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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR ADJUSTING THE DISTANCE OF A STRIPPER CHISEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/033445
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for adjusting the distance of the stripper chisel (6) from the circumference of the work rolls (5) supported in the inserts of a roll stand, wherein the stripper chisel can be moved parallel to the roll line in the direction of the roll nip and away therefrom. In order to be able to perform an adjustment to different operating settings and diameters of the work rolls, it is provided that the stripper chisel (6) is disposed in a horizontally displaceable stand roll table, wherein the movement of the stand roll table (6, 7, 8) is linked to the vertical movement of the lower work roll such that the stripper chisel (6) can be moved away from the work roll (5) when the lower work roll moves upward, and vice versa.

Inventors:
LANGER, Hendrik (Lärchenweg 16, Schmallenberg, 57392, DE)
HEHMANN, Christian (Vogelsang 8, Wilnsdorf, 57234, DE)
Application Number:
DE2008/001356
Publication Date:
March 19, 2009
Filing Date:
August 15, 2008
Export Citation:
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Assignee:
SMS DEMAG AG (Eduard-Schloemann-Str. 4, Düsseldorf, 40237, DE)
LANGER, Hendrik (Lärchenweg 16, Schmallenberg, 57392, DE)
HEHMANN, Christian (Vogelsang 8, Wilnsdorf, 57234, DE)
International Classes:
B21B39/16; B21B39/14
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter et al. (Hammerstrasse 2, Siegen, 57072, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Verstellung des Abstandes der Abstreifermeißel (6) vom Umfang der in den Einbaustücken eines Walzgerüstes lagernden Arbeitswalzen (5), bei der der Abstreifermeißel parallel zur Walzlinie in Richtung auf den Walzspalt und von diesem weg bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifermeißel (6) in einem horizontal verschiebbaren Ständerrollentisch angeordnet ist, wobei die Bewegung des Ständerrollentisches (6,7,8) mit der vertikalen Bewegung der unteren Arbeitswalze verknüpft ist, so dass der Abstreifermeißel (6) von der Arbeitswalze (5) weg bewegbar ist, wenn sich die untere Arbeitswalze nach oben bewegt und umgekehrt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Ständerrollentisch (6,7,8) Rollen enthält, die in einem verschiebbaren Grundrahmen (7) gelagert sind.

3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Ständerrollen (8) als Gruppenantrieb oder als Einzelantrieb ausgeführt ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständerrollgang aus einem am Walzenständer gelagerten Schwenkrahmen (10) und dem Ständerrollentisch, in dem in einem Grundrahmen (7) die einzelnen Ständerrollen (8) und der Abstreifermeißel (6) angeordnet sind, besteht.

5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständerrollentisch in einem Tragrahmen, der am Walzenständer befestigt ist angeordnet ist,

6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständerrollentisch in dem Schwenkrahmen (10) oder dem Tragrahmen horizontal verschiebbar angeordnet ist, wobei der Verschiebeweg über Positionsgeber gemessen wird.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsregelung verknüpft ist mit der Positionsregelung anderer Komponenten im Gerüst, so dass gewährleistet ist, dass sich der Ständerrollentisch immer in einer optimalen Position zu der unteren Arbeitswalze befindet.

8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Bewegung des Ständerrollentisches mechanisch gekoppelt ist mit der vertikalen Bewegung der unteren Arbeitswalze, so dass gewährleistet ist, dass sich der Ständerrollentisch immer in einer optimalen Position zu der unteren Arbeitswalze befindet.

9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Wechsel der Arbeitswalzen der Ständerrollentisch in die äußerste Position verschiebbar ist, so dass es beim Ausfahren der Arbeitswalzensätze zu keiner Kollision zwischen den Meißeln und den Arbeitswalzenbaustücken kommt.

Description:

Vorrichtung zur Verstellung des Abstandes der Abstreifermeißel

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verstellung des Abstandes der Abstreifermeißel vom Umfang der in den Einbaustücken eines Walzgerüstes lagernden Arbeitswalzen, bei der der Abstreifermeißel parallel zur Walzlinie in Richtung auf den Walzspalt und von diesem weg bewegbar ist.

In Warmwalzreversiergerüsten werden üblicherweise Ständerrollgänge eingesetzt, die eine überleitung des Walzguts von der Arbeitswalze auf den nachgeschalteten Rollgang bzw. von dem vorgeschalteten Rollgang auf die Arbeitswalze gewährleisten. Der übergang des Walzguts von der Arbeitswalze auf die Ständerrollgänge erfolgt in der Regel über einen Abstreifermeißel, der zwischen den Arbeitswalzenbaustücken befestigt ist oder in den Ständerrollentisch integriert ist.

Ein Beispiel für einen verschiebbaren Abstreifermeißel ist aus der DE 33 12 009 A1 bekannt.

Bei breiten Walzgerüsten (Walzgut breiter 3500 mm) hat die Erfahrung gezeigt, dass die Befestigung des Abstreifermeißels zwischen den Arbeitswalzenbaustücken Probleme mit sich bringen kann. Die Meißel müssen in ihrer Form in den Freiraum zwischen Arbeitswalze und Arbeitswalzenbaustück eingepasst werden, d. h. das Widerstandsmoment der Meißel ist limitiert und kann nicht immer den Anforderungen entsprechend ausgeführt werden. Dies kann zur Folge haben, dass die Meißel bei Belastungen durch das Walzgut derart stark verbogen werden, dass sie zur Anlage an der Arbeitswalze kommen oder sogar vollständig zerstört werden. Werden an die Meißel besondere Anforderungen gestellt auf Grund einer großen Walzgutbreite, eines hohen Walzgutgewichts oder einer besonderen Beanspruchung wie beispielsweise in Aluminium-Gerüsten, so werden die Meißel in die Ständerrollgänge integriert, um sie steifer und widerstandsfähiger ausführen zu können.

Bei einem Einbau der Abstreifermeißel zwischen den Arbeitswalzenbaustücken erfolgt die Anpassung der Position des Meißels an die unterschiedlichen Walzendurchmesser durch unterschiedliche Beilagen, so dass es möglich ist, einen konstanten Spalt zwischen der Arbeitswalze und dem Meißel einzustellen. Die Meißel bleiben während des Betriebs in einer fixen Position zur Arbeitswalze und bewegen sich mit dem unteren Arbeitswalzensatz nach oben oder unten, wenn eine Verstellung der Passline, z. B. durch eine hydraulische Anstellung unten im Gerüst, erfolgt. Dies hat zur Folge, dass sich die Position des Meißels zum Ständerrollgang verändert, da die Ständerrollgänge in einer fixen Position im Ständer montiert werden. Durch die sich verändernden Abstände zwischen Meißel und Ständerrollgang kann es zu Problemen bei der überleitung des Walzgutes kommen, was vor allem nicht akzeptabel ist, wenn besondere Anforderungen diesbezüglich gestellt werden, wie z. B. in Aluminiumwalzgerüsten.

Bei einer Integration der Abstreifermeißel in den Ständerrollgang können die Meißel hinsichtlich ihres Widerstandsmoments frei gestaltet werde, so dass sie in der Lage sind, hohe Belastungen, die aus dem Walzprozess resultieren, aufzunehmen.

Bei einer Veränderung der Position der unteren Arbeitswalze während des Walzbetriebs, z. B. durch eine hydraulische Anstellung unten im Gerüst, gibt es bislang jedoch keine technische Lösung, die es ermöglicht, den Spalt zwischen Arbeitswalze und Abstreifermeißel in jeder Betriebsstellung konstant einzustellen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, den Abstreifermeißel in den Ständerrollgang zu integrieren und dabei die Position des Meißels an unterschiedliche Betriebsstellungen und Durchmesser der Arbeitswalzen anpassen zu können, um so den Spalt zwischen Meißel und Walze immer konstant zu halten.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass der Abstreifermeißel an einem horizontal verschiebbaren Ständerrollentisch angeordnet ist, wobei die Bewegung des Ständerrollentisches mit der vertikalen Bewegung der unteren Arbeitswalze verknüpft ist, so dass der Abstreifermeißel von der Arbeitswalze weg bewegbar ist, wenn sich die untere Arbeitswalze nach oben bewegt und umgekehrt.

Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und werden nachfolgend noch beschrieben.

Mit Hilfe der Erfindung ist es möglich, den Abstreifermeißel zur überleitung des Walzguts in den Ständerrollgang zu integrieren und trotzdem in jeder Stellung der unteren Arbeitswalze einen konstanten Spalt zwischen Walze und Meißel einstellen zu können. Durch die Erfindung ist es möglich, die Position des Ständerrollentisches in Abhängigkeit der Position einer unteren hydraulischen Anstellung zu wählen. Damit können bei der Positionierung des Meißels sowohl die unterschiedlichen Arbeitswalzendurchmesser berücksichtigt werden wie auch die unterschiedlichen Positionen der unteren Arbeitswalze, die durch die untere hydraulische Anstellung vorgegeben werden.

Diese konkrete Anforderung leitet sich aus den Betriebsbedingungen ab, die z. B. in einem Aluminium-Reversiergerüst mit einer max. Walzgutbreite von 4000 mm, einem max. Walzgutgewicht von 20 to und einer hydraulischen Anstellung unten im Gerüst vorliegen. Aluminium hat die Eigenschaft, dass es im heißen Zustand dazu neigt, an metallischen Oberflächen anzuhaften. Die hat zur Folge, dass die Abstreifermeißel in Aluminium-Walzgerüsten mit einem kleinen Spalt (ca. 3 mm) an die Arbeitswalze herangebracht werden müssen, um sicherstellen zu können, dass sich das Walzgut von der Walze löst und nicht in den Spalt zwischen Meißel und Arbeitswalze einläuft.

Des Weiteren sollen ggf. Walzgutrückstände von der Arbeitswalze abgestreift werden, was zur Folge hat, dass der Meißel starken Belastungen ausgesetzt ist und entsprechen steif ausgeführt werden muss. Das Abstreifen der Walzgutrückstände von der Arbeitswalze muss darüber hinaus auch in jeder Betriebsstellung gewährleistet werden, so dass in jeder Stellung der geforderte Spalt einstellbar sein muss. Zur Einstellung unterschiedlicher Passlines werden Walzgerüste mit einer hydraulischen Anstellung unten im Gerüst ausgestattet, die es ermöglichen, die Oberkante der unteren Arbeitswalze auf unterschiedliche Niveaus anzuheben bzw. abzusenken. Neben der Einstellung der Passline ermöglicht die hydraulische Anstellung auch eine Regelung der Walzgutdicke, d.h. die Dicke das Walzgut kann über die gesamte Walzgutlänge innerhalb bestimmter Toleranzen konstant eingestellt werden. Die Dickenregelung erfolgt permanent während des Walzbetriebs, so dass die Position der unteren Arbeitswalze einer ständigen änderung unterlegen ist. Diese Positionsänderung der unteren Arbeitswalze muss bei der Einstellung des Spalts zum Meißel berücksichtigt werden.

Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.

Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Teildarstellung eines Walzgerüstes mit unterschiedlichen Anstellungen der unteren Arbeits- und Stützwalze

Das Walzgerüst ist nur teilweise dargestellt und mit 1 bezeichnet. In diesem Gerüst sind in Einbaustücken 2 und 3 die Stützwalze 4 und die Arbeitswalze 5 gelagert.

An die Walzlinie anstellbar sind die Walzen 4 und 5 beispielsweise durch Hydraulikzylinder.

Beidseitig der Arbeitswalzen 5 sind die erfindungsgemäßen Ständerrollentische mit dem Grundrahmen 7, den Ständerrollen 8 und den Abstreifermeißeln 6 zu sehen.

Die horizontale Verstellung oder Verschiebung der Ständerrollentische erfolgt durch die Verstelleinrichtungen 9.

Der gesamte Ständerrollgang kann beispielsweise aus zwei wesentlichen Bauteilen aufgebaut werden, einem am Walzenständer gelagerten Schwenkrahmen 10 und einem Ständerrollentisch, bestehend aus einem Grundrahmen 7, auf dem die einzelnen Ständerrollen 8 und der Abstreifermeißel 6 montiert sind.

Möglich ist auch eine Ausbildung, bei der ein Tragrahmen am Walzenständer befestigt ist, in dem der Ständerrollentisch verschiebbar angeordnet ist.

Der Tragrahmen kann ein - oder mehrteilig ausgebildet sein.

Bei der vorher genannten Lösung ist der Ständerrollentisch in dem Schwenkrahmen horizontal verschiebbar angeordnet, wobei - bei beiden Ausführungen - die Verschiebung über Positionsgeber gemessen werden kann.

Die Positionsgeber ermöglichen eine genaue Bestimmung der aktuellen Position des Ständerrollentisches, so dass es möglich ist, diesen in eine Positionsregelung einzubinden. Diese Positionsregelung ist verknüpft mit der Positionsregelung anderer Komponenten im

Gerüst, so dass gewährleistet werden kann, dass sich der Ständerrollentisch immer in einer optimalen Position zu den Arbeitswalzen befindet. Dies bedeutet, dass sich der Ständerrollentisch und damit der Abstreifermeißel nach außen bewegt (von der Arbeitswalze weg), wenn sich die untere Arbeitswalze nach oben bewegt und umgekehrt. Zum Wechsel der Arbeitswalzen wird der Ständerrollentisch in die äußerste Position verschoben um zu gewährleisten, dass es beim Ausfahren der Arbeitswalzensätze zu keiner Kollision zwischen den Meißeln und den Arbeitswalzenbaustücken kommt.

Die Erfindung kann Verwendung finden in allen Walzwerken, die mit einem Ständerrollgang ausgestattet sind und an die besondere Anforderungen hinsichtlich der überleitung des Walzguts von der Arbeitswalze auf den Ständerrollgang gestellt werden.

Die horizontale Verschiebung des Ständerrollentisches kann beispielsweise durch eine hydraulische Verstelleinrichtung erreicht werden. Andere Antriebe, wie z. B. elektrisch betriebene Gewindespindeln, sind ebenfalls möglich.

Wie vorstehend erwähnt, ist die horizontale Bewegung oder Verschiebung des Ständerrollentisches verknüpft mit der vertikalen Bewegung der unteren Arbeitswalze. Verknüpft heißt in diesem Fall, dass sowohl eine elektrische wie auch eine mechanische Kopplung der beiden Bewegungsarten konstruktiv möglich ist.