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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR COMPACTING A SLIVER, AND DRAFTING UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/115272
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for pneumatically compacting a drafted sliver in a drafting unit of a spinning machine, and to a drafting unit having such a device. The device has a screen element (8), a suction tube (6), around which the screen element (8) is wrapped, with a longitudinal axis (7), wherein the screen element (6) is guided around a deflection rod (9) with a longitudinal axis (16) and the deflection rod (9) is fastened, at its distance (13) from the suction tube (6), in a resilient manner in a mount (10), with the result that the screen element (8) is stretched around the suction tube (6) and the deflection rod (9). The resilient mount (10) is formed with a spring element (12), preferably a compression spring, wherein the spring element (12) provided has a linear guide (11) arranged transversely to the longitudinal axis (7) of the suction tube (6). The suction tube (6) and the deflection rod (9) are fastened to a common retaining element (19).

Inventors:
SCHAEFFLER, Gernot (Narzissenweg 4, Waeschenbeuren, 73116, DE)
STOPP, Nora (Hofackerstrasse 17/1, Deggingen, 73326, DE)
HUBER, Karlheinz (Hornberg Strasse 17, Boehmenkirch, 89558, DE)
WIDMANN, Martin (Brunnenweg 1, Donzdorf, 73072, DE)
Application Number:
EP2018/083355
Publication Date:
June 20, 2019
Filing Date:
December 03, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MASCHINENFABRIK RIETER AG (Klosterstrasse 20, 8406 Winterthur, 8406, CH)
International Classes:
D01H5/72; D01H1/02
Foreign References:
EP1749908A22007-02-07
CN203977007U2014-12-03
EP1134309A12001-09-19
CN203333883U2013-12-11
DE102017105591A12017-11-16
EP2871269A12015-05-13
EP1134309A12001-09-19
EP2865794A12015-04-29
Attorney, Agent or Firm:
BERGMEIER, Werner (Friedrich-Ebert-Strasse 84, Ingolstadt, 85055, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Vorrichtung zum pneumatischen Verdichten eines verstreckten Faser- verbandes in einem Streckwerk einer Spinnmaschine mit einem Sie- belement (8), einem vom Siebelement (8) umschlungenen Saugrohr (6) mit einer Längsachse (7), wobei das Siebelement (8) um eine Um- lenkstange (9) mit einer Längsachse (16) geführt und die Umlenkstan- ge (9) in ihrem Abstand (13) zum Saugrohr (6) federnd in einer Halte- rung (10) befestigt ist, wodurch das Siebelement (8) um das Saugrohr

(6) und die Umlenkstange (9) aufgespannt ist, dadurch qekennzeich- net. dass die federnde Halterung (10) mit einem Federelement (12), bevorzugterweise einer Druckfeder, ausgebildet ist, wobei das Fe- derelement (12) mit einer quer zur Längsachse (7) des Saugrohres (6) angeordneten Linearführung (11 ) vorgesehen ist und dass das Saug- rohr (6) und die Umlenkstange (9) an einem gemeinsamen Halteele- ment (19) befestigt sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Halterung (10) der Umlenkstange quer zur Längsachse

(7) des Saugrohres (6) und die Umlenkstange (9) achsparallel zur Längsachse (7) des Saugrohres (6) angeordnet sind.

3. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (12) eine Federkraft von weniger als 6 N aufweist.

4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkstange (9) mit radial abste- henden Vorsprüngen (14) zur Führung des Siebelementes (8) in Rich- tung der Längsachse (16) vorgesehen ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Um- lenkstange (9) gegen das Federelement (12) bewegbar vorgesehen ist, um das Siebelement (8) in Richtung der Längsachsen (7, 16) über die Vorsprünge (14) zu heben.

6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkstange (9) lösbar in der Li- nearführung (11 ) gehalten ist.

7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkstange (9) um ihre Längs- achse (16) drehbar gehalten ist.

8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Umlenkstange (9) in der Halterung (10) lösbar mit einer Clips-Verbindung in ihrer Position fixiert ist.

9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zwei Saugrohre (6), zwei Siebelemente (8) und zwei Umlenkstangen (9) aufweist, welche benachbarten Streckwerken zuordenbar sind.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Saugrohre (6) und die zwei Umlenkstangen (9) jeweils spiegelbildlich gegeneinander mit einer jeweils gemeinsamen Längsachse (16) an- geordnet und im gemeinsamen Halteelement (19) befestigt sind.

11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei spiegelbildlich angeordneten Saugrohre (6) eine gemeinsame Längsachse (7) aufweisen und miteinander verbunden oder einstückig gefertigt sind.

12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die zwei spiegelbildlich angeordneten Umlenkstangen (9) eine gemeinsame Längsachse (16) aufweisen und miteinander verbunden oder einstückig gefertigt sind.

13. Streckwerk für eine Spinnmaschine mit einem Ausgangswalzenpaar

(2) und einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Ausgangswalzenpaar (2) durch eine Ausgangsoberwalze

(3) und eine Ausgangsunterwalze (4) gebildet ist, dadurch qekenn- zeichnet. dass ein Antrieb des Siebelementes (8) durch die Aus- gangsoberwalze (3) vorgesehen ist, wobei ein Andrücken des Sie- belements (8) an die Ausgangsoberwalze (3) durch das Saugrohr (6) vorgesehen ist.

14. Streckwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (19) an einer Achse (15) der Ausgangsoberwalze (3) be- festigt ist.

15. Spinnmaschine mit zumindest einem Streckwerk mit einer Vorrichtung zum pneumatischen Verdichten eines verstreckten Faserverbandes nach einem der Ansprüche 13 oder 14.

Description:
VORRICHTUNG ZUR VERDICHTUNG EINES FASERVERBANDES UND STRECKWERK

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Streckwerk zur Verdichtung von verstreckten Faserbändern in einer Spinnmaschine.

Streckwerke für Spinnmaschinen umfassen zumindest zwei Walzenpaare zwischen denen ein Faserverband aufgrund der unterschiedlichen Drehzah- len der Walzenpaare verstreckt wird. Das Walzenpaar nach welchem der verstreckte Faserverband das Streckwerk verlässt und einer Spinnvorrich- tung zugeführt wird, wird als Ausgangswalzenpaar bezeichnet. Das Aus- gangswalzenpaar besteht aus einer Ausgangsoberwalze und einer Aus- gangsunterwalze, welche eine Klemmstelle bilden durch welche der Faser- verband gefördert wird. Vorrichtungen zur Verdichtung des verstreckten Fa- serverbandes werden nach dem Ausgangswalzenpaar angeordnet, dabei kommen mechanische wie auch pneumatische Verdichtungsvorrichtungen zum Einsatz.

Gattungsgemäße Vorrichtungen sind im Stand der Technik bekannt und kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein Faserband nach einem Verstre- ckungsvorgang in einer Spinnmaschine verdichtet werden muss. Beschrie- ben ist eine entsprechende Vorrichtung beispielsweise in der EP 1 134 309 A1. Die darin offenbarte Verdichtungsvorrichtung ist von pneumatischer Bau- art und besteht im Wesentlichen aus einem Saugschuh und einem perforier- ten Transportmittel. Dabei wird an einer der Walzen des Ausgangswalzen- paares ein Andruckelement angelegt, welches mit der Walze neben der

Klemmstelle zwischen der Ausgangsoberwalze und der Ausgangsunterwalze eine zweite Klemmstelle bildet. Zwischen den beiden Klemmstellen und durch den Saugschuh begrenzt befindet sich die Verdichtungszone. Auf eine Ausführung und Anordnung einer Spannvorrichtung des Transportmittels geht die EP 1 134 309 A1 nicht ein.

Weiter offenbart die EP 2 865 794 A1 eine Verdichtungsvorrichtung bei wel- eher ein luftdurchlässiges Riemchen über Hohlprofil und eine Umlenkführung läuft. Auf eine Ausführung und Anordnung einer Spannvorrichtung des Riem- chens geht die EP 2 865 794 A1 ebenfalls nicht ein. Es ist aus dem Stand der Technik jedoch bekannt Umlenkungen von Riemchen über eine federbe- lasteten Hebel zu halten und durch die Federbelastung das Riemchen zu spannen. Nachteilig am Stand der Technik ist, dass die Umlenkung des Transportmittels respektive Riemchens unabhängig von der Anordnung des Saugschuhs respektive Hohlprofils gehalten wird. Bei langen Umschlin- gungslängen der Hohlprofile erfolgt eine gute Führung des Riemchens durch die Führungsfläche des Hohlprofils. Wird jedoch die Umschlingungslänge ge- ringer kann dies zu einem instabilen Laufverhalten des Riemchens quer zu seiner Laufrichtung führen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Stand der Technik weiterzu- bilden und eine Vorrichtung zur Verdichtung eines Faserverbandes durch ei- ne Bündelung der Fasern zu schaffen, welche sich dadurch auszeichnet, dass sie einen geringen Platzbedarf am Ausgang des Streckwerks bei stabi len Laufeigenschaften aufweist.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung und ein Streckwerk mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.

Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zum pneumatischen Verdichten eines verstreckten Faserverbandes in einem Streckwerk einer Spinnmaschine mit einem Siebelement, einem vom Siebelement umschlungenen Saugrohr mit einer Längsachse, wobei das Siebelement um eine Umlenkstange geführt ist. Die Umlenkstange ist in ihrem Abstand zum Saugrohr federnd in einer Halte- rung befestigt, wodurch das Siebelement um das Saugrohr und die Umlenk- stange aufgespannt ist. Die federnde Halterung ist mit einem Federelement, bevorzugterweise einer Druckfeder, ausgebildet, wobei das Federelement mit einer quer zur Längsachse des Saugrohres angeordneten Linearführung vorgesehen ist. Das Saugrohr und die Umlenkstange sind an einem gemein- samen Halteelement befestigt.

Durch die Anordnung einer Linearführung quer zur Längsachse des Saug- rohres wird eine exakte Parallelverschiebung der Umlenkstange in Richtung der Linearführung gewährleistet. Eine seitliche Verschiebung des Siebele- ments auf dem Saugrohr in Richtung von dessen Längsachse wird damit vermieden. Dies ist insbesondere wichtig, wenn die Verdichtung des Faser- verbandes durch eine einfache Bündelung der Fasern erfolgen soll. Im Ver- gleich zur herkömmlichen pneumatischen Verdichtung, bei welcher der Fa- serverband auf einem Siebelement quer zu seiner Laufrichtung bewegt und dadurch die Fasern zusammengeschoben werden, werden bei einer Faser- bündelung nur vom Faserverband abstehende Faserteile respektive Faser- enden an den Faserverband herangeführt ohne dass der Faserverband aus seiner Laufrichtung ausgelenkt wird. In einem derartigen Verfahren einer Fa- serbündelung werden die Faserenden durch eine pneumatische Saugströ- mung zum Faserverband geführt, dabei werden nur sehr geringe Kräfte auf die Fasern ausgeübt. Wodurch auch geringfügige Bewegungen des Sie- belements zu einer Störung dieser Kraftwirkung führen können und deshalb zu vermeiden sind.

Bevorzugterweise sind dazu die federnde Halterung der Umlenkstange quer zur Längsachse des Saugrohres und die Umlenkstange achsparallel zur Längsachse des Saugrohres angeordnet. Dadurch wird ein Geradeauslauf des Siebelements ohne störende Querbewegungen in Richtung der Längs- achse des Siebelements erreicht. Die Längsachse des Saugrohres und die Längsachse der Umlenkstange werden in ihrem jeweiligen geometrischen Mittelpunkt bestimmt. Die Umlenkstange wie auch das Saugrohr sind in ihrer Form nicht zwingend zylindrisch ausgeführt.

Bevorzugterweise weist das Federelement eine Federkraft von weniger als 6 N auf. Idealerweise ist die Federkraft derart gering gewählt, dass das Sie- belement annähernd spannungsfrei um das Saugrohr und die Umlenkstange umläuft. Eine erhöhte Spannung des Siebelements führt durch die Umschlin- gung der Umlenkstange wie auch des Saugrohres zu einer Steigerung der verursachten Reibung, was sich ungünstig auf den Antrieb des Siebelements auswirkt.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Umlenkstange mit radial abstehenden Vorsprüngen zur Führung des Siebelementes in Richtung der Längsachse versehen ist. Die Vorsprünge dienen einer axialen Führung des Siebelemen- tes.

Vorteilhafterweise ist die Umlenkstange gegen das Federelement bewegbar vorgesehen, um das Siebelement in Richtung der Längsachse über die Vor- sprünge zu heben. Die Bewegung der Umlenkstange ist derart weit zu er- möglichen, dass das Siebelement für dessen Austausch axial abgezogen werden kann.

Weiter ist die Umlenkstange vorteilhafterweise lösbar in der Linearführung gehalten. Dabei kann die Umlenkstange derart in die Linearführung eingefügt sein, dass die Umlenkstange durch das umschlingende Siebelement im Zu- sammenwirken mit den durch das Federelement aufgebrachten Federkräften in seiner Position gehalten wird. In einer weiteren Ausführungsform ist die Umlenkstange in der Halterung lösbar mit einer Clips-Verbindung in ihrer Po- sition fixiert. Dabei kann die Umlenkstange einfach von der Linearführung ge- trennt und ausgetauscht werden, ohne dass die Linearführung ebenfalls ge- tauscht werden muss. Da die Umlenkstange durch das darüber gleitende Siebelement einem Verschleiss unterworfen wird, ist dies von Vorteil.

Ebenfalls ist es von Vorteil, wenn die Umlenkstange drehbar gehalten ist. Durch eine drehbare Halterung der Umlenkstange werden die durch die Um- schlingung auf das Siebelement wirkenden Reibkräfte minimiert. Die drehba- re Halterung kann durch eine einfache Gleitlagerung bei einer entsprechen- den Wahl der Werkstoffpaarung realisiert sein oder es können auch andere Arten von Lagern wie beispielsweise Kugellager eingesetzt werden.

Vorteilhafterweise weist die Vorrichtung zwei Saugrohre, zwei Siebelemente und zwei Umlenkstangen auf, welche jeweils benachbarten Streckwerken zuordenbar sind. Dabei sind bevorzugterweise die zwei Saugrohre und die zwei Umlenkstangen jeweils spiegelbildlich gegeneinander mit einer jeweils gemeinsamen Längsachse angeordnet und in einem gemeinsamen Halter befestigt. Aufgrund dessen, dass Streckwerke in welchen die Verdichtungs- Vorrichtung zur Anwendung kommt in der Regel paarweise angeordnet sind, ist eine ebenfalls paarweise Anordnung der Elemente der Verdichtungsvor- richtung von Vorteil. Diese Anordnung hat zudem den Vorteil, dass durch die Verbindung der Umlenkstangen zwei verbundene Linearführungen zur Ver- fügung stehen, wodurch eine Parallelität der Längsachsen des Saugrohres und der Umlenkstange einwandfrei gegeben ist.

Vorteilhafterweise sind die zwei spiegelbildlich angeordneten Saugrohre eine gemeinsame Längsachse aufweisen und miteinander verbunden oder ein- stückig gefertigt. Ebenfalls weisen die zwei spiegelbildlich angeordneten Um- lenkstangen bevorzugterweise eine gemeinsame Längsachse auf und sind miteinander verbunden oder einstückig gefertigt. Die Verbindung der Saug- rohre wie auch der Umlenkstangen kann durch die gemeinsame Halterung realisiert sein. Es ist jedoch auch möglich die beiden Saugrohre und/oder die beiden Umlenkstangen jeweils untereinander zu verbinden. Bei einer einstü- ckigen Alternative können ebenfalls die spiegelbildlich angeordneten Saug- rohre und/oder die spiegelbildlich angeordneten Umlenkstangen jeweils als ein Bauteil vorgesehen sein. Es ist jedoch auch möglich die Saugrohre zu- sammen mit der Halterung einstückig zu fertigen. In einem solchen Fall ist innerhalb der Halterung ein Saugkanal zur Verbindung einer Unterdruckquel- le mit einem Innenraum des Saugrohres vorzusehen. In einer weiteren Ausführungsform kann die Linearführung mit dem Fe- derelement in das Saugrohr respektive die Halterung integriert werden. Da- bei wird das Saugrohr als ein Bauteil ausgeführt, welches in Kombination mit der Linearführung der Umlenkstange den vom Siebelement eingeschlosse- nen Raum grösstenteils ausfüllt. Der Vorteil einer derartigen Bauweise ist dass sich in der Umgebung befindlicher Staub oder Faserreste von einer In- nenseite des Siebelements ferngehalten werden und dadurch eine geringere Verschmutzung des Siebelements erfolgt und eine höhere Betriebssicherheit erreicht werden kann.

Weiter wird ein Streckwerk für eine Spinnmaschine vorgeschlagen mit einem Ausgangswalzenpaar und einer Vorrichtung nach der vorhergehenden Be- schreibung, wobei das Ausgangswalzenpaar durch eine Ausgangsoberwalze und eine Ausgangsunterwalze gebildet ist. Dabei ist ein Antrieb des Sie- belementes durch die Ausgangsoberwalze vorgesehen, wobei ein Andrücken des Siebelements an die Ausgangsoberwalze durch das Saugrohr vorgese- hen ist. Das Siebelement wird durch das Saugrohr gegen die Ausgangober- walze gepresst wodurch ein Reibantrieb zwischen der Ausgangsoberwalze und dem Siebelement geschaffen wird. Durch das Andrücken des Saugroh- res an die Ausgangsoberwalze wird eine Einstellung der Druckkraft mit wel- cher die Ausgangsoberwalze an die Ausgangsunterwalze zur Schaffung der ersten Klemmstelle nicht beeinflusst. Es wird eine unabhängige Einstellung der Druckkräfte an der ersten und der zweiten klemmstelle möglich. Durch die Bildung einer ersten Klemmstelle zwischen der Ausgangsoberwalze und der Ausgangsunterwalze und einer zweiten Klemmstelle zwischen der Aus- gangsoberwalze und dem Siebelement kann eine Faserbündelungszone zwischen der Ausgangsoberwalze, der Ausgangsunterwalze und dem Sie- belement respektive dem Saugrohr gebildet werden. Vorteilhafterweise ist das Halteelement der Vorrichtung an einer Achse der Ausgangsoberwalze befestigt. Dadurch wird eine einfache Montage der Verdichtungsvorrichtung an bestehende Streckwerke erreicht. Ebenfalls vorgeschlagen wird eine Spinnmaschine mit zumindest einem der- artigen Streckwerk mit einer Vorrichtung zum pneumatischen Verdichten ei- nes verstreckten Faserverbandes. Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbei- spielen beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Längsschnittes einer erfin- dungsgemässen Ausführungsform der Verdichtungsvorrichtung in einem Streckwerk,

Figur 2 eine schematische Darstellung eines Querschnittes an der Stelle

X-X der Ausführungsform nach der Figur 1 und Figur 3 eine schematische Darstellung eines Querschnittes einer weite- ren Ausführungsform.

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Längsschnittes einer er- findungsgemässen Ausführungsform einer Verdichtungsvorrichtung in einem Streckwerk. Das Ausgangswalzenpaar 2, gebildet durch die Ausgangsunter- walze 4 und die Ausgangsoberwalze 3 mit einer Achse 15, bildet eine

Klemmstelle K1 durch welche der Faserverband 1 geführt wird. Weiter ge- langt der Faserverband 1 durch eine Faserbündelungszone 17 zu einer zwei- ten Klemmstelle K2. Die zweite Klemmstelle K2 ist gebildet durch die Aus- gangsoberwalze 3 und ein Siebelement 8. Das Siebelement 8 wird von der Ausgangsoberwalze 3 über die entstehende Reibkraft in der Klemmstelle K2 in Bewegung versetzt, wodurch der verstreckte Faserverband aus der Faser- bündelungszone 17 der zweiten Klemmstelle K2 zugeführt wird. Nach dem Verlassen der zweiten Klemmstelle K2 ist der Faserverband 1 gebündelt res- pektive Verdichtet und wird als verdichteter Faserverband 5 weitergeführt. Nachfolgend an das Ausgangswalzenpaar 2 ist ein Saugrohr 6 angeordnet. Das Saugrohr 6 wird vom Siebelement 8 umschlungen, welches als Endlos- Band ausgeführt ist und über eine Umlenkstange 9 geführt ist.

Zwischen der ersten Klemmstelle K1 und der zweiten Klemmstelle K2 durch- läuft der verstreckte Faserverband die Faserbündelungszone 17. Die Faser- bündelungszone 17 bezeichnet den Raum, welcher durch die Ausgangs- oberwalze 3, die Ausgangsunterwalze 4 und das Saugrohr 6, respektive das über das Saugrohr 6 geführte Siebelement 8 umschlossen wird. Das Saug- rohr 6 weist in dieser Faserbündelungszone 17 eine Säugöffnung 18 auf. Die Säugöffnung 18 ist vorzugsweise als schlitzförmiger Durchbruch in der Wan- dung des Saugrohres 6 ausgeformt. Das Saugrohr 6 ist an eine Unterdruck- quelle (nicht gezeigt) angeschlossen, dies bewirkt, dass über die Saugöff- nung 18 und damit auch durch das über die Säugöffnung 18 gleitende Sie- belement 8 Luft aus der Faserbündelungszone 17 angesaugt wird. Durch die entstehende Luftströmung werden vom verstreckten Faserverband abste- hende Fasern respektive Faserenden an das Siebelement 8 herangezogen, wobei die einzelnen vom verstreckten Faserverband abstehende Fasern zur Säugöffnung 18 gefördert und in der nachfolgenden Klemmstelle K2 an den verstreckten Faserverband angeschmiegt werden. Durch diese Art der Ver- dichtung werden allseitig vom Faserverband abstehende Faserenden zum Faserverband hingeführt.

Das endlose und teilweise das Saugrohr 6 umschlingende Siebelement 8 wird über eine Umlenkstange 9 geführt. Die Umlenkstange 9 ist an einer fe- dernden Halterung 10 befestigt. Dabei ist in der federnden Halterung 10 ein Federelement 12 vorgesehen, welches eine Auslenkung der Umlenkstange 9 und damit eine Spannung des Siebelements 8 bewirkt. Die Umlenkstange 9 ist in ihrer Bewegung durch eine Linearführung 11 eingeschränkt. Die Linear- führung 11 ist derart angeordnet, dass sich die Längsachse 6 des Saugroh- res 6 jederzeit parallel zur Längsachse 16 der Umlenkstange 9 befindet. Die durch das Federelement 12 auf die Umlenkstange 9 wirkende Kraft bewegt die Umlenkstange 9 achsparallel zur Längsachse 7 des Saugrohres 6. Damit ist die Linearführung 11 lotrecht zur Längsachse 7 des Saugrohres 6 wie auch zur Längsachse 16 der Umlenkstange 9 angeordnet und durch die fe- dernde Halterung 10 wird eine Veränderung des Abstandes 13 zwischen der Umlenkstange 9 und dem Saugrohr 6 bewirkt. Die hat zur Folge, dass das Siebelement 8 gespannt wird, wobei das Federelement 12 derart eingestellt ist, dass durch die aufgebrachte Federkraft das Siebelement 8 am Saugrohr 6 anliegt. Die Längsachse 7 des Saugrohres 6 und die Längsachse 16 der Umlenkstange 9 werden in ihrem jeweiligen geometrischen Mittelpunkt be- stimmt. Die Umlenkstange 9 wie auch das Saugrohr 6 sind in ihrer Form nicht zwingend zylindrisch ausgeführt.

Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnittes an der Stel- le X-X der Ausführungsform nach der Figur 1. Die auf der Achse 15 drehbar gelagerte Ausgangsoberwalze 3 bildet mit dem über das Saugrohr 6 geführ- ten Siebelement 8 die Klemmstelle K2 aus.

Die Umlenkstange 9 ist mit ihrer Längsachse 16 parallel zur Längsachse 7 des Saugrohres 6 angeordnet. Zur Einstellung des Abstandes 13 zwischen der Längsachse 7 des Saugrohres 6 und der Längsachse 16 der Umlenk- stange 9 ist eine federnde Halterung 10 vorgesehen. Die federnde Halterung 10 weist ein Federelement 12 auf, welches das Saugrohr 6 und die Umlenk- stange 9 auseinander drückt und damit das umlaufende Siebelement 8 spannt. Um die Spannbewegung so zu gestalten, dass die Umlenkstange 9 und das Saugrohr 6 in ihrer achsparallelen Anordnung nicht verändert wer- den, ist eine Linearführung 11 vorgesehen. Durch die Linearführung 11 ist sichergestellt, dass eine exakte Position der Umlenkstange 9 gegenüber dem Saugrohr 6 eingehalten wird. Damit wird eine hohe Laufruhe des Siebele- ments 8 ohne Verschiebung des Siebelements 8 in Richtung der Längsach- sen 7 und 16 erreicht. Die Umlenkstange 9 ist mit Vorsprüngen 14 zur Führung des Siebelements 8 versehen. Das Saugrohr 6 und die Umlenkstange 9 sind in einem gemein- samen Halteelement 19 befestigt. In dieses Halteelement 19 integriert ist die federnde Halterung 10 der Umlenkstange 9 vorgesehen. Das Halteelement 19 ist an einem Maschinenrahmen oder dem Streckwerk befestigt (nicht ge- zeigt). Die federnde Halterung 10 im Halteelement 19 ist in ihrer Beweglich- keit derart ausgeführt, dass die Umlenkstange 9 zumindest um die Höhe der Vorsprünge 14 in die Linearführung 11 eingedrückt werden kann, um das Siebelement 8 in Richtung der Längsachse 16 über die Vorsprünge 14 zie- hen zu können. Dadurch wird auch ein Einbringen eines neuen Siebelements 8 ohne Beschädigung einfach möglich.

Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnittes einer weite- ren Ausführungsform an der Stelle X-X der Figur 1. Die auf der Achse 15 drehbar gelagerte Ausgangsoberwalze 3 bildet mit dem über das Saugrohr 6 geführten Siebelement 8 die Klemmstelle K2 aus.

Die Umlenkstange 9 ist mit ihrer Längsachse 16 parallel zur Längsachse 7 des Saugrohres 6 angeordnet. Zur Einstellung des Abstandes 13 zwischen der Längsachse 7 des Saugrohres 6 und der Längsachse 16 der Umlenk- stange 9 ist eine federnde Halterung 10 vorgesehen. Die federnde Halterung 10 ist auf der einen Seite in das Saugrohr 6 und auf der anderen Seite in die Umlenkstange 9 integriert. Das Saugrohr 6 und die Umlenkstange 9 sind derart ausgebildet, dass zwischen ihren beiden Enden die federnde Halte- rung 10 als verbindendes Element vorgesehen ist. Dies hat den Vorteil, dass der freie Raum zwischen dem Saugrohr 6 und der Umlenkstange 9, welcher vom Siebeielement 8 umschlungen ist, ausgefüllt wird, wodurch eine Ver- schmutzung des Siebelements 8 auf dessen Rückseite weitestgehend ver- mieden werden kann. Die federnde Halterung 10 weist ein Federelement 12 auf, welches das Saugrohr 6 und die Umlenkstange 9 auseinander drückt und damit das umlaufende Siebelement 8 spannt. Um die Spannbewegung so zu gestalten, dass die Umlenkstange 9 und das Saugrohr 6 in ihrer achs- parallelen Anordnung nicht verändert werden, ist eine Linearführung 11 vor- gesehen. Durch die Linearführung 11 ist sichergestellt, dass eine exakte Po- sition der Umlenkstange 9 gegenüber dem Saugrohr 6 eingehalten wird. Damit wird eine hohe Laufruhe des Siebelements 8 ohne Verschiebung des Siebelements 8 in Richtung der Längsachsen 7 und 16 erreicht.

Die Umlenkstange 9 ist mit Vorsprüngen 14 zur Führung des Siebelements 8 versehen. Das Saugrohr 6 und die Umlenkstange 9 sind in einem gemein- samen Halteelement 19 befestigt. Über dieses Halteelement 19 sind das Saugrohr 6 und die Umlenkstange 9 an der Achse 15 der Ausgangsoberwal- ze 3 befestigt. Die federnde Halterung 10 im Halteelement 19 ist in ihrer Be- weglichkeit derart ausgeführt, dass die Umlenkstange 9 zumindest um die Höhe der Vorsprünge 14 in die Linearführung 11 eingedrückt werden kann, um das Siebelement 8 in Richtung der Längsachse 16 über die Vorsprünge 14 ziehen zu können. Dadurch wird auch ein Einbringen eines neuen Sie- belements 8 ohne Beschädigung einfach möglich.

Bezuqszeichenliste

1 Faserverband

2 Ausgangswalzenpaar

3 Ausgangsoberwalze

4 Ausgangsunterwalze

5 Verdichteter Faserverband

6 Saugrohr

7 Längsachse Saugrohr

8 Siebelement

9 Umlenkstange

10 Halterung

11 Linearführung

12 Federelement

13 Abstand Umlenkstange zu Saugrohr

14 Vorsprünge

15 Achse Ausgangsoberwalze

16 Längsachse Umlenkstange

17 Faserbündelungszone

18 Säugöffnung

19 Halteelement

K1 Erste Klemmstelle

K2 Zweite Klemmstelle