MALL, Hans (Neulindacherstr. 7, Fürstenfeldbruck, 82256, DE)
RIEDL, Jürgen (Ammerseestr. 10 B, Königsbrunn, 86343, DE)
MALL, Hans (Neulindacherstr. 7, Fürstenfeldbruck, 82256, DE)
| PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung (1 , V) zur Dämpfung von Schwingungen an einem Gleis- oder Kettenfahrzeug mittels Torsions- oder Drehfederstäben, dadurch gekennzeichnet, dass diese mehrere kleinere oder kürzere Drehfederstäbe (3-6, 12! , 12n) wenigstens jedoch zwei, umfasst, welche gegenüber der Fahrzeugwanne (10) ausgerichtet und über bekannte Antriebs- und/ oder Übertragungselemente(7-9, 13) miteinander funktional verbunden sind. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfederstäbe (3- 6) in Reihe und / oder parallel zueinander angeordnet sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Drehfederstab (3, 12i) an einem Trägerarm (20) einer Laufwerksrolle (2^.n) angebunden und der letzte Drehfederstab (6, 12n) im oder am Wannengehäuse (1 1 ) gelagert ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Drehfederstab (3, 12,) am Laufwerksträger und der letzte Drehfederstab (9, 12n) im oder am Wannengehäuse (1 1 ) gelagert ist. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebs- und / oder Übertragungselemente (7-9, 13) frei wählbar sind und beispielsweise Zahnriemen, Zahnräder, Hebelmechanismen, Ketten oder dergleichen sein können. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfederstäbe (3-9, 12^ 12n) identisch als auch variabel in ihrer Länge sind. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfederstäbe (3-9, 121 f 12n) verschieden sind, auch in ihrer Länge. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie außen an und / oder in einer Seitennische in der Fahrzeugwanne (10) eingebunden ist. |
Vorrichtung zur Dämpfung der Schwingungen bei einem Gleis- oder Kettenfahrzeug
Die Erfindung beschäftigt sich mit der Dämpfung insbesondere einzelner Laufwerksrollen bzw. Laufwerksräder oder der Laufwerksträger eines Gleis- oder Kettenfahrzeuges und schlägt vor, bisher verwendete lange Drehstabfedern in mehrere kleine Drehstabfedern aufzuteilen, um so Bauvolumen zu reduzieren.
Die Dämpfung der einzelnen Laufrollen wird nach dem Stand der Technik über je eine Drehstabfeder realisiert. Dabei ist diese über die gesamte Breite der Fahrzeugwanne auf der einen Seite verdrehfest mit dem Wannengehäuse und auf der anderen Seite mit dem drehbar gelagerten Tragarm der Laufrolle verbunden. Um einen Verdrehwinkel von ca. 100° erreichen zu können, beträgt die Länge der Drehstabfedern ca. 2- 2,5 m. Da die Drehstabfedern oberhalb des Wannenbodens gelagert und durch eine Abdeckung (Drehstabtunnel) geschützt werden, reduziert sich dadurch die nutzbare Höhe im Innenraum deutlich und führt dazu, dass das Betreten und der Aufenthalt einer Besatzung ab einer bestimmten Körperhöhe nur bedingt möglich ist.
Aus der DE 41 23 778 C2 sind Bemühungen bekannt, ganze Laufwerkskomponenten auf einem Laufwerksträger in Form von Modulen anzuordnen, die über Zug- und / oder Druckstreben miteinander verbunden sind, die ihrerseits unter oder über der Bodenplatte der Fahrzeugwanne quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet sind.
In Weiterführung derartiger Ansätze wird mit der EP 1 117 555 B2 vorgeschlagen, dass die gesamte Antriebseinheit in einer zugeordneten Seitenwandung der Fahrzeugwanne direkt oder über Abstandsringe gelagert ist, sodass für die bisherigen Streben kein Bauraum mehr unterhalb oder oberhalb der Bodenplatte benötigt wird. Die statischen Einheiten der Antriebseinheit sind ihrerseits durch Schwingungsdämpfungsmittel von der Fahrzeugwanne schwingungsmäßig entkoppelt. In der Praxis hat sich diese Lösung nicht groß durchsetzten können.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Entsprechend sind parallele Wege aus dem Stand der Technik bekannt, die Hydraulikzylinder zu verwenden, um so die Dämpfung ebenfalls nach außen zu verlegen. So wird in der DE 29 47 974 A1 eine Stabilisierungsanordnung für einen von einem Kettenlaufwerk getragenen Wannenaufbau eines Kettenfahrzeuges offenbart, deren hydraulisch stoßdämpfenden Mittel die Laufwerksrollen des Kettenlaufwerks abstützen.
Ein Hydrop-Element und die Verwendung in einem Fahrzeug mit Laufwerk und Laufwerksrollen ist auch der DE 103 28 541 A1 entnehmbar.
Auch wenn Wege vorgeschlagen werden, wie der Temperaturentwicklung in einem solchen Zylinder entgegengewirkt werden kann, z. B. DE 10 2008 026 680 A1 oder die bewegungsabhängige Dämpfung vorgesehen wird, bleibt das Temperaturproblem ein Funktionsproblem.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine bauraumsparende Vorrichtung für eine Dämpfung der Schwingungen aufzuzeigen.
Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungen zeigen die Unteransprüche auf.
Der Erfindung liegt die Idee Zugrunde, die langen, die Torsion aufnehmenden Drehstabfedern in mehrere kleinere Drehstabfedern aufzuteilen. Diese werden über bekannte Antriebsbzw. Übertragungselemente miteinander funktional verbunden und außerhalb des Innenraumes untergebracht. Dadurch wird für die Dämpfungseinrichtung kein Bauraum mehr quer und unterhalb der Fahrzeugwanne benötigt, maximal im Seitenbereich oder innerhalb einer geringfügigen Ausnehmung in der Wanne, einer sogenannten Wannennische.
Soll eine Torsion (Drehbewegung) von 40° aufgenommen werden, wird diese auf die einzelnen Drehstäbe derart verteilt, dass beispielsweise bei vier identischen Drehstäben jeder 10° und bei beispielsweise fünf Drehstäben jeder Drehstab bzw. jedes Drehstabfederrohr dann 8° der Drehbewegung aufnimmt. Unterschiedliche Drehstäbe sind aber auch möglich. Jedoch liegt der Vorteil von identischen, also gleichen Drehstäben darin, dass sie die Drehbewegung in gleichem Maße aufnehmen und diese dadurch gleichmäßig verteilt wird.
Die Aufteilung der Drehstabfedern kann in Form einer Reihenschaltung, in Form einer Parallelschaltung sowie in Kombinationen beider Formen erfolgen. In einer bevorzugten Ausführung ist für jede Laufwerksrolle eine derartige Vorrichtung vorgesehen. Alternativ können aber auch die Laufwerksträger, die an den beiden Seitenwänden der Fahrzeugwanne angeordnet sind und die Laufwerkskomponenten aufnehmen, über derartige Vorrichtungen mit der Fahrzeugwanne verbunden werden.
Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine Drehstabkonstruktion mit mehreren, parallel angeordneter Drehstäben - belastet,
Fig. 2 die Drehstabkonstruktion aus Fig. 1 - entlastet,
Fig. 3 eine schematische Seitendarstellung der Fahrzeugwanne mit der eingebundenen Vorrichtung aus Fig. 1 ,
Fig. 4 eine Darstellung einer Drehstablängsanrodnung entlang der Fahrzeugwanne,
Fig. 5 eine Variante der längsseitigen Drehstabanordnung in Form einer Reihenschaltung mehrerer Drehstäbe - in einer Draufsicht in Fahrtrichtung gesehen,
Fig. 6 die Variante aus Fig. 5 in Verbindung mit der Fahrzeugwanne angedeutet,
Fig. 7 eine Draufsichtdarstellung der geteilten Drehstäbe aus Fig. 1 ,
Fig. 8 eine Draufsichtdarstellung der Variante der längs eingebundenen ganzen bzw.
geteilten Drehstäbe,
Fig. 9 eine Draufsichtdarstellung der Kombination der Einbindungen der Drehstäbe.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Vorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen eines Kettenlaufwerks mit mehreren Laufwerksrollen bzw. -räder 2 n eines Ketten- bzw. Gleiskettenfahrzeuges (schematisch Fig.3 dargestellt) gekennzeichnet. Die Vorrichtung 1 ist einerseits über Tragarme 20 mit der jeweiligen Laufwerksrolle 2„ und andererseits mit der Fahrzeugwanne 10 verbunden und weist mehrere, wenigstens zwei parallel angeordnete Drehfederstäbe 3, 4 (5, 6) auf, die über Antriebs- bzw. Übertragungsmittel 7, 8 (9) miteinander funktional verbindbar sind. Diese Übertragungs- oder Verbindungsmittel 7-9 sind frei wählbar und können beispielsweise Zahnriemen, Zahnräder, Hebelmechanismen, Ketten oder dergleichen sein. Die Darstellung ist in Fahrtrichtung und in einer Draufsicht lesbar.
In Fig. 1 und 2 sind die Mittel 7-9 Zahnradpaare. Der Drehstab 3 steht dabei über das Zahnradpaar 7 mit dem Drehstab 4 in Wirkverbindung, der über das Zahnradpaar 8 wiederum mit dem Drehstab 5 in Wirkverbindung steht. Das Zahnradpaar 9 verbindet dann den Drehstab 6 mit dem Drehstab 5. Durch diese Anordnung verdreht sich jeder dieser Drehstäbe 3-6.
Die Drehstabfedern 3-6 sind bevorzugt identisch, auch in ihren Längen. Wurde eine Laufwerkrolle 2 bisher über eine 2.000 mm lange Drehstabfeder gedämpft, die einen Verdrehwinkel von 100° zuließ, werden nunmehr in der neuen Vorrichtung 1 beispielsweise vier identischen Drehstäbe 3 -6 mit einer Länge von beispielsweise 550 mm eingebunden. Der letzte Drehstab 6 ist im Wannengehäuse 11 gelagert. Jede Drehstabfeder 3-6 nimmt dann ihrerseits eine Verdrehung um 25° auf. Variable und damit unterschiedliche Längen der Drehstäbe 3- 6 sind ebenfalls möglich, erhöhen aufgrund der Verbindungsmittel 7-9 der Drehstäbe 3- 6 untereinander jedoch dann den konstruktiven Aufbau, wenn diese Drehstäbe 3-6 ausschließlich parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Übertragungsmittel 7- 9 in Fig. 1 sind belastet. Fig. 2 zeigt dieselbe Vorrichtung 1 bei der die Übertragungsmittel 7-9 entlastet sind.
Insbesondere für das erste 2^ und letzte Laufrad 2 n kann alternativ ein längs eingebundener Drehstab 12 (Drehstabfeder) als Vorrichtung 1 ' verwendet werden, der längs in Fahrzeugrichtung angebracht ist (Fig. 4). Dabei kann die Dämpfung des ersten 2^ und des letzen Laufrades 2 n (je nach Länge der Wanne 10) auch des zweiten oder des vorletzten Laufrad über je einen Drehstab 12, dessen Torsionsbewegung über die bereits erwähnte Übertragungsmittel eingeleitet wird, übernommen werden. Der Drehstab 12 kann aber auch geteilt werden, wie in Fig. 5 dargestellt ist. Die Aufteilung der längs eingebundenen Drehstäbe 12 erfolgt dabei in mehrere 12^ 12 2 , wobei eine Reihenschaltungsweise bevorzugt wird. Die Drehstäbe 12i bis n sind ihrerseits dann mittels Übertragungselementen 13 miteinander funktional verbunden. Eine Einbindung an die Fahrzeugwanne 10 ist rein schemenhaft zur allgemeinen Visualisierung der Idee dargestellt.
Nur der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die letztbeschriebene Teilung der längs der Fahrzeugwanne 10 auch für die Zwischenlaufräder 2 2 bis 2 n-1 genutzt werden kann. Je nach Platzbedarf können die Drehstäbe somit wie bereits beschrieben in Reihenschaltung, Parallelschaltung als auch kombiniert in Parallel- und Reihenschaltung angeordnet werden. Es kann eine Kombination der Einbindung der Vorrichtung 1 sowie der Drehstäbe 12 ganz und unterteilt 12 12. n erfolgen.
Die Fig. 7 bis 9 zeigen die verschiedenen Varianten und Möglichkeiten in einer Draufsichtdarstellung. Zwischen den Drehstäben und den Tragarmen ist jeweils ein Übertragungselement 13 und / oder Umlenkgetriebe 21.
In einer alternativen Variante kann die Vorrichtung 1 beidseitig der Fahrzeugwanne 10 eingebunden werden und ähnlich der DE 41 23 778 C2 die Aufgabe der Zug- und / oder Druckstreben übernehmen, sodass die Vorrichtung 1 nicht mit den einzelnen Laufwerksrollen 2 sondern mit den zu Laufwerksträgern zusammen geführten, beidseitig an der Fahrzeugwanne angebrachten Modulen in Wirkverbindung stehen und die Schwingungen aufnehmen (nicht näher dargestellt).
Next Patent: DEVICE FOR DAMPING THE VIBRATIONS IN A CRAWLER OR TRACKED VEHICLE
