DOEHRER, Karl (Warburger Weg 26, Diemelstadt, 34474, DE)
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Bündeln von Holz, umfassend ein Bündelaggregat (1) mit einem Eintrittsquerschnitt (2) , dem ein Zufuhrbereich (3) für das zu bündelnde Holz vorgeschaltet i ist, dadurch gekennzeichnet , dass der Zufuhrbereich (3) als sich im Querschnitt in Richtung Bündelaggregat (1) erweiternder Tunnel mit einer Eintritts- (4) und einer Austrittsöffnung (5) ausgebildet ist, wobei das Holz dem Zufuhrbereich (3) über die Eintrittsöffnung (4) zuführbar und der Eintrittsquerschnitt (2) des Bündelaggregats (1) der Austrittsöffnung (5) nachgeschaltet ist .
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass die Vorrichtung auf einem Fahrzeug (6) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet , dass der auf dem Fahrzeug (6) angeordneten Vorrichtung eine Sägeeinrichtung (7) vorgeschaltet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Vorrichtung und der Sägeeinrichtung (7) eine Fördereinrichtung (8) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet , dass der Tunnel eine im wesentlichen horizontal verlaufende Hauptachse aufweist .
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptachse des Tunnels eine leichte, seitliche Krümmung aufweist .
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , dass der Tunnel vier Seitenwände (9) umfasst.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , dass an der Eintrittsöffnung (4) Fδrderwalzen (10) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , dass die Eintrittsöffnung (4) eine Querschnittsfläche von 0,06 m 2 bis 0,1 m 2 aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , dass an der Austrittsöffnung (5) Förderwalze (10) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennz e ichnet , dass die Austrittsöffnung (5) eine Querschnittsfläche von 0,5 m 2 oder mehr aufweist. |
Vorrichtung zum Bündeln von Holz
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bündeln von Holz gßtnäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art wird zum Beispiel von der Firma John Deere unter dem Produktnamen 1490D gebaut und verkauft (siehe auch http ://www. deere. com/de_DE/brochures/ forestry/diverse.html) . Diese Vorrichtung besteht aus einem Bündelaggregat mit einem Eintrittsquerschnitt, dem ein Zufuhrbereich für das zu bündelnde Holz vorgeschaltet ist.
Wie das Bündelaggregat im Einzelnen funktioniert, ist für die vorliegende Erfindung nicht von Bedeutung. Es wird nur der Vollständigkeit halber erwähnt, dass typischerweise am Eintrittsquerschnitt Walzen vorgesehen sind, die das Holz in das Bündelaggregat hineinziehen. Ferner weist das Bündelaggregat noch ein Schneidelement (zum Beispiel eine Kettensäge) zum Ablängen des Bündels und natürlich auch eine Vorrichtung zum Um- wickeln des Bündels mit einer geeigneten Schnürung auf . - Im übrigen wird auf die Dokumentation von John Deere verwiesen.
Bei der Lösung von John Deere besteht der Zufuhrbereich im Prinzip aus einer großen Wanne, in die im wesentlichen von oben mit einem Kran (Greifer) das zu bündelnde (Rest-) Holz zum Einzug durch die erwähnten Walzen (so genannte Stachelwalzen) eingelegt wird.
Eine ganz ähnliche Vorrichtung wird im übrigen auch noch von der Firma Pinox unter der Produktbezeichnung Pinox 330 gebaut
und verkauft (siehe auch http://www.pinox.com/deutsch/produk- te/energieholzmaschinen/energieholzmaschinen . htm) .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bündeln von Holz der eingangs genannten Art zu verbessern. Insbesondere soll die Funktionsweise der Vorrichtung zugunsten einer kontinuierlichen HolzZuführung zum Zufuhrbereich erweitert werden.
Diese Aufgabe ist mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Nach der Erfindung ist also vorgesehen, dass der Zufuhrbereich als sich im Querschnitt in Richtung Bündelaggregat erweiternder Tunnel mit einer Eintritts- und einer Austrittsöffnung ausgebildet ist, wobei das Holz dem Zufuhrbereich über die Eintrittsöffnung zuführbar und der Eintrittsquerschnitt des Bündelaggregats der Austrittsöffnung nachgeschaltet ist.
Mit anderen Worten ausgedrückt, wird erfindungsgemäß der bisher übliche, wannenartige Zufuhrbereich durch eine Kanalkonstruktion mit geschlossenen Seitenwänden ersetzt, wobei nur eine Eintritts- und eine Austrittsöffnung am Kanal vorgesehen sind und wobei die Hauptachse des Kanals bzw. des Tunnels im wesentlichen horizontal verläuft, d. h. die Zuführung des Holzes erfolgt erfindungsgemäß nicht mehr von oben, sondern im wesentlichen waagerecht von vorn in die Eintrittsöffnung des Kanals. Die erfindungsgemäße Besonderheit des Kanals besteht dabei darin, dass dieser nicht etwa einen gleichbleibenden oder , gar sich verengenden, sondern einen sich ausweitenden Querschnitt aufweist, d. h. die Querschnittsfläche des Tunnels ist an der Eintrittsöffnung kleiner als an der Austrittsöff-
nung. Diese Maßgabe führt dabei dazu, dass bei kontinuierlicher i Abholzung von zum Beispiel dünnen Pappeln die relativ schnell nacheinander der Eintrittsöffnung zugeführten Bäume im Tunnel gewissermaßen gestaucht werden. Dabei veringert sich die relative (bezogen auf die Vorrichtung) Geschwindigkeit des zugeführten Holzes von der Eintritts- zur Austrittsöffnung, was wiederum vorteilhaft ist, da das Bündelaggregat zur Erzeugung von Bündeln eine Vorschubgeschwindigkeit aufweist, die deutlich geringer als zum Beispiel die Fahrgeschwindigkeit eines Fahrzeugs ist, auf dem das Bündelaggregat montiert ist und das weiterhin eine Schneidvorrichtung aufweist, um zum Beispiel dünne Pappeln in einer kontinuierlichen Vorwärtsbewegung abzuschneiden und dem Zufuhrbereich zuzuführen. Der Tunnel bildet somit gewissermaßen einen Stauraum, in dem das Holz auf die Vorschubgeschwindigkeit des Bündelaggregats abgebremst wird.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Der Vollständigkeit halber wir auf die Dokumente DE 10 2004 019 286 Al, DE 690 02 518 T2 , DE 600 16 841 T2 und DE 27 59 533 Bl hingewiesen, wobei diese Schriften ausschließlich Vorrichtungen zum Bündeln von Halmgut (also zum Beispiel Heu und Stroh) offenbaren und insofern, wie jeder Fachmann weiß, absolut ungeeignet zum Bündeln von Holz sind. Diese Dokumente sind also als weit abliegender Stand der Technik zu betrachten.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung einschließlich ihrer vorteilhaften Weiterbildungen gemäß der abhängigen Patentansprüche wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigt
Figur 1 von oben die auf einem Fahrzeug zur Ernte dünner, stängeliger Holzgewächse angeordnete, erfindungsgemäße Vorrichtung; und
Figur 2 von der Seite das Fahrzeug gemäß Figur 1 mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte, erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bündeln von Holz besteht in bekannter Weise zunächst einmal aus einem Bündelaggregat 1 mit einem Eintritts- querschnitt 2, dem ein Zufuhrbereich 3 für das zu bündelnde Holz vorgeschaltet ist.
Wesentlich für die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nun, dass der Zufuhrbereich 3 als sich im Querschnitt in Richtung Bündelaggregat 1 erweiternder Tunnel mit einer Eintritts- 4 und einer Austrittsöffnung 5 ausgebildet ist, wobei das Holz dem Zufuhrbereich 3 über die Eintrittsöffnung 4 zuführbar und der Eintrittsquerschnitt 2 des Bündelaggregats 1 der Austrittsöffnung 5 nachgeschaltet ist.
Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, ist dabei besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Vorrichtung auf einem Fahrzeug 6 (typischerweise ein Waldfahrzeug mit entsprechender Geländegängigkeit) angeordnet ist. Um die vorerwähnte, kontinuierliche Ernte und Bündelung von Holz zu realisieren, ist der auf dem Fahrzeug 6 angeordneten Vorrichtung eine Sägeeinrichtung 7 (zum Beispiel eine knapp über dem Boden entlang geführte Kreissäge) vorgeschaltet, wobei zwischen der Vorrichtung und der Sägeeinrichtung 7 eine Fördereinrichtung 8 (hier eine Förderschnecke mit im wesentlichen vertikaler Hauptachse) ange-
ordnet ist, um die abgeschnittenen Bäumchen mit ihren Stamm- füßchen voran der Eintrittsöffnung 4 zuführen zu können.
Wie sich aus den Figuren 1 und 2 ergibt, weist der erfindungsgemäße Tunnel eine im wesentlichen horizontal verlaufende Hauptachse auf. Zur Anpassung an die Anordnung des Führerhäuschens 11 und des Bündelaggregats 1 hat die die Hauptachse des Tunnels dabei eine leichte, seitliche Krümmung.
Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass der Tunnel vier Seitenwände 9 umfasst. Diese Seitenwände 9 können dabei als glatte Bleche ausgebildet sein, die zu einem in sich geschlossenen Tunnel führen (abgesehen von Eintritts- 4 und Austrittsöffnung 5) . Es können aber auch andere Seitenwandkonstruktionen vorgeseheni sein, wesentlich ist, dass das Holz den Stauraum (Tun- nel) nur über die Austrittsöffnung 5 verlassen kann (in Figur 1 ist zum besseren Verständnis des Stauchvorgangs die obere Abdeckung des Tunnels nicht dargestellt) .
Ferner sind sowohl an der Eintrittsöffnung 4 als auch an der Austrittsöffnung 5 Förderwalzen 10 angeordnet. Diese dienen zum Transport des geschnittenen Holzes, wobei, wie eingangs erläutert, die Drehgeschwindigkeit der Fδrderwalzen 10 an der Eintrittsöffnung 4 größer als an der Austrittsöffnung 5 ist, um die Schnittgeschwindigkeit an die Bündelgeschwindigkeit des Bündelaggregats 1 anzupassen.
In diesem Zusammenhang ist schließlich noch vorgesehen, dass die Eintrittsöffnung 4 eine Querschnittsfläche von etwa 0,06 m 2 bis etwa 0,1 m 2 und die Austrittsöffnung 5 eine Querschnittsfläche von etwa 0,5 m 2 oder mehr aufweist.
Bezugszβichenliste
1 Bündelaggregat
2 Eintrittsquerschnitt
3 Zufuhrbereich
4 Eintrittsöffnung
5 Austrittsöffnung
6 (Fahrzeug
7' Sägeeinrichtung
8 Fördereinrichtung
9 Seitenwand
10 Förderwalze
11 Führerhäuschen
