| JP2002345623 | METHOD FOR MANUFACTURING POLY (TRIMETHYLENE TEREPHTHALATE) CARPET |
| JP09241979 | SHADING SHEET |
| JP2006321207 | LAMINATE |
MENSING, Heinrich (Friedrich Straße 13, Langen, 63225, DE)
| Ansprüche 1. Vorrichtung zum Auftragen von fluiden Medien auf bahnförmig bewegtes Material, insbesondere zum Auftragen von Heißkleber auf ein textiles Material, und insbesondere zum Verfestigen eines Teppichrückens oder eines Kunstrasens, bestehend aus einem sich quer zur Bahnrichtung erstreckenden spaltförmigen Auftragbereich für das Medium, welcher in Transportrichtung der Bahn von einer nachlaufenden und der Oberfläche der Bahn zugewandten Rakel begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in Transportrichtung der Bahn (1) der Rakel (7) eine mit dem aufgetragenen Medium (4) zusammenwirkende Glättkontur (8) nachgeordnet ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glättkontur (8) Teil einer parallel zur Rakel (7) verlaufenden Leiste ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glättkontur (8) ein Teil einer an der Rakel (7) angeformten Struktur ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glättkontur (8) Teil eines die Rakel (7) tragenden Gehäuses (5) ist. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glättkontur (8) durch Einstellmittel gegenüber der ihr vorgeordneten Rakel (7) und somit gegenüber der Oberfläche der Ware (1) einstellbar ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Glättkontur (8) zur Warenoberfläche (1) einstellbar ist. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkel- Stellung der Glättkontur (8) zur Warenoberfläche (1) einstellbar ist. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Glättkontur (8) eine Heizeinrichtung zugeordnet ist. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glättkontur (8) eine Beschichtung aufweist bzw. aus einem Material besteht, welches von dem Heißkleber (4) im geschmolzenen Zustand nur schwer benetzbar ist. |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Auftragen von fluiden Medien gemäß der Gattung des Vorrichtungsanspruches.
Bei der Herstellung eines Teppichs im Tufting-Verfahren werden die den Flor bildenden Fasern in eine Trägerschicht eingebracht, die Polnoppen bzw. Polschlingen auf der Teppichrückseite müssen anschließend noch fixiert werden. Dazu ist es bekannt, die Rückseite mit Latexmaterial zu bestreichen. Ferner ist es bekannt, zu Fixierung, Verankerung der Polnoppen auf der Teppichrückseite einen Kunststoff aufzutragen. Auch ist es möglich, eine weitere Schicht als Zweitrücken an die Rückseite anzubringen. Ein Verfahren zur Rückenbeschichtung eines Teppichs ist aus der 10 2005 060 450 AI bekannt. Die Verfestigung eines Teppichrückens bzw. eines sonstigen textilen Gewebes mittels eines Heißklebers unter Verwendung einer Breitschlitzdüse ist aus der DE 10 2008 045 753 AI, der DE 10 2008 010 091 AI sowie der DE10 2008 020 716 AI bekannt. Der Heißkleber wird auf eine Temperatur verbracht, bei welcher er eine Viskosität aufweist, welche eine Penetration in das Fasermaterial des Rückengewebes und/oder der Polschlingen und/oder in die Struktur des Gewebeverbundes (Rücken und Polschlingen) ermöglicht.
Eine Ausführung einer Breitschlitzdüse zeigt die US 4,867,982. Die Schlitzdüse weist eine in Transportrichtung des zu beschichtenden Materials nachlaufende Streichklinge (Rakel) auf. Mittels dieser erfolgt das Aufstreichen des Beschich- tungsmaterials. Die Qualität und Quantität der Beschichtung hängt im hohen Maße von der Einstellung dieser Streichklinge zur Oberfläche des zu beschichtenden Materials ab.
Eine Breitschlitzdüse mit einer über die Materialbreite zonal unterschiedlich ein ¬ stellbaren Dosierung des Beschichtungsmediums beschreibt die EP 0 568 812 Bl. Der Auftragsschlitz dieser Düse wird durch zwei massive Düsen körper gebildet. Die den Auftragschlitz umgebenden Endbereiche der Düsenkörper sind unterschiedlich geformt und bilden in Transportrichtung des zu beschichtenden Mate ¬ rials je eine vor- und eine nachlaufende Kante.
Die DE 10 2007 056 121 B3 zeigt eine Breitschlitzdüse, welche ebenfalls von zwei Düsenkörpern gebildet wird. Die Düsenkörper sind zueinander verstell- bzw. verschwenkbar, was eine Dosierung des aufzutragenden Mediums über die Spaltbreite ermöglicht. Die mit der zu beschichtenden Bahn in Gleitkontakt stehenden Endbereiche der Düsenkörper sind unterschiedlich gerundet geformt und bilden dem Prinzip nach - in Transportrichtung des zu beschichtenden Materials - zwei negativ angestellte Rakel.
Die Auftragvorrichtung für Heißkleber nach der EP 1 752 506 AI verwendet eine Breitschlitzdüse, bei der der Auftragbereich (Spalt) von zwei Düsenkörpern begrenzt wird. Die mit dem zu beschichtenden Material in Kontakt stehenden Endbereiche der Düsenkörper sind flächig ausgebildet und bewirken eine gewisse Kompression des Materials im Beschichtungsbereich. Die entsprechende Gegen- druckkraft erfährt das zu beschichtende Material durch eine Gleitunterlage bzw. eine drehende Transportrolle.
Die US 4,688,516 beschreibt eine Auftrageinheit mit einem Mehrkammersystem und zwei dosierbar einstellbaren Rakeln. Das aufzutragende Medium wird in einer ersten Kammer zu-, überschüssiges Material in einer nachlaufenden Kammer aufgefangen und wieder rückgeführt. Der Aufbau ist komplex und ferner ist auch keine beliebige Einbauposition möglich.
Die Erfindung geht somit aus von einer Vorrichtung zum Auftragen von fluiden Medien auf bahnförmig bewegtes Material, insbesondere zum Auftragen von Heißkleber auf ein textiles Material, und insbesondere zum Verfestigen eines Teppichrückens oder eines Kunstrasens, bestehend aus einem sich quer zur Bahnrichtung erstreckenden spaltförmigen Auftragbereich für das Medium, welcher in Transportrichtung der Bahn von einer nachlaufenden und der Oberfläche der Bahn zugewandten Rakel begrenzt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine derartige Vorrichtung weiter zu entwickeln und insbesondere die Qualität des Auftrages, der Beschichtung zu verbessern.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Vorrichtungsanspruches. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass in Transportrichtung der Bahn der Rakel eine mit dem aufgetragenen Medium zusammenwirkende Glättkontur nachgeordnet ist.
Der als Breitschlitzdüse ausgebildete Auftragbereich für das Medium wird durch eine nachlaufende Rakel begrenzt, welche gegenüber der bewegten Bahnoberfläche positiv oder negativ angestellt sein kann. Die Rakelkante streicht hierbei den aufzutragenden Kleber über die Bahnoberfläche, das zu beschichtende Material, und dosiert so die Auftragmenge. Die erfindungsgemäß vorgesehene und der Rakel nachgeordnete Glättkontur verteilt, glättet und verarbeitet den aufgebrachten Kleber zusätzlich. Inhomogenitäten in der Auftragstärke werden vergleichmäßigt, die Penetration des Klebers in die Struktur des Bahnmaterials verbessert.
Als weiterbildende Maßnahmen kann somit vorgesehen sein, dass:
- die Glättkontur Teil einer parallel zur Rakel verlaufenden Leiste ist.
- die Glättkontur ein Teil einer an der Rakel angeformten Struktur ist.
- die Glättkontur Teil eines die Rakel tragenden Gehäuses ist.
- die Glättkontur durch Einstellmittel gegenüber der vorgeordneten Rakel und somit gegenüber der Oberfläche der Ware einstellbar ist.
- der Abstand der Glättkontur zur Warenoberfläche einstellbar ist.
- die Winkelstellung der Glättkontur zur Warenoberfläche einstellbar ist.
- der Glättkontur eine Heizeinrichtung zugeordnet ist.
- die Glättkontur eine Beschichtung aufweist bzw. aus einem Material besteht, welches von dem Heißkleber im geschmolzenen Zustand nur schwer benetzbar ist.
Sehr vorteilhaft gestaltet sich die Erfindung, wenn die Glättkontur mit einem vom Heißkleber nur schwer benetzbaren Beschichtung versehen ist. Die als Leiste ausgebildete Glättkontur kann auch aus einem entsprechenden Material gefertigt sein.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Glättkontur mit einer Heizvorrichtung vorgesehen ist, durch welche die Glättkontur (deren mit dem Heißkleber in Kontakt kommende Oberfläche) aufgeheizt werden kann. Bei der Heizeinrichtung handelt es sich bspw. um eine elektrisch geregelte Steuerung, welche über in der Leiste der Glättkontur integrierte Heizwicklungen die Erwärmung bewirkt. Vorzugsweise wird hierbei eine Tempe- ratur gewählt, welche der Schmelztemperatur des Heizklebers entspricht. Hierdurch werden Anhaftungen von Heißkleber am Körper der Glättkontur vermieden, ferner verbessert sich die Glättwirkung sowie das Einarbeiten der Klebmasse in die Gewebestruktur der Ware.
Bevorzugt ist die Glättkontur, die entsprechende Leiste bzw. deren Halterung mit einer VerStelleinrichtung versehen, so dass die Glättkontur gegenüber der vorgeordneten Rakel und damit auch gegenüber der Ware (Oberfläche der Kleberschicht) entsprechend den Gegebenheiten einstellbar ist. Ein stärkeres Anstellen gegen die Ware bewirkt so eine stärkere Einreibwirkung des Heißklebers in die Gewebestruktur. Ein zu starkes Anstellen ist wiederum zu vermeiden, da sonst durch die Glättkontur ein Abrakeln des Heißklebers erfolgt. Durch eine entsprechend gestaltete Stellvorrichtung kann nicht nur der Abstand der Glättkontur zur Oberfläche der Ware sondern auch die Stellung, Neigung der Glättkontur verändert werden.
Des Weiteren erfolgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
Die Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung. Ein bahnförmiger Teppich 1 bzw. Kunstrasen wird mit der nach unten weisenden Florseite 2 an einer sich über die Breite der Materialbahn erstreckenden Breitschlitzdüse 3 vorbeigeführt. Die Bewegungsrichtung der Materialbahn 1 ist mit dem Pfeil angedeutet. Über die Breitschlitzdüse 3 erfolgt ein Auftrag von durch Erwärmung verflüssigtem Heißkleber 4 auf der Rückseite der Ware. Durch den Heißkleber 4 werden nach dessen Erkalten die in den Rücken (das Gewebe) getufteten Polschlingen (Florseite 2) fixiert.
Die Breitschlitzdüse 3 besteht aus einem als Hohlkörper und nach unten offenen ausgebildeten Gehäuse 5, welches im Inneren eine Kammer bildet und über nicht dargestellte Zuleitungen mit geschmolzenem Heißkleber 4 beaufschlagbar ist. An der Unterseite des Gehäuses 5 sind zwei Rakeln 6, 7 angeordnet, welche in einem Winkel zueinander zulaufen und deren zur Ware 1 gewandten Enden einen Dosierspalt S bilden. Durch nicht dargestellte Mittel können die Rakeln 6, 7 zueinander eingestellt werden, was insgesamt eine Dosierbarkeit in Abhängigkeit der Viskosität des zu verarbeitenden Heißklebers 4 und der auf der Ware 1 zu erzielenden Auftragmenge (Flächengewicht). Bezogen auf die Transportrichtung der Ware 1 ist die eine Rakel 6 positiv, die weitere Rakel 7 negativ angestellt. Letztlich ist auch die Breitschlitzdüse 3 als ganzes gegenüber der Ware 1 einstellbar, d.h. der Druck der Düse 3 gegenüber der sich bewegenden Ware 1. Je nach Anwendungsfall kann die Ware 1 hierbei über einen rotierenden Zylinder oder über zwei beabstandet angeordnete Rollen gespannt geführt laufen.
Der in Transportrichtung der Ware 1 nachlaufenden und negativ angestellten Rakel 7 ist eine Glättkontur 8 nachgeordnet, welche in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als eine nach unten halbrund gestaltete Leiste ausgebildet ist, die parallel zur Breitschlitzdüse 3 verläuft und sich über deren Länge erstreckt. Diese Leiste 8 ist über nicht dargestellte Befestigungen mit der Breitschlitzdüse 3 verbunden und insbesondere über Einstellmittel gegenüber der Breitschlitzdüse 3 auch einstellbar.
Durch die Glättkontur 8 wird der durch die Rakeln 6, 7 dosiert auf die Ware 1 aufgebrachte Heißkleberfilm 4 zusätzlich gleichmäßig verteilt, geglättet. Insbe ¬ sondere werden so Wellen und Rillen vermieden. Ebenfalls werden sich evtl. bildende Blasen zerstört und letztlich ergibt sich bei entsprechender Anstellung der Glättkontur 8 gegenüber der Ware ein verbessertes Eindringen des Heißklebers 4 in die Gewebestruktur der Ware 1.
Bezugszeichenliste:
1 Ware, Bahn, Teppich, Kunstrasen
2 Florseite, Polschlingen
3 Düse, Breistschlltzdüse
4 Kleber, Heißkleber, Heißkleberfilm
5 Gehäuse
6 Rakel
7 Rakel
8 Glättkontur, Leiste
S Dosierspalt, Spalt
