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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR DETECTING THE PROPERTIES OF A SUBSURFACE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/050665
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for detecting the properties of a subsurface, in particular a soil sensor, comprising at least one transmitter coil and at least one, preferably four, receiving coils, wherein the transmitter coil is designed to generate an electromagnetic primary field and the receiving coil is designed to receive the electromagnetic secondary field induced by the primary field in the subsurface, wherein the transmitter coil and the receiver coil are arranged in a front weight (1) for an agricultural work machine. The invention further relates to an agricultural work machine having such a device and to a method for operating such an agricultural work machine.

Inventors:
PREGESBAUER, Michael (Lambrechtgasse 11/2, 2500 Baden, 2500, AT)
Application Number:
EP2017/072966
Publication Date:
March 22, 2018
Filing Date:
September 13, 2017
Export Citation:
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Assignee:
GEOPROSPECTORS GMBH (Wienersdorfer Strasse 20-24, Obj. N54, 2514 Traiskirchen, 2514, AT)
International Classes:
B62D49/06; G01V3/10
Domestic Patent References:
WO2015164791A12015-10-29
WO2017092885A12017-06-08
Foreign References:
EP2302417A22011-03-30
US20140097831A12014-04-10
Attorney, Agent or Firm:
PUCHBERGER & PARTNER PATENTANWÄLTE (Reichsratsstraße 13, 1010 Wien, 1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Vorrichtung, insbesondere Bodensensor, zur Erfassung der Beschaffenheit eines Untergrunds, umfassend zumindest eine Sendespule und zumindest eine, vorzugsweise vier, Empfangsspulen, wobei die Sendespule zur Erzeugung eines elektromagnetischen Primärfelds und die Empfangsspule zum Empfangen des im Untergrund durch das Primärfeld induzierten elektromagnetischen

Sekundärfelds eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendespule und die Empfangsspule in einem Frontgewicht (1 ) für eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine angeordnet sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Frontgewicht (1 ) ein Sensoraufnahmebereich (2) zur Aufnahme der Sende- und Empfangsspulen und ein davon räumlich getrennt angeordneter Elektronikaufnahmebereich (3) zur Aufnahme der Steuerelektronik vorgesehen sind, wobei

Sensoraufnahmebereich (2) und Elektronikaufnahmebereich (3) durch eine vorzugsweise Stahl umfassende, elektromagnetische Strahlen abschirmende Abschirmplatte (7) getrennt sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschluss

vorgesehen ist, um die Abschirmplatte (7) mit einer externen elektrischen

Erdungsleitung zu verbinden.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Frontgewicht (1 ) einen Träger (4) zur Montage des Frontgewichts (1 ) an einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine aufweist, wobei die Abschirmplatte (7) zwischen dem Träger (4) und dem Sensoraufnahmebereich (2) angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sende- und Empfangsspulen im Sensoraufnahmebereich (2) in einer vorzugsweise U-förmigen und nach unten offenen, vorzugsweise entnehmbaren Sensorabschirmung (10) angeordnet sind, wobei die Sensorabschirmung (10) vorzugsweise mit einem Anschluss versehen ist, um sie mit einer externen elektrischen Erdungsleitung zu verbinden.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise ultraschallbasierter Abstandssensor (8) zur Bestimmung des Abstandes der Vorrichtung zum Untergrund vorgesehen ist.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise ultraschallbasierter Abstandssensor (8) zur Bestimmung des Abstandes der Vorrichtung zum Untergrund vorgesehen ist, wobei die

Abschirmplatte (7) zwischen dem Sensoraufnahmebereich (2) und dem

Abstandssensor (8) angeordnet ist.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Neigungssensor zur Bestimmung der Neigung der Vorrichtung relativ zum Untergrund vorgesehen ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lokalisierungsmodul, vorzugsweise ein GPS-Modul, vorgesehen ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewährleistung der mechanischen Stabilität eine Stahlstangenkonstruktion vorgesehen ist, die vorzugsweise derart im Frontgewicht (1 ) angeordnet ist, dass sie über dem Sensoraufnahmebereich (2) liegt.

1 1 . Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Frontgewicht (1 ) Beton umfasst oder aus Beton gegossen ist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Anschluss einer externen Recheneinheit und/oder eines externen Terminals vorgesehen sind.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensoraufnahmebereich (2) und der Elektronikaufnahmebereich (3) durch Kunststoffrohre (6) miteinander verbunden sind, wobei die Kunststoffrohre neben oder unter der Abschirmplatte (7) geführt sind.

14. Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine, insbesondere Zugmaschine, umfassend eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

15. Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine nach Anspruch 14, dadurch

gekennzeichnet, dass eine Recheneinheit zur Umrechnung der empfangenen Signale in elektrische Leitfähigkeitswerte und Bodenparameter, beispielsweise Dichte, Feuchtigkeit und Bodenart, vorgesehen ist.

16. Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Frontgewicht (1 ) an einem Fronthubwerk der Arbeitsmaschine montiert ist.

17. Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 14 bis 1 6,

dadurch gekennzeichnet, dass an der Arbeitsmaschine Steuerausgänge zur Ansteuerung externer Bodenbearbeitungsgeräte vorgesehen sind.

18. Landwirtschaftliche Arbeitsmaschine nach Anspruch 17, dadurch

gekennzeichnet, dass die Steuerausgänge im Heckbereich der Arbeitsmaschine angeordnet sind, sodass eine unmittelbare Ansteuerung von im Heckbereich der Arbeitsmaschine angeordneten Bodenbearbeitungsgeräten auf Grundlage der während einer Arbeitsfahrt detektierten Bodenbeschaffenheit ermöglicht wird.

19. Verfahren zum Betrieb einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass während einer

Arbeitsfahrt der Arbeitsmaschine die Bodenparameter des aktuell zu

bearbeitenden Bodenabschnittes detektiert werden.

Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung während der Arbeitsfahrten von der Arbeitsmaschine in einer Geschwindigkeit von vorzugsweise maximal 15 km/h über den zu untersuchenden Untergrund bewegt wird, wobei die detektierte Beschaffenheit des Untergrunds,

beispielsweise die Bodenart, unmittelbar zur Steuerung von im Heckbereich der Arbeitsmaschine montierten Bodenbearbeitungsgeräten verwendet wird.

Description:
Vorrichtung zur Erfassung der Beschaffenheit eines Untergrunds

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung der Beschaffenheit eines

Untergrunds, eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine mit einer derartigen Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Betrieb einer derartigen landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine.

Aus dem Stand der Technik im Bereich der Geophysik ist es bekannt, Bodensensoren einzusetzen, welche auf Basis elektromagnetischer Induktion (EMI) die Beschaffenheit eines Untergrunds detektieren. Dabei wird von einer elektromagnetischen Sendespule ein Primärfeld erzeugt, welches im Untergrund in Abhängigkeit von der

Bodenbeschaffenheit ein elektromagnetisches Sekundärfeld induziert, welches durch eine oder mehrere Empfangsspulen im Oberflächenbereich aufgenommen und ausgewertet wird.

Aus den Signalen der Empfangsspulen ergeben sich Leitfähigkeitswerte, aus denen, je nach der Konfiguration und Empfindlichkeit der Spulen, die Beschaffenheit des

Untergrunds, beispielsweise die Dichte, die Wassersättigung und die Bodenart, in einer Tiefe von wenigen Zentimetern bis mehreren Metern bestimmt werden kann.

Da die EMI Technologie im Gegensatz zu anderen geophysikalischen Methoden bei nahezu allen Untergrundsituationen einsetzbar ist und auch vergleichsweise

kostengünstig in der Anschaffung ist, hat sie sich als Messmethode in der

teilflächenspezifischen Landwirtschaft (Precision Farming) etabliert. Der

Hauptanwendungsbereich etablierter Systeme ist es, Bodeninhomogenitäten in eigenen Messfahrten lateral zu erfassen und danach dem Landwirt in Form von Karten und Plänen zur Verfügung zu stellen. Dabei werden zum Teil motorisierte Systeme eingesetzt, die auf einem zumeist eigens konstruierten Anhängesystem montiert werden und über die Untersuchungsfläche gezogen werden. Der Bodensensor wird dabei hinter der Zugmaschine montiert und es muss ein großer Abstand des Bodensensors zum Zugfahrzeug eingehalten werden, um ein die Qualität minderndes Messrauschen oder sonstige Fehler bei der

Datenerfassung möglichst zu verhindern.

Beim operativen Betrieb bekannter Bodensensoren findet die Datenerfassung unabhängig von Bewirtschaftungsfahrten des Landwirts statt, da der Betrieb des Systems und die Auswertung der Daten Fachpersonal erfordert. Von der

Datenaufnahme bis zur Lieferung der Karten mit den ausgewerteten Bodendaten läuft somit ein komplexer Prozess ab, in den der Landwirt nicht eingebunden wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bestehenden Systeme zu beheben und eine Vorrichtung zur Erfassung der Beschaffenheit eines Untergrunds sowie ein

Verfahren zum Betrieb einer derartigen Vorrichtung zu realisieren, welche es dem Landwirt ermöglichen, flexibel und unabhängig bereits während der landwirtschaftlichen Arbeitsfahrt Bodeninformationen zu erfassen und diese auch gleichzeitig oder anschließend für eine Steuerung landwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen zu verwenden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung, eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine und ein Verfahren zum Betrieb einer landwirtschaftlichen

Arbeitsmaschine gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Vorrichtung umfasst zumindest eine Sendespule und zumindest eine, vorzugsweise vier, Empfangsspulen, wobei die Sendespule zur Erzeugung eines elektromagnetischen Primärfelds und die Empfangsspule zum

Empfangen des im Untergrund durch das Primärfeld induzierten elektromagnetischen Sekundärfelds eingerichtet ist. Sowohl die Sendespule als auch die Empfangsspule sind in einem Front- oder Ballastgewicht angeordnet. Derartige Front- oder

Ballastgewichte werden bei landwirtschaftlichen Zugmaschinen an einer Aufhängung an der Vorderseite der Zugmaschine montiert und dienen einerseits zur Verbesserung der Traktion der Zugmaschine und andererseits, um ungleiche Belastung durch schwere am Heck der Zugmaschine montierte Geräte auszugleichen. Sie sind in der Regel aus Beton gegossen und weisen ein Gewicht von etwa einer Tonne auf.

Durch Anordnung der Sende- und Empfangsspule in einem Frontgewicht wird erreicht, dass die Erfassung der Beschaffenheit des Untergrunds bereits während einer

Arbeitsfahrt der Zugmaschine erledigt werden kann. Da die Frontgewichte in der Regel aus Beton gegossen werden, wird auch maximale Schonung und Schutz der sensiblen elektronischen Bauteile erreicht. Die starre Verbindung zwischen der Zugmaschine und den Sensorbauteilen reduziert darüber hinaus bewegungsinduzierte Störungen.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass im Frontgewicht ein

Sensoraufnahmebereich zur Aufnahme der Sende- und Empfangsspulen und ein davon räumlich getrennt angeordneter Elektronikaufnahmebereich zur Aufnahme der

Steuerelektronik vorgesehen sind. Dies hat den Vorteil, dass die Sende- und

Empfangsspulen an speziellen Bereichen des Frontgewichts, vorzugsweise im vorderen unteren Bereich, angeordnet werden können.

Das Frontgewicht kann erfindungsgemäß so dimensioniert werden, dass es neben der Sensorfunktionalität auch jenes Gewichtsmaß aufweist, um als Gegengewicht zu einem im Heck angeordneten Bodenbearbeitungsgerät zu fungieren.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei der der

Sensoraufnahmebereich und Elektronikaufnahmebereich durch eine

elektromagnetische Strahlen abschirmende Abschirmplatte getrennt sind. Bei dieser Abschirmplatte kann es sich vorzugsweise um eine Stahlplatte oder um eine Platte aus einem anderen elektromagnetische Strahlen abschirmenden Material handeln. Dadurch wird gewährleistet, dass die im Sensoraufnahmebereich angeordneten Sende- und Empfangsspulen nicht durch störende elektromagnetische Signale, insbesondere von der in unmittelbarer Nähe befindlichen Zugmaschine selbst, beeinflusst wird. Darüber hinaus wird durch die Abschirmplatte auch eine Abschirmung gegen mechanische Einflüsse erzielt. Erfindungsgemäß kann auch ein Anschluss vorgesehen sein, um die Abschirmplatte mit einer externen elektrischen Erdungsleitung zu verbinden. Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Frontgewicht einen Träger zur Montage des Frontgewichts an einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine aufweist, wobei die Abschirmplatte zwischen dem Träger und dem Sensoraufnahmebereich angeordnet ist. Dadurch wird sichergestellt, dass sich bei korrekter Montage des

Frontgewichts die Abschirmplatte zwischen der Arbeitsmaschine und den Sende- und Empfangsspulen befindet.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass zur Aufnahme der Sende- und

Empfangsspulen im Sensoraufnahmebereich eine vorzugsweise U-förmige und nach unten offene Sensorabschirmung angeordnet ist. Die Sensorabschirmung kann insbesondere aus dem Sensoraufnahmebereich entnehmbar sein. Dies ermöglicht die Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung als modulares System: Die

Sensorkomponenten können in das Frontgewicht eingebaut und aus diesem entfernt werden, sodass auch eine Nutzung der Sensorkomponenten ohne das Frontgewicht möglich ist.

Die Breite des Sensoraufnahmebereichs bzw. der Sensorabschirmung kann zur

Aufnahme der Sensorkomponenten dem Maß für die maximale Sende- und

Empfangsspulenkonfiguration entsprechen, also etwa 1 681 mm aufweisen.

Die Sensorabschirmung kann ein Metall oder glasfaserverstärkten Kunststoff umfassen. Die Sensorabschirmung kann vorzugsweise mit einem Anschluss versehen sein, um sie mit einer externen elektrischen Erdungsleitung zu verbinden.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass ein vorzugsweise ultraschallbasierter Abstandssensor zur Bestimmung des Abstandes der Vorrichtung zum Untergrund vorgesehen ist. Der Abstandssensor kann vorzugsweise im unteren Bereich des

Frontgewichts vorgesehen sein.

Erfindungsgemäß kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Abschirmplatte zwischen dem Sensoraufnahmebereich und dem Abstandssensor angeordnet ist. Im Unterschied zu den Sende- und Empfangsspulen wird der Abstandssensor in der Regel durch elektromagnetische Störungen der Zugmaschine nicht beeinflusst, sodass eine Abschirmung nicht erforderlich ist. Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Neigungssensor zur Bestimmung der Neigung der Vorrichtung relativ zum Untergrund vorgesehen ist.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Lokalisierungsmodul, vorzugsweise ein GPS-Modul, vorgesehen ist.

Das Frontgewicht kann vorzugsweise Beton umfassen oder zur Gänze aus Beton gegossen sein. Dabei kann die Abschirmplatte vorzugsweise eingegossen sein. Weiters kann vorgesehen sein, dass zur Gewährleistung der mechanischen Stabilität des Frontgewichts eine Stahlstangenkonstruktion eingegossen ist, die vorzugsweise derart im Frontgewicht angeordnet ist, dass sie über dem Sensoraufnahmebereich liegt.

Dadurch wird gewährleistet, dass die Stahlstangen die Sensitivität der Sende- und Empfangsspulen nicht beeinflussen.

Weiters können Mittel zum Anschluss einer externen Recheneinheit und/oder eines externen Terminals vorgesehen sein. Der Sensoraufnahmebereich und der

Elektronikaufnahmebereich können durch Kunststoffrohre miteinander verbunden sein, wobei die Kunststoffrohre neben oder unter der Abschirmplatte geführt sind.

Die Erfindung umfasst weiters eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine, insbesondere eine Zugmaschine, umfassend eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Die

erfindungsgemäße Vorrichtung kann vorzugsweise an einem Fronthubwerk der

Arbeitsmaschine montiert sein.

Auf der Arbeitsmaschine kann eine Recheneinheit zur Umrechnung der empfangenen Signale in elektrische Leitfähigkeitswerte und Bodenparameter, beispielsweise Dichte, Feuchtigkeit und Bodenart, vorgesehen sein. Weiters können an der Arbeitsmaschine Steuerausgänge zur Ansteuerung externer Bodenbearbeitungsgeräte vorgesehen sein. Die Steuerausgänge können vorzugsweise im Heckbereich der Arbeitsmaschine angeordnet sein, sodass eine unmittelbare Ansteuerung von im Heckbereich der Arbeitsmaschine angeordneten Bodenbearbeitungsgeräten auf Grundlage der während einer Arbeitsfahrt detektierten Bodenbeschaffenheit ermöglicht wird. Die Erfindung umfasst weiters ein Verfahren zum Betrieb einer erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine, wobei während einer Arbeitsfahrt der

Arbeitsmaschine die Bodenparameter des aktuell zu bearbeitenden Bodenabschnittes detektiert werden.

Die Vorrichtung kann vorzugsweise während der Arbeitsfahrten von der

Arbeitsmaschine in einer Geschwindigkeit von maximal 15 km/h über den zu

untersuchenden Untergrund bewegt werden, wobei die detektierte Beschaffenheit des Untergrunds, beispielsweise die Bodenart, unmittelbar zur Steuerung von im

Heckbereich der Arbeitsmaschine montierten Bodenbearbeitungsgeräten verwendet wird.

Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Patentansprüchen, der Beschreibung der Ausführungsbeispiele und den Figuren. Die Erfindung wird im

Folgenden an einem nicht ausschließlichen Ausführungsbeispiel näher erläutert.

Fig. 1 zeigt schematisch einen Traktor 14 mit einem Frontgewicht 1 , das eine

Betonfüllung 1 1 aufweist und an einer Halterung im Frontbereich des Traktors 14 angeordnet ist. Bei der Halterung kann es sich insbesondere um ein an der

Arbeitsmaschine vorgesehenes Fronthubwerk handeln. Im Frontgewicht 1 sind Sende- und Empfangsspulen in einem U-förmigen, nach unten offenen Sensoraufnahmebereich 2 angeordnet. Die Sende- und Empfangsspulen bestimmen die Beschaffenheit des Untergrundes und übermitteln entsprechende Daten über eine, in einem seitlich offenen Elektronikaufnahmebereich 3 angeordnete Elektronikeinheit an eine zentrale

Steuereinheit im Traktor 14. Weiters sind Steuerleitungen 15 von der zentralen

Steuereinheit im Traktor 14 an das Heck des Traktors vorgesehen, über die Geräte zur Bodenbearbeitung gesteuert werden können. Weiters ist im unteren Bereich des Frontgewichts 1 ein ultraschallbasierter Abstandssensor 8 vorgesehen. Um zu verhindern, dass elektromagnetische Signale der Elektronikeinheit oder des Traktors 14 die von den Sende- und Empfangsspulen gesendeten und empfangenen Messgrößen stören, ist eine metallische Abschirmplatte 7 im Frontgewicht 1 derart angeordnet, dass sie den Sensoraufnahmebereich 2 vom Elektronikaufnahmebereich 3 trennt. Fig. 2 zeigt eine dreidimensionale Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Frontgewicht 1 einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine. Die Vorrichtung umfasst eine Sende- und eine Empfangsspule, wobei die Sendespule zur Erzeugung eines elektromagnetischen Primärfelds und die

Empfangsspule zum Empfangen des im Untergrund durch das Primärfeld induzierten elektromagnetischen Sekundärfelds eingerichtet ist. Die Sende- und Empfangsspule ist in einem Sensoraufnahmebereich 2 in einem Frontgewicht 1 mit Betonfüllung 1 1 für eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine angeordnet. Aus Gründen der

Übersichtlichkeit ist die Sende- und Empfangsspule in Fig. 2 nicht dargestellt.

Der Sensoraufnahmebereich 2 ist im unteren Bereich des Frontgewichts 1 vorgesehen, U-förmig und nach außen offen. Räumlich getrennt davon ist ein

Elektronikaufnahmebereich 3 vorgesehen, der ebenfalls nach außen offen ist. Im

Elektronikaufnahmebereich 3 ist eine erste Öffnung 12 und eine zweite Öffnung 13 vorgesehen, welche zur Verbindung der Elektronikeinheiten mit den Sende- und

Empfangsspulen und dem (nicht dargestellten) Distanzsensor 8 dienen. Weiters sind im Frontgewicht 1 in herkömmlicher Weise ein Träger 4 sowie Fanghaken 5 angeordnet, um das Frontgewicht 1 an einem Fronthubwerk einer landwirtschaftlichen

Arbeitsmaschine, insbesondere eines Traktors, anzubringen.

Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht des Frontgewichts 1 , wobei die Betonfüllung 1 1 entfernt wurde. Im Inneren der Betonfüllung 1 1 finden sich Kunststoff röhre 6, welche den Sensoraufnahmebereich 2 mit dem Elektronikaufnahmebereich 3, und den

Elektronikaufnahmebereich 3 mit einem Distanzsensor 8 verbinden. Der Distanzsensor 8 ist vom Sensoraufnahmebereich 2 räumlich getrennt angeordnet, um zu verhindern, dass die Messung durch den Distanzsensor 8 gestört oder beeinflusst wird. Zu diesem Zweck sind auch die Kunststoffrohre 6, wie ersichtlich, um die (nicht dargestellte) Abschirmplatte 7 herum geführt.

Fig. 4 zeigt eine schematische Ansicht des Frontgewichts 1 mit Darstellung der in der Betonfüllung integrierten Abschirmplatte 7 in Form einer Stahlplatte. Die Stahlplatte trennt den Sensoraufnahmebereich 2 von den anderen elektrischen und elektronischen Komponenten im Frontgewicht 1 , und schützt den Sensoraufnahmebereich 2

insbesondere auch vor elektromagnetischen Einflüssen der Arbeitsmaschine selbst. Die Kunststoffrohre 6 sind zu diesem Zweck an der Abschirmplatte 7 vorbeigeführt, um keine asymmetrische Abschirmwirkung zu verursachen. Zur Erhöhung der Stabilität des Frontgewichts 1 sind in der Betonfüllung 1 1 Stahlstangen 9 angeordnet. Diese befinden sich über dem Sensoraufnahmebereich 2, um die Sende- und Empfangssignale nicht zu beeinflussen. Weiters dargestellt ist in dieser Figur eine separate und vorzugsweise Sensorabschirmung 10, welche in den Sensoraufnahmebereich 2 eingeführt ist und vorzugsweise entnehmbar ist, um den Bodensensor auch ohne das Frontgewicht 1 benutzen zu können.

Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die im konkreten Ausführungsbeispiel gezeigten Merkmale sondern umfasst sämtliche Vorrichtungen und Verfahren im Rahmen der nachfolgenden Patentansprüche.

Bezugszeichenliste

1 Frontgewicht

2 Sensoraufnahmebereich

3 Elektronikaufnahmebereich

4 Träger

5 Fanghaken

6 Kunststoffrohre

7 Abschirmplatte

8 Abstandssensor

9 Stahlstangen

10 Sensorabschirmung

1 1 Betonfüllung

12 Erste Öffnung

13 Zweite Öffnung

14 Traktor

15 Steuerleitung