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Title:
DEVICE FOR ADJUSTING THE WARP TENSION OF WARP THREADS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/025411
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for adjusting the warp tension of warp threads (K), particularly strip-type warp threads, by deflection, wherein the device (1) is designed to be arranged between a creel with winding heads for warp threads (K) and a weaving device. The device according to the invention is characterised in that the device (1) comprises at least a first deflection means (10) and a second deflection means (20) which are successively arranged in the warp direction (KR), each one extending over the width of the fabric and each one comprising at least one elongate body (11a, 11b; 21a, 21b) having at least one respective running surface (18a, 18b, 28a, 28b) for the warp threads (K), wherein the respective position of each at least one running surface (18a, 18b, 28a, 28b) is variable by rotation about a respective axis of rotation (12, 22) and can be locked in position in the different positions, wherein each at least one running surface (18a, 18b, 28a, 28b) is not rotationally symmetrical to said axis of rotation (12, 22) and wherein said different positions generate different wrap angles (α1, β1) for the warp threads (K) guided over each running surface (18a, 8b, 28a, 28b).

Inventors:
KRUPKA MARIO (DE)
RUTZ ANDREAS (DE)
Application Number:
EP2019/069875
Publication Date:
February 06, 2020
Filing Date:
July 24, 2019
Export Citation:
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Assignee:
DORNIER GMBH LINDAUER (DE)
International Classes:
D03D49/16; D03D49/18; D03D49/22
Domestic Patent References:
WO2018041592A12018-03-08
Foreign References:
DE1189029B1965-03-11
DE3346030A11985-06-20
DE834377C1952-03-20
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Vorrichtung (1 ; 101 ) zum Einstellen der Kettspannung von Kettfäden (K), insbesondere bandförmigen Kettfäden, durch Umlenkung, wobei die Vorrichtung (1 ; 101 ) ausgebildet ist zur Anordnung zwischen einem Gatter (51 ) mit Spulstellen (52) für Kettfäden (K) und einer Webeinrichtung (54),

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ; 101 ) mindestens ein erstes Umlenkmittel (10; 110) und ein zweites Umlenkmittel (20;

120) aufweist, die in Kettrichtung (KR) hintereinander angeordnet sind, sich jeweils über die Gewebebreite erstrecken und jeweils mindestens einen länglichen Körper (11 a, 11 b; 21 a, 21 b; 111 , 121 ; 211 ; 311 ) mit mindestens jeweils einer Lauffläche (18a, 18b, 28a, 28b; 118, 128; 218; 318) für die Kettfäden (K) aufweisen, wobei die jeweilige Position der jeweils mindestens einen Lauffläche (18a, 18b, 28a, 28b; 118,

128; 218; 318) durch Drehung um eine jeweilige Drehachse (12, 22; 112, 122) positionsveränderbar und in den unterschiedlichen

Positionen ortsfest arretierbar ist, wobei die jeweilige mindestens eine Lauffläche (18a, 18b, 28a, 28b; 118, 128; 218; 318) nicht

rotationssymmetrisch zur besagten Drehachse (12, 22; 112, 122) ist und wobei die besagten unterschiedlichen Positionen unterschiedliche Umschlingungswinkel (al, a2, ßl, ß2) für die über die jeweilige

Lauffläche (18a, 18b, 28a, 28b; 118, 128; 218; 318) geführten

Kettfäden (K) bedingen.

2. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die besagten Drehachsen (12, 22; 112, 122) für die jeweilige

mindestens eine Lauffläche (18a, 18b, 28a, 28b; 118, 128; 218; 318) jeweils mit einer sich in Schussrichtung (SR) erstreckenden

Drehachse (12, 22; 112, 122) des ersten bzw. zweiten Umlenkmittels (10, 20) zusammenfallen, wobei die beiden Drehachsen (12, 22; 112, 122) voneinander beabstandet sind, wobei das erste und zweite Umlenkmittel (10, 20; 110, 120) jeweils mindestens zwei

unterschiedliche, ortsfest positionierbare Drehwinkellagen einnehmen können, und wobei in Abhängigkeit vom jeweils eingestellten

Drehwinkel der mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20; 110, 120) jeweils unterschiedliche Umschlingungswinkel (al, a2, ßl, ß2) für die Kettfäden (K) um die jeweilige besagte mindestens eine Lauffläche (18a, 18b, 28a, 28b; 118, 128; 218; 318) resultieren. 3. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20; 110, 120) vorzugsweise stufenlos in beliebig vielen Drehwinkellagen ortsfest positionierbar sind. 4. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20) mindestens zwei sich in Schussrichtung erstreckende, als Stäbe ausgebildete längliche Körper (11 a, 11 b, 21 a, 21 b) umfasst, die sich in Bezug auf die Drehachse (12, 22) des zugehörigen Umlenkmittels (10, 20) bevorzugt

gegenüberliegen, sich vorzugsweise parallel zueinander erstrecken und jeweils eine konvexe Lauffläche (18a, 18b, 28a, 28b) für die Kettfäden (K) aufweisen. 5. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die länglichen Körper (11 a, 11 b, 21 a, 21 b) um ihre in Schussrichtung (SR) verlaufende Längsachsen frei drehbar gelagert sind. 6. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der beiden

vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass je nach Einstellung des Drehwinkels des mindestens einen Umlenkmittels (10, 20) einzelne Kettfäden (K) nur Kontakt mit einem länglichen Körper (11 a; 21 a) oder mit den mindestens zwei länglichen Körpern (11 a, 11 b; 21 a, 21 b) haben. 7. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel (110, 120) einen sich über die

Gewebebreite erstreckenden länglichen Körper (111 , 121 ) mit einem unrunden konvexen, bevorzugt ovalen und vorzugsweise in

Schussrichtung (SR) konstanten, Querschnitt umfasst, wobei die mindestens eine Lauffläche (118, 128) des betreffenden

Umlenkmittels (110, 120) an der Oberfläche des besagten länglichen Körpers (111 , 121 ) vorgesehen sind. 8. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lauffläche (218; 318) des jeweiligen mindestens einen länglichen Körpers (211 ; 311 ) des ersten und/oder des zweiten Umlenkmittels (10, 20; 110, 120) einen sich über seine Länge verändernden

Querschnitt aufweist.

9. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20; 110, 120), vorzugsweise die mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20; 110, 120), in Kettrichtung verstellbar gelagert und in den unterschiedlichen Positionen ortsfest arretierbar sind.

10. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20; 110, 120), vorzugsweise beide Umlenkmittel (10, 20; 110, 120), senkrecht sowohl zur Schuss- als auch zur Kettrichtung (SR, KR) verstellbar gelagert und in den unterschiedlichen Positionen ortsfest arretierbar ist.

11. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20; 110, 120), vorzugsweise beide Umlenkmittel (10, 20; 110, 120), in den besagten Drehwinkellagen und/oder in ihrer Position in Kettrichtung (KR) und/oder in ihrer Position senkrecht zur Schuss- und Kettrichtung (SR, KR) mittels Steuer- oder regelbarer Verstelleinheiten (40, 41 , 42, 45, 46, 47) einstellbar ist.

12. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine

Zugspannungsmesseinrichtung (69) zur Messung der Zugspannung der Kettfäden (K) vorgesehen ist, wobei die

Zugspannungsmesseinrichtung (69) mit einer Auswerteeinheit (68) verbunden ist, wobei auf Grundlage der Messergebnisse der

Zugspannungsmesseinrichtung (69) Stellbefehle von einer

elektrischen Steuerung an die Verstelleinheiten (40, 41 , 42, 45, 46,

47) ausgebbar sind.

13. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der beiden

vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheiten (40, 41 , 42, 45, 46, 47) Verstellorgane in Form von

Motoren (M1.1 , M1.2, M1.3, M2.1 , M2.2, M2.3), rotatorisch und/oder mit Lineareinheiten, und/oder pneumatische Aktuatoren (43, 44, 48, 49) umfassen. 14. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Umlenkmittel (10) in mindestens zwei, in Kettrichtung (KR) beabstandete und in Schussrichtung gegeneinander versetzte Teilumlenkmittel (10‘, 10“) unterteilt ist, wobei jedes der

Teilumlenkmittel (10‘, 10“) mindestens einen besagten länglichen Körper (1 1 a‘, 1 1 b‘; 1 1 a“, 1 1 b“) mit mindestens jeweils einer

Lauffläche (18a‘, 18b‘, 18a“, 18b“) für die Kettfäden (K) aufweist.

15. Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Umlenkmittel (10, 20; 1 10, 120) derart ausgebildet und positionierbar sind, dass, wenn ein Teil der Kettfäden (K) entlang eines Laufwegs über mehrere Laufflächen (18a, 18b, 28a, 28b; 1 18, 128; 218; 318) und ein anderer Teil der Kettfäden (K) entlang eines anderen

Laufwegs über andere Laufflächen (18a, 18b, 28a, 28b; 1 18, 128; 218; 318) geführt sind, die Lauflängen aller Kettfäden (K) und vorteilhafterweise auch die Kontaktlänge der Kettfäden (K) mit den

Laufflächen (18a, 18b, 28a, 28b; 1 18, 128; 218; 318; 418) der Umlenkmittel (10, 20; 1 10, 120) und/oder die Umschlingungswinkel (al, a2, ßl, ß2) aller Kettfäden (K) um alle Umlenkmittel (10, 20; 1 10, 120) insgesamt im Wesentlichen gleich groß sind.

16. Verwendung einer Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche zur Umlenkung von bandförmigen Kettfäden (K), insbesondere Carbon-Tapes. 17. Webmaschine (50) mit einer Vorrichtung (1 ; 101 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Vorrichtung zum Einstellen der Kettspannunq von Kettfäden

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einstellen der Kettspannung von Kettfäden, insbesondere bandförmigen Kettfäden, durch Umlenkung, wobei die Vorrichtung ausgebildet ist zur Anordnung zwischen einem Gatter mit Spulstellen für Kettfäden und einer Webeinrichtung.

Allgemein ist es zum Erhalt eines optimalen Gewebes angestrebt, einerseits eine genügend große Kettspannung zu haben, um beim Blattanschlag feste Bindungen zu erhalten und um eine Verklammerung loser Fäden jederzeit zu verhindern. Andererseits dürfen aber garnspezifische Maximalwerte nicht überschritten werden, um Kettfadenbrüche zu vermeiden. Der

Kettspannungsverlauf bestimmt nicht nur die Gewebe- und Bindungsqualität, sondern auch die realisierbare Webmaschinengeschwindigkeit. Um die verschiedenen Einflüsse auf den Kettspannungsverlauf (zyklische Einflüsse durch Fachwechsel und Blattanschlag; temporäre Einflüsse wie

Relaxationseffekte bei Stillstand und Anlauf der Webmaschine;

kontinuierliche Einflüsse wie der Ablauf des Kettbaums) zu vermindern oder gar auszugleichen, sind verschiedene Vorrichtungen bekannt geworden.

Beispielsweise wird bekanntermaßen bei Webmaschinen ein Streichbaum eingesetzt, der vor der Webeinrichtung angeordnet ist und die schwankende Spannung der Kettfäden, die insbesondere durch die Fachbildung

hervorgerufen wird, zu reduzieren oder auszugleichen. Ohne einen solchen Ausgleich würde es zu häufigem Reißen bzw. zu einer Beschädigung der Kettfäden kommen. Es wird daher angestrebt, dass die Kettspannung beim Webprozess sowohl in ihrer Länge als auch ihrer Breite konstant ist. Eine relativ einfache, beispielsweise aus der DE 33 46 030 A1 bekannte Anordnung zum Spannungsausgleich ist ein abgefederter Streichbaum, der allerdings aufgrund seiner relativ großen Masse nicht imstande ist, schnelle Spannungsänderungen auszugleichen. Auch ist, beispielsweise aus der WO 2018/041592 A1 , der Einsatz eines sich über die Kettbreite erstreckenden Federblechs bekannt, über welches die Kettfäden geführt werden und wobei sich das Federblech an einem elastischen, druckluftgefüllten Schlauch abstützt.

Aus der DE 834 377 B1 ist eine Bremsvorrichtung für Kettfäden bekannt, bei der zwei Rollen vorgesehen sind, über welche die Kettfäden in S-Form geführt sind. Beim Öffnen des Webfachs stehen diese Rollen still, wodurch die Kettfäden durch Gleiten auf den Rollen gebremst werden. Wenn die Kettfäden allerdings beim Schließen des Webfachs zurücklaufen, sind die Rollen drehbar. Zudem sind die Rollen derart in einem gemeinsamen Halter gelagert, dass durch Drehen bzw. Schwenken der beiden Rollen um eine gemeinsame Drehachse der Umschlingungswinkel für die S-förmig über die Rollen geführten Kettfäden regelbar ist. Diese Ausgestaltung erleichtert die Spannungsregelung der Kettfäden bzw. die Regelung der Bremswirkung. Insbesondere im Falle von band- bzw. tapeförmigen Kettfäden,

beispielsweise Carbon-Tapes, muss deren Spannung exakt eingestellt werden. Üblicherweise werden Tapes von einem Tape-Gatter abgezogen, in welchem eine Vielzahl von Spulstellen mit jeweils aufgewickeltem Tape vorhanden ist. Diese Spulstellen werden jeweils zentral über eine

Rutschkupplung gebremst. Mit nachlassendem Durchmesser der Spulen nimmt prinzipbedingt auch die Kettspannung ab. Hierbei würden durch eine einheitliche Kettspannungserhöhung die Differenzen der Kettspannungen zwischen den verschiedenen Spulen noch verstärkt. Eine einheitliche Kettspannung ist aber für ein über die Webbreite homogenes Gewebe unabdingbar. Es besteht Bedarf, eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, welche eine Vergleichmäßigung der Kettspannung über die Gewebebreite sowie eine große Flexibilität beim Einstellen der Kettspannung, einschließlich des Einstellens der Kettspannung über einen relativ großen Kraftbereich, ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Einrichtung weist mindestens zwei in Kettrichtung hintereinander angeordnete erste und zweite Umlenkmittel auf. Es können hierbei auch mehr als zwei Umlenkmittel vorgesehen sein. Die mindestens zwei Umlenkmittel erstrecken sich beide über die Gewebebreite und weisen jeweils mindestens einen länglichen Körper mit mindestens jeweils einer Lauffläche für die Kettfäden auf. Entsprechend der Erfindung sind die Positionen der mindestens einen Lauffläche des jeweiligen mindestens einen länglichen Körpers jedes Umlenkmittels im Raum durch Drehung dieser Lauffläche veränderbar und in den unterschiedlichen Positionen ortsfest arretierbar. Die besagte jeweils mindestens eine Lauffläche des mindestens ersten und zweiten Umlenkmittels ist hierbei nicht rotationssymmetrisch zur Drehachse der jeweiligen Lauffläche. Somit werden für die über die

Laufflächen geführten Kettfäden in den besagten unterschiedlichen

Positionen der Umlenkmittel unterschiedliche Umschlingungswinkel realisiert und die Kettfäden auf diese Weise unterschiedlich abgebremst. Somit kann ein Bediener, insbesondere unter Berücksichtigung des zu webenden Kettfaden-Materials, die Abbremsung der Kettfäden an den Umlenkmitteln den Anforderungen entsprechend einstellen. Auf diese Weise kann für unterschiedliche Artikel und/oder bei mit der Zeit schwankender

Kettspannung die von den Kettfäden kontaktierende Lauflänge entlang der besagten Laufflächen angepasst werden, um somit die Kettspannung je nach Bedürfnis einzustellen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere für Kettfäden geeignet, die band- bzw. tapeförmig ausgebildet sind, beispielsweise für Carbon- Tapes. Mittels der Erfindung lässt sich die Reibkraft für alle Kettfäden und damit eine einheitliche Kettspannung über die Gewebebreite kontrolliert einstellen. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung fallen die besagten Drehachsen der Laufflächen der jeweiligen länglichen Körper des ersten bzw. zweiten Umlenkmittels mit Drehachsen des jeweiligen Umlenkmittels selbst zusammen. Hierbei sind also die Umlenkmittel jeweils selbst drehbar um die besagten Drehachsen gelagert, welche sich in Schussrichtung erstrecken und vorzugsweise in Kettrichtung beabstandet sind. Beide Umlenkmittel können hierbei mindestens zwei unterschiedliche, ortsfest positionierbare Drehwinkellagen einnehmen. Die Laufflächen der jeweiligen länglichen Körper der mindestens zwei Umlenkmittel für die Kettfäden sind entsprechend dem oben Gesagten nicht rotationssymmetrisch in Bezug auf die jeweilige Drehachse des zugehörigen Umlenkmittels ausgebildet. Dies hat zur Folge, dass in Abhängigkeit vom jeweils eingestellten Drehwinkel der mindestens zwei Umlenkmittel unterschiedliche Umschlingungswinkel für die Kettfäden resultieren. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass durch einfache Drehung und Arretierung der Umlenkmittel die

Umschlingungswinkel für die Kettfäden schnell und einfach geändert werden können, um entsprechend die Kettspannung der Kettfäden zu verändern.

Eine diesbezügliche Weiterentwicklung sieht vorteilhafterweise vor, dass die mindestens zwei Umlenkmittel vorzugsweise stufenlos in beliebig vielen Drehwinkellagen ortsfest positionierbar sind. Auf diese Weise lassen sich auch sehr feine Abstufungen hinsichtlich der Kettspannung durch

Veränderung des jeweiligen Umschlingungswinkels einstellen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel mindestens zwei sich in Schussrichtung erstreckende, als Stäbe ausgebildete längliche Körper umfasst. Diese stabförmigen länglichen Körper, die vorzugsweise, aber keinesfalls notwendigerweise, einen runden Querschnitt aufweisen und relativ zueinander ortsfest sind, liegen sich in Bezug auf die Drehachse des zugehörigen Umlenkmittels bevorzugt gegenüber und weisen jeweils eine konvexe Lauffläche für die Kettfäden auf. Vorzugsweise liegen hierbei die Längsachsen der mindestens als Stäbe ausgebildeten länglichen Körper sowie die besagte Drehachse des Umlenkmittels in einer gemeinsamen Ebene. Durch einfache Rotation um die Drehachse des betreffenden

Umlenkmittels kann der Umschlingungswinkel der Kettfäden an den besagten mindestens zwei stabförmigen länglichen Körpern verstellt werden.

Vorzugsweise sind die besagten stabförmigen länglichen Körper um ihre jeweilige, in Schussrichtung verlaufende Längsachse frei drehbar gelagert, so dass sie wie Rollen wirken. Mittels dieser Ausgestaltung tritt keine

Reibung zwischen ihrer Oberfläche und den Kettfäden auf. Auf die Kettfäden wirkt somit nur noch die elastische Verformungsarbeit in der Umlenkung. Insbesondere wenn die Kettfäden als relativ starre Tapes ausgebildet sind, bietet sich diese Lösung an. Außerdem wird bei der besagten Ausgestaltung die Oberfläche von empfindlicheren Tapes geschont. Die genannte

Ausgestaltung der stabförmigen länglichen Körper als Rollen bedingt, dass sich die Laufflächen, also die Kontaktflächen mit den Kettfäden, ständig ändern, obwohl sie stets gleich groß bleiben.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind die als Stäbe ausgebildeten länglichen Körper derart angeordnet, dass die einzelnen Kettfäden je nach Einstellung des Drehwinkels des mindestens einen Umlenkmittels nur Kontakt mit einem länglichen Körper oder mit den mindestens zwei länglichen Körpern haben. Ein Kontakt mit nur einem länglichen Körper bedingt in der Regel - jedoch in Abhängigkeit von dem bzw. den

Umschlingungswinkeln - eine geringere mechanische Belastung für den jeweiligen Kettfaden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel einen sich über die Gewebebreite

erstreckenden länglichen Körper mit einem unrunden konvexen, bevorzugt ovalen und vorzugsweise in Schussrichtung konstanten, Querschnitt, wobei an der Oberfläche des besagten länglichen Körpers die mindestens eine Lauffläche vorgesehen ist. So kann der Querschnitt eines solchen länglichen Körpers beispielsweise elliptisch ausgestaltet sein.

Eine diesbezügliche Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die

Längsachse des besagten länglichen Körpers mit der Drehachse des zugehörigen Umlenkmittels zusammenfällt. Auf diese Weise sind die

Handhabung und auch die Arretierung in der jeweils gewünschten Position des betreffenden Umlenkmittels vereinfacht.

Gemäß einer - zur drehbaren Ausgestaltung alternativen - vorteilhaften Ausführung weist zumindest eines der Umlenkmittel zwei konvexe

Laufflächen auf, die aufeinander zu und voneinander weg positionierbar sind. Diese Positionierbarkeit wird beispielsweise durch stirnseitige Lagerung dieser Laufflächen in entsprechenden Schiebelagern des betreffenden Umlenkmittels realisiert. Durch vorzugsweise lineare Verschiebung einer oder beider Laufflächen kann deren relativer Abstand zueinander und somit der Umschlingungswinkel für die Kettfäden eingestellt werden.

Vorteilhafterweise weist die mindestens eine Lauffläche des jeweiligen mindestens einen länglichen Körpers des ersten und/oder des zweiten Umlenkmittels einen sich über seine Länge verändernden Querschnitt auf. Auf diese Weise können Spannungen von in Schussrichtung nebeneinander laufenden Kettfäden ausgeglichen werden. Die Gleichmäßigkeit des resultierenden Gewebes kann hierdurch erhöht werden, da insbesondere ein Durchhängen von Kettfäden im Gewebe, insbesondere im Falle von band- bzw. tapeförmigen Kettfäden, durch eine geeignete Spannungseinstellung der Kettfäden vor Einlauf in die Webeinrichtung vermieden werden kann. Die Möglichkeiten zur Einsteilbarkeit der Positionen der mindestens zwei Umlenkmittel werden vorteilhafterweise dadurch erweitert, dass zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel, vorzugsweise die beiden der mindestens zwei Umlenkmittel, in Kettrichtung verstellbar gelagert ist.

Alternativ oder - was bevorzugt ist - zusätzlich ist zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel, vorzugsweise beide Umlenkmittel, senkrecht zur Schuss- und senkrecht zur Kettrichtung verstellbar gelagert. Ist die Kettrichtung beispielsweise die x-Richtung und die Schussrichtung die y- Richtung, ist mindestens eines der Umlenkmittel mit einer

Bewegungskomponente in z-Richtung versetzbar ausgebildet.

Wenn zuvor von einer Verstellbarkeit in Kettrichtung und/oder senkrecht zur Kett- und Schussrichtung die Rede ist, sollen hiermit auch

Winkelkomponenten in die entsprechende jeweilige Richtung umfasst sein. Wenn also eine Verstellbarkeit beispielsweise in eine Richtung möglich ist, die einen Winkel zwischen 0° und 90° in Bezug auf die zur Kett- und

Schussrichtung Senkrechten aufweist, dann ist eine Verstellbarkeit zumindest mit einer Winkelkomponente senkrecht zur Kett- und

Schussrichtung gegeben. Wenn die besagte Richtung zudem in einem Winkel zwischen 0° und 90° in die Kettrichtung geneigt ist, ist auch eine Verstellbarkeit mit einer Winkelkomponente in Kettrichtung gegeben.

Die für die Verstellung notwendigen Verstelleinheiten können manuell oder motorisch bedienbar ausgebildet sein. In einer einfachen Ausführungsform umfasst eine Verstelleinheit beispielsweise einen Klemmhebel zum Lösen und Arretieren des zugehörigen Umlenkmittels sowie eine Führung, in welcher die Umlenkmittel, beispielsweise linear, führbar und in

verschiedenen Positionen arretierbar sind.

In beiden vorgenannten Fällen ist die ortsfeste Arretierbarkeit der

Verstelleinheiten vorzusehen, damit die Kettfäden die Umlenkmittel nicht aus ihrer Position im Raum verschieben. Bei einer diesbezüglichen Ausführungsform ist zumindest eines der mindestens zwei Umlenkmittel, vorzugsweise beide Umlenkmittel, linear verschiebbar in Gleitlagern angeordnet. Hierbei kann ein gemeinsames, durchgehendes Gleitlager für die mindestens zwei Umlenkmittel vorgesehen sein, in dem diese geführt sind. Die Herstellung und Handhabbarkeit zur Positionierung der Umlenkmittel wird hierdurch vereinfacht. Die Gleitlager sind hierbei Teil der oben genannten Verstelleinheiten.

Einer einfachen Handhabung mit einem hohen Automatisierungsgrad kommt es zugute, wenn mindestens eines der Umlenkmittel in den besagten Drehwinkellagen und/oder in ihrer Position in Kettrichtung und/oder in ihrer Position senkrecht zur Schuss- und Kettrichtung mittels Steuer- oder regelbarer Verstelleinheiten einstellbar sind. Hierzu umfassen die

Verstelleinheiten Verstellorgane in Form von Motoren, die rein rotatorisch wirken und/oder mit Lineareinheiten Zusammenwirken, und/oder

pneumatische Aktuatoren. Durch Ansteuerung der Motoren oder

pneumatischen Aktuatoren kann die Positionierung des oder der

Umlenkmittel verändert werden. Durch Abschaltung beispielsweise eines entsprechenden Motors ist zudem bei einer permanenten Motorkopplung die Arretierung des bzw. der Umlenkmittel sichergestellt.

Vorzugsweise ist mindestens eine Zugspannungsmesseinrichtung zur Messung der Zugspannung der Kettfäden vorgesehen. Die

Zugspannungsmesseinrichtung ist hierbei mit einer Auswerteeinheit verbunden, wobei auf Grundlage der Messergebnisse der

Zugspannungsmesseinrichtung Stellbefehle von einer elektrischen

Steuerung an die Verstelleinheiten ausgegeben werden. Somit ist auf einfache Weise durch Überwachung der Zugspannung der Kettfäden eine Nachregulierung der Kettfadenspannung durch Positionsveränderung eines oder mehrerer Umlenkmittel möglich. Es ist vorteilhaft, mindestens eines der Umlenkmittel in mindestens zwei, in Kettrichtung beabstandete und in Schussrichtung gegeneinander versetzte Teilumlenkmittel zu unterteilen. Hierbei weist jedes der Teilumlenkmittel mindestens einen besagten länglichen Körper mit mindestens jeweils einer Lauffläche für die Kettfäden auf. Durch individuelle Drehung jeder der Laufflächen um die jeweils zugeordnete Drehachse kann die Kettspannung der verschiedenen Kettfäden durch individuelle Abstimmung auf deren momentane Anordnung und Ausgestaltung sehr flexibel eingestellt werden, um insbesondere einen optimalen Spannungsausgleich zu erzielen.

Beispielsweise können mit einer solchen Ausführung Kettfadenbereiche mit unterschiedlichen Kettspannungen den Fachbildemitteln zugeführt werden. Auch können gemeinsam geförderte Kettfäden mit unterschiedlichen

Materialien berücksichtigt werden, beispielsweise solche mit

unterschiedlichen Reibwerten. Die Unterteilung dient grundsätzlich dazu, Spannungen in den verschiedenen, in Schussrichtung nebeneinander laufenden Kettfädenbereichen zu erhöhen, zu verringern, auszugleichen, prinzipiell zu variieren.

Zusätzlich lässt sich vorzugsweise auch der Abstand der beiden

Teilumlenkmittel in Kettrichtung zueinander und/oder ihre jeweilige

Höhenposition einstellen. Weiterhin kann alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein, dass die besagten mindestens zwei Laufflächen der beiden länglichen Körper der mindestens zwei Teilumlenkmittel unterschiedliche Querschnitte aufweisen, wobei diese Querschnitte jeweils in Schussrichtung konstant sein oder variieren können. Hierbei sind verschiedenste

Konstellationen möglich. Auch können die Querschnitte der besagten mindestens zwei Laufflächen beispielsweise kreisförmig sein, aber unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Für den Fall, dass ein Teil der Kettfäden über eine Lauffläche und ein anderer Teil der Kettfäden über eine andere Lauffläche jedes Umlenkmittels geführt wird, sind die mindestens zwei Umlenkmittel vorzugsweise derart ausgebildet und positionierbar, dass die Lauflängen aller Kettfäden und vorteilhafterweise auch die Kontaktlänge der Kettfäden mit den jeweiligen Laufflächen der Umlenkmittel und/oder die Summe der Umschlingungswinkel aller Kettfäden um alle Umlenkmittel insgesamt im Wesentlichen gleich groß sind. Auf diese Weise wird verhindert, dass Kettfäden aufgrund

unterschiedlich langer Laufwege zwischen Kettbaum oder Gatter bis zur Webeinrichtung oder aufgrund unterschiedlicher Reibung eine größere oder kleinere Kettspannung als andere Kettfäden aufweisen.

Auch ist die Verwendung einer Vorrichtung, wie vorbeschrieben, Teil der Erfindung, wobei diese Vorrichtung für die Umlenkung von bandförmigen Kettfäden, insbesondere Carbon-Tapes, verwendet wird.

Weiterhin betrifft die Erfindung eine Webmaschine, insbesondere zum Tape- Weben, wobei die Webmaschine eine bekannte Webeinrichtung mit

Fachbildemitteln und Schusseintragsmitteln umfasst, wobei der

Webeinrichtung die erfindungsgemäße Vorrichtung vorgeschaltet ist.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Hierbei werden für gleiche oder gleichwirkende oder äquivalente Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet. Weiterhin sind nicht in allen Figuren jeweils alle Elemente mit Bezugszeichen versehen; wenn gleiche Elemente in

unterschiedlichen Figuren gezeigt sind, ist in einigen Figuren auf eine erneute Verwendung der gleichen Bezugszeichen verzichtet worden, um die Übersichtlichkeit zu wahren. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei Umlenkmitteln mit jeweils zwei Laufflächen, die sich in einer ersten Position befinden;

Fig. 2 die Vorrichtung der Fig. 1 , in der sich die zwei Umlenkmittel in

einer zweiten Position befinden; Fig. 3 die Vorrichtung der Fig. 1 und 2, in der sich die zwei Umlenkmittel in einer dritten Position befinden;

Fig. 4 die Vorrichtung der Fig. 1 bis 3 in Draufsicht mit den beiden

Umlenkmitteln in senkrechter Position (wie in Fig. 1 );

Fig. 5 die Vorrichtung der Fig. 1 bis 3 in Draufsicht mit den beiden

Umlenkmitteln in waagerechter Position (wie in Fig. 2);

Fig. 6 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung wie in den Fig.

1 -5 mit Motoren zur Verstellung der Umlenkmittel;

Fig. 7 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung wie in den Fig.

1 -5 mit Motoren und pneumatischen Aktuatoren zur Verstellung der Umlenkmittel; Fig. 8 eine schematische Seitenansicht einer Webmaschine mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 9 eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei Umlenkmitteln mit jeweils einer Lauffläche, die sich in einer ersten Position befinden;

Fig. 10 die Vorrichtung der Fig. 9, in der sich die zwei Umlenkmittel in einer zweiten Position befinden;

Fig. 1 1 eine Draufsicht auf einen länglichen Körper eines Umlenkmittels mit einem sich über seine Länge veränderndem Querschnitt; Fig. 12 eine Draufsicht auf einen länglichen Körper eines Umlenkmittels mit einem alternativen, sich über seine Länge veränderndem Querschnitt, und

Fig. 13 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung ähnlich der Fig. 4 und 5, mit einer Segmentierung eines der Umlenkmittel.

Eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zur Einstellung der Kettspannung von Kettfäden K ist in den Fig. 1 bis 3 in schematischer Seitenansicht und in den Fig. 4 und 5 in Draufsicht dargestellt. Gemäß den Fig. 1 -5 weist die Vorrichtung 1 ein erstes und ein zweites Umlenkmittel 10 bzw. 20 auf, die vorliegend identisch ausgebildet sind und über welche Kettfäden K in Kettrichtung KR geführt sind. Eine Vielzahl von nebeneinander laufenden Kettfäden K wird hierbei von einem Spulengatter (s. Fig. 8) mit einer entsprechenden Vielzahl von Spulstellen über eine drehbar gelagerte Umlenkrolle 4 zur Vorrichtung 1 geführt. Die Umlenkrolle 4 ist hierbei in einem Lagerbock 5, der an einer vertikalen Stützeinrichtung 3 angeordnet ist, gelagert. Nach Durchlaufen der Vorrichtung 1 werden die Kettfäden K über eine in einem Lagerbock 7 drehbar gelagerte Umlenkrolle 6 in eine Webeinrichtung (s. ebenfalls Fig. 8) geleitet.

Die beiden Umlenkmittel 10, 20 sind auf einer horizontal verlaufenden

Stützeinrichtung 2 angeordnet und umfassen jeweils zwei identische, als Stäbe ausgebildete längliche Körper 11 a, 11 b bzw. 21 a, 21 b, die einen kreisrunden Querschnitt besitzen und um eine gemeinsame Drehachse 12 bzw. 22 drehbar gelagert sind. Hierzu sind vorliegend, wie in den Fig. 4 und 5 zu sehen ist, die jeweiligen Stirnseiten der länglichen Körper 11 a, 11 b bzw. 21 a, 21 b über jeweils ein Verbindungsstück 13 bzw. 23 miteinander gekoppelt, wobei die Verbindungsstücke 13 bzw. 23 jeweils einen

Lagerzapfen 14 bzw. 24 aufweisen, die in nur angedeuteten Drehlagern 15 bzw. 25 gelagert sind. Die Drehlager 15, 25 sind zusätzlich in Vertikalführungen 30 geführt, mit denen die Höhenposition des jeweiligen Umlenkmittels 10, 20 verändert werden kann, d.h. die Position der Umlenkmittel 10, 20 senkrecht zur

Schussrichtung SR und senkrecht zur Kettrichtung KR (s. Doppelpfeile f3 und f4 in den Fig. 1 -3). Die Vertikalführungen 30 sind ihrerseits unterseitig in als Gleitlager ausgeführten Horizontalführungen 31 gelagert, welche an der horizontalen Stützeinrichtung 2 vorgesehen sind. Somit lassen sich die Umlenkmittel 10, 20 auch jeweils in Kettrichtung KR verschieben (s.

Doppelpfeile f5 und f6).

Mit Hilfe der Vertikalführungen 30, der Horizontalführungen 31 sowie der Rotation um die jeweilige Drehachse 12 bzw. 22 lassen sich die Umlenkmittel 10, 20 in die verschiedensten Positionen überführen und dort arretieren. In den Fig. 1 und 4 sind hierbei die länglichen Körper 11 a, 11 b des ersten Umlenkmittels 10 sowie die länglichen Körper 21 a, 21 b des zweiten

Umlenkmittels 20 jeweils übereinander positioniert angeordnet, während die länglichen Körper 11 a, 11 b bzw. die länglichen Körper 21 a, 21 b gemäß den Fig. 2 und 5 jeweils horizontal nebeneinander positioniert sind. Weiterhin sind vorliegend die beiden Umlenkmittel 10, 20 bzw. deren Drehachsen 12, 22 bei der Einstellung gemäß der Fig. 1 näher beabstandet als bei der Einstellung gemäß der Fig. 2, indem die Umlenkmittel 10, 20 in den Horizontalführungen 31 näher zueinander positioniert wurden. In der Fig. 3 ist dargestellt, wie die beiden Umlenkmittel 10, 20 einander in jeweils schräger Position zugewandt sind. Auch sind die beiden Drehachsen 12, 22 auf unterschiedlicher Höhe arretiert.

Jeder stabförmige längliche Körper 11 a, 11 b des ersten Umlenkmittels 10 sowie jeder stabförmige längliche Körper 21 a, 21 b des zweiten

Umlenkmittels 20 weist eine Lauffläche 18a, 18b bzw. 28a, 28b mit einem konvexen bogenförmigen Verlauf auf, über welche die Kettfäden K geführt sind. Somit weisen die jeweiligen länglichen Körper der beiden Umlenkmittel 10, 20 jeweils zwei Laufflächen 18a, 18b bzw. 28a, 28b auf. Diese sind beide nicht rotationssymmetrisch in Bezug auf die Drehachse 12, 22 des jeweiligen Umlenkmittels 10, 20. Die Drehachsen 12, 22 der Umlenkmittel 10, 20 sind hierbei die einzigen Drehachsen, die beim jeweiligen Umlenkmittel 10 bzw.

20 vorgesehen sind. Eine Drehung um die Achse 12 bzw. 22 bedingt somit eine Drehung der entsprechenden Laufflächen 18a, 18b bzw. 28a, 28b. Die Umschlingungswinkel al, a2 bzw. ßl, ß2, welche die Kettfäden K mit jeweils einer Lauffläche 18a, 18b bzw. 28a, 28b bilden, sind jeweils in den Fig. 1 -3 eingezeichnet. Besteht nur ein Kontakt pro Umlenkmittel 10, 20 ist vorliegend die Bezeichnung al bzw. ß1 für den jeweiligen Umschlingungswinkel gewählt.

Wie aus den Fig. 1-3 hervorgeht, ist jeweils entsprechend der Einstellung der Umlenkmittel 10, 20 und damit der Einstellung der Kontaktflächen 18a, 18b, 28a und 28b die Summe der Umschlingungswinkel al, a2, ßl und ß2 unterschiedlich. Die Umschlingungswinkel al, a2, ßl und ß2 bestimmen die Abbremsung der Kettfäden K und haben somit einen direkten Einfluss auf die Zugspannung der Kettfäden K.

Die als Stäbe ausgebildeten länglichen Körper 11 a, 11 b bzw. 21 a, 21 b sind vorzugsweise frei drehbar um ihre jeweilige Längsachse gelagert, so dass sie als Rollen wirken und sich allein aufgrund der Flaftreibung der über ihre jeweiligen Laufflächen 18a, 18b, 28a, 28b geführten Kettfäden K drehen.

In der Fig. 6 ist die Vorrichtung 1 gemäß der Fig. 1 -5 dargestellt, wobei zusätzlich schematisch dargestellte Verstelleinheiten 40, 41 , 42 für das erste Umlenkmittel 10 und Verstelleinheiten 45, 46, 47 für das zweite Umlenkmittel 20 vorgesehen sind. Die Verstelleinheiten 40 bzw. 45 umfassen jeweils einen Motor M1.1 bzw. M2.1 , der für die Rotation des ersten Umlenkmittels 10 bzw. des zweiten Umlenkmittels 20 um die Drehachse 12 bzw. die Drehachse 22 eingerichtet ist (s. Pfeile fl bzw. f2). Die Verstelleinheiten 41 bzw. 46 umfassen jeweils einen Motor M1.2 bzw. M2.2, der für die

Höhenpositionierung (senkrecht zur Kett- und Schussrichtung KR, SR) des ersten Umlenkmittels 10 bzw. des zweiten Umlenkmittels 20 in den jeweiligen Vertikalführungen 30 eingerichtet ist (s. Pfeile f3 bzw. f4). Die

Verstelleinheiten 42 bzw. 47 umfassen jeweils einen Motor M1.3 bzw. M2.3, der für die Längspositionierung (in Kettrichtung KR) des ersten Umlenkmittels 10 bzw. des zweiten Umlenkmittels 20 in den jeweiligen Horizontalführungen 31 eingerichtet ist (s. Pfeile f5 bzw. f6). Die entsprechend notwendigen mechanischen Mittel, beispielsweise Flansche, Ritzel, Zahnstangen (für die linearen Führungen), evtl. Getriebe, usw. sind vorliegend der

Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt, sondern durch punktierte, abgerundete Rechtecke symbolisiert.

Bei der in Fig. 7 dargestellten alternativen Ausführungsform sind wiederum die beiden Verstelleinheiten 40, 45 mit den für die rotatorische Bewegung der Umlenkmittel 10 bzw. 20 vorgesehenen Motoren M1.1 bzw. M2.1 vorhanden. Für die lineare Führung des ersten Umlenkmittels 10 senkrecht zur Kett- und Schussrichtung KR, SR sowie in Kettrichtung KR (in den Vertikalführungen 30 und den Horizontalführungen 31 ) sind die Verstelleinheiten 41 , 42 hingegen vorliegend mit pneumatischen Aktuatoren 43 bzw. 44 ausgerüstet. Für die lineare Führung des zweiten Umlenkmittels 20 senkrecht zur Kett- und Schussrichtung KR, SR sowie in Kettrichtung KR (in den

Vertikalführungen 30 und den Horizontalführungen 31 ) umfassen die

Verstelleinheiten 46, 47 pneumatische Aktuatoren 48 bzw. 49.

Im Folgenden wird auf die Möglichkeit der Steuerung bzw. Regelung der Verstelleinheiten 40, 41 , 42, 45, 46, 47 eingegangen.

In der Fig. 8 ist ein schematischer Gesamtaufbau einer Webmaschine 50 dargestellt. Kettfäden K werden von einem Gatter 51 mit einer Vielzahl von Spulstellen 52 (es sind der Übersichtlichkeit halber nur zwei Spulstellen 52 dargestellt) über zwei Umlenkrollen 53, 4 in Kettrichtung KR zur erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 (alternativ: Vorrichtung 101 , s. Fig. 9 und 10) geführt und von dort über die Umlenkrolle 6 in eine Webeinrichtung 54 transportiert. Die Webeinrichtung 54 umfasst Fachbildemittel 55, die beispielsweise in Form von oszillierend und gegenläufig zueinander bewegbaren Litzen ausgebildet sind, um das Webfach 56 auszubilden. Die Webeinrichtung 54 umfasst des Weiteren Schusseintragsmittel 57, die als Fadengreifer ausgebildet sein können. Alternativ wird der Schusseintrag mittels Luftdüsen, Wasser oder Schützen realisiert. Zudem weist die

Webeinrichtung 54 ein Webblatt 58 auf, mittels welchem ein eingetragener Schussfaden an den Bindepunkt 59 des bereits entstandenen Gewebes G angeschlagen werden kann. Andere Einrichtungen zum Anbinden des Schussfadens sind ohne weiteres möglich, beispielsweise eine

Rückbewegung des Gewebes G zum zuletzt eingetragenen Schussfaden hin. Anschließend wird das fertige Gewebe G mittels einer vorliegend als Abzugswalze ausgebildeten Warenabzugsvorrichtung 60 abgezogen und auf einen Warenbaum 62 aufgewickelt. Im Bereich der Warenabzugsvorrichtung 60 bzw. des Warenbaums 62 sind noch mehrere Umlenk- und Druckwalzen 61 angeordnet. Alternativ zu einem Warenbaum 62 kann das Gewebe G beispielsweise auf einem Steigdockenwickler aufgewickelt werden. Es ist ebenfalls möglich, dass das Gewebe G nicht aufgewickelt wird, sondern horizontal abgezogen wird; dieses Verfahren wird bevorzugt bei 3D- Geweben eingesetzt. Die Webmaschine 50 gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 8 weist eine zentrale elektronische Steuerung 65 auf, welche zwei Antriebe 66 und 67 ansteuert. Der Antrieb 66, der auch als Hauptantrieb ausgebildet sein kann, treibt vorliegend die Fachbildemittel 55, die Fadengreifer 57 sowie das Webblatt 58 an. Der Antrieb 67 steuert entsprechend dem

Ausführungsbeispiel die Warenabzugsvorrichtung 60 und den Warenbaum 62. Andere Antriebskonzepte sind ohne weiteres möglich. Auch können mittels einer Auswerteeinheit 68, die beispielsweise innerhalb der Steuerung 65 vorgesehen sein kann, Sensordaten ausgewertet werden. Vorliegend ist zwischen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 und den Fachbildemitteln 55 eine Zugspannungsmesseinrichtung 69 angeordnet, welche summarisch die Zugspannung über alle nebeneinander laufenden Kettfäden K misst und die entsprechenden Messsignale an die

Auswerteeinheit 68 weitergibt. Die Zugspannungsmesseinrichtung 69 kann beispielsweise in einem Streichbaum (nicht dargestellt) integriert sein. Die ausgewerteten Messsignale werden dann vorliegend von der Steuerung 65 verwendet, die entsprechenden Verstelleinheiten (vgl. Fig. 6, 7) der

Umlenkmittel 10, 20 anzusteuern und die Umlenkmittel 10, 20

dementsprechend zu positionieren. Die Verstelleinheiten können

Stellmotoren M1.1 , M1.2, M1.3, M2.1 , M2.2, M2.3 (rotatorisch oder mit Lineareinheiten, s. Fig. 6), pneumatische Aktuatoren (s. Fig. 7) bzw. jegliche andere Art von geeigneten Verstellorganen aufweisen. Die Verstellorgane können Positionsrückmelde-Einrichtungen (nicht dargestellt) aufweisen, die - beispielsweise nach Auswertung in der Auswerteeinheit 68 - zur schnelleren Regelung der besagten Positionen verwendet werden können.

In den Fig. 9 und 10 ist eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, bei dem vorliegend ebenfalls zwei in Kettrichtung KR hintereinander angeordnete Umlenkmittel 110, 120 vorgesehen sind, die sich über die Gewebebreite erstrecken. Beide Umlenkmittel 110, 120 weisen längliche Körper 111 bzw. 121 mit einem ovalen, in Schussrichtung konstanten Querschnitt auf, wobei beide länglichen Körper 111 , 121 jeweils eine Lauffläche 118 bzw. 128 aufweisen, über welche die Kettfäden K geführt sind. Es ist vorliegend möglich, dass die Umlenkmittel 110, 120 um ihre jeweilige Drehachse 112 bzw. 122 so gedreht werden, dass die

gegenüberliegenden Außenflächen des jeweiligen länglichen Körpers 111 , 121 als Laufflächen dienen. Die Summe der einzelnen Umschlingungswinkel al und ßl ist bei den Einstellungen gemäß der Fig. 9 kleiner als bei den Einstellungen gemäß der Fig. 10. Zu dem Betrag der jeweiligen Umschlingungswinkel trägt einerseits die jeweilige Rotation der beiden Umlenkmittel 110, 120 um ihre jeweilige Drehachse 112, 122 und andererseits die Positionierung in z-Richtung, d.h. senkrecht zur Kettrichtung KR und senkrecht zur Schussrichtung SR, bei. Vorliegend befinden sich die Umlenkmittel 110, 120 bei den Einstellungen gemäß der Fig. 9 und der Fig. 10 in Kettrichtung KR an gleicher Position.

Die Vorrichtung 101 gemäß der Fig. 9 und 10 kann ohne weiteres auch in eine Webmaschine integriert sein, wie sie in der Fig. 8 dargestellt ist und oben beschrieben wurde.

In allen Figuren ist dargestellt, dass die Kettfäden K um das erste

Umlenkmittel 10, 110 von oben und um das andere Umlenkmittel 20, 120 von unten geführt sind. Es ist aber ohne weiteres möglich, dass die Kettfäden K auch zunächst von unten um das erste Umlenkmittel 10, 110 und

anschließend von oben um das zweite Umlenkmittel 20, 120 geführt werden. Gemäß einer Alternative werden benachbarte Kettfäden K abwechselnd von unten und von oben um die Umlenkmittel 10, 20 bzw. 110, 120 geführt, was für eine Erhöhung der Stabilität der Vorrichtung 1 sorgen kann. Auch ist es denkbar, dass eine oder mehrere Gruppen von benachbarten Kettfäden zunächst von unten (oben) und eine andere oder mehrere andere Gruppen von benachbarten Kettfäden K von oben (unten) um die Umlenkmittel 10, 20 bzw. 110, 120 geführt werden.

In den Figuren sind jeweils nur zwei Umlenkmittel 10, 20 bzw. 110, 120 dargestellt. Es ist ohne weiteres möglich, dass auch mehr als zwei

Umlenkmittel vorgesehen sind, die ebenfalls einstellbare Laufflächen aufweisen. In den Fig. 11 und 12 sind verschiedene Ausführungen eines länglichen Körpers 211 bzw. 311 eines ersten und/oder zweiten Umlenkmittels dargestellt, deren Querschnitt sich über die Länge des jeweiligen länglichen Körpers 211 bzw. 311 verändert. Die beiden länglichen Körper 211 , 311 sind vorliegend rotationssymmetrisch ausgebildet. Gemäß dem

Ausführungsbeispiel der Fig. 11 weist der längliche Körper 211 eine konkave Lauffläche 218 auf, während gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 12 der längliche Körper 311 eine Lauffläche 318 aufweist, die in einem mittleren Bereich konvex und in beiden stirnseitigen Bereichen leicht konkav

ausgebildet ist. Durch die jeweiligen Ausgestaltungen lässt sich die

Kettspannung von (mittelbar und/oder unmittelbar) nebeneinander über die Lauffläche 218 bzw. 318 geführten Kettfäden einstellen bzw. ungewollte Unterschiede in den Kettspannungen ausgleichen. Bei dem länglichen Körper 211 der Fig. 11 beispielsweise ist die Kettspannung von weiter außen geführten Kettfäden größer als bei mittig geführten Kettfäden. Wie unschwer für den Fachmann zu erkennen ist, ist eine Vielzahl unterschiedlichster sich über die Länge eines länglichen Körpers verändernder Querschnitte möglich.

In der Fig. 13 ist in Draufsicht (vgl. Fig. 5) eine Unterteilung bzw.

Segmentierung eines ersten Umlenkmittels 10 in zwei Teilumlenkmittel 10‘ und 10“ dargestellt, wobei die beiden Teilumlenkmittel 10‘, 10“ in

Kettrichtung KR beabstandet und in Schussrichtung gegeneinander versetzt sind. Vorliegend umfasst jedes Teilumlenkmittel 10‘, 10“ zwei längliche Körper 11 a‘, 11 b‘ bzw. 11 a“, 11 b“ mit jeweils zwei Laufflächen 18a‘, 18b‘ bzw. 18a“, 18b“; eine andere Anzahl von Teilumlenkmitteln (beispielsweise drei oder vier) und/oder länglichen Körpern (pro Teilumlenkmittel) und/oder Laufflächen (pro länglichem Körper) ist ohne weiteres möglich. Vorliegend sind die Querschnitte der Teilumlenkmittel 10‘, 10“ wiederum kreisförmig, wobei aber auch andere Querschnitte ohne weiteres möglich sind. Durch die Unterteilung eines Umlenkmittels, hier des ersten Umlenkmittels 10, kann die Flexibilität hinsichtlich der Einstellung der Kettspannungen von

unterschiedlichen Kettfäden K erhöht werden, indem eine Gruppe von Kettfäden K über das eine Teilumlenkmittel 10‘ und eine andere Gruppe von Kettfäden K über das andere Teilumlenkmittel 10“ geführt wird und diese unterschiedlichen Gruppen von Kettfäden K jeweils andere

Umschlingungswinkel mit den jeweiligen Laufflächen 18a‘, 18b‘ bzw. 18a“, 18b“ einnehmen. Diese unterschiedlichen Gruppen von Kettfäden können beispielsweise aus unterschiedlichem Material mit unterschiedlichen

Reibwerten bestehen. Auch kann es generell beabsichtigt sein, dass die eine Gruppe von Kettfäden mit einer höheren Kettspannung beaufschlagt wird als die andere.

Zu allen diesen Zwecken sind - wie bei den vorgenannten

Ausführungsformen - die Laufflächen 18a‘, 18b‘ bzw. 18a“, 18b“ um die jeweils zugehörigen Drehachsen 12‘ bzw. 12“ drehbar und im Anschluss an die Drehung ortsfest arretierbar. Es ist bevorzugt, wenn eine oder mehrere zusätzliche Verstellmöglichkeiten vorgesehen sind, beispielsweise der Abstand der beiden Teilumlenkmittel in Kettrichtung zueinander und/oder eine unterschiedliche Höhenpositionierung. Es ist weiterhin zu erwähnen, dass auch das zweite Umlenkmittel 20 in mehrere Teilumlenkmittel segmentiert sein kann (nicht dargestellt).

Angemerkt sei, dass es ohne weiteres möglich ist, die in den Figuren 1 -13 beispielhaft vorgestellten länglichen Körper in verschiedenster Art zu kombinieren, um erste und/oder zweite Umlenkmittel (bzw. dritte, vierte, ...) zu realisieren.

Die Erfindung wird mit besonderem Vorteil beim Zuführen von sog. Tapes, also bandförmigen Kettfäden aus insbesondere Carbon, zu einer Tape- Webmaschine eingesetzt. Hier besteht die Anforderung, die

vollimprägnierten Tapes zwischen der Spulstelle im Gatter bis zum Einzug in die Tape-Webmaschine mit hoher Steifigkeit zu führen und zu bremsen. Wie oben dargelegt, sind durch die Erfindung die Umschlingungswinkel der Tapes an den Umlenkmittel einstellbar, wobei die bei der Umschlingung auftretende Reibung zwischen Tape und Umlenkmittel das Tape brennst und spannt, so dass ein spannungskontrollierter Einzug in die Webeinrichtung möglich wird.

Bezuqszeichenliste

1 Vorrichtung zum Einstellen der Kettspannung

2 horizontale Stützeinrichtung

3 vertikale Stützeinrichtung

4 Umlenkrolle

5 Lagerbock

6 Umlenkrolle

7 Lagerbock

10 erstes Umlenkmittel

10‘ Teilumlenkmittel

10“ Teilumlenkmittel

11 a,11 b länglicher Körper

11 a‘,11 b‘ länglicher Körper

11 a“, 11 b“ länglicher Körper

12 Drehachse

13 Verbindungsstück

14 Lagerzapfen

15 Drehlager

18a, 18b Laufflächen

18a‘,18b‘ Laufflächen

18a“, 18b“ Laufflächen

20 zweites Umlenkmittel

21 a,21 b länglicher Körper

22 Drehachse

23 Verbindungsstück

24 Lagerzapfen

25 Drehlager

28a, 28b Laufflächen

30 Vertikalführung

31 Horizontalführung

40-42 Verstelleinheiten

43,44 pneumatische Aktuatoren

45-47 Verstelleinheiten

48,49 pneumatische Aktuatoren

50 Webmaschine

51 Gatter

52 Spulstellen

53 Umlenkrolle

54 Webeinrichtung

55 Fachbildemittel

56 Webfach

57 Schusseintragsmittel

58 Webblatt

59 Bindepunkt

60 Warenabzugsvorrichtung 61 Umlenk- und Druckwalzen

62 Warenbaum

65 elektronische Steuerung

66 Antrieb

67 Antrieb

68 Auswerteeinheit

69 Zugspannungsmesseinrichtung 101 Vorrichtung

110 erstes Umlenkmittel

1 1 1 länglicher Körper

1 12 Drehachse

118 Lauffläche

120 zweites Umlenkmittel

121 länglicher Körper

122 Drehachse

128 Lauffläche

21 1 länglicher Körper

218 Lauffläche

311 länglicher Körper

318 Lauffläche

K Kettfäden

G Gewebe

KR Kettrichtung

SR Schussrichtung

f1 -f6 Richtungen

aΐ, a2, ß 1 , ß2 Umschlingungswinkel

M1.1 , M1.2, M1.3 Motoren

M2.1 , M2.2, M2.3 Motoren