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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR CONNECTING CORDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/114200
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for detachably connecting cords, comprising a cylindrical first retaining element (1) for a first cord and a pin-type second retaining element (2) for a second cord. The second retaining element (2) can be inserted in the first retaining element (1) and can be displaced in an axial direction (A) for connecting and detaching the two retaining elements (1, 2). The second retaining element (2) comprises snap-in elements (30) and actuating elements (35) which, in cooperation with snap-in elements (15) present on the first retaining element (1) and guide elements (20), in a stop position of the second retaining element (2), produce a relative movement of the first and the second retaining element (1, 2) in a plane perpendicular to the axial direction (A) for the purpose of connecting or detaching the cords. The invention is characterized in that the second retaining element (2) is configured as a one-piece component having a first area (3) comprising the snap-in elements (30) and a second area (4) comprising the actuating elements (35).

Inventors:
Keim, Walter (Grosse Jac Webereimaschinen GmbH, Rapsweg 9, 233 Neu-Ulm, 89289, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/003330
Publication Date:
November 02, 2006
Filing Date:
April 11, 2006
Export Citation:
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Assignee:
GROSSE JAC WEBEREIMASCHINEN GMBH (Rapsweg 9, Neu-Ulm, 89233, DE)
Keim, Walter (Grosse Jac Webereimaschinen GmbH, Rapsweg 9, 233 Neu-Ulm, 89289, DE)
International Classes:
D03C3/40; A44C5/20; D03C3/00; A44C5/18
Attorney, Agent or Firm:
Melzer, Wolfgang (Mitscherlich & Partner, Sonnenstrasse 33, München, 80331, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren, mit einem hülsenartigen ersten Halteelement (1) für eine erste Schnur und einem bolzenartigen zweiten Halteelement (2) für eine zweite Schnur, wobei das zweite Halteelement (2) in das erste Halteelement (1) einführbar und zum Verbinden und Lösen der beiden Halteelemente (1, 2) in einer Axialrichtung (A) bewegbar ist, wobei das zweite Halteelement (2) Rastteile (30) und Betätigungsteile (35) aufweist, welche in Zusammenwirkung mit an dem ersten Halteelement (1) befindlichen Rastteilen (15) und Führungsteilen (20) in einer Anschlagsposition des zweiten Halteelementes (2) zum Verbinden bzw. Lösen eine Relativbewegung des ersten und des zweiten Halteelementes (1, 2) in einer Ebene senkrecht zur Axialrichtung (A) hervorrufen, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Halteelement (2) als einstückiges Bauteil mit einem die Rastteile (30) aufweisenden ersten Bereich (3) und einem die Betätigungsteile (35) aufweisenden zweiten Bereich (4) ausgestaltet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bereiche (3, 4) des zweiten Halteelements (2) in Axialrichtung (A) hintereinander angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bereiche (3, 4) des zweiten Halteelements (2) flexibel miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bereiche (3, 4) des zweiten Halteelements (2) über einen Verbindungsbereich (6) miteinander verbunden sind, welcher derart ausgestaltet ist, dass eine Relativbewegung der beiden Bereiche (3, 4) in der Ebene senkrecht zur Axialrichtung A ermöglicht ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich (6) des zweiten Halteelements (2) aus einem anderen Material besteht als die restlichen Bereiche (3, 4).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Halteelement (2) im MehrkomponentenSpritzgußverfahren hergestellt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Halteelement (1) eine bodenseitige Vertiefung (13) aufweist und dass an dem vorderen Ende des zweiten Halteelements (2) ein konische Spitze (5) zur axialen Zentrierung des zweiten Halteelements (2) in dem ersten Halteelement (1) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem der beiden Haltelemente (1, 2) ein Haken (102) zum Einhängen von zu verbindenden Schnüren angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastteile (15, 30) der beiden Halteelemente (1, 2) jeweils vorspringend ausgebildet und in einer Verbindungsposition der Halteelemente (1, 2) ineinander verhakt sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweist, wobei die Relativbewegung zwischen den beiden Halteelementen (1, 2) in der Axialrichtung A im wesentlichen eine Drehbewegung ist.
Description:
Vorrichtung zum Verbinden von Schnüren

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren, welche ein hülsenartiges erstes Halteelement für eine erste Schnur sowie ein bolzenartiges zweites Halteelement für eine zweite Schnur aufweist, wobei das zweite Halteelement in das erste Halteelement einführbar und sowohl zum Verbinden als auch zum Lösen der beiden Halteelemente in einer Axialrichtung bewegbar ist.

Eine gattungsgemäße Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren ist beispielsweise aus der DE 197 56 598 Al der Anmelderin bekannt. Die in dieser Patentanmeldung beschriebene Vorrichtung ist insbesondere zum Verbinden der Schnüre sowie der Harnischschnüre des Webgeschirrs einer Jacquardmaschine vorgesehen. Da bei derartigen Jacquardmaschinen die Möglichkeit bestehen muss, Schnüre innerhalb kürzester Zeit miteinander zu verbinden und wieder voneinander zu trennen, wurde nach Lösungen gesucht, die ein entsprechendes Verbinden bzw. Trennen auf möglichst einfache Weise und mit einer einfachen Handhabung ermöglichen. Dabei bietet die aus der DE 197 56 598 Al bekannte Lösung insbesondere die Möglichkeit, das Verbinden und Trennen durch lediglich eine einzige Betätigung, nämlich ein Zusammendrücken der beiden Halteelemente in Axialrichtung vorzunehmen.

Die bekannte Lösung weist hierzu verschiedene Betätigungs- und Rastmittel auf, welche in Zusammenwirkung mit mehreren Führungsmitteln in einer Anschlagsposition des zweiten Halteelements zum Verbinden bzw. Lösen eine Relativbewegung des ersten und zweiten Halteelements in einer Ebene senkrecht zur Axialrichtung hervorrufen. Am Ende des Zusammendrück-Vorgangs beider Elemente wird somit eine Relativverdrehung der beiden Halteelemente um die Längsachse durchgeführt, durch welche die Verrastung zwischen beiden Halteelementen eingeleitet bzw. wieder gelöst wird. Durch diese besondere Maßnahme ist eine verhältnismäßig einfache Handhabung der Verbindungsvorrichtung gewährleistet, die es insbesondere ermöglicht, das Verbinden bzw. Lösen von Schnüren auch automatisiert vornehmen zu lassen.

Ein Nachteil der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren besteht allerdings darin, dass die einzelnen Elemente der

Vorrichtung verhältnismäßig komplex aufgebaut sind. Insbesondere ist neben dem ersten Halteelement und dem zweiten Halteelement noch ein drittes Element in Form eines so genannten Verschiebeteils vorgesehen, welches in besonderer Weise mit den beiden Halteelementen zusammenwirkt, um die angestrebte Relativbewegung, die zum Verrasten bzw. Lösen der Verrastung erforderlich ist, einzuleiten. Durch das Erfordernis eines dritten Bauteils wird allerdings die Vorrichtung relativ komplex und damit kostenintensiv in ihrer Herstellung. Darüber hinaus wird die Handhabung der Vorrichtung erschwert, je mehr Bauteile diese aufweist.

Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zu Grunde, eine neuartige bzw. verbesserte Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren anzugeben, bei welcher die im Zusammenhang mit dem Stand der Technik beschriebenen Nachteile bzw. Einschränkungen vermieden werden.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren, welche die Merkmale des Anspruches 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf einer speziellen Ausgestaltung des bolzenartigen zweiten Halteelements. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass dieses als einstückiges Bauteil ausgestaltet ist, welches einen ersten, sog. Betätigungsteile aufweisenden, und einen zweiten, sog. Rastteile aufweisenden Bereich aufweist, wobei beide Bereiche miteinander verbunden sind. Durch diese erfϊndungsgemäße Ausgestaltung des zweiten Halteelements besteht nunmehr die Möglichkeit, auf das beim Stand der Technik noch erforderliche Verschiebeteil zu verzichten. Statt dessen sind sämtliche Elemente bzw. Komponenten, welche die besondere Bewegung zwischen dem ersten und dem zweiten Halteelement untereinander zum Verrasten bzw. Lösen der Verrastung bewirken, an einem der beiden Halteelemente angeordnet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren besteht dementsprechend ausschließlich aus zwei getrennten Elementen bzw. Bauteilen, was einerseits Vorteile bei der Herstellung und andererseits Vorteile bei der Handhabung der Vorrichtung mit sich bringt.

Erfindungsgemäß wird also eine Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von Schnüren vorgeschlagen, welche ein hülsenartiges erstes Halteelement für eine erste Schnur und ein bolzenartiges zweites Halteelement für eine zweite Schnur aufweist, wobei das zweite Halteelement in das erste Halteelement einführbar und zum Verbinden und Lösen der beiden Halteelemente in eine Axialrichtung bewegbar ist und wobei das zweite Halteelement Betätigungs- und Rastteile aufweist, welche in

Zusammenwirkung mit an dem ersten Halteelement befindlichen Führungs- und Rastteilen in einer Anschlagsposition des zweiten Halteelements zum Verbinden bzw. Lösen eine Relativbewegung des ersten und des zweiten Halteelements in einer Ebene senkrecht zur Axialrichtung hervorrufen. Erfindungsgemäß ist das zweite Halteelement als ein einstückiges Bauteil mit einem die Rastteile aufweisenden ersten Bereich und einem die Betätigungsteile aufweisenden zweiten Bereich ausgestaltet ist.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die beiden Bereiche des zweiten Halteelements in Axialrichtung gesehen hintereinander angeordnet. Um die gewünschte Relativdrehung des zweiten Halteelements gegenüber dem ersten Halteelement durchführen zu können, ist dabei gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass beide Bereiche des zweiten Halteelements flexibel miteinander verbunden sind. Hierzu sind die beiden Bereiche über einen Verbindungsbereich miteinander verbunden, welcher derart ausgestaltet ist, dass eine Relativbewegung der beiden Bereiche in der Ebene senkrecht zur Axialrichtung ermöglicht ist. Diese besondere Art der Ausgestaltung des zweiten Halteelements gestattet es, die bereits aus dem Stand der Technik bekannten Vorgänge zum Verrasten bzw. Lösen der Verr astung durchzuführen. Dadurch, dass nunmehr eine flexible Verbindung zwischen den beiden Bereichen des zweiten Halteelements geschaffen wird, können die Einrast- und Ausrast- Bewegungen die später noch beschrieben Schnapp-Drehbewegungen vollzogen werden, ohne dass der Einsatz eines dritten Bauteils erforderlich wäre. Das zweite Halteelement kann dabei trotz allem einstückig ausgestaltet werden, da jederzeit die Möglichkeit besteht, den Verbindungsbereich in entsprechender Weise auszugestalten, dass die flexible Verbindung sichergestellt ist. Hierzu könnte beispielsweise der Verbindungsbereich in geeigneter Weise dimensioniert werden. Eine andere Möglichkeit würde darin bestehen, für diesen Verbindungsbereich ein spezielles Material zu verwenden, welches die erforderliche Flexibilität aufweist. Beispielsweise könnte in diesem Fall des zweite Halteelement in einem Mehrkomponenten-Spritzgussverfahren hergestellt werden. In jedem Fall weist die erfindungsgemäße Lösung deutliche Vorteile gegenüber bislang eingesetzten Vorrichtungen auf, da lediglich zwei unterschiedliche Bauteile hergestellt und gehandhabt werden müssen, was kostengünstiger und einfacher ist.

Weitere abhängige Ansprüche betreffen spezielle Ausgestaltungen der unterschiedlichen Betätigungs-, Rast- und Führungsteile. Diese können insbesondere speziell ausgestaltete Anlaufschrägen oder -flächen aufweisen, um die erforderlichen Bewegungen zwischen den beiden Halteelementen einzuleiten.

Eine andere Weiterbildung der vorliegenden Erfindung betrifft eine Maßnahme, durch welche die axiale Zentrierung des zweiten Halteelements beim Einführen in das erste Halteelement sichergestellt ist. Hierzu weist das erste Halteelement eine bodenseitige Vertiefung auf, welche mit einer konischen Spitze am vorderen Ende des zweiten Halteelements zusammenwirkt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass grundsätzlich eine geeignete Ausrichtung der verschiedenen Rast-, Betätigungs- und Führungsteile vorliegt. Damit ist gewährleistet, dass die verschiedenen Elemente auch wie vorgesehen zusammenwirken.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

Figur 1 die perspektivische Ansicht eines ersten Halteelements einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum lösbaren Verbinden von

Schnüren;

Figur 2 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Halteelements der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Figuren 3a und 3b den Vorgang des Zusammenfügens der beiden Haltelemente;

Figur 4 das hülsenartige erste Halteelement im seitlichen Schnitt;

Figur 5 eine Darstellung der an dem ersten Halteelement vorgesehenen

Führungs- und Rastteile;

Figuren 6a und 6b Schnitte I-I und II-II der Darstellung in Figur 4;

Figur 7 eine seitliche Ansicht des bolzenartigen zweiten Halteelements;

Figur 8 eine Darstellung der an dem zweiten Halteelement vorgesehenen Betätigungs- und Rastteile;

Figuren 9a und 9b Schnitte III-III und IV-IV der Darstellung in Figur 7;

Figuren 10a - 10h die einzelnen Schritte beim Verrasten der beiden Halteelemente miteinander;

Figuren IIa - 11h die einzelnen Schritte beim Lösen der Verrastung der beiden

Halteelemente;

Figuren 12a - 12c Schnittdarstellungen verschiedener Phasen beim Zusammenfügen bzw. Lösen der beiden Halteelemente und

Figur 13 ein zweites Ausfuhrungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Vorrichtung.

Die Figuren 1, 2, 3a und 3b zeigen zunächst den allgemeinen Aufbau der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung bzw. der hierfür verwendeten Elemente. Entsprechend den Darstellungen weist die Vorrichtung zwei mit den Bezugszeichen 1 und 2 versehene Halteelemente auf, wobei ein erstes Halteelement 1 in Form einer Hülse ausgebildet ist, während hingegen ein zweites Halteelement 2 als Bolzen ausgestaltet ist. Beide Halteelemente 1 und 2 weisen an jeweils einem stirnseitigen Endbereich 11 bzw. 7 eine konische Verjüngung zum Befestigen einer oder mehrerer Schnüre auf, wie dies den Darstellungen in den Figuren 3a und 3b entnommen werden kann. Durch Verrasten der beiden Halteelemente 1 und 2 miteinander, können diese Schnüre also miteinander verbunden werden. Hierdurch besteht insbesondere die Möglichkeit, die so genannten Harnischschnüre einer Jacquardmaschine miteinander zu verbinden, was eine bei der Wartung derartiger Maschinen oftmals vorkommende Tätigkeit ist. Durch die Möglichkeit, die Schnüren in einfacher und schneller Weise miteinander zu verbinden bzw. die Verbindung wieder zu lösen, wird somit eine deutliche Erleichterung der allgemeinen Tätigkeiten für das Wartungspersonal für eine derartige Maschine erzielt.

Die beiden Halteelemente 1 und 2 sind derart ausgestaltet, dass das Verbinden dieser bzw. das Lösen der miteinander verbundenen Elemente 1, 2 in einfacher Weise erfolgen kann. Insbesondere ist für das Verbinden bzw. das Lösen lediglich eine einzige Tätigkeit erforderlich, nämlich ein Zusammendrücken beider Elemente in Axialrichtung. Dies wird durch eine besondere Ausgestaltung der beiden Elemente erzielt, die nachfolgend erläutert werden soll.

Zunächst soll anhand der Figuren 1 und 4 - 6 der Aufbau des ersten, hülsenartigen Halteelements 1 erläutert werden.

Wie der Schnittdarstellung in Figur 4 entnommen werden kann, weist das erste Halteelement 1 über eine gewisse Länge hinweg einen zylinderförmigen Hohlraum 12 auf, der zur Aufnahme des zweiten, bolzenartigen Halteelements 2 vorgesehen

ist. Dieser zylinderartige Hohlraum 12 geht in seinem dem konischen Ende 11 zugewandten Endbereich in einen etwas schmäler bemessenen Hohlraum 13 über, wobei der Übergang durch einen sich an die Bodenseite des Hohlraums 12 anschließenden kegelförmigen Abschnitt 13a erreicht wird. Wie später noch erläutert wird, wird durch diese Ausgestaltung in Zusammenwirkung mit einem Zentrierungsteil des zweiten Halteelements 2 erzielt, dass eine axiale Zentrierung des zweiten Halteelements 2 in dem ersten Halteelement 1 erfolgt.

Das Verrasten bzw. Lösen der Verrastung zwischen beiden Halteelementen 1 und 2 wird u. a. durch Führungs- und Rastteile erzielt, die innerhalb des zylinderförmigen

Hohlraums 12 angeordnet sind. Erste Rastteile 15 sind dabei im Eingangsbereich der

Hülse angeordnet, während hingegen die Führungsteile 20 im Bodenbereich des

Hohlraums 12 angeordnet sind. Die Ausgestaltung sowohl der Rastteile 15 als auch der Führungsteile 20 kann dabei insbesondere der Darstellung in Figur 5 sowie den beiden Schnittdarstellungen der Figuren 6a und 6b entnommen werden.

Insgesamt sind jeweils vier Rastteile 15 sowie vier Führungsteile 20 vorgesehen, welche über den Innenumfang der Hülse verteilt angeordnet sind. Hierbei ist von Bedeutung, dass jeweils ein Rastteil 15 genau oberhalb eines Führungsteils 20 angeordnet ist.

Sowohl die Rastteile 15 als auch die Führungsteile 20 sind durch von der Wandung der Hülse 1 in den Innenraum 12 hervorstehende Stifte gebildet, welche an ihrem oberen Ende zwei seitlich zur Längsmittelachse - beispielsweise in einem Winkel von ca. 45° - abfallende Führungsflächen 16a, 16b bzw. 20a, 20b aufweisen. An der Unterseite der Rastteile 15 ist darüber hinaus eine weitere Führungsfläche 17 gebildet, welche sich in Bezug auf die Axialrichtung der Rastteile 15 wiederum in einer schrägen Ebene erstreckt.

Die Ausgestaltung des zweiten Halteelements 2 kann insbesondere den Darstellungen in den Figuren 2 und 7 - 9 entnommen werden.

Dieses ist - wie bereits erwähnt - in Form eines Bolzens ausgeführt, der in den Hohlraum 12 des ersten Halteelements 1 einführbar ist. An seiner vorderen Spitze weist das zweite Halteelement 2 eine konische Verjüngung 5 auf, welche beim Einführen des Bolzens in die Hülse in Kontakt mit dem kegelförmigen Bereich 13a des ersten Halteelements 1 gelangt und hierdurch eine Selbstzentrierung des zweiten Halteelements 2 in dem ersten Halteelement 1 bewirkt.

Das Verrasten und Lösen der beiden Halteelemente 1 , 2 wird durch an dem zweiten Halteelement 2 befindliche Rastteile 30 und Betätigungsteile 35 bewirkt, welche in besonderer Weise mit den Führungsteilen 20 und Rastteilen 15 des ersten Halteelements 1 zusammenwirken. Die besondere Ausgestaltung der Rastteile 30 und Betätigungsteile 35 kann dabei insbesondere den Darstellungen der Figuren 8, 9a und 9b entnommen werden.

Gemäß diesen Darstellungen sind die Rastteile 30 jeweils durch ein kürzeres Seitenteil 31 sowie ein längeres Seitenteil 32 gebildet, welche an ihrer Unterseite über eine schräg zur Axialrichtung des Halteelements 2 verlaufende Führungsfläche 33 miteinander verbunden sind. Zwischen beiden Seitenteilen 31 und 32, die an ihren oberen Enden jeweils parallel zur Führungsfläche 33 verlaufende Abschrägungen 31a und 32a aufweisen, wird damit eine zur Oberseite hin offene Rastausnehmung 30a gebildet. Wie Figur 9a entnommen werden kann, sind vier Rastteile 30 an der Außenseite des zweiten Halteelements 2 verteilt angeordnet.

Unterhalb der Rastteile 30 sind Betätigungsteile 35 angeordnet, die wiederum als zur Außenseite vorstehende Stifte ausgestaltet sind. An ihren Unterseiten weisen die Betätigungsteile 35 jeweils zwei seitlich zur Längsmittelachse geneigte Führungsflächen 35a und 35b auf, an ihren Oberseiten ist eine einzelne, wiederum schräg zur Längsmittelachse geneigte Führungsfläche 36 vorgesehen. Entsprechend den Darstellungen der Figuren 8, 9a und 9b sind acht Betätigungsteile 35 verteilt über den Umfang des zweiten Halteelements 2 angeordnet, wobei diese - im Gegensatz zu den Führungs- und Rastteilen 15, 20 des ersten Halteelements - nicht direkt unterhalb der Seitenteile 31 und 32 der Rastteile 30, sondern stattdessen leicht versetzt dazu angeordnet sind.

Eine besonders wesentliche Eigenschaft des zweiten Halteelements 2 ist allerdings, dass die Anordnung der Rastteile 30 und Betätigungsteile 35 zueinander nicht vollkommen starr ist, sondern stattdessen eine zumindest geringfügige Flexibilität aufweist. Wie der Darstellung in Figur 7 entnommen werden kann, ist nämlich das zweite Halteelemente 2 in zwei Bereiche 3 und 4 unterteilt, wobei die Rastteile 30 an dem ersten Bereich 3 und die Betätigungsteile 35 an dem zweiten Bereich 4 angeordnet sind. Beide Bereiche 3 und 4 sind über einen Verbindungsbereich 6 miteinander verbunden, wobei dieser Verbindungsbereich 6 derart ausgestaltet ist, dass eine Relativbewegung der beiden Bereiche 3 und 4 in einer Ebene senkrecht zur Axialrichtung ermöglicht ist. Dies kann beispielsweise durch eine entsprechende Formgebung für den Verbindungsbereich 6 erzielt werden. Alternativ dazu wäre es allerdings auch möglich, für diesen Verbindungsbereich 6 ein flexibles Material

einzusetzen. Trotz allem ist das zweite Halteelement 2 einstückig ausgestaltet, was beispielsweise dadurch erreicht werden kann, dass dieses in einem so genannten Mehrkomponenten-Spritzgussverfahren hergestellt wird, wobei dann für die Bildung des Übergangsbereichs 6 ein etwas flexibleres Material gewählt wird.

Das Zusammenwirken der Führungs-, Betätigungs- und Rastteile 15, 20, 30 und 35 zum Verbinden der beiden Halteelemente 1 und 2 miteinander bzw. zum Lösen der Verbindung kann den Figuren 10a - h bzw. IIa - h entnommen werden. Die Figuren 10a - h zeigen dabei die einzelnen Phasen der Zuordnung der unterschiedlichen Teile zueinander während des Vorgangs der Verrastung, während hingegen die Figuren I Ia - h die einzelnen Phasen beim Lösen der Verrastung zeigen. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass die Abmessungen der Halteelemente 1 und 2 sowie der Führungs-, Betätigungs- und Rastteile 15, 20, 30 und 35 derart gewählt ist, dass der Hohlraum 12 das zweite Halteelement 2 vollständig aufnehmen kann, allerdings im Querschnitt gesehen eine Überlappung der zur Innenseite vorstehenden Führungsund Rastteile 15, 20 mit den nach außen abstehenden Rast- und Betätigungsteilen 30, 35 vorliegt. Hierdurch können die verschiedenen Elemente wie nachfolgend beschrieben zusammenwirken.

Nachfolgend soll zunächst anhand der Figuren 10a - h das Verrasten der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert werden.

Figur 10a zeigt dabei die Anordnung der Rast- und Führungsteile 15, 20 des ersten Halteelements 1 im Hinblick auf die Rast- und Betätigungsteile 30, 35 des zweiten Halteelements 2 in einem Anfangsstadium der Verrastung. Dargestellt ist ein Zustand, bei dem das zweite Halteelement 2 bereits so weit in das erste Halteelement 1 eingeführt wurde, dass die Betätigungsteile 35 mit ihren unteren Enden in Anlage gegen die Führungsteile 20 gelangen. Die entsprechende Ausrichtung der Betätigungsteile 35 auf die Führungsteile 20 wird dadurch erreicht, dass der Zwischenraum zwischen den Rastteilen 15 des ersten Halteelements 1 derart bemessen ist, dass die Rastteile 30 des zweiten Halteelements 2 in einer definierten Anordnung durch diese Freiräume geführt werden. Dies hat zur Folge, dass die Führungsflächen 20a und 35a der Führungs- und Betätigungsteile 20, 35 in Anlage gegeneinander gelangen.

Werden nunmehr die beiden Halteelemente 1 , 2 weiter gegeneinander gedrückt, wie dies durch die Pfeile symbolisch dargestellt ist, so führt dies dazu, dass aufgrund der Führungsflächen 20a und 35a die Betätigungsteile 35 zur Seite (in der Darstellung nach links) abgelenkt werden, wie dies der Darstellung in Figur 10b entnommen

werden kann. Dieses Ablenken erfolgt bis zu einem Stadium, in dem ein Führungsteil 20 in den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Betätigungsteilen 35 hineinragt. Wesentlich hierbei ist, dass zunächst lediglich die Betätigungsteile 35 seitlich abgelenkt werden, nicht jedoch die Rastteile 30 des zweiten Halteelements 2, da diese sich nach wie vor mit ihren Seitenteilen 31, 32 in Anlage zu den Rastteilen 15 befinden. Die Ablenkung lediglich der Betätigungsteile 35 wird durch die flexible Verbindung 6 zwischen den beiden Bereichen 3 und 4 des zweiten Halteelements 2 ermöglicht, wie zuvor erläutert wurde.

Erst wenn das zweite Halteelement 2 so weit herabgedrückt wurde, dass sich die Rastteile 30 vollständig unterhalb der Rastteile 15 befinden, wie dies in Figur 10c bzw. der dieser Situation entsprechenden Figur 12b dargestellt ist, können auch die Rastteile 30 aufgrund der in dem Übergangsberach 6 durch die vorherige Relativverdrehung der beiden Bereiche 3 und 4 erzeugten mechanischen Spannung die seitliche Ablenkung nachvollziehen, was zu der Anordnung gemäß Figur 10d führt.

Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die beiden Halteelemente 1 und 2 in einer Anschlagsposition und werden nun nicht mehr ineinander gedrückt. Stattdessen werden sie nunmehr kurzfristig auseinander gezogen. Hierbei geraten nunmehr zunächst die oberen Führungsflächen 31a der Seitenteile 31 der Rastteile 30 in Anlage gegen die unteren Führungsflächen 17 der Rastteile 15, wie dies in Figur 10e gezeigt ist. Dies hat zur Folge, dass aufgrund dieser Führungsflächen nunmehr die Rastteile 30 seitlich (in der Darstellung wiederum nach links) abgelenkt werden, so dass die Rastteile 15 des ersten Halteelements 1 in die Rastausnehmung 30a der Rastteile 30 des zweiten Halteelements 2 eingreifen können. Es werden nunmehr also zunächst die Rastteile 30 seitlich abgelenkt, wobei die Betätigungsteile 35 diese Ablenkung nachvollziehen, sobald sie sich vollständig oberhalb der Führungsteile 20 befinden. Letztendlich hat dies dann zur Folge, dass die Rastteile 15, 30 vollständig ineinander eingreifen, wie dies in Figur 10h bzw. Fig. 12c dargestellt ist. Damit werden durch das kurzfristige Ineinanderdrücken und anschließende Auseinanderziehen der beiden Halteelemente 1 und 2 diese miteinander verrastet.

Zum Lösen der Verrastung werden im Wesentlichen die gleichen Bewegungen vollzogen. Zunächst werden gemäß den Darstellungen IIa - Hd die beiden Halteelemente 1 und 2 bis zur Anschlagsposition ineinander geschoben, wobei aufgrund der Ausrichtung der Rast-, Betätigungs- und Führungsteile 15, 20, 30, 35 wiederum zunächst die Betätigungsteile 35 seitlich abgelenkt werden (Figuren I Ia und IIb) und - sobald die Rastteile 35 aus dem Eingriff der Rastteile 15 entfernt

wurden - diese ebenfalls diese Bewegung nach vollziehen (Figuren 11c und Hd) Die Darstellung in Fig. 12a entspricht hierbei dem Anfangsstadium der Verrastungs- Lösung gemäß Fig. I Ia.

Werden nunmehr die beiden Halteelemente 1 und 2 auseinandergezogen, so werden aufgrund der Führungs flächen 17 und 32a der Rastteile 15 und 30 die Rastteile 30 derart abgelenkt, dass sie vollständig aus dem Eingriff der Rastteile 15 gelangen und in die Zwischenräume zwischen den Rastteilen 15 überführt werden. Diese seitliche Ablenkung wird zu einem späteren Zeitpunkt auch von den Betätigungsteilen 35 nachgeholt, bis schließlich die Anordnung gemäß Figur 11h erreicht wird, welche der Ausgangsposition von Figur 10a entspricht. Die verschiedenen Teile der Halteelemente 1 und 2 sind hierbei vollkommen außer Eingriff, so dass die beiden Halteelemente 1 , 2 nunmehr voneinander gelöst werden können.

Insgesamt kann somit ein Verrasten der beiden Halteelemente 1 und 2 bzw. ein Lösen der Verrastung immer durch die gleichartige Betätigung erzielt werden, nämlich ein Ineinanderschieben der beiden Teile und ein anschließendes Auseinanderziehen. Sowohl das Verrasten als auch das Lösen der Verrastung erfolgen damit im Rahmen einer Schnapp-Drehbewegung, was eine Vereinfachung in der Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit sich bringt. Von besonderer Bedeutung hierbei ist auch, dass lediglich eine axiale Betätigung der beiden Halteelemente erforderlich ist, so dass das Verrasten bzw. das Lösen der Verrastung auch automatisiert bzw. maschinell durchgeführt werden kann.

Ein besonderer Vorteil der erfmdungsgemäßen Vorrichtung besteht dabei darin, dass die Vorrichtung ausschließlich aus zwei Elementen besteht, welche zueinander bewegt werden müssen. Dies wird durch die zuvor beschriebene flexible Anordnung der Betätigungs- und Rastteile des zweiten Halteelements zueinander ermöglicht, welche die für das Verrasten und Lösen der Verrastung erforderliche Relativbewegung der verschiedenen Elemente zueinander ermöglicht. Die Tatsache, dass die Vorrichtung insgesamt gesehen aus lediglich zwei getrennten Elementen besteht, bringt dabei zusätzliche Vorteile bei der Handhabung der Vorrichtung mit sich. Insbesondere ist eine Betätigung von lediglich zwei Bauteilen in automatisierter Weise nochmals deutlich einfacher zu realisieren, als dies beim Stand der Technik, bei dem drei Bauteile zu handhaben waren, möglich war. Auch die Herstellung der gesamten Vorrichtung wird durch die Reduzierung der Anzahl der herzustellenden Bauteile vereinfacht.

Eine alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist schließlich in Figur 13 dargestellt. In diesem Fall weist das erste Halteelement 101 an seiner Unterseite einen Haken 102 auf, der beispielsweise zum Einhängen mehrerer Schnüre genutzt werden kann. Dieser Haken 102 kann wahlweise geöffnet oder geschlossen werden, so dass z.B. auf einfache Weise das Einhängen zusätzlicher Harnischschnüre erfolgen kann. Die Halteelemente 2 und 101 sind allerdings wiederum in der bereits zuvor erläuterten Weise aufgebaut. Insbesondere weisen diese wiederum die speziell ausgestalteten Führungs-, Betätigungs- und Rastteile auf, wobei die Betätigungs- und Rastteile des zweiten Halteelements in zwei verschiedenen Bereichen angeordnet sind, welche in flexibler Weise miteinander verbunden sind.