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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR AUTOFRETTAGE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/070063
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for the autofrettage of workpieces (3), comprising a circumferentially closed housing (2) having an inner face (25) for receiving the workpiece (3), at least one sealing element (4) for closing an opening (5) of the workpiece (3), and a feed unit (12) for feeding an autofrettage medium into an inner space of the workpiece (3), wherein the sealing element (4) is arranged on the inner face (25) of the housing (2) and has a radially movable piston (6) for closing the opening (5).

Inventors:
MANZ, Stefan (Hofwiesenweg 13, Buehlertann, 74424, DE)
RUECKAUF, Andreas (Flachter Str. 41, Rutesheim, 71277, DE)
MARTIN, Oliver (Wieselweg 33, Ludwigsburg, 71638, DE)
VOLKERT, Hans (Kahlhieb 16, Stuttgart, 70499, DE)
GRUPP, Clemens (Geissstr. 15, Stuttgart, 70173, DE)
BRAUN, Thomas (Dahlienweg 1, Waiblingen, 71332, DE)
Application Number:
EP2010/069163
Publication Date:
June 16, 2011
Filing Date:
December 08, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
MANZ, Stefan (Hofwiesenweg 13, Buehlertann, 74424, DE)
RUECKAUF, Andreas (Flachter Str. 41, Rutesheim, 71277, DE)
MARTIN, Oliver (Wieselweg 33, Ludwigsburg, 71638, DE)
VOLKERT, Hans (Kahlhieb 16, Stuttgart, 70499, DE)
GRUPP, Clemens (Geissstr. 15, Stuttgart, 70173, DE)
BRAUN, Thomas (Dahlienweg 1, Waiblingen, 71332, DE)
International Classes:
C21D7/12; B21D26/02; C21D8/10; C21D9/08; C21D9/10; C21D9/12; C21D9/14
Domestic Patent References:
2008-05-22
2008-05-22
Foreign References:
DE69721586T22004-04-01
US20040040636A12004-03-04
DE102007062233A12009-06-25
GB2466641A2010-07-07
US20090084255A12009-04-02
DE102006043590A12008-03-27
DE202006017613U12007-02-01
Other References:
ALEGRE ET AL: "Fatigue behaviour of an autofrettaged high-pressure vessel for the food industry", ENGINEERING FAILURE ANALYSIS, PERGAMON, GB, Bd. 14, Nr. 2, 2. November 2006 (2006-11-02), Seiten 396-407, XP005847153, ISSN: 1350-6307, DOI: DOI:10.1016/J.ENGFAILANAL.2006.02.015
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Vorrichtung zur Autofrettage von Werkstücken (3), umfassend:

- ein umlaufend geschlossenes Gehäuse (2) zur Aufnahme des

Werkstücks (3), wobei das Gehäuse (2) eine Innenseite (25) aufweist,

- mindestens ein Abdichtelement (4) zum Verschließen einer Öffnung (5) des Werkstücks (3), und

- eine Zufuhreinheit (12) zum Zuführen eines Autofrettage-Mediums in einen Innenraum des Werkstücks (3),

wobei das Abdichtelement (4) an der Innenseite (25) des Gehäuses (2) angeordnet ist und einen bewegbaren Kolben (6) zum Verschließen der Öffnung (5) aufweist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , wobei das Gehäuse (2) eine im Wesentlichen zylindrische Innenseite (25) oder eine im Wesentlichen elliptische Innenseite oder eine im Wesentlichen polygonförmige Innenseite aufweist.

3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend mindestens ein Abstützelement (7), welches an der Innenseite (25) des Gehäuses (2) im Wesentlichen gegenüber dem Abdichtelement (4) angeordnet ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Abdichtelement (4) und/oder das Abstützelement (7) entlang des Umfangs und/oder in Axialrichtung des Gehäuses (2) verstellbar sind.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Anzahl der Abstützelemente (4) kleiner als die Anzahl der Abdichtelemente (7) ist.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) eine Vielzahl von Teilgehäusen (20, 21 , 22) umfasst, welche miteinander verbunden sind.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend einen Deckelring (8), welcher an einer Axialöffnung (10) des Gehäuses (2) angeordnet ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im Gehäuse (2) angeordnete Öffnung (9) zum Be- und Entladen der Vorrichtung, welche mittels eines Türelements verschließbar ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend ein axiales Abdichtelement (13) zum Verschließen einer Öffnung (14) des Werkstücks (3).

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jedes Abdichtelement (4; 13) einen eigenen

Druckanschluss (40) aufweist.

1 1 . Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Abstützelemente (7) und/oder die Abdichtelemente (4) austauschbar im Gehäuse (2) angeordnet sind.

Description:
Beschreibung

Titel

Vorrichtung zur Autofrettaqe Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Autof rettage von

Werkstücken. Bei einem Autofrettage-Prozess wird eine Hydraulikflüssigkeit in Bohrungen oder

Hohlräume eines Werkstücks unter sehr hohem Druck eingepresst, um

Materialeigenspannungen in den Wänden des Werkstücks zu erzeugen. Die so behandelten Werkstücke kommen beispielsweise als Common Rails in modernen Diesel-Einspritzsystemen zum Einsatz. Eine derartige Vorrichtung ist z. B. aus der DE 20 2006 017 613 U1 bekannt. Durch den hohen Druck des

Autofrettage-Mediums im Prozess und die dadurch entstehenden Zugkräfte in den das Autofrettage-Medium umgebenden Zonen werden Materialbereiche des Werkstücks partiell plastisch verformt, was zur Ausbildung von

Materialeigenspannungen im Werkstück führt. Dadurch wird eine Steigerung der Dauerfestigkeit der Werkstücke erreicht. Bei den bekannten

Vorrichtungskonzepten müssen die hochdruckführenden Bauteile jedoch durch eine separate Sicherheitseinrichtung abgeschirmt werden, um eine Gefährdung des Bedienungspersonals im Berstfall auszuschließen. Offenbarung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Autofrettage von Werkstücken mit den Merkmalen des Anspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass sie ein umlaufend geschlossenes Gehäuse mit einer Innenseite zur Aufnahme des Werkstücks, mindestens ein Abdichtelement zum Verschließen einer Öffnung des Werkstücks und eine Zufuhreinheit zum Zuführen eines Autofrettage- Mediums in den Innenraum des Werkstücks aufweist, wobei das Abdichtelement an der Innenseite des Gehäuses angeordnet ist und einen bewegbaren Kolben zum Verschließen der Öffnung aufweist. Durch das umlaufend geschlossene Gehäuse wird ein wesentlich einfacherer und kompakterer Aufbau mit einer verbesserten Aufnahme der bei der Autofrettage von Werkstücken auftretenden

Spannkräfte an der Gehäuseinnenseite realisiert. Außerdem wird durch die Anordnung der Abdichtungselemente an der Innenseite des Gehäuses eine effektive integrierte Sicherheitseinrichtung für den Berstfall bereitgestellt. Ferner kann der Aufbau der Vorrichtung sehr kostengünstig und kompakt sein, insbesondere wenn das umlaufend geschlossene Gehäuse vertikal stehend angeordnet ist.

Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Gehäuse eine im Wesentlichen zylindrische Innenseite oder eine im Wesentlichen elliptische Innenseite oder eine im Wesentlichen polygonförmige Innenseite mit einer vorzugsweise geradzahligen Anzahl von Teilflächen auf. Dadurch können die Abdichtelemente auf einfache Weise an einer Vielzahl von radialen Positionen auf der Innenseite des Gehäuses entsprechend der Form des aufgenommenen

Werkstücks angeordnet werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung ferner mindestens ein Abstützelement auf, welches an der Innenseite des Gehäuses im Wesentlichen gegenüber dem Abdichtungselement angeordnet ist.

Somit werden sämtliche radialen Abstütz- und Abdichtungskräfte, d. h. der resultierende Kraftfluss, durch das massive umlaufend geschlossene Gehäuse aufgenommen. Ferner werden eine Deformation des Gehäuses infolge der Spannkräfte minimiert sowie im Berstfall austretendes Autofrettage-Medium und Werkstücksplitter im Gehäuse aufgefangen.

Weiterhin bevorzugt sind das Abdichtelement und/oder das Abstützelement entlang der inneren Umfangsform und/oder in Axialrichtung des Gehäuses verstellbar. Hierdurch kann die Vorrichtung auf einfache Weise auf

unterschiedliche Werkstücktypen mit abzudichtenden Öffnungen an beliebigen radialen und axialen Positionen angepasst werden. Dies trägt wesentlich zu einem erhöhten Durchsatz der Vorrichtung und kürzeren Umrüstzeiten bei.

Weiterhin können dabei Abdichtelemente und Abstützelemente derart im

Gehäuseinneren positioniert werden, dass sich Kräfte zumindest teilweise aufheben.

Ferner bevorzugt ist die Anzahl der Abstützelemente kleiner als die Anzahl der Abdichtelemente. Dadurch, dass ein Abstützelement die resultierenden Kräfte von mehr als einem Abdichtelement aufnehmen kann, sind eine Reduzierung der Bauteile und eine Reduzierung der Herstellkosten der Vorrichtung realisierbar.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Gehäuse eine Vielzahl von Teilgehäusen, welche miteinander verbunden sind. Hierdurch kann das Gehäuse rasch und kostengünstig an unterschiedliche Werkstückformen und Größen angepasst werden. Das Gehäuse kann somit modulartig aufgebaut sein.

Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung einen Deckelring, welcher an einer Axialöffnung des Gehäuses angeordnet ist. Durch den Deckelring kann das umlaufend geschlossene Gehäuse auf der dem Boden gegenüberliegenden Seite auf einfache Weise und betriebssicher verschlossen werden. Das umlaufend geschlossene Gehäuse gewinnt dadurch weiter an Stabilität und es wird ein noch besserer Berstschutz bereitgestellt. Vorzugsweise weist der Deckelring eine kreisförmige mittige Öffnung auf.

Weiterhin bevorzugt weist die Vorrichtung eine im Gehäuse vorgesehene Öffnung zum Be- und Entladen der Vorrichtung auf, welche mittels eines

Türelements verschließbar ist. Durch diese Öffnung im Gehäuse wird ein rasches manuelles oder automatisiertes Be- oder Entladen der Vorrichtung ermöglicht.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung ein Sichtfenster auf, welches im Gehäuse angeordnet ist. Hierdurch wird eine visuelle Überwachung des Autofrettageprozesses ermöglicht, die eine rasche Schadensermittlung im Berstfall und Leckagefall vor dem Öffnen des Gehäuses ermöglicht. Vorzugsweise ist das Sichtfenster in das Türelement integriert. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Vorrichtung ein axiales Abdichtelement zum Verschließen einer Öffnung des Werkstücks. Durch das axiale Abdichtelement kann auf einfache Weise und betriebssicher eine in Axialrichtung des Gehäuses gerichtete Öffnung verschlossen werden.

Vorzugsweise weist jedes Abdichtelement einen eigenen Druckanschluss auf. Hierdurch ist eine im Wesentlichen beliebige axiale und radiale Positionierung jedes Abdichtelements realisierbar.

Weiterhin bevorzugt sind die Abstützelemente und/oder die Abdichtelemente austauschbar im Gehäuse angeordnet. Hierdurch können einzelne

Abstützelemente und/oder Abdichtelemente bei einer Umrüstung der Vorrichtung einfacher demontiert oder montiert werden. Außerdem wird ein schneller und kostengünstiger Austausch defekter Bauteile ermöglicht.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:

Figur 1 eine perspektivische Schnittansicht einer Vorrichtung zur

Autofrettage von Werkstücken gemäß einem ersten

Ausführungsbeispiel der Erfindung, eine perspektivische Schnittansicht der Vorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels mit einem nicht abgedichteten Werkstück, eine perspektivische Schnittansicht der Vorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels mit abgedichtetem Werkstück, eine schematische horizontale Schnittansicht der Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, und

Figur 5 eine schematische vertikale Schnittansicht der Vorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels. Ausführungsformen der Erfindung

Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 1 bis 3 eine Vorrichtung zur Autofrettage von Werkstücken gemäß einem ersten bevorzugten

Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben.

Figur 1 zeigt eine perspektivische Schnittansicht einer Vorrichtung 1 zur

Autofrettage von Werkstücken gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Vorrichtung 1 weist ein vertikal stehendes, umlaufend

geschlossenes Gehäuse 2 mit einer im Wesentlichen zylindrischen Innenseite 25 auf, welches auf einer Grundplatte 24 angeordnet ist. Die Grundplatte 24 bildet die Schnittstelle zwischen der Vorrichtung 1 und der restlichen Maschine.

Erfindungsgemäß wird unter einer im Wesentlichen zylindrischen Innenseite eine Form verstanden, welche exakt zylindrisch oder leicht ovalförmig ist. Im Gehäuse 2 wird ein hier gestrichelt dargestelltes Werkstück 3 aufgenommen, welches an seinem Außenumfang eine Mehrzahl von Öffnungen aufweist, von denen eine beispielhaft mit dem Bezugszeichen 5 gekennzeichnet ist. Das Gehäuse 2 weist an seiner einem Bodenbereich 23 gegenüberliegenden Seite einen Deckelring 8 mit einer Öffnung 10 auf, welcher mit dem Gehäuse 2 verschraubt ist. Wie aus Figur 1 weiter ersichtlich, weist das Gehäuse 2 ferner ein Sichtfenster 1 1 und eine infolge der Schnittdarstellung nur teilweise sichtbare Öffnung 9 zum Be- und Entladen der Vorrichtung auf, die mittels eines hier nicht dargestellten

Türelements verschließbar ist. Alternativ kann das Sichtfenster 1 1 auch im Türelement integriert sein. Durch das Sichtfenster 1 1 wird eine visuelle

Überwachung des Autofrettageprozesses ermöglicht, die eine rasche

Schadensermittlung im Berstfall und Leckagefall vor dem Öffnen des Gehäuses ermöglicht.

Auf einer Innenseite des Gehäuses 2 ist eine Mehrzahl von übereinander angeordneten Abdichtelementen 4 und eine Mehrzahl von Abstützelementen 7 angeordnet, die im Wesentlichen gegenüber den Abdichtelementen 4 positioniert sind. Jedes Abdichtelement 4 weist einen bewegbaren Kolben 6 zum

Verschließen jeweils einer Öffnung 5 des Werkstücks 3 auf. Wie aus der Schnittdarstellung der Vorrichtung 1 von Figur 2 detaillierter ersichtlich, ist jedes Abdichtelement 4 hierbei entsprechend der axialen und radialen Position (siehe Figur 3 und 4) jeder Öffnung 5 des Werkstücks 3 im Gehäuse positioniert und justiert. Außerdem ist jedes Abdichtelement 4 mit einem eigenen Druckanschluss versehen, der in Figur 2 bei einem Abdichtelement 4 beispielhaft mit einem Bezugszeichen 40 gekennzeichnet ist. Wie aus Fig. 2 ferner ersichtlich, wird das Autofrettage-Medium dem Werkstück 3 über eine Zufuhreinheit 12 mit einer in

Achsenrichtung A. gerichteten Mündungsöffnung 15 zugeführt. Auf der der Mündungsöffnung 15 gegenüberliegenden Seite ist eine Öffnung 14 des

Werkstücks 3 durch ein axiales Abdichtelement 13 verschlossen. In Figur 2 ist die Vorrichtung 1 in einem Stadium des Autofrettageprozesses dargestellt, bei dem das Werkstück 3 nicht von den Abdichtelementen 4 abgedichtet und den

Abstützelementen 7 abgestützt ist.

In Figur 3 zeigt die Vorrichtung 1 im eingespannten Stadium des Werkstücks 3, bei dem der Kolben 6 jedes Abdichtelements 4 jeweils einer in dieser Darstellung nicht sichtbaren Öffnung 5 des Werkstücks 3 verschließt und das Autofrettage-

Medium in Richtung eines Pfeils P über die Zufuhreinheit 12 in die

Mündungsöffnung 15 des Werkstücks 3 zugeführt wird.

Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 4 und 5 eine Vorrichtung gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Bauteile sind hier mit denselben Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel bezeichnet.

Im Gegensatz zum zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse beim zweiten Ausführungsbeispiel aus mehreren umlaufend geschlossenen Teilgehäusen 20, 21 und 22 mit einer zylindrischen Innenseite 26 modulartig zusammengesetzt. Alternativ kann das Gehäuse auch einstückig mit verschiedenen Höhen ausgebildet sein. Im Teilgehäuse 20 sind zwei

Abdichtelemente 4a und 4b angeordnet, deren Kolben 6a bzw. 6b zwei

Öffnungen 5a bzw. 5b des Werkstücks 3 abdichten, das von einem

Abstützelement 7a abgestützt wird. Im Teilgehäuse 21 ist ein Abdichtelement 4c angeordnet, dessen Kolben 6c eine Öffnung 5c des Werkstücks abdichtet, das von einem Abstützelement 7b abgestützt wird. Im Teilgehäuse 22 sind zwei Abdichtelemente 4d und 4e angeordnet, deren Kolben 6d bzw. 6e zwei

Öffnungen 5d bzw. 5e des Werkstücks 3 abdichten, das von einem

Abstützelement 7c abgestützt wird. Die Abdichtelemente 4a, 4b, 4c, 4d und 4e sind hierbei bezüglich einer

Mittelachse M der Teilgehäuse 20, 21 und 22 in Richtung eines Doppelpfeils P1 auf der Innenseite 26 axial verstellbar, so dass eine Anpassung an beliebige axiale Positionen der Öffnungen 5a, 5b, 5c, 5d und 5e des Werkstücks 3 erfolgen kann. Wie aus Figur 4 weiter ersichtlich, stützt das Abstützelement 7a den resultierende Kraftfluss der Abdichtungselemente 4a und 4b auf das Werkstück 3 ab, während das Abstützelement 7c den resultierende Kraftfluss der

Abdichtungselemente 4d und 4e auf das Werkstück 3 abstützt.

Wie aus Figur 5 ersichtlich, die einen vertikalen Schnitt durch das Teilgehäuse 20 zeigt, sind die Abdichtelemente 4a und 4b in Bezug auf die Mittelachse M in Richtung eines Doppelpfeils P2 auf der Innenseite 26 radial verstellbar, sodass auch eine Anpassung an beliebige radiale Positionen von Werkstücköffnungen möglich ist. Das Abstützelement 7a, das in Richtung eines Doppelpfeils P3 radial verstellbar ist, ist hierbei so positioniert, dass der auf das Werkstück 3 einwirkende resultierende Kraftfluss der mit einem Winkelversatz von ca. 45° angeordneten Abdichtelemente 4a und 4b aufgenommen und abgestützt wird.

Dadurch das die Abdichtelemente 4 und/oder die Abstützelemente 7

austauschbar und sowohl axial als auch radial verstellbar auf der Innenseite des Gehäuses bzw. der Teilgehäuse der Vorrichtung angeordnet sind, kann die Vorrichtung zur Autofrettage unterschiedlichster Werkstücktypen mit beliebigen axialen und radialen Öffnungspositionen sowie differierenden

Öffnungsdurchmessern auf einfache Weise angepasst und eingesetzt werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung minimiert die für den Autofrettageprozess erforderliche Anzahl von bewegten Bauteilen und beschränkt den Kraftfluss auf wenige Bauteile im Inneren der Vorrichtung. Aufgrund des umlaufend

geschlossenen Gehäuses der Vorrichtung ist keine zusätzliche

Sicherheitseinrichtung für den Berstfall erforderlich.