit einer Drossel und einem zu dieser in Reihe geschalteten Schaltventil (2/2-Wege-Ventil) miteinander verbunden. Ist das Schaltventil geschlossen, so soll der Hydraulikzylinder eine Bewegung des Pneumatikkolbens blockieren. Wird das Schaltventil hingegen geöffnet, so soll sich der Pneumatikkolben bewegen können, und zwar nach Maßgabe des festen Drosselquerschnitts der Drossel gebremst bzw. ge- dämpft.

Das Dämpfungs- bzw. Bremsverhalten ist hier indes nicht einstellbar. Auch ist keine Kompensationseinheit wie im oben beschriebenen Stand der Technik vorgesehen, so dass der hydrau- lische Bereich dieser Anordnung erhebliche "Weichheiten" (wie Leitungselastizitäten, Lufteinschlüsse od.dgl.) aufweisen müsste, um überhaupt eine Bewegung zuzulassen. Schließlich gelten die obigen Anmerkungen zu axialem Bauraumbedarf und Entlüftung bei diesem Stand der Technik entsprechend.

AUFGABENSTELLUNG

Dem oben geschilderten Stand der Technik gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine tunlichst einfach und kompakt bauende Vorrichtung zur Betätigung einer Kupplung in einer Betätigungsrichtung gegen eine in einer Rückstellrichtung wirkende Rückstellkraft, insbesondere in einem / für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, welche die obigen Nachteile vermeidet und insbesondere in energieeffizienter Weise eine möglichst feinfühlige Kupplungsbetätigung gestattet.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte bzw. zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Patentansprüche 2 bis 17. Gemäß der Erfindung umfasst eine Vorrichtung zur Betätigung einer Kupplung in einer Betätigungsrichtung gegen eine in einer Rückstellrichtung wirkende Rückstellkraft, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, einen Aktuator mit einem von einer pneumatischen Wirkfläche begrenzten Pneumatikraum, der von einer Druckluftquelle wahlweise mit einem pneumatischen Druck

beaufschlagbar ist, um an der pneumatischen Wirkfläche eine Kraft in der Betätigungsrichtung zu erzeugen, einem ersten Hydraulikraum, der über ein elektromagnetisch betätigbares, erstes 2/2-Wege-Proportionalventil mit einem Vorratsbehälter für Hydraulikfluid hydraulisch verbindbar und von einer bezüg- lieh der pneumatischen Wirkfläche gleich gerichteten, ersten hydraulischen Wirkfläche begrenzt ist, einem zweiten Hydraulikraum, der über ein elektromagnetisch betätigbares, zweites 2/2- Wege-Proportionalventil mit dem Vorratsbehälter hydraulisch verbindbar und von einer zur ersten hydraulischen Wirkfläche entgegengesetzten, zweiten hydraulischen Wirkfläche begrenzt ist, und einem mit der Kupplung betätigungswirksam verbundenen, über die vorgenannten Wirkflächen kraftbeaufschlagbaren und definiert bewegbaren Stellglied, wobei eine Steuerung vorgesehen ist, mittels der die Druckbeaufschlagung des Pneumatikraums und Ventilstellungen der ersten und zweiten 2/2-Wege-Proportional- ventile unabhängig voneinander steuerbar sind, und wobei durch Schließen des ersten 2/2-Wege-Proportionalventils über die erste hydraulische Wirkfläche eine Bewegung des Stellglieds in der Rückstellrichtung kontrolliert bremsbar ist, während durch Schließen des zweiten 2/2-Wege-Proportionalventils über die zweite hydraulische Wirkfläche eine Bewegung des Stellglieds in der Betätigungsrichtung kontrolliert bremsbar ist.

Dadurch, dass erfindungsgemäß die 2/2-Wege-Proportionalventile zur hydraulischen Bewegungssteuerung des Stellglieds eingesetzt werden, ist zunächst die im Stand der Technik vorgesehene Mehrzahl von robust und aufwendig ausgestalteten, pneumatischen Einlass- und Auslassmagnetventilen zur Aktuatorsteuerung entbehrlich. Ebenso entfallen der getaktete Ventilbetrieb und der hiermit verbundene hohe Druckluftverbrauch, wie auch der im Stand der Technik damit verbundene Aufwand, durch Reduktion von Toträumen eine geringere Schwingungsneigung zu erzielen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit nicht nur hinsichtlich ihrer Energieeffizienz günstiger, sondern auch im Hinblick auf die Geräuschkulisse im Betrieb deutlich leiser als die vorbekannten pneumatischen Lösungen.

Verglichen zu den oben beschriebenen hydraulisch gebremsten bzw. gedämpften Systemen zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung insbesondere dadurch aus, dass die Entlüftung sowie der Druck- und Volumensausgleich in Ruhestellung deutlich verbessert sind. Bei jeder Betätigung wird der drucklose hydraulische Zweig über das geöffnete eine 2 /2-Wege-Proportionalven- til vom Vorratsbehälter mit Hydraulikfluid (teil) befüllt, wäh- rend der unter Druck stehende hydraulische Zweig über das drosselnde andere 2 /2-Wege-Proportionalventil zum Vorratsbehälter hin (teil) entleert wird. Durch diese Vorgänge werden - ggf. unterstützt durch eine kontinuierlich ansteigende Anordnung der Verbindungsleitungen zum Vorratsbehälter - die Hydraulikräume des Aktuators zwangsläufig entlüftet. Lufteinschlussbedingte "Weichheiten" im Hydrauliksystem werden somit zuverlässig vermieden, was sich positiv auf die Stellgenauigkeit und -ge- schwindigkeit des Aktuators auswirkt. Ferner können thermische Ausdehnungen der einzelnen Bauteile und des Hydraulikfluids sowie Verformungen der Federzungen der Kupplung durch in Ruhestellung der Vorrichtung geöffnete 2 /2-Wege-Proportionalventile in sehr einfacher Weise ausgeglichen werden.

Infolge der vorgesehenen Unabhängigkeit bei der Steuerung der pneumatischen und hydraulischen Vorgänge besteht nicht zuletzt die Möglichkeit, durch geeignete (Vor) Bestromung der einzelnen Ventile eine Umkehr der Stellgliedbewegung infolge des Entfalls von Umsteuerzeiten schneller und direkter zu bewirken, was auch einer hohen Stellgenauigkeit förderlich sein kann. In einer besonders einfachen Ausgestaltung der Vorrichtung kann zwischen der Druckluftquelle und dem Pneumatikraum des Aktua- tors (nur) ein federvorgespanntes, elektromagnetisch betätigbares 3/2- ege-Schaltventil geschaltet sein, das mittels der Steuerung ansteuerbar ist, wobei das 3/2-Wege-Schaltventil im durch die Steuerung angesteuerten Zustand die Druckluftquelle mit dem Pneumatikraum und im nicht durch die Steuerung angesteuerten Zustand den Pneumatikraum mit der Umgebung verbindet. Als Alternative hierzu kann die Ausgestaltung der pneumatischen Aktuatoransteuerung aber auch so getroffen sein, dass zwischen der Druckluftquelle und dem Pneumatikraum des Aktuators ein federvorgespanntes und elektromagnetisch betätigbares, erstes 2/2-Wege-Schaltventil geschaltet ist, das mittels der Steuerung ansteuerbar ist und im durch die Steuerung angesteuerten Zu- stand die Druckluftquelle mit dem Pneumatikraum verbindet, wobei zwischen dem Pneumatikraum und der Umgebung ein federvorgespanntes und elektromagnetisch betätigbares, zweites 2/2-Wege- Schaltventil geschaltet ist, welches ebenfalls mittels der Steuerung ansteuerbar ist und im durch die Steuerung angesteu- erten Zustand den Pneumatikraum mit der Umgebung verbindet. Somit bleibt der Druckluftzustand am Aktuator erhalten, wenn die Schaltventile nicht angesteuert werden.

Der hydraulische Betätigungszustand des Aktuators kann eben- falls stromlos aufrechterhalten werden, wenn die 2/2-Wege-Pro- portionalventile im nicht durch die Steuerung angesteuerten Zustand in Sperr-Null-Stellung federvorgespannt sind, um den jeweiligen Hydraulikraum des Aktuators von dem Vorratsbehälter für Hydraulikfluid zu trennen. Alternativ hierzu können die 2/2-Wege-Proportionalventile jedoch auch im nicht durch die Steuerung angesteuerten Zustand in Durchgangs-Null-Stellung federvorgespannt sein, um den jeweiligen Hydraulikraum des Aktuators mit dem Vorratsbehälter für Hydraulikfluid zu verbinden, was in den meisten Einsatzfällen im Hinblick auf den Ener- gieverbrauch günstiger sein wird. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung kann zu dem ersten und/oder zu dem zweiten 2/2-Wege-Proportionalventil eine Bypass-Leitung mit einem Bypass-Rückschlagventil parallel ge- schaltet sein, das in einer Richtung vom Aktuator zum Vorratsbehälter hin sperrt. Dies ermöglicht vorteilhaft eine Vorbe- stromung des jeweils unbelasteten 2/2-Wege-Proportionalventils, ohne dass hiermit die Versorgung des unbelasteten Hydraulikzweigs mit Hydraulikfluid beeinträchtigt werden könnte.

Im weiteren Verfolg des Erfindungsgedankens kann zum zweiten 2/2-Wege-Proportionalventil eine Pumpenleitung mit einer elektromotorisch antreibbaren Hydraulikpumpe und einem pumpenaus- gangsseitig angeordneten, zur Hydraulikpumpe hin sperrenden Pumpen-Rückschlagventil geschaltet sein, wobei die Hydraulikpumpe mittels der Steuerung ansteuerbar ist, um den zweiten Hydraulikraum des Aktuators wahlweise aktiv mit einem hydraulischen Druck zu beaufschlagen, was eine Feinregelung der Aktua- torbewegungen etwa zur Erzeugung eines " ikroschlupfs" an der Kupplung ermöglicht.

Ferner kann, insbesondere um die Steifigkeit des hydraulischen Systems zu erhöhen, der Vorratsbehälter für Hydraulikfluid geschlossen ausgebildet sein, so dass oberhalb eines Flüssig- keitsspiegels des Hydraulikfluids in dem Vorratsbehälter eine Luftkammer verbleibt, die über ein Druckminderventil an die Druckluftquelle angeschlossen ist, um das Hydraulikfluid in dem Vorratsbehälter mit einem Vordruck zu beaufschlagen, der größer ist als der Atmosphärendruck.

Der Aktuator selbst hat vorzugsweise ein einen pneumatischen Druckanschluss und wenigstens einen hydraulischen Druckan- schluss aufweisendes Zylindergehäuse, in dem ein mit dem Stellglied wirkverbundener Kolben längsverschieblich aufgenommen ist, der zusammen mit dem Zylindergehäuse den über den pneu- matischen Druckanschluss druckbeaufschlagbaren Pneumatikraum und wenigstens einen der Hydraulikräume definiert, der mit dem hydraulischen Druckanschluss verbunden ist, wobei besagte Räume vermittels einer Dichtungsanordnung voneinander getrennt sind und an dem Kolben die den Pneumatikraum axial begrenzende pneumatische Wirkfläche sowie die den entsprechenden Hydraulikraum axial begrenzende hydraulische Wirkfläche ausgebildet sind.

Durch Vorsehen der pneumatischen und hydraulischen Wirkflächen an ein und demselben Kolben in ein und demselben Zylinderge- häuse ergibt sich gegenüber dem eingangs geschilderten Stand der Technik zunächst vorteilhaft eine geringere axiale Baulänge des Aktuators. Verglichen zu einer Lösung, bei der zwei (oder mehr) in Reihe hintereinander angeordnete Gehäuse aneinander geflanscht sind, werden ferner statische Überbestimmungen zu- verlässig vermieden, die im Stand der Technik bei nicht sehr genau zentrierten Gehäusen zu einem Klemmen der / einer erhöhten Reibung an den bewegten Teile/n führen können. Zudem ergibt sich durch Entfall von Dichtungen zwischen verschiedenen Gehäusen ein geringerer Dichtungsaufwand.

Grundsätzlich können das Zylindergehäuse und der Kolben neben dem Pneumatikraum nur einen Hydraulikraum definieren, wobei die pneumatische Wirkfläche und die hydraulische Wirkfläche gleichgerichtet oder einander entgegengesetzt ausgerichtet sein kön- nen. Die weitere hydraulische Wirkfläche des Aktuators wäre dann an geeigneter Stelle außerhalb des Zylindergehäuses in einem separaten Gehäuse mit Hydraulikraum auszubilden. Im Hinblick auf einen geringen Bauraumbedarf und Aufwand bevorzugt ist allerdings eine Ausgestaltung, bei der das Zylindergehäuse des Aktuators zwei hydraulische Druckanschlüsse aufweist und zusammen mit dem Kolben neben dem Pneumatikraum beide Hydraulikräume definiert, die mit jeweils einem der hydraulischen Druckanschlüsse verbunden sind und vermittels zwei Dichtungsanordnungen voneinander und von dem Pneumatikraum getrennt sind, wobei an dem Kolben neben der pneumatischen Wirkfläche beide jeweils einen der Hydraulikräume axial begrenzende hydraulische Wirkflächen einander entgegengesetzt ausgebildet sind.

Eine besonders kurze Baulänge des Aktuators lässt sich erzie- len, wenn das Zylindergehäuse und der Kolben des Aktuators zur Ausbildung des wenigstens einen der Hydraulikräume und der diesen begrenzenden hydraulischen Wirkfläche umfangsseitig gestuft geformt sind. Für eine sehr getriebenahe, platzsparende sowie reibungs- und verschleißarme Anordnung kann der Aktuator des Weiteren in der Art eines Zentralausrückers ausgebildet sein, wobei das Zylindergehäuse im Bereich einer Mittelachse einen Durchgang für eine Getriebewelle besitzt und der im Zylindergehäuse längsver- schieblich aufgenommene Kolben ein Ringkolben ist, der ein Ausrücklager als Stellglied trägt.

Dabei können im Zylindergehäuse prinzipiell zwei Hydraulikräume hintereinander am Außenumfang oder am Innenumfang des Ringkol- bens und der Pneumatikraum an einer Stirnseite des Ringkolbens ausgebildet sein. Im Hinblick auf eine besonders kurze axiale Baulänge bevorzugt ist indes eine Ausgestaltung, bei der im Aktuator einer der Hydraulikräume am Außenumfang des Ringkolbens und ein anderer der Hydraulikräume am Innenumfang des Ringkol- bens ausgebildet ist, während der Pneumatikraum bezüglich des Ringkolbens stirnseitig liegt.

Soll der Aktuator mit einer Umlenkung bzw. Übersetzung über z.B. einen Kupplungshebel mit der Kupplung in Wirkverbindung stehen, bietet sich in einer Alternative eine Ausgestaltung an, bei der der Aktuator in der Art eines Kupplungsnehmerzylinders mit zentraler Sackbohrung im Zylindergehäuse ausgebildet ist, in welcher der Kolben längsverschieblich aufgenommen ist, der betätigungswirksam mit einer mittigen Kolbenstange als Stell- glied verbunden ist. Ein solcher Aktuator ist verglichen zu einem Zentralausrücker hinsichtlich des Orts der Anbringung flexibler, wird thermisch weniger stark belastet, ist leichter austauschbar und auch nicht dem Kupplungsabrieb ausgesetzt. In zweckmäßiger, einfacher Ausgestaltung können in einem solchen Aktuator beide Hydraulikräume axial hintereinander liegend am Außenumfang des Kolbens ausgebildet sein, während der Pneumatikraum bezüglich des Kolbens stirnseitig liegt. In einer hinsichtlich der Baulänge kürzeren Alternative kann der Kolben des Aktuators eine zentrale Vertiefung aufweisen, in die ein am Zylindergehäuse vorgesehener, zentraler Vorsprung eintaucht, wobei einer der Hydraulikräume zwischen dem Vorsprung des Zylindergehäuses und der Vertiefung des Kolbens aus- gebildet ist und sich ein anderer der Hydraulikräume am Außenumfang des Kolbens befindet, während der Pneumatikraum bezüglich des Kolbens stirnseitig liegt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der vorbeschriebenen, ver- schiedenen Aktuatoren kann schließlich wenigstens die den Pneumatikraum vom jeweiligen Hydraulikraum trennende Dichtungsanordnung zwei axial voneinander beabstandete Dichtelemente mit einem Zwischenraum dazwischen aufweisen, der über einen Ausgleichskanal mit der Umgebung verbunden ist. Während bei dieser Ausgestaltung über die Hydraulikdichtung auch eine gewisse

Schmierung der Pneumatikdichtung erzielt werden kann, dient der Ausgleichskanal insbesondere dazu, zu verhindern, dass von der Pneumatikseite Luft in das hydraulische System gelangt.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Im Folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten, teilweise sche- matischen Zeichnungen näher erläutert, wobei gleiche oder ent- sprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen - ggf. mit hochgestellten Strichen (' bzw. '') zur Kennzeichnung der jeweiligen Ventil- bzw. Aktuatorvariante ergänzt - versehen wurden und zur Vereinfachung der Darstellung elastomere bzw. elastische Teile im unverformten Zustand dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 ein Schaltbild einer Vorrichtung zur Betätigung einer

Kupplung in einem Kraftfahrzeug als erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, mit einem in einer Längsschnittansicht dargestellten Aktuator gemäß einer ersten Variante, der in der Art eines Zentralausrückers ausgebildet ist und sich in einer federvorgespannten Grundstellung befindet, wobei Druckräume des Aktuators über ein 3/2-Wege-Schaltventil mit einer Druckluftquelle bzw. über zwei 2/2- ege-Proportionalventile mit einem Vorratsbehälter für Hydraulikfluid verbunden sind;

Fig. 2 eine Längsschnittansicht des Aktuators gemäß Fig. 1, dessen Kolben sich gegenüber dem in Fig. 1 gezeigten Zustand in einer bezüglich eines Zylindergehäuses des Aktuators verschobenen Stellung befindet, um die Druckräume und Wirkflächen des Aktuators besser zu veranschaulichen;

Fig. 3 eine vergrößerte Teilschnittansicht des Aktuators gemäß Fig. 1 entsprechend dem Detailkreis III in Fig. 2, zur Veranschaulichung der Dichtsituation zwischen einem hydraulischen Druckraum des Aktuators und der Umgebung;

Fig. 4 eine vergrößerte Teilschnittansicht des Aktuators gemäß Fig. 1 entsprechend dem Detailkreis IV in Fig. 2, zur Veranschaulichung der Dichtsituation zwischen dem hydraulischen Druckraum und einem pneumatischen Druckraum des Aktuators;

Fig. 5 eine vergrößerte Teilschnittansicht des Aktuators gemäß Fig. 1 entsprechend dem Detailkreis V in Fig. 2, zur Veranschaulichung der Dichtsituation zwischen dem pneumatischen Druckraum und einem weiteren hydraulischen Druckraum des Aktuators;

Fig. 6 ein Schaltbild einer Vorrichtung zur Betätigung einer

Kupplung in einem Kraftfahrzeug als zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, wiederum mit dem in einer Längsschnittansicht dargestellten Aktuator von Fig. 1, wobei der pneumatische Druckraum des Aktuators anders als in Fig. 1 über zwei 2/2-Wege-Schaltventile mit der Druckluftquelle bzw. der Umgebung verbunden ist;

Fig. 7 ein Schaltbild einer Vorrichtung zur Betätigung einer

Kupplung in einem Kraftfahrzeug als drittes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, erneut mit dem in einer Längsschnittansicht dargestellten Aktuator gemäß Fig. 1, wobei im Gegensatz zu Fig. 1 eine oberhalb eines Flüssigkeitsspiegels im geschlossen ausgebildeten Vorratsbehälter für Hydraulikfluid vorhandene Luftkammer über ein Druckminderventil an die Druckluftquelle angeschlossen ist;

Fig. 8 ein Schaltbild einer Vorrichtung zur Betätigung einer

Kupplung in einem Kraftfahrzeug als viertes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, wiederholt mit dem in einer Längsschnittansicht dargestellten Aktuator von Fig. 1, wobei entgegen Fig. 1 zu jedem 2/2-Wege- Proportionalventil eine Bypass-Leitung mit einem By- pass-Rückschlagventil parallel geschaltet ist, das in einer Richtung vom Aktuator zum Vorratsbehälter hin sperrt ;

Fig. 9 ein Schaltbild einer Vorrichtung zur Betätigung einer

Kupplung in einem Kraftfahrzeug als fünftes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, nochmals mit dem in einer Längsschnittansicht dargestellten Aktuator gemäß Fig. 1, wobei - ggf. in Ergänzung zu den Bypass-Maß- nahmen von Fig. 8 (hier gestrichelt dargestellt) - zur aktiven hydraulischen Druckbeaufschlagung des Aktuators parallel zu einem der 2/2-Wege-Proportionalven- tile eine Pumpenleitung mit einer elektromotorisch angetriebenen Hydraulikpumpe und einem pumpenausgangs- seitig vorgesehenen, zur Hydraulikpumpe hin sperrenden Pumpen-Rückschlagventil geschaltet ist;

Fig. 10 eine Längsschnittansicht eines Aktuators gemäß einer zweiten Variante, der bei jeder der Vorrichtungen gemäß den ersten bis fünften Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 und 6 bis 9 zum Einsatz kommen kann, in der Art eines Kupplungsnehmerzylinders mit zentraler Sackbohrung im Zylindergehäuse ausgebildet und in einer Grundstellung gezeigt ist, wobei zwei Hydraulikräume axial hintereinander liegend am Außenumfang des Kolbens vorgesehen sind und der Pneumatikräum bezüglich des Kolbens stirnseitig liegt;

Fig. 11 eine Längsschnittansicht des Aktuators gemäß der zweiten Variante nach Fig. 10, dessen Kolben sich gegenüber dem in Fig. 10 dargestellten Zustand in einer bezüglich des Zylindergehäuses des Aktuators verschobenen Stellung befindet, um die Druckräume und Wirkflächen des Aktuators besser zu veranschaulichen; und Fig. 12 eine Längsschnittansicht eines Aktuators gemäß einer dritten Variante, der ebenfalls bei jeder der Vorrichtungen gemäß den ersten bis fünften Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 und 6 bis 9 zum Einsatz kommen kann und in einer Betriebsstellung gezeigt ist, wobei - anders als bei dem Aktuator gemäß der zweiten Variante nach Fig. 11 - der Kolben des Aktuators eine Vertiefung hat, in die ein am Zylindergehäuse vorgesehener Vorsprung eintaucht, so dass einer der Hydraulikräume zwischen dem Vorsprung und der Vertiefung ausgebildet ist und sich ein anderer der Hydraulikräume am Außenumfang des Kolbens befindet, während der Pneumatikraum bezüglich des Kolbens stirnseitig liegt.

In den Zeichnungen und in der folgenden Beschreibung wurde auf eine Darstellung bzw. Erläuterung der jeweiligen Kupplung und der Art und Weise, wie das jeweilige Stellglied am Aktuator - Ausrücklager bei der ersten Aktuatorvariante, Kolbenstange bei der zweiten und dritten Aktuatorvariante - mit der Kupplung in Wirkverbindung steht, verzichtet, weil diesbezügliche Merkmale dem Fachmann in struktureller und funktionaler Hinsicht geläufig und weitere Ausführungen hierzu für das Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht erforderlich sind. Ebenso ist bei allen Aktuatorvarianten der jeweilige Kolben gegen ein Verdrehen im Zylindergehäuse gesichert, was indes nicht eigens darge stellt wurde, da diese Maßnahmen an . sich bekannt sind.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

In Fig. 1 beziffert das Bezugszeichen 10 allgemein eine Vorrichtung zur Betätigung einer Kupplung (nicht dargestellt) in einem Kraftfahrzeug. Die Betätigung der Kupplung erfolgt hierbei unter Erzeugung einer linearen Stellbewegung in einer Betä tigungsrichtung entsprechend dem Pfeil B (also nach links in Fig. 1) gegen eine Rückstellkraft, die in einer entgegengesetzten Rückstellrichtung entsprechend dem Pfeil R (demnach nach rechts in Fig. 1) wirkt und in der Regel durch eine oder mehrere Kupplungsfedern (nicht gezeigt) generiert wird.

Die Vorrichtung 10 umfasst zur Erzeugung der Stellbewegung zunächst einen Aktuator 12, der ein Zylindergehäuse 14 und einen darin längsverschieblich aufgenommenen Kolben 16 aufweist, die zusammen verschiedene Druckräume und unterschiedliche Wirkflä- chen im Aktuator 12 definieren. So hat der Aktuator 12 einen von einer pneumatischen Wirkfläche A P begrenzten Pneumatikraum Kp, der von einer Druckluftquelle Qp wahlweise mit einem pneumatischen Druck beaufschlagt werden kann, um an der pneumatischen Wirkfläche Ap eine Kraft in der Betätigungsrichtung B zu generieren. Ferner besitzt der Aktuator 12 einen ersten Hydraulikraum KHI, der über ein elektromagnetisch betätigbares, erstes 2/2-Wege-Proportionalventil VHI mit einem Vorratsbehälter Q H für Hydraulikfluid hydraulisch verbunden werden kann und von einer bezüglich der pneumatischen Wirkfläche A P gleich gerich- teten, ersten hydraulischen Wirkfläche A H i begrenzt ist (siehe auch Fig. 2) . Des Weiteren weist der Aktuator 12 einen zweiten Hydraulikraum K H2 auf, der über ein elektromagnetisch betätigbares, zweites 2/2-Wege-Proportionalventil V H 2 hydraulisch mit dem Vorratsbehälter Q H verbunden werden kann und von einer zur ersten hydraulischen Wirkfläche Am entgegengesetzten, zweiten hydraulischen Wirkfläche AH2 begrenzt ist (vgl. wiederum auch Fig. 2) . Über die vorgenannten Wirkflächen A P , AHI, A H 2, die den jeweiligen Raum KP, KHI, H2 im Aktuator 12 jeweils axial begrenzen und hier sämtlich am Kolben 16 ausgebildet sind, kann ein mit dem Kolben 16 wirkverbundenes Stellglied G des Aktua- tors 12 auf noch näher zu beschreibende Weise kraftbeaufschlagt und definiert bewegt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem Stellglied G um ein an sich bekanntes, am Kolben 16 angebrachtes Ausrücklager, das in hier nicht gezeigter, ebenfalls an sich bekannter Weise mit der Kupplung betätigungswirksam verbunden ist.

Für die obige Verschaltung des Aktuators 12 in der Vorrichtung 10 weist weiterhin das Zylindergehäuse 14 einen pneumatischen Druckanschluss E P , über den der Pneumatikraum KP druckbeauf- schlagbar ist, und zwei hydraulische Druckanschlüsse Em, EH2 auf, die jeweils mit einem der Hydraulikräume Km, K H 2 verbunden sind. Letztere sind, wie noch im Detail erläutert werden wird, vermittels zwei Dichtungsanordnungen 18, 20 voneinander und von dem Pneumatikraum K P getrennt.

Darüber hinaus besitzt die Vorrichtung 10 eine elektronische Steuerung CPU, mittels der die Druckbeaufschlagung des Pneu- matikraums K P und Ventilstellungen der ersten und zweiten 2/2- Wege-Proportionalventile V H i, V H 2 unabhängig voneinander gesteuert werden können, wie nachfolgend noch im Einzelnen beschrieben werden wird. Hierbei ist allgemein durch Schließen des ersten 2/2-Wege-Proportionalventils Vm über die erste hydrau- lische Wirkfläche Am eine Bewegung des Stellglieds G in der Rückstellrichtung R kontrolliert bremsbar, während eine Bewegung des Stellglieds G in der Betätigungsrichtung B durch Schließen des zweiten 2/2-Wege-Proportionalventils V H 2 über die zweite hydraulische Wirkfläche AH2 kontrolliert gebremst werden kann.

Zur Druckbeaufschlagung des Pneumatikraums K P des Aktuators 12 ist der pneumatische Druckanschluss E P am Zylindergehäuse 14 über eine Pneumatikleitung L P an der Druckluftquelle QP ange- schlössen. Dabei ist zwischen der Druckluftquelle QP und dem Pneumatikraum Kp des Aktuators 12 ein federvorgespanntes, elektromagnetisch betätigbares 3/2-Wege-Schaltventil Vp vorgesehen, welches in der Pneumatikleitung L P angeordnet ist. Das 3/2-Wege-Schaltventil V P kann über eine elektrische Steuerlei- tung Sp mittels der Steuerung CPU angesteuert werden. Hierbei verbindet das 3/2- ege-Schaltventil V P im durch die Steuerung CPU angesteuerten Zustand die Druckluftquelle QP mit dem Pneumatikraum KP des Aktuators 12 und im nicht durch die Steuerung CPU angesteuerten Zustand den Pneumatikraum Kp des Aktuators 12 mit der Umgebung (in Fig. 1 durch das Dreieck oben am 3/2-Wege- Schaltventil V P angedeutet) .

Was die hydraulische Verschaltung des Aktuators 12 in der Vorrichtung 10 angeht, sind dessen Druckanschlüsse E H i, EH2 über je eine Hydraulikleitung Lm, LH2 an den Vorratsbehälter QH angeschlossen. Die vorerwähnten 2/2-Wege-Proportionalventile VHI , VH2 sitzen hierbei jeweils in einer der Hydraulikleitungen Lm, LH2 und sind über je eine elektrische Steuerleitung SHI , SH2 mit der Steuerung CPU verbunden. In einer ersten Ventilalternative - in Fig. 1 jeweils mit einer gestrichelten Linie eingekreist - sind die 2/2-Wege-Proportionalventile V H i, VH2 im nicht durch die Steuerung CPU angesteuerten Zustand in Durchgangs-Null- Stellung federvorgespannt, um den jeweiligen Hydraulikraum K , KH2 des Aktuators 12 mit dem Vorratsbehälter QH für Hydraulik- fluid zu verbinden. Ohne Strom sind die Hydraulikräume Km, K H2 des Aktuators 12 bei dieser Ventilalternative also drucklos.

Vom Aufbau her können die 2/2-Wege-Proportionalventile V H i, V H 2 beispielsweise als elektromagnetisch betätigbare, im nicht an- gesteuerten Zustand in Durchgangs-Null-Stellung federvorgespannte 2/2-Kugelsitzventile ausgebildet sein, wie sie prinzipiell aus der Druckschrift DE 196 33 420 AI der vorliegenden Anmelderin bekannt sind. Bei diesen Ventilen ist zwischen einer Druckkammer und einer Ablaufkammer eines Ventilgehäuses ein Kugelsitz für einen kugelförmigen Ventilkörper angeordnet, welcher in der Ablaufkammer aufgenommen ist. Eine in der Druckkammer angeordnete Ventilfeder drückt den Ventilkörper vom Kugelsitz weg, während auf der von der Druckkammer abgewandten Seite ein Magnetantrieb vorgesehen ist, mittels dessen der Ventilkör- per in Richtung des Kugelsitzes gedrückt werden kann. Nach Maß- gäbe der Bestromung des Magnetantriebs stellt sich zwischen dem Ventilkörper und dem Ventilsitz ein vornehmlich ringförmiger Drosselspalt von vorbestimmter Größe ein, welcher einem Durch- fluss des Hydraulikfluids von der Druckkammer zur Ablaufkammer größenabhängig mehr oder weniger Widerstand entgegensetzt, der den Druck in der Druckkammer erhöht (Staudruckprinzip) . Während im vorliegenden Anwendungsfall eines solchen Ventils die Druckkammer an den entsprechenden Druckanschluss Em bzw. E H2 des Ak- tuators 12 angeschlossen ist, ist die Ablaufkammer des Ventils mit dem Vorratsbehälter QH für Hydraulikfluid verbunden.

In einer zweiten Ventilalternative - in Fig. 1 jeweils neben der dort vorgesehenen Verschaltung mit einer durchgezogenen Linie eingekreist - kann die Ausgestaltung jedoch auch so ge- troffen sein, dass die 2/2-Wege-Proportionalventile V H i ' , VH2 ' im nicht durch die Steuerung CPU angesteuerten Zustand in

Sperr-Null-Stellung federvorgespannt sind, um den jeweiligen Hydraulikraum Km, KH2 des Aktuators 12 von dem Vorratsbehälter QH für Hydraulikfluid zu trennen. Fällt die Ventilbestromung bei dieser Ventilalternative weg oder wird sie ausgeschaltet, so wird der hydraulische Betätigungszustand des Aktuators 12 aufrechterhalten bzw. "eingefroren". In Ausgestaltung als 2/2- Kugelsitzventil wären bei der zweiten Ventilalternative gegenüber dem oben beschriebenen Aufbau lediglich die Ventilfeder und der Magnetantrieb vertauscht, d.h. auf bezüglich des Ventilkörpers anderen Seiten angeordnet, wobei die Ventilfeder kräftemäßig so ausgelegt werden würde, dass sie den im System auftretenden maximalen Hydraulikdruck am Ventilkörper gegenzuhalten vermag.

Zum schematischen Schaltbild der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1 ist schließlich noch anzumerken, dass am bzw. im Aktuator 12 eine Sensoranordnung vorgesehen ist, mit einem bezüglich des Zylindergehäuses 14 ortsfesten Positionssensor PS, bei dem es sich beispielsweise um einen Hallsensor handeln kann, und einem am Kolben 16 angebrachten Signalelement SE, etwa in der Form eines Magneten, der z.B. in einer stirnseitig vorgesehenen Kolbenaussparung aufgenommen ist, wie in Fig. 1 gezeigt. Der Positionssensor PS ist hierbei über eine Signalleitung Ss mit der Steuerung CPU verbunden. Mit Hilfe dieser Sensoranordnung kann in an sich bekannter Weise der Hub bzw. Weg des Kolbens 16 im Zylindergehäuse 14 des Aktuators 12 erfasst werden.

Weitere Einzelheiten des bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1 und 6 bis 9 in der Art eines Zentralausrückers ausgebildeten Aktuators 12 sind insbesondere den Fig. 2 bis 5 zu entnehmen. Demgemäß besitzt das Zylindergehäuse 14 im Bereich einer Mittelachse Z einen zentralen Durchgang 22 für eine Getriebewelle (nicht gezeigt) , wobei der im Zylindergehäuse 14 längsverschieblich aufgenommene Kolben ein Ringkolben 16 ist, der als Stellglied G, wie schon erwähnt, ein an sich bekanntes Ausrücklager zum Angriff an der Kupplung (nicht dargestellt) trägt. Wie nachfolgend noch näher beschrieben werden wird, sind hierbei das Zylindergehäuse 14 und der Ringkolben 16 des Aktua- tors 12 zur Ausbildung der zwei Hydraulikräume Km, KH2 und der diese begrenzenden hydraulischen Wirkflächen AHI , AH2 umfangs- seitig gestuft geformt.

Das Zylindergehäuse 14 besteht im dargestellten Ausführungsbei- spiel im Wesentlichen aus drei bezüglich der Mittelachse Z konzentrisch angeordneten Teilen, nämlich einem vorzugsweise aus Kunststoff spritzgusstechnisch erzeugten, ringförmigen ersten Gehäuseabschnitt 24, der einen Befestigungsabsatz 25 hat, einem bevorzugt aus Metall umformtechnisch geformten, hülsenartigen zweiten Gehäuseabschnitt 26, der axial endseitig einen sich nach radial innen erstreckenden Ringflansch 27 aufweist, und einem vorzugsweise ebenfalls aus Metall umformtechnisch erzeugten, hülsenartigen, gestuften dritten Gehäuseabschnitt 28, welcher axial endseitig einen sich nach radial außen erstreckenden Ringflansch 29 besitzt. Während der erste Gehäuseabschnitt 24 mit seinem Befestigungsabsatz 25 in dem zweiten Gehäuseabschnitt 26 eingesteckt und in dieser Position auf geeignete Weise gesichert und abgedichtet ist (in den Figuren lediglich schematisch gezeigt), sind der zweite Gehäuseabschnitt 26 und der dritte Gehäuseabschnitt 28 im Bereich der Ringflansche 27,

29 aneinander befestigt, z.B. mittels einer Schweißverbindung. Gemäß insbesondere der Fig. 3 ist der zweite hydraulische

Druckanschluss EH2 am ersten Gehäuseabschnitt 24 einstückig angeformt. Der durch ein Kunststoffteil ausgebildete pneumatische Druckanschluss EP ist auf geeignete Weise am Ringflansch 27 des zweiten Gehäuseabschnitts 26 dicht befestigt. Schließlich ist der ebenfalls durch ein Kunststoffteil ausgebildete erste hydraulische Druckanschluss Em in analoger Weise an einer Stufe

30 des dritten Gehäuseabschnitts 28 angebracht. Der Ringflansch 29 des dritten Gehäuseabschnitts 28 kann im Übrigen auch der

Befestigung des Aktuators 12 in bzw. an einem Getriebegehäuse (nicht gezeigt) dienen, wie in den Fig. 1 und 2 oben bei 31 durch eine radiale Verlängerung mit strichpunktierter Mittelachse eines ansonsten nicht gezeigten Befestigungsmittels ange- deutet.

Der vorzugsweise auch aus einem Kunststoff spritzgegossene Ringkolben 16 des Aktuators 12 ist auf seiner in den Fig. 1 und 2 linken Stirnseite mit einer ringförmigen Aussparung 32 ver- sehen, die zur Aufnahme des Ausrücklagers G dient. Auf seiner in den Fig. 1 und 2 rechten Stirnseite hat der Ringkolben 16 eine weitere ringförmige Aussparung 34, die ein Lager für eine Vorlastfeder 36 - hier in der Form einer Schraubendruckfeder - bildet. Die in dem Pneumatikraum K P des Aktuators 12 aufgenom- raene Vorlastfeder 36 stützt sich in den Fig. 1 und 2 rechts am Ringflansch 27 des zweiten Gehäuseabschnitts 26 ab und dient dazu, über den Ringkolben 16 das Ausrücklager G in der Betätigungsrichtung B definiert vorzuspannen. Wie die Fig. 1 und 2 ferner zeigen, ist der Ringkolben 16 umfangsseitig gestuft ge- formt, genauer gesagt an seinem in diesen Figuren rechten Ende außenumfangsseitig mit einem Außenbund 38 und an seinem in diesen Figuren linken Ende innenumfangsseitig mit einem Innenbund 40 versehen. Hierdurch wird im Aktuator 12 in axial sehr kompakter Bauweise der eine (KH2 ) der Hydraulikräume am Außenumfang des Ringkolbens 16 und der andere (Km) der Hydraulikräume am Innenumfang des Ringkolbens 16 ausgebildet, während der Pneumatikraum KP bezüglich des Ringkolbens 16 stirnseitig liegt. Im Einzelnen ist, wie am besten in Fig. 2 zu sehen ist, der innenumfangssei- tige, erste Hydraulikraum Km axial durch den Innenbund 40 des Ringkolbens 16 (nach links) und die Stufe 30 des dritten Gehäuseabschnitts 28 des Zylindergehäuses 14 (nach rechts) sowie radial durch die Außenumfangsfläche des dritten Gehäuseabschnitts 28 (nach innen) und die Innenumfangsfläche des Ringkolbens 16 (nach außen) begrenzt. Der zweite Hydraulikraum KH2 ist axial durch den Befestigungsabsatz 25 des ersten Gehäuseabschnitts 24 des Zylindergehäuses 14 (nach links) und den Außenbund 38 des Ringkolbens 16 (nach rechts) sowie radial durch die Außenum- fangsfläche des Ringkolbens 16 (nach innen) und die Innenum- fangsfläche des zweiten Gehäuseabschnitts 26 des Zylindergehäuses 14 (nach außen) begrenzt. Der Pneumatikraum Kp schließlich ist axial durch die in Fig. 2 rechte Stirnfläche des Ringkolbens 16 (nach links) und die Ringflansche 27, 29 der zweiten bzw. dritten Gehäuseabschnitte 26, 28 des Zylindergehäuses 14 (nach rechts) sowie radial durch die Außenumfangsfläche des dritten Gehäuseabschnitt 28 des Zylindergehäuses 14 (nach innen) und die Innenumfangsfläche des zweiten Gehäuseabschnitts 26 des Zylindergehäuses 14 (nach außen) begrenzt.

Dabei weist der Aktuator 12 insgesamt vier Dichtungslaufflächen auf, nämlich eine erste Dichtungslauffläche 42 am Außenumfang des dritten Gehäuseabschnitts 28 des Zylindergehäuses 14 rechts von der Stufe 30, eine zweite Dichtungslauffläche 44 am Innen- umfang des zweiten Gehäuseabschnitts 26 des Zylindergehäuses 14, eine dritte Dichtungslauffläche 46 am Außenumfang des dritten Gehäuseabschnitts 28 des Zylindergehäuses 14 links von der Stufe 30 und eine vierte Dichtungslauffläche 48 am Außenumfang des Ringkolbens 16 links von dem Außenbund 38. Während die vor- erwähnte erste Dichtungsanordnung 18 mit der erste Dichtungslauffläche 42 zusammenwirkt, wirkt die weiter oben bereits angesprochene zweite Dichtungsanordnung 20 mit der zweiten Dichtungslauffläche 44 zusammen. Analog sind der dritten Dichtungslauffläche 46 am Zylindergehäuse 14 eine dritte Dichtungsanord- nung 50 am Ringkolben 16 und der vierten Dichtungslauffläche 48 am Ringkolben 16 eine vierte Dichtungsanordnung 52 am Zylindergehäuse 14 zugeordnet.

Die erste Dichtungsanordnung 18 dichtet zwischen dem ersten Hydraulikraum Km und dem Pneumatikraum K P ab und ist hierfür, wie am besten in den Fig. 2 und 5 zu sehen ist, innenumfangs- seitig am Ringkolben 16 nahe dessen in den Figuren rechter Stirnfläche angeordnet. Die erste Dichtungsanordnung 18 umfasst zwei axial voneinander beabstandete Dichtelemente, bei denen es sich im dargestellten Ausführungsbeispiel um zwei Nutringe 54, 55 handelt, die gemäß Fig. 5 derart in zugeordneten Nuten 56, 57 des Ringkolbens 16 aufgenommen sind, dass ihre dynamischen Dichtlippen 58, 59 voneinander weg weisen. Während die in Fig. 5 linke Nut 56 axial geschlossen ist, ist die in Fig. 5 rechte Nut 57 nach rechts axial offen, was die Entformung dieses Dichtungssitzes vereinfacht. Um den Nutring 55 in der Nut 57 zu halten, ist ein Sicherungsring 60 vorgesehen, der auf geeignete Weise am Ringkolben 16 befestigt ist, beispielsweise mittels einer Schweißverbindung. Axial zwischen den dynamischen Dicht- lippen 58, 59 begrenzen die Nutringe 54, 55 einen Zwischenraum 62, der über einen in den Figuren schematisch eingezeichneten Ausgleichskanal 64 mit der Umgebung verbunden ist.

Wie am besten den Fig. 2 und 4 zu entnehmen ist, dichtet die zweite Dichtungsanordnung 20 zwischen dem zweiten Hydraulikraum KH2 und dem Pneumatikraum K P ab und ist dafür außenumfangsseitig am Außenbund 38 des Ringkolbens 16 angeordnet. Auch die zweite Dichtungsanordnung 20 umfasst zwei axial voneinander beabstan- dete Dichtelemente, und zwar erneut zwei Nutringe 66, 67, die gemäß Fig. 4 derart in zugeordneten Nuten 68, 69 im Außenbund 38 des Ringkolbens 16 eingesetzt sind, dass ihre dynamischen Dichtlippen 70, 71 in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Auch hier ist die in Fig. 4 linke Nut 68 axial geschlossen ausgebildet, während die in Fig. 4 rechte Nut 69 nach rechts axial of- fen ist. Zum Halten des Nutrings 67 in der Nut 69 ist ein weiterer Sicherungsring 72 vorgesehen, der am Ringkolben 16 angebracht ist, entsprechend dem Sicherungsring 60. Axial zwischen den dynamischen Dichtlippen 70, 71 begrenzen die Nutringe 66, 67 einen weiteren Zwischenraum 74, welcher vermittels eines in den Figuren schematisch dargestellten weiteren Ausgleichskanals 76 ebenfalls mit der Umgebung verbunden ist.

Die dritte Dichtungsanordnung 50, die zwischen dem ersten Hydraulikraum KHI und der Umgebung abdichtet, ist gemäß den Fig. 1 und 2 innenumfangsseitig am Innenbund 40 des Ringkolbens 16 vorgesehen. Die dritte Dichtungsanordnung 50 umfasst einen zur Umgebung hin angeordneten Abstreifring 78 und auf der Seite des ersten Hydraulikraums K HI einen weiteren Nutring 79, dessen dynamische Dichtlippe 80 zum ersten Hydraulikraum KHI hin weist. Der Abstreifring 78 und der Nutring 79 sitzen jeweils in einer axial offenen Nut 81, 82 des Innenbunds 40 und werden hierin mit je einem Sicherungsring 83, 84 gehalten. Der Sicherungsring 83 wirkt auch mit einem am Außenumfang des dritten Gehäuseabschnitts 28 nahe dessen in den Figuren linken Ende angebrachten Schnappring 85 zusammen, um den Ringkolben 16 am dritten Gehäuseabschnitt 28 zu halten, bevor das Zylindergehäuse 14 durch Fügen des ersten Gehäuseabschnitts 24 zum zweiten Gehäuseabschnitt 26 komplettiert wird. Ferner dichtet die vierte Dichtungsanordnung 52 zwischen dem zweiten Hydraulikraum K H 2 und der Umgebung ab und ist hierfür gemäß den Fig. 2 und 3 innenumfangsseitig am ersten Gehäuseabschnitt 24 des Zylindergehäuses 14 angeordnet. Die vierte Dich- tungsanordnung 52 weist einen zur Umgebung hin vorgesehenen Abstreifring 86 und einen auf der Seite des zweiten Hydraulikraums K H 2 angeordneten Nutring 87 auf, dessen dynamische Dichtlippe 88 zum zweiten Hydraulikraum KH 2 hin weist. Analog der Ausgestaltung bei der dritten Dichtungsanordnung 50 sitzen ge- mäß Fig. 3 der Abstreifring 86 und der Nutring 87 jeweils in einer axial offenen Nut 89, 90 des ersten Gehäuseabschnitts 24 und werden mit je einem am ersten Gehäuseabschnitt 24 angebrachten Sicherungsring 91, 92 in ihrer jeweiligen Position gehalten .

In Fig. 2 ist des Weiteren noch mit zur Mittelachse Z senkrechten Pfeilen eingezeichnet, wie sich die den jeweiligen Raum K P , KHI , KH2 im Aktuator 12 axial begrenzenden, in diesem Ausführungsbeispiel sämtlich kreisringförmigen Wirkflächen Ap, A H i, AH2 größenmäßig ergeben. Die erste hydraulische Wirkfläche Am des ersten Hydraulikraums KHI ist demnach die Differenzfläche aus einer mit dem Radius der ersten Dichtungslauffläche 42 am dritten Gehäuseabschnitt 28 des Zylindergehäuses 14 gebildeten Kreisfläche und einer mit dem Radius der dritten Dichtungslauf- fläche 46 am dritten Gehäuseabschnitt 28 gebildeten Kreisfläche. Bei der zweiten hydraulischen Wirkfläche AH2 des zweiten Hydraulikraums K H 2 handelt es sich demgemäß um die Differenzfläche aus einer mit dem Radius der zweiten Dichtungslauffläche 44 am zweiten Gehäuseabschnitt 26 des Zylindergehäuses 14 ge- bildeten Kreisfläche und einer mit dem Radius der vierten Dichtungslauffläche 48 am Außenumfang des Ringkolbens 16 gebildeten Kreisfläche. Die flächengrößte, pneumatische Wirkfläche AP des Pneumatikraums K P schließlich ist die Differenzfläche aus einer mit dem Radius der zweiten Dichtungslauffläche 44 am zweiten Gehäuseabschnitt 26 des Zylindergehäuses 14 gebildeten Kreis- fläche und einer mit dem Radius der ersten Dichtungslauffläche 42 am dritten Gehäuseabschnitt 28 des Zylindergehäuses 14 gebildeten Kreisfläche. Im Folgenden wird der Betrieb der Vorrichtung 10 näher erläutert, bei dem die Steuerung CPU das 3/2- ege-Schaltventil V P sowie die ersten und zweiten 2/2-Wege-Proportionalventile V H i, V H 2 u.a. in Abhängigkeit von den mittels der Sensoranordnung (Positionssensor PS, Signalelement SE) am Aktuator 12 erfassten Positionssignalen geeignet ansteuert und koordiniert. Ferner erhält die Steuerung CPU über ein geeignetes Bus-System (CAN, LIN, FlexRay od.dgl.) Vorgaben von einer übergeordneten Getriebeelektronik (TCU; in den Figuren nicht gezeigt) , oder etwa Vorgaben von einem Weg- oder Winkelsensor eines Kupplungspedals mit Pedalkraftsimulator (ebenfalls nicht dargestellt) , je nach Einsatz der Vorrichtung 10.

Zur Betätigung der Kupplung steuert die Steuerung CPU zunächst das 3/2-Wege-Schaltventil VP an, um die Druckluftquelle QP mit dem Pneumatikraum K P im Aktuator 12 zu verbinden, wodurch die Druckluft direkt auf die pneumatische Wirkfläche A P geschaltet wird, was im Zylindergehäuse 14 aktiv eine Bewegung des Ringkolbens 16 in der Betätigungsrichtung B initiiert. Infolge dieser Bewegung des Ringkolbens 16 kommt es zu einer Verdrängung des im zweiten Hydraulikraum KH2 des Aktuators 12 vorhandenen Hydraulikfluids in Richtung des Vorratsbehälters QH. Zugleich wird das der zweiten hydraulischen Wirkfläche AH2 zugeordnete zweite 2/2-Wege-Proportionalventil V H 2 von der Steuerung CPU auf einen Wert vorbestromt, der es vollständig schließt, so dass sich im zweiten Hydraulikraum K H 2 des Aktuators 12 passiv ein hydraulischer Druck aufbaut, welcher auf die zweite hydraulische Wirkfläche AH2 wirkt, dabei an dieser eine Kraft in

Rückstellrichtung R erzeugt und somit die Bewegung des Ringkolbens 16 in der Betätigungsrichtung B bremst bzw. zu stoppen versucht. Einhergehend mit der Bewegung des Ringkolbens 16 in der Betätigungsrichtung B vergrößert sich der erste Hydraulikraum Km im Zylindergehäuse 14, wodurch Hydraulikfluid über das unbestromte, d.h. hier geöffnete erste 2/2-Wege-Proportional- ventil V H i aus dem Vorratsbehälter Q H angesaugt wird bzw. nach- strömt.

Der Verfahrweg des Ringkolbens 16 im Zylindergehäuse 14 wird nun von der Steuerung CPU gemäß den Vorgaben von der übergeordneten Getriebeelektronik (TCÜ) sowie den über die Sensoranord- nung am Aktuator 12 erfassten Ist-Positionen des Ringkolbens 16 durch Reduktion des Stroms am zweiten 2/2-Wege-Proportionalven- til VH2 in einer geschlossenen Schleife eingeregelt. Dabei wird das zweite 2/2-Wege-Proportionalventil V H2 definiert geöffnet, wobei sich nach Maßgabe des jeweils geöffneten Ventilquer- Schnitts (Drosselspalt) ein hydraulischer (Stau) Druck im zweiten Hydraulikraum KH2 einstellt, der auf die zweite hydraulische Wirkfläche AH2 wirkend die pneumatisch erzwungene Bewegung des Ringkolbens 16 im Zylindergehäuse 14 mehr oder weniger bremst .

Im Gleichgewichtszustand (a = b + c) ist (a) der von der Druckluftquelle QP bereitgestellte Luftdruck multipliziert mit der pneumatischen Wirkfläche A P am Ringkolben 16 gleich der Summe aus (b) dem sich im zweiten Hydraulikraum K H2 des Aktuators 12 aufgrund des stauenden zweiten 2/2-Wege-Proportionalventils V H2 ergebenden Hydraulikdruck multipliziert mit der zweiten hydraulischen Wirkfläche AH2 am Ringkolben 16 und (c) der Federkraft der Kupplung. In der Praxis kann das Verhältnis des pneumatischen Drucks zum hydraulischen Druck beispielsweise etwa 1 zu 6 betragen, mit bis zu 8 bar Luftdruck und bis zu 50 bar Hydraulikdruck. Mit diesen Gesetzmäßigkeiten lässt sich gezielt die Verfahrgeschwindigkeit des Ringkolbens 16 im Aktuator 12 von maximal möglicher Geschwindigkeit bis hin zum Stillstand des Ringkolbens 16 im Zylindergehäuse 14 einstellen, wie auch be- liebige Zwischenpositionen des Ringkolbens 16 gehalten werden können. Ist eine Soll-Position des Ringkolbens 16 im Zylindergehäuse 14 erreicht, wird das zweite 2/2-Wege-Proportionalven- til VH2 voll bestromt und damit geschlossen, so dass die Bewegung des Ringkolbens 16 gestoppt wird.

Für die eigentliche Bewegungsregelung (Verfahrgeschwindigkeit und Position) können neben dem Positionssignal des im Aktuator 12 integrierten Positionssensors PS die bekannte Charakteristik der eingesetzten Kupplung und die an den aktiven Wirkflächen des Aktuators 12 wirkenden Drücke verwendet werden. Diese

Drücke können hierbei entweder direkt über Drucksensoren (in den Figuren nicht dargestellt) oder indirekt bei der Druckluft über das Bus-System und beim Hydraulikdruck über den Strom des jeweils aktiven Regelventils V H 2 (bzw. Vm) ermittelt werden.

Sollte die vorgegebene Position vom Ringkolben 16 im Zylindergehäuse 14 überfahren worden sein, oder soll der Ringkolben 16 wieder in seine Ausgangs- bzw. Ruhestellung gefahren werden, wird das erste 2/2-Wege-Proportionalventil Vm auf einen ent- sprechenden Wert vorbestromt und die Druckluft weggeschaltet, d.h. die Bestromung des 3/2-Wege-Schaltventils VP - wie dann auch die Bestromung des zweiten 2/2-Wege-Proportionalventils VH2 - beendet. Infolgedessen schiebt die Federkraft der Kupplung über das Stellglied G den Ringkolben 16 in Rückstellrich- tung R, wobei diese Rückwärtsbewegung - analog der Bewegung in Betätigungsrichtung B - durch geeignete Bestromung des ersten 2/2-Wege-Proportionalventils V definiert gebremst bzw. gestoppt werden kann. Dabei baut sich nach Maßgabe des geöffneten Ventilquerschnitts des ersten 2/2-Wege-Proportionalventils V H i in dem ersten Hydraulikraum Km ein Druck auf, der auf die erste hydraulische Wirkfläche Am wirkt und damit der Rückwärtsbewegung des Ringkolbens 16 im Zylindergehäuse 14 einen Widerstand entgegensetzt. Zugleich fließt über das geöffnete zweite 2/2-Wege-Proportionalventil VH2 Hydraulikfluid vom Vor- ratsbehälter QH in den zweiten Hydraulikraum K H 2 des Aktuators 12 nach. Ist die Soll-Position des Ringkolbens 16 wieder erreicht, kann diese durch Schließen beider 2/2-Wege-Proportio- nalventile Vm, VH2 gehalten werden. Eine weitere Rückwärtsbewegung des Ringkolbens 16 in seine Ausgangsstellung kann schließ- lieh bei stromlosem 3/2-Wege-Schaltventil V P und stromlosem zweiten 2/2-Wege-Proportionalventil VH2 durch geeignete Bestro- mung des ersten 2/2-Wege-Proportionalventils VHI kontrolliert erfolgen. Die Fig. 6 bis 9 zeigen weitere Ausführungsbeispiele der Vorrichtung 10 mit dem vorbeschriebenen Aktuator 12, die nachfolgend nur insoweit beschrieben werden sollen, als sie sich von der oben unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 5 erläuterten Vorrichtung 10 unterscheiden. Für den Fachmann ist hierbei er- sichtlich, dass die jeweils anderen Maßnahmen ggf. auch in Kombination vorgesehen werden können (siehe die Rückbezüge in den entsprechenden Patentansprüchen) , ohne dass dies nachfolgend stets eigens erwähnt werden muss. Bei der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 6 ist die pneumatische An- steuerung des Aktuators 12 anders ausgebildet als bei der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1. Anstelle des 3/2-Wege-Schaltventils Vp von Fig. 1 sind zwei Schaltventile V P i, Vp 2 vorgesehen. Genauer gesagt ist zwischen der Druckluftquelle QP und dem Pneu- matikraum K P des Aktuators 12 ein federvorgespanntes und elektromagnetisch betätigbares, erstes 2/2-Wege-Schaltventil V P i geschaltet, das mittels der Steuerung CPU über eine Steuerleitung Spi angesteuert werden kann und im durch die Steuerung CPU angesteuerten Zustand die Druckluftquelle Q P mit dem Pneumatik- räum K P verbindet. Ferner ist zwischen dem Pneumatikraum K P und der Umgebung ein federvorgespanntes und elektromagnetisch betätigbares, zweites 2/2-Wege-Schaltventil V P2 geschaltet, welches ebenfalls mittels der Steuerung CPU über eine Steuerleitung S P2 angesteuert werden kann und im durch die Steuerung CPU ange- steuerten Zustand den Pneumatikraum K P mit der Umgebung (links unten am Ventil V P 2 durch das Dreieck angedeutet) verbindet. Infolge dieser Ausgestaltung der Schaltventile V PI , V P 2 mit Federvorspannung in Sperr-Null-Stellung bleibt der jeweilige Druckluftzustand bei über die Steuerung CPU weggeschaltetem Strom erhalten, was etwa in einem Betriebszustand des Aktuators 12 zum Halten einer bestimmten Position des Stellglieds S im Hinblick auf die Energieeffizienz sehr günstig ist.

Die Vorrichtung 10 gemäß Fig. 7 unterscheidet sich von der Vor- richtung 10 nach Fig. 1 dahingehend, dass der Vorratsbehälter QH für Hydraulikfluid geschlossen ausgebildet ist, so dass oberhalb eines Flüssigkeitsspiegels Hs des Hydraulikfluids in dem Vorratsbehälter Q H eine Luftkammer KL verbleibt. Diese Luftkammer K L ist ferner über eine Luftleitung L L mit einem Druckminderventil V M an die Druckluftquelle Q P angeschlossen, wodurch das Hydraulikfluid in dem Vorratsbehälter Q H mit einem Vordruck beaufschlagt wird, der größer ist als der Atmosphärendruck. Diese Maßnahmen unterstützen bzw. erleichtern das Füllen des jeweils unbelasteten Hydraulikzweigs - also im Falle einer Verschiebung des Ringkolbens 16 in Betätigungsrichtung B das

Füllen der ersten Hydraulikleitung L H i sowie des ersten Hydraulikraums K HI im Aktuator 12 und im Falle einer Verschiebung des Ringkolbens 16 in Rückstellrichtung R das Füllen der zweiten Hydraulikleitung L H 2 sowie des zweiten Hydraulikraums K H 2 im Ak- tuator 12 - und sorgen zudem für eine gewisse Vorspannung der jeweiligen Hydraulikdichtungen (Nutringe 54, 79 am ersten Hydraulikraum KHI bzw. Nutringe 66, 87 am zweiten Hydraulikraum KH2) · Im Ergebnis kann durch eine solche, die Steifigkeit des hydraulischen Systems erhöhende Druckvorspannung des Vorratsbe- hälters Q H insbesondere die Reaktion des Aktuators 12 beim Umschalten der Bewegungsrichtung von Betätigungsrichtung B auf Rückstellrichtung R oder umgekehrt im Hinblick auf Reaktionsgeschwindigkeit und Stellgenauigkeit verbessert werden. Bei der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 8 - und optional (gestrichelte Linien) bei der Vorrichtung 10 nach Fig. 9 - ist gegenüber der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1 zu dem ersten und dem zweiten 2/2- ege-Proportionalventil V H i, V H 2 jeweils eine By- pass-Leitung LBI , LB2 mit einem Bypass-Rückschlagventil V R i, VR 2 parallel geschaltet, das in einer Richtung vom Aktuator 12 zum Vorratsbehälter Q H hin sperrt. Diese Erweiterung der Vorrichtung 10 ermöglicht es, im hydraulischen System das jeweils unbelastete 2/2-Wege-Proportionalventil V H i bzw. V H2 "mitzuführen": Um bei einer Bewegungsumkehrung (von Betätigungsrichtung B in Rückstellrichtung R oder umgekehrt) die Position des

Stellglieds G sehr genau halten zu können, kann das jeweils unbelastete bzw. "nicht bremsende" Ventil - d.h. bei einer Bewegung des Ringkolbens 16 in der Betätigungsrichtung B das erste 2/2-Wege-Proportionalventil VHI und bei einer Bewegung des Ringkolbens 16 in der Rückstellrichtung R das zweite 2/2- Wege-Proportionalventil V H2 - kontinuierlich oder auch nur in Situationen, in denen eine Bewegungsumkehrung erforderlich sein kann, auf einen bestimmten Stromwert vorbestromt, also definiert teilgeschlossen werden. Die Bewegung in der geänderten Bewegungsrichtung kann damit umgehend kontrolliert erfolgen, ohne dass es hierzu eines längeren Einregelvorgangs bedürfte. Die Bypass-Rückschlagventile VRI, V R2 ermöglichen hierbei eine Versorgung des jeweils unbelasteten Hydraulikzweigs mit Hydrau- likfluid am jeweiligen vorbestromten 2/2-Wege-Proportionalven- til VHI bzw. V H2 vorbei.

Die Vorrichtung 10 gemäß Fig. 9 unterscheidet sich von der Vorrichtung 10 nach Fig. 1 ferner dadurch, dass parallel zum zwei- ten 2/2-Wege-Proportionalventil VH 2 eine Pumpenleitung LD mit einer elektromotorisch (Elektromotor M) antreibbaren Hydraulikpumpe P und einem pumpenausgangsseitig angeordneten, zur Hydraulikpumpe P hin sperrenden Pumpen-Rückschlagventil VRP geschaltet ist. Dabei kann die Hydraulikpumpe P, genauer deren Elektromotor M über eine Steuerleitung SM mittels der Steuerung CPU angesteuert werden, um den zweiten Hydraulikraum KH2 des Aktuators 12 wahlweise aktiv mit einem hydraulischen Druck zu beaufschlagen. Diese Maßnahmen, die mittels der Hydraulikpumpe P die Erzeugung einer Bewegung in Rückstellrichtung R, d.h.

entgegen der Richtung des Luftdrucks (Betätigungsrichtung B) ermöglichen, gestatten eine Feinregelung der Aktuatorbewegun- gen. So kann z.B. an der Kupplung durch eine geeignete Hin- und Herbewegung des Stellglieds G ein sogenannter "Mikroschlupf" erzeugt werden, der dazu dient, Drehwinkel-Ungleichförmigkeiten unter Umwandlung von Schwingungsenergie in Wärmeenergie auszugleichen und damit Drehschwingungen vom Getriebe fernzuhalten. Die Hydraulikpumpe P kann dabei im Fördervolumen sehr klein gehalten werden, weil die für die Mikroschlupferzeugung erforderliche Dynamik des Hydraulikdrucks nicht groß ist.

Die Fig. 10 bis 12 zeigen weitere Varianten eines Aktuators 12', 12' ' für eine Vorrichtung 10 zur Kupplungsbetätigung in einem Kraftfahrzeug, die nachfolgend nur insoweit beschrieben werden sollen, als sie sich wesentlich von dem oben unter Be- zugnahme auf die Fig. 1 bis 5 beschriebenen Aktuator 12 unterscheiden und es für das Verständnis der vorliegenden Erfindung erforderlich erscheint. Diese Aktuatorvarianten 12', 12' ' können mit ihren Wirkflächen Am, AH2, A P , Druckräumen Km, K H2 , Kp und Druckanschlüssen Em, E H 2, E P selbstredend bei jeder der Vorrichtungen 10 gemäß den Fig. 1 und 6 bis 9 zum Einsatz kommen. Gemein ist den weiteren Aktuatorvarianten . 12' (Fig. 10 und 11) und 12 1 1 (Fig. 12) hierbei, dass sie im Gegensatz zum vorbeschriebenen Aktuator 12 nicht in der Art eines Zentralausrückers ausgestaltet sind. Vielmehr sind diese Aktuatoren 12' , 12' ' in der Art eines konventionellen Kupplungsnehmerzylinders mit zentraler Sackbohrung 94', 94' ' im Zylindergehäuse 14' , 14' ' ausgebildet, in welcher der - nicht ringförmige - Kolben 16' , 16' ' längsverschieblich aufgenommen ist, der betätigungswirksam mit einer mittigen Kolbenstange als Stellglied G ver- bunden ist. Bei dem Aktuator 12' gemäß den Fig. 10 und 11 sind im Aktuator 12' beide Hydraulikräume KHI , K h2 axial hintereinander liegend am Außenumfang des Kolbens 16' ausgebildet, während der Pneu- matikraum KP bezüglich des Kolbens 16' stirnseitig, d.h. in den Fig. 10 und 11 links vom Kolben 16' liegt. Hierfür ist das im dargestellten Ausführungsbeispiel metallische Zylindergehäuse 14' zur Ausbildung der Dichtungslaufflächen 42', 44' für die Dichtungsanordnungen 18', 20' innenumfangsseitig, d.h. in der Sackbohrung 94' mehrfach gestuft geformt, während der im Wesentlichen hohlzylindrische Kolben 16' am Außenumfang gestuft und mit zwei Bünden 96', 97' versehen ist, welche die Dichtungsanordnungen 18', 20' tragen. Die Nutringe 54', 55' der ersten Dichtungsanordnung 18' sitzen hierbei in am Bund 96' ausgebildeten Radialnuten 56', 57' des Kolbens 16', während die Nutringe 66', 67' der zweiten Dichtungsanordnung 20' in am Bund 97' ausgebildeten Radialnuten 68', 69' aufgenommen sind. Somit dichtet die erste Dichtungsanordnung 18 ' zwischen dem Pneumatikraum KP und dem ersten Hydraulikraum KHI und die zweite Dichtungsanordnung 20' zwischen dem ersten Hydraulikraum KHI und dem zweiten Hydraulikraum KH2 ab. Die den zweiten Hydraulikraum KH2 gegenüber der Umgebung abdichtende Dichtungsanordnung 52' ist mittels eines aus Kunststoff bestehenden Ringteils 98' unter Zuhilfenahme eines Schnapprings 99' am Zylinderge- häuse 14' befestigt. Eine weitere Dichtungsanordnung ist im

Vergleich zum vorbeschriebenen Aktuator 12 gemäß den Fig. 1 bis 5 entbehrlich. Das Ringteil 98' dient weiterhin auch der end- seitigen Festlegung eines elastomeren Faltenbalgs 100' am

Zylindergehäuse 14', dessen anderes Ende auf der Kolbenstange G aufgeknüpft ist, die ihrerseits über ein Lagerteil 101' an zentraler Stelle im Kolben 16' winkelbeweglich angelenkt ist. Schließlich ist das Zylindergehäuse 14' an seinem offenen Ende mit einem Ringflansch 102' versehen, welcher der Befestigung des Aktuators 12' in oder an dem Getriebegehäuse (nicht ge- zeigt) dient. Der in Fig. 12 dargestellte Aktuator 12 ' 1 baut gegenüber dem Aktuator 12' der Fig. 10 und 11 deutlich kürzer und ist insofern vom axialen Bauraumbedarf her der ersten Aktuatorvariante 12 ähnlicher. Dies wird beim Aktuator 12 '* dadurch ermöglicht, dass der Kolben 16'' des Aktuators 12'' eine zentrale, im dargestellten Ausführungsbeispiel ringförmige - becherförmig ginge hier auch - Vertiefung 104'' aufweist, in die ein am Zylindergehäuse 14'' bodenseitig vorgesehener, zentraler, hier eben- falls ringförmiger Vorsprung 106'' eintaucht. Dabei ist einer ( KHI) der Hydraulikräume zwischen dem Vorsprung 106' ' des Zylindergehäuses 14'' und der Vertiefung 104 ' 1 des Kolbens 16'' ausgebildet, während sich ein anderer (KH2 ) der Hydraulikräume am Außenumfang des Kolbens 16'' befindet. Der Pneumatikraum K P liegt wiederum bezüglich des Kolbens 16' 1 stirnseitig, wobei eine Mehrzahl von im Pneumatikraum KP angeordneten Vorlast- federn 36' ' den Kolben 16' ' gegenüber dem Zylindergehäuse 14'' in der Betätigungsrichtung B vorspannt. Außenbünde 108' ', 110'' am Außenumfang des Vorsprungs 106' ' und am Außenumfang des Kol- bens 16'' tragen die Dichtungsanordnungen 18' ', 20'', welche zwischen dem Pneumatikraum KP und dem ersten Hydraulikraum KHI (erste Dichtungsanordnung 18'') bzw. zwischen dem Pneumatikraum KP und dem zweiten Hydraulikraum K H2 (zweite Dichtungsanordnung 20'') abdichten. Die - in Fig. 12 zur Vereinfachung der Dar- Stellung nicht gezeigte - Sensoranordnung kann ebenfalls am

Aktuator 12'' vorgesehen sein, mit einem zylindergehäusefesten Positionssensor und einem geeignet am Kolben angebrachten Signalelement. Es ist indes auch möglich, die Sensoranordnung an geeigneter Stelle an der Kolbenstange G oder dem Stellglied nachgelagert an der Kupplung vorzusehen, was ebenfalls für die beiden anderen Aktuatorvarianten 12, 12' gilt.

Sollte den jeweiligen Betätigungserfordernissen entsprechend bei dem Aktuator 12 1 1 eine noch größere pneumatische Wirkfläche A P benötigt werden, so könnte radial innerhalb des Vorsprungs 106' 1 des Zylindergehäuses 14'' zwischen dem Vorsprung 106'' und dem hier vorgesehenen, das Lagerteil 101'' für die Kolbenstange G aufnehmenden inneren Fortsatz des Kolbens 16'' eine weitere Dichtungsanordnung (nicht gezeigt) vorgesehen werden, um einen zentralen zweiten Pneumatikraum von dem ersten Hydraulikraum Km abzutrennen. Der erste hydraulische Druckanschluss EHI müsste dann lediglich durch den Vorsprung 106'' zum ersten Hydraulikraum Km geführt und eine Verbindung zwischen dem

Pneumatikraum K P und dem zweiten Pneumatikraum geschaffen wer- den.

Eine Vorrichtung zur Kupplungsbetätigung umfasst einen Aktuator mit einem von einer pneumatischen Wirkfläche begrenzten Pneumatikraum, zwei jeweils von einer hydraulischen Wirkfläche be- grenzten Hydraulikräumen und einem mit der Kupplung wirkverbundenen, über besagte Wirkflächen kraftbeaufschlagbaren und bewegbaren Stellglied. Zur Krafterzeugung in einer Betätigungsrichtung entgegen einer in einer Rückstellrichtung wirkenden Rückstellkraft ist die pneumatische Wirkfläche von einer Druck- luftquelle mit einem pneumatischen Druck beaufschlagbar. Die

Hydraulikräume sind jeweils über ein elektromagnetisch betätigbares 2/2-Wege-Proportionalventil mit einem Vorratsbehälter für Hydraulikfluid hydraulisch verbindbar. Ferner ist eine Steuerung vorgesehen, mittels der die Druckbeaufschlagung des Pneu- matikraums und Ventilstellungen der 2/2-Wege-Proportional- ventile unabhängig voneinander steuerbar sind. So ist durch Schließen des einen und/oder des anderen 2/2-Wege-Proportional- ventils über die jeweils zugeordnete hydraulische Wirkfläche eine Stellgliedbewegung in der Betätigungsrichtung bzw. in der Rückstellrichtung kontrolliert bremsbar, was in energieeffizienter Weise eine feinfühlige Kupplungsbetätigung gestattet. BEZUGSZEICHENLISTE

Vorrichtung

, 12', 12' ' Aktuator

, 14', 14 ' ' Zylindergehäuse

, 16', 16' ' Kolben

, 18', 18 ' ' erste Dichtungsanordnung, 20 ' , 20' ' zweite Dichtungsanordnung zentraler Durchgang erster Gehäuseabschnitt

Befestigungsabsatz

zweiter Gehäuseabschnitt

Ringflansch

dritter Gehäuseabschnitt

Ringflansch

Stufe

radiale Verlängerung ringförmige Aussparung ringförmige Aussparung, 36' ' Vorlastfeder

Außenbund

Innenbund

, 42 * , 42 ' ' erste Dichtungslauffläche, 44 ' , 44 i - zweite Dichtungslauffläche dritte Dichtungslauffläche, 48 ' , 48 ' ' vierte Dichtungslauffläche dritte Dichtungsanordnung, 52', 52 ' ' vierte Dichtungsanordnung, 54', 54 ' ' Nutring

, 55' , 55' ' Nutring

, 56' , 56' ' Nut

, 57', 57' ' Nut

, 58 ' , 58 ' ' dynamische Dichtlippe, 59', 59' ' dynamische Dichtlippe

Sicherungsring , 62' , 62 ' ' Zwischenraum

, 64 ' , 64 ' ' Ausgleichskanal

, 66' , 66' ' Nutring

, 67', 67 ' ' Nutring

, 68 ' , 68' ' Nut

, 69' , 69' ' Nut

, 70' , 70' ' dynamische Dichtlippe, 71', 71' ' dynamische Dichtlippe

Sicherungsring

, 74', 74 ' ' Zwischenraum

, 76', 76' ' Ausgleichskanal

Abstreifring

Nutring dynamische Dichtlippe

Nut

Nut

Sicherungsring

Sicherungsring

Schnappring

Abstreifring

, 87 ' , 87 ' ' Nutring

, 88 ' , 88 ' ' dynamische Dichtlippe

Nut

Nut

Sicherungsring

Sicherungsring

' , 94' Sackbohrung

' Bund

' Bund

' , 98' Ringteil

' , 99' Schnappring

' , 100 Faltenbalg

' , 101 Lagerteil

' , 102 Ringflansch

' Vertiefung 106' ' Vorsprung

108 ' ' Außenbund

110' ' Außenbund

AHI erste hydraulische Wirkfläche

ÄH2 zweite hydraulische Wirkfläche

A P pneumatische Wirkfläche

B Betätigungsrichtung

CPU Steuerung

E P pneumatischer Druckanschluss

EHI erster hydraulischer Druckanschluss

E H 2 zweiter hydraulischer Druckanschluss

G Stellglied

H s FlüssigkeitsSpiegel

KHI erster Hydraulikraum

K H2 zweiter Hydraulikraum

K L Luftkämmer

K P Pneumatikraum

LBI erste Bypass-Leitung

Lß2 zweite Bypass-Leitung

L D Pumpenleitung

LHI erste Hydraulikleitung

LH2 zweite Hydraulikleitung

L L Luftleitung

LP Pneumatikleitung

M Elektromotor

P Hydraulikpumpe

PS Positionssensor

QH Vorratsbehälter für Hydraulikfluid

QP Druckluftquelle

R Rückstellrichtung

SE Signalelement / Magnet

SHI Steuerleitung zum ersten Hydraulikventil

SH2 Steuerleitung zum zweiten Hydraulikventil

SM Steuerleitung zum Elektromotor S P Steuerleitung zum Pneumatikventil

Spi Steuerleitung zum ersten Pneumatikventil

Sp2 Steuerleitung zum zweiten Pneumatikventil

Ss Signalleitung vom Positionssensor

V H i, VHI ' erstes 2/2-Wege-Proportionalventil

V H2 , V H2 ' zweites 2/2-Wege-Proportionalventil

V M Druckminderventil

V P 3/2-Wege-Schaltventil

VPI erstes 2/2-Wege-Schaltventil

V P 2 zweites 2/2-Wege-Schaltventil

VRI erstes Bypass-Rückschlagventil

VR 2 zweites Bypass-Rückschlagventil

VRP Pumpen-Rückschlagventil