ZELLER, Simon (Dürstlinweg 6, Schaffhausen, CH-8203, CH)
| Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Ermitteln von Messgrössen in einem Spritzgiess-Werkzeug mit einem Messelement, das mit einer Auswerte- und/oder Steuerelektronik verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Messelement in dem Spritzgiesswerkzeug eine Sensoridentifikation zugeordnet ist 2. Vorrichtung zum Ermitteln von Messgrössen in einem Spritzgiess-Werkzeug mit einem Messelement, das mit einer Auswerte und/oder Steuerelektronik verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement mit der Auswerte- und/oder Steuerelektronik über ein koaxiales Kabel verbunden ist, wobei dieses zwischen einer Werkzeugwand und der Auswerte- und/oder Steuerelektronik noch von einer weiteren Schirmleitung umgeben ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Schirmleitung auf einer Masse der Elektronik liegt. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das koaxiale Kabel einen inneren Signalleiter und einen diesen umgebenden Schirmleiter aufweist. 5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmleiter mit der Sensoridentifikation verbunden ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalleiter zwischen Werkzeugwand und Elektronik eine Graphitbeschichtung aufweist. |
Spritzgiesswerkzeug
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ermitteln von Messgrössen in einem Spritzgiess-Werkzeug mit einem Messelement, das mit einer Auswerte- und/oder Steuerelektronik verbunden ist.
Stand der Technik
In der DE 198 46 289 C2 wird beschrieben, dass ein einziger Leiter zur Übertragung von piezoelektrischen Messsignalen ausreicht, so lange dieser vollständig von Metall umgeben ist („Einleiterprinzip"). Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass der Anwender dieses Kabel sehr leicht reparieren kann, da es nur aus einem Leiter besteht. Ausserdem wird bei diesem Leiter auf eine Graphitschicht verzichtet, welche bisher üblicherweise aufgetragen wurde, um Störeffekte zu vermeiden, wenn sich ein Kabel zur piezoelektrischen Signalübertragung bewegt hat.
Des weiteren beschreibt die EP 1 381 829 B1 ein Verfahren, bei dem die Sensorempfindlichkeit im Sensor gespeichert bzw. kodiert wird. Um das Messsignal und die Kodierung zu übertragen, ist bisher ein Zweileiterkabel mit Schirmung notwendig. Eine Reparatur durch den Kunden war bisher aufgrund der zu entfernenden Grafitschicht und aufgrund des komplizierten Kabelaufbaus praktisch ausgeschlossen.
Aufgabe
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine kostengünstige und benutzerfreundliche Vorrichtung der vorgenannten Art zu entwickeln.
Lösung der Aufgabe
Zur Lösung der Aufgabe führt, dass dem Messelement in dem Spritzgiesswerkzeug eine Sensoridentifikation zugeordnet ist
Es wird von einem Sensor bis zu einer Werkzeugwand ein koaxiales Anschlusskabel verwendet, welches ohne Graphitschicht lediglich aus einem Heissleiter und einer Schirmleitung besteht. Die Schirmleitung wird hierbei zur Übertragung der Sensoridentifikation verwendet.
Es wird davon ausgegangen, dass sich das Kabel während des Messvorgangs nicht bewegt, weshalb auf eine Graphitschicht verzichtet wird.
Ausserdem wird davon ausgegangen, dass das Kabel vollständig und permanent von Metall umgeben ist, weshalb eine Erdung bis zur Werkzeugwand gewährleistet ist. Von der Werkzeugwand bis zu einer nach geschalteten Elektronik (Ladungsverstärker) werden Standard-Verbindungskabel verwendet, die über eine weitere Schirmleitung sowie über eine Graphitbeschichtung auf dem Heissleiter verfügen. Durch diese zusätzliche Schirmleitung wird die Erdung von Werkzeug/Sensor auf den Verstärker übertragen.
Durch die Graphitbeschichtung werden die Störeffekte beim Bewegen des Kabels vermieden.
Vorteil dieser Anordnung ist, dass der Anwender das Anschlusskabel (Koaxkabel) am Sensor leicht reparieren kann, wobei gleichzeitig eine optimale Signalqualität gewährleistet ist.
Ausserdem ist dies eine kostengünstige Variante, da sowohl bestehende Verbindungskabel als auch bestehende Verstärker verwendet werden können. Es ist keine Modifikation der Elektronik durch zusätzlichen Schalter notwendig.
Figurenbeschreibung
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in ihrer einzigen Figur eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung.
Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
Entsprechend Figur 1 ist in einem schematisch dargestellten Spritzgiesswerkzeug 1 ein Messelement 2, das vorzugsweise als Kondensator ausgebildet ist und ein Bauteil 3 zur Sensoridentifikation eingebracht. Diese sind über ein Verbindungskabel 4 mit einer Auswerte- und/oder Steuerelektronik 5 bzw. deren Ladungsverstärker verbunden. Dabei ist das Verbindungskabel 4 vom Sensor 2 bis zu einer Werkzeugwand 6 als koaxiales Anschlusskabel 7 ausgebildet. Dieses besteht aus einem Heissleiter 8 und einer Schirmleitung 9. Es ist keine Graphitschicht vorhanden.
Für den zweiten Teil des Verbindungskabels 4 von der Werkzeugwand 6 bis zur Auswerte- und Steuerungselektronik 5 wird ein Standardverbindungskabel
10 verwendet. Dieses weist eine zusätzliche Schirmleitung 1 1 , einen Heissleiter
8.1 und eine nicht dargestellte Graphitbeschichtung auf dem Heissleiter 8.1 auf.
Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
Die Schirmleitung 7 wird zur Übertragung der Sensoridentifikation 3 verwendet. Es wird davon ausgegangen, dass sich das Koaxkabel 7 während des Messvorgangs nicht bewegt, deshalb kann bis zur Werkzeugwand 6 auf eine Graphitschicht verzichtet werden. Ausserdem wird auch davon ausgegangen, dass das Koaxkabel 7 vollständig und permanent vom Metall des Spritzgiesswerkzeugs 7 umgeben ist, weshalb eine Erdung bis zur Werkzeugwand 6 gewährleistet ist. Die weitere Übertragung von der Werkzeugwand 6 bis zur Auswerte- und Steuerungselektronik 5 erfolgt über das Standardverbindungskabel 10. Die Sensoridentifikation 3 wird weiter in der Schirmleitung 9.1 übertragen. Das Ergebnis des Messelements 2 wird über den Heissleiter 8 und 8.1 übertragen. Über die zusätzliche Schirmleitung 11 wird die Erdung des Werkzeugs 1 bzw. des Sensors 2 auf den Ladungsverstärker der Auswerte- und Steuerungselektronik 5 übertragen. Durch die Graphitbeschichtung werden Störeffekte durch die Bewegung des Kabels 10 vermieden.
Bezugszeichenliste
Next Patent: METHOD FOR TRANSPORTING A ROTOR BLADE OF A WIND POWER PLANT AND TRANSPORT DEVICE FOR CONDUCTING THE ...
