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Title:
DEVICE FOR THE CREATION OF A HOMOGENEOUS CUT TOBACCO FLOW
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/074728
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to process cut tobacco so as to aerate and homogenize the same, a tobacco flow (12, 16) transits through several processing stations (18, 19, 20), in the area of which the tobacco is aerated with the aid of different processing elements while being conveyed. The tobacco flow or main flow is subdivided into several smaller partial flows during processing.

Inventors:
Ott, Christina (Baumacker 54, Hamburg, 22523, DE)
Barkmann, Ralf (Goerdelerstrasse 72, Hamburg, 21031, DE)
Harms, Stefan (Saseler Damm 73, Hamburg, 22395, DE)
Hoppe, Reinhard (Bürgerm.-Soetebier-Strasse 26, Tespe, 21395, DE)
Jessen, Thomas (Krogbuschweg 25, Börnsen, 21039, DE)
Baumgardt, Torben (Dithmarscher Strasse 41, Hamburg, 22049, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/011962
Publication Date:
July 20, 2006
Filing Date:
November 09, 2005
Export Citation:
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Assignee:
FOCKE & CO. (GMBH & CO. KG) (Siemensstrasse 10, Verden, 27283, DE)
Ott, Christina (Baumacker 54, Hamburg, 22523, DE)
Barkmann, Ralf (Goerdelerstrasse 72, Hamburg, 21031, DE)
Harms, Stefan (Saseler Damm 73, Hamburg, 22395, DE)
Hoppe, Reinhard (Bürgerm.-Soetebier-Strasse 26, Tespe, 21395, DE)
Jessen, Thomas (Krogbuschweg 25, Börnsen, 21039, DE)
Baumgardt, Torben (Dithmarscher Strasse 41, Hamburg, 22049, DE)
International Classes:
B65B1/32; A24C1/02; B65B1/04; D01G13/00; G01G13/06; G01G17/02
Foreign References:
US4583571A1986-04-22
US4235248A1980-11-25
US5331977A1994-07-26
US5115819A1992-05-26
Attorney, Agent or Firm:
Bolte, Erich (Meissner, Bolte & Partner Hollerallee 73, Bremen, 28209, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum mechanischen Aufbereiten von faserigem Material, insbesondere geschnittenem Tabak zur Bildung eines gleichmäßigen, homogenen Faser bzw. Tabakstrangs bzw. Tabakstroms (11), von dem Tabakportionen (10) abtrennbar sind, dadurch gekennzeichnet dass der Tabakstrom (11 ), insbesondere ein Hauptstrom (16), durch 5 mehrere Bearbeitungsstationen (18, 19, 20) hindurchförderbar ist, die mit insbesondere unterschiedlichen Organen den Tabakstrom (11 , 16) in mehreren Stufen homogenisieren.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Tabakstrom bzw. ein zugeführter Hauptstrom (16) während der Bearbeitung in mehrere Teilströme ιo bzw. Tabakströme (11 ) aufgeteilt und diese geteilten Tabakströme (1 1) weiterbearbeitet und/oder einer Tabakwaage (12) zuführbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine insbesondere erste Bearbeitungsstation (18) eine Trommel (21 ) mit an einem Trommelman !5 tel (23) innenseitig in Reihen (25) angeordneten abstehenden Nadeln (24) aufweist, die bei drehender Trommel (21 ) in den Tabak während des Transports desselben eintreten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen (25) der Nadeln (24) in Schraubenlinien angeordnet sind, 0 insbesondere in sechs bis acht längs des Umfangs des Trommelmantels (23) verteilten Reihen, wobei vorzugsweise die Richtung der Windungen der Drehrichtung der Trommel (21 ) entgegen gerichtet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch ge 5 kennzeichnet, dass die Trommel (21) in Förderrichtung des Tabaks abwärts geneigt ist, derart, dass der Tabak ohne zusätzliche Fördermittel durch die Trommel (21 ) hindurchförderbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine insbesondere zweite Bearbeitungsstation (19) mindestens einen Tabakförderer (26, 27) aufweist, der Tabak nach Austritt aus der ersten Bearbeitungsstation (18), insbesondere aus der Trommel (21 ) aufnimmt und mit Hilfe von an dem Tabakförderer (26, 27) angeordneten Mitnehmern (29) transportiert, insbesondere in einer im wesentlichen aufrechten Transportebene.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Tabakförderer (26, 27) ein bewegbares Gegenorgan zusam menwirkt, insbesondere ein entgegen der Förderrichtung des Tabakförderers (26) angetriebenes Band (31) mit Vorsprüngen (32).
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Tabakförderer (26, 27) nebeneinander angeofdnet und vorzugsweise synchron angetrieben sind, denen der Tabak über einen Übergabeförderer zuführbar ist, insbesondere durch ein quer gerichtetes, hinsichtlich Fördergeschwindigkeit und/oder Förderrichtung steuerbares Verteilerband (34).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verteilerband (34) von der ersten Bearbeitungsstation (18) kommenden Tabak alternativ in einen jedem Tabakförderer (26, 27) zugeordneten Auffangbehälter (35, 38) transportiert, wobei das Verteilerband (34) vorzugsweise nach Maßgabe der Füllung des Auffangbehälters (35, 38) steuerbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der zweiten Bearbeitungsstation (19), insbesondere im Bereich der (beiden) Tabakförderer (26, 27) mehrere, insbesondere vier Arbeitsbahnen (36, 37) gebildet sind, nämlich zwei Arbeitsbahnen (36, 37) jedes Tabakförderers (26, 27), wobei entlang jeder Arbeitsbahn (36, 37) ein separater (Teil)Tabakstrom (11) förderbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der insbesondere dritten Bearbeitungsstation (20) der Tabakstrom (11 ) durch mehrere insbesondere zwei Nadelkämme (42, 43) bearbeitbar ist, die in den insbesondere in horizontaler Ebene transportierten Tabakstrom (1 1 ) von oben her einfϋhrbar sind und ein Auflockern des Tabaks durch Relativbewegung zueinander und/oder zum Tabakstrom (11 ) bewirken.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Tabakstrom (11) zwei in Förderrichtung aufeinanderfolgende Nadelkämme (42, 43) zugeordnet sind, die vorzugsweise gleichzeitig von oben eher mit Nadeln (44) in den Tabakstrom (11) eintreten, wobei die Nadelkämme (42, 43) in Förderrichtung des Tabakstroms (11) relativ zueinander bewegbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Nadelkamm (42) nach Eintritt in den Tabakstrom (11) unbeweglich verharrt oder eine geringe Bewegung in Förderrichtung und der andere Nadelkamm (43) nach Eintritt der Nadeln (44) in den Tabakstrom (11) eine (größere) Bewegung in Transportrichtung des Tabakstroms (11) ausführt, wobei die Nadelkämme (42, 43) anschließen durch Aufwärtsbewegung aus dem Tabakstrom (11) zurückbewegbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise mehreren Tabakströme (11 ) nach Verlassen der vorzugsweise dritten Bearbeitungsstation (20) in Querrichtung förderbar sind zu jeweils einem zugeordneten Fallrohr (49, 50) zur Übergabe an die Tabakwaage (12).
Description:
Vorrichtung zum Herstellen eines homogenen Schnitttabakstroms

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Aufbereiten von faserigem Material, insbesondere von geschnittenem Tabak zur Bildung eines gleichmäßig strukturierten, homogenen Faser- bzw. Tabakstroms, von dem Tabakportionen abtrennbar sind.

5 Vorrangig befasst sich die Erfindung mit der Herstellung von exakten Portionen aus geschnittenem Tabak mittels Tabakwaage. Die Tabakportionen werden nachfolgend verpackt. Der hinsichtlich der Zusammensetzung vorbereitete Tabak wird in einem fortlaufenden Tabakstrom bzw. Tabakstrang zugeführt. Von diesem werden die Portionen abgetrennt und der Tabakwaage zugeführt.

I O

Eine Schwierigkeit besteht darin, dass die Struktur des ankommenden Tabakstroms nicht gleichförmig ist. Vielmehr müssen Klumpen und andere ungleichmäßige Strukturen beseitigt werden. Bekannt ist hierfür der Einsatz einer drehenden Trommel mit an der Außenseite angeordneten Nadeln, die in den zugeführten Tabakstrom eintreten, um diesen auf- 15 zulockern (DE 23 38 374). Das Ergebnis dieser mechanischen Aufbereitung des Tabakstroms ist unbefriedigend.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zur Behandlung eines Stroms aus faserigem Material, insbesondere geschnittenem Tabak vorzuschlagen, ü die eine verbesserte Gleichmäßigkeit des Faserstroms gewährleistet, gleichwohl aber eine Zerstörung von Fasern vermindert.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass der Faser- bzw. Tabakstrom nacheinander mehrere Bearbeitungsstationen 5 durchläuft, die mit insbesondere unterschiedlich wirkenden Organen den Tabakstrom in mehreren Bearbeitungsstufen hinsichtlich der Struktur homogenisieren.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine Auflockerung des Tabaksstroms durch mechanische Organe im Bereich einer einzigen Station nicht ausreichend ist. Der 0 Grundgedanke der Erfindung besteht demnach darin, dass der Tabakstrom in mehreren

Behandlungsstationen mit unterschiedlichen ausgebildeten bzw. unterschiedlich wirkenden Auflockerungsorganen bearbeitet wird. Dadurch wird ein optimal, nämlich gleichförmig strukturierter Tabakstrom geschaffen und andererseits ein Zerreisen von Tabakfasern verhindert bzw. reduziert.

Eine vorzugsweise erste Bearbeitungsstation besteht aus einer Trommel bzw. Lösetrommeln, die an der Innenseite eines Trommelmantels abstehende Nadeln aufweist, und zwar in schraubenförmig gewundenen Reihen, wobei der Tabak durch die vorzugsweise geneigte Trommel hindurchgefördert wird.

Eine weitere vorzugsweise zweite Bearbeitungsstation weist einen Tabakförderer auf mit einem Endlosgurt und an diesem angeordnete, in den Tabakstrom eindringende Vorsprünge bzw. Mitnehmer. Mit diesem vorzugsweise als Steilförderer ausgebildeten Tabakförderer arbeitet ein gegenläufig angetriebenes, stationäres Gegenorgan zusammen, insbesondere ein Abkämmband oder eine Abkämmwalze.

Schließlich besteht eine dritte Bearbeitungsstation aus Organen mit einer Mehrzahl von Nadeln, nämlich Nadelkämmen, die von oben her in einem vorzugsweise horizontal geförderten Tabakstrom eintreten und diesen aufgrund von Relativbewegungen schonend auflockern.

Der so behandelte Tabakstrom gelangt in die Tabakwaage zur Herstellung der Portionen.

Weiter Einzelheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 die Vorrichtung in einer Frontansicht,

Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in Seitenansicht bzw. im Vertikalschnitt entsprechend Schnittebene Il - Il in Fig. 1 Fig. 3 eine Einzelheit der Vorrichtung in vergrößertem Maßstab nämlich eine Draufsicht auf einen Teilbereich entsprechend Sichtebene III - III in Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt eines Tabakförderers in der Schnittebene IV - IV der

Fig. 2 bei vergrößertem Maßstab

Fig. 5 bis

Fig. 7 unterschiedliche Stellungen eines Arbeitsorgans zur Behandlung eines

Tabakstroms in Seitenansicht, Fig. 8 die Bearbeitungsstation gemäß Fig. 5 bis Fig. 7 in einer anderen Ausführung.

Bei der Herstellung gleichgroßer bzw. gleichgewichtiger Tabakportionen 10 aus Schnitttabak muss zunächst ein gleichförmiger, in der Struktur von Tabakfasern homogener Ta- bakstrom 11 bzw. Tabakstrang geschaffen werden, dieser wird einer Tabakwaage 12 zugeführt. Im Bereich derselben werden die Tabakportionen 10 hergestellt und an Abförde- rer übergeben, nämlich an Becherförderer 13, 14 mit Bechern 15 für je eine Tabakportion 10.

Der Tabakwaage 12 ist eine apparative Einheit 17 vorgeordnet, in deren Bereich ein ankommender Tabakstrom, nämlich Hauptstrom 16, in mehreren Bearbeitungsstationen 18, 19, 20 durch mechanische Organe hinsichtlich der Struktur der Fasern homogenisiert wird. Die Bearbeitungsstation 18, 19, 20 bzw. deren Organe bzw. Werkzeuge sind hinsichtlich der Bearbeitung des Tabaks aufeinander abgestimmt. Im Bereich der Bearbei- tungsstation 18 wird der Hauptstrom 16 behandelt und gefördert. Im Bereich der Bearbeitungsstation 19 wird der Hauptstrom 16 in mehrere einzelne Tabakströme 1 1 aufgeteilt, und zwar in vier Tabakströme 11 , die getrennt weitergefördert, bearbeitet und schließlich je einer Wägeeinheit der Tabakwaage 12 zugeführt werden.

Die erste Bearbeitungsstation 18 besteht aus einem drehenden Hohlkörper, nämlich einer Trommel 21. In diese wird der auf einem Zuförderer 22 ankommende Hauptstrom 16 in Längsrichtung eingeführt. Die Trommel 21 ist in Förderrichtung abwärts geneigt, so dass der Tabakstrom 1 1 infolge Drehung der Trommel 21 durch diese hindurchtransportiert wird.

An der Innenseite der Trommel 21 bzw. eines Trommelmantels 23 sind Bearbeitungsorgane zur Auflockerung und Homogenisierung des Tabaks angeordnet. Es handelt sich dabei um Stifte bzw. Nadeln 24, die etwa in radiale Richtung in das Innere der Trommel 21 weisen. Die Nadeln 24 sind in (sechs) Reihen 25 angeordnet, und zwar in schrauben- förmigen Windungen in Längsrichtung der Trommel 21 verlaufend. Vorzugsweise ist die

Anordnung der Reihen 25 so gewählt, dass die Windungen der Drehrichtung der Trommel 21 entgegen gerichtet sind. Dadurch wird der Effekt des Aufiockerns während des Transports des Tabaks bzw. des Hauptstroms 16 durch die Trommel 21 hindurch verbessert.

Nach dem Verlassen der Trommel 21 gelangt der Tabakstrom bzw. Hauptstrom 16 in den Bereich der zweiten Bearbeitungsstation 19. Diese besteht aus mindestens einem, bei dem vorliegendem Beispiel aus zwei nebeneinanderliegenden Tabakförderern 26, 27. Jeder dieser Tabakförderer 26, 27 ist Teil der Bearbeitungsstation 19. Jeder Tabakförderer 26, 27 besteht zu diesem Zwecke aus einem Endlosgurt 28 mit an der Außenseite angeordneten Erhebungen, Vorsprüngen oder Mitnehmern 29, die in den Tabakstrom 11 eintreten. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel bestehen die Mitnehmer 29 aus za- ckenförmig bzw. sägezahnartig ausgebildeten Querstegen. Eine Vielzahl dieser Querstege bzw. Mitnehmer 29 ist mit Abstand voneinander und in Förderrichtung geneigt am Tabakförderer 26, 27 angeordnet. Zahnartige Vorsprünge 30 treten in den Tabak ein.

Mit dem Tabakförderer 26, 27 wirkt ein ortsfest positioniertes, angetriebenes Gegenorgan zusammen. Es kann sich dabei um eine Nadeln bzw. Stacheln aufweisende, drehende Walze handeln. Bei dem Ausführungsbeispiel ist ein kurzes Band 31 vorgesehen, ein Abkämmband, welches mit Abstand neben dem Tabakförderer 26, 27 gelagert ist, Vor- Sprünge 32 aufweist und gegenläufig zum Tabakförderer 26, 27 angetrieben ist. Die Vorsprünge 32 sind vorzugsweise analog zu den Mitnehmern 29 ausbildet und gegenläufig zu diesen gerichtet. Durch Zusammenwirken der Tabakförderer 26, 27 mit dem zugeordneten Band 31 wird ebenfalls ein schonendes Auflockern des Tabaks bewirkt. Die Vorsprünge 32 sind so ausgebildet und angeordnet, dass sie berührungslos an den Vor- Sprüngen 30 der Tabakförderer 26, 27 vorbeibewegt werden.

Der Tabakförderer 26, 27 ist als Steilförderer ausgebildet mit einem nahezu senkrechten verlaufenden Fördertrum 33 und unterhalb der ersten Bearbeitungsstation 18 angeordnet.

Der Tabak bzw. Tabakstrom 16 wird nach Verlassen der Trommel 21 einem Zwischenförderer zugeführt, nämlich einem Verteilerband 34. Dieses ist mit Abstand unterhalb eines Austrittsendes der Trommel 21 angeordnet und quer gerichtet. Das insbesondere aus einem einzelnen Gurt bestehende Verteilerband 34 bewirkt die Verteilung des Tabaks auf den einen oder anderen Tabakförderer 26, 27. Diese sind mit Abstand voneinander ange-

ordnet. Das Verteilerband 34 ist vorzugsweise mittig zu den beiden Tabakförderern 26, 27 positioniert.

Jedem Tabakförderer 26, 27 ist ein tiefer gelegener Auffangbehälter 35, 38 zugeordnet. Dieser ist als lediglich nach oben offener, trichterförmiger Behälter ausgebildet. Eine Außenwand 39 des Auffangbehälters 35, 38 ist in Abwärtsrichtung schräg verlaufend zu einem Aufnahmebereich des Tabakförderers 26, 27, nämlich zu einem unteren Umlenkbereich des Endlosgurts 28. Das Verteilerband 34 ist in beiden Richtungen antreibbar, sodass der Tabak alternativ dem einen oder anderen Auffangbehälter 35, 38 zugeführt wird. Zweckmäßigerweise wird der Füllgrad im Auffangbehälter 35, 38 überwacht, zum Beispiel durch optische oder mechanische oder elektronische Sensoren. Je nach dem festgestellten Füllgrad wird das Verteilerband 34 in der einen oder anderen Richtung bewegt. Der Tabakförderer 26, 27 entnimmt dem im Bereich des Auffangbehälters 35, 38 gebildeten Tabakvorrat ständig Tabak und transportiert diesen aufwärts im Bereich des Fördertrums 33.

Der Zwischenförderer, nämlich das Verteilerband 34, ist auch für eventuelle Störungen im Betrieb des einen oder anderen Tabakförderers 26, 27 von Bedeutung. Bei einem Ausfall einer dieser getrennten Verarbeitungslinien für den Tabak, zum Beispiel beim Ausfall einer Tabakwaage, kann der Antrieb des Verteilerbandes 34 so umgeschaltet werden, dass - bei gegebenenfalls reduzierter Fördergeschwindigkeit - lediglich Tabak zu einem der beiden (funktionierenden) Tabakförderer 26, 27 transportiert wird. Die Vorrichtung läuft dann insgesamt mit halber Geschwindigkeit weiter, bis die Störung behoben ist.

Eine Besonderheit besteht darin, dass die ankommende Tabakmenge, also der ursprüngliche Hauptstrom 16, in mehrere, voneinander getrennte Einzelströme aufgeteilt wird, nämlich in die Tabakströme 11. bei dem vorliegenden Beispiel folgt diese Aufteilung im Bereich der Bearbeitungsstation 19, also durch den Tabakförderer 26, 27. Zu diesem Zweck sind die (zwei) Tabakförderer 26, 27 im Abstand voneinander angeordnet. Umlenk- und Führungswalzen sind an Seitenwänden 53, 54 gelagert. Jeder Tabakförderer 26, 27 bildet darüber hinaus zwei von einander abgegrenzte Arbeitsbahnen 36, 37, sodass im Bereich der (zwei) Tabakförderer 26, 27 vier voneinander abgegrenzte Teilströme bzw. Tabakströme 11 gebildet sind. Die Arbeitsbahnen 36, 37 werden jeweils durch eine Zwischenwand 55 geschaffen, die mittig im Bereich der Tabakförderer 26, 27 oberhalb des

Fördertrums 33 angeordnet sind. Die gesondert befestigten Zwischenwände 55 erstrecken sich bis unmittelbar benachbart zum Fördertrum 33, sodass die gebildeten Tabakströme 1 1 wirksam voneinander abgegrenzt sind. Die quergerichteten Mitnehmer 29 sind im Bereich der Zwischenwand 55 unterbrochen. Die Abgrenzung der Tabakströme 1 1 verhindert, dass der bereits aufgelockerte Tabak während des Transports wieder Zusammenballungen bildet.

Die Tabakförderer 26, 27 transportieren den Tabak bzw. die vier Tabakströme 1 1 zur nächsten, dritten Bearbeitungsstation 20. Im Bereich derselben wird der Tabak in hori- zontaler Ebene transportiert, und zwar auf (zwei) Tabakgurten 40, 41. Die Aufteilung in vier Arbeitsbahnen 36, 37 mit Hilfe der Zwischenwand 55 ist im Bereich der Tabakgurte 40, 41 analog zu Fig. 4 fortgesetzt.

Zur weiteren Homogenisierung und Auflockerung des Tabaks sind Nadelkämme 42, 43 oberhalb der Tabakgurte 40, 41 bzw. oberhalb des Tabakstroms 1 1 angeordnet. Jeder Nadelkamm 42, 43 besteht aus einer Vielzahl von in Förderrichtung und quer hierzu nebeneinander angeordneten aufrechten Nadeln 44, die einen Abstand voneinander aufweisen. Die Nadeln 44 sind mit einem gemeinsamen rechteckigen oder quadratischen Träger 45 verbunden. Jeder Nadelkamm 42, 43 bzw. Träger 45 ist mit einer nicht gezeigten Me- chanik verbunden, die eine Bewegung des Nadelkamms 42, 43 in Vertikalrichtung und in Horizontalrichtung ermöglicht. Die Auflockerung des Tabaks wird durch Relativbewegung der Nadelkämme 42, 43 zum Tabakstrom 11 und zueinander bewirkt.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 bis Fig. 7 ist einer der Nadelkämme, nämlich der in Förderrichtung des Tabak rückwärtige Nadelkamm 42, lediglich auf- und abbewegbar. In der unteren Stellung befinden sich die Nadeln 44 innerhalb des Tabakstroms 11 mit gewissen Abstand vom Tabakgurt 40, 41 (Fig. 5, Fig. 6). In der oberen Endstellung befinden sich die Nadeln 44 außerhalb des Tabakstroms 11. Der andere Nadelkamm 43 ist ebenfalls auf- und abbewegbar bei vorzugsweise gleicher Eintauchtiefe der Nadeln 44 in den Tabak bei unterer Endstellung (Fig. 6). Darüber hinaus ist der Nadelkamm 43 in Horizontalrichtung bewegbar, und zwar in Förderrichtung des Tabakstroms 11 (Fig. 6) und zurück in die Ausgangstellung. Die beiden Nadelkämme 42, 43 wirken gemäß Fig. 5 bis Fig. 7 so zusammen, dass der Nadelkamm 42 durch Abwärtsbewegung in Tabakstrom 11 eintritt. Der in geringen Abstand angeordnete Nadelkamm 43 tritt ebenfalls in den Tabak-

ström 11 ein und wird sodann in Förderrichtung des Tabakstroms 11 bewegt in eine Position mit größerem Abstand vom Nadelkamm 42 (Fig. 6). Eine in diesen Bereich etwa gebildete Tabakverdichtung 46 wird durch diese Relativbewegung der beiden Nadelkämme 42, 43 aufgelöst. In der Endstellung gemäß Fig. 6 wird der Nadelkamm 43 aufwärts be- wegt und außer Eingriff mit dem Tabakstrom 11 gebracht. Der Nadelkamm 43 kehrt sodann in die Ausgangstellung benachbart zum Nadelkamm 42 zurück.

Die Ausführung gemäß Fig. 8 arbeitet ebenfalls mit zwei Nadelkämmen 42, 43 in Förderrichtung des Tabakstroms 11 nebeneinanderliegend. Bei dieser Version sind beide Nadel- kämme 42, 43 auf- und abbewegbar sowie in Förderrichtung des Tabakstroms 11 bewegbar. Die Bewegungsamplitude nach Eintauchen der beiden Nadelkämme 42, 43 in den Tabakstrom 11 ist unterschiedlich. Der in Förderrichtung rückwärtige Nadelkamm 42 wird entlang eines kürzeren Abschnitts in Transportrichtung bewegt, sodann aufwärts und danach in die Ausgangsstellung zurück bewegt. Der andere Nadelkamm 43 vollzieht im Prin- zip dieselbe Bewegung, mit einer längeren Bewegungsstrecke nach Eintauchen in den Tabakstrom 1 1.

Im Anschluss an die (dritte) Behandlungsstation 20 wird der Tabakstrom 1 1 wird durch Querförderer 47, 48 am Ende der Tabakgurte 40, 41 seitwärts gefördert in den Bereich von aufrechten Fallrohren 49, 50. Diese übergeben den Tabak bzw. den jeweiligen Tabakstrom 11 an die Tabakwaage 12, bzw. an eine Wägezelle derselben. Die Querförderer 47, 48 sind als Schwingförderer ausgebildet.

An der Unterseite der hier der Einfachheit halber als zylindrischer Behälter ausgebildeten Tabakwaage 12 sind ebenfalls Fallrohre bzw. Abgaberohre 51 , 52 angeordnet. Diese sind in ihrer Relativstellung auf die Becher 15 der taktweise bewegbaren Becherförderer 13, 14 ausgerichtet.

Optimale Ergebnisse werden erzielt, wenn die drei Bearbeitungsstationen in der beschrie- benen Weise ausgebildet und in der gegebenen Folge angeordnet sind. Jede Bearbeitungsstation bzw. die dieser zugeordneten Organe sind aber auch eigenständig für den Zweck der Auflockerung von Tabak einsetzbar. Eine Besonderheit ist die Aufteilung des zugeführten Hauptstroms in mehrere Teilströme bzw. Tabakströme.

08.11.2005/6112

Bezugszeichenliste

10 Tabakportion 39 Außenwand

11 Tabakstrom 40 Tabakgurt

12 Tabakwaage 41 Tabakgurt

13 Becherförderer 42 Nadelkamm

14 Becherförderer 43 Nadelkamm

15 Becher 44 Nadel

16 Hauptstrom 45 Träger

17 Einheit 46 Tabakverdichtung

18 Bearbeitungsstation 47 Querförderer

19 Bearbeitungsstation 48 Querförderer

20 Bearbeitungsstation 49 Fallrohr

21 Trommel 50 Fallrohr

22 Zuförderer 51 Abgaberohr

23 Trommelmantel 52 Abgaberohr

24 Nadel 53 Seitenwand

25 Reihen 54 Seitenwand

26 Tabakförderer 55 Zwischenwand

27 Tabakförderer

28 Endlosgurt

29 Mitnehmer

30 Vorsprung

31 Band

32 Vorsprung

33 Fördertrum

34 Verteilerband

35 Auffangbehälter

36 Arbeitsbahn

37 Arbeitsbahn

38 Auffangbehälter