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Title:
DEVICE FOR CHANGING THE DIRECTION OF CONVEYANCE OF SINGLE SHEETS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/033823
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for changing the direction of conveyance of single, rectangular sheets (10) conveyed in series in a sheet-turning station connecting at least one feed belt (6) to at least two discharge belts. The turning station has two substantially rectangular, flat, parallel guide members (46) which delimit a guide gap (48) for holding a sheet (10) therebetween, said guide gap (48) being attached on one rectangular side to the feed belt (16) and on at least two other rectangular sides to the discharge belts. One of the guide members (46) has at least one opening (54) in which a friction roller (56) engages with its peripheral surface, is intended to be positioned on a sheet (10) in the guide gap (48), is mounted in a fork (58) to be pivotable about an axis (60) parallel to the plane of the guide members (46), and can be driven using a roller drive (72, 74). The fork (58) is mounted to be pivotable about an axis (66) of rotation perpendicular to the plane of the guide members (46) and can be pivoted by a fork drive (68) between two perpendicular end positions.

Inventors:
Weigel
Peter, +di Tauchert
Klaus
Application Number:
PCT/DE1997/000379
Publication Date:
September 18, 1997
Filing Date:
March 03, 1997
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS NIXDORF INFORMATIONSSYSTEME AG WEIGEL
Brigitte, +hf Weigel
Michaela, +hf Weigel
Frederike, +hf Weigel
Gregor, +hm Tauchert
Klaus
International Classes:
B65H29/26; B65H29/58; G06K13/16; (IPC1-7): B65H29/58
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Vorrichtung zum Ändern der Transportrichtung von se¬ riell transportierten rechteckigen Einzelblättern (10) in einer Blattumlenkstation (20) , die mindestens eine Einlaufbahn (16) mit mindestens zwei Auslaufbah¬ nen (28, 38 bzw. 32) verbindet, dadurch gekennzeich¬ net, daß die Umlenkstation (20) zwei zueinander pa¬ rallele im wesentlichen rechteckige flächige Führung¬ selemente (46) hat, die einen Führungsspalt (48) zur Aufnahme eines Blattes (10) zwischen sich begrenzen, wobei der Fuhrungsspalt (48) an einer Rechteckseite an die Einlaufbahn (16) und an mindestens zwei weite¬ ren Rechteckseiten an die Auslaufbahnen (28; 32) an¬ geschlossen ist, daß eines der Führungselernente (46) mindestens eine Durchbrechung (54) hat, in die eine Reibrolle (56) mit ihrer Umfangsfläche eingreift, die zur Anlage an einem in dem Führungsspalt (48) befind¬ lichen Blatt (10) bestimmt ist, daß die Reibrolle (56) in einer Gabel (58) um eine zur Ebene der Füh rungselemente (46) parallele Achse (60) drehbar gela¬ gert und mittels eines Rollenantriebes (72, 74, 96) antreibbar ist, und daß die Gabel (58) um eine zur Ebene der Führungselemente (46) senkrechte Schwen¬ kachse (66) schwenkbar gelagert und durch einen Ga beiantrieb (68) zwischen zwei zueinander senkrechten Endstellungen verschwenkbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Führungselement (46) gegenüber der je¬ weiligen Durchbrechung (54) in dem ersten Führungse lement (46) eine Durchbrechung (82) hat, durch die ein der Reibrolle (56) zugeordnetes Andruckelement (80) ragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Andruckelement (80) von einer frei drehbar gelagerten und in Richtung auf die Reibrolle (56) fe¬ dernd vorgespannten Kugel gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da¬ durch gekennzeichnet, daß an der Gabel (58) koaxial zur Gabelschwenkachse (66) ein Kegelrad (88) angeord¬ net ist, an dem der Rollenantrieb (96) angreift und das mit einem koaxial zur Reibrolle (56) angeordneten und mit dieser drehtest verbundenen Kegelrad (94) in Antriebsverbindung steht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelräder (88, 94) als Zahnräder ausgebildet sind, die miteinander in Eingriff stehen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelräder (88, 94) als Reibräder ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da¬ durch gekennzeichnet, daß die Reibrolle (56) drehfest mit einem Wellenzapfen (70) verbunden ist, der in ei¬ ner ersten Endstellung der Reibrolle (56) an einem Antriebsriemen (72) anliegt, und daß der Reibrolle (56) eine Treibwelle (74) zugeordnet ist, die paral¬ lel zur Ebene der Führungselemente (46) und zur Dreh¬ achse (60) der Reibrolle (56) in deren zweiter End¬ stellung gerichtet und so angeordnet ist, daß sie in der zweiten Endstellung der Reibrolle (56) an deren Umfangsfläche anliegt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 biε 7, da¬ durch gekennzeichnet, daß der Rollenantrieb (72, 74; 96) in εeiner Antriebsrichtung umschaltbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da¬ durch gekennzeichnet, daß mindestens an dem Rand des Führungsspaltes (48) , der dem an die Einlaufbahn (16) angeschlossenen Rand gegenüberliegt, ein Blattan¬ schlag (50) angeordnet ist, der mittels einer Stell Vorrichtung (53) zwisehen einer Sperrstellung und einer Freigabestellung verstellbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da¬ durch gekennzeichnet, daß sie Teil einer Blattbear beitungseinrichtung ist und daß der Rollenantrieb (72, 74; 96), der Gabelantrieb (68) und die Stellvor¬ richtung (53) mittels einer Steuereinrichtung (22) in Abhängigkeit von Signalen steuerbar εind, die von auf das Vorhandensein eines Blattes (10) und/oder Eigen Schäften eines Blattes (10) ansprechenden Prüfein richtungen (18, 24) der Blattbearbeitungseinrichtung erzeugt werden.
Description:
Vorrichtung zum Ändern der Transportrichtung von

Einzelblättern

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ändern der Transportrichtung von seriell transportierten rechtecki- gen Einzelblättern in einer Blattumlenkstation, die min¬ destens eine Einlaufbahn mit mindestens zwei Auslaufbah¬ nen verbindet (z.B. DE 42 43 986 AI) .

In Bearbeitungsgeräten zur Verarbeitung von Einzelblät¬ tern, insbesondere Banknotenautomaten ist es in der Regel erforderlich, an bestimmten Stellen in Abhängigkeit von vorgegebenen Kriterien zu entscheiden, in welche Rich¬ tung, d.h. zu welcher Station das Blatt transportiert werden soll. Dies erfolgt in der Regel durch Weichen, die in Abhängigkeit der vorgegebenen Kriterien geschaltet werden (z.B. DE 44 11 403 AI) .

In bestimmten Fällen, wie beispielsweise bei Banknoten kann es jedoch erforderlich sein, die Richtung relativ zum Blattformat zu ändern, d.h. von einem Transport des Blattes in seiner Längsrichtung auf einen Transport quer zu seiner Längsrichtung umzuschalten und umgekehrt. Dies liegt daran, daß beispielsweise bei Banknoten bestimmte Bearbeitungsvorgänge, wie beispielsweise die Echtheits¬ prüfung einer Banknote, in der Regel erfordert, daß die Banknote das Prüfgerät in Längsrichtung durchläuft. Bei anderen Bearbeitungs- oder Handhabungsvorgängen ist es dagegen zweckmäßiger, wenn die Blätter oder Banknoten quer zu ihrer Längsrichtung transportiert werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich¬ tung der eingangs genannten Art anzugeben, die einfach in ihrem Aufbau ist und eine einfache und zuverlässige Um- schaltung vom Längstransport in einen Quertransport und umgekehrt ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Umlenkstation zwei zueinander im wesentlichen recht¬ eckige flächige Führungselemente hat, die einen Fuhrungs¬ spalt zur Aufnahme eines Blattes zwischen sich begrenzen, wobei der Führungsspalt an einer Rechteckseite an die Einlaufbahn und an mindestens zwei weiteren Rechtecksei¬ ten an die Auslaufbahnen angeschlossen ist, daß eines der Führungselemente mindestens eine Durchbrechung hat, in die eine Reibrolle mit ihrer Umfangsfläche eingreift, die zur Anlage an einem in dem Führungsspalt befindlichen Blatt bestimmt ist, daß die Reibrolle in einer Gabel um eine zur Ebene der Führungselemente parallele Achse dreh¬ bar gelagert und mittels eines Rollenantriebes antreibbar ist und daß die Gabel um eine zur Ebene der Füh- rungselemente senkrechte Schwenkachse schwenkbar gelagert und durch einen Gabelantrieb zwischen zwei zueinander senkrechten Endstellungen verschwenkbar ist.

Befindet sich ein Blatt in der Umlenkstation, d.h. im Führungsspalt zwischen den Führungselementen, kann in Ab- hängigkeit vorgegebener Kriterien die Stellung der Rei¬ brolle so gewählt werden, daß das Blatt entweder in sei¬ ner Längsrichtung oder quer zu dieser aus dem Führungs- spalt heraustransportiert wird, wobei durch Wahl der Drehrichtung der Reibrolle insgesamt vier Auslaufrichtun- gen möglich sind.

Um einen sicheren Transport des Blattes aus dem Führungs- spalt zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, wenn das zwei¬ te Füh-rungselement gegenüber der jeweiligen Durchbre¬ chung in dem ersten Führungselement ebenfalls eine Durch- brechung hat, durch die ein der Reibrolle zugeordnetes Andruckelement ragt, welches das in dem Führungsspalt be¬ findliche Blatt gegen die Reibrolle drückt. Ein in seiner Wirkung von der Stellung der Reibrolle unabhängiges An¬ druckelement erhält man dadurch, daß es von einer frei

drehbar gelagerten und in Richtung auf die Reibrolle fe¬ dernd vorgespannten Kugel gebildet ist. Diese kann sich in jeder Richtung mitdrehen, sodaß das Andruckelement bei einer Stellungsänderung der Reibrolle nicht mitverstellt werden muß.

Der Antrieb der Reibrolle in ihren beiden um 90° gegen¬ einander versetzten Stellungen kann auf unterschiedliche Weise verwirklicht werden. Gemäß einer ersten Ausfüh- rungsform ist an der Gabel koaxial zur Gabelschwenkachse ein Kegelrad angeordnet, an dem der Rollenantrieb an¬ greift und das mit einem koaxial zur Reibrolle angeordne¬ ten und mit dieser drehfesten Kegelrad in Antriebsverbin¬ dung steht. Dabei kann die Antriebsverbindung dadurch er¬ folgen, daß die Kegelräder als Zahnräder ausgebildet sind und miteinander in Zahneingriff stehen, oder daß die Ke¬ gelräder als Reibräder ausgebildet sind. In der Regel wird man zum sicheren verkantungsfreien Transport der Blätter mehrere Reibrollen nebeneinander vorsehen, denen auch jeweils ein Andruckelement zugeordnet ist. In diesem Fall kann der Antrieb aller Reibrollen auf einfache Weise dadurch erfolgen, daß ein Treibriemen gleichzeitig über alle koaxial zur Gabelschwenkachse angeordneten Kegelrä¬ der geführt ist und diese gleichzeitig antreibt. Damit wird auf einfache Weise ein absoluter Gleichlauf der Rei- brollen hinsichtlich Richtung und Geschwindigkeit er¬ reicht.

Gemäß einer weiteren Ausführungs orm wird vorgeschlagen, daß die Reibrolle drehfest mit einem Wellenzapfen verbun¬ den ist, der in einer Endstellung der Reibrolle an einem Antriebsriemen anliegt, und daß der Reibrolle eine Treib¬ welle zugeordnet ist, die parallel zur Ebene der Führung¬ selemente und zur Drehachse der Reibrolle in deren zwei¬ ter Endstellung gerichtet und so angeordnet ist, daß sie in der zweiten Endstellung der Reibrolle an deren Um-

fangsflache anliegt. Auch mit dieser Lösung läßt sich auf sehr einfache Weise ein gleichzeitiger synchroner Antrieb mehrerer nebeneinander gelegener Reibrollen erzielen, wo¬ bei die Reibrollen in der einen Stellung durch den an den Wellenzapfen anliegenden Antriebsriemen und in der ande¬ ren Stellung durch die allen Reibrollen gemeinsame Treib¬ welle angetrieben werden. Sowohl das Verschwenken der Ga¬ beln um ihre Schwenkachse als auch der Reibrollenantrieb kann auf präzise und leicht steuerbare Weise über Schrittmotoren erfolgen.

Um das Blatt in dem Führungsspalt exakt positionieren zu können, andererseits aber das Blatt in vier Richtungen aus dem Führungsspalt wieder herauεtransportieren zu kön¬ nen, ist es zweckmäßig, daß mindestens an dem Rand des FührungsSpaltes, der dem an die Einlaufbahn angeschlosse¬ nen Rand gegenüberliegt, ein Blattanschlag angeordnet ist, der mittels einer Stellvorrichtung zwischen einer Sperrstellung und einer Freigabestellung verstellbar ist. Das einlaufende Blatt läuft gegen diesen Anschlag. Wird das Blatt quer zur Einlaufsrichtung oder entgegengesetzt zur Einlaufsrichtung aus dem Führungsspalt heraustrans¬ portiert, bleibt der Anschlag in seiner Sperrstellung. Soll das Blatt dagegen in Einlaufrichtung aus dem Füh¬ rungsspalt heraustransportiert werden, wird der Anschlag in seine Freigabestellung verstellt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand von Aus- führungsbeispielen erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine schematische Skizze zur Erläuterung der Anordnung der erfindungsgemäßen Umlenkein¬ richtung in einem Banknotenautomaten,

Figur 2 eine schematische Teilschnittansicht durch eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Um¬ lenkeinrichtung mit senkrecht zur Blattebene verlaufender Schnittebene,

Figur 3 eine schematische perspektivische Darstellung der Reibrollen mit ihrem Rollenantrieb für die in Figur 2 dargestellte Ausführungsform in ei¬ ner ersten Stellung der Reibrolle,

Figur 4 eine der Figur 3 entsprechende Darstellung für eine zweite Stellung der Reibrollen und

Figur 5 eine schematische Draufsicht auf die erfin¬ dungsgemäße Umlenkeinrichtung gemäß einer zwei¬ ten Ausführungsform der Erfindung.

Anhand der Figur 1 soll zunächst die der Erfindung zu- gründeliegende Problematik noch einmal schematisch anhand eines Banknotenein- und -ausgabeautomaten erläutert wer¬ den.

Die Länge von Banknoten ist in der Regel wesentlich grö¬ ßer als ihre Breite. Deutsche Banknoten sind beispielε- weise cirka doppelt so lang wie breit. In Banknotenauto¬ maten werden die Banknoten in der Regel in Querrichtung, d.h. quer zu ihrer Längsrichtung transportiert und in Geldkassetten gespeichert . Der Quertransport erlaubt eine höhere Transportfrequenz . Auf der anderen Seite müssen die Banknoten in der Regel ein Echtheitsprüfgerät in Längsrichtung durchlaufen, da nur so die Prüfkriterien der Banknote bei hoher Durchlaufgeschwindigkeit hinrei¬ chend zuverlässig erfaßt werden können. Die er¬ findungsgemäße Umlenkeinrichtung hat nun die Aufgabe, ei- nen Übergang zwischen diesen beiden Transportrichtungen zu ermöglichen. Dies wird anhand der Figur 1 näher erläu¬ tert.

Ein Bankkunde legt beispielsweise ein Bündel von Bankno¬ ten 10 in ein Eingabefach 12 eines Banknotenautomaten. Aus dem Ein-gabefach 12 werden die Banknoten einzeln mit¬ tels einer Abzugsvorrichtung 14 abgezogen und einzeln in Querrichtung auf einer Transportbahn 16 durch eine Vor¬ prüfungseinrichtung 18 einer Umlenkeinrichtung 20 zuge¬ führt. Die Umlenkeinrichtung 20 wird von einer Steuerein¬ richtung 22 gesteuert, welche EingangsSignale von der Vorprüfungseinrichtung 18, einer Echtheitsprüfeinrichtung 24 und einem Zwischenspeicher 26 erhält. Wird festge¬ stellt, daß die Banknote die von der Vorprü¬ fungseinrichtung 18 überprüften Kriterien nicht erfüllt, wird die Umlenkeinrichtung 20 so gesteuert, daß die Bank¬ note die Umlenkeinrichtung in der Einführungsrichtung über eine Transportbahn 28 verläßt und zu einem Ausgabe¬ fach 30 transportiert wird, wo der Benutzer die Banknote wieder entnehmen kann. Dieser Transport erfolgt also ebenfalls in Querrichtung, d.h. die Banknote ändert ihre Transportrichtung bezüglich ihres Formates nicht.

Hat die Banknote dagegen die von der Vorprüfungseinrich¬ tung 18 überprüften Kriterien erfüllt und soll auf Echt¬ heit überprüft werden, so wird die Umlenkeinrichtung 20 so gesteuert, daß die Banknote die Umlenkvorrichtung nun in ihrer Längsrichtung über eine Transportbahn 32, d.h. senkrecht zur Einlaufrichtung verläßt und der Echtheits- prüfeinrichtung 24 zugeführt wird. Wird die Echtheit der Banknote bestätigt, gelangt die Banknote über eine Trans¬ portbahn 34 zum Zwischenspeicher 26, in dem sie gespei¬ chert wird, bis sämtliche Banknoten 10 des eingelegten Bündels überprüft wurden. Ist das gesamte Bündel über¬ prüft worden und für korrekt befunden worden, so gelangen die Banknoten einzeln über eine Transportbahn 36 wieder zur Umlenkeinrichtung 20 zurück, in die sie parallel zu ihrer Längsrichtung einlaufen. Anschließend wird die Um- lenkeinrichtung 20 so gesteuert, daß die Banknoten ein-

zeln quer zu ihrer Längsrichtung aus der Umlenkeinrich¬ tung über eine Transportbahn 38 einem Tresor 40 des Bank¬ notenautomaten zugeführt und dort in nicht dargestellten Kassetten abgelegt werden. Aus diesem Tresor können die Banknoten auf Anforderung über eine Transportbahn 42 dem Ausgabefach 30 zuge-führt werden. Das Umschalten zwischen den Transportbahnen 28 und 38 erfolgt über eine Weiche 44, die von der Steuereinrichtung 22 aus gesteuert wird.

Anhand der Figuren 2 bis 4 wird nun der grundsätzliche Aufbau der Umlenkeinrichtung gemäß einer ersten Ausfüh¬ rungsform erläutert.

Die Umlenkeinrichtung hat zwei zueinander parallele fla¬ che Führungselemente 46, die von Platten oder Gittern ge¬ bildet sein können. Sie begrenzen zwischen sich einen Führungsspalt 48 zur Aufnahme einer Banknote 10. Das in Figur 2 obere Ende des FührungsSpaltes ist an die Trans¬ portbahn 16 angeschlossen, die in herkömmlicher Weise von zwei miteinander zusammenwirkenden Riementrieben gebildet ist.

Das untere Ende des Führungsspaltes 48 ist durch eine Klappe 50 verschlossen, die um eine Achse 52 schwenkbar und zwischen der durch ausgezogene Linien wiedergegebenen Sperrstellung und der gestrichelt eingezeichneten Freiga¬ bestellung mittels einer Stellvorrichtung 53 ver- schwenkbar ist.

Das in Figur 2 rechte Führungselement 46 hat eine Durch¬ brechung 54, in welche eine Reibrolle 56 in der darge¬ stellten Weise eingreift. Die Reibrolle 56 ist in einer Gabel 58 um eine zur Ebene der Führungselemente 46 paral- lele Achse 60 drehbar gelagert. Die Gabel 58 ihrerseits ist mittels einer Welle 62 in einem Lager 64 um eine zur Ebene der Führungselemente 46 senkrechte Achse 66 schwenkbar gelagert. Die Welle 62 ist mit einem Schritt-

motor 68 verbunden, der von der Steuereinrichtung 22 ge¬ steuert wird. Mit Hilfe des Schrittmotors 68 kann die Ga¬ bel 58 und damit die Reibrolle 56 zwischen den in den Fi¬ guren 3 und 4 dargestellten um ca. 90° verschiedenen Stellungen verschwenkt werden. Eine leichte Schrägstel¬ lung der Reibrolle 56 in der in den Figuren 2 und 3 dar¬ gestellten Stellung ist zweckmäßig, um das Blatt mit ei¬ nem Rand gegen die Klappe 50 zu führen.

Die Reibrolle 56 ist drehfest mit einem Wellenzapfen 70 verbunden, der in der in den Figuren 2 und 3 dargestell¬ ten Stellung der Reibrolle 56 an einem Treibriemen 72 an¬ liegt, der über einen nicht dargestellten Motor, bei¬ spielsweise ebenfalls einen Schrittmotor in beiden Rich¬ tungen antreibbar ist. Damit kann in der in den Figuren 2 und 3 dargestellten Stellung der Reibrolle diese so ange¬ trieben werden, daß die in Figur 2 im Führungsspalt 48 stehende Banknote 10 senkrecht zur Bildebene bewegt wer¬ den kann.

Um die Reibrolle 56 auch in ihrer um 90° gedrehten Stel- lung antreiben zu können, die in Figur 4 dargestellt ist, ist oberhalb der Reibrolle 56 eine parallel zur Ebene der Führungselemente 46 gerichtete Treibwelle 74 angeordnet, die mittels eines Motors, beispielsweise Schrittmotors 76 in beiden Drehrichtungen antreibbar ist. Die Treibwelle hat im Bereich der Reibrolle 56 eine Einschnürung 78, so- daß das Schwenken der Reibrolle 56 aus der in der Figur 3 dargestellten Stellung in die in der Figur 4 dargestellte Stellung nicht behindert wird und die Reibrolle zumindest annähernd um 90° verschwenkt werden kann. Der Achsabstand zwischen der Treibwelle 74 und der Reibrolle 56 ist al¬ lerdings so gewählt, daß in der in der Figur 4 darge¬ stellten Antriebsstellung ein zuverlässiger Friktionsan- trieb zwischen der Treibwelle 74 und dem Umfang der Rei¬ brolle 56 gewährleistet ist.

Wie in der Figur 3 angedeutet ist, sind in der Regel meh¬ rere Reibrollen nebeneinander angeordnet, um die Banknote 10 verkantungsfrei transportieren zu können. Die vorste¬ hende Beschreibung zeigt, daß dabei auch mehrere Reibrol- len mit demselben Antriebsriemen 72 bzw. derselben Treib¬ welle 74 angetrieben werden können.

Jeder Reibrolle 56 ist eine Andruckkugel 80 zugeordnet, welche das in Figur 2 linke Führungselement 46 in einer Öffnung 82 durchsetzt und in einer Lagerschale 84 frei drehbar gelagert ist. Die Lagerschale 84 wird über eine Feder 86 gegen die Umfangsfläche des Reibrades 56 ge¬ spannt, sodaß eine zwischen die Kugel 80 und die Reibrol¬ le 56 einlaufende Banknote 10 zuverlässig durch Reib¬ schluß weitertransportiert werden kann.

Wie die vorstehende Beschreibung zeigt, kann durch Um¬ schalten der Antriebsrichtung des Rollenantriebes (Treibriemen 72 bzw. Treibwelle 74 und durch Verschwenken der Gabel 58 zwischen den in den Figuren 3 und 4 darge¬ stellten Stellungen eine in dem Führungsspalt 48 stehende Banknote 10 nach allen vier Rechteckseiten aus dem Füh¬ rungsspalt 48 herauεtransportiert werden. Ein wesentli¬ cher Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt darin, daß auf einfache Weise eine Mehrzahl von Reibrollen ohne großen technischen Aufwand und Steuerungsaufwand synchron und zuverlässig angetrieben werden kann.

Figur 5 zeigt eine Antriebsvariante für die Reibrollen 56, wobei alle mit der in den Figuren 2 bis 4 dargestell¬ ten Ausführungsform übereinstimmenden Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Bei der in der Figur 5 dar- gestellten Ausführungsform ist auf der Gabel 58 koaxial zu ihrer Schwenkachse 66 ein Kegelrad 88 frei drehbar ge¬ lagert, das einen zylindrischen Abschnitt 90 und einen Kegelzahnradabschnitt 92 hat . Über letzteren steht das Kegelrad 88 mit einem Kegelzahnrad 94 in Eingriff, das

drehfest mit der Reibrolle 56 verbunden ist. Die neben¬ einander liegenden gleichartigen Reibrollen 56 werden al¬ le gemeinsam über einen an den zylindrischen Abschnitten 90 der Kegelräder 88 anliegenden Treibriemen 96 angetrie- ben. Wie man erkennt, verändert sich bei einem Ver¬ schwenken der Gabeln 58 der Antriebsweg von den Ke¬ gelrädern 88 auf die Kegelräder 94 nicht. In beiden Stel¬ lungen der Reibrollen 56 können diese über den Treibrie¬ men 96 angetrieben werden. Statt eines separaten Schritt- motors 68 für jede Reibrolle 56 kann auch ein allen Rei¬ brollen 56 gemeinsamer Schrittmotor vorgesehen sein, der über einen Riemen oder eine Schubstange alle Gabeln 58 gemeinsam verschwenkt.

Die erfindungsgemäße Umlenkeinrichtung wurde vorstehend im Zusammenhang mit dem Umlenken der Transportrichtung von Banknoten erläutert. Sie ist selbstverständlich für alle Arten von rechteckigen Blättern verwendbar, bei de¬ nen zwischen einem Transport in Längsrichtung und einem Transport in Querrichtung der Blätter umgeschaltet werden soll.