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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR CENTRAL GAS SUPPLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/137388
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for central gas supply, comprising a central gas store (10) and at least one consumption point (50) which is connected to the central gas store (10) via a pipeline system (20, 40), a pressure reducer (22) which is provided between the central gas store (10) and the at least one consumption point (50) for reducing the pressure prevailing in the central gas store (10) to a suitable operating pressure, and a safety device (30) which is provided between the pressure reducer (22) and the at least one consumption point (50) for protecting the at least one consumption point (50) against an inadmissible pressure rise. According to the invention, the safety device (30) comprises a safety valve (45) and a pressure-controlled diaphragm (36) which is provided between the safety valve (45) and the pressure reducer (22) and serves to reduce the gas volume stream flowing through the pipeline system and the safety device (30) when a maximum permissible operating pressure in the pipeline system or the safety device (30) is reached or exceeded.

Inventors:
HERRMANN, Axel (Arnold-Mock-Str. 37, Krefeld, 47807, DE)
Application Number:
EP2017/052625
Publication Date:
August 17, 2017
Filing Date:
February 07, 2017
Export Citation:
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Assignee:
LINDE AKTIENGESELLSCHAFT (Klosterhofstraße 1, München, 80331, DE)
International Classes:
F17D3/01; F17C7/00
Domestic Patent References:
WO2012153310A12012-11-15
Foreign References:
EP1515080A22005-03-16
US20030033930A12003-02-20
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KUDLEK, Thomas (M Patent Group, Postfach 33 04 29, München, 80064, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Vorrichtung zur zentralen Gasversorgung mit

- einem zentralen Gasspeicher (10) und wenigstens einer Verbrauchsstelle (50), welche über ein Rohrleitungssystem (20, 40) mit dem zentralen Gasspeicher (10) verbunden ist,

- einem zwischen dem zentralen Gasspeicher (10) und der wenigstens einen Verbrauchsstelle (50) vorgesehenen Druckminderer (22) zur Verminderung des in dem zentralen Gasspeicher (10) herrschenden Drucks auf einen Betriebsdruck,

- einer zwischen dem Druckminderer (22) und der wenigstens einen

Verbrauchsstelle (50) vorgesehenen Sicherheitseinrichtung (30) zum Schutz der wenigstens einen Verbrauchsstelle (50) vor einem unzulässigen Druckanstieg,

- wobei die Sicherheitseinrichtung (30) ein Sicherheitsventil (45) und eine zwischen dem Sicherheitsventil (45) und dem Druckbegrenzer (22) vorgesehene druckgesteuerte Blende (36), welche dazu dient, bei Erreichen oder Überschreiten eines maximal zulässigen Betriebsdruckes in dem Rohrleitungssystem oder der Sicherheitseinrichtung (30) einen durch das Rohrleitungssystem und die

Sicherheitseinrichtung (30) strömenden Gas-Volumenstrom zu vermindern, aufweist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , bei der bei Erreichen oder Überschreiten des

maximalen Betriebsdruckes die druckgesteuerte Blende (36) von einer offenen Stellung in eine geschlossene Stellung übergeht.

3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die

Sicherheitseinrichtung (30) ein Gehäuse (30a, 30b) aufweist, in welchem die druckgesteuerte Blende (34) angeordnet ist, und an welchem das Sicherheitsventil (32) angebracht ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die druckgesteuerte Blende (36) einen Schließkolben (36a) mit einer Blendenbohrung (36b) aufweist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der der Schließkolben (36a) derart von einer Druckfeder (34) beaufschlagt wird, dass bei Unterschreiten des maximal zulässigen Betriebsdrucks ein erster, größerer Strömungsquerschnitt, und bei Erreichen oder Überschreiten des maximal zulässigen Betriebsdrucks ein zweiter, kleinerer und durch die Blendenbohrung (36b) definierter Strömungsquerschnitt bereitgestellt wird.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, bei der der Schließkolben (36a) ein Basiselement, in welchem die Blendenbohrung (36b) ausgebildet ist, und einen sich hieran anschließenden hohlzylinderförmigen Abschnitt aufweist.

Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der in dem Basiselement und in dem

hohlzylinderförmigen Abschnitt Bohrungen und/oder Schlitze (60, 62) vorgesehen sind, welche bei Unterschreiten des maximal zulässigen Betriebsdrucks für strömendes Gas offen, und bei Überschreiten des maximal zulässigen

Betriebsdrucks und einer daraus resultierenden Verschiebung des Schließkolbens (36a) innerhalb des Gehäuses (30a, 30b) für strömendes Gas geschlossen sind.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, bei der das Gehäuse einen Vordruckteil (30a) und einen Hinterdruckteil (30b) aufweist, welche mittels wenigstens einer Dichtung (30c) dichtend miteinander verbunden sind.

Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der der Vordruckteil (30a) mit einer Bohrung (31 ), in der die druckgesteuerte Blende (36) angeordnet ist, und der Hinterdruckteil (30b) mit einer Bohrung (32), in der die Druckfeder (34) angeordnet ist,

ausgebildet ist.

10. Sicherheitseinrichtung (30) für eine zentrale Gasversorgung mit einem

Sicherheitsventil (32) und einer druckgesteuerten Blende (36), welche derart eingerichtet ist, um bei Erreichen oder Überschreiten eines maximal zulässigen Betriebsdruckes einen durch die Sicherheitseinrichtung strömenden Gas- Volumenstrom zu vermindern.

Description:
Beschreibung

Vorrichtung zur zentralen Gasversorgung

Vorrichtungen zur zentralen Gasversorgung sind bekannt. Zentrale Gasversorgungen kommen beispielsweise bei Krankenhäusern, Laboren oder auch industriellen Anlagen zum Einsatz.

Bei einer zentralen Gasversorgung werden die einzelnen Verbrauchsstellen eines Betriebes über ein Rohrleitungsnetz mit Gas versorgt. Das Gas wird je nach

Bedarfsmenge aus einem zentralen Gasspeicher, beispielsweise einer

Flaschenbatterie, einem Flaschenbündel, einer Bündelbatterie oder einer Tankanlage über die Verteilleitung den Entnahmestellen zugeführt. Meist werden zweiseitige Flaschen- bzw. Bündelbatterien verwendet. Diese Anordnung gewährleistet eine kontinuierliche Gasversorgung. Während die Verbraucher aus einer Batteriehälfte versorgt werden, können die entleerten Flaschen bzw. Flaschenbündel gegen volle Gebinde ausgetauscht werden.

Vorteile einer zentralen Gasversorgung sind beispielsweise Platzersparnis an den Verbrauchsstellen, Vermeidung von Arbeitsunterbrechungen durch Flaschenwechsel, zentrale Überwachung des Gasvorrats, geringere innerbetriebliche Transportkosten, gleichmäßige Entleerung aller Flaschen, bessere Kontrolle des Flaschenbestandes, kleinerer Flaschenpark durch weniger Reserveflaschen sowie Verringerung der Unfallgefahr.

Vorrichtungen zur zentralen Gasversorgung weisen zwischen dem zentralen

Gasspeicher und den jeweiligen Verbrauchsstellen, also stromabwärtig von dem zentralen Gasspeicher bzw. stromaufwärtig von den Verbrauchsstellen, einen

Druckminderer zur Verminderung des in dem zentralen Gasspeicher herrschenden Druckes auf einen geeigneten Betriebsdruck für die Verteilleitung bzw. das

Rohrleitungssystem und/oder die Verbrauchsstellen auf. Ferner sind üblicherweise Sicherheitsventile vorgesehen, welche z. B. bei einer Störung oder einem Ausfall des Druckminderers gewährleisten, dass Überdruck aus dem Rohrleitungssystem an die Atmosphäre abgeleitet wird, um eine Beschädigung beispielsweise der

Verbrauchsstellen durch zu große Druckstöße zu verhindern. Eine unzulässige Drucküberschreitung gegenüber einem festgelegten maximalen Betriebsdruck in einem Druckregler (stromabwärtig) nachgeschalteten Rohrleitungen muss unbedingt vermieden werden. Herkömmlicherweise musste zum Nachweis für die Auslegung derartiger Sicherheitsventile von einem Worst-Case-Szenario ausgegangen werden, so dass Sicherheitsventile unverhältnismäßig groß

dimensioniert werden mussten, was mit hohem Aufwand und Kosten verbunden ist. Hierbei muss gewährleistet werden, dass im Falle eines vollständigen Ausfalls des Druckminderers ein das Rohrleitungssystem stromabwärtig von dem Druckminderer beaufschlagender Bas-Volumenstrom bzw. ein hieraus resultierender Druckstoß komplett an die Atmosphäre abgegeben bzw. abgeblasen wird. Bei Vorsehen von zu klein dimensionierten Sicherheitsventilen wäre ein derartiges vollständiges Abblasen von Druckstößen nicht gewährleistet. Die vorliegende Erfindung strebt an, den konstruktiven und kostenmäßigen Aufwand für Sicherheitsventile im Rahmen einer zentralen Gasversorgung zu vermindern.

Dieses Ziel wird erreicht mit einer Vorrichtung zur zentralen Gasversorgung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie eine Sicherheitseinrichtung mit den

Merkmalen des Patentanspruchs 10.

Erfindungsgemäß umfasst eine Sicherheitseinrichtung für eine zentrale Gasversorgung ein Sicherheitsventil und eine zwischen dem Sicherheitsventil und dem diesem vorgeschalteten Druckbegrenzer vorgesehene druckgesteuerte Blende, welche bei Erreichen oder Überschreiten eines maximalen Betriebsdruckes einen durch das

Rohrleitungssystem bzw. die Sicherheitseinrichtung strömenden Gas-Volumenstrom vermindert. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass auch z.B. bei einer Störung oder einem Ausfall des Druckminderers ein das Rohrleitungssystem stromabwärtig von der Sicherheitseinrichtung beaufschlagender Druckstoß verringert werden kann, so dass dieser im Wesentlichen oder vollständig von dem Sicherheitsventil aufgefangen und vollständig an die Atmosphäre abgeblasen werden kann.

Sicherheitsventile können daher erfindungsgemäß gegenüber herkömmlichen

Lösungen wesentlich kleiner dimensioniert werden. Durch den Einsatz einer erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung können alle gesetzlichen Vorschriften und technischen Regeln eingehalten werden, wobei die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung gegenüber herkömmlichen Lösungen wesentlich preiswerter bereitstellbar ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Es ist bevorzugt, dass bei Erreichen oder Überschreiten des maximalen

Betriebsdruckes die druckgesteuerte Blende von einer offenen Stellung in eine geschlossene Stellung übergeht. Bei der offenen Stellung wird zweckmäßigerweise der das Rohrleitungssystem durchströmende Gas-Volumenstrom nicht vermindert, während in der geschlossenen Stellung eine voreinstellbare oder auch variable Verminderung des Gas-Volumenstroms bewirkt wird.

Es ist bevorzugt, dass die Sicherheitseinrichtung ein Gehäuse aufweist, in welchem die druckgesteuerte Blende angeordnet ist, und an welchem das Sicherheitsventil angebracht ist. Derartige Gehäuse können je nach Anforderungen in ausreichend robuster Weise zur Verfügung gestellt werden.

Zweckmäßigerweise weist die Blende einen Schließkolben mit einer Blendenbohrung auf.

Hierbei wird bevorzugt der Schließkolben von einer Druckfeder beaufschlagt, so dass bei Unterschreiten bzw. nicht-Erreichen des maximal zulässigen Betriebsdruckes ein erster, größerer Strömungsquerschnitt, und bei Erreichen oder Überschreiten des maximal zulässigen Betriebsdruckes ein zweiter, kleinerer und durch die

Blendenöffnung definierter Strömungsquerschnitt bereitgestellt wird. Diese

Vorgehensweise ermöglicht eine sehr rasche und zuverlässige Verminderung eines Strömungsquerschnitts, so dass ein Gas-Volumenstrom in sehr effektiver Weise bei Auftreten überhöhter Drücke vermindert werden kann.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Schließkolben ein Basiselement, in welchem die Blendenbohrung ausgebildet ist, und einen sich hieran anschließenden hohlzylinderförmigen Abschnitt auf. Hierbei ist das Basiselement auf der Eingangsseite, an der Gas in den Schließkolben eintritt, und der

hohlzylinderförmige Abschnitt an der Ausgangsseite, an der Gas aus dem Schließkolben austritt, vorgesehen. Hierbei entspricht zweckmäßigerweise der

Durchmesser des hohlzylinderförmigen Abschnitts dem Durchmesser der Druckfeder, so dass es bei Überschreiten des maximal zulässigen Betriebsdrucks zu einer

Verschiebung des Schließkolbens kommt, wobei der hohizylinderförmige Abschnitt die Druckfeder zusammendrückt.

Die Konstruktion des Schließkolbens mit Basiselement und hohlzylinderförmigem Abschnitt ist insbesondere vorteilhaft, da in das Basiselement und in den

hohlzylinderförmigen Abschnitt Bohrungen und/oder Schlitze eingebracht werden können, welche bei Unterschreiten des maximal zulässigen Betriebsdrucks (d.h.

während des Normalbetriebs) für strömendes Gas offen, und bei Überschreiten des maximalen Betriebsdrucks und einer daraus resultierenden Verschiebung des

Schließkolbens innerhalb des Gehäuses für strömendes Gas geschlossen sind. Durch entsprechende Dimensionierung derartiger Bohrungen oder Schlitze kann

gewährleistet werden, dass deren Gesamtquerschnitt in Summe größer oder gleich dem Querschnitt einer Einlassbohrung des Schließkolbens ist, um im Normalbetrieb, d.h. bei Betriebsdrücken unterhalb des maximal zulässigen Betriebsdrucks, so dass ein ungewolltes Schließen des Schließkolbens vermieden werden kann.

Zweckmäßigerweise sind derartige Schlitze oder Bohrungen in der eingangsseitigen Stirnseite des Basiselements und/oder umfangsseitig in dem Basiselement sowie umfangsseitig in der Mantelfläche des hohlzylinderförmigen Abschnitts ausgebildet.

Es ist bevorzugt, dass das Gehäuse einen Vordruckteil und einen Hinterdruckteil aufweist, welche mittels wenigstens einer Dichtung dichtend miteinander verbunden sind. Als geeignete Dichtungen sind hierbei Flachdichtungen zu nennen. Zwischen dem Vordruckteil und dem Hiterdruckteil können auch beispielsweise ein Stützring oder ein O-Ring angeordnet sein.

Ein derartig zweiteilig bereitstellbares Gehäuse ist in besonders einfacher Weise herstellbar.

Vorteilhafterweise weist der Vordruckteil eine Bohrung auf, in der die druckgesteuerte Blende angebracht ist, und der Hinterdruckteil eine weitere Bohrung auf, in der die Druckfeder angeordnet ist. Die beiden Bohrungen sind hierbei zweckmäßigerweise zentral in den jeweiligen Gehäuseteilen angeordnet. Diese Ausgestaltung erlaubt eine besonders einfache Einbringung der miteinander wechselwirkenden Komponenten Blende und Druckfeder in das Gehäuse.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung weiter beschrieben. In dieser zeigt

Figur 1 eine teilweise schematisch vereinfachte Schnittansicht einer

bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen zentralen Gasversorgung, insbesondere einer erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung,

Figur 2 eine weitere Schnittansicht der Sicherheitseinrichtung in einer ersten, offenen Betriebsstellung, und

Figur 3 eine weitere Schnittansicht der Sicherheitseinrichtung in einer zweiten, geschlossenen Betriebsstellung.

Eine erfindungsgemäße zentrale Gasversorgung ist in Figur 1 insgesamt mit 100 bezeichnet. Sie weist einen (schematisch dargestellten) zentralen Gasspeicher 10 auf, der über ein (ebenfalls schematisch dargestelltes) Rohrleitungssystem 20, 40 mit einer (ebenfalls schematisch dargestellten) Verbrauchsstelle 50 verbunden ist.

Das Rohrleitungssystem weist hierbei einen ersten, mit dem zentralen Gasspeicher verbundenen Abschnitt 20, und einen zweiten, mit der Verbrauchsstelle 50

verbundenen Abschnitt 40 auf.

Zwischen dem ersten Abschnitt 20 und dem zweiten Abschnitt 40 des

Rohrleitungssystems ist eine Sicherheitseinrichtung 30 ausgebildet.

Zwischen dem zentralen Gasspeicher 10 und der Sicherheitseinrichtung 30 ist ferner ein Druckminderer 22 (schematisch dargestellt) in den ersten Abschnitt 20 des Rohrleitungssystems eingebracht.

Im Folgenden werden die Begriffe "stromaufwärtig" und "stromabwärtig" entsprechend der Stromrichtung des Gases von dem zentralen Gasspeicher 10 zu der

Verbrauchsstelle 50 hin verwendet, beispielsweise ist somit die Sicherheitseinrichtung 30 stromabwärtig des ersten Abschnitts 20 des Rohrleitungssystems, und

stromaufwärtig des zweiten Abschnitts 40 des Rohrleitungssystems angeordnet.

Die Sicherheitseinrichtung 30 wird im Folgenden weiter erläutert.

Die Sicherheitseinrichtung weist ein stromaufwärtiges Gehäuseteil oder Vordruckteil 30a, und ein stromabwärtig angeordnetes Gehäuse oder Hinterdruckteil 30b auf. Die Gehäuse 30a, 30b sind über eine Flachdichtung 30c fest miteinander verbunden. Als weitere Dichtungen zwischen dem Gehäuse 30a des Vordruckteils und dem Gehäuse 30b des Hinterdruckteils können ein Stützring 41 a und ein O-Ring 41 b vorgesehen sein.

Das Gehäuse 30a des Vordruckteils ist mit einer zentralen Bohrung 31 ausgebildet.

Diese zentrale Bohrung 31 kommuniziert mit dem ersten Abschnitt 20 des

Rohrleitungssystems. Das Gehäuse 30b des Hinterdruckteils ist mit einer zentralen

Bohrung 32 ausgebildet, welche mit dem zweiten Abschnitt 40 des

Rohrleitungssystems kommuniziert. Die Bohrungen 31 , 32 kommunizieren miteinander.

Die Bohrung 32 weist einen ersten, stromaufwärtigen Abschnitt 32a auf, der an seinem stromabwärtigen Ende eine Schulter 32b aufweist. An diese Schulter 32b schließt sich stromabwärtig ein weiterer Abschnitt 32c an, welcher einerseits mit dem zweiten

Abschnitt 40 des Rohrleitungssystems kommuniziert, und andererseits eine

Abzweigung 32d zu einem Sicherheitsventil 45 definiert.

In den Abschnitt 32a ist eine Feder 34 eingebracht, welche mit ihrem stromabwärtigen Ende auf der Schulter 32b aufliegt. An das stromaufwärtige Ende der Feder 34 greift eine druckgesteuerte Blende 36 an. Diese Blende 36 weist einen Schließkolben 36a mit einer Blendenbohrung 36b auf. Die Blende 36 ist in dem stromaufwärtigen Bereich der Bohrung 31 angeordnet. Der Schließkolben 36a weist eingangsseitig bzw. auf seiner stromaufwärtigen Seite einen Basisabschnitt auf, in welchem die

Blendenbohrung 36b mittig eingebracht ist. An diesen Basisabschnitt schließt sich stromabwärtig bzw. auf der Ausgangsseite des Schließkolbens 36a ein

hohlzylinderförmiger Bereich an. In das Basiselement sowie den hohlzylinderförmigen Abschnitt sind Bohrungen bzw. Schlitze eingebracht, durch welche im offenen Zustand Gas strömen kann, und welche im geschlossenen Zustand für einen Gasstrom geschlossen sind. In Figur 1 ist zunächst der Normalbetrieb bzw. Normalzustand der

Sicherheitseinrichtung 30 dargestellt. In diesem strömt unter Druck stehendes Gas aus dem zentralen Gasspeicher 10, und wird mittels des Druckminderers 22 auf einen voreinstellbaren Betriebsdruck vermindert. Mit diesem Betriebsdruck strömt das Gas durch das Rohrleitungssystem 20, 40 und die Sicherheitseinrichtung 30. Hierbei ist das Sicherheitsventil 45 geschlossen, so dass der gesamte Gasstrom bzw. Gas- Volumenstrom die Verbrauchsstelle 50 (bzw. mehrere Verbrauchsstellen 50) erreicht. Hierbei drückt die Feder 34 die Blende 36 in stromaufwärtiger Richtung gegen eine Schulter 42 des Gehäuses 30a des Vordruckteils. Hierdurch wird gewährleistet, dass der aus dem Druckminderer 22 austretende Gas-Volumenstrom vollständig und ungehindert durch die Sicherheitseinrichtung 30 zu der Verbrauchsstelle 50 strömen kann. Der Gasvolumenstrom ist hierbei durch eine Einlassbohrung 44 in dem

Basiselement des Schließkolbens 36a definiert. Es erfolgt innerhalb der

Sicherheitseinrichtung 30 keinerlei Verminderung des dem Gasstrom in dem

Rohrleitungssystem 20, 40 zur Verfügung stehenden Leitungsquerschnitts und somit des Gas-Durchflusses. Der sich ergebende Gasstrom während dieses Normalbetriebs ist insbesondere in Figur 2 erkennbar. Der Gasstrom ist hier mittels Pfeilen 70a bis 70d dargestellt. Man erkennt zunächst den Eintritt des Gasstroms in die Einlassbohrung 44 (Pfeil 70a). Durch in Umfangsrichtung des Basisteils vorgesehene Bohrungen 60 fließt der Gasstrom zunächst weiter radial nach außen (Pfeil 70b) und an der Außenseite des hohlzylinderförmigen Abschnitts entlang (Pfeil 70c). Durch weitere Bohrungen bzw. Schlitze 62, die in dem hohlzylinderförmigen Abschnitt vorgesehen sind, fließt der Gasstrom wieder zurück in das Innere des hohlzylinderförmigen Abschnitts (Pfeil 70d), und von hier durch die Bohrung 32 (bzw. das Innere der Druckfeder 34) weiter in Richtung des Rohrleitungssystems 40.

Es erweist sich als zweckmäßig, den Gesamtquerschnitt der Bohrungen 60 in dem Basiselement sowie den Gesamtquerschnitt der Bohrungen 62 in dem

hohlzylinderförmigen Abschnitt größer oder gleich dem Querschnitt der Einlassbohrung 44 auszubilden, so dass ein ungewolltes Schließen des Schließkolbens bei einem Normalbetrieb der Anlage vermieden werden kann. Es ist beispielsweise möglich, die Einlassbohrung mit einem Durchmesser von 6 mm und einer entsprechenden

Öffnungsfläche von etwa 28 mm 2 auszubilden. In diesem Falle können beispielsweise acht radiale Bohrungen 60 in dem Basiselement mit einem Durchmesser von beispielsweise 2,2 mm und einer entsprechenden Gesamtöffnungsfläche von 30,4 mm 2 ausgebildet werden. Ein entsprechender Querschnitt der Bohrungen 62 ist dann in dem hohlzylinderförmigen Abschnitt zu realisieren.

Es sei nun davon ausgegangen, dass es in dem ersten Abschnitt 20 des

Rohrleitungssystems zu einem ungewollten Druckanstieg kommt, bei dem der maximale Betriebsdruck der Vorrichtung zur zentralen Gasversorgung überschritten wird. Dies kann beispielsweise aufgrund einer Störung oder eines Ausfalls des

Druckminderers 22 verursacht sein. Zur weiteren Erläuterung dieses Zustandes wird insbesondere auch auf die Figur 3 verwiesen.

In diesem Fall kommt es in dem ersten Abschnitt 20 des Rohrleitungssystems zwischen dem Druckminderer 22 und der Sicherheitseinrichtung 30 zu einem plötzlichen Druckanstieg, einem sogenannten Druckstoß. Dieser Druckstoß führt dazu, dass die Blende 36 gegen die Federkraft der Feder 34 in stromabwärtiger Richtung verschoben wird, so dass eine Schulter 36c des Schließkolbens 36a an dem

stromaufwärtigen Ende des Gehäuses 30b des Hinterdruckteils zur Anlage kommt. Hierdurch wird die dem Gas-Volumenstrom zur Verfügung stehende

Querschnittsfläche auf den Durchmesser der Blendenbohrung 36b reduziert. Der Strömungsverlauf ist in Figur 3 dargestellt. Man erkennt, dass die durch die radialen Bohrungen 60 in dem Basiselement verlaufenden Ströme 70b sowie an dem

Basiselement außen vorbeiströmenden Ströme 70c aufgrund des Aufliegens des Basiselements an der Stirnseite des Gehäuses 30b unterbrochen bzw. blockiert sind. Insbesondere erreicht der Gasstrom hierbei nicht die Bohrungen 62 in dem

hohlzylinderförmigen Abschnitt. Der verbleibende Gasstrom ist somit durch die

Blendenöffnung 36b definiert bzw. begrenzt.

Somit kann nur ein verminderter Gas-Volumenstrom in das Gehäuse 30b des

Hinterdruckteils gelangen. Dieser verminderte Gas-Volumenstrom kann vollständig über das Sicherheitsventil 45 in die Atmosphäre abgeblasen werden. Da der hierbei auftretende Gas-Volumenstrom im Vergleich zu dem Normalbetrieb sehr klein ist, ist ein entsprechend klein dimensioniertes Sicherheitsventil 45 ausreichend. Mit anderen Worten ist das Sicherheitsventil 45 in der Lage, einen für das Abblasen des

verminderten Gas-Volumenstroms ausreichenden Strömungsquerschnitt freizugeben. Auf größer dimensionierte Sicherheitsventile mit entsprechend größerem

Strömungsquerschnitt bzw. entsprechend größerer Abblaseleistung kann verzichtet werden. Der maximale Durchsatz der Blende 36 bzw.des Schließkolbens 36a in der geschlossenen Stellung, welche durch die Blendenbohrung 36b definiert ist, wird zweckmäßigerweise auf einen Wert begrenzt, der um etwa 10 Prozent niedriger liegt als die Abblasleistung des Sicherheitsventils 45.