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Title:
DEVICE FOR CONVEYING A MOTION PICTURE FILM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/114012
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for conveying a motion picture film, which has at least one uniformly distributed row of perforations. An unwinding toothed reel (16), which continuously unwinds the motion picture film from a film supply reel, a winding toothed reel (15) that continuously winds the motion picture film onto a film winding reel, and a film feeding mechanism (2, 2'), which intermittently conveys the motion picture film, engage inside said perforations. The film feeding mechanism positions the film frames of the motion picture film in a progressive manner in front of a picture window (90) and is connected to a film conveying motor (4). In order to switch the film conveyance from three to four perforation holes per film frame, the rotational speed of the film conveying motor (4), which is connected to the winding toothed reel (15) and to the unwinding toothed reel (16), is increased by 4: 3, whereas the multiplication of the film feeding mechanism (2, 2'), of the gripper gearing (3, 3') or of a gripper gearing element can be altered by three or four perforation holes per film frame in order to adapt to the conveyance of the motion picture film or the film feeding mechanism (2, 2'), the gripper gearing (3, 3') or a gripper gearing element can be changed by three or four perforation holes per film frame in order to adapt to the conveyance of the motion picture film.

Inventors:
Kehrer, Klemens (Hockegasse 8, Wien, A-1180, AT)
Application Number:
PCT/DE2004/001281
Publication Date:
December 29, 2004
Filing Date:
June 17, 2004
Export Citation:
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Assignee:
ARNOLD & RICHTER CINE TECHNIK GMBH & CO. BETRIEBS KG (Türkenstrasse 89, München, 80799, DE)
Kehrer, Klemens (Hockegasse 8, Wien, A-1180, AT)
International Classes:
G03B1/22; G03B1/24; (IPC1-7): G03B1/22; G03B1/24
Foreign References:
DE4418471A1
US5225860A
US4900293A
US4778093A
US3907413A
US20030048419A1
Attorney, Agent or Firm:
Müller, Wolfram H. c/o Patentanwälte Maikowski & Ninnemann (Postfach 15 09 20, Berlin, 10671, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes, der mindestens eine gleichmäßig geteilte Perforationsreihe aufweist, in die eine den Laufbildfilm kontinuierlich von einer Filmvorratsspule abwickelnde Abwickelzahnrolle, eine den Laufbildfilm konti nuierlich auf eine Filmaufwickelspule aufwickelnde Aufwickelzahnrolle und ein den Laufbildfilm intermittierend transportierendes Greiferschaltwerk eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwickelzahnrolle (15) und die Abwickelzahnrolle (16) den Laufbildfilm (10) mit drei oder vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt bewegen und dass verschiedene Greiferschaltwerke (2,2') für den Transport des Laufbildfilmes (10) um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt einsetzbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zwei te Greiferschaltwerk (2,2') austauschbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kame ramotor (4) das Greiferschaltwerk (2,2') und die Aufwickelund Abwickelzahnrolle (15,16) antreibt, dessen Drehzahl für den Transport des Laufbildfilmes (10) um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt veränderbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kame ramotor (4) das Greiferschaltwerk (2,2') antreibt und die Aufwickelund Abwickel zahnrolle (15,16) mit mindestens einem elektrisch oder elektronisch mit dem Ka merämotor (4) gekoppelten Wickelmotor (5) verbunden sind, dessen Drehzahl für den Transport des Laufbildfilmes (10) um drei oder vier Perforationslöcher je Film transportschritt veränderbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Kameramotors (4) oder des mindestens einen Wickelmotors (5) derart um schaltbar ist, dass die Aufwickelzahnrolle (15) und die Abwickelzahnrolle (16) den Laufbildfilm (10) mit drei oder vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt bewe gen.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, gekenn zeichnet durch ein Greiferschaltwerk (2,2') mit einem Greifergetriebe (3,3') und mindestens einem Transportgreifer (21,22) mit in die Perforationslöcher des Lauf bildfilmes (10) eingreifenden Transportgreiferspitzen, die zum Filmtransport eine längliche, in sich geschlossene Bahnkurve ausführen, bei der sie in die Perforati onslöcher eintauchen, den Laufbildfilm (10) um jeweils drei oder vier Perforations löcher weiter transportieren und anschließend aus den Perforationslöchern aus scheren und in ihre Ausgangslage zurückkehren, und dass die Übersetzung der Greifergetriebe (3,3') einem Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt entspricht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzung des Greifergetriebes (3,3') umschaltbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste oder zweite Greiferschaltwerk (2,2') über eine Kupplung (14) mit dem Kameramo tor (4) oder mit einem vom Kameramotor (4) angetriebenen Filmtransportgetriebe (8) verbindbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Greifer getriebe (3,3') eine mit dem Kämeramotor (4) ~~oder dem Filmtransportgetriebe (8) verbindbare Antriebswelle (30) mit einem ersten Greiferzahnrad (31), dessen Durchmesser den Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtrans portschritt bestimmt, eine Transportgreiferlasche, deren eines Ende die Transport greiferspitze oder Transportgreiferspitzen trägt und deren anderes Ende ein Trans portgreifergelenk aufweist, das mit einem die Bewegung der Transportgreiferspit zen senkrecht zur Ebene des Laufbildfilms (10) zweiten Greiferzahnrad (32) ver bunden ist und in dessen Mittenabschnitt ein Kurbelgelenk angeordnet ist, das mit einem den Transporthub der Transportgreiferspitzen bestimmenden dritten Greifer zahnrad (33) verbunden ist, und einen die Greiferzahnräder (31,32, 33) miteinan der verbindenden Zahnriemen (34) enthält und dass das erste Greiferzahnrad (31) austauschbar ist und in einer ersten Ausführungsform einen dem Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmtransportschritt entsprechenden Durchmesser und in einer zweiten Ausführungsform einen dem Filmtransport um vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt entsprechenden Durchmesser aufweist.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 5, da durch gekennzeichnet, dass das Greiferschaltwerk (2,2') eine Filmtransport Zahnrolle mit einem dem Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Film transportschritt angepassten Durchmesser enthält.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, gekenn zeichnet durch eine mit dem Transport des Laufbildfilms gekoppelte, im Aufnah mestrahlengang einer LaufbildFilmaufnahmekamera angeordnete und unabhängig von einem Filmtransportschritt um drei oder vier Perforationslöcher angetriebene, rotierende, kreissektorförmige Blendenscheibe (7), die ein Bildfenster (90) während eines Filmtransportschrittes des Greiferschaltwerks (2,2') abdeckt und den Auf nahmestrahlengang zur Belichtung eines Filmbildes während des Bildstandes des Laufbildfilmes (10) frei gibt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenschei be (7) und das Greiferschaltwerk (2,2') mit dem Kameramotor (4) verbunden sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenschei be (7) mit der Antriebswelle eines elektronisch mit dem Kameramotor (4) und mit dem Wickelmotor (5) gekoppelten Blendenmotors (6) verbunden ist.
Description:
Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes Beschreibung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes ge- mäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 44 18 471 A1 ist eine Laufbild-Filmaufnahmekamera zur Belichtung und zum intermittierenden Transport eines ein-oder zweiseitig perforierten Laufbildfilms bekannt.

Der in einer mit dem Kameragehäuse der Laufbild-Filmaufnahmekamera verbundenen Filmkassette angeordnete unbelichtete Laufbildfilm tritt durch eine Öffnung in das Kame- ragehäuse der Laufbild-Filmaufnahmekamera ein und verlässt sie durch diese Öffnung als belichteter Film. Die Zuführung des Laufbildfilms besteht aus einer oder mehreren Filmtransport-Zahnrollen, die den Laufbildfilm kontinuierlich bewegen, während ein Film- schaltwerk den Laufbildfilm intermittierend an einem Bildfenster vorbeibewegt, wo er in der Transportphase durch eine rotierende Umlaufblende abgedeckt und während der Belichtungsphase zur Belichtung freigegeben wird. Zum Ausgleich der kontinuierlichen Filmbewegung und der intermittierenden Filmbewegung bilden sich zu beiden Seiten des Bildfensters Filmschlaufen aus.

Die rotierende Umlaufblende besteht aus einer Blendenscheibe, die entweder von einem Blendenmotor angetrieben wird, der elektrisch mit dem Filmtransport-oder Kameramotor des Filmantriebs gekoppelt ist, so dass die Geschwindigkeiten des Blendenmotors und des Kameramotors synchron verlaufen oder es ist eine unmittelbare mechanische Kopp- lung vorgesehen, bei der die rotierende Umlaufblende über ein Filmtransportgetriebe mit dem Kameramotor gekoppelt ist.

Das Filmschaltwerk enthält eine Filmführung und ein Tauchgreiferschaltwerk mit einem Transportgreifer, der von einem Greifergetriebe derart bewegt wird, dass seine mindes- tens eine Transportgreiferspitze während des intermittierenden Transports des Laufbild- films eine in sich geschlossene Kurbelschleife beschreibt, bei der die Transportgreifer- spitze zunächst in die Filmperforation eintaucht, den Filmtransportschritt ausführt, aus der Filmperforation wieder ausschert und in ihre Ausgangslage zurückkehrt. An den Um-

kehrpunkten der Kurbelschleife des Transportgreifers greift die eine Oszillationsbewe- gung beschreibende Sperrgreiferspitze eines mit der Bewegung des Transportgreifers korrelierten Sperrgreifers in die Filmperforation ein, nimmt eine eventuelle Korrektur der Ausrichtung des Laufbildfilmes in der Filmebene vor und sichert den Bildstand des Lauf- bildfilmes während der Belichtung eines Filmbildes. Nach der Belichtung eines Filmbildes des Laufbildfilmes wird die Sperrgreiferspitze wieder herausgezogen, so dass der Lauf- bildfilm für einen weiteren Filmtransportschritt durch den Transportgreifer freigegeben ist.

Um einen größeren Belichtungsspielraum bei der Belichtung eines Laufbildfilms bzw. eine größere Helligkeitsausbeute bei der Wiedergabe eines Laufbildfilms zu ermöglichen, enthält das Greifergetriebe zwei in gleicher Drehrichtung bewegte Getriebewellen, von denen die eine Getriebewelle eine gegenüber der anderen Getriebewelle n-fache Win- kelgeschwindigkeit aufweist und der Hellsektor der Blendenscheibe entweder proportio- nal zur Winkelgeschwindigkeit veränderbar oder der Durchmesser der Blendenscheibe umgekehrt proportional zur Winkelgeschwindigkeit auswählbar ist und der Mittelpunkt der Blende mit abnehmendem Durchmesser der Blendenscheibe zum Bildfenster verlagert wird.

Es ist bekannt, den Laufbildfilm zur Belichtung oder zur Projektion eines Filmbildes je nach gewünschtem Bildformat entweder um drei oder vier Perforationslöcher der ein- oder beidseitigen Filmperforation bei einem Filmtransportschritt zu bewegen und damit unterschiedlichen Seitenverhältnisse der Bildformate und bei Filmtransportschritten um drei Perforationslöcher eine um 25 Prozent größere Ausnutzung des verwendeten Film- materials zu erzielen.

Aus der DE 690 24 048 T2 ist eine Zahnrollenbaugruppe zum Anpassen eines Filmpro- jektors an Filmtransportschritte um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild bekannt, bei der die mit einer Antriebswelle verbundene Zahnrolle entweder aus einer zylindri- schen Innenhülse mit in die Filmperforation eingreifenden Zähnen oder einer auf die zy- lindrische Innenhülse aufsteckbaren zylindrischen Außenhülse mit ebenfalls in die Film- perforation eingreifenden Zähnen-besteht. Bei gleicher Drehzahl der Antriebswelle und gleicher Zahnteilung aber unterschiedlichem Durchmesser der Innenhülse und der Au- ßenhülse wird mit der Außenhülse vier/drei-mal soviel Laufbildfilm transportiert wie bei einer Verwendung der Innenhülse bei abgezogener Außenhülse, so dass die Außenhülse

für Filmtransportschritte um vier Perforationslöcher je Filmbild und die Innenhülse für Filmtransportschritte um drei Perforationslöcher je Filmbild bestimmt und geeignet ist.

Die bekannte Zahnrollenbaugruppe ist zwar bei einem Filmprojektor einsetzbar, der aus- schließlich mit Zahnrolle zum kontinuierlichen und zum intermittierenden Filmtransport mit wahlweise drei oder vier Perforationslöchern je Filmbild ausgerüstet ist. Sie ist je- doch aus den folgenden Gründen nicht, zumindest nicht ohne Einschränkungen, zum Filmtransport um wahlweise drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild in einer Laufbild- Filmaufnahmekamera anwendbar wie in der aus der DE 44 18 471 A1 bekannten Lauf- bild-Filmaufnahmekamera mit Filmzahnrollen zum kontinuierlichen und einem Greifer- schaltwerk zum intermittierenden Filmtransport.

Bei einem Filmtransportschritt um vier Perforationslöcher je Filmbild transportiert der Transportgreifer den Laufbildfilm bei einer Umdrehung des Kameramotors um jeweils vier Perforationslöcher, wobei die den Laufbildfilm aus der Filmkassette abziehende Ab- wickelzahnrolle und die den Laufbildfilm wieder in die Filmkassette fördernde Aufwickel- zahnrolle eine Drehung um jeweils vier Zahnteilungen ausführen. Weisen die Zahnrolle jeweils 16 Zähne auf, so drehen sie sich dementsprechend mit einem Viertel der An- triebswelle des das Greiferschaltwerk antreibenden Kameramotors. Demgegenüber transportiert der Transportgreifer bei einem Filmtransportschritt um drei Perforationslö- cher je Filmbild den Laufbildfilm bei einer Umdrehung des Kameramotors jeweils drei Perforationslöcher. Zur Einhaltung konstanter Filmschlaufen zum Ausgleich des intermit- tierenden und des kontinuierlichen Filmtransports muss daher bei einem sowohl das Greiferschaltwerk als auch die Zahnrolle antreibenden Kameramotor die Übersetzung zum Antrieb der Zahnrolle geändert werden, so dass diese sich nur um drei Zähne bei einer Umdrehung der Greiferantriebswelle drehen und eine dementsprechende Filmlän- ge aus der Filmkassette abziehen und in die Filmkassette fördern.

Eine Anwendung der aus der DE 690 24 048 T2 bekannten Zahnrollenbaugruppe in ei- ner Laufbild-Filmaufnahmekamera mit einem Greiferschaltwerk würde es daher erforder- lich machen, die Aufwickeizahnrolle und die Abwickelzahnrolle umzurüsten oder-alterna^- tiv das Filmtransportgetriebe zum Antrieb der Zahnrolle auszutauschen bzw. durch ei- nen Austausch von Getriebeelementen wie Riemen und Zahnräder an die geänderte Drehzahl des Kameramotors anzupassen. Hierzu müssten jedoch die gesamte Innen- kamera der Laufbild-Filmaufnahmekamera oder Teile davon, insbesondere die Kamera-

elektronik, demontiert werden, was mit einem erheblichen Aufwand und mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die eingangs genannte Vorrichtung an einen Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild ohne einen Austausch des Filmtransportgetriebes oder der Aufwickel-und Abwickelzahnrollen bzw. Änderung der Geometrie der Aufwickel-und Abwickelzahnrollen anzupassen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht einen Filmtransport in einer Laufbild- Filmaufnahmekamera mit einem Greiferschaltwerk um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild, ohne dass ein Austausch des Filmtransportgetriebes oder der Aufwickel-und Abwickeizahnrollen bzw. eine Änderung der Geometrie der Aufwickel-und Abwickel- zahnrolle erforderlich ist.

Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis aus, dass es zur Anpassung einer Laufbild-Filmaufnahmekamera mit einem Greiferschaltwerk an einen alternativen Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt aus konstrukti- ven Gründen sehr viel einfacher und technisch eleganter ist, nur das als Greiferblock ausgebildete Greiferschaltwerk oder das Greifergetriebe auszutauschen und das Film- transportgetriebe einschließlich des Kameramotors und der Aufwickel-und Abwickel- zahnrolle unverändert zu lassen und stattdessen eine elektrische Umschaltung der Drehzahl des das Greiferschaltwerk und die Zahnrolle antreibenden Kameramotors bzw. des die Zahnrolle antreibenden und elektrisch oder elektronisch mit dem Kamera- motor verbundenen Wickelmotors vorzusehen. Während sich der Kameramotor oder Wickelmotor bei einem Filmtransport um vier Perforationslöcher je Filmbild mit der vollen Drehzahl dreht, die der Drehzahl der rotierenden Umlaufblende entspricht, so dass sich die Aufwickei-und Abwickelzahnrollen pro Umdrehung der Antriebswelle des Kameramo- tors um vier Perforationslöcher weiter bewegen, dreht sich der Kameramotor oder der Wickelmotor bei einem Filmtransport um drei Perforationslöcher-je Filmbild-nur mit drei/vier der Drehzahl der rotierenden Umlaufblende, so dass sich die Aufwickel-und Abwickelzahnrollen ebenfalls pro Umdrehung der Antriebswelle des Kameramotors nur um jeweils drei Perforationslöcher weiterbewegen. Da aber der Transportgreifer des Greiferschaltwerks auch bei einem Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmtrans-

portschritt eine volle Umdrehung seiner Kurbelschleife machen muss, wenn die rotieren- de Umlaufblende eine volle Umdrehung macht, muss das Greifergetriebe eine 4 : 3- Übersetzung ausführen, damit der Transportgreifer wieder eine volle Kurbelschleife aus- führt, wenn die rotierenden Umlaufblende eine volle Umdrehung macht.

Dementsprechend enthält die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Transport eines Lauf- bildfilmes, der mindestens eine gleichmäßig geteilte Perforationsreihe aufweist, in die eine den Laufbildfilm kontinuierlich von einer Filmvorratspule abwickelnde Abwickelzahn- rolle, eine den Laufbildfilm kontinuierlich auf eine Filmaufwickelspule aufwickelnde Aufwi- ckelzahnrolle, sowie ein den Laufbildfilm intermittierend transportierendes Greiferschalt- werk, eingreift. Zum Transport des Laufbildfilmes um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt bewegen die Aufwickelzahnrolle und die Abwickelzahnrolle den Lauf- bildfilm mit drei oder vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt während verschiede- ne Greiferschaltwerke für den Transport des Laufbildfilmes um drei oder vier Perforati- onslöcher je Filmtransportschritt vorgesehen und einsetzbar sind.

Während zum Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt somit die Aufwickel-und Abwickeizahnrolle mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit, d. h. mit unterschiedlicher Drehzahl des die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle antreiben- den Wickelmotors, angetrieben werden, wird die Geometrie und/oder Kinematik des Greiferschaltwerks dem jeweiligen Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt angepasst.

Vorzugsweise werden unterschiedliche Greiferschaltwerke für den Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt als sogenannte"Greiferblock"vorge- sehen und beispielsweise über eine seitliche Kameratür im Kameragehäuse bei einer Änderung des Filmtransportschrittes ausgetauscht, ohne dass weitergehende Eingriffe in den Kameramechanismus erforderlich sind.

Da es unterschiedliche Antriebsformen und Antriebskombinationen zum Antrieb des Greiferschaltwerks,-der-Aufwickel-und Abwickeizahnrolle sowiewder Umlaufblende gibt, lässt die erfindungsgemäße Lösung auch verschiedene Ausführungsvarianten zu.

In einer ersten Ausführungsvariante, bei der ein Kameramotor sowohl das Greiferschalt- werk als auch die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle antreibt, wird die Drehzahl des Ka-

meramotors für den Transport des Laufbildfilmes um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt verändert und ein dem Filmtransport um drei oder vier Perforations- löcher je Filmtransportschritt in seiner Kinematik angepasstes Greiferschaltwerk einge- setzt.

In einer zweiten Ausführungsvariante, bei der der Kameramotor das Greiferschaltwerk antreibt, während ein Wickelmotor die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle antreibt, mit de- nen zusammen er üblicherweise in der Filmkassette angeordnet ist, wird nur die Dreh- zahl des Wickelmotors an den Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Film- transportschritt verändert, während die Geschwindigkeit des Kameramotors unverändert bleibt und das dem Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmtransport- schritt angepasste Greiferschaltwerk als Greiferblock in den Kameramechanismus ein- gesetzt wird.

Je nach Ausführungsvariante wird entweder die Drehzahl des sowohl das Greiferschalt- werk als auch die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle antreibenden Kameramotors oder die Drehzahl des die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle antreibenden Wickelmotors bzw. der die Aufwickeizahnrolle und die Abwickelzahnrolle antreibenden Wickelmotore derart umgeschaltet, dass die Aufwickeizahnrolle und die Abwickelzahnrolle den Laufbildfilm mit drei oder vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt bewegen.

Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich insbesondere für ein Greiferschaltwerk mit einem Greifergetriebe und mindestens einem Transportgreifer mit in die Perforationslö- cher des Laufbildfilmes eingreifenden Transportgreiferspitzen, die zum Filmtransport eine längliche, in sich geschlossene Bahnkurve ausführen, bei der sie in die Perforationslö- cher eintauchen, den Laufbildfilm um jeweils drei oder vier Perforationslöcher weiter transportieren und anschließend aus den Perforationslöchern ausscheren und in ihre Ausgangslage zurückkehren und dessen Übersetzung einem Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild entspricht.

In dieser-Ausführungsform des Filmschaltwerks als Greifergetriebeskann-die Verände- rung der Übersetzung des Greifergetriebes für einen Filmtransport um drei oder vier Per- forationslöcher je Filmbild durch eine Umschaltung des Greifergetriebes vorgenommen werden.

Die Verbindung des ersten oder zweiten Filrnschaltwerks erfolgt vorzugsweise über eine Kupplung mit dem Filmtransportmotor oder mit einem vom Filmtransportmotor angetrie- benen Filmtransportgetriebe.

Die Verbindung des jeweiligen Filmschaltwerks mit dem Filmtransportmotor oder dem Filmtransportgetriebe über eine Kupplung ermöglicht einen leichten Austausch für den alternativen Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild, ohne dass größere Eingriffe in das Filmschaltwerk bzw. in die Mechanik der Laufbild- Filmaufnahmekamera erforderlich sind. Insbesondere kann der Austausch ohne Demon- tage der Steuerelektronik der Laufbild-Filmaufnahmekamera erfolgen und eine ohnehin vorhandene Kupplung-zum Abklappen des Greiferschaltwerks beim Einfädeln eines Laufbildfilms in die Laufbild-Filmaufnahmekamera genutzt werden.

Zusätzlich, aber nicht notwendigerweise kann das Greiferschaltwerk einen mit dem Be- wegungsablauf des mindestens einen Transportgreifers gekoppelten Sperrgreifer auf- weisen, der während des Bildstandes der Filmbilder in ein Perforationsloch des Laufbild- filmes eintaucht.

Grundsätzlich eignet sich die erfindungsgemäße Lösung sowohl für eine Laufbild- Filmaufnahmekamera als auch für einen Projektor, wobei die Vorteile der erfindungsge- mäßen Lösung insbesondere dann hervortreten, wenn ein Greiferschaltwerk mit dem Filmtransportgetriebe zum Antrieb der Aufwickel-und Abwickelzahnrolle verbunden ist und ein Gleichlauf mit einer rotierenden Umlaufblende bei der Anpassung an den Film- transport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild erfolgen muss, die entweder von einem Blendenmotor angetrieben wird, der elektrisch mit dem Filmtransportmotor gekoppelt ist oder die mechanisch über ein Getriebe mit dem Filmschaltwerk verbunden ist und ebenfalls vom Filmtransportmotor angetrieben wird.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Laufbiid- Filmaufnahmekamera mit einem Kameragehäuse in dem eine rotierende, kreissektor- --förmige-Blendenscheibe im Aufnahmestrahlengang-angeordnet-Ist'und-das-Bildfenster während eines Filmtransportschrittes des Filmschaltwerks abdeckt und den Aufnahme- strahlengang zur Belichtung eines Filmbildes während des Bildstandes des Laufbildfilmes freigibt, und einer mit dem Kameragehäuse zumindest teilweise verbundenen Kamera- elektronik, wobei das Greifergetriebe des Filmschaltwerks eine mit dem Filmtransportmo-

tor oder dem Filmtransportgetriebe verbindbare Antriebswelle mit einem ersten Greifer- zahnrad, dessen Durchmesser den Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild bestimmt, eine Transportgreiferlasche, deren eines Ende die Transportgreifer- spitze oder Transportgreiferspitzen trägt und deren anderes Ende ein Transportgreifergelenk aufweist, das mit einem den Greiferhub des Transportgreifers bestimmenden zweiten Greiferzahnrad verbunden ist und in dessen Mittenabschnitt ein Kurbelgelenk angeordnet ist, das mit einem die Bewegung des Transportgreifers senk- recht zur Ebene des Laufbildfilms bestimmenden dritten Greiferzahnrad verbunden ist, und einen die Greiferzahnräder miteinander verbindenden Zahnriemen enthält.

Zur Anpassung des Greifergetriebes an den Filmtransport um drei oder vier Perforations- löcher je Filmbild kann entweder das erste Zahnrad ausgetauscht und in einer ersten Ausführungsform mit einem dem Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmbild entsprechenden Durchmesser und in einer zweiten Ausführungsform mit einem dem Filmtransport um vier Perforationslöcher je Filmbild entsprechenden Durchmesser vor- gehalten werden oder das erste Zahnrad wird in axialer Richtung geteilt und weist ein erstes Teilzahnrad mit einem dem Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmbild entsprechenden ersten Durchmesser und ein zweites Teilzahnrad mit einem dem Film- transport um vier Perforationslöcher je Filmbild entsprechenden zweiten Durchmesser auf, wobei die Zahnteilungen beider Teilzahnräder übereinstimmen.

Alternativ zu einem Greiferschaltwerk eignet sich die erfindungsgemäße Lösung aber auch für ein Filmschaltwerk, das eine Filmtransport-Zahnrolle enthält, die erfindungsge- mäß mit einem dem Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild ange- passten Durchmesser vorgehalten wird. Im Unterschied zum Stand der Technik ist es beim Einsatz der erfindungsgemäßen Lösung daher nicht erforderlich, auch die Aufwi- ckel-und Abwickelzahnrolle für einen Filmtransport um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild umzurüsten, sondern lediglich eine Drehzahlanpassung des Filmtransportmo- tors vorzunehmen und die jeweils benötigte Filmtransport-Zahnrolle in das Filmschalt- werk einzusetzen.

Anstelle eines Einsatzes der jeweils benötigten Filmtransport-Zahnrolle in das Film- schaltwerk kann alternativ jeweils ein Filmschaltwerk mit einer Filmtransport-Zahnrolle für einen Transport des Laufbildfilmes um drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild vor- gehalten werden, wobei die Filmtransport-Zahnrolle des einen Filmschaltwerks einen

dem Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmbild angepassten Durchmesser und das andere Filmschaltwerk eine Filmtransport-Zahnrolle mit einem dem Filmtransport um vier Perforationslöcher je Filmbild angepassten Durchmesser enthält.

Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles soll der der Erfin- dung zugrundeliegende Gedanke näher erläutert werden. Es zeigen : Fig. 1-eine Seitenansicht einer Laufbild-Filmaufnahmekamera mit einer Vorrich- tung zum Transport eines Laufbildfilmes mit einer Aufwickel-und Abwi- ckeizahnrolle und einem Greiferschaltwerk und Fig. 2-eine schematisch-perspektivische Darstellung der Filmtransportvorrichtung gemäß Fig. 1.

Fig. 3a und 3b-ein Blockschaltbild zur Erläuterung des Filmtransports mit drei bzw. vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt mit einem das Greiferschalt- werk und die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle antreibenden Kameramo- tors und eines elektronisch mit dem Kameramotor gekoppelten Blenden- motors zum Antrieb der rotierenden Umlaufblende ; Fig. 4a und 4b-ein Blockschaltbild zur Erläuterung des Filmtransports mit drei bzw. vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt mit einem das Greiferschalt- werk und die rotierende Umlaufblende antreibenden Kameramotor und ei- nem oder zwei die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle antreibenden Wi- ckelmotor (en) und Fig. 5a und ein Blockschaltbild zur-Erläuterung--des--Filmtransports mit drei bzw. vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt mit elektronisch miteinander gekoppeltem Kameramotor, Wickelmotor (en) und Blendenmotor.

Fig. 1 zeigt eine Laufbild-Filmaufnahmekamera mit einem Kameragehäuse 1, einem Su- cherokular 11, einem Kameraobjektiv 12 und einer an das Kameragehäuse 1 angelenk- ten Kamerakassette 13, in der eine Filmvorratsspule mit einem unbelichteten Laufbildfilm 10 und eine Filmaufwickelspule mit dem mittels der Laufbild-Filmaufnahmekamera be- lichteten Laufbildfilm angeordnet sind. Das teilweise geöffnet dargestellte Kameragehäu- se 1 enthält eine Aufwickeizahnrolle 15 und eine Abwickelzahnrolle 16, die den Laufbild- film 10 kontinuierlich von der Filmvorratsspule der Kamerakassette 13 abwickeln bzw. kontinuierlich auf die Filmaufwickelspule der Kamerakassette 13 aufwickeln.

Ein von einem nicht näher dargestellten Kameramotor angetriebenes Greiferschaltwerk 2 bewegt den Laufbildfilm 10 intermittierend an einem Bildfenster 90 einer Filmführung 9 vorbei, wo der Laufbildfilm 10 in der Transportphase des Greiferschaltwerks durch eine sektorförmige Blendenscheibe einer rotierenden Umlaufblende 7 abgedeckt und durch einen sektorförmigen Ausschnitt der Blendenscheibe der rotierenden Umlaufblende 7 zur Belichtung eines Filmbildes freigegeben wird. Die sektorförmige Blendenscheibe der ro- tierenden Umlaufblende 7 wird von einem Blendenmotor 6 angetrieben, der elektrisch mit dem Kameramotor des Greiferschaltwerks 2 gekoppelt ist, so dass die Geschwindigkei- ten beider Motoren synchron verlaufen. Alternativ kann eine mechanische Kopplung vor- gesehen werden, bei der die rotierende Umlaufblende 7 zusammen mit dem Greifer- schaltwerk 2 über ein Filmtransportgetriebe mit dem Kameramotor verbunden ist.

Zum Ausgleich der von den Aufwickel-und Abwickelzahnrollen 15,16 bewirkten kontinu- ierlichen Transportbewegung des Laufbildfilmes 10 und der durch das Greiferschaltwerk bewirkten intermittierenden Transportbewegung bilden sich zu beiden Seiten des Bild- fensters 90 Filmschlaufen aus.

Das Greiferschaltwerk 2 dient zum Transport des Laufbildfilmes 10 und weist hierzu zwei Transportgreifer 21,22 und gegebenenfalls zur Sicherung des Bildstandes zwei den Transportgreifern 21,22 zugeordnete Sperrgreifer 23,24 auf, die in die Perforationsiö- cher der Filmperforationen des Laufbildfilmes 10 eintauchen. Weiterhin enthält das Grei- -ferschaltwerk 2 ein Greifergetriebe 3-mit-einer Antriebswelle, die mit dem Filmtransport- getriebe oder dem Kameramotor verbunden ist. Die Transportgreifer 21,22 und Sperr- greifer 23,24 sind als Tauchgreifer ausgebildet und weisen an ihren dem Laufbildfilm 10 zugewandten Enden Transportgreiferspitzen bzw. Sperrgreiferspitzen auf, die abwech- selnd in die Perforationslöcher der Filmperforationen des Laufbildfilmes 10 eintauchen.

Die Transportgreifer 21,22 führen bei einem Filmtransportschritt eine horizontale und eine vertikale Bewegung aus, wobei die Transportgreiferspitzen eine längliche, in sich geschlossene Kurve durchlaufen und an dem einen Ende der Kurve in die Perforations- löcher der Filmperforationen eintauchen, die sie am anderen Ende der Kurve wieder ver- fassen, so dass der Abstand der beiden Umkehrpunkte die Hublänge der Transportgrei- fer 21,22 bzw. deren Transportgreiferspitzen und damit einen Filmtransportschritt be- stimmt.

Durch die mechanische Kopplung der Transportgreifer 21,22 und der Sperrgreifer 23,24 befinden sich letztere während eines Filmtransportschrittes, bei dem der Laufbildfilm 10 um ein Filmbild weiterbewegt wird, außerhalb der Filmebene des Laufbildfilmes 10, wäh- rend die Transportgreiferspitzen in die Filmperforationen eingetaucht sind und den Lauf- bildfilm 10 entsprechend der vorgegebenen Hublänge zwischen dem oberen und unteren Umkehrpunkt bewegen.

Nach Beendigung eines Filmtransportschrittes verlassen die Transportgreiferspitzen die Filmperforationen, die Sperrgreiferspitzen tauchen in ein mit den Sperrgreiferspitzen fluchtendes Filmperforationsloch der Filmperforationen ein und gewährleisten einen fes- ten Bildstand des Laufbildfilmes 10, von dem der zu belichtende Teil vor dem Bildfenster 90 positioniert ist, das während der Belichtung des Laufbildfilms 10 durch die vor dem Bildfenster 90 angeordnete rotierende Umlaufblende 7 freigegeben wird.

Die Filmführung 9 besteht aus zwei seitlichen Filmauflagen, auf denen der Rand des Laufbildfilmes 10 mit den beidseitigen, parallel zu den Seitenkanten des Laufbildfilmes 10 vorgesehenen Filmperforationen entlang gleitet.

Der intermittierende und kontinuierliche Filmtransport, die Anordnung der Aufwickel-und Abwickelzahnrolle sowie der Antrieb der rotierenden Umlaufblende kann je nach Ausfüh- rung der Laufbild-Filmaufnahmekamera unterschiedlich ausgebildet sein.

Neben einer mechanischen Kopplung der rotierenden Umlaufblende mit dem das Grei- ferschaltwerk antreibenden Kameramotor können auch die Aufwickel-und Abwickelzahn- rolle mechanisch mit dem Kameramotor gekoppelt werden. Alternativ hierzu ist eine An- ordnung der Aufwickel-und Abwickeizahnrolle in der Filmkassette und deren Antrieb mit-

tels eines elektronisch mit dem Kameramotor gekoppelten Wickelmotors für die Aufwi- ckel-und Abwickelzahnrolle bzw. zweier elektronisch mit dem Kameramotor gekoppelter Wickelmotoren für die Aufwickelzahnrolle bzw. die Abwickelzahnrolle möglich. Weiterhin ist der bereits vorstehend erwähnte getrennte Antrieb der rotierenden Umlaufblende mit- tels eines Blendenmotors möglich, der ebenfalls elektronisch mit dem Kameramotor ge- koppelt ist.

Die in Fig. 2 perspektivisch dargestellte Filmtransportvorrichtung weist entsprechend der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform einer Laufbild-Filmaufnahmekamera einen Ka- meramotor 4 auf, der über ein Filmtransportgetriebe 8 sowohl die Aufwickelzahnrolle 15 und Abwickelzahnrolle 16 als auch das Greiferschaltwerk 2 antreibt. Das Filmtransport- getriebe 8 enthält ein mit der Motorwelle des Kameramotors 4 verbundenes erstes Film- transportzahnrad 81, das über einen Filmtransport-Zahnriemen 80 mit einem zweiten Filmtransportzahnrad 82 und einem dritten Filmtransportzahnrad 83 verbunden ist, das die Greiferantriebswelle 30 des Greifergetriebes 3 antreibt.

Das zweite Filmtransportzahnrad 82 ist mit einem vierten Filmtransportzahnrad 84 kleine- ren Durchmessers gekoppelt, das über einen zweiten Filmtransport-Zahnriemen 85 mit einem ersten Filmwickel-Zahnrad 86 verbunden ist, das über ein zweites Filmwickel- Zahnrad 87 sowie eine nicht näher dargestellte Verbindung die Aufwickelzahnrolle 15 sowie die Abwickeizahnrolle 16 antreibt.

Das Greiferschaltwerk 2 ist mit der Filmführung 9 verbunden, die gebogene Filmkufen zur Führung des Laufbildfilmes und zu dessen Belichtung am Bildfenster 90 aufweist.

Das Greiferschaltwerk 2 enthält ein Greifergetriebe 3, die beiden in jeweils eine der bei- den Perforationsreihen des Laufbildfilmes eingreifende Transportgreifer 21,22 sowie in diesem Ausführungsbeispiel zwei in jeweils eine der beiden Perforationsreihen des Lauf- bildfilmes zur Ausrichtung und Sicherung des Bildstandes bei der Filmbelichtung des Laufbildfilmes eintauchende Sperrgreifer 23,24.

Die Transportgreifer 21, 22--enthalten-eine Transportgreiferlasche, die anwihrem-einenw Ende ein Transportgreifergelenk und an ihrem anderen Ende jeweils drei Transportgrei- ferspitzen aufweist, die zum Filmtransport eine längliche in sich geschlossene Kurbel- schleife beschreiben, bei der sie zunächst in drei benachbarte Perforationslöcher der Filmperforationen eintauchen, den Filmtransportschritt ausführen, aus der Filmperforati-

on wieder ausscheren und in ihre Ausgangslage zurückkehren. Dabei bestimmt das Transportgreifergelenk die Bewegung der Transportgreiferspitzen senkrecht zur Ebene des Laufbildfilmes und ein zwischen dem Transportgreifergelenk und den Transportgrei- ferspitzen angeordnetes Kurbelgelenk den Transporthub der Transportgreiferspitzen in Transportrichtung des Laufbildfilmes.

Die Sperrgreifer 23,24 sind über ein nicht näher dargestelltes Steuerelement mit dem Greifergetriebe 3 so verbunden, dass sie eine oszillierende Bewegung senkrecht zur Filmebene durchführen und dabei mit ihren Sperrgreiferspitzen in jeweils ein Perforati- onsloch der Filmperforationen im Wechselspiel zu den Transportgreiferspitzen eintau- chen.

Das Greifergetriebe 3 weist die mit dem dritten Filmtransportzahnrad 83 des Filmtrans- portgetriebes 8 verbundene Greiferantriebswelle 30 auf, die ein erstes Greiferzahnrad 31 trägt, das über einen Greifer-Zahnriemen 34 mit einem zweiten Greiferzahnrad 32, das mit den Transportgreifergelenken gekoppelt ist und damit die Bewegung der Transport- greifer 21,22 senkrecht zur Ebene des Laufbildfilmes bestimmt, sowie mit einem dritten Greiferzahnrad 33 verbunden ist, das mit dem Kurbelgelenk gekoppelt ist und dement- sprechend den Transporthub der Transportgreiferspitzen in Transportrichtung des Lauf- bildfilmes bestimmt.

Die Greiferantriebswelle 30 kann geteilt ausgeführt werden und eine Kupplung 14 auf- weisen, die beispielsweise entsprechend der aus der DE 42 05 411 A1 bekannten Kupp- lung ausgebildet ist. Durch die Anordnung der Kupplung 14 oder durch eine in anderer Weise mit dem dritten Filmtransportzahnrad 83 des Filmtransportgetriebes 8 verbindbare Greiferantriebswelle 30 kann das Greiferschaltwerk 2 in einfacher Weise gegen ein Grei- ferschaltwerk 2'ausgetauscht und damit bei unveränderter Anordnung des Kameramo- tors 4 des Filmtransportgetriebes 8 und der Aufwickel-und Abwickelzahnrollen 15,16 an einen Filmtransport um entweder drei oder vier Perforationslöcher je Filmbild oder Film- transportschritt angepasst werden.

Neben einem kompletten Austausch des als Greiferblock ausgebildeten Greiferschalt- werks 2 gegen ein Greiferschaltwerk 2'ist auch ein Teilaustausch des Greifergetriebes 3 gegen ein Greifergetriebe 3'mit den Transportgreifern 21,22 und Sperrgreifern 23,24 unter Beibehaltung der Filmführung 9 möglich.

Wird anstelle des in Fig. 2 dargestellten Greiferschaltwerks 2 mit Transportgreifern eine Filmtransport-Zahnrolle eingesetzt, so kann diese entweder über ein dem Greifergetriebe 3 entsprechendes Getriebe mit unterschiedlicher Übersetzung angetrieben werden oder es wird jeweils eine Filmtransport-Zahnrolle kleineren Durchmessers für einen Filmtrans- port um drei Perforationslöcher je Filmbild oder eine Filmtransport-Zahnrolle größeren Durchmessers für einen Filmtransport um vier Perforationslöcher je Filmbild eingesetzt.

In den Fig. 3a, 3b, 4a, 4b und 5a, 5b sind verschiedene Ausführungsformen der erfin- dungsgemäßen Lösung als Blockschaltbilder dargestellt.

In einer ersten Variante zeigen die Fig. 3a und 3b ein Blockschaltbild des in Fig. 2 per- spektivisch dargestellten mechanisch gekoppelten Antriebs des Greiferschaltwerks 2 und der Aufwickel-und Abwickeizahnrolle 15,16 mittels des Kameramotors 4 und des hier- von getrennten Antriebs der rotierenden Umlaufblende 7 mittels eines elektronisch mit dem Kameramotor 4 gekoppelten Blendenmotors 6.

Bei einem schematisch in Fig. 3a dargestellten Filmtransport des Laufbildfilmes mit vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt treibt der Kameramotor 4 das dem Filmtrans- port um vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt angepasste Greiferschaltwerk 2 und die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle 15,16 mit der Drehzahl nK1 an, so dass die Aufwickel-und Abwickeizahnrolle 15,16 den Laufbildfilm um vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt bei einer Umdrehung des Greiferschaltwerks weiter drehen. Die Drehzahl nB des Blendenmotors 6 entspricht der Drehzahl nez des Kameramotors unter Berücksichtigung der Über-oder Untersetzung des mit dem Kameramotor 4 verbunde- nen Filmtransportgetriebes 8 gemäß Fig. 2.

Bei einem schematisch in Fig. 3b dargestellten Filmtransport um drei Perforationslöcher je Fiimtransportschritt treibt der Kameramotor 4 das dem Filmtransport um drei Perforai- onslöcher je Filmtransportschritt angepasste Greiferschaltwerk 2'und die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle-15,-16--mit einer Drehzahl nK2 an, die 3/4 der Drehzahl nK1-für-den Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmtransportschritt beträgt. Dadurch werden die Aufwickel-und Abwickeizahnrolle 15,16 pro Umdrehung nur um drei Perforationslö- cher des Laufbildfilmes weiter gedreht, während das Greiferschaltwerk 2'eine volle Um- drehung ausführt, wenn die rotierende Umlaufblende 7 ebenfalls eine volle Umdrehung

vollendet. Das Greiferschaltwerk 2'ist mit 4 : 3 gegenüber dem Greiferschaltwerk 2 ü- bersetzt und führt dementsprechend eine volle Umdrehung bei einer vollen Umdrehung der rotierenden Umlaufblende 7 aus, die von dem Blendenmotor 6 angetrieben wird, der elektronisch mit dem Kameramotor 4 gekoppelt ist.

Die Fig. 4a und 4b zeigen in einem Blockschaltbild eine Variante, bei der der Kameramo- tor 4 sowohl das Greiferschaltwerk 2 bzw. 2'als auch die rotierende Umlaufblende 7 an- treibt, während ein die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle 15,16 antreibender Wickelmo- tor 5 bzw. jeweils ein die Aufwickeizahnrolle 15 und die Abwickelzahnrolle 16 antreiben- der Wickelmotor elektronisch mit dem Kameramotor 4 gekoppelt ist bzw. sind.

In der Ausführungsform gemäß Fig. 4a wird bei einem Filmtransport um vier Perforationslöcher je Filmtransportschritt der Kameramotor 4 mit der Drehzahl nK bei Einsatz eines dem Filmtransport mit vier Perforationslöchern je Filmtransportschritt angepassten Greiferschaltwerks 2 betrieben, während der Wickelmotor 5 mit der Drehzahl nW1 die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle 15,16 antreibt, die den Laufbildfilm bei jedem Filmtransportschritt um vier Perforationslöcher weiter transportieren.

Bei einem schematisch in Fig. 4b dargestellten Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmtransportschritt wird der Kameramotor 4 mit derselben Drehzahl nK zum Antrieb des dem Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmtransportschritt angepassten Greiferschaltwerks 2'und der rotierenden Umlaufblende 7 betrieben. Dagegen rotiert der Wickelmotors 5 mit einer Drehzahl nW2, die 3/4 der Drehzahl nW1 beträgt, so dass die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle 15,16 um drei Perforationslöcher je Filmtransport- schritt weitergedreht werden, während das Greiferschaltwerk 2'und die rotierende Um- laufblende 7 eine volle Umdrehung ausführen.

Die Fig. 5a und 5b zeigen ein Blockschaltbild einer Ausführungsvariante mit jeweils ei- nem eigenen Antrieb für das Greiferschaltwerk 2 bzw. 2', die Aufwickel-und Abwickel- zahnrolle 15,16 und die rotierende Umlaufblende 7 mittels eines Kameramotors 4, eines Wiekelmotors 5-und eines Blendenmotors 6, die elektronisch miteinander gekoppelt sind.

Bei einem schematisch in Fig. 5a dargestellten Filmtransportschritt von vier Perforations- löchern wird der Kameramotor mit der Drehzahl nK betrieben und treibt ein dem Film- transportschritt von vier Perforationslöchern angepasstes Greiferschaltwerk 2 an. Der

Wickelmotor 5 treibt die Aufwickel-und Abwickelzahnrolle 15,16 mit einer Drehzahl nw an, so dass diese den Laufbildfilm bei jedem Filmtransportschritt um vier Perforationslö- cher weiter bewegen. Der Blendenmotor 6 wird mit einer Drehzahl nB betrieben, bei der die rotierende Umlaufblende 7 eine volle Umdrehung macht, wenn das Greiferschaltwerk 2 ebenfalls eine volle Kurbelschleife durchlaufen hat und die Aufwickel-und Abwickel- zahnrolle 15,16 den Laufbildfilm um vier Perforationslöcher weiter bewegt haben.

Bei einem schematisch in Fig. 5b dargestellten Filmtransportschritt von drei Perforations- löchern wird der Kameramotor 4 ebenfalls mit der Drehzahl nK betrieben und treibt ein dem Filmtransport um drei Perforationslöcher je Filmtransportschritt angepasstes Grei- ferschaltwerk 2'an, so dass dieses eine volle Kurbelschleife durchläuft, wenn die vom Blendenmotor 6 mit der Drehzahl nB angetriebene rotierende Umlaufblende 7 eine volle Umdrehung ausführt. Dagegen wird der Wickelmotor 5 mit der Drehzahl nW2 betrieben, die 3/4 der Drehzahl nW1 beträgt, so dass die Aufwickel-bzw. Abwickelzahnrolle 15,16 den Laufbildfilm 10 um drei Perforationslöcher je Filmtransportschritt weiter bewegen.

Bezugszeichenliste 1 Kameragehäuse 2, 2'Greiferschaltwerk 3, 3'Greifergetriebe 4 Kameramotor 5 Wickelmotor 6 Blendenmotor 7 Umlaufblende 8 Filmtransportgetriebe 9 Filmführung 10 Laufbildfilm 11 Sucherokular 12 Kameraobjektiv 13 Kamerakassette 14 Kupplung 15 Aufwickeizahnrolle 16 Abwickelzahnrolle 17 Blendenmotor 21,22 Transportgreifer 23,24 Sperrgreifer 30 Antriebswelle 31,31'Erstes Greiferzahnrad 32 Zweites Greiferzahnrad 33 Drittes Greiferzahnrad 34, 34'Greiferzahnriemen 80 Erster Transportzahnriemen 81 Erstes Transportzahnrad 82 Zweites Transportzahnrad 83 Drittes Transportzahnrad - Viertes Transportzahnrad 85 Zweiter Transportzahnriemen 86 Fünftes Transportzahnrad 87 Sechstes Transportzahnrad 90 Bildfenster