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Title:
DEVICE FOR CONCHING CHOCOLATE COMPOUND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/004470
Kind Code:
A1
Abstract:
A conche for producing chocolate compound consists of a conche container (10) with a main chamber (12) and subsidiary chambers (13, 14). Mixing vanes (22, 23 and 30, 31) are fitted therein on central shaft (19, 20, 21) thoroughly to mix the components fed in from above. In order to improve the mixing effect, additional mixing tools in the form of worms (37, 38) are fitted in the lower part of the conche container (10), in the main chamber (12). Stripping units (24, 25) moved along a cylindrical container wall (15) are supported solely in the region of a central transverse plane on a main shaft (19) having marked thickening in cross section (28) which also fills a dead space in the conche container (10).

Inventors:
Callebaut
Frans, Bruyland
Rudy
Application Number:
PCT/EP1994/002478
Publication Date:
February 16, 1995
Filing Date:
July 27, 1994
Export Citation:
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Assignee:
Callebaut N.
Callebaut, Frans Bruyland Rudy
International Classes:
A23G1/14; A23G1/10; A23G1/12; (IPC1-7): A23G1/14
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Claims:
An s prüche
1. Vorrichtung (Conche) zum Mischen (Conchieren) von Bestandteilen für die Herstellung von Schokolademasse, mit in einem im wesentlichen zylindrischen Conchenbehälter (10), insbesondere in einer Hauptkammer (12) derselben, um eine horizontale Achse drehbarer, mittiger Hauptwelle (19), auf der Mischwerkzeuge (22, 23) angeordnet sind und mit an einer inneren Mantelfläche des Conchenbehälters (10) in Umfangsrichtung umlaufenden AbstreifOrganen (24, 25), g e k e n n z e i c h n e t durch weitere Mischorgane innerhalb des Conchenbehälters (10), die mit eigenständigem Antrieb in einem Bereich außerhalb des Bewegungsbereichs der Mischwerkzeuge (22, 23) und der Abstreiforgane (24, 25) wirksam sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Mischorgane in einem Bereich unterhalb der Hauptwelle (19) angeordnet sind, insbesondere zwischen dem Drehbereich der Mischwerkzeuge (22, 23) auf der Haupt¬ welle (19) einerseits und den Abstreiforganen (24, 25) andererseits.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die zusätzlichen Mischorgane drehend ange¬ triebene Mischschnecken (37, 38) sind, die sich achs parallel zur Hauptwelle (19) vorzugsweise in der Haupt¬ kammer (12) erstrecken.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mischschnecken (37, 38), insbesondere Schneckeneinhei ten (34, 35, 36) aus je zwei miteinander kämmenden Misch ι Schnecken (37, 38), jeweils zu beiden Seiten einer (gedachten) vertikalen Längsmittelebene der Hauptkammer (12) angeordnet sind. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß jede Mischschnecke (37, 38) lediglich mit einem Ende drehbar gelagert ist, insbesondere in einer Stirnwand (16, 17) des Conchenbehälters (10) und auskragend von dieser sich in achsparalleler Richtung zur Hauptwelle o (19) bis annähernd zur Mitte (mittlere Querebene) des Conchenbehälters (10) erstreckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen 5 Mischorgane, nämlich die Mischschnecken (37, 38) durch einen gesonderten Antrieb, nämlich durch einen Antriebs¬ motor (50, 51) antreibbar sind, wobei vorzugsweise den Schneckeneinheiten (34, 35; 36) jeweils auf einer Seite einer vertikalen Längsmittelebene der Hauptkammer (12) ein 0 eigener Antriebsmotor (50, 51) zugeordnet ist, der auf eine Antriebswelle (41) für jeweils zwei gleichachsige Schnecken¬ einheiten (34, 35; 36) wirkt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren 5 Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß radial außenliegende Abstreiforgane (24, 25) wenigstens in der Hauptkammer (12) mit radialgerichteten Abstützarmen (26, 27) im Bereich einer mittleren Querebene der Hauptkammer (12) auf deren Hauptwelle (19) abgestützt sind, wobei die Abstützarme (26, 0 27) in einem zwischen zugekehrten Enden der Mischschnecken (37, 38) gebildeten Freiraum umlaufen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich die zu beiden Seiten der radial außenliegenden 5 Enden der Abstützarme (26, 27) in Längsrichtung des Conchen¬ behälters (10) erstreckenden Abstreiforgane (24, 25) über die volle Länge der Hauptkammer (12) erstrecken.
8. ι.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an freien Enden der Abstreiforgane (24, 25) radial nach innen gerichtete Abstreifer angeordnet sind, nämlich AbstreifStege (44, 45), die an der Innenseite der Stirn 5 wände (16, 17) in einem Bereich zwischen den Mischschnecken (37, 38) einerseits und der Behälterwandung (15) anderer¬ seits wirksam sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren o Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens in der Hauptkammer (12) auf den Enden der Hauptwelle (19) Abstreif¬ werkzeuge für die Innenseite der Stirnwände (16, 17) ange¬ ordnet sind, insbesondere Abstreifflügel (46, 47).
11. 5 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich¬ net, daß die Abstreifflügel (46, 47) eine geringere radiale Abmessung aufweisen als die Hauptkammer (12) bzw.
12. die Stirn¬ wand (16, 17) im Bereich derselben, derart, daß die Abstreifflügel (46, 47) bei der Drehbewegung an den Misch 0 Schnecken (37, 38) vorbeibewegbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptwelle (19) 5 annähernd über die ganze Länge zur Aufnahme der Abstützarme (26, 27) mit einer Verdickung (28) des belastbaren Quer¬ schnitts ausgebildet ist, insbesondere mit einer auf die Hauptwelle (19) aufgesetzten zylindrischen Hülse, wobei die Abstützarme (26, 27) mit der Verdickung (28) verbunden 0 sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich¬ net, daß Mischwerkzeuge, nämlich Mischflügel (22, 23) der Hauptwelle (19) auf der Verdickung (28) angeordnet sind. 5.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Lecithin und/oder Kakaobutter dem Conchenbehälter (10) im unteren Bereich der Hauptkammer (12) zuführbar sind, insbesondere mit geringem Abstand von der vertikalen Längsmittelebene der Hauptkammer (12) über dort angebrachte Einfüllstutzen (43) oder dgl.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die auf der Hauptwelle (19) angeordneten Mischwerkzeuge, nämlich Mischflügel (22, 23) in Umfangsrichtung um 90° versetzt zu den jeweils benachbarten Mischflügeln (22, 23) angeordnet sind. *****.
Description:
Vorrichtung zum Conchieren von Schokolademasse

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (Conche) zum Mischen (Conchieren) von Bestandteilen für die Herstellung von Schokolademasse, mit in einem im wesentlichen zylin¬ drischen Behälter, insbesondere in einer Hauptkammer, um eine horizontale Achse drehbarer, mittiger Hauptwelle, auf der Mischwerkzeuge angeordnet sind und mit an einer inneren Mantelfläche des Gehäuses in Umfangsrichtung umlaufenden Abstreiforganen.

Eine derartige Vorrichtung zum Conchieren von Schokolade¬ masse ist bekannt durch DE 39 18 813. Eine solche "klassische" Conche weist einen Conchenbehälter auf, der aus drei achsparallelen zylindrischen, oben offenen Kammern besteht. Es handelt sich dabei um eine im Durchmesser größere, mittlere Hauptkammer und zwei seitlichen Neben¬ kammern. Die drei Kammern gehen unter Bildung des Conchen¬ behälters ineinander über. In jeder Kammer sind Mischwerk¬ zeuge auf drehend angetriebenen Wellen angeordnet.

Das Conchieren von Schokolademasse ist bisher ein zeitinten¬ siver Prozeß. Zum vollständigen Conchieren einer Charge mit einer Conche entsprechend DE 39 18 813 sind beispielsweise 12 h erforderlich.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Conche zum Conchieren von Schokolademasse so auszubilden und weiterzu- entwickeln, daß die erforderliche Dauer des Conchierens beträchtlich reduziert wird, ohne Qual tätseinbußen beim fertigen Produkt (Schokolademasse) hinnehmen zu müssen.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrich¬ tung bzw. Conche dadurch gekennzeichnet, daß - zusätzlich zu den üblichen Mischwerkzeugen - weitere Mischorgane inner-

halb des Conchenbehälters angeordnet sind, die mit eigen¬ ständigem Antrieb in einem Bereich außerhalb des Bewegungs¬ bereichs der Mischwerkzeuge und der Abstreiforgane wirksam sind.

Bisher ist man davon ausgegangen, daß der klassische Aufbau einer Conche mit flügelartigen Mischwerkzeugen auf der Hauptwelle und auf Nebenwellen sowie mit an der Mantel¬ fläche des Behälters entlanglaufenden Abstreiforganen zu einer optimalen Vermischung der Bestandteile führt. Es ist nun die Erkenntnis der Erfindung, daß zusätzliche, eigen¬ ständig arbeitende Mischwerkzeuge mindestens in der Haupt¬ kammer des Conchenbehälters zu einer deutlichen Ver¬ besserung, insbesondere Beschleunigung, des Mischeffekts führen.

Bei diesen zusätzlichen Mischorganen handelt es sich gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung um mehrere Misch¬ schnecken, die insbesondere paarweise mit wechselseitigem Eingriff innerhalb des Conchenbehälters angeordnet sind.

Ein optimales Ergebnis wird erzielt, wenn je zwei Schnecken¬ einheiten zu beiden Seiten einer (gedachten) vertikalen Mittelebene der Hauptkammer des Conchenbehälters im unteren Bereich desselben, nämlich mit geringem Abstand von einer unteren, zylindrischen Behälterwandung, angeordnet sind. Die Mischschnecken sind dabei einseitig, also mit lediglich einem Ende drehbar in einer Stirnwand des Conchenbehälters gelagert.

In besonderer Weise sind bei der erfindungsgemäßen Vorrich¬ tung auch die Abstreiforgane gelagert, nämlich ausschlie߬ lich in einer mittigen Querebene auf der Hauptwelle. Die von beiden Stirnwänden achsparallel in das Innere des Conchenbehälters bzw. der Hauptkammer ragenden Misch¬ schnecken enden mit (geringem) Abstand von radial gerichte¬ ten Abstützarmen der Abstreiforgane.

Auch im Bereich der Stirnwände sind erfindungsgemäß besonde¬ re Maßnahmen für die Positionierung von Abstreifern getrof¬ fen, die einerseits an den freien Enden der Abstreiforgane und andererseits auf der Hauptwelle an deren Enden gelagert sind.

Die Hauptwelle ist durch die ausschließlich mittige Ab- stützung der Abstreiforgane höheren Belastungen ausgesetzt. Diese werden durch eine zylindrische Querschnittsver- Stärkung ausgeglichen. Die Hauptwelle ist annähernd über die ganze Länge mit einem deutlich größeren Querschnitt ausgebildet als an den Enden. Daraus ergibt sich der überraschende Vorteil, daß ein sonst bei Conchen in diesem Bereich gebildeter Totraum ausgefüllt ist. Dies führt eben- falls zu einer Verbesserung des Mischeffekts.

Eine weitere erfindungsgemäße Neuerung besteht darin, daß die auf der Hauptwelle angeordneten, flügelartigen Misch¬ werkzeuge um 90" gegenüber benachbarten Mischwerkzeugen in Umfangsrichtung versetzt sind.

Weitere Einzelheiten der Erfindung betreffen die Ausbildung und Anordnung der zusätzlichen Mischwerkzeuge und Abstreif¬ organe sowie die Ausbildung der Hauptwelle. Ein Ausführungs¬ beispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine Conche in Stirnansicht,

Fig. 2 einen Vertikalschnitt in der Ebene II-II der Fig. 1 und

Fig. 3 die Conche gemäß Fig. 1 und 2 im Grundriß, teilweise im Horizontalschnitt.

Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel einer Conche ist ein Conchenbehälter 10 in einem Gehäuse 11 angeordnet. Der Conchenbehälter 10 besteht aus drei Kammern, nämlich einer mittigen Hauptkammer 12 und zwei achsparallelen Neben- kammern 13, 14. Hauptkammer 12 sowie Nebenkammern 13, 14 sind im Querschnitt tei Izyl indrisch ausgebildet. Eine Behälterwandung 15 besteht aus drei tei Izyl indrischen Bereichen.

An den Enden ist der Conchenbehälter 10 durch aufrechte Stirnwände 16, 17 verschlossen.

Das Ausgangsmaterial zum Herstellen von Schokolademasse wird von oben über eine Einfüllöffnung 18 in den Conchenbe- hälter 10 eingegeben. Die Einfüllöffnung 18 befindet sich im Bereich der Hauptkammer 12, übl cherweise seitlich versetzt benachbart zu einer der Stirnwände 16, 17.

Im Conchenbehälter 10 sind drehend angetriebene Mischvor- richtungen gelagert. In einer mittleren Längsachse der

Hauptkammer 12 verläuft eine Hauptwelle 19. Achsparallel hierzu sind in den Nebenkammern 13, 14 jeweils Nebenwellen

20 und 21 angeordnet. Die Wellen 19..21 sind drehbar mit ihren Enden in den Stirnwänden 16, 17 gelagert. Auf der einen Seite des Conchenbehälters 10 ist außerhalb dessel¬ ben, jedoch innerhalb des Gehäuses 11 ein umfängliches Hauptgetriebe 39 angeordnet, durch das die Hauptwelle 19 und die Nebenwellen 20, 21 rotierend angetrieben werden. Der Antrieb geht aus von zwei Hauptmotoren 48, 49. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Nebenwellen 20,

21 entgegengesetzt zur Hauptwelle 19 angetrieben.

Auf der Hauptwelle 19 sind Mischwerkzeuge angeordnet, nämlich mehrere in Längsrichtung verteilt und mit Abstand voneinander in Radialrichtung weisende Mischflügel 22, 23. In einer vertikalen Querebene befinden sich jeweils zwei einander gegenüberliegende, also um 180° gegeneinander versetzte Mischflügel 22 oder 23. In Längsrichtung der

ι Hauptwelle 19 mit Abstand voneinander angeordnete bzw. benachbarte Mischflügel 22 einerseits und 23 andererseits sind - als Besonderheit dieser Conche - um 90° in Umfangs- richtung gegeneinander versetzt. Hierdurch ist ein ver-

5 besserter Mischeffekt gegeben und gleichzeitig wird dadurch die adsorbierte Motorleistung stabilisiert.

Auf der Hauptwelle 19 sind weiterhin Abstreiforgane 24, 25 abgestützt. Bei diesen handelt es sich um langgestreckte, o im Querschnitt keilförmige Schaber, die in achsparalleler Position mit geringem Abstand an der Innenseite der Behälterwandung 15 entlangbewegt werden. Die beiden um 180° in Umfangsrichtung versetzten Abstreiforgane 24, 25 erstrecken sich über die volle Länge der Hauptkammer 12. 5

Die Abstreiforgane 24, 25 sind über jeweils einen radialge¬ richteten Abstützarm 26, 27 auf der Hauptwelle 19 abge¬ stützt. Jedes Abstreiforgan 24, 25 ist durch einen derarti¬ gen Abstützarm 26, 27 mit der Hauptwelle verbunden, und 0 zwar im Bereich einer etwa mittigen Querebene des Gehäuses 11. Die Abstreiforgane 24, 25 erstrecken sich demnach zu beiden Seiten der radial außenliegenden Enden der Abstütz¬ arme 26, 27. Sie sind mit einem keilförmigen Profil ausge¬ bildet, um eine optimale und intensive Speisung der 5 Schneckeneinheiten 34, 35 und 36 zu garantieren.

Um die erhöhte Belastung der Hauptwelle 19 durch die aus¬ schließlich in der Mitte derselben abgestützten Abstreif¬ organe 24, 25 problemlos aufzunehmen, ist die Hauptwelle 19 0 annähernd über die ganze Länge mit einer Verdickung 28 zur Erhöhung des Widerstandsmoments versehen. Diese besteht im vorliegenden Fall aus einem Hohlzyl inder, der passend auf die eigentliche Hauptwelle 19 aufgesetzt und mit dieser verbunden ist. An den Enden der zylindrischen Verdickung 28 5 befinden sich Konusstücke 29 als Übergang zum Endbereich der Hauptwelle 19. Die Verdickung 28 füllt einen beim Mischvorgang entstehenden Totraum innerhalb der Hauptkammer 12 aus. Die Mischflügel 22, 23 sind bei diesem Ausführungs-

beispiel an der Verdickung 28 angebracht.

Die Nebenkammern 13, 14 sind im vorliegenden Falle hinsicht¬ lich der Ausbildung und Anordnung von Mischwerkzeugen in herkömmlicher Weise ausgebildet, nämlich mit einander diametral gegenüberliegenden Mischflügeln 30, 31 auf den Nebenwellen 20, 21. Weiterhin sind auch in den Nebenkammern 13, 14 Abstreiforgane 32, 33 vorgesehen.

Eine wichtige Besonderheit besteht in der Anordnung zusätz¬ licher Mischorgane im Conchenbehälter 10. Diese sind im Bereich der Hauptkammer 12 angeordnet, und zwar im unteren Teil derselben, jedenfalls deutlich unterhalb der Haupt¬ welle 19. Die zusätzlichen Mischorgane befinden sich im Bereich zwischen den Mischflügeln 22, 23 und den Abstreif¬ organen 24, 25.

Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind als zusätzliche Mischorgane Mischschnecken vorgesehen, die mit Abstand vom unteren Teil der Behälterwandung 15 parallel zur Hauptwelle 19 installiert sind. Es handelt sich im vorliegenden Falle um insgesamt vier Schneckeneinheiten 34, 35 und 36 mit je zwei Mischschnecken 37, 38. In Fig. 3 sind allerdings aus Gründen der Übersichtlichkeit nur zwei gleichachsig gerich- tete Schneckeneinheiten 35, 36 gezeigt. Die beiden jeweils eine Schneckeneinheit 34.-36 bildenden Mischschnecken 37, 38 sind mit geringem Abstand voneinander angeordnet, derart, daß Schneckengänge der benachbarten Mischschnecken 37, 38 ineinander greifen bzw. miteinander kämmen. Die Mischschnecken 37, 38 jeder Schneckeneinheit 34..36 sind im Bereich der unteren, bogenförmigen Behälterwandung 15 mit gleichen Abständen von dieser angeordnet, also der Höhe nach versetzt zueinander. Die Mischschnecken 37, 38 liegen also auf einer (gedachten) Kreisbahn. Die Schneckengänge be- nachbarter Mischschnecken 37, 38 jeder Schneckeneinheit 34, 35 und 36 verlaufen unter einem bestimmten Steigungswinkel parallel zueinander. Die Schneckengänge gleichachsig ange¬ ordneter Schneckeneinheiten 34, 35 bzw. 36 verlaufen bzgl.

einer Horizontalen spiegelbildlich vertauscht zueinander. Gedachte Verlängerungen der Schneckengänge gleichachsig angeordneter Schneckeneinheiten schließen demnach den doppelten Steigungswinkel ein.

Die Anordnung der Mischschnecken 37, 38 bzw. Schneckenein¬ heiten 34, 35, 36 im unteren Bereich des Conchenbehälters 10 hat eine erhebliche Verbesserung des Mischeffekts zur Folge. Das von oben eingefüllte Ausgangsmaterial wird auch bereits dann einem Durchmischungsprozeß unterzogen, wenn der Conchenbehälter 10 lediglich teilweise gefüllt ist. Darüber hinaus haben die Mischschnecken 37, 38 einen Fein¬ mischeffekt, der zusammen mit dem Grobmischeffekt der Misch¬ flügel 22, 23 sowie der Abstreiforgane 24, 25 zu einer überraschend intensiven Vermischung der Bestandteile führt.

Die Mischschnecken 37, 38 sind dabei so angeordnet und hin- sichtlich der Arbeitsweise der Schneckeπgänge so ausgebil¬ det, daß aufgrund entsprechender Drehrichtung während des Vermischens eine Bewegung des Mischgutes in Richtung zur mittleren Querebene des Conchenbehälters 10 stattfindet. Das Mischgut wird demnach im unteren Bereich des Conchenbe¬ hälters 10 stets in den Arbeitsbereich der auf der Haupt¬ welle 19 angeordneten Mischwerkzeuge gefördert. Die zwei Mischschnecken 37, 38 einer Schneckeneinheit 34, 35, 36 drehen stets in gleicher Drehrichtung. Die Mischschnecken 37, 38 gleichachsig angeordneter Schneckeneinheiten 34, 35 bzw. 36 drehen ebenfalls in gleicher Drehrichtung. Die Dreh¬ richtung der Mischschnecken 37, 38 ist dabei entgegen- gesetzt zur Drehrichtung der Hauptwelle 19.

Die Mischschnecken 37, 38 der Schneckeneinheiten 34, 35, 36 sind lediglich an einem Ende gelagert und drehend angetrie¬ ben, nämlich an bzw. in den Stirnwänden 16, 17. Von beiden Stirnwänden 16, 17 aus erstrecken sich demnach je zwei solcher Schneckeneinheiten 34..36 mit jeweils zwei Misch¬ schnecken 37, 38 als frei auskragende Mischorgane. Die Mischschnecken 37, 38 erstrecken sich jeweils bis unmittel-

bar zum Beweguπgsbereich der Abstützarme 26, 27. Damit sind die Mischschnecken 37, 38 praktisch auf der gesamten Länge des Conchenbehälters 10, nämlich der Hauptkammer 12 wirksam, mit Ausnahme des mittleren Bereichs, in dem die Abstützarme 26, 27 umlaufen.

Die Mischschnecken 37, 38 jeder Schneckeneinheit 34..36 werden von außerhalb des Conchenbehälters 10 angetrieben. An jeder Seite der Conche ist außerhalb des Gehäuses 11 jeweils ein (elektrischer) Antriebsmotor 50, 51 für die Mischschnecken 37, 38 angeordnet. Jeder Antriebsmotor 50, 51 ist mit einer Antriebswelle 41 verbunden. Diese ist jeweils den beiden Schneckeneinheiten 34, 35 bzw. 36 zugeordnet, die sich auf derselben Seite in bezug auf eine vertikale Mittelebene der Hauptkammer 12 befinden. Die beiden gleichachsig angeordneten Schneckeneinheiten 34, 35 bzw. 36 werden demnach je durch eine Antriebswelle 41 angetrieben. Die Antriebswelle 41 befindet sich außerhalb des Conchenbehälters 10, jedoch innerhalb des Gehäuses 11. Aus diesem heraustretende Enden der Antriebswelle 41 sind jeweils mit einem Zahnradgetriebe 42 verbunden, welches auf die in den Stirnwänden 16, 17 gelagerten Enden der Misch¬ schnecken 37, 38 einwirkt.

Die besondere mischtechnische Wirkung der Mischschnecken 37, 38 ermöglicht eine dosierte Zugabe von Kakaobutter und Lecithin, wobei ein geringerer Anteil dieser für die Schoko¬ lademischung erforderl chen Bestandteile ausreichend ist. Während Kakaobutter und Lecithin üblicherweise von oben her über die Einfüllöffnung 18 zugegeben werden, ist bei der vorliegenden Conche die Zugabe dieser Bestandteile im unteren Bereich des Conchenbehälters 10 vorgesehen, und zwar im unteren Teil der Hauptkammer 12. Deren Behälter¬ wandung 15 ist mit einem oder mehreren Einfüllstutzen 43 für Kakaobutter und/oder Lecithin versehen. Die Einführung dieser Substanzen erfolgt über eine längere Phase des Misch¬ vorgangs oder während des gesamten Mischvorgangs. Dadurch ist es möglich, eine geringere Menge an Kakaobutter zur

Erzielung desselben Effekts zuzugeben, wobei ferner eine Zeitreduktion der Plastifizierungsphase erreicht wird. Zur verteilten Zuführung von Kakaobutter und/oder Lecithin sind zweckmäßigerweise mehrere Einfüllstutzen 43 in Längsrich- tung der Hauptkammer 12 an der Behälterwandung 15 ange¬ bracht. Die Einfüllstutzen 43 sind mit geeigneten, steuerba¬ ren Dosierorganen versehen.

Bei der vorliegenden Conche ist auch optimales Abstreifen des Mischgutes von den Wandungen des Conchenbehälters 10 vorgesehen. Die zylindrisch geformten Bereiche der Behälter¬ wandung 15 werden durch die Abstreiforgane 24, 25 freige¬ halten. An deren Enden sind kurze quergerichtete bzw. radial nach innen weisende AbstreifStege 44 angeordnet. Es handelt sich dabei um Flachprofile, die einen außenliegen¬ den kreisringförmigen Streifen der Stirnwand 16, 17 im Bereich der Hauptkammer 12 bearbeiten. Die AbstreifStege 44 laufen demnach mit den Abstreiforganen 24, 25 um.

in Ergänzung hierzu sind Abstreifflügel 46, 47 an beiden Stirnwänden vorgesehen, und zwar in einem radial innen¬ liegenden Bereich. Diese sind auf der Hauptwelle 19 gelagert und drehen mit dieser als Abstreiforgan an den Stirnwänden 16, 17. Zwischen den AbstreifStegen 44, 45 und den Abstreifflügeln 46, 47 wird ein Zwischenraum gebildet, in dessen Bereich die Mischschnecken 37, 38 gelagert sind. Die Abstreifstege 44, 45 werden demnach auf der radial außenliegenden Seite und die Abstreifflüge! 46, 47 an der radial innenliegenden Seite der Mischschnecken 37, 38 vorbeibewegt.

Die beschriebene Conche kann chargenweise betrieben werden oder auch in kontinuierlichem Betrieb, insbesondere nach Maßgabe der Conche gemäß DE 40 21 305.

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