HERMANN, Andreas (Im Kleie 21, Gleichen, 37130, DE)
SCHNUELL, Peter (Am Bahnhof 2, Gleichen, 37130, DE)
HERMANN, Andreas (Im Kleie 21, Gleichen, 37130, DE)
| Patentansprüche
1. Einrichtung zum Objektivwechsel, insbesondere für Mikroskopobjektive, umfassend eine Halterung, welche am Mikroskopkörper oder -Stativ angeordnet ist und eine in der Halterung vorgesehene Revolveranordnung zum Einbringen zu wechselnder Objektive in die optische Achse des Strahlenganges des Mikroskops, dadurch gekennzeichnet, dass die Revolveranordnung (4) einen um eine zur optischen Achse (2) des Strahlenganges parallel oder unter einem Winkel verlaufende Drehachse (8) drehbar gelagerten und arretierbaren Revolverkörper (9) umfasst, in welchem mindestens zwei in Richtung der optischen Achse (2) verschiebbar gelagerte Objektivaufnahmen (10; 11) angeordnet sind, in denen die zu wechselnden Objektive (5; 6) eingesetzt sind und dass Stellmittel (12 bis 15) vorgesehen sind, mit denen nach erfolgter Positionierung einer ein Objektiv (5 oder 6) tragenden Objektivaufnahme (10 oder 11) in der optischen Achse (2) des Strahlenganges eine Verschiebung dieser Objektivaufnahme (10 oder 11) im Wesentlichen in Richtung der optischen Achse (2) realisierbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur manuellen Verschiebung der Objektivaufnahmen (10; 11) in Richtung der optischen Achse (2) die Objektivaufnahmen (10; 11) Stellmittel (12 bis 15) in Form von durch den Revolverkörper (9) hindurchragenden Stiften oder Rollen oder Stegen (16; 33) umfassen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Revolverkörper (9) hindurchragenden Teile (16) der Stellmittel als Stege (33) ausgeführt sind und bei einer Höhenverstellung der Objektivaufnahme (10 oder 11) durch einen an dem Trägerteil (7) angebrachten Drehknopf (30) mit einem exzentrisch bezüglich der Drehachse des Drehknopfes (30) ausgeführten Rollenlager (31) verstellt werden können.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verschiebung einer in der optischen Achse (2) positionierten Objektivaufnahme (10 oder 11) zusammen mit dem zugeordneten Objektiv (5 oder 6) in Richtung dieser Achse (2) die Objektivaufnahmen (10; 11) jeweils Stellmittel (12 bis 15) in Form von durch den Revolverkörper (9) hindurchragenden und entlang mindestens einer Kulisse oder Führungsfläche (17) der Revolveranordnung (4) geführten Stiften oder Rollen oder Stegen (16) aufweisen.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse oder die Führungsfläche (17) der Revolveranordnung (4) so gestaltet ist, dass eine Drehbewegung des Revolverkörpers (9) um seine Drehachse (8) und eine Verschiebung einer Objektivaufnahme (10 oder 11) in Richtung der optischen Achse (2) realisierbar ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse oder die Führungsfläche (17) der Revolveranordnung (4) so gestaltet ist, dass nur das im Strahlengang positionierte Objektiv (5 oder 6) in Richtung der optischen Achse (2) bewegbar ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Objektivaufnahmen (10; 11) im Revolverkörper (9) in jeweils einem an sich bekannten Vierpunktlager oder an Profilschienen (34) verschiebbar gelagert sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (8) des Revolverkörpers (9) derart in der Revolveranordnung (4) vorgesehen ist, dass die jeweilige, in der optischen Achse (2) positionierte Objektivaufnahme (10 oder 11) und das darin gelagerte Objektiv (5 oder 6) dem Beobachter benachbart sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Objektivaufnahmen (10; 11) entsprechend den in ihnen angeordneten Objektiven (5; 6) angepasste Längen und Einschraubgewinde aufweisen.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verringerung der Masse der Revolveranordnung (4) der Revolverkörper (9) Aussparungen
(23) und/oder Durchbrüche umfasst.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Arbeitsposition des Objektivs (5; 6) die Führungsfläche (17) V-förmig gestaltet ist.
12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Objektive bei der Drehbewegung des Revolverkörpers (9) durch Rastfedern (32) derart fixiert werden, dass die Stellmittel (12 bis 15) nicht auf der Kulisse oder Führungsfläche (17, 25) aufliegen um so eine weitgehend reibungsfreie Drehbewegung zu ermöglichen. |
Einrichtung zum Objektivwechsel, insbesondere für Mikroskopobjektive von fixed stage-Mikroskopen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Objektivwechsel, insbesondere für Mikroskopobjektive, welche in den Mikroskopstrahlengang, ohne das Objekt in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen, ein- und ausgeschaltet werden können. Die Anwendung erweist sich als besonders vorteilhaft bei fixed stage-Mikroskopen. Sie kann jedoch auch bei anderen Mikroskoptypen eingesetzt werden.
Einrichtungen zum Objektivwechsel, sog. Objektivwechsler, sollen zum einen eine möglichst große Anzahl von Objektiven bereitstellen, zum anderen muss die Positionierung einzelner Objektive in der optischen Achse des betreffenden Strahlenganges so genau sein, dass die Parfokalität für alle Objektive gegeben ist.
Allgemein bekannt sind Einrichtungen zum Wechseln von Objektiven bei Mikroskopen unterschiedlicher Typen, welche einen Revolver umfassen, in welchem die zu wechselnden Objektive eingeschraubt sind, die dann nach Bedarf durch Drehen des Revolvers in eine Position in der optischen Achse des Strahlenganges des Mikroskops eingebracht werden. Dieser Revolver besitzt meist eine gegen die optische Achse geneigte Drehachse und kann sowohl über als auch unterhalb des Objekttisches eines Mikroskops angeordnet sein, je nach dem, ob es sich um ein aufrechtes oder um ein inverses Mikroskop handelt. Die Objektive werden dann aus einer Speicherposition in eine, in der optischen Achse des Strahlenganges vorgesehene Arbeitsposition durch Drehung des Revolvers gebracht. Bei der Drehung des Revolvers zwecks Einschaltung eines ausgewählten Objektivs in die optische Ach-
se des Strahlenganges bewegt sich dann die Frontpartie (die dem Objekt zugewandte Seite) des Objektivs tangential zur Objektebene in einem Abstand, welcher u.a. von der Vergrößerung des betreffenden Objektivs abhängt. Das Objektiv läuft dabei auf einer zur Ebene des Mikroskoptisches geneigten Kreisbahn mit einem großen Kreisdurchrαesser, der etwa dem Durchmesser des Objektivtellers entspricht. Durch diesen großen Kreisdurchmesser und den in der Regel geringen Neigungswinkel der Kreisbahn beschränkt ein derartiger Objektivwechsler den das Objekt oder die Probe umgebenden Raum.
Auch bei Mikroskopen mit festem Objekttisch (fixed stage- Mikroskopen) und mit einer Fokussierung durch Verschieben des Objektivs relativ zum Objekt (Objektivfokussierung) sind mehrere Objektive in einem Objektivwechsler erwünscht und vorteilhaft, um einerseits mit einer schwachen Objektivvergrößerung einen größeren Objektbereich zu übersehen und um andererseits bei einer geeigneten höheren Vergrößerung eine ausgewählte Stelle des Objektes genauer untersuchen zu können.
Fixed stage-Mikroskope werden bevorzugt in der Neurophysio- logie und Neurobiologie für die Anwendung der sog. Patch Clamp-Technik an Hirnschnittpräparaten eingesetzt. Dabei ist eine tangentiale Bewegung des Objektivs relativ zum zu untersuchenden Objekt nicht nur unerwünscht, sondern sie stellt auch eine Gefährdung für das Präparat oder das Objekt sowie für die im Umfeld positionierten Gerätschaften, wie Mikromanipulatoren, Perfusionseinrichtung oder Gefäße für Präparate, dar. Da sich oftmals das Objekt und das Objektiv in einem flüssigen Medium befinden, tritt durch die Tangentialbewegung des Objektivs eine horizontale Flüssig-
keitsströmung auf, die das durch „Patch Clamp" fixierte Objekt- oder Präparatdetail aus der eingestellten Position verschieben kann. Aus diesem Grunde sollte das Objektiv sanft und langsam sowie parallel, also in Richtung zur optischen Achse in die Flüssigkeit eintauchen. Auf diese Weise würde auch eine Berührung von Teilen durch das Objektiv in der Probenumgebung weitestgehend vermieden.
Es sind ferner Schiebe- und Wippeneinrichtungen bekannt, welche diese Forderungen nur teilweise erfüllen. Bei diesen Einrichtungen können jedoch nur zwei Objektive aufgenommen werden, wobei die eine Speicherposition sich zwischen dem Beobachter und dem Präparat befindet, wodurch die Zugänglichkeit und die übersichtlichkeit erschwert werden, was besonders bei fixed stage-Mikroskopen von Nachteil ist.
Aus der US7046437 ist beispielsweise eine Vorrichtung zum Objektivwechseln bekannt, mit welcher zwei Objektive durch einen Wipp- bzw. Kippmechanismus zwischen Arbeitsposition in der optischen Achse und Speicherposition außerhalb der optischen Achse gewechselt werden. In dieser Ausführung ragt insbesondere der Hebel für den Wechselmechanismus und in der einen Position des Objektivwechslers ein Objektiv in den Raum zwischen Probe und Beobachter rein, so dass die Zugänglichkeit und Sicht des Probenraumes eingeschränkt ist.
Aus der US 6,359,731 ist eine Vorrichtung zum Objektivwechseln bekannt, bei der zwei Objektive durch einen kombinierten Schiebe- und Hebemechanismus gewechselt werden. Auch hier befindet sich in der einen Position des Wechslers ein Objektiv in dem Raum zwischen Probe und Beobachter und schränkt diesen Raum ein. Die Wechselvorrichtung ist also
nicht so ausgelegt, dass sie diesen Raum für Experimente und Manipulationen an der Probe freihält.
Aus der DE 198 22 870 ist eine Vorrichtung zum Objektivwechseln bekannt, bei der abwechselnd zwei Objektive durch einen Schlitten in die Arbeitsposition in der optischen Achse gebracht werden können.
Wenngleich bei diesen Lösungen die zwei Objektive stets in einer Richtung von dem Benutzer weg bzw. zu diesem hin bewegt werden und so der die Probe seitlich umgebende Raum gut für weitere Gerätschaften genutzt werden kann, befindet sich zwischen Probe und Beobachter immer eine Speicherposition eines Objektives, die die Zugänglichkeit und die ü- bersichtlichkeit erschwert.
So liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung zum Objektivwechsel bei Mikroskopen zu schaffen, welche bei geringem Platzbedarf und einer schlanken Bauweise eine gute Zugänglichkeit und übersichtlichkeit des Probenraumes und beim Wechsel der Objektive eine geringst mögliche Einschränkung und Beeinflussung dieses Probenraumes gewährleistet .
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer gemäß den Merkmalen des Hauptanspruches ausgestalteten Einrichtung zum Objektivwechsel gelöst. In den weiteren Unteransprüchen sind Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung offenbart. Damit ist weitestgehend gewährleistet, dass sich nun keine Speicherposition eines Objektives mehr im Raum zwischen dem Beobachter und der Probe befindet.
So sind zur manuellen Verschiebung der Objektivaufnahmen in Richtung der optischen Achse des Strahlenganges Stellmittel in Form von, durch den Revolverkörper hindurchragenden Stiften oder Rollen vorgesehen sind.
Es ist eine vorteilhafte Ausführung, wenn zur Verschiebung einer in der optischen Achse positionierten Objektivaufnahme zusammen mit dem zugeordneten Objektiv in Richtung dieser Achse die Objektivaufnahmen jeweils Stellmittel in Form von durch den Revolverkörper hindurchragenden und entlang mindestens einer Führungsfläche oder Kulisse der Revolveranordnung geführten Stiften oder Rollen aufweisen.
So ist es ferner von Vorteil, dass die Führungsfläche der Revolveranordnung so gestaltet ist, dass eine Drehbewegung des Revolverkörpers um seine Drehachse und eine Verschiebung einer Objektivaufnahme in Richtung der optischen Achse realisierbar ist.
Vorteilhaft ist es auch, wenn die Führungsfläche oder Kulisse der Revolveranordnung so gestaltet ist, dass das im Strahlengang positionierte Objektiv in Richtung der optischen Achse bewegbar ist.
Zur Realisierung einer präzisen und leichtgängigen Lagerung der Objektivaufnahmen ist es vorteilhaft, wenn die Objektivaufnahmen im Revolverkörper in jeweils einem an sich bekannten Vierpunktlager gelagert sind. Hierbei sind vorzugsweise Wälzlager vorzusehen.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Drehachse des Revolverkörpers derart in der Revolveranordnung vorgesehen ist, dass die jeweilige, in der optischen Achse positionierte
Ob] ektivaufnähme mit dem darin eingesetzten Objektiv dem Beobachter benachbart ist.
Vorteilhaft ist es auch, dass die Objektivaufnahmen Langen und Einschraubgewinde aufweisen, welche den in den Objektivaufnahmen eingesetzten Objektiven entsprechend angepasst sind.
Zur Verringerung der Masse der Revolveranordnung sind in dieser vorteilhaft Aussparungen und/oder Durchbruche vorgesehen .
Von Vorteil kann es weiterhin sein, wenn im Bereich der Arbeitsposition des Objektivs die Fuhrungsflache V-formig gestaltet ist.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfuhrungsbeispiel naher erläutert werden. In der Zeichnung zeigen
Fig.l eine Gesamtansicht einer erfindungsgemaßen Einrichtung zum Objektivwechseln mit einer Kulisse im Tra- gerteil,
Fig.2 die Revolveranordnung der Einrichtung mit vier Objektivaufnahmen,
Fig.3 einen Schnitt durch den Revolverkorper,
Fig.4 eine Revolveranordnung mit V-formiger Fuhrungsflache und
Fig.5 eine Revolveranordnung mit zwei eingesetzten Objektiven.
Fig.6 eine perspektivische Seitenansicht der Einrichtung
Fig.7. eine Ausfuhrungsform nach Fig.6 in der Draufsicht
In den Figuren 1 bis 7 werden für weitestgehend funktionsgleiche Elemente und Baugruppen gleiche Bezugszeichen verwendet .
In Fig.l ist eine erfindungsgemäße Einrichtung zum Wechseln von Objektiven dargestellt, welche eine am Mikroskopkörper 1 oder Mikroskopstativstativ in Richtung der optischen Achse 2 des Mikroskopstrahlenganges verstellbar gelagerte HaI- terung 3 umfasst. Diese Halterung 3 trägt eine Revolveranordnung 4 zum Einbringen zu wechselnder Objektive 5; 6, in die optische Achse 2 des Mikroskopstrahlenganges, wobei das Objektiv 6 in der Fig.5 sichtbar dargestellt ist. Die Revolveranordnung 4 umfasst ein äußeres Trägerteil 7, welches mit der Halterung 3 verbunden ist und in welchem ein, um eine Drehachse 8 drehbarer, vorzugsweise arretierbarer Revolverkörper 9 gelagert ist. Die Drehachse 8 ist vorteilhaft so in der Revolveranordnung 4 vorgesehen, dass eine in der optischen Achse 2 positionierte Objektivaufnahme 10 o- der 11 und das darin befindliche Objektiv 5 oder 6 dem Beobachter benachbart ist. Bei der dargestellten Einrichtung verläuft die Drehachse 8 parallel zur optischen Achse 2. Bei konstruktiv anders aufgebauten Objektivwechseleinrichtungen, welche hier nicht dargestellt und beschrieben sind, kann die Drehachse 8 grundsätzlich auch unter einem Winkel, d.h. nicht parallel, zur optischen Achse 2 angeordnet sein. Im Revolverkörper 9 sind mindestens zwei Objektivaufnahmen 10; 11 (Fig.3) vorgesehen, welche in Richtung der optischen Achse 2 verschiebbar gelagert sind.
An den Objektivaufnahmen 10; 11 sind Stellmittel 12 bis 15 (Fig.2) angeordnet, mit denen nach einer erfolgten Positionierung einer ein Objektiv 5 tragenden Objektivaufnahme 10 im wesentlichen in der optischen Achse 2 des Strahlenganges
eine Verschiebung dieser Aufnahme 10 in Richtung der optischen Achse 2 durchgeführt werden kann. Diese an den Objektivaufnahmen 10; 11 angeordneten Stellmittel 12 bis 15 ragen durch eine parallel zur optischen Achse 2 angeordnete, schlitzförmige Führung 18 durch den Revolverkörper 9 hindurch. Für diese Stellmittel 12 bis 15 (Fig.2) können Führungsstifte (Fig.2) oder auf Achsen gelagerte Rollen 16 (Fig.l) zur Anwendung kommen, welche an einer Führungsfläche 17 des äußeren Trägerteils 7 anliegen. Die Führungsfläche 17 ist derart ausgebildet, dass, sobald eine der mindestens zwei Objektaufnahmen 10 oder 11 eine Positionierung in der optischen Achse 2 der Strahlenganges erreicht bzw. eingenommen hat, nur diese betreffende Objektivaufnahme 10 (Fig.2 und 3) zusammen mit dem dort eingesetzten Objektiv 5 in Richtung der optischen Achse 2 bewegt bzw. verstellt wird, ohne quer zur optischen Achse 2 eine Bewegung auszuführen. Die Führungsfläche 17 bilden hier im Bereich der Arbeitsposition die Flanken 17b einer Kulisse 25, in welcher die Rolle 16 geführt ist.
Fig.3 zeigt einen Schnitt durch den Revolverträger 9 mit den zwei Objektivaufnahmen 10 und 11, die in Bohrungen 19 und 20 des Revolverträgers 9 angeordnet sind und welche darin in Richtung der optischen Achse 2 verschiebbar gelagert sind. Um eine Leichtgängigkeit und eine hohe Präzision bei der Verschiebung der Objektivaufnahmen 10 und 11 zu gewährleisten, sind diese in an sich bekannten Vierpunktlagern 21; 22 in Wälzkörpern gelagert. Alternativ ist auch die Lagerung in einem Rollen- oder Kugelkäfig denkbar. Wie dargestellt, besitzen die Objektivaufnahmen 10; 11 zwecks Anpassung an unterschiedliche Objektive unterschiedliche Längen. In an sich bekannter Weise können die Objektive in die Objektivaufnahmen 10; 11 geschraubt werden, wobei das
jeweilige Einschraubgewinde dem Gewinde der Objektive ange- passt sein muss.
Zur Verringerung der Masse der Revolveranordnung sind vorzugsweise im Revolverkörper 9 Aussparungen 23 und/oder Durchbrüche vorgesehen (siehe Fig. 2) .
Fig.4 zeigt eine Einrichtung, bei welcher die Führungsfläche 17 des Trägerteils 7 im Bereich der Arbeitsposition einen V-förmigen Abschnitt 24 besitzt, wodurch gewährleistet wird, dass die Objektivaufnahme 10 zusammen mit dem jeweiligen Objektiv 5 durch Abwälzen der Rolle 16 an der Führungsfläche 17 in die Arbeitsposition gebracht wird. Durch die Steilheit der Flanke 17a des V-förmigen Abschnittes 24 kann der Umfang des Eingriffs des Objektivs 5 in den Probenraum bestimmt werden. Gegenüber vom Stand der Technik erlaubt diese Ausführungsform dennoch einen, den Probenraum erheblich weniger einschränkenden Wechsel des Objektives 5.
In Fig.5 ist eine Ausführung der Erfindung dargestellt, bei welcher die Führungsfläche 17 im Bereich der Arbeitsposition eine zur optischen Achse 2 parallel verlaufende Flanke 17c und eine zur optischen Achse 2 geneigt unter einem Winkel verlaufende Flanke 17d besitzt.
Fig. 6 zeigt ähnlich wie Figur 3 eine perspektivische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung. Im Unterschied zu den vorigen Ausführungsformen sind hier die Stellmittel als Stege 33 ausgeführt, die eine Breite von einigen Millimetern aufweisen. Die Aussparung im Trägerteil 7 ist für die Höhenverstellung der Objektivaufnahme 10 entsprechend breit ausgeführt. Für die komfortable Höhenverstellung ist hierbei zusätzlich ein Drehknopf 30 am Träger-
teil 7 angebracht. Dieser umfasst ein zu seiner Drehachse exzentrisch ausgeführtes Rollenlager 31, dass bei Drehung des Drehknopfes 30 eine kreisförmige Bewegung ausführt. Ist die Objektivaufnahme 10 in Arbeitsposition gebracht wird der Steg 33 durch das Rollenlager 31 abgestützt. Durch die Schwerkraft folgt die Objektivaufnahme 10 damit der Drehbewegung des Drehknopfes 30 und lässt sich in einfacher Weise nach unten und wieder nach oben bewegen.
Die Objektivaufnahmen 10; 11 werden bei Wechselbewegung des Revolverkörpers 9 durch zusätzliche Rastfedern (32) derart fixiert, dass die Stellmittel nicht auf der Kulisse oder Führungsfläche aufliegen um so eine weitgehend reibungsfreie Drehbewegung zu ermöglichen. Dabei dient die Kulisse oder Führungsfläche als Absicherung gegen etwaige Erschütterungen. Wenn bei einer Erschütterung die Federkraft der Rastfeder 32 überschritten wird, werden die Objektivaufnahmen 10; 11 auf der Kulisse oder in der Führungsfläche aufgefangen und dringen nicht mit großem Impuls in den Probenraum ein.
Die Objektivaufnahmen 10; 11 sind weiterhin über Profilschienen 34 mit dem Revolverkörper 9 verschiebbar verbunden. Vorteilhaft ist hierbei ein Rollenlager zum Eingriff in die Profilschiene vorzusehen, um eine reibungsminimierte Höhenverstellung zu ermöglichen.
Fig. 7 zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 6 in der Draufsicht. Dabei sind 4 Objektivaufnahmen 10 und dazugehörige Profilschienen 34 zu erkennen. Das Trägerteil 7 weist zudem Mittel auf, um den Objektivrevolver am Stativ zu fixieren. Ein Kranz 35 ist mit dem Revolverkörper 9 fest verbunden und weist hier 8 Nasen auf, die im Einbau des Revolverkörpers 9 über die Kontur des Trägerteils 7 hinausragen und so für den Benutzer des Mikroskops einen leicht zugäng-
liehen Angriffspunkt für die Ausübung der Drehbewegung des Revolverkörpers 9 bieten.
Schließlich sei darauf hingewiesen, dass die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele lediglich zur Beschreibung der erfindungsgemäßen Lösung dienen, diese jedoch nicht nur auf diese Ausführungsbeispiele einschränkt ist.
Ohne Beschränkung sind jedoch für die Führungsflächen 17 nach Figur 4 und 5 auch andere Formen denkbar, die z.B. im Bereich des überganges von der Speicherposition zu der Arbeitsposition eine Rundung besitzen. Außerdem kann an der Arbeitsposition eine kleine Vertiefung (nicht dargestellt) in der Führungsfläche 17 vorgesehen sein, so dass das Objektiv 5 zum Wechsel nur leicht angehoben werden muss, ansonsten aber auf den Führungsflächen 17 gleitet. Außerdem ist es möglich, anstelle der offenen Führungsfläche 17 eine in das Trägerteil 7 integrierte und nach außen nicht sichtbare Führung in Form einer entsprechend geformten Nut zu verwenden.
Die Erfindung wurde mit Bezug auf besondere Ausführungsformen beschrieben. Es ist für einen Fachmann jedoch selbstverständlich, dass änderungen und Abwandlungen durchgeführt werden können, ohne dabei den Schutzbereich der Ansprüche zu verlassen.
Bezugszeicheπliste
1 Mikroskopkörper
2 optische Achse
3 Halterung
4 Revolveranordnung
5; 6 Objektiv
7 Trägerteil
8 Drehachse
9 Revolverkörper
10; 11 Obj ektivaufnähme
12 bis 15 Stellmittel
16 Rolle
17 Führungsfläche
17a bis d Flanke
18 Führung
19; 20 Bohrung
21; 22 Vierpunktlager
23 Aussparung
24 Abschnitt
25 Kulisse
30 Drehknopf
31 Rollenlager
32 Rastfeder
33 Steg
34 Profilschiene
35 Kranz
Next Patent: DEVICE FOR PRODUCING BLOWN FILMS
