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Title:
DEVICE FOR BEARING CAPACITY FAILURE MONITORING AND SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/179932
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10, 10') for bearing capacity failure monitoring for a mobile work machine (105). The work machine (105) has a number of stabilizers (110). Each stabilizer (110) has a support foot (115) having a support foot plate (120). When the mobile work machine (105) is in a supported state, the support foot plate (120) of at least one support foot (115) is arranged on a base surface (150) surrounding the work machine (105) or on a base plate (130). The device (10, 10') for bearing capacity failure monitoring has a number of sensors (20) for sensing a change in position of at least one support foot plate (120) and/or at least one base plate (130). Furthermore, the device (10, 10') has an evaluation unit (40), which has a data connection to the number of sensors (20) and is designed to detect a bearing capacity failure on the basis of a change in position of the at least one support foot plate (120) and/or the at least one base plate (130) that has been sensed by means of the number of sensors (20).

Inventors:
MAYER, Martin (Ruwerstrasse 18, Reutlingen, 72768, DE)
LUTZEYER, Christian (Hölderlinstr. 40, Stuttgart, 70193, DE)
PETRESCU, Marc (Eschenbacher Str. 13, Göppingen, 73037, DE)
SCHLECHTER, Holger (Dorfberg 32, Obersulm, 74182, DE)
Application Number:
EP2019/056689
Publication Date:
September 26, 2019
Filing Date:
March 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
PUTZMEISTER ENGINEERING GMBH (Max-Eyth-Str. 10, Aichtal, 72631, DE)
International Classes:
G01D21/00; B60S9/00; B66C23/78; B66C23/88; B66F17/00; E02F9/08; E04G21/04
Foreign References:
EP2727876A12014-05-07
US9550475B12017-01-24
DE10320382A12004-12-23
DE202014000334U12014-02-25
US20170217737A12017-08-03
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER MBB (Kronenstraße 30, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung für eine mobile Arbeitsmaschine (105), wobei die Arbeitsmaschine (105) eine Anzahl von Stützauslegern (1 10) aufweist, wobei ein jeweiliger Stützausleger (1 10) einen Stützfuß (1 15) mit einem Stützfußteller (120) aufweist, wobei in einem abgestützten Zustand der mobilen Arbeitsmaschine (105) der Stützfußteller (120) mindestens eines Stützfußes (1 15) auf einem die Arbeitsmaschine (105) umgebenden Untergrund (150) angeordnet ist oder auf einer Unterlegplatte (130) angeordnet ist,

wobei die Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung aufweist:

eine Anzahl von Sensoren (20) zum Erfassen einer Lageänderung mindestens eines Stützfußtellers (120) und/oder mindestens einer Unterlegplatte (130), und

eine Auswerteeinheit (40), die mit der Anzahl von Sensoren (20) in Datenverbindung steht und die dazu ausgebildet ist, basierend auf einer mittels der Anzahl von Sensoren (20) er- fassten Lageänderung des mindestens eines Stützfußtellers (120) und/oder der mindes- tens einen Unterlegplatte (130) einen Grundbruch zu detektieren.

2. Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung nach Anspruch 1 ,

wobei ein jeweiliger Sensor (20) der Anzahl von Sensoren (20) einen Kippsensor, einen Neigungssensor, einen Lagesensor, einen Beschleunigungssensor, einen Drucksensor, einen Wegsensor, einen Distanzsensor und/oder ein 3D-Kamerasystem aufweist.

3. Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung nach einem der vorhergehenden An- sprüche, aufweisend:

einen Signalgeber (30), der dazu ausgebildet ist, bei einem detektierten Grundbruch ein Warnsignal (35) auszugeben, insbesondere ein optisches, akustisches und/oder hapti sches Warnsignal (35).

4. Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung nach einem der vorhergehenden An- sprüche,

wobei die Arbeitsmaschine (105) und/oder die Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüber- wachung einen Energiespeicher (140) aufweist/aufweisen, der dazu ausgebildet ist, die Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung mit Energie zu versorgen.

5. Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung nach Anspruch 3 und 4, wobei der Signalgeber (30) dazu ausgebildet ist, ein Ladezustandswarnsignal (36) auszu- geben, wenn ein Ladezustand des Energiespeichers (140) einen Grenzwert unterschrei- tet.

6. System (100, 100‘), aufweisend:

eine mobile Arbeitsmaschine (105) mit einer Anzahl von Stützauslegern (1 10), wobei ein jeweiliger Stützausleger (1 10) einen Stützfuß (1 15) mit einem Stützfußteller (120) auf- weist, wobei in einem abgestützten Zustand der mobilen Arbeitsmaschine (105) der Stütz- fußteller (120) mindestens eines Stützfußes (115) auf einem die Arbeitsmaschine (105) umgebenden Untergrund (150) angeordnet ist oder auf einer Unterlegplatte (130) ange- ordnet ist, wobei die Unterlegplatte (130) auf dem die Arbeitsmaschine (105) umgebenden Untergrund (150) aufgelegt ist, und

eine Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

7. System (100, 100‘) nach Anspruch 6,

wobei die Vorrichtung (10, 10‘) zur Grundbruchüberwachung dazu ausgebildet ist, bei einem detektierten Grundbruch einen Betrieb der Arbeitsmaschine (105) zu unterbrechen.

Description:
Vorrichtung zur Grundbruchüberwachunq und System

ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung für eine mobile Arbeitsmaschine und ein System mit einer solchen Vorrichtung.

Als Grundbruch wird in der Bodenmechanik ein, insbesondere seitliches, Wegbrechen des Bo- dens durch zu große Krafteinwirkung bezeichnet. Grundbruch ist eine der häufigsten Ursachen für das Umstürzen von abgestützten mobilen Arbeitsmaschinen, beispielsweise von Betonpum- pen. Als Folge des Grundbruchs kommt es regelmäßig zu Verletzungen und Todesfällen.

AUFGABE UND LÖSUNG

Der Erfindung liegt als Aufgabe die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Grundbruchüberwa- chung für eine mobile Arbeitsmaschine und eines Systems zugrunde, die ein möglichst frühzei- tiges Erkennen eines Grundbruchs ermöglichen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Grundbruch- Überwachung für eine mobile Arbeitsmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und die Bereitstellung eines Systems mit den Merkmalen des Anspruchs 6.

Die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung findet bei Arbeitsmaschinen wie beispielsweise Autokränen oder Autobetonpumpen Verwendung, die eine Anzahl von Stützauslegern aufwei- sen. Die Anzahl von Stützauslegern kann beispielsweise zwischen eins und acht liegen. Bevor- zugt beträgt die Anzahl von Stützauslegern vier.

Ein jeweiliger Stützausleger kann ein, insbesondere hydraulisches betriebenes, Teleskop auf- weisen.

Ein jeweiliger Stützausleger weist einen Stützfuß mit einem Stützfußteller auf.

In einem abgestützten Zustand der mobilen Arbeitsmaschine ist der Stützfußteller mindestens eines Stützfußes auf einem die Arbeitsmaschine umgebenden Untergrund bzw. Boden abge- stützt oder auf einer Unterlegplatte abgestützt. Die Unterlegplatte, sofern vorhanden, kann auf dem die Arbeitsmaschine umgebenden Untergrund bzw. Boden aufgelegt sein. Der abgestützte Zustand kann nach Abschließen oder Beenden eines Aufstellvorgangs der Ar- beitsmaschine erreicht werden. Insbesondere wird während des Aufstellvorgangs der Stützfuß durch eine kontrollierte vertikale und/oder horizontale Stützfußbewegung auf dem Untergrund oder auf der Unterlegplatte positioniert. Im abgestützten Zustand kann die Arbeitsmaschine be- triebsbereit sein oder betrieben werden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung einer mobilen Arbeitsmaschi- ne weist eine Anzahl von Sensoren zum Erfassen einer Lageänderung mindestens eines Stütz- fußtellers und/oder mindestens einer Unterlegplatte, insbesondere im abgestützten Zustand, auf.

Ein jeweiliger Sensor kann derart mit reduzierter Sensorfunktionalität ausgebildet sein, dass er ausschließlich eine Lageänderung des Stützfußtellers und/oder der Unterlegplatte erfasst, nicht jedoch noch weitere Messgrößen, wie beispielsweise die Position. Alternativ kann ein jeweiliger Sensor jedoch auch noch weitere Messgrößen erfassen.

Die Lageänderung kann ein Kippen, ein Neigen oder eine Rotation um eine oder mehrere Rota- tionsachsen sein, da derartige Lageänderungen spezifisch für das Beginnen eines Grundbruchs sind. Keine Lageänderung im Sinne der Erfindung ist jedoch insbesondere ein bloßes Einsinken des Stützfußtellers und/oder der Unterlegplatte in den Untergrund ohne eine Kipp-Komponente, ohne eine Neigungs-Komponente und/oder ohne eine Rotations-Komponente, wie sie bei- spielsweise durch gleichmäßiges Setzen des Untergrunds über die gesamte Fläche des Stütz- fußtellers und/oder der Unterlegplatte verursacht wird. Ein bloßes Einsinken ist nicht spezifisch für einen Grundbruch.

Weiter weist die Vorrichtung eine Auswerteeinheit auf. Vorteilhafterweise kann die Auswer- teeinheit ein Computer, ein Smartphone, ein Tablet, ein mikroprozessorbasierte Steuereinrich- tung und/oder eine Steuereinheit der Arbeitsmaschine sein.

Die Auswerteeinheit steht mit den Sensoren zum Übertragen der Sensordaten in Datenverbin- dung. Vorteilhafterweise kann die Datenverbindung kabelgebunden und/oder kabellos sein, insbesondere eine UMTS-, WLAN-, und/oder Bluetooth Datenverbindung.

Die Auswerteeinheit ist dazu ausgebildet, basierend auf einer mittels der Anzahl von Sensoren erfassten Lageänderung des mindestens eines Stützfußtellers und/oder der mindestens einen Unterlegplatte einen Grundbruch zu detektieren. Insbesondere kann die Auswerteeinheit den Grundbruch detektieren, wenn die erfasste Lageänderung einen Schwellwert überschreitet. Der Schwellwert kann beispielsweise ein Kippwinkel des Stützfußtellers und/oder der Unterlegplatte im Bereich von 1 ° bis 5° sein. Bevorzugt beträgt der Schwellwert 2° oder 3°. Auch kann eine Lageänderungsrate zur Detektion des Grundbruchs ausgewertet werden.

Die Anzahl von Sensoren kann beispielsweise gleich der Anzahl von Stützfußtellern und/oder Unterlegplatten sein. Für diesen Fall sind typische mehrere, beispielsweise vier oder acht, Sen- soren und eine einzige Auswerteeinheit vorgesehen, die mit allen Sensoren in Datenverbindung steht und die die Sensorsignale aller Sensoren auswertet. Alternativ kann lediglich ein einzelner Sensor vorgesehen sein, so dass der Sensor und die Auswerteeinheit beispielsweise ein nach- rüstbares Stand-alone-Gerät bilden.

Die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung ermöglicht es im abgestützten Zustand der Ar- beitsmaschine einen Grundbruch frühzeitig zu erkennen. Durch die frühzeitige Erkennung des Grundbruchs und seiner Signalisierung können sich Personen im Umfeld der Arbeitsmaschine rechtzeitig in Sicherheit bringen.

In einer Weiterbildung der Erfindung weist ein jeweiliger Sensor aus der Anzahl von Sensoren einen Kippsensor, einen Neigungssensor, einen Lagesensor, einen Beschleunigungssensor, einen Drucksensor, einen Wegsensor, einen Distanzsensor und/oder ein 3D-Kamerasystem auf.

In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung einen Signalgeber auf, der dazu aus- gebildet ist, bei einem detektierten Grundbruch ein Warnsignal auszugeben, insbesondere ein optisches, akustisches und/oder haptisches Warnsignal. Vorteilhafterweise kann der Signalge- ber ein Display, einen Lautsprecher und/oder ein Vibrationselement aufweisen.

In einer Weiterbildung der Erfindung weist/weisen die Arbeitsmaschine und/oder die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung einen Energiespeicher auf, der dazu ausgebildet ist, die Vorrich- tung zur Grundbruchüberwachung mit Energie zu versorgen. Der Energiespeicher kann ein Treibstofftank sein, der mit Treibstoff gefüllt ist. Insbesondere kann ein Motor durch Verbren- nung des Treibstoffs elektrische Energie zur Versorgung der Vorrichtung erzeugen. Alternativ kann der Energiespeicher eine Batterie, ein Akkumulator, ein Druckluftspeicher oder ein Hyd- raulikspeicher sein.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Signalgeber dazu ausgebildet, ein Ladezustands- warnsignal auszugeben, wenn ein Ladezustand des Energiespeichers einen Grenzwert unter- schreitet. Das Ladezustandswarnsignal kann ein optisches, akustisches und/oder haptisches Warnsignal sein. Insbesondere kann sich das Ladezustandswarnsignal von dem Warnsignal eines detektierten Grundbruchs unterscheiden. Vorteilhafterweise kann der Grenzwert derart gewählt sein, dass der Energiespeicher mit seinem Ladezustand die Vorrichtung noch für, ins- besondere mindestens, eine, zwei oder drei Stunden mit Energie versorgen kann.

Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein System. Das System weist eine mobile Ar- beitsmaschine mit einer Anzahl von Stützauslegern und eine oben beschriebene Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung auf. Ein jeweiliger Stützausleger weist einen Stützfuß mit einem Stützfußteller auf. In einem abgestützten Zustand der mobilen Arbeitsmaschine ist der Stützfuß- teller mindestens eines Stützfußes auf einem die Arbeitsmaschine umgebenden Untergrund angeordnet oder auf einer Unterlegplatte angeordnet. Die Unterlegplatte, sofern vorhanden, ist auf dem die Arbeitsmaschine umgebenden Untergrund aufgelegt.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung dazu aus- gebildet, bei einem detektierten Grundbruch einen Betrieb der Arbeitsmaschine zu unterbre- chen. Durch das Unterbrechen des Betriebs der Arbeitsmaschine wird die Sicherheit des Sys- tems bei Detektion eines Grundbruchs erhöht.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen detailliert beschrieben. Hierbei zeigt:

Fig. 1 ein schematisches Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung gemäß einer ersten Ausführungsform,

Fig. 2 ein System mit einer Arbeitsmaschine und der Vorrichtung zur Grundbruchüberwa- chung von Fig. 1 , wobei die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung auf einem Stützfußteller der Arbeitsmaschine angeordnet ist,

Fig. 3 ein System mit einer Arbeitsmaschine und der Vorrichtung zur Grundbruchüberwa- chung von Fig. 1 , wobei die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung auf einer Un- terlegplatte angeordnet ist,

Fig. 4 ein System mit einer Arbeitsmaschine und der Vorrichtung zur Grundbruchüberwa- chung von Fig. 1 , wobei die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung zwischen ei- nem Stützfußteller der Arbeitsmaschine und einer Unterlegplatte angeordnet ist, Fig. 5 ein System mit einer Arbeitsmaschine und der Vorrichtung zur Grundbruchüberwa- chung von Fig. 1 , wobei die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung an der Ar- beitsmaschine angeordnet ist und einen Distanzsensor aufweist,

Fig. 6 ein System mit einer Arbeitsmaschine und der Vorrichtung zur Grundbruchüberwa- chung von Fig. 1 , wobei die Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung an der Ar- beitsmaschine angeordnet ist und einen 3D-Kamerasystem aufweist,

Fig. 7 ein schematisches Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Grundbruchüberwachung gemäß einer weiteren Ausführungsform, und

Fig. 8 ein System mit einer Arbeitsmaschine und der Vorrichtung zur Grundbruchüberwa- chung von Fig. 7.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm einer Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwa- chung für eine mobile Arbeitsmaschine, wie sie beispielsweise exemplarisch in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen 105 dargestellt ist. Typischerweise weist die Arbeitsmaschine 105 mindestens einen Stützausleger 1 10 auf, wobei der mindestens eine Stützausleger 1 10 einen Stützfuß 1 15 mit einem Stützfußteller 120 aufweist. In einem abgestützten Zustand der mobilen Arbeitsma- schine 105 ist der Stützfußteller 120 des Stützfußes 1 15 auf einem die Arbeitsmaschine 105 umgebenden Untergrund 150 angeordnet oder auf einer Unterlegplatte 130 angeordnet.

Die Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung weist einen Sensor 20 zum Erfassen einer Lageänderung des Stützfußtellers 120 und/oder der Unterlegplatte 130 auf.

Weiter weist die Vorrichtung 10 eine Auswerteeinheit 40 auf, die mit dem Sensor 20 in Daten- verbindung steht und die dazu ausgebildet ist, basierend auf einer mit dem Sensor 20 erfassten Lageänderung des Stützfußtellers 120 und/oder der Unterlegplatte 130 einen Grundbruch zu detektieren.

Weiter weist die Vorrichtung 10 einen Signalgeber 30 auf. Der Signalgeber 30 weist eine Licht quelle und einen Lautsprecher auf. Infolge eines detektierten Grundbruchs durch die Auswer- teeinheit 40 sendet der Signalgeber 30 ein Warnsignal 35 aus, das ein Blinklichtsignal und ein akustisches Signal aufweist. Wie in Fig. 1 dargestellt, weist die Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung weiter einen Energiespeicher 140 in Form eines austauschbaren und/oder aufladbaren Akkumulators auf, der die Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung mit Energie versorgt.

Wenn ein Ladezustand des Energiespeichers 140 einen Grenzwert unterschreitet, wird von dem Signalgeber 30 ein Ladezustandswarnsignal 36 ausgegeben. Der Grenzwert beträgt 10% des maximal möglichen Ladezustands des Energiespeichers 140. Das Ladezustandswarnsignal 36 unterscheidet sich vom Warnsignal 35 beispielsweise in einer Tonlage und/oder Lautstärke des akustischen Signals und in einer Wellenlänge und/oder einer Blinkfrequenz des Blinklicht signals.

Fig. 2 zeigt ein System 100 mit einer Arbeitsmaschine 105 und der Vorrichtung 10 zur Grund- bruchüberwachung von Fig. 1. Die mobile Arbeitsmaschine 105 ist in Fig. 2 lediglich schema- tisch in einer Seitenansicht dargestellt. Die Arbeitsmaschine 105 weist insgesamt vier Stützaus- leger 1 10 auf. Übersichtshalber ist lediglich ein einzelner Stützausleger 1 10 der Arbeitsmaschi- ne 105 dargestellt. Ein jeweiliger Stützausleger 1 10 weist einen Stützfuß 1 15 mit einem Stütz- fußteller 120 auf.

Fig. 2 zeigt einen abgestützten Zustand der mobilen Arbeitsmaschine 105. In diesem abgestütz- ten Zustand ist ein jeweiliger Stützfußteller 120 des Stützfußes 1 15 auf einer zugehörigen Un- terlegplatte 130 angeordnet, wobei die Unterlegplatte 130 auf einem die Arbeitsmaschine 105 umgebenden Untergrund 150 bzw. Boden angeordnet ist. In einem solchen abgestützten Zu- stand ist die Arbeitsmaschine 105 betriebsbereit oder wird betrieben.

Die Vorrichtung 10 weist die Form einer Kassette auf. Die kassettenförmige Vorrichtung 10 kann auf dem Stützfußteller 120 angeordnet werden, indem sie beispielsweise auf den Stütz- fußteller 120 gestellt oder gelegt wird. Auf den übrigen, nicht gezeigten Stützfußtellern kann jeweils eine weitere Vorrichtung entsprechend angeordnet sein.

Der Sensor 20 kann ein Beschleunigungssensor zur Erfassung einer Lageänderung des Stütz- fußtellers 120 sein, wobei diese Lageänderung des Stützfußtellers 120 spezifisch für einen sich ankündigen Grundbruch ist. Der Sensor 20 ist insbesondere dazu ausgebildet, eine Rotation um eine Längsachse, Querachse und/oder Vertikalachse des Stützfußtellers 120, ein Kippen und/oder ein Neigen des Stützfußtellers 120 zu detektieren. Eine Lageänderung des Stützfuß- tellers 120 bewirkt eine entsprechende Lageänderung des Sensors 20, so dass die Lageände- rung des Stützfußtellers 120 mittels des Sensors 20 erfasst werden kann. Alternativ oder zu- sätzlich kann der Sensor auch ein Kippsensor, ein Neigungssensor, ein Lagesensor, ein Druck- sensor und/oder ein Wegsensor sein.

Wenn der Sensor 20 eine Lageänderung des Stützfußtellers 120, beispielsweise in Form einer Drehung und/oder eines Kippens des Stützfußtellers 120 um seine Querachse, erfasst, so wird diese erfasste Lageänderung über die Datenverbindung an die Auswerteeinheit 40 übertragen. Die Auswerteeinheit 40 detektiert einen Grundbruch, wenn die erfasste Lageänderung bei- spielsweise einen Grenzwert von 0,4°/Sekunde überschreitet.

Im Falle eines detektierten Grundbruchs unterbricht die Vorrichtung 10 einen Betrieb der Ar- beitsmaschine 105. Hierzu weist die Vorrichtung 10 eine Wirkverbindung, insbesondere eine Datenverbindung, zur Arbeitsmaschine 105 auf, über welche die Vorrichtung 10 den Betrieb der Arbeitsmaschine 105 unterbrechen kann. Vorzugsweise erfolgt das Unterbrechen über ein Ein- wirken der Vorrichtung 10 auf eine nicht gezeigte Steuerung der Arbeitsmaschine 105.

Fig. 3 zeigt eine alternative Anordnung der Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung. Die Vorrichtung 10 in Fig. 3 ist anstatt auf dem Stützfußteller 120 auf der Unterlegplatte 130 ange- ordnet. Der Sensor 20 der Vorrichtung 10 erfasst nun eine Lageänderung der Unterlegplatte 130, wobei die Auswerteeinheit 40 dazu ausgebildet ist, basierend auf der erfassten Lageände- rung der Unterlegplatte 130 einen Grundbruch zu detektieren.

Fig. 4 zeigt eine alternative Anordnung der Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung. Die Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung ist hierbei zwischen dem Stützfußteller 120 und der Unterlegplatte 130 angeordnet.

Fig. 5 zeigt eine alternative Anordnung der Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung. Die Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung ist hierbei an der Arbeitsmaschine 105 angeord- net. Der Sensor 20 ist vorliegend als Distanzsensors ausgebildet, der die Distanz zwischen der Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung und dem Stützfußteller 120 und/oder der Unter- legplatte 130 misst. Die Distanzmessung erfolgt durch Aussenden und Empfangen eines Dis- tanzsignals 25, insbesondere durch Messen einer Laufzeit des Distanzsignals 25. Der Sensor 20 ist dazu ausgebildet, eine Lageänderung des Stützfußtellers 120 und/oder der Unterlegplatte 130 zu erfassen, wenn sich zwei zeitlich nacheinander gemessene Distanzen voneinander un- terscheiden.

Fig. 6 zeigt die Vorrichtung 10 zur Grundbruchüberwachung mit dem Sensor 20, der hier als 3D-Kamerasystem ausgebildet ist. Das 3D-Kamerasystem erzeugt Bilddaten des Stützfußtellers 120. Aus den erzeugten Bilddaten kann das 3D-Kamerasystem durch Mustererkennung die Lageänderung des Stützfußtellers 120 oder alternativ die Lageänderung einer Unterlegplatte, sofern vorhanden, erfassen.

Fig. 7 zeigt ein schematisches Blockdiagramm einer Vorrichtung 10‘ zur Grundbruchüberwa- chung gemäß einer weiteren Ausführungsform. Im Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Aus- führungsform weist die in Fig. 7 gezeigte Vorrichtung 10‘ vier Sensoren 20 auf, die jeweils in Datenverbindung zur Auswerteeinheit 40 stehen. Die vier Sensoren 20 sind jeweils in eigenen Gehäusen angeordnet und sind räumlich voneinander getrennt anordenbar. Dies ermöglicht es, jeden Sensor 20 räumlich von der Auswerteeinheit 40 getrennt anzuordnen. Die Auswerteein- heit 40, der Signalgeber 30 und der Energiespeicher 140 sind in einem eigenen Gehäuse an- geordnet.

Fig. 8 zeigt einen Anwendungsfall der in Fig. 7 gezeigten Vorrichtung 10‘ zur Grundbruchüber- wachung, die Teil eines Systems 100‘ ist. In Fig. 8 ist die mobile Arbeitsmaschine 105 schema- tisch in einer Draufsicht dargestellt. An jedem der vier Stützausleger 110 der Arbeitsmaschine 105 ist ein Sensor 20 zum Erfassen der Lageänderung des zugehörigen Stützfußtellers 120 angeordnet.

Sobald mindestens einer der Sensoren 20 eine Lageänderung erfasst, die einen Grenzwert überschreitet, detektiert die Auswerteeinheit 40 einen Grundbruch.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10, 10‘ und das erfindungsgemäße System 100, 100‘ er- möglichen ein möglichst frühzeitiges Erkennen eines Grundbruchs.