| WO/2001/026499 | SEMI-ENCLOSED APPLICATOR FOR DISTRIBUTING A SUBSTANCE ONTO A TARGET SURFACE |
| JP02243106 | TOOTHBRUSH USED BY INSERTION OF FINGER TIP |
| WO/2005/112692 | GROOMING/CLEANING APPARATUS |
Ansprüche
1. Vorrichtung (1) zum Zähneputzen, umfassend einen im Handteller (7) einer Hand (5, 6) zu greifenden Griffkörper (2), ein sich vom Griffkörper (2) längs des Zeigefingers (8) der Hand (5, 6) an der Fingerinnenseite (9) in Richtung zum vordersten Fingerglied (10) erstreckendes Zwischenstück (3) und ein sich hieran längs anschließendes Kopfteil (4) mit einer fingerseitig angeordneten Anlagefläche für das vorderste Fingerglied (10) des Zeigefingers (8) und einer der Anlagefläche (14) gegenüberliegend angeordneten Borstenanordnung (11,12), wobei der Griffkörper (2) im wesentlichen symmetrisch zu einer in etwa parallel zum Handteller (7) verlaufenden Mittelebene ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (4) relativ zum Griffkörper (2) zwei verschiedene Gebrauchsstellungen einnehmen kann, in denen es relativ zur jeweils anderen Gebrauchsstellung um seine Längsachse (L) um etwa 180° verdreht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, daß das Kopfteil (4) drehbar zum Griffkörper (2) gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil (4) und das Zwischenstück (3) oder das Zwischenstück (3) und der Griffkörper (2) mittels einer in den beiden Gebrauchsstellungen zusammen passenden Steckverbindung (13) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil (4) in beiden Gebrauchsstellungen über das Zwischenstück (3) mit dem Griffstück (2) drehfest oder nur innerhalb eines begrenzten Winkelbereichs um eine Nullstellung der Gebrauchsstellung herum drehbar verbunden ist .
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil (4) und das Zwischenstück (3) längenveränderbar zueinander fixierbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Kopfteil (4) auf Seiten der Anlagefläche (14) ein im wesentlichen ringförmiges Befestigungselement (15) zur Fixierung des daran anliegenden vordersten Fingerglieds (10) des Zeigefingers (8) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (3) und der Griffkörper (2) einteilig ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (2) quer zu seiner Längsachse biegeelastisch ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Borstenanordnung eine lösbar im Kopfteil (4) befestigte Trägerplatte (12) für die Borsten (11) umfaßt .
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Griffkörper (4) beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme (20) für einen Werbeträger (21, 22) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Griffkörper (2) beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme für je eine daran befestigbare Griffschale ausgebildet ist . |
Vorrichtung zum Zähneputzen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zähneputzen, umfassend einen im Handteller einer Hand zu greifenden Griffkörper, ein sich vom Griffkörper längs des Zeigefingers der Hand an der Fingerinnenseite in Richtung zum vordersten Fingerglied erstreckendes Zwischenstück und ein sich hieran längs anschließendes Kopfteil mit einer fingerseitig angeordneten Anlagefläche für das vorderste Fingerglied des Zeigefingers und einer der Anlagefläche gegenüberliegend angeordneten Borstenanordnung .
Eine solche Vorrichtung ist sowohl aus der EP 1234524 A2 als auch aus der DE 510572 C bekannt. Ausgangspunkt der in den vorgenannten Druckschriften angestellten überlegungen war es in beiden Fällen, eine an dem vordersten Fingerglied des Zeigefingers einer Hand befestigte Fingerzahnbürste zum Zweck einer bequemeren Bedienbarkeit und eines besseren Kraftübertrags auf die Borstenanordnung durch eine bis in den Handteller reichende Verlängerung zu verbessern. Fingerzahnbürsten als solche sind in verschiedensten Ausführungsformen, z.B. aus der DE 20103176 Ul, der DE 29723497 Ul, der DE 29515202 Ul oder der EP 0985364 A2 , bekannt.
Wie bereits in der EP 1234524 A2 erkannt wurde, eignet sich eine Vorrichtung zum Zähneputzen der eingangs genannten Art insbesondere für Kinder sowie geistig und/oder körperlich beeinträchtigte Personen, denen die Handhabung einer herkömmlichen Zahnbürste häufig Probleme bereitet. Dadurch daß die Zahnreinigung mittels einer direkt am vordersten Fingerglied des Zeigefingers
anliegenden Fingerzahnbürste erfolgt, ergibt sich eine auch für nur grobmotorisch veranlagte Personen einfache und intuitive Bedienung. Die durch das am Zeigefinger verlaufende Zwischenstück und das im Handteller zu greifende Griffstück erfolgende Versteifung der Bewegungsfreiheit des Zeigefingers bzw. der gesamten Hand hat jedoch auch Nachteile. Insbesondere ist dadurch nicht immer ein optimales Reinigungsergebnis erzielbar.
Vor allem für Kinder, körperlich und/oder geistig behinderte Personen erweist es sich häufig als unmöglich, sämtliche Außen-, Innen- und Kauflächen aller Zähne, insbesondere der hinteren Backenzähne, in beiden Kieferhälften zu reinigen. Bereits nicht in ihren motorischen Fähigkeiten beeinträchtigte Personen müssen hierfür eine gewisse Verrenkung vollziehen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Zähneputzen derart weiterzubilden, daß bei einfacher Bedienbarkeit ein verbesserter Reinigungserfolg erzielbar ist . Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden nachfolgend diskutiert.
Die vorstehende Aufgabe wird mit einer erfindungsgemäßen Zahnputzvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst, bei der der Griffkörper im wesentlichen symmetrisch zu einer in etwa parallel zum Handteller verlaufenden Mittelebene ausgebildet ist und deren Kopfteil relativ zum Griffkörper zwei verschiedene Gebrauchsstellungen einnehmen kann, in denen es relativ zur jeweils anderen Gebrauchsstellung um seine Längsachse um etwa 180° verdreht ist.
Mit anderen Worten: Die das Kopfteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung bildende und über ein Zwischenstück mit einem im wesentlichen symmetrisch ausgebildeten Griffkörper verbundene Fingerzahnbürste kann aus einer ersten Gebrauchsstellung in eine zweite Gebrauchsstellung überführt werden, in der sie - um die parallel zu dem ausgestreckten Zeigefinger verlaufende Längsachse des Kopfteils - um 180° gegenüber der ersten Gebrauchsstellung verdreht ist.
Dadurch wird erreicht, daß die Vorrichtung von einer Person nicht nur mit einer, sondern auch mit der anderen Hand bedienbar ist, wozu lediglich das Kopfteil von einer Gebrauchsstellung in die andere überführt werden muß. Dies bietet mehrere Vorteile und beruht auf den folgenden Erkenntnissen.
Erstens kann der beim Zähneputzen zu erzielende Reinigungserfolg erhöht werden, da einige Zahnflächen, insbesondere solche der hinteren Backenzähne, einfacher erreichbar sind, wenn hierzu die Zahnputzvorrichtung in die andere Hand gewechselt und auch mit dieser verwendet werden kann. Dies war mit gattungsgemäßen Vorrichtungen aus dem vorbekannten Stand der Technik nicht möglich.
Zweitens betrifft der vorstehend genannte Vorteil vor allem Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in der Bewegung ihrer Hände und/oder Finger beeinträchtigt sind. Viele motorische Beschwerden, die eine Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit der Hände und/oder Finger mit sich bringen, treten schubweise oder manchmal schwächer und manchmal stärker zu Tage. Falls also nun eine Hand - entweder dauerhaft oder vorrübergehend
- nicht ausreichend bewegbar ist, um alle Zahnbereiche mit der in dieser Hand gehaltenen Zahnputzvorrichtung zu reinigen, kann nun einfach das Kopfteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung in seine zweite Gebrauchsstellung verstellt und die Vorrichtung mit der anderen Hand gegriffen werden, um die zuvor nur umständlich oder gar nicht erreichbaren Zahnbereiche putzen zu können.
Und schließlich stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung auch ein geeignetes Mittel zur spielerischen Schulung und Entwicklung der motorischen Fähigkeiten von Kindern dar, da rechtshändige Kinder bei der Handhabung der erfindungsgemäßen Zahnputzvorrichtung mit abwechselnd beiden Händen auch den Gebrauch ihrer linken Hand verbessern. Dies gilt selbstverständlich auch umgekehrt für linkshändige Kinder, die beim Zähneputzen spielerisch die motorischen Fähigkeiten ihrer rechten Hand schulen, um alle zu reinigenden Zahnflächen zu erreichen.
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß aus der DE 19604057 Al und der WO 96/22038 Al bereits herkömmliche Zahnbürsten bekannt sind, deren Bürstenköpfe zum Zwecke der Erzielung einer besseren Reinigungsleistung bei unverändert in einer Hand gehaltenem Zahnbürstenstiel zwischen verschiedenen Gebrauchsstellungen verdrehbar sind. Diese Drehbarkeit des Bürstenkopfs hat dort also nichts mit einem Wechsel der Zahnbürste von der rechten in die linke Hand (bzw. umgekehrt) zu tun, ohne den die Zahnputzvorrichtung der vorliegenden Erfindung nicht sinnvoll in beiden Gebrauchsstellungen greifbar bzw. bedienbar wäre, da - ohne Handwechsel, der erst durch die zwei Gebrauchsstellungen ermöglicht wird - die Bor-
stenanordnung zum Finger und nicht zu den Zähnen hin weisen würde.
In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Kopfteil drehbar zum Griffkörper gelagert ist. Dies kann dadurch erreicht werden, daß entweder das Kopfteil drehbar am Zwischenstück oder - falls das Kopfteil und das Zwischenstück drehfest miteinander verbunden sind - das Zwischenstück drehbar am Griffkörper gelagert ist. Diese Drehbarkeit sollte ersichtlich die Möglichkeit umfassen, das Kopfteil ausgehend von der ersten Gebrauchsstellung relativ zum Griffstück um etwa 180° in die zweite Gebrauchsstellung zu verdrehen. Die Drehbarkeit kann auf den zur Verstellung zwischen den Gebrauchsstellungen erforderlichen Winkelbereich von etwa 180° beschränkt sein. Andererseits kann jedoch auch eine Drehbarkeit um 360° oder gar eine - bezogen auf eine Drehrichtung - endlose Drehbarkeit vorgesehen sein. Durch die drehbare Lagerung des Kopfteils relativ zum Griffkörper kann dieses äußerst einfach und bedienungsfreundlich von der ersten in die zweite Gebrauchsstellung und umgekehrt überführt werden.
Daneben kann das Kopfteil infolge seiner drehbaren Lagerung relativ zum Griffkörper auch Zwischenstellungen einnehmen. Dies erweist sich insbesondere für diejenigen Zwischenstellungen als vorteilhaft, die mit einer der beiden (exakten) Gebrauchsstellungen einen nur kleinen Winkel einschließen, da das Kopfteil sich dann beim Reinigen der Zähne innerhalb gewisser Grenzen automatisch in seiner Winkellage an den jeweilige Winkel zu der gerade zu reinigenden Zahnfläche anpassen kann, was das Reinigungsergebnis nochmals erhöht.
Gemäß einer anderen ebenfalls vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Kopfteil und das Zwischenstück oder das Zwischenstück und der Griffkörper mittels einer bevorzugt nur in den beiden Gebrauchsstellungen zusammen passenden Steckverbindung verbunden sind. Zur Verstellung der Gebrauchs- Stellung muß demnach nur die Steckverbindung gelöst und in der jeweils anderen Gebrauchsstellung wieder zusammengefügt werden.
Diese Steckverbindung kann dabei zum einen derart ausgestaltet sein, daß das Kopfteil in beiden Gebrauchsstellungen jeweils vollkommen drehfest über das Zwischenstück mit dem Griffstück verbunden ist. Dies ist insbesondere aus Gründen der Bedienungsfreundlich- keit von Vorteil, da eine leichtgängige Verdrehbarkeit des Kopfteils - insbesondere wenn die erfindungsgemäße Zahnputzvorrichtung von in ihrer Motorik eingeschränkten Personen bedient wird - schwer zu handhaben ist. Das Anlegen des vordersten Fingerglieds bzw. der Fingerkuppe des Zeigefingers an die hierfür bestimmte Anlagefläche eines über große Winkelbereiche verdrehbaren Kopfteils erfordert eine gewisse Geschicklichkeit.
Andererseits kann bei einer Steckverbindung auch vorgesehen sein, daß das Kopfteil in seinen beiden Gebrauchsstellungen zur Anpassung seiner exakten Winkellage an eine ansonsten leicht gewinkelt zur Borstenanordnung stehende Zahnfläche eine geringe Verdrehbarkeit innerhalb eines begrenzten Winkelbereichs aufweist . Ein Bedarf hierfür leitet sich insbesondere daraus ab, daß in der Bewegbarkeit von Unterarm oder Händen beeinträchtigte Personen ggfs. Schwierigkeiten
damit haben können, das vorderste Fingerglied des Zeigefingers und damit die an dem Kopfteil angeordnete Borstenanordnung zu jeder zu reinigenden Zahnfläche parallel zu stellen. Im übrigen erhöht sich damit auch allgemein die Reinigungsleistung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Beispielsweise kann bei zwei sich um 180° unterscheidenden Gebrauchsstellungen daran gedacht sein, durch entsprechende Ausgestaltung der Steckverbindung eine relative Verdrehung von Kopfteil und Griffkörper um bevorzugt +/- 20° oder auch nur +/-10° um die jeweilige Nullstellung der beiden Gebrauchsstellungen zuzulassen. Infolge der nur begrenzten Verdrehbarkeit innerhalb der jeweiligen Gebrauchsstellung bleibt die Vorrichtung einfach zu bedienen.
Die Anpassung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für Personen mit verschieden großen Hände und verschieden langen Zeigefingern ist im Prinzip durch verschieden lange Zwischenstücke realisierbar. Es erweist sich jedoch als äußerst vorteilhaft, wenn das Kopfteil und das Zwischenstück längenveränderbar zueinander fixierbar sind, da dann zur Anpassung an verschieden große Hände bzw. verschieden lange Zeigefinger keine verschieden großen Zahnputzvorrichtungen bzw. verschieden langen Zwischenstücke bereitgestellt werden müssen. Vor allem kann die erfindungsgemäße Vorrichtung damit an den Wachstumsprozeß von Kindern angepaßt werden und für verschieden große Kinder in nur einer - längenveränderbaren - Ausführung angeboten werden. Die vorstehend erläuterte längenveränderliche Fixierung kann in besonders vorteilhafter Weise dadurch realisiert sein, daß die weiter oben erläuterte Steckverbindung derart aus-
geführt wird, daß eine Fixierung des Kopfteils am Zwischenstück in verschiedenen Längsstellungen möglich ist. Hierzu bietet sich insbesondere ein Rastmechanismus an, der eine in gleichmäßigen Abständen längenveränderbare Fixierung von Kopfteil und Zwischenstück ermöglicht .
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß am Kopfteil auf Seiten der Anlagefläche ein im wesentlichen ringförmiges Befestigungselement zur Fixierung des daran anliegenden vordersten Fingerglieds des Zeigefingers angeordnet ist. Ein solches ringförmiges Befestigungselement ist bevorzugt aus einem elastischen und strapazierfähigen Textilstoff hergestellt, der ein einfaches Einschieben des Zeigefingers und eine ausreichende Befestigung desselben ermöglicht. Die dadurch erfolgende Fixierung des vordersten Zeigefingerglieds am Kopfteil erweist sich vor allem in Kombination mit der vorgenannten Längen- veränderbarkeit als vorteilhaft, da damit ein unbeabsichtigtes Verstellen der Länge während des Zähneputzens wirksam verhindert wird.
Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, daß Griffkörper und Zwischenstück einteilig miteinander ausgebildet sind. Dies sorgt bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung insbesondere im Bereich des übergangs vom Griffkörper zum Zwischenstück für die notwendige Festigkeit, da in diesem Bereich die durch den anliegenden Zeigefinger aufgebrachte Hebelkraft besonders groß ist.
Außerdem erweist es sich - auch aus Gründen eines besseren Reinigungserfolgs - als vorteilhaft, wenn das Zwischenstück quer zu seiner Längsachse biegeelastisch
ausgebildet ist, so daß eine gewisse Krümmung des Zeigefingers ermöglicht wird. Durch die hierdurch erhöhte Beweglichkeit des Zeigefingers erhöht sich auch der mit der Vorrichtung zu erzielende Reinigungserfolg. Sofern das Zwischenstück einstückig am Griffkörper angeformt ist, ist diese Biegeelastizität vorteilhaft in beide Richtungen gleichermaßen ausgeprägt, damit die Vorrichtung in beiden Gebrauchsstellungen des Kopfstücks und damit in beiden Händen einer Person gleichermaßen bedienbar ist. Sofern jedoch das Zwischenstück gemeinsam mit dem Kopfteil um etwa 180° zwischen den beiden Gebrauchsstellungen verdreht wird, kann auch eine nur einseitig ausgeprägte Biegeelastizität vorgesehen sein, womit ein überdehnen des am Kopfteil befestigten Zeigefingers nach hinten nicht möglich ist.
Bevorzugt ist die eine Trägerplatte sowie die an der Trägerplatte befestigten Borsten umfassende Borstenanordnung lösbar im Kopfteil der Vorrichtung befestigt. So kann die Borstenanordnung einfach ausgetauscht werden, wenn die Steifigkeit der Borsten nach längerem Gebrauch keinen ausreichenden Putzerfolg mehr sicherstellt oder aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden sollte. Ein Austausch des gesamten Kopfteils ist dann nicht notwendig.
Gemäß einer weiteren bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß am Griffkörper beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme für einen Werbeträger ausgebildet ist. Als Werbeträger im vorgenannten Sinne ist bevorzugt an ein mittels einer durchsichtigen Abdeckung schmutzdicht in der Aufnahme zu befestigendes Werbemotiv zu denken. Die beiden möglichst einfach auszutauschenden Werbeträger sind infol-
ge ihrer beidseitigen Anordnung von beiden Seiten des Griffkörpers zu erkennen. Verschiedene Hersteller oder Lizenznehmer können eine erfindungsgemäße Vorrichtung dann mit austauschbaren Werbemotiven versehen. Unter Werbemotiv ist hierbei jedwede graphische Darstellung zu verstehen, die geeignet ist, dem Griffstück einen individuellen Charakter zu verleihen. Für Kinder kann dabei an Abbildungen von momentan gerade aktuellen Comicfiguren gedacht werden, die durch entsprechenden Austausch immer dem aktuell bevorzugten Motiv entsprechen können. Auch hierdurch läßt sich die Motivation von Kindern zum Zähneputzen und damit auch der Reinigungserfolg steigern.
Ferner kann vorgesehen sein, daß an dem im wesentlichen zu einer Mittelebene symmetrischen Griffkörper beidseits der Mittelebene jeweils eine Aufnahme für eine daran befestigbare Griffschale ausgebildet ist. Diese Aufnahmen erweisen sich zur ergonomischen Anpassung des Griffkörpers an die jeweilige Hand mittels einer nur einseitig oder zweier beidseitig anzubringender Griffschalen als vorteilhaft. Insbesondere kann daran gedacht werden, zwei auf verschiedenen Seiten des Griffkörpers in den entsprechenden Aufnahmen zu befestigende Griffschalen derart asymmetrisch auszugestalten, daß sie in einer ersten Anordnung den Griffkörper an eine rechte Hand und in einer zweiten, vertauschten Anordnung an eine linke Hand ergonomisch angepaßt sind. Insbesondere können in solche Griffschalen auch entsprechende Furchen bzw. Vertiefungen für die den Griffkörper im Handteller haltenden Finger eingebracht sein. Dies sind zumeist der Mittelfinger und der Ringfinger, ggfs. auch der kleine Finger.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert . Dabei zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer in einer linken Hand gehaltenen erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 das in einer rechten Hand gehaltene Ausführungsbeispiel aus Fig. 1,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Zähneputzen und
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen jeweils dasselbe Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Zähneputzen umfassend einen Griffkörper 2, ein einteilig am Griffkörper 2 angeformtes Zwischenstück 3 und ein Kopfteil 4. In Fig. 1 ist die Vorrichtung 1 in der linken Hand 5 einer - nicht dargestellten - Person gehalten. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung 1 in der rechten Hand
6 derselben Person.
Das Griffstück 2 ist dabei jeweils im Handteller 7 der Hand 5, 6 angeordnet und das Zwischenstück 3 erstreckt sich ausgehend vom Griffkörper 2 längs des Zeigefingers 8 der jeweiligen Hand 5, 6 an dessen Fingerinnenseite 9. Das als Fingerzahnbürste ausgestaltete Kopfteil 4 weist fingerseitig eine - in den Fig. 1 und 2 aus perspektivischen Gründen nicht dargestellte - Anlagefläche für das vorderste Glied 10 des jeweiligen Zeigefingers
7 auf und eine dieser Anlagefläche gegenüberliegend angeordnete Borstenanordnung aus Borsten 11 und einer die Borsten 11 tragenden Trägerplatte 12 auf. Die Trägerplatte 12 ist gemeinsam mit den daran befestigten
Borsten 11 aus dem Kopfteil 4 entnehmbar und gegen eine neue Trägerplatte mit neuen Borsten austauschbar.
Das auf das Zwischenstück 3 mittels einer nicht näher dargestellten Steckverbindung 13 aufgesteckte Kopfteil 4 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ist zwischen einer ersten, in Fig. 1 dargestellten und einer zweiten, in Fig. 2 dargestellten, Gebrauchsstellung verstellbar, so daß die Borsten 11 der Borstenanordnung - egal in welcher Hand 5, 6 die Vorrichtung 1 gehalten wird - von der Innenseite 9 des Zeigefingers 8 im Bereich des vordersten Fingerglieds 10 abstehen. Die beiden in den Fig. 1 und 2 dargestellten Gebrauchsstellungen des Kopfteils 4 unterschieden sich dadurch, daß das Kopfteil in jeder der beiden Gebrauchsstellungen relativ zur jeweils anderen Gebrauchsstellung um 180° um seine Längsachse L verdreht ist.
Um ein für beide Hände 5, 6 gleichermaßen angenehmes Greifen des Griffkörpers 2 zu ermöglichen, ist dieser ballig und im wesentlichen symmetrisch zu einer in etwa parallel zum Handteller 7 verlaufenden Mittelebene ausgebildet. In dieser Mittelebene verlaufen die beiden das Griffstück auf verschiedenen Höhen mittig teilenden und parallel zueinander verlaufenden Geraden M 1 und M 2 .
Wie den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, erstreckt sich der dem Zwischenstück 3 auf der dem Kopfteil 4 abgewandten Seite anschließende und ballig ausgebildete Griffkörper 2 nicht nur in dessen Längsrichtung, sondern auch in einer quer hierzu verlaufenden Richtung, um bei bestimmungsgemäßem Griff der Zahnputzvorrichtung vom Handteller aufgenommen und dabei wenigstens vom Mittelfinger, ggfs. zusätzlich auch von Ringfinger und
kleinem Finger gegen den Handteller gehalten werden zu können .
Das in Fig. 3 gezeigte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Zähneputzen umfaßt ebenso wie das Ausführungsbeispiel aus den Fig. 1 und 2 einen Griffkörper 2, ein einteilig mit diesem ausgebildetes Zwischenstück 3 und ein auf das Zwischenstück 3 aufsteckbares Kopfteil 4 mit einer aus Trägerplatte 12 und Borsten 11 bestehenden Borstenanordnung. Auf der der Borstenanordnung gegenüberliegenden Seite des Kopf- teils 4 befindet sich auch hier eine Anlagefläche 14 für das vorderste Fingerglied eines in Fig. 3 nicht dargestellten Zeigefingers, das daran mittels eines elastischen und im wesentlichen ringförmigen Befestigungsmittels 15 fixiert werden kann, indem der Zeigefinger gemäß Pfeil Z in das ringförmige Befestigungsmittel eingeschoben wird.
Die Steckverbindung 13 dieses Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ist dadurch realisiert, daß zwei gegenüberliegend am Kopfteil 4 von diesem in Längsrichtung hervorspringende Befestigungsarme 16 linear gemäß Pfeil A in eine entsprechend ausgebildete und ebenfalls längs verlaufende Nut 17 an der Außenseite des Zwischenstücks 3 eingeführt werden können. An jedem der Befestigungsarme 16 sind jeweils end- seitig nach innen weisende Vorsprünge 18 angeordnet, die zur längenveränderlichen Fixierung des Kopfteils 4 am Zwischenstück 3 in verschiedene, in Längsrichtung in gleichmäßigen Abständen verteilte und passend zum Vorsprung 18 ausgebildeten Vertiefungen 19 innerhalb der jeweiligen Nut 17 eingreifen können. Das Kopfteil 4 der Vorrichtung 1 kann - bei gelöster Steckverbindung 13 -
durch Drehung um 180° gemäß Pfeil B um seine Längsachse L in seine zweite Gebrauchsstellung überführt werden, in der die Vorrichtung 1 dann mit der anderen Hand einer Person gegriffen und bedient werden kann. Am Griff - körper 2 ist beidseits der durch die Linie 23 veranschaulichten Mittelebene je eine Aufnahme 20 für einen darin anzuordnenden Werbeträger 21 mit einem austauschbaren Werbemotiv 22 angeordnet.
Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, das sich von derjenigen aus Fig. 3 im wesentlichen nur durch eine andere Ausgestaltung der das Kopfteil 4 mit dem Zwischenstück 3 verbindenden Steckverbindung 13 unterscheidet. Das in Fig. 4 auf einen Endabschnitt des Zwischenstücks 3 aufgesteckte Kopfteil 4 weist an seiner Außenseite auf einander gegenüberliegenden Seiten (von denen aus perspektivischen Gründen nur eine Seite dargestellt ist) jeweils drei in Längsrichtung gleichmäßig beabstandete Durchbrüche 24 auf, in die entsprechend auf der Außenseite des Zwischenstücks 3 angeordnete, durch eine federnde Lagerung eine Rastverbindung ermöglichende Kugeln 25 eingreifen können. Ausgehend von der in Fig. 4 dargestellten Stellung ist das Kopfteil 4 gemäß Doppelpfeil C in Längsrichtung langenveränderlich am Zwischenstück 3 in verschiedenen Stellungen fixierbar, die dadurch gekennzeichnet sind, daß jeweils mindestens zwei gegenüberliegende Kugeln 25 in mindestens zwei gegenüberliegende Durchbrüche 24 eingreifen.
Das Kopfteil 4 kann ferner ausgehend von der in Fig. 4 dargestellten ersten Gebrauchsstellung durch Drehung um seine Längsachse L gemäß Pfeil B in seine um etwa 180° verdrehte Gebrauchsstellung überführt werden, in der
die Kugeln 25 dann mit den zuvor jeweils gegenüberliegend angeordneten Durchbrüchen des Kopfteils 4 für eine Rastverbindung sorgen.
Die Durchbrüche 24 sind in Umfangsrichtung länglich ausgeführt, so daß das Kopfteil 4 in jeder der beiden möglichen Gebrauchsstellungen um einen begrenzten Winkelbereich um die dargestellte Nullstellung herum gemäß Doppelpfeil D relativ zum Griffkörper 2 der Vorrichtung 1 drehbar gelagert ist.
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