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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR CRUSHING AND SORTING LOOSE MATERIALS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1992/003227
Kind Code:
A1
Abstract:
Vorgeschlagen wird eine Einrichtung zum Zerkleinern und Klassieren schüttförmiger Güter, die aus einem in einem Gehäuse angeordneten Rotor (5) mit darüber angeordneter Gutaufgabevorrichtung (6), einem Windsichter (7), einer Fertiggutaustragsvorrichtung (22) sowie einer Fördervorrichtung (6) zur Rückführung der nicht ausreichend zerkleinerten Schüttgutanteile in den Zerkleinerungsbereich in Form einer von unten nach oben gerichteten Luftströmung besteht. Die Gutaufgabevorrichtung (6) ist axial zwischen dem Rotor (5) und dem Windsichter (7) vorgesehen. Das den Rotor (5) umgebende Gehäuse (2) ist mit radialem Abstand von einem weiteren Gehäuseteil (3) umgeben, wobei die mit den Zerkleinerungsprodukten beladene Luft im Ringspalt zwischen den beiden Gehäuseteilen (2, 3) dem Windsichter (7) zuführbar ist. Unterhalb des Rotors (5) ist eine die Zerkleinerungsprodukte in Richtung des Ringspaltes transportierende Vorrichtung (15) vorgesehen, wobei die nicht ausreichend zerkleinerten Produkte nach dem Windsichterdurchlauf über einen axial darunter angeordneten Trichter (12) der Gutaufgabevorrichtung (6) zuführbar sind.

Inventors:
Schatz, Peter (Am Lakenberg 6, Ennigerloh, D-4722, DE)
Application Number:
PCT/EP1991/000923
Publication Date:
March 05, 1992
Filing Date:
May 17, 1991
Export Citation:
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Assignee:
O&K ORENSTEIN & KOPPEL AG (Staakener Str. 53-63, Berlin 20, D-1000, DE)
Schatz, Peter (Am Lakenberg 6, Ennigerloh, D-4722, DE)
International Classes:
B02C13/14; B02C13/18; B02C13/288; B02C23/30; B02C23/32; (IPC1-7): B02C19/00; B02C23/32
Attorney, Agent or Firm:
O&K ORENSTEIN & KOPPEL AG (Patentabteilung, Karl-Funke-Str. 30, Dortmund 1, D-4600, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Einrichtung zum Zerkleinern und Klassieren schüttförmiger Güter, beste¬ hend aus mindestens einem in einem Gehäuse angeordneten Rotor mit zugehöriger Gutaufgabevorrichtung, einem axial darüber angeordneten Windsichter, einer oberhalb des Windsichters angeordneten Fertiggutaus tragsvorrichtung sowie einer Fördervorrichtung zur Rückführung der nicht ausreichend zerkleinerten Schüttgutanteile in den Zerkleinerungsbereich in Form einer von unten nach oben gerichteten Luftströmung, gekennzeich¬ net durch folgende Merkmale die Gutaufgabevorrichtung (6) ist axial zwischen dem Rotor (5) und dem Windsichter (7) angeordnet, das Gehäuse (2) des Rotors (5) ist mit radialem Abstand von einem weiteren Gehäuseteil (3) umgeben, wobei die mit den Zerkleinerungsprodukten behaftete Luft im Ringspalt (19) zwischen den beiden Gehäuseteilen (2,3) dem Windsichter (7) zuführbar ist, unterhalb des Rotors (5) ist eine die Zerkleinerungsprodukte in Rich¬ tung des Ringspaltes (19) bewegende Vorrichtung (15 bzw. 16) vorgese¬ hen, die nicht ausreichend zerkleinerten Produkte sind nach dem Wind sichterdurchlauf über einen axial darunter angeordneten Trichter (12) der Gutaufgabevorrichtung (6) zuführbar.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gutaufgabevorrichtung (6) durch eine Zellenradschleuse gebildet ist.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der das Gehäuse (2) umgebende Gehäuseteil (3) axial oberhalb des Windsich¬ ters (7) endet.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (15) durch einen unterhalb des Rotors (5) angeord¬ neten mit Luftschlitzen (15') versehenen stationären Konus gebildet ist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (16) durch einen unterhalb des Rotors (5) angeord¬ neten Schleuderteller gebildet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine dem Schleudertel¬ ler (16) im Bereich des Gehäuseteiles (3) radial gegenüberliegende Prallwand (17).
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die aufwärts gerichtete Luftströmung im Bereich des Ringspaltes (19) in Rotation versetzbar ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein konzentrisch innerhalb des Windsichters (7) vorgesehenes Materialauf¬ gaberohr (8).
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Material¬ aufgaberohr (8) konzentrisch von einem geschlossenen, insbesondere zylindrisch ausgebildeten Verdrängungskörper (21) umgeben ist.
Description:
Vertikalprallmühle mit integrierter Materialklassierung

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zerkleinern und Klassieren schüttförmiger Güter, bestehend aus mindestens einem in einem Gehäuse ange¬ ordneten Rotor mit zugehöriger Gutaufgabevorrichtung, einem axial darüber angeordneten Windsichter, einer oberhalb des Windsichters angeordneten Fertiggutaustragsvorrichtung sowie einer Fördervorrichtung zur Rückführung der nicht ausreichend zerkleinerten Schüttgutanteile in den Zerkleinerungsbereich in Form einer von unten nach oben gerichteten Luftströmung.

Die EP-PS 118782 betrifft einen Zerkleinerungsapparat und einen Sichter mit jeweils einer vertikalen Welle, wobei der Zerkleinerungsapparat im unteren Bereich der Anlage vorgesehen und mittels einer schneckenförmigen Zuführeinrichtung mit Material beaufschlagt wird. Das Material, das über die Schnecke zugeführt wird, gelangt in einen aufwärts gerichteten Luft¬ strom, der unterhalb des Zerkleinerungapparates zugeführt wird und das Material in den Bereich der Zerkleinerungseinrichtung, die durch mindestens ein umlaufendes Flügelrad gebildet ist, einbringen soll. Der Luftstrom soll im Anschluß daran das zerkleinerte sowie das ggf. noch nicht ausreichend zerkleinerte Schüttgut weiter aufwärts tragen, und zwar bis in den Bereich einer umlaufenden Sichteinrichtung, wo die Klassierung stattfinden soll. Der Feingutanteil wird oberhalb der Sichteinrichtung durch ein Sammelrohr ausgetragen, während gröberes Material einerseits der Zuführeinrichtung wieder zugeführt und andererseits durch entsprechende Ausnehmungen außerhalb des Luftstromes der Zerkleinerungseinrichtung zugeleitet wird. Zwischen der Zerkleinerungseinrichtung und der Sichteinrichtung ist eine weitere Gaszuführung vorgesehen, wobei oberhalb der Gaszuführung eine Art Lochblech angeordnet ist, durch die das von der Gaszuführung eintretende G nach oben strömt. Nachteilig an einer solchen Konstruktion ist festzu¬ stellen, daß ein verhältnismäßig hoher Luftbedarf vonnöten ist (großer Querschnitt), um eine aufwärts gerichtete Strömung über den gesamten Innen¬ raum der Zerkleinerungseinrichtung sicherzustellen. Der oder die mit Schlagwerkzeugen versehenen Flügel bewirken eine Strömungskomponente in Umfangsrichtung, die durch den aufwärts gerichteten Luftstrom samt darin enthaltenen Schüttgutanteilen überwunden werden muß. Dies gilt insbesondere für einen mit Grobanteil beladenen Luftstrom. Gleiches gilt auch für die

zweite von außen zugeführte Gasquelle, deren Strömungsrichtung im wesent¬ lichen radial verläuft und erst in eine axiale Komponente umgewandelt werden muß. Neben dem verhältnismäßig komplizierten Aufbau der Vorrichtung werden hier Strömungsverhältnisse dargestellt, die in der Praxis kaum zu realisieren sind und somit die gesamte Funktion der Anlage in Frage stel¬ len, in jedem Fall jedoch nur einengeringen Wirkungsgrad der gesamten Anlage ergeben.

Durch die DE-PS 846503 ist eine Prallmühle mit Prallring und senkrechter Welle für verschiedenartiges Mahlgut bekannt, wobei an eine Schleuderschei¬ be von wesentlich kleinerem Durchmesser als der Prallring Ventilatorflügel angesetzt sind, deren Oberkante eine oberhalb der Schleuderscheibe mit dieser in Abstand fest verbundene Scheibe berührt, die an ihrem Umfang oberhalb der Längsmitte des Prallringes mit diesem einen Ringspalt bildet, bis zu dem auch die Ventilatorflügel vorgezogen sind. Im Deckel der Mahl¬ trommel ist ein Sichter angeordnet, wobei die Sichtluft mit Grob- und Fein¬ gut beladen durch einen Kanal in den Hauptansaugschacht für die Mahlluft geleitet wird. Ferner ist im Deckel des Mahlraumes eine konzentrische Öffnung für die Ableitung der mit dem Feingut beladenen Mahlluft angeord¬ net, wobei der Querschnitt dieser Öffnung durch Einlegen von Ringen mit verschiedenen Innendurchmessern veränderlich ist. Analog zur vorbezeich¬ neten EP-PS 118782 muß auch hier der mit Fein- und Grobanteilen beladene Luftstrom durch den Ventilatorflügel des Prallringes hindurchgeführt werden, der eine eigene radial gerichtete Strömungskomponente erzeugt. Infolge dieser Störströmung ist ein relativ großer vertikal nach oben gerichteter Luftbedarf notwendig, um diese Strömungskomponente zu überwinden und oberhalb des Prallringes eine entsprechende Abscheidung des Feinen vom Groben herbeizuführen.

Ziel der Erfindung ist es, die im gattungsbildenden Teil des ersten Patent¬ anspruches beschriebene Einrichtung dahingehend weiterzubilden, daß eine von störenden Einflüssen im Zerkleinerungsbereich unabhängige Aufwärtsförderung des mit groben und feinen Materialien belasteten Luft¬ stromes gewährleistet werden kann, ohne daß ein übermäßig großer Förderquerschnitt und ein damit verbundener hoher Luftbedarf vonnöten ist.

Dieses Ziel wird durch folgende Merkmale erreicht:

- die Gutaufgabevorrichtung ist axial zwischen dem Rotor und dem Wind¬ sichter angeordnet,

- das Gehäuse des Rotors ist mit radialem Abstand von einem weiteren Gehäuseteil umgeben, wobei die Luft im Ringspalt zwischen den beiden Gehäuseteilen dem Windsichter zuführbar ist,

- unterhalb des Rotors ist eine die Zerkleinerungsprodukte in Richtung des Ringspaltes bewegende Vorrichtung vorgesehen,

- die nicht ausreichend zerkleinerten Produkte sind nach dem Windsichter- durchlauf über ei n axial darunter angeordneten Trichter der Gutaufgabevorrichtung zuführbar.

Sinnvolle Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Der Vorteil des Erfindungsgegenstandes ist im wesentlichen darin begründet, daß während des Zerkleinerungsprozesses, der in einem abgeschlossenen Raum stattfindet, keine störenden Lufteinflüsse weder von oben noch von unten in das System eingebracht werden. Die aufwärts gerichtete Luftströmung wird in einem Ringspalt zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuse, d.h. radial außerhalb des Rotors, axial nach oben gefördert, wo dann die Sichtung stattfindet. Das grobe Gut wird unmittelbar mit dem frischen Aufgabegut der Zellenradschleuse zugeführt. Der Luftbedarf dieser Anlage ist somit im Gegensatz zum St.d.T. als wesentlich geringer anzusehen, da ein reduzierter Förderquerschnitt vorliegt, wobei der technische Aufwand in vertretbarem Rahmen liegt. Die Transportvorrichtung für die zerkleinerten Produkte kann entweder durch einen mit Luftschlitzen versehenen Ablaufkonus oder aber durch eine Schleuderscheibe gebildet werden, wobei es in letzterem Fall sinnvoll erscheint, im Bereich des zweiten Gehäuses eine weitere Gegenfläche vorzusehen, damit in diesem Bereich eine weiterere Nachzerkleinerung stattfinden kann.

Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 - Vertikalprallmühle mit integrierter Materialklassierung und Abiauf onus als Transportvorrichtung

Figur 2 - Vertikalprall ühle mit integrierter Materialklassierung und nachgeschaltetem Streuteller als Transportvorrichtung

Die Figuren 1 und 2 zeigen im wesentlichen den konstruktiv gleichartigen Grundaufbau einer Vertikalprallmühle 1 mit integrierter Materialklassierung, so daß mit Ausnahme der voneinander abweichenden Bauteile gleiche Bezugsziffern verwendet werden.

Die Vertikalprallmühle 1 besteht im wesentlichen aus folgenden Bauteilen: einem inneren Gehäuse 2, einem dieses konzentrisch umgebenden äußeren Gehäuse 3, einem über eine Antriebswelle 4 antreibbaren Rotor 5, einer oberhalb des Rotors 5 vorgesehenen Gutaufgabevorrichtung in Form eines Zellenradschleuse 6, einem oberhalb der Zellenradschleuse 6 angeordneten Windsichter 7 sowie einem Materialaufgaberohr 8. Der Antrieb 9 für die Antriebswelle 4 ist außerhalb der beiden Gehäuseteile 2 und 3 vorgesehen. Im unteren Bereich 10 der Vertikalprallmühle 1 sind tangential zum Gehäuse 2 bzw. 3 verlaufende Luftzuführungen 11 vorgesehen, wobei die Strömungsrichtung aus der Horizontalen in die Vertikale umgelenkt wird.

Die Funktion der Vertikalprallmühle 1 stellt sich etwa wie folgt dar:

Grobgut wird im Bereich des Materialaufgaberohres 8 zugeführt und fällt in einen Trichter 12, der oberhalb der Zellenradschleuse 6 vorgesehen ist. Die Zellenradschleuse 6 dient dem Zweck, Falschluft von oben aus dem eigent¬ lichen Zerkleinerungsbereich 13 fernzuhalten. Das Grobgut gelangt über die Zellenradschleuse 6 auf den Rotor 5 und wird radial nach außen in eine Materialschüttung 14 eingebracht, in der die eigentliche MaterialZerkleinerung stattfindet. Von hier aus gelangt das Material entwe¬ der, wie in Figur 1 dargestellt, über einen mit Luftschlitzen 15' verse¬ henen Konus 15 radial in den Bereich der vertikal nach oben gerichteten Luftströmung oder aber wird, wie in Figur 2 dargestellt, einem Streuteller 16 aufgegeben, der das bereits zerkleinerte Material gegen eine Wand 17 schleudert und so eine Nachzerkleinerung herbeiführt. Über den Materialein¬ lauf 18 gelangen die Zerkleinerungsprodukte in den aufwärts gerichteten Luftstrom und werden im durch die beiden Gehäuseteile 2 und 3 gebildeten Ringspalt 19 axial nach oben transportiert. Bei Bedarf kann der aufwärts

gerichtete Luftstrom durch entsprechende, nicht weiter dargestellte, ggf. im Ringspalt 19 vorgesehene Leitelemente in Rotation versetzt werden. Die Zerkleinerungsprodukte werden in einen Bereich oberhalb der Zellenradschleuse 6 geleitet. Hier wird die Material-Luftströmung durch einen den Windsichter 7 bildenden Leitschaufelkränz 20 horizontal um einen zylindrischen Verdrängungskörper 21 gelenkt. In dieser Kreisringebene werden dann die feinkörnigen Zerkleinerungsprodukte nach oben mit der vertikalen Luftströmung durch ein Austragsgehäuse 22 ausgetragen, wobei grobkörnigere Materialanteile nach unten fallen und über den Trichter 12 der Zellenradschleuse 6 wieder zugeführt werden, um einem zweiten Zerkleinerungsvorgang unterzogen zu werden.