| JP3226230 | APPARATUS FOR CUTTING TOWEL FABRIC IN CONTINUOUS LENGTH |
| JP06114792 | LONG CLOTH CUTTING DEVICE |
| WO/1999/009240 | NAME CLOTH FEED DEVICE |
OETTEL, Ditmar (Am Finkenschlag 12, Pyrbaum, 90602, DE)
HIRSCHLE, Edwin (Kirchbühlweg 5, Mehrstetten, 72537, DE)
WALZ, Hans-Ulrich (Höhenweg 7, Zwiefalten, 88529, DE)
OETTEL, Ditmar (Am Finkenschlag 12, Pyrbaum, 90602, DE)
HIRSCHLE, Edwin (Kirchbühlweg 5, Mehrstetten, 72537, DE)
Ansprüche
1. Vorrichtung zum Schneiden von biegeschlaffem flächigen Gut wie Textilien zur Verwendung als Oberstoff für die Polstermöbelindustrie, bei der die Textilien von einer Textilbahn- Vorratsrolle (10) abwickelbar und einlagig flächig auf einer Schneidunterlage (2) auslegbar und anschließend gemäß einem Schnittmuster mittels eines Schneidwerkzeugs (6) zuschneidbar ist, wobei das Schneidwerkzeug (6) die Textilbahn (11) durchdringend und in die Schneidunterlage (2) gegebenenfalls geringfügig eindringend gesteuert führbar ist, wobei korrespondierend von einer Wattebahn- Vorratsrolle abgewickelt und zugeschnittene Watte-Zuschnitte dem entsprechenden Textil-Zuschnitt zugeordnet und weiterverarbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorrichtung (1) die Wattebahn- Vorratsrolle (15) so zugeordnet ist, dass eine abgewickelte Wattebahn (13) auf der Schneidunterlage (2) auslegbar ist und auf dieser die abgewickelte Textilbahn (11) auslegbar ist, derart, dass das einzige Schneidwerkzeug (6) in einem Arbeitsgang sowohl Textilbahn (11) als auch Wattebahn (13) gemäß dem gleichen Schnittmuster zuschneidet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Legeeinrichtung (9) vorgesehen ist, um die Textilbahn (11) auszulegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidunterlage (2) als umlaufendes Transportband ausgebildet ist und die Legeeinrichtung (9) der Vorrichtung ortsfest zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wattebahn- Vorratsrolle (15) in einer Trageinrichtung (12) angeordnet ist, die der gleichen Stirnseite der Vorrichtung zugeordnet ist, der auch die Legeeinrichtung (9) der Textilbahn- Vorratsrolle (10) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidunterlage (2) luftdurchlässig ist und deren Fläche, die derjenigen abgewandt ist, auf der die Bahnen (11, 13) auslegbar sind, einer Unterdruck erzeugenden Einrichtung zugeordnet ist. |
Vorrichtung zum Schneiden von biegeschlaffem flächigen Gut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von biegeschlaffem, flächigen Gut wie Textilien zur Verwendung als Oberstoff für die Polstermöbelindustrie, bei der die Textilien von einer Textilbahn-Vorratsrolle abwickelbar und einlagig flächig auf einer Schneidunterlage auslegbar und anschließend gemäß einem Schnittmuster mittels eines Schneidwerkzeugs zuschneidbar ist, wobei das Schneidwerkzeug die Textilbahn durchdringend und in die Schneidunterlage gegebenenfalls geringfügig eindringend gesteuert fuhrbar ist, wobei korrespondierend von einer Wattebahn- Vorratsrolle abgewickelte und zugeschnittene Watte-Zuschnitte dem entsprechenden Textil- Zuschnitt zuzuordnen und weiterzuverarbeiten sind.
In der Polstermöbelindustrie ist man in letzter Zeit dazu übergegangen, Oberstoffe nicht mehr von Hand mittels einer Schere sondern mittels eines so genannten Einlagen-Cutters programmgesteuert zuzuschneiden. Hierdurch sind hohe
Schnittgenauigkeiten bei geringem Abfall erreichbar, insbesondere wenn der Oberstoff ein deutlich erkennbares Muster aufweist und diesem Muster entsprechend zugeschnitten werden muss. Bei diesem Einlagen-Cutter handelt es sich um eine Vorrichtung zum Schneiden von biegeschlaffen flächigen Gut. Dieses flächige Gut, eine für den Oberstoff geeignete Textile, wird dabei von einer Textilbahn-Vorratsrolle abgezogen und abgewickelt und auf einer Schneidunterlage ausgelegt. Ein Schneidwerkzeug wird dem Schnittmuster entsprechend gesteuert und schneidet aus der ausgelegten Textilbahn einen Zuschnitt aus, wobei das Schneidwerkzeug die Textilbahn durchdringt und geringfügig in die Schneidunterlage eindringen kann. Es ist an sich bekannt bei luftdurchlässiger Schneidunterlage eine gute Haftung der ausgelegten Textilbahn mittels Vakuumansaugung zu erreichen.
Bei der Herstellung von Polstermöbeln ist jedoch gleichzeitig eine Watte, beispielsweise Diolenwatte, mit zu verarbeiten, wobei korrespondierende Wattezuschnitte zu fertigen und den Textil-Zuschnitten zuzuordnen sind, bevor die
Weiterverarbeitung erfolgen kann. Herkömmlich wurden die Wattezuschnitte getrennt gefertigt. Es ist schon daran gedacht worden, für die Watte-Zuschnitte einen in gleicher Weise aufgebauten Einlage-Cutter zu verwenden. Der Aufwand ist jedoch außerordentlich hoch, zumal die Zuordnung der korrespondierenden Zuschnitte von Hand erfolgen muss.
Es könnte daran gedacht werden, einen in der Kleidungsindustrie an sich bekannten Mehrlagencutter zu verwenden. Bei diesem werden mittels einer Auslegevorrichtung auf einer einzigen Schneidunterlage mehrere Lagen der gleichen Textile ausgelegt unter Vakuumsaugung gegen die Schneidunterlage gepresst und dann mittels einer einzigen Schneidvorrichtung zugeschnitten. Wenn auch eine derartige Anordnung zufrieden stellend arbeiten dürfte, so sind die Mehrkosten so unverhältnismäßig, dass die Verwendung eines Mehrlagen-Cutters nicht ins Auge gefasst werden wird.
Demgegenüber ist es somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass bei vertretbaren Kosten für die Polstermöbelindustrie in einfacher Weise korrespondierende Zuschnitte geschaffen und zugeordnet werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Vorrichtung zum Schneiden des biegeschlaffen flächigen Gutes eine Wattebahn- Vorratsrolle unmittelbar so zugeordnet ist, dass eine abgewickelte Wattebahn auf der Schneidunterlage auslegbar ist und auf dieser die abgewickelte Textilbahn auslegbar ist, derart, dass das einzige Schneidwerkzeug in einem Arbeitsgang sowohl Textilbahn als auch Wattebahn gemäß dem gleichen Schnittmuster zuschneidet.
Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche weitergebildet.
Die Erfindung geht von der überraschenden Erkenntnis aus, dass die zwischen Schneidunterlage und Textilbahn ausgelegte Wattebahn die gegenseitige Lagezuordnung nicht beeinträchtigt, auch nicht während des Schneidvorgangs, das heißt, dass auch während des Schneidvorgangs Textilbahn und Wattebahn nicht gegeneinander und auch nicht gegen die Schneidunterlage verrutschen. Es wird vermutet, dass dies auf die hohe Porigkeit/Luftdurchlässigkeit der Wattebahn zurückzuführen ist.
Die korrespondierend zugeordnet und korrespondierend zugeschnittenen Teile bestehend aus einem Wattezuschnitt und einem Textilzuschnitt können unmittelbar entnommen und unmittelbar weiterverarbeitet werden. Dies erleichtert eine bessere Verarbeitung, besseres Vernähen, als auch exaktere Zuordnung der Zuschnitte zueinander für diese Weiterverarbeitung als auch jede weitergehende Verarbeitung.
Darüber hinaus sind einheitliche Wattegramaturen und einheitliche Wattebreiten verarbeitbar, wodurch sich Einsparungen im Wattelager ergeben.
Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung dargestellten schematischen Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in Seitenansicht eine Vorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 in Aufsicht die Vorrichtung gemäß Fig. 1.
Die Figuren zeigen eine Vorrichtung zum Schneiden von biegeschlaffem flächigen Gut wie Textilien in Form eines so genannten Einlagen-Cutters 1 , der einen mit einer Schneidunterlage 2 belegten Schneidetisch 3 aufweist. Die Schneidunterlage 2 ist beim Ausfuhrungsbeispiel als über endseitige Walzen 4, 5 laufendes Transportband ausgebildet. Oberhalb der Schneidunterlage 2 ist eine Schneideinrichtung 6 vorgesehen, die an einem Wagen 7 befestigt ist, der quer zur Längserstreckung der Schneidunterlage 2 an einem Schlitten 8 verfahrbar ist, der wiederum in Längserstreckung der Schneidunterlage 2 verfahrbar ist. Somit kann das Schneidwerkzeug 6 alle Punkte der Schneidunterlage 2 zu Schneidzwecken erreichen. Dem Schneidetisch 3 ist im Bereich der Schneidunterlage 2 an einem stirnseitigen Ende hier bei der Umlenkrolle 5 eine Legeeinrichtung 9 an sich bekannter Bauart zugeordnet von der von einer Vorratsrolle 10 einer zu schneidenden Textile eine Textilbahn 11 auf die Schneidunterlage 2 ablegbar ist.
Nachdem im Ausführungsbeispiel die Schneidunterlage 2 als um die Rollen 4, 5 laufendes Transportband ausgebildet ist, ist die Legeeinrichtung 9 ortsfest an einem Stirnende angeordnet. Bei einer ortsfesten Schneidunterlage 2 ist zweckmäßig ein längs des Schneidetisches 3 bewegbarer Legewagen an sich bekannter Bauart verwendbar, um die Textilbahn 11 auf die Schneidunterlage 2 abzulegen.
Ist die Textilbahn 11 auf der Schneidunterlage 2 vollständig abgelegt bzw. ausgelegt, kann der Schneidvorgang mit Hilfe des Schneidwerkzeugs 6 durchgeführt werden, das zu diesem Zweck die Textilbahn 11 durchdringend geringfügig in die Schneidunterlage 2 einzudringen vermag. Häufig und zweckmäßig ist die
Schneidunterlage 2 geringfügig luftdurchlässig ausgebildet, so dass von der Unterseite her durch Vakuumansaugung die Textilbahn 11 auf der Schneidunterlage 2 zum Zwecke des Schneidens sehr gut fixiert werden kann. Es sind jedoch auch andere Möglichkeiten zur Lagefixierung der Bahn 11 auf der Schneidunterlage 2 möglich.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist dem Schneidtisch 3 zugeordnet eine Wattebahn- Vorratsrolle 15 vorgesehen, und zwar auf einem Vorratsrollenträger 12 eingehängt. Beim Ausführungsbeispiel mit als Transportband ausgebildeter Schneidunterlage 2 und ortsfest angeordneter Legeeinrichtung 9 für die Textilbahn 11
ist der Träger 12 der Watte- Vorratsrolle 15 an der gleichen Stirnseite, das heißt nahe der Rolle 5 angeordnet, derart, dass eine Wattebahn 13 auf der Schneidunterlage 2 unmittelbar und unterhalb der Textilbahn 11 angeordnet und sogar mit dieser zusammen ausgelegt werden kann, und zwar durch die Transportbewegung des als Transportband ausgebildeten Schneidunterlage 2. Bei ortsfester Schneidunterlage 2 ist es zweckmäßig, zuerst die Wattebahn 13 auf der Schneidunterlage 2 auszulegen und darüber dann, zeitlich versetzt, mittels eines entsprechenden Legewagens die Textilbahn 11 auszulegen.
Es zeigt sich, dass insbesondere bei Verwendung von Unterdruck aufgrund der hohen Luftdurchlässigkeit der Wattebahn 13 eine sehr gute Haftung der Textilbahn 11 gegen die Wattebahn 13 und die Schneidunterlage 2 sichergestellt ist, derart, dass der Schneidvorgang mittels eines Schneidwerkzeuges 6 nicht beeinträchtigt ist.
Zweckmäßig ist der gesamten Vorrichtung eine Einhebeeinrichtung 14 zugeordnet, die zweckmäßig derart ausgebildet ist, dass mit ihr sowohl eine Textilbahn- Vorratsrolle 10 als auch eine Wattebahn- Vorratsrolle 15 mit jeweiliger Halte- und Trageinrichtung einlegbar sind. Das Einlegen einer Vorratsrolle kann jedoch auch auf andere Weise erfolgen.
Nach Durchführen des Schneidens liegen die jeweiligen Watte- und Textil-Zuschnitte unmittelbar und bündig übereinander, so dass sie gemeinsam abgeräumt und verarbeitet, beispielsweise genäht werden können, ohne dass zusätzliche Arbeitsschritte erforderlich sind.
