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Title:
DEVICE FOR CONTROLLING THE TEMPERATURE OF OBJECTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/010066
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for controlling the temperature of objects, especially for drying or cooling objects, said device comprising a housing (1) containing at least two tempering units (100, 100') which are arranged in a functionally parallel manner. Each tempering unit (100, 100') comprises a tunnel-type usable space (14, 14') in which tempered air is applied to the objects (19, 19'). Said objects can be displaced through the usable spaces (14, 14') by means of a respective transport system (24, 24'). According to the invention, the at least two tempering units (100, 100') are superimposed in the housing (1) essentially above the same base surface.

Inventors:
Doll, Martin (Schulsteige 20, Weil Im Schönbuch, 71093, DE)
Application Number:
PCT/EP2003/006401
Publication Date:
January 29, 2004
Filing Date:
June 18, 2003
Export Citation:
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Assignee:
EISENMANN MASCHINENBAU GMBH & CO. KG (Tübinger Strasse 81, Böblingen, 71032, DE)
Doll, Martin (Schulsteige 20, Weil Im Schönbuch, 71093, DE)
International Classes:
F26B15/12; F26B21/04; (IPC1-7): F26B15/12; F26B21/04
Foreign References:
US20020056710A1
US5958330A
DE2114194A1
US4761894A
US5743962A
Attorney, Agent or Firm:
Ostertag, Ulrich (Eibenweg 10, Stuttgart, 70597, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Temperieren von Gegenständen, insbeson dere von Fahrzeugkarosserien, mit a) einem Gehäuse ; b) mindestens zwei in ihrer Funktion parallel angeordneten, in dem Gehäuse untergebrachten Temperiereinrichtungen, die jeweils umfassen : ba) einen tunnelartigen Nutzraum, in dem die Gegen stände mit temperierter Luft beaufschlagbar sind ; bb) ein Fördersystem, mit dem die Gegenstände durch den Nutzraum bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß c) die mindestens zwei Temperiereinrichtungen (100, 100') übereinander in dem Gehäuse (1) im wesentlichen über derselben Grundfläche angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftweg, auf dem die temperierte Luft zu einer ersten Temperiereinrichtung (100') strömt, durch eine zweite Temperiereinrichtung (100) führt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Luftweg eine Einrichtung (26) vorgesehen ist, mit welcher der Übergang temperierter Luft aus der zweiten Temperiereinrichtung (100) in die erste Temperiereinrichtung (100') bei Bedarf unterbrochen werden kann.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (26) zum Unterbrechen des Luft wegs eine steuerbare Klappe ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (26) zum Unterbrechen des Luftweges eine verschließbare Jalousie ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei Temperiereinrichtungen (100, 100') den Luftweg (22), auf dem die Luft aus den Nutzräumen (14, 14') abge führt wird, zumindest bereichsweise teilen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenmzeichnet, daß der Luftweg, auf dem die temperierte Luft zu der ersten Temperiereinrichtung (100') strömt, unab hängig von dem Luftweg ist, auf dem die temperierte Luft zu der zweiten Temperiereinrichtung (100) strömt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Trockner ausge staltet ist und zur Temperierung der Luft mindestens ein Heizaggregat (25, 25') aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8 bei Rückbeziehung auf einen der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeich net, daß ebenso viele Heizaggregate (25, 25') wie Trock nereinrichtungen (100, 100') vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da durch gekennzeichnet, daß sie als Kühler ausgebil det ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich net, daß mindestens ein Ventilator vorgesehen ist, der Frischluft ansaugt und als temperierte Luft in die Nutzräume (14, 14') der Kühleinrichtungen (100, 100') einbringt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch mindestens ein Kühlaggregat, welches die in die Nutzräume (14, 14') der Kühleinrichtungen (100, 100') eingebrachte Luft kühlt.
Description:
Vorrichtung zum Temperieren von Gegenständen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Temperieren von Gegenständen, insbesondere von Fahrzeugkarosserien, mit a) einem Gehäuse ; b) mindestens zwei in ihrer Funktion parallel angeordneten, in dem Gehäuse untergebrachten Temperiereinrichtungen, die jeweils umfassen ba) einen tunnelartigen Nutzraum, in dem die Gegen- stände mit temperierter Luft beaufschlagbar sind ; bb) ein Fördersystem, mit dem die Gegenstände durch den Nutzraum bewegbar sind.

Der Begriff des"Temperierens"wird vorliegend als Oberbe- griff für alle Arten benutzt, wie die Temperatur der Luft, mit dem Gegenstände beaufschlagt werden sollen, auf einen bestimmten Wert eingestellt wird."Temperieren" kann also beispielsweise"Erhitzen"bedeuten, was insbe- sondere bei der Ausgestaltung der Vorrichtung als Trockner von Bedeutung ist. "Temperieren"kann aber auch"Kühlen" sein, wenn die Gegenstände auf eine niedrigere Temperatur gebracht werden sollen.

Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind in der Automobilindustrie vom Markt her bekannt, wo lackierte Fahrzeugkarosserien oder Karosseriebauteile getrocknet oder gekühlt werden sollen. Zur Steigerung der Trock-

nungs-bzw. Kühlkapazität werden häuig mehrere parallel angeordnete Temperiereinrichtungen, also Trockner-oder Kühleinrichtungen, eingesetzt, die entweder jeweils als"Einzelröhren"durch gesonderte Gehäuse oder, neben- einander liegend, durch ein und dasselbe Gehäuse geführt werden. Der Platzbedarf dieser bekannten Vorrichtungen ist jedoch verhältnismäßig groß.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrich- tung der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß sie den baulichen Gegebenheiten an dem Ort, wo sie auf- gestellt werden soll, besser gerecht wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß c) die mindestens zwei Temperiereinrichtungen überein- ander in dem Gehäuse im wesentlichen über derselben Grundfläche angeordnet sind.

Mit der vorliegenden Erfindung wird erkannt, daß das "kostbare Gut"am Aufstellungsort der Vorrichtung weniger die Bauhöhe als die Grundfläche ist. Dadurch, daß erfin- dungsgemäß die Temperiereinrichtungen nicht neben-sondern übereinander in dem Gehäuse angeordnet werden, wird bei gegebenem Durchsatz Grundfläche eingespart. Durch die Anordnung der mehreren Temperiereinrichtungen überein- ander kann zusätzlich das Wirkprinzip der sog."A-Schleu- sen"genutzt oder verstärkt werden, die bereits bei bekannten Trocknern eingesetzt wird.

Baulich besonders einfach ist diejenige Ausgestaltung der Erfindung, bei welcher der Luftweg, auf dem die temperierte Luft zu einer ersten Temperiereinrichtung strömt, durch eine zweite Temperiereinrichtung führt.

Auf diese Weise können Luftkanäle eingespart werden,

da ein Teil des Luftweges zu der ersten Temperiereinrich- tung von der zweiten Temperiereinrichtung bereitgestellt wird.

Besteht die Luftverbindung zwischen den mindestens zwei Temperiereinrichtungen permanent, so müssen beide Tem- periereinrichtungen stets gleichzeitig und parallel betrieben werden. Eine Anpassung an den jeweiligen Tem- perierbedarf, also eine Veränderung der Kapazität der Vorrichtung, gestattet diejenige Ausgestaltung der Er- findung, bei welcher in dem Luftweg eine Einrichtung vorgesehen ist, mit welcher der Übergang temperierter Luft aus der zweiten Temperiereinrichtung in die erste Temperiereinrichtung bei Bedarf unterbrochen werden kann. Diese Vorrichtung kann also mit zwei unterschied- lichen Kapazitäten gefahren werden : Mit einer größeren Kapazität, bei welcher beide Temperiereinrichtungen im Betrieb sind, und mit einer kleineren Kapazität, die der Kapazität derjenigen, zweiten Temperiereinrich- tung entspricht, durch welche der Luftweg zuerst führt.

Im einfachsten Fall kann von Hand durch ein entsprechen- des Teil, das in den Luftweg eingesetzt wird, die frag- liche Verbindung unterbrochen werden. Beispielsweise kann ein Gitterrost, durch den die Luft aus der zweiten Temperiereinrichtung in die erste Temperiereinrichtung strömt, manuell gegen ein geschlossenes Blech ausgetauscht werden.

Komfortabler ist, wenn die Einrichtung zum Unterbrechen des Luftweges eine steuerbare Klappe oder ein verschließ- bare Jalousie ist.

Wenn die mindestens zwei Temperiereinrichtungen den Luftweg, auf dem die Luft aus den Nutzräumen abgeführt

wird, zumindest bereichsweise teilen, ist erneut eine Verringerung des apparativen Aufwands, insbesondere der erforderlichen Luftkanäle, möglich.

Eine noch größere Flexibilität im Betrieb gestattet ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem der Luftweg, auf dem die temperierte Luft zu der ersten Temperiereinrichtung strömt, unabhängig von dem Luftweg ist, auf dem die temperierte Luft zu der zweiten Temperier- einrichtung strömt. Dann ist es nämlich möglich, die Vorrichtung wahlweise mit der Gesamtkapazität aller einzelner Temperiereinrichtungen, mit der Kapazität eines Teiles der Temperiereinrichtungen oder auch mit jeder Temperiereinrichtung einzeln zu fahren.

Wie bereits oben erwähnt, kann die Vorrichtung als Trockner ausgestaltet sein ; zur Temperierung der Luft weist sie dann mindestens ein Heizaggregat auf.

Besonders bevorzugt wird, wenn der erfindungsgemäße Trockner ebenso viele Heizaggregate wie Trocknereinrich- tungen aufweist. Werden innerhalb des gesamten Trockners dann einzelne Trocknereinrichtungen außer Betrieb genommen, können entsprechend viele Heizaggregate ebenfalls außer Funktion gesetzt werden, was mit erheblichen Energieein- sparungen verbunden ist. Außerdem ist es möglich, in den verschiedenen Trocknereinrichtungen innerhalb desselben Trockners mit unterschiedlichen Lufttemperaturen zu fahren.

Wie ebenfalls oben schon erwähnt, kann die erfindungsge- mäße Vorrichtung auch als Kühler ausgebildet sein. In diesem Falle kann mindestens ein Gebläse vorgesehen sein, das Frischluft ansaugt und als temperierte Luft in die Nutzräumme der Kühleinrichtungen einbringt.

Genügt die Kühlwirkung der Luft der Außenatmosphäre nicht, kann zusätzlich mindestens ein Kühlaggregat vor- gesehen sein, welches die in die Nutzräume der Kühlein- richtungen eingebrachte Luft kühlt.

Auführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert ; es zeigen : Figur 1 : einen vertikalen Schnitt, genommen senkrecht zur Bewegungsrichtung der zu trocknenden Gegen- stände, durch einen erfindungsgemäßen Trockner, der sowohl für das Ausführungsbeispiel der Figur 2 als auch das jenige der Figur 3 gültig ist ; Figur 2 : einen Schnitt gemäß Linie II-II von Figur 1 durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsge- mäßen Trockners ; Figur 3 : einen Schnitt gemäß Linie II-II von Figur 1 durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Trockners ; Figur 4 : einen vertikalen Schnitt, ähnlich der Figur 1, durch ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Trockners ; Figur 5 : einen Schnitt gemäß Linie V-V von Figur 4.

Zunächst wird auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen, die zusammen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Trockners darstellen. Der Trockner umfasst ein Gehäuse 1, das durch eine horizontale Zwischendecke 3 in zwei"Stockwerke" unterteilt ist.

Über dem Gehäuse 1 ist ein Umluft-Heizaggregat 25 angeord- net. Die von diesem erhitzte Luft tritt über seitliche Verbindungskanäle 4,5 in das obere"Stockwerk"des Gehäuses 1 und dort jeweils in einen der seitlichen Außenwand benachbarten Druckraum 6,7 einer ersten, insgesamt mit dem Bezugszeichen 100 versehenen Trockner- einrichtung ein. Die Druckräume 6,7 werden nach innen durch eine vertikale Zwischenwand 8, 9 begrenzt, in der sich mit Filtern 10, 11 versehene Öffnungen befinden.

Zur Wartung der Filter 10, 11 oder Reinigung der Druckräume 6,7 können letztere begangen werden, wie dies in dem linken Druckraum 6 schematisch angedeutet ist.

Zwischen den vertikalen Zwischenwänden 8,9 und den vertikalen, seitlichen Begrenzungwänden 12,13 des Nutz- raumes 14 der Trocknereinrichtung 100 ist jeweils ein Luftverteilraum 15 bzw. 16 gebildet. Die erhitzte Luft gelangt von den Luftverteilräumen 15,16 über Düsen 17, 18 in den Seitenwänden 12,13 in einen tunnelartigen Nutzraum 14 und beaufschlagt dort, wie durch die Pfeile angedeutet, einen zu trocknenden Gegenstand, im dargestell- ten Beispiel eine frisch lackierte Fahrzeugkarosserie 19.

Die erhitzte Luft wird sodann über mit einstellbaren Ansaugöffnungen versehene Bodenkanäle 20, 21 aus dem Nutzraum 14 abgesaugt und gelangt über auf beiden Seiten des Gehäuses 1 vorgesehene vertikale Verbindungskanäle 22,23 zurück zum Umluft-Heizaggregat 25. Damit ist der Umluft-Kreislauf durch die Trocknereinrichtung 100 ge- schlossen. Die Verbindungskanäle 22,23 sind in Figur 1 nicht direkt zu sehen sondern durch die Druckräume 6 und 7 verdeckt und durch die gestrichelten, nach oben weisenden Pfeile nur symbolisch angedeutet.

Die zu trocknenden Gegenstände 19 werden durch die im oberen"Stockwerk"des Gehäuses 1 untergebrachte Trockner- einrichtung 100 mit Hilfe einer Fördereinrichtung 24 senkrecht zur Zeichenebene von Figur 1 hindurch transpor- tiert.

Eine fast vollständig identische Trocknereinrichtung 100' findet sich unterhalb der ersten Trocknereinrichtung 100 im unteren"Stockwerk"des Gehäuses 1. Auch diese Trockner- einrichtung 100'umfasst einen Nutzraum 14'mit Seiten- wänden 12', 13', welche Luftverteilräume 15'16'nach innen begrenzen. Die Luftverteilräume 15'16'sind mit dem Nutzraum 14'über Düsen 17', 18'verbunden. Außerhalb der Luftverteilräume 15', 16'liegen, von diesen durch verti- kale Zwischenwände 8', 9'getrennt, Druckräume 6', 7', aus welchen Heißluft durch Filter 10', 11'in den Zwischen- wänden 8', 9'in die Luftverteilräume 15', 16'gelangen kann. Die erhitzte Luft wird aus dem Nutzraum 14'über Bodenkanäle 20', 21'abgesaugt und gelangt von dort in die selben vertikalen Verbindungskanäle 22, die oben für die im oberen"Stockwerk"angeordnete Trocknereinrich- tung 100 schon beschrieben wurden.

Während bei der im oberen"Stockwerk"befindlichen Trockner- einrichtung 100 die Heißluft in die Druckräume 6,7 direkt bzw. über die Verbindungskanäle 4,5 von dem Umluft-Heiz- aggregat 25 zugeführt wird, geschieht die Zufuhr von Heißluft in die Druckräume 6', 7'der unteren Trocknerein- richtung 100'von den Druckräumen 6,7 her, die dem oberen "Stockwerk"zugeordnet sind. Hierzu sind in den Böden der beiden oberen Druckräume 6,7 Gitterroste 26,27 vorgesehen, über welche die heiße Luft in vertikale, seitlich der Bodenkanäle 20 liegende Verbindungskanäle 28,29 in die zum unteren"Stockwerk"gehörenden Druckräume 6', 7' gelangen kann.

Wie die Figur 2 deutlich macht, ist das, was oben beschrie- ben wurde, nur ein Segment eines vollständigen Trockners.

In Figur 2 schließen sich links und rechts von dem darge- stellten Segment weitere, im wesentlichen identisch ge- staltete Segmente an. Diese unterscheiden sich von dem mittleren Segment im wesentlichen allenfalls in der Temperatur der in die entsprechenden Nutzräume eingebrach- ten Luft. Die Fördersysteme 24, 24'durchsetzen selbstver- ständlich all diese Segmente von einer Einlaßschleuse, die am einen Ende des Trocknergehäuses angeordnet ist, zu einer Auslaßschleuse, die am anderen Ende des Trockner- gehäuses angeordnet ist ; beide Schleusen sind in Figur 2 nicht dargestellt und besitzen grundsätzlich eine bekannte Bauweise, insbesondere die einer A-Schleuse.

Bei dem oben anhand der Figuren 1 und 2 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel eines Trockners werden die in dem unteren und dem oberen"Stockwerk"des Gehäuses 1 befindlichen Trocknereinrichtungen 100, 100'bevorzugt gleichzeitig betrieben. Um zu erreichen, daß bei einem verringerten Kapazitätsbedarf des Gesamttrockners die im unteren"Stockwerk"befindliche Trocknereinrichtung 100'abgeschaltet werden kann, sind die Gitterroste 26, 27 durch z. B. manuell einlegbare Bleche zu verschließen.

Die Luftleistung des Heizaggregates 25 wird in diesem Fall an den reduzierten Bedarf, beispielsweise mit einem Frequenzumformer, angepaßt.

Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel, das nunmehr anhand der Figuren 1 und 3 beschrieben wird, erfolgt die Anpassung an einen geringeren Trockner-Kapazitätsbedarf in anderer Weise. Die Figur 1 war bei der Beschreibung des ersten Ausführungsbeispieles als Schnitt gemäß der Linie I-I von Figur 2 zu verstehen ; sie wird nunmehr bei der Beschreibung

des zweiten Ausführungsbeispieles als Schnitt gemäß Linie I-I von Figur 3 herangezogen.

Das Ausführungsbeispiel der Figur 3 ähnelt demjenigen der Figur 2 sehr stark ; entsprechende Teile sind daher in Figur 3 mit demselben Bezugszeichen wie in den Fi- guren 1 und 2 versehen. Um zu erreichen, daß bei einem verringerten Kapazitätsbedarf des Gesamttrockners die im unteren"Stockwerk"von Figur 3 befindliche Trockner- einrichtung 100'abgeschaltet werden kann, sind gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 folgende Änderungen vorgenommen worden : Über dem Gehäuse 1 befinden sich nunmehr zwei Umluft- Heizaggregate 25, 25', die jeweils nur die halbe Luftleis- tung des Heizaggregates 25 des Ausführungsbeispieles von Figur 2 zu besitzen brauchen. Bei gleicher Luftleistung wäre eine Verdoppelung der Länge des Gehäuses 1 möglich.

Beide Heizaggregate 25, 25'sind über Verbindungskanäle 4, 4'bzw. 5, 5'mit den Druckräumen 6,7 beidseits des oberen Nutzraumes 14 verbunden. In dem Verbindungs- kanal 4'welcher dem in Figur 3 rechten Umluft-Heiz- aggregat 25'zugeordnet ist, befindet sich eine Klappe 30, mit der dieser Verbindungskanal 4'verschlossen werden kann. Entsprechendes gilt für den gegenüberliegenden Verbindungskanal 5'. In entsprechender Weise sind in die Verbindungskanäle 28,29, welche die oberen Druckräume 6, 7 mit den unteren Druckräumen 6', 7'verbinden, weitere Klappen 31 eingesetzt, mit denen diese Verbindungskanäle 28,29 bei Bedarf verschlossen werden können.

Die oberen und unteren Bodenkanäle 20,21, 20', 21' münden beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 nicht in denselben Verbindungskanal. Vielmehr besitzt die im oberen"Stockwerk"des Gehäuses 1 befindliche Trock-

nereinrichtung 100 eigene, nach oben zu dem in Figur 3 linken Umluft-Heizaggregat 25 führende Verbindungskanäle 22,23, die in Höhe der horizontalen Zwischendecke 3 enden, während die Bodenkanäle 20', 21'der unteren Trocknereinrichtung 100'in eigene vertikal verlaufende Verbindungskanäle 22', 23'münden, welche die Zwischendecke 3 durchstoßen und zu dem in Figur 3 rechten Umluft-Heiz- aggregat 25'führen.

Das in den Figuren 1 und 3 dargestellte Ausführungsbei- spiel wird wie folgt betrieben : Wenn die volle Kapazität des Trockners benötigt wird, werden beide Umluft-Heizaggregate 25 und 25'benutzt.

Bei geöffneter Klappe 30 blasen beide Umluft-Heizaggre- gate 25, 25'in die seitlichen Druckräume 6,7 der obe- ren Trocknereinrichtung 100 erhitzte Luft ein, welche teilweise in der schon beschriebenen Weise über den Nutzraum 14 der oberen Trocknereinrichtung 100 zirkuliert, über die oberen Bodenkanäle 20,21 abgesaugt und die vertikalen Verbindungskanäle 22,23 wieder dem ersten Umluft-Heizaggregat 25 zugeführt werden. Durch die Gitter- roste 26,27 im Boden der Druckräume 6,7 der oberen Trocknereinrichtung 100 tritt der andere Teil der von den beiden Umluft-Heizaggregaten 25, 25'erzeugten heißen Luft in die beiden Druckräume 6', 7'des unteren"Stock- werkes"ein, wird über den dortigen Nutzraum 14'zur Trocknung der dortigen Gegenstände 19'zirkuliert, über die unteren Bodenkanäle 20', 21'abgesaugt und über die vertikal verlaufenden Verbindungskanäle 28', 29'nach oben zu dem zweiten Umluft-Heizaggregat 25'geführt.

Wird dagegen nur eine geringere Trocknerkapazität be- nötigt, läßt sich die im unteren Stockwerk befindliche Trocknereinrichtung 100'wie folgt still legen : Das in

Figur 3 rechte Umluft-Heizaggregat 25'wird außer Betrieb genommen ; die Klappe 30 wird ebenso wie die Klappe 31' verschlossen. Das in Figur 3 linke Umluft-Heizaggregat 25 dagegen bleibt in Funktion ; die von diesem erhitzte Luft wird ausschließlich über den oberen Nutzraum 14 umgewälzt und trocknet die dort hindurchgeführten Ge- genstände 19.

Eine noch größere Flexibilität im Betrieb als beim zwei- ten Ausführungsbeispiel ist bei dem einem dritten Ausfüh- rungsbeispiel eines Trockners möglich, welches nachfolgend anhand der Figuren 4 und 5 beschrieben wird. Auch die- ses Ausführungsbeispiel besitzt mit den zuvor beschrie- benen Ausführungsbeispielen eine so große Ähnlichkeit, daß für entsprechende Teile dieselben Bezugszeichen verwendet werden.

Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 ist ein vollständig unabhängiger Betrieb der beiden über- einander liegenden Trocknereinrichtungen 100, 100'möglich.

Unter"unabhängigem Betrieb"ist zu verstehen, daß jede dieser Trocknereinrichtungen 100, 100'für sich alleine odei beide Trocknereinrichtungen 100, 100'gemeinsam mit iden- tischer oder unterschiedlichen Lufttemperaturen gefahren werden können. Hierzu sind gegenüber dem Ausführungsbei- spiel der Figur 3 folgende Änderungen vorgenommen : Die von dem in Figur 5 rechts oben dargestellten Umluft- Heizaggregat 25'erhitzte Luft wird nicht durch die Druckräume 6,7 der oberen Trocknereinrichtung 100, sondern über seitlich an das Gehäuse 1 angesetzte Verbindungskanäle 36,37 direkt in die Druckräume 6'bzw. 7'der im unteren "Stockwerk"befindlichen Trocknereinrichtung 100'einge- bracht. Dadurch sind die beiden im unteren bzw. oberen "Stockwerk"des Gehäuses 1 befindlichen Trocknereinrich-

tungen 100, 100'voneinander vollständig entkoppelt.

Bei der obigen Beschreibung der Figuren 1 bis 5 wurde davon ausgegangen, daß es sich bei der dargestellten Vorrichtung jeweils um einen Trockner handelt. Die selbe Konstruktion kann jedoch auch für Kühler eingesetzt werden ; die einzige Änderung, die hierzu vorgenommen werden muß, besteht darin, daß die jeweiligen Umluft- Heizaggregate 25, 25'durch Kühlaggregate ersetzt wer- den. Eine als Kühler ausgestaltete Vorrichtung kann sich dabei an eine als Trockner fungierende Vorrich- tung anschließen, wobei zwischen den beiden Vorrich- tungen lediglich eine kurze Luftschleuse oder eine ähnliche Einrichtung vorgesehen werden muß, welche die wärmere Atmosphäre des Trockners von der kühlen Atmos- phäre des Kühlers trennt.

Ggf. kann auch auf ein Kühlaggregat ganz verzichtet werden.

In diesem Falle kann in die Druckräume 6,7, 6', 7'des Kühlers Frischluft eingeblasen werden, die in den Nutzräu- men 14, 14'auf die zu kühlenden Gegenstände 19, 19' trifft. Die hierdurch erwärmte Luft wird über die Boden- kanäle 20,21, 20', 21'abgesaugt und über die nunmehr als Abluftschächte dienenden vertikalen Verbindungslei- tungen 22,23, 22', 23'zu einem Ventilator geführt, der die Luft entweder in die Atmosphäre fördert oder aber einer nachfolgenden Zone oder anderen Einrichtungen ganz oder teilweise zuführt.

Ist die Frischluft sehr kalt, kann es zur Erzielung einer gewünschten Lufttemperatur im Einzelfalle auch erforderlich sein, in dem Kühler eine Heizeinrichtung vorzusehen, welche die Frischluft entsprechend anwärmt.