HEXELS, Gerd (Reinersstr. 3, Nettetal, 41334, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung unterhalb eines Sattels auf einen Pferderücken, mit einem Sattelpad, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Sattelpad (11) wenigstens zwei Druckerfassungszonen (13) aufweist, wobei die Druckerfassungszonen (13) jeweils einen aus wenigstens zwei unterschiedlich harten Materialien (16,17) gebildeten, flächigen Träger (15) zur Druckverteilung aufweisen, wobei das härtere Material (16) dem Sattel (2) und das weichere Material (17) dem Pferd zugewandt ist, und wobei jeder Druckerfassungszone (13) wenigstens ein Sen¬ sor (18) zugeordnet ist und der Sensor (18) derart angeord¬ net ist, dass dieser eine Druckkraft auf das härtere Materi¬ al (16) erfasst, und mit einer Anzeigeeinrichtung (4), um den aktuellen Zustand der Druckverteilung anzuzeigen. 2. Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung eines Reiters auf einen Sattel, mit einem Sattelpad, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Sattelpad (11) wenigstens zwei Druckerfassungszonen (13) aufweist, wobei jeder Druckerfassungszone (13) wenigstens ein Sensor (18) zur Druckerfassung zugeordnet ist, und mit einer Anzeigeeinrichtung (4), um den aktuellen Zustand der Druckverteilung anzuzeigen, wobei das Sattelpad (11) auf die Oberseite des Sattels (2) auflegbar ist und Mittel (103a, 103b) zur Befestigung auf dem Sattel (2) aufweist. Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung eines Reiters auf einen Sattel, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass in eine Reithose (200) wenigstens zwei Druckerfassungszonen (13) integriert sind, wobei jeder Druckerfassungszone (13) wenigstens ein Sensor (18) zur Druckerfassung zugeordnet ist, und mit einer Anzeigeeinrichtung (4), um den aktuellen Zustand der Druckverteilung anzuzeigen. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass zwei Druckerfassungszonen (13) vorgesehen sind, wobei eine Druckerfassungszone (13) links und eine Druckerfassungszone (13) rechts eines Pferderückens angeordnet ist, wenn das Sattelpad (11) korrekt angelegt ist oder die Reithose (200) korrekt getragen wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass vier Druckerfassungszonen (13) vorgesehen sind, wobei zwei Druckerfassungszonen (13) in Längsrichtung des Pferderückens hintereinander auf der linken Seite eines Pferderückens und zwei Druckerfassungszonen (13) in Längsrichtung hintereinander auf der rechten Seite eines Pferderückens angeordnet sind, wenn das Sattelpad (11) korrekt angelegt ist oder die Reithose (200) korrekt getragen wird. Vorrichtung nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass in Längsrichtung des Pferderückens betrachtet zwei vordere Druckerfassungszonen (13a) und zwei hintere Druckerfassungs¬ zonen (13b) vorgesehen sind. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass jeder Druckerfassungszone (13) genau ein Sensor (18) zuge¬ ordnet ist. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Sensor (18) im Wesentlichen mittig auf der Fläche der jeweiligen Druckerfassungszone (13) angeordnet ist. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Sensor (18) zwischen dem härteren Material (16) und dem weicheren Material (17) des Trägers (15) angeordnet ist. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Sensor als Drucksensor (18), als Sensorfolie, als Druck- und Fluss-Sensor, als Piezoelement oder als Polyvinyliden- fluorid-Sensor ausgebildet ist. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Sensor als Foliendrucksensor (18) ausgebildet ist. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Anzeigeeinrichtung (4) am Sattel (2) und/oder an einer den Hals des Pferdes umlaufenden Halterung (3) befestigt ist und die Befestigung am Sattel (2) und/oder an der den Hals des Pferdes umlaufenden Halterung (3) derart erfolgt, dass die Anzeigeeinrichtung (4) vor dem Sattel (2) auf dem Widerrist des Pferdes angeordnet ist. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Anzeigeeinrichtung (4) ein Gehäuse (5) aufweist, auf dessen Oberseite ein Kontrollfeld (6) ausgebildet ist und in dessen Innenraum ein Technikmodul (7) angeordnet ist. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Kontrollfeld (6) wenigstens zwei Teilkontrollfelder (23) aufweist, welche eine Druckverteilung zwischen der oder den linken Druckerfassungszone/n (13) und der oder den rechten Druckerfassungszone/n (13) anzeigen. 15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass vier Teilkontrollfelder (23, 23a, 23b) vorgesehen sind, um auch eine Druckverteilung zwischen den vorderen und den hinteren Druckerfassungszonen (13a, 13b) anzuzeigen. 16. Vorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Sensoren (18) auf einem Schaumstoff (100) befestigt, vorzugsweise aufgeklebt sind, wobei die aktiven Flächen der Sensoren (18) dem Reiter (101) zugewandt sind. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Schaumstoff (100) mit den Sensoren (18) von einer texti- len Hülle (102) umfasst ist, wobei die dem Sattel (2) zuge¬ wandte Unterseite der textilen Hülle (102) eine Gummierung vorzugsweise aus Silikon aufweist. 18. Vorrichtung nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die an den Sattel (2) angrenzende Unterseite des Schaum¬ stoffs (100) mit einem Verrutschschutz versehen oder ausgebildet ist. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass alle Lagen des Sattelpads (11) miteinander verklebt sind. 20. Vorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Mittel zur Befestigung des Sattelpads (11) wenigstens ein Band (103a) umfassen, welches zur Befestigung des Sattelpads (11) auf dem Sattel (2) durch einen Wirbelsäulenka¬ nal (2a) des Sattels (2) führbar ist. 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Auswerteelektronik vorgesehen ist, welche einen Filter aufweist, der kurze Widerstandsspitzen herausfiltert und ei¬ ne Veränderung der Druckverteilung erst anzeigt, wenn eine definierte Zeitspanne von wenigstens einer Sekunde über¬ schritten ist. 22. Vorrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Reithose (200) ein textiles Grundmaterial (201), vor¬ zugsweise aus Baumwolle oder einer Baumwollmischung, und ei¬ nen außenseitig auf das textile Grundmaterial (201) aufge¬ brachten Besatz (202) aufweist, welcher das Gesäß eines Rei¬ ters bedeckt und welcher an der Innenseite der Beine in Richtung auf den Fuß eines Reiters verläuft, wenn die Reit- hose (200) korrekt getragen wird, wobei die Sensoren (18) zwischen dem Besatz (202) und dem textilen Grundmaterial (201) integriert sind. 23. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 22, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass vorzugsweise wenigstens vier Sensoren (18) vorgesehen sind, wobei zwei Sensoren (18) im Bereich des Gesäßes und jeweils ein Sensor (18) an der Innenseite der Oberschenkel angeord¬ net ist, wenn die Reithose (200) korrekt getragen wird. 24. Vorrichtung nach Anspruch 3, 23 oder 24, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Sensoren (18) über textile Leiterbahnen (204), welche vorzugsweise im Nahtbereich der Reithose (200) verlaufen, mit einem Elektronikmodul (205) verbunden sind. 25. Vorrichtung nach Anspruch 24, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Elektronikmodul (205) an dem Bund einer Reithose (200) ausgebildet oder daran befestigt ist. 26. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der Ansprüche 22 bis 25, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Sensoren (18) mit den aktiven Flächen nach außen und dem Sattel (2) zugewandt auf einem Schaumstoff (206) aufge¬ bracht, vorzugsweise aufgeklebt, sind. 27. Reithose für eine Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei in die Reithose (200) wenigstens zwei Druckerfassungszonen (13) in¬ tegriert sind, wobei jeder Druckerfassungszone (13) wenigs¬ tens ein Sensor (18) zur Druckerfassung zugeordnet ist. Anzeigeeinrichtung (4) zur Darstellung der aktuellen Druckverteilung eines Reiters auf einem Sattel (2), mit einem Ge¬ häuse (5), auf dessen Oberseite ein Kontrollfeld (6) ausge¬ bildet ist und in dessen Innenraum ein Energiespeicher (8) und ein Technikmodul (7) angeordnet ist, wobei das Kontroll¬ feld (6) wenigstens zwei Teilkontrollfelder (23, 23a, 23b) aufweist, welche eine Druckverteilung zwischen der linken und der rechten Sattelseite anzeigen, wobei die Teilkontrollfelder (23, 23a, 23b) jeweils eine Mehrzahl von LEDs (26) aufweisen, welche in Abhängigkeit der Druckverteilung aufleuchten . Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 28, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Kontrollfeld (6) vier Teilkontrollfelder (23,23a, 23b) aufweist, um auch eine Druckverteilung zwischen einem vorde ren und einem hinteren Bereich des Sattels (2) anzuzeigen. Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 28 oder 29, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass ein Lichtsensor zur automatischen Anpassung der Helligkeit der LEDs an die Helligkeit der Umgebung vorgesehen ist. |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung der
Druckverteilung unterhalb eines Sattels auf einen Pferderücken gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung eines Reiters auf einen Sattel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 2 oder Anspruch 3. Die Erfindung betrifft ferner eine Anzeigeeinrichtung zur Darstellung der aktuellen Druckverteilung eines Reiters auf einen Sattel gemäß Anspruch 28.
Eine gattungsgemäße Vorrichtung zur Ermittlung der Druckvertei ¬ lung unterhalb eines Sattels ist aus der DE 10 2007 030 583 AI bekannt .
Pferde sind beim Reiten aufgrund des Gewichts des Reiters, wel ¬ ches über den Sattel auf den Pferderücken drückt, erheblichen Belastungen ausgesetzt. Durch die unterschiedlich hohen Druckbelastungen können Wirbelsäulenveränderungen auftreten. Muskelstränge, Nervenstränge und Blutbahnen können infolge von Druck ¬ stellen in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Eine korrekte Haltung des Reiters ist daher beim Reiten von besonderer Bedeutung. Wird oft ohne Trainer geritten, können sich beim Reiten Fehler einschleichen, auf die man nicht aufmerksam gemacht wird.
Um das Pferd von den durch den Satteldruck bedingten Belastungen zu schützen, ist es bekannt, unterhalb des Sattels eine Sattel ¬ decke, die auch als Schabracke bezeichnet wird, anzuordnen. Mit den bekannten Satteldecken kann die Belastung zwar verringert werden, eine optimale Entlastung des Pferdes beim Reiten ist je ¬ doch durch die Satteldecken nicht möglich.
Um Pferdesättel und Satteldecken aufeinander abzustimmen, ist es bekannt, die Druckverteilung am Pferderücken unterhalb des Sattels mittels einer Druckmessmatte zu messen. Die Druckmessmatte weist hierzu flächig verteilt angeordnete Drucksensoren auf. Da die Matte nicht an die jeweils unterschiedlichen Konturen von Pferderücken angepasst ist, liegen die Drucksensoren nicht überall im Messbereich gleichmäßig und flach an, so dass eine exakte Druckmessung nicht möglich ist.
Aus der gattungsgemäßen Schrift, der DE 10 2007 030 583 AI ist es dabei bekannt, dass die Druckmessmatte aus zwei kammartigen Teilen mit jeweils von einem Basissteg senkrecht abstrebenden, frei endenden Messfingern gebildet ist. Die Messfinger sollen dabei auf die jeweilige Wirbelsäulenkrümmung abgestimmte Längen aufweisen. Die Drucksensoren sind auf den Messfingern in Reihe untereinander angeordnet und jeweils mit separaten Anschlüssen einzeln an einen im Basissteg verlaufenden Leiterbahnstrang angeschlossen .
Aufgrund der Vielzahl an notwendigen Drucksensoren ist der Einsatz der aus der DE 10 2007 030 583 AI bekannten Druckmessmatte relativ teuer. Darüber hinaus eignet sich dieses Verfahren nur dafür, einen Pferdesattel und eine Satteldecke aufeinander abzu ¬ stimmen. Ein Fehlverhalten des Reiters lässt sich daraus nur indirekt ableiten, insbesondere lässt sich dadurch das Verhalten des Reiters nicht im Wege einer Selbstkontrolle verbessern.
Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind ferner Sattelpads bekannt, welche zwischen der Satteldecke und dem Sattel aufgelegt werden, um die Druckbelastung auf den Pferderücken zu verbes- sern. Die Sattelpads füllen dabei einen Raum zwischen dem Sattel und dem Pferderücken bzw. dem Sattel und der Satteldecke (Schab ¬ racke) auf. Das Sattelpad kann dabei gegebenenfalls auch ohne eine Satteldecke bzw. eine Schabracke eingesetzt werden. Im Re ¬ gelfall wird das Sattelpad jedoch nicht direkt auf den Pferderü ¬ cken aufgelegt, sondern auf eine Satteldecke bzw. die Schabra ¬ cke. Eine Verbindung des Sattelpads mit der Satteldecke kann da ¬ bei beispielsweise über eine Klettverbindung erfolgen.
Bei dem Sattelpad handelt es sich im Regelfall um eine dicke, meist mit Watte gefüllte Unterlage. Sattelpads sind im Regelfall rechteckig oder hinten abgerundet. Gegenüber einer Satteldecke ist das Sattelpad im Regelfall deutlich dicker und polstert so ¬ mit den Druck des Sattels auf das Pferd besser ab. Die Übergänge zwischen einer Satteldecke oder einer Schabracke und dem Sattel ¬ pad können jedoch fließend sein. Die aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannten Sattelpads sind flächig gleichmäßig aufge ¬ polstert und erstrecken sich von einer Seite des Pferderückens über die Wirbelsäule des Pferds zu der anderen Seite des Pferde ¬ rückens. Die Sattelpads sind im Regelfall in ihren Abmessungen deutlich kleiner als die Satteldecke und im Regelfall auch klei ¬ ner als die Auflagefläche des Sattels.
Von Nachteil beim Stand der Technik ist es, dass die bekannten Vorrichtungen zur Ermittlung der Druckverteilung unterhalb des Sattels auf einen Pferderücken teuer sind und zudem lediglich dazu dienen, einen Pferdesattel und eine Satteldecke aufeinander abzustimmen. Ein Fehlverhalten eines Reiters lässt sich dadurch nicht korrigieren.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung unterhalb eines Reiters auf einen Pferderücken zu schaffen, die einfach und kostengünstig herstellbar ist und die es ermöglicht, dass der Reiter ein mögliches Fehlverhalten erkennt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Eine vorteilhafte Anzeigeeinrichtung zur Darstellung der aktuellen Druckverteilung eines Reiters auf einen Sattel ergibt sich aus Anspruch 28.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch Anspruch 2 oder An ¬ spruch 3 gelöst. Eine vorteilhafte Reithose ergibt sich aus An ¬ spruch 27.
Nachfolgend wird zunächst die erfindungsgemäße Lösung nach An ¬ spruch 1 erläutert, deren vorteilhafte Ausgestaltungen, Varianten und Merkmale können jedoch einzeln oder in beliebigen Kombinationen - insofern dies technisch nicht ausgeschlossen ist - auch bei den erfindungsgemäßen Lösungen nach Anspruch 2 oder Anspruch 3 verwendet werden. Auf die spezifischen Besonderheiten der erfindungsgemäßen Lösungen gemäß der Ansprüche 2 und 3 wird nachfolgend ebenfalls noch näher eingegangen.
Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es, dass in einfacher und kostengünstiger Weise die Druckverteilung unterhalb eines Sattels ermittelt werden kann. Die Druckverteilung kann dem Reiter aktuell über eine Anzeigeeinrichtung durch optische und/oder a- kustische Signale angezeigt werden, so dass dieser auf eine Fehlhaltung aufmerksam gemacht wird und eine falsche Sitzhaltung sofort korrigieren kann. Dadurch erhält der Reiter die Möglichkeit einer Selbstkontrolle und kann somit seine Sitzhaltung kon ¬ tinuierlich verbessern und insbesondere auch vermeiden, dass sich Fehler einschleichen. Erfindungsgemäß ist - nach Anspruch 1 - vorgesehen, dass das Sattelpad wenigstens zwei Druckerfassungszonen aufweist. Die Druckerfassungszonen weisen dabei jeweils einen aus wenigstens zwei unterschiedlich harten Materialien gebildeten, flächigen Träger zur Druckverteilung auf, wobei das härtere Material dem Sattel und das weichere Material dem Pferderücken zugewandt ist. Erfindungsgemäß ist jeder Druckerfassungszone wenigstens ein Sensor zugeordnet. Der Sensor ist dabei derart angeordnet, dass dieser eine Druckkraft auf das härtere Material des Trägers er- fasst. Vorgesehen ist dabei eine Anzeigeeinrichtung, um den aktuellen Zustand der Druckverteilung anzuzeigen.
Der Erfinder hat zunächst erkannt, dass sich ein Sattelpad be ¬ sonders vorteilhaft zur Ermittlung der Druckverteilung unterhalb eines Sattels eignet. Bei den Druckerfassungszonen kann es sich vorzugsweise um jeweils einzelne Pads des Sattelpads handeln. Eine Ausbildung der Druckerfassungszonen bzw. der Pads aus wenigstens zwei unterschiedlich harten Materialien, wobei das härtere Material dem Sattel zugewandt ist, hat den Vorteil, dass ein vom Sattel stammender Druck nicht punktuell wirkt, sondern aufgrund des härteren Materials auf eine breite Fläche verteilt wird. Es müssen daher nicht, wie beim Stand der Technik, eine Vielzahl von Sensoren eingesetzt werden. Aufgrund der Verteilung der vom Sattel stammenden Druckkraft auf eine größere Fläche ge ¬ nügen bereits wenige Sensoren, vorzugsweise nur ein Sensor pro Druckerfassungszone, um die Druckverteilung ermitteln zu können und dem Reiter ein optisches oder akustisches Signal zukommen zu lassen mit Hilfe dessen er über eine fehlerhafte Sitzposition informiert wird.
Das dem Pferderücken zugewandte weichere Material ermöglicht, dass das Tragen des Sattelpads für das Pferd angenehm ist. Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Sensor zur Druckerfassung zwischen dem harten Material und dem weichen Material angeord ¬ net, vorzugsweise dort eingebettet ist.
Von Vorteil ist es, wenn für jede Druckerfassungszone bzw. jedes Päd des Sattelpads genau ein Sensor vorgesehen bzw. jeder Druckerfassungszone ein Sensor zugeordnet ist. Vorzugsweise ist der Sensor dabei mittig auf der Fläche der Druckerfassungszone ange ¬ ordnet .
Grundsätzlich kann der Sattelpad eine beliebige Anzahl von Druckerfassungszonen aufweisen. Es ist jedoch von Vorteil, wenn das Sattelpad zwei oder vier Druckerfassungszonen aufweist. Bei ei ¬ ner Ausgestaltung mit zwei Druckerfassungszonen ist vorgesehen, dass eine Druckerfassungszone links und eine Druckerfassungszone rechts eines Pferderückens angeordnet ist, wenn das Sattelpad korrekt angelegt ist. Dadurch kann kontrolliert werden, ob der Reiter auf einer Achse (Längsachse) , also nach links und rechts gerade sitzt.
Bei einer Ausgestaltung mit vier Druckerfassungszonen ist vorzugsweise vorgesehen, dass zwei Druckerfassungszonen in Längsrichtung des Pferderückens hintereinander auf der linken Seite eines Pferderückens und zwei Druckerfassungszonen in Längsrichtung des Pferderückens hintereinander auf der rechten Seite des Pferderückens angeordnet sind, wenn das Sattelpad korrekt ange ¬ legt ist.
Somit ist auf der linken wie auch auf der rechten Seite des Pferderückens eine vordere und eine hintere Druckerfassungszone ausgebildet. Durch diese Variante können zwei Achsen kontrol ¬ liert werden. Es handelt sich dabei um die Längsachse, wie bei der Ausbildung von zwei Druckerfassungszonen, und die im Lot hierzu stehende Querachse, durch welche kontrolliert werden kann, ob der Reiter sich zu weit nach vorne oder nach hinten lehnt .
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist es auch möglich, dass eine Druckerfassungszone in einen vorderen und einen hinteren Teil unterteilt wird. Zur Vermeidung von Fehlimpulsen kann dabei vorzugsweise an der Trennstelle eine Einbuchtung vorgesehen sein, welche vorzugsweise durch Pressen hergestellt werden kann. Somit wird gewährleistet, dass keine Impulsübertragung vom vor ¬ deren zum hinteren Teil bzw. vom kleineren zum größeren Teil o- der umgekehrt erfolgt. Diese Ausgestaltung kann sich besonders eignen, um bei einer Vorrichtung die Position eines Reiters in zwei Achsen kontrollieren zu können, die lediglich zwei Druckerfassungszonen (links und rechts eines Pferderückens) aufweist.
Grundsätzlich können die zwei oder die vier Druckerfassungszo ¬ nen, bei denen es sich vorzugsweise um Pads handelt, eine belie ¬ bige Größe aufweisen. Vorteilhaft ist es, wenn die Druckerfas ¬ sungszonen spiegelbildlich um eine Längsachse des Sattelpads angeordnet sind. Bei einer Ausgestaltung des Sattelpads mit vier Druckerfassungszonen ist es von Vorteil, wenn jeweils die beiden vorderen und die beiden hinteren Druckerfassungszonen eine gleich Größe bzw. eine gleiche Dimensionierung aufweisen. Die Form und der Verlauf der Druckerfassungszonen kann dabei an die Auflagefläche des Sattels wenigstens annähernd angepasst sein.
In Versuchen hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die vordere Druckerfassungszone eine Länge von 14 bis 30 cm, vorzugsweise 20 cm, und eine Breite von 12 bis 27 cm, vorzugs ¬ weise 18 cm, aufweist. Unter Länge ist dabei die Länge in Längs ¬ richtung des Sattelpads bzw. des Pferdes zu verstehen und unter Breite eine Erstreckung quer bzw. im Lot zu der Längsachse, so dass sich die Druckerfassungszone, wenn das Sattelpad korrekt aufgelegt ist, von oben seitlich nach unten entlang eines Pferderückens erstreckt.
Für die hinteren Druckerfassungszonen hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese eine Länge von 20 bis 40 cm, vorzugsweise 32 cm, und eine Breite von 7 bis 15 cm, vorzugswei ¬ se 11 cm, aufweisen.
Sowohl bei einer Ausgestaltung von zwei Druckerfassungszonen als auch bei einer Ausgestaltung des Sattelpads mit vier Druckerfas ¬ sungszonen ist es besonders zu bevorzugen, wenn lediglich ein Sensor pro Druckerfassungszone eingesetzt wird. Dies reduziert die Herstellungskosten erheblich. Ermöglicht wird dies dadurch, dass der Träger ein hartes Material auf der Oberseite, d. h. auf der dem Sattel zugewandten Seite, aufweist, wodurch die auftre ¬ tenden Druckkräfte auf eine große Fläche verteilt werden.
Der Träger bzw. das Päd kann aus einem Bikomponentenschaum gebildet sein.
Von Vorteil ist es, wenn das harte und/oder das weiche Material ein Kunststoff, vorzugsweise ein Kunststoffschäum, ist. Bei dem harten Material kann es sich dabei vorzugsweise um einen Poly- ethylen-Schaumstoff ( PE-Schaumstoff) und bei dem weichen Materi ¬ al um ein Polyurethan-Schaumstoff ( PU-Schaumstoff) handeln.
Generell ist es von Vorteil, wenn für das harte Material ein harter Schaumstoff und für das weiche Material ein weicher
Schaumstoff eingesetzt wird.
Für den weichen Schaumstoff eignet sich besonders der Einsatz eines Ester-Schaumstoffs. Von Vorteil ist es, wenn die Dicke bzw. die Höhe des weichen Ma ¬ terials größer ist als die Dicke bzw. die Höhe des harten Mate ¬ rials. Vorzugsweise weist die Höhe des weichen Materials ein Vielfaches des Wertes der Höhe des harten Materials auf. Von Vorteil ist es, wenn das weiche Material eine Höhe aufweist, die dem Zwei- bis Zehnfachen, vorzugsweise dem Drei- bis Siebenfa ¬ chen, der Höhe des harten Materials entspricht.
Als Höhe für das weiche Material kann vorzugsweise ein Wert von 10 bis 50 mm, vorzugsweise 18 bis 24 mm, gewählt werden.
In einer Ausgestaltung der Erfindung können Ausgleichspads vorgesehen sein, die keine Sensoren aufweisen und vorzugsweise nur aus einem einheitlichen vorzugsweise weichen Material bestehen, damit die erfindungsgemäße Vorrichtung an unterschiedliche Sat ¬ telkonfigurationen angepasst werden kann. Das weiche Material entspricht dabei vorzugsweise dem weichen Material des erfin ¬ dungsgemäßen Trägers (Pads) zur Druckverteilung.
Bei dem Sensor zur Ermittlung der Druckverteilung kann es sich grundsätzlich um einen beliebigen aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannten Sensor zur Ermittlung von Druckkräften handeln. Insbesondere kann es sich bei dem Sensor um eine Sensorfo ¬ lie, einen Druck-Fluss-Sensor, ein Piezoelement oder einen Poly- vinylidenfluorid-Sensor (PVDF-Folie) handeln. Es kann sich bei dem Sensor auch um einen Sensor auf Basis von keramischen Piezo- Plättchen handeln.
Bei einem PVDF-Folien-Sensor handelt es sich vorzugsweise um ein flexibles, folienartiges Material, mit piezoelektrischen Effek ¬ ten . Bei Druck- und Fluss-Sensoren, die mit piezoelektrischem Polymer (PVDF) arbeiten, kann ein Druckabfall oder ein Druckanstieg ermittelt werden. Durch die Größe der elektrischen Spannung, die durch einen Druck ausgelöst wird, lässt sich die Größe des
Drucks ermitteln.
Der Erfinder hat erkannt, dass sich ein Foliendrucksensor, d. h. ein FSR-Sensor (force sensing resistor) in besonderer Weise zur Ermittlung der Druckverteilung unterhalb eines Sattels eignet. Derartige Foliendrucksensoren werden z. B. von der Interlink E- lectronics, Camarillo, Kalifornien, USA hergestellt.
Ein Foliendrucksensor (FSR-Sensor) ist ein Messelement, das unter Einwirkung von Kraft bzw. Druck seinen elektrischen Widerstand ändert. Vorzugsweise besteht ein FSR-Sensor aus einem Sandwich zweier Kunststofffolien . Die eine ist auf der Innenseite mit einer FSR-Tinte in Form einer grafithaltigen, halbleitenden Paste beschichtet, die andere ist mit zwei kammförmig inein ¬ ander verschachtelten elektrisch leitenden Kontaktgittern versehen. Diese sind jedoch elektrisch voneinander isoliert und haben externe Anschlüsse. Die beiden Folien werden vorzugsweise mit ¬ tels einer doppelseitigen Klebeschicht miteinander verbunden. Diese sorgen zunächst dafür, dass die beschichteten "aktiven" Bereiche der Folie sich im unbelasteten Zustand praktisch nicht berühren. Erst unter Einwirkung von Druck oder Kraft auf das Sandwich werden die Kontaktgitter über die FSR-Tinte miteinander elektrisch verbunden und man kann den Ohmschen Widerstand des Gebildes an den externen Anschlüssen messen. Im Ruhezustand kann dieser Widerstand bei einigen Megaohm liegen. Mit steigender Krafteinwirkung fällt der Widerstand ab, weil die aktiven Berei ¬ che des FSR-Sensors immer mehr Kontakt miteinander bekommen. Das geht bis zur Sättigungsgrenze, die bei ca. 1 kOhm und einem Druck von 10 kg/qcm liegen kann. Ein FSR-Sensor ändert somit seinen elektrischen Widerstand in Abhängigkeit von der auf die aktive Oberfläche eingeleiteten Kraft. Die Elektroden kontaktieren dann die FSR-Schicht und zwischen den Kontaktfingern werden Widerstandsbrücken aufgebaut. Je höher die eingeleitete Kraft ist, desto mehr Widerstandsbrücken werden geschlossen und parallel geschaltet, desto niedriger wird der an den Anschlüssen gemessene Widerstand.
In Kombination mit dem harten Material des flächigen Trägers zur Druckverteilung eignet sich ein FSR-Sensor in besonderer Weise zur Erfassung der Druckverteilung unterhalb eines Sattels, insbesondere ist es möglich, mit nur einem Sensor pro Druckerfas ¬ sungszone bzw. pro Päd des Sattelpads auszukommen.
Vorzugsweise weist der Foliendrucksensor bzw. FSR-Sensor eine Abmessung von 20 bis 60 mm in der Länge, vorzugsweise 43 mm, und 20 bis 60 mm in der Breite, vorzugsweise 43 mm, auf. Der Folien ¬ drucksensor kann dabei vorzugsweise quadratisch ausgebildet sein. Es ist jedoch auch jede andere beliebige Erstreckung in Länge und Breite möglich.
Ein Foliendrucksensor des Typs FSR 406 (Abm. 43 mm x 43 mm; Ausführung: quadratisch; Nennwiderstand ca. 3 kQ bis 2 ΜΩ; Messbe ¬ reich ca. 10 g bis 10 kg) der Interlink Electronics, Camarillo, Kalifornien, USA eignet sich besonders.
In Versuchen hat sich herausgestellt, dass sich auch Sensoren mit einer Breite von 5 bis 20 mm, vorzugsweise 10 mm, und einer Länge von 200 bis 400 mm, vorzugsweise 300 mm, besonders gut zur Druckerfassung eignet. Die vorgenannten Sensoren mit den vorzugsweise genannten Abmessungen können auch miteinander kombiniert eingesetzt werden.
Von Vorteil ist es, wenn die Kabel zur elektrischen Verbindung der Sensoren mit der Anzeigeeinrichtung derart angeordnet sind, dass diese im Wirbelsäulenkanal des Sattels verlaufen. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Kabel in das Sattelpad integriert bzw. dort fest angeordnet sind und entlang einer Längsachse des Sattelpads verlaufen. Wenn das Sattelpad korrekt auf das Pferd aufgelegt ist, verlaufen die Längsachse des Sattelpads und somit auch die Kabel im Wirbelsäulenkanal des Sattels. Dadurch wird vermieden, dass die Kabel, die die Messung nach vorne zu der Anzeigeeinrichtung leiten, in die Auflagefläche des Sattels rut ¬ schen und dort einen Satteldruck hervorrufen. Die Kabel verlaufen vorzugsweise in gebündelter Form im Wirbelsäulenkanal des Sattels .
Die Anzeigeeinrichtung und das Sattelpad mit den Sensoren können in einer Ausgestaltung der Erfindung über ein beliebig verlaufendes Kabel, vorzugsweise ein Spiralkabel, miteinander verbun ¬ den sein. Das Spiralkabel ermöglicht eine passgenaue Anbringung von Sattelpad und Anzeigeeinrichtung bei unterschiedlich großen Pferden. Das Sattelpad und die Anzeigeeinrichtung können über einen Schnappstecker miteinander verbunden sein, was den Vorteil hat, dass sich der Stecker durch die Bewegung beim Reiten nicht lösen kann,
aber in einer Gefahrensituation, z. B. beim Stürzen des Reiters, einfach und schnell gelöst wird.
Von Vorteil ist es, wenn die Anzeigeeinrichtung am Sattel und/oder einer den Hals des Pferdes umlaufenden Halterung befestigt ist. Der Reiter kann somit den Istzustand bzw. den aktuel ¬ len Zustand der Druckverteilung schnell und einfach während des Reitens erkennen. Von Vorteil ist es, wenn die Befestigung am Sattel und der den Hals des Pferdes umlaufenden Halterung derart erfolgt, dass die Anzeigeeinrichtung vor dem Sattel auf dem Hals des Pferdes angeordnet ist. Dadurch wird vermieden, dass die An ¬ zeigeeinrichtung verrutscht bzw. herunterfällt, wenn sich der Kopf des Pferdes dreht oder das Pferd den Kopf nach unten neigt.
Zur Befestigung der Anzeigeeinrichtung können Karabinerhaken vorgesehen sein. Die Karabinerhaken können z. B. die Martingal und ein Gegenstück der Anzeigeeinrichtung mechanisch miteinander verbinden .
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Anzeigeeinrichtung, vorzugsweise deren Unterseite, mit einer formschlüssigen Verbindung, z. B. einer Schwalbenschwanzverbindung oder mit Klett, an einer Halterung des Pferdes befestigt ist. Bei der Halterung kann es sich um ein textiles Halsband handeln, das mit Klett stufenlos an den Pferdehals angepasst werden kann. Auf Hö ¬ he des Sattels können zwei textile Kabelbäume mit Karabinerha ¬ ken, die am Sattel befestigt werden, verlaufen. So kann sich das Halsband durch die Bewegung des Pferdes nicht nach links
und/oder rechts drehen.
In einer Ausgestaltung der Erfindung kann es von Vorteil sein, wenn die Halterung, mit der die Anzeigeeinrichtung vorzugsweise über eine Schwalbenschwanz-Verbindung verbunden ist, unlösbar mit einer Vorrichtung verbunden ist, mit der die Halterung, vorzugsweise an einem Vorderzeug des Pferdes über Haken und Ösen, befestigt werden kann. Dies ermöglicht einen festen Sitz der Anzeigeeinrichtung am Widerrist des Pferdes. Der Reiter hat dadurch einen permanenten Blick auf die Anzeigeeinrichtung. Eine besonders vorteilhafte alternative Halterung für die Anzei ¬ geeinrichtung ergibt sich aus Fig. 13.
Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen sein, dass die Sensoren mit der Anzeigeeinrichtung kabellos verbunden sind.
Bei einer kabellosen Variante kann vorgesehen sein, dass anstelle von zwei textilen Kabelbäumen nur Bänder zum Einsatz kommen.
Zur Befestigung der Anzeigeeinrichtung (gegebenenfalls über die Karabinerhaken) am Sattel können metallische Ringe am Sattel verwendet werden, die in üblicher Weise dort bereits vorhanden sind und beispielsweise zur Befestigung des Halsbandes oder ei ¬ nes Zügels des Pferdes dienen.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Anzeigeeinrichtung ein Gehäuse aufweist, auf dessen Oberseite ein vorzugsweise optisches Kontrollfeld ausgebildet bzw. angeordnet ist und in dessen Innenraum ein Technikmodul angeordnet ist. Alternativ kann auch ein Monitor vorgesehen sein.
Dadurch ergibt sich ein kompakter Aufbau. Zudem kann der Reiter die aktuelle Druckverteilung schnell und einfach erkennen.
Das Gehäuse kann vorzugsweise aus Kunststoff gebildet sein. In dem Gehäuse kann die notwendige Technik und auch der Akku integ ¬ riert sein. Vorzugsweise weist das Gehäuse eine Ladebuchse auf, so dass der Akku zum Aufladen nicht aus dem Gehäuse genommen werden muss.
Durch die Anzeigeeinrichtung bzw. das Kontrollfeld der Anzeigeeinrichtung wird vorzugsweise ausschließlich kontrolliert, ob der Reiter dem Pferd die notwendigen Gewichtshilfen gibt bzw. ob die Sitzhaltung des Reiters korrekt ist. Der Reiter kann sich durch die Anzeigeeinrichtung selbst während des Reitens überprü ¬ fen .
Von Vorteil ist es, wenn das Kontrollfeld wenigstens zwei Teil ¬ kontrollfelder aufweist, welche eine Druckverteilung zwischen der oder den linken Druckerfassungszonen und der oder den rechten Druckerfassungszonen anzeigt. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, dass jeweils optisch o- der auch akustisch das Teilkontrollfeld aktiviert wird, bei dem eine zu hohe Druckverteilung erkannt wird. D. h. ein Teilkontrollfeld wird vorzugsweise dann aktiviert, wenn der Reiter zu weit links oder zu weit rechts sitzt.
Von Vorteil ist es, wenn vier Teilkontrollfelder vorgesehen sind, um auch eine Druckverteilung zwischen den vorderen und hinteren Druckerfassungszonen anzuzeigen.
Vorzugsweise sind die Teilkontrollfelder derart auf dem Kon ¬ trollfeld angeordnet, dass der Reiter durch deren Anordnung bereits erkennen kann, ob er zu weit vorne, zu weit hinten, zu weit links oder zu weit rechts sitzt. Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass zwei Teilkontrollfelder vorne auf der Anzeigeeinrichtung (links und rechts) und zwei Teilkontrollfelder hinten auf der Anzeigeeinrichtung (links und rechts) angeordnet sind. Wenn nun der Reiter zu weit vorne und zu weit links sitzt, wird dies durch das linke vordere Teilkontrollfeld angezeigt. Vorzugsweise durch ein Aufleuchten entsprechender Kontrollleuchten .
Von Vorteil ist es dabei, wenn jedes Teilkontrollfeld eine Mehr ¬ zahl von einzelnen Anzeigeelementen, vorzugsweise LEDs, aufweist. Somit kann nicht nur angezeigt werden, in welche Richtung der Reiter gegebenenfalls falsch sitzt, sondern auch wie stark die falsche Ausrichtung ist. Beispielsweise können pro Teilkon ¬ trollfeld zwei bis zehn, vorzugsweise sechs (+/- 2) Anzeigeele ¬ mente vorgesehen sein, vorzugsweise LEDs, die je nach Stärke der fehlerhaften Ausrichtung aufleuchten. Dabei kann gegebenenfalls vorgesehen sein, dass eine erste LED in jedem Teilkontrollfeld grün ist, daran können sich weitere LEDs, vorzugsweise zwei, an ¬ schließen, die eine andere Farbe aufweisen, beispielsweise gelb. An diese LEDs können sich wiederum weitere LEDs, vorzugsweise zwei, anschließen, die eine dritte Farbe, vorzugsweise rot, auf ¬ weisen. Durch die Farbkombination grün, gelb, rot erhält der Reiter ohne nachdenken zu müssen, schnell eine Information, wie stark seine Falschausrichtung ist. Dabei kann vorgesehen sein, dass die grünen LEDs in jedem Teilkontrollfeld dauerhaft leuch ¬ ten, um eine korrekte Sitzposition anzuzeigen.
Das Kontrollfeld kann eine Hauptkontrollleuchte aufweisen, die vorzugsweise in einer anderen Farbe signalisiert, dass entweder das System aktiv ist oder sich der Reiter in einer einwandfreien Position befindet.
In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anzeigeeinrichtung eine Sensibilitätseinstellung aufweist, durch welche beeinflusst werden kann, ab welchem Druck die Teilkontrollfelder aktiviert werden. Durch die Sensibilitätseinste- luung kann auch berücksichtigt werden, dass mögliche Reiter verschieden schwer sind. Die Anzeigeeinrichtung kann zur Bedienung der Sensibilitätseinstellung auf ihrer Oberseite bzw. auf dem Kontrollfeld eine entsprechende Taste bzw. mehrere Tasten auf ¬ weisen .
Von Vorteil ist es, wenn ein Lichtsensor zur automatischen Anpassung der Helligkeit der LEDs an die Helligkeit der Umgebung vorgesehen ist. Der Lichtsensor ist dabei vorzugsweise auf der Oberseite der Anzeigeeinrichtung, vorzugsweise im Kontrollfeld, ausgebildet. Der Lichtsensor dient dazu, die Helligkeit der LEDs an die Umgebungsbedingungen anzupassen, um gegebenenfalls Strom zu sparen.
Von Vorteil ist es ferner, wenn die Anzeigeeinrichtung über einen Reset-Schalter verfügt, um alle Einstellungen zurückzusetzen. Der Reset-Schalter kann vorzugsweise an der Rückseite des Gehäuses der Anzeigeeinrichtung ausgebildet sein. Von Vorteil ist es, wenn der Energiespeicher der Anzeigeeinrichtung, vorzugsweise ein Akku, über ein Netzkabel (220 Volt) oder ein Kfz- Ladekabel (12 Volt) aufladbar ist.
Von Vorteil ist es, wenn die Anzeigeeinrichtung von einer Gummifolie wasserunempfindlich eingeschlossen ist. Da meist unter freiem Himmel geritten wird, kann es passieren, dass der Reiter von einem Regenguss überrascht wird. Eine wasserunempfindliche Ausgestaltung der Anzeigeeinrichtung ist daher vorteilhaft. Besonders vorteilhaft ist dabei ein Einsatz einer Gummifolie, so wie dies bei Outdoor-Handys als Schutz bereits eingesetzt wird. So wird die Elektronik sowohl von Wasser als auch von Schmutz (feine Staubpartikel) geschützt.
Eine vorteilhafte Anzeigeeinrichtung zur Darstellung der aktuellen Druckverteilung unterhalb eines Sattels ergibt sich aus An ¬ spruch 28. Die dort offenbarte Anzeigeeinrichtung kann auch bei anderen Vorrichtungen zur Ermittlung der Druckverteilung eingesetzt werden und ermöglicht es, dass der Reiter schnell und ein ¬ fach über den aktuellen Zustand, insbesondere über die Sitzposi ¬ tion und die notwendigen Gewichtshilfen informiert wird. Gemäß Anspruch 28 ist vorgesehen, dass die Anzeigeeinrichtung ein Gehäuse aufweist, auf dessen Oberseite ein Kontrollfeld ausgebil- det ist. Im Innenraum des Gehäuses ist ein Akku und ein Technik ¬ modul angeordnet. Das Kontrollfeld weist dabei wenigstens zwei Teilkontrollfelder auf, welche eine Druckverteilung zwischen der linken und der rechten Sattelseite anzeigen. Die Kontrollfelder weisen dabei eine Mehrzahl von LEDs auf, welche in Abhängigkeit der Druckverteilung aufleuchten.
Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Anzeigeeinrichtung gemäß Anspruch 28 wird auf die vorhergehende Be ¬ schreibung und das nachfolgende Ausführungsbeispiel verwiesen.
Von Vorteil ist es, wenn eine Auswerteelektronik vorgesehen ist, welche einen Filter aufweist, der kurze Widerstandsspitzen herausfiltert und eine Veränderung der Druckverteilung erst anzeigt, wenn eine definierte Zeitspanne von wenigstens einer Se ¬ kunde, vorzugsweise wenigstens zwei Sekunden, überschritten ist.
Die Auswerteelektronik kann die relativ Gewichtsveränderung an den Sensoren messen. Wenn der Reiter auf das Pferd und die Sensoren aufsitzt, kann die Auswerteelektronik auf Null zurückge ¬ setzt bzw. genullt werden. Sobald eine veränderte Druckvertei ¬ lung auftritt, also veränderte Widerstandswerte auftreten, zeigt die Anzeigeeinrichtung dies mit der entsprechenden Intensität an. Die Auswerteelektronik ist vorzugsweise so eingerichtet, dass bewusste Gewichtsverlagerungen, z. B. beim Reiten einer Kurve oder durch die Bewegung des Pferdes, nicht angezeigt wer ¬ den. Hierzu wird vorzugsweise der vorgenannte Filter verwendet, der kurze Widerstandsspitzen herausfiltert.
Nachfolgend werden die erfindungsgemäßen Lösungen gemäß den Ansprüchen 2 und 3 näher beschrieben, wobei nur auf die Abweichungen zu der bereits bezüglich Anspruch 1 beschriebenen erfindungsgemäßen Lösung näher eingegangen wird. Insofern dies nicht zwingend technisch ausgeschlossen ist, können alle bereits beschriebenen Varianten, Merkmale und Ausgestaltungen, die gemäß der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 1 vorgesehen sind, auch bei den erfindungsgemäßen Lösungen gemäß der Ansprüche 2 oder 3 eingesetzt werden. Dies gilt sowohl für einzelne Merkmale als auch für jede beliebige Kombination von Merkmalen. Ferner können analog die bezüglich Anspruch 2 genannten Merkmale, Ausgestaltungen und Varianten auch bei der gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 3 vorgesehenen Lösung eingesetzt werden, insofern dies nicht zwingend technisch ausgeschlossen ist. Dasselbe gilt ana ¬ log auch für die Merkmale, die nachfolgend bezüglich des An ¬ spruchs 3 beschrieben werden.
Insofern bezüglich einer der drei erfindungsgemäßen Lösungen (Ansprüche 1 bis 3) eine Ausgestaltung beschrieben wurde, die sich aus mehreren Merkmalen zusammensetzt, von denen lediglich eines bei den anderen erfindungsgemäßen Lösungen nicht realisiert werden kann, können dennoch die verbliebenen Merkmale auch bei den jeweils anderen beiden erfindungsgemäßen Lösungen eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß ist nach Anspruch 2 vorgesehen, dass die Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung eines Reiters auf einem Sattel ein Sattelpad mit wenigstens zwei Druckerfassungs ¬ zonen aufweist, wobei jeder Druckerfassungszone wenigstens ein Sensor zur Druckerfassung zugeordnet ist. Ferner ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Anzeigeeinrichtung umfasst, um den aktuellen Zustand der Druckverteilung anzuzeigen. Erfindungsgemäß ist dabei das Sattelpad auf die Oberseite des Sattels auflegbar und weist Mittel zur Befestigung auf dem Sattel auf. Das erfindungsgemäße Sattelpad zur Erfassung der Druckverteilung des Reiters wird nach Anspruch 2 auf den Sattel gelegt und dort befestigt. Die Sensoren befinden sich somit zwischen dem Reiter und dem Sattel. Dies hat den Vorteil, dass ausschließlich die Belastung durch den Reiter ermittelt wird. Ein Einfluss durch das Gewicht des Sattels und somit eventuelle Störquellen durch falsches oder verändertes Aufliegen besteht hier nicht.
Zusätzlich kann durch das Auflegen des Sattelpads auf den Sattel vermieden werden, dass durch die Bewegung des Pferdes die Anzeige falsch ausschlägt.
Die Anzeigeeinrichtung und das Sattelpad mit den Sensoren können über ein Kabel, vorzugsweise ein Spiralkabel, miteinander ver ¬ bunden werden. Das Spiralkabel ermöglicht eine passgenaue An ¬ bringung von Päd und Anzeigeeinrichtung bei unterschiedlich großen Pferden.
Von Vorteil ist es, wenn die Sensoren auf einem Schaumstoff be ¬ festigt, vorzugsweise aufgeklebt, sind, wobei die aktiven Flä ¬ chen der Sensoren dem Reiter zugewandt sind.
Die Sensoren, bei denen es sich vorzugsweise um Foliendrucksensoren handelt, werden somit mit der aktiven Fläche nach oben zum Reiter hin ausgerichtet und vorzugsweise auf den Schaumstoff ge ¬ klebt. Der Schaumstoff kann vorzugsweise aus Polyethylen beste ¬ hen und eine Dicke von 3 bis 10 mm, vorzugsweise 5 mm +/- 1 mm, aufweisen. Der Schaumstoff dient einerseits als Dämpfung und an ¬ dererseits als Knickschutz für die Sensoren.
Das Sattelpad kann aus einem Schaumstoff aus einem Stück gefer ¬ tigt sein. Es ist jedoch auch möglich, das Sattelpad beispiels- weise aus zwei oder mehreren Elementen herzustellen, die entlang einer Längsachse gespiegelt sind.
Von Vorteil ist es, wenn der Schaumstoff mit den Sensoren von einer textilen Hülle umfasst ist. Der Schaumstoff kann dabei beispielsweise in die textile Hülle eingenäht werden. Erfin ¬ dungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die textile Hülle eine Gummierung, vorzugsweise aus Silikon oder einem ähnlichen Material, aufweist, um ein Verrutschen des Sattelpads auf dem Sattel zu vermeiden bzw. zu reduzieren.
In einer Ausgestaltung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass die an den Sattel angrenzende Unterseite des Schaumstoffs mit einem Verrutschschutz versehen ist. Bei dieser Ausgestaltung kann auf eine textile Lage an der Unterseite des Sattelpads ver ¬ zichtet werden. Es kann jedoch vorgesehen sein, dass die Oberseite des Pads mit einem Textil verkleidet und eingefasst ist.
Von Vorteil ist es, wenn alle Lagen des Sattelpads miteinander verbunden, vorzugsweise verklebt sind. Dadurch wird ein optima ¬ ler Sitz gewährleistet und insbesondere störende Falten zuver ¬ lässig vermieden.
Von Vorteil ist es, wenn das Sattelpad wenigstens zwei, beson ¬ ders bevorzugt genau vier Sensoren aufweist, die vorzugsweise in das Sattelpad integriert sind. Dadurch lässt sich eine Gewichts ¬ veränderung sowohl in x-Richtung als auch in y-Richtung erkennen. Vorzugsweise können die Sensoren eine Größe aufweisen, die bereits bezüglich der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 1 genannt wurde. Besonders bevorzugt weisen die Sensoren eine Grö ¬ ße von 43 x 43 mm oder 10 x 300 mm auf. Die Positionierung der Sensoren erfolgt vorzugsweise an den Stellen, an denen die
Hauptbelastungspunkte des Reiters auf dem Sattel liegen. Von Vorteil ist es, wenn die Mittel zur Befestigung des Sattel- pads wenigstens ein Befestigungsband umfassen, welches zur Be ¬ festigung des Sattelpads auf dem Sattel durch den Wirbelsäulenkanal des Sattels führbar ist.
Das Sattelpad liegt vorzugsweise direkt auf dem Sattel auf. Es wird mit Hilfe eines vorzugsweise unelastischen oder teilelasti ¬ schen Bandes durch den Wirbelsäulenkanal des Sattels und mit Hilfe eines Klettbandes am Sattel befestigt. Alternativ oder er ¬ gänzend kann dabei vorgesehen sein, dass die Seitenflügel des Sattelpads mit einem Band, vorzugsweise einem elastischen Band, fixiert werden, welches unter dem Seitenblatt oder unter dem so ¬ genannten Deckblatt oder unter dem seitlichen Sattelblatt des Sattels verläuft.
Das gemäß Anspruch 2 vorgeschlagene Sattelpad kann auch als Sen- sorpad bezeichnet werden. Zur Beibehaltung der Terminologie der Lösung nach Anspruch 1 wurde vorliegend jedoch durchgängig der Begriff "Sattelpad" verwendet.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 3 ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung eines Reiters auf einem Sattel eine Reithose umfasst, in welche we ¬ nigstens zwei Druckerfassungszonen integriert sind, wobei jeder Druckerfassungszone wenigstens ein Sensor zur Druckerfassung zu ¬ geordnet ist. Ferner ist eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen, um den aktuellen Zustand der Druckverteilung anzuzeigen.
Die erfindungsgemäße Lösung nach Anspruch 3 unterscheidet sich von den gemäß Anspruch 1 und Anspruch 2 beschriebenen Lösungen dadurch, dass die Druckerfassungszonen mit den Sensoren zur Erfassung der Gewichtsverlagerung beim Reiten in eine Reithose in- tegriert sind. Die Integration der Sensoren in der Reithose kann an einer beliebigen Stelle erfolgen, beispielsweise an der Innenseite, der Außenseite oder vorzugsweise innerhalb der Reitho ¬ se, beispielsweise zwischen zwei unterschiedlichen Materialien der Reithose.
Von Vorteil ist es, wenn die Reithose ein textiles Grundmateri ¬ al, vorzugsweise Baumwolle oder eine Baumwollmischung und einen außenseitig auf das textile Grundmaterial aufgebrachten Besatz aufweist, welcher das Gesäß eines Reiters bedeckt und welcher an der Innenseite der Beine in Richtung auf den Fuß eines Reiters verläuft, wenn die Reithose korrekt getragen wird, wobei die Sensoren zwischen dem Besatz und dem textilen Grundmaterial integriert sind.
Reithosen bestehen häufig aus Baumwolle oder Baumwollmischungen mit einem geringen Elasthan-Anteil. Für einen optimalen Halt während des Reitens wird ein sogenannter Besatz verwendet. Ein Vollbesatz bedeckt das Gesäß und läuft an der Innenseite der Beine bis zum Bund am Boden. Im Knie kann eine Verstärkung eingearbeitet sein. Der Besatz besteht vorzugsweise aus Synthetik- Leder. Die vorzugsweise vorgesehene Anordnung der Sensoren zwischen dem Besatz und dem textilen Grundmaterial der Reithose hat sich als besonders geeignet herausgestellt. Die Sensoren können dabei im Bereich des Gesäßes oder im Bereich der Innenseite der Oberschenkel angeordnet sein. Insofern vorgesehen ist, dass die Reithose über vier Druckerfassungszonen verfügt, können vorzugsweise jeweils zwei Druckerfassungszonen im Bereich des Gesäßes und jeweils eine Druckerfassungszone auf jeder Innenseite der Oberschenkel ausgebildet sein. Vorzugsweise weist jede Drucker ¬ fassungszone einen Sensor zur Druckerfassung auf. Von Vorteil ist es, wenn die Sensoren über textile Leiterbahnen, welche vorzugsweise im Nahtbereich der Reithose verlaufen, mit einem Elektronikmodul verbunden sind.
Die textilen Leiterbahnen müssen nicht zwingend zu einem Elektronikmodul führen.
Ferner kann es von Vorteil sein, wenn das Elektronikmodul am Bund der Reithose ausgebildet oder befestigt ist. Der Erfinder hat erkannt, dass die elektronische Anbindung der Sensoren über textile Leiterbahnen, die vorzugsweise zumindest teilweise im Nahtbereich der Hose verlaufen, besonders vorteilhaft ist. Da ¬ durch werden lose Kabel oder Schlaufen vermieden, in denen sich der Reiter oder das Pferd verheddern könnten. Vorzugsweise werden die textilen Leiterbahnen durch die Nähte bis zum Bund der Reithose und dort gegebenenfalls in ein Elektronikmodul geführt, welches vorzugsweise eine geringe Abmessung aufweist.
Die Verbindung zwischen der Anzeigeeinrichtung und dem
Elektronikmodul kann vorzugsweise über ein Spiralkabel erfolgen, wodurch der Reiter eine ausreichende Bewegungsfreiheit erhält. Ferner kann vorzugsweise eine Abreißsteckerverbindung vorgesehen sein, damit keine Gefahrenquelle für Reiter und Pferd bei einem Sturz vorhanden ist.
Von Vorteil ist es, wenn die Sensoren mit den aktiven Flächen nach außen und dem Sattel zugewandt auf einem Schaumstoff aufge ¬ bracht, vorzugsweise aufgeklebt, sind.
Vorzugsweise können dabei die Sensoren mit der aktiven Fläche nach außen auf einen dünnen, maximal 4 mm starken, besonders bevorzugt lediglich maximal 2 mm starken Schaumstoff aufgebracht bzw. geklebt werden. Von Vorteil ist es, wenn der Besatz, vorzugsweise aus dem Syn- thetik-Leder, und das textile Grundmaterial der Reithose, vor ¬ zugsweise aus Baumwolle oder einer Baumwollmischung, mit den dazwischen angeordneten Sensoren miteinander verklebt wird.
Von Vorteil ist es, wenn insgesamt vier Sensoren in die Reithose integriert sind, zwei am Gesäß und zwei am Oberschenkel. Dadurch kann sowohl eine Verlagerung des Gewichts nach vorne und hinten sowie nach rechts und links erkannt werden. Hinsichtlich vorteilhafter Abmessungen der Sensoren wird auf die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösungen nach den Ansprüchen 1 und 2 verwiesen .
Eine besonders bevorzugte Reithose für eine Vorrichtung nach An ¬ spruch 3 ergibt sich aus Anspruch 27. Dabei ist vorgesehen, dass in die Reithose wenigstens zwei Druckerfassungszonen integriert sind, wobei jeder Druckerfassungszone wenigstens ein Sensor zur Druckerfassung zugeordnet ist. Hinsichtlich weiterer möglicher vorteilhafter Ausgestaltungen der Reithose wird auf die Beschreibung der Reithose nach der erfindungsgemäßen Lösung gemäß Anspruch 3 und des nachfolgenden Ausführungsbeispiels verwiesen. Von Vorteil ist es insbesondere, wenn die Reithose textile, vor ¬ zugsweise in den Nähten verlaufende, Leiterbahnen aufweist, wel ¬ che mit den Sensoren elektronisch verbunden sind.
Die Reithose nach Anspruch 27 ist auch unabhängig von Anspruch 3 erfinderisch. Der Anmelder behält sich vor, gegebenenfalls über eine Teilanmeldung auch einen von Anspruch 3 unabhängigen Schutz für eine Reithose nach Anspruch 27 zu beanspruchen, gegebenenfalls in Verbindung mit den offenbarten vorteilhaften Ausgestaltungen . Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich auch aus den weiteren abhängigen Ansprüchen. Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Er ¬ findung prinzipmäßig dargestellt.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Pferdes, auf welches eine Sat ¬ teldecke aufgelegt ist und mit einem Halsband, an dem eine erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung angeordnet ist;
Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Kontrollfeld der Anzeigeeinrich ¬ tung;
Fig. 3 eine prinzipmäßige Seitenansicht der Anzeigeeinrichtung mit einer strichlinierten Darstellung eines Technikmoduls und eines Akkus im Innenraum eines Gehäuses der An ¬ zeigeeinrichtung;
Fig. 4 eine prinzipmäßige Darstellung der Anordnung eines Sensors, welcher zwischen einer harten und einer weichen Schicht eines flächigen Trägers zur Druckverteilung eingebettet ist;
Fig. 5 eine Draufsicht auf ein Sattelpad in einer Ausgestaltung mit zwei Druckerfassungszonen;
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein Sattelpad in einer Ausgestaltung mit vier Druckerfassungszonen;
Fig. 7 eine prinzipmäßige Ansicht von der Seite auf ein Sattel ¬ pad gemäß Fig. 6, wenn dieses auf ein Pferd aufgelegt ist ; Fig. 8 eine Ansicht auf einen Sattel von hinten;
Fig. 9 eine Ansicht auf einen Sattel von der Seite, wobei eine erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung mit dem Sattel und mit dem Halsband eines Pferds verbunden ist;
Fig. 10 eine Draufsicht auf einen Sattel;
Fig. 11 eine Vorderansicht auf einen Sattel;
Fig. 12 eine prinzipmäßige Darstellung der Anordnung der Anzeigeeinrichtung auf dem Widerrist eines Pferdes;
Fig. 13 eine prinzipmäßige Darstellung einer vorteilhaften Halterung zur Befestigung der Anzeigeeinrichtung;
Fig. 14 eine Draufsicht auf einen Sattel, auf den ein Sattelpad nach Anspruch 2 aufgelegt ist;
Fig. 15 eine Seitenansicht auf einen Sattel, auf den ein Sattel ¬ pad nach Anspruch 2 aufgelegt ist;
Fig. 16 eine Prinzipdarstellung des Aufbaus des Sattelpads nach
Anspruch 2 im Bereich einer Druckerfassungszone;
Fig. 17 eine Draufsicht auf ein Sattelpad nach Anspruch 2 in ei ¬ ner ersten Ausführungsform;
Fig. 18 eine Seitenansicht auf ein Sattelpad nach Fig. 17;
Fig. 19 eine Draufsicht auf ein Sattelpad nach Anspruch 2 in ei ¬ ner zweiten Ausführungsform; Fig. 20 eine Seitenansicht auf ein Sattelpad nach Fig. 19;
Fig. 21 eine Rückansicht auf einen Sattel, auf dem ein Sattelpad nach Anspruch 2 aufgelegt ist, mit einer Darstellung eines Befestigungsbandes zur Befestigung des Sattelpads auf dem Sattel, wobei das Befestigungsband durch einen Wirbelsäulenkanal des Sattels verläuft;
Fig. 22 eine Frontansicht auf einen Sattel gemäß Fig. 21;
Fig. 23 eine Draufsicht auf einen Sattel, auf dem ein Sattelpad nach Anspruch 2 aufgelegt und mittels Befestigungsbändern unter dem Seitenblatt bzw. dem Deckblatt bzw. dem Sattelblatt des Sattels fixiert ist;
Fig. 24 eine Seitenansicht der Darstellung gemäß Fig. 23;
Fig. 25 eine Rückansicht auf eine Reithose mit vier Druckerfas ¬ sungszonen; und
Fig. 26 eine prinzipmäßige Darstellung einer Reithose im Bereich einer Druckerfassungszone.
Die Figuren 1, 2, 3, 8, 9, 10, 11, 12 und 13 zeigen Darstellungen, die für alle drei erfindungsgemäßen Ausgestaltungen gelten können .
Die Figuren 4 bis 7 zeigen detailliert die erfindungsgemäße Lö ¬ sung ausgehend von Anspruch 1, gleichwohl können hieraus auch Merkmale auf die erfindungsgemäßen Lösungen nach den Ansprüchen 2 und 3 übertragen werden. Die Figuren 14 bis 24 zeigen detailliert die erfindungsgemäße Lösung ausgehend von Anspruch 2. Auch hiervon können jedoch Merkmale auf die anderen erfindungsgemäßen Lösungen übertragen werden .
Die Figuren 25 und 26 beschreiben detailliert die erfindungsge ¬ mäße Lösung ausgehend von Anspruch 3, auch dabei können jedoch wieder Merkmale auf die anderen erfindungsgemäßen Lösungen übertragen werden.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Pferdes, auf welches eines Satteldecke 1, die auch als Schabracke bezeichnet wird, aufge ¬ legt ist. Ferner ist durch ein Koordinatensystem in Fig. 1 dargestellt, in welche Achsrichtung die Sitzposition eines Reiter überwacht bzw. anhand der Druckverteilung unterhalb eines Sat ¬ tels 2 (siehe Figuren 8 bis 11) ermittelt werden soll. Bei der x-Achse handelt es sich um eine Achse in Längsrichtung des Pfer ¬ des. Durch eine Ermittlung der Druckverteilung in Richtung der x-Achse soll erkannt werden, ob ein Reiter zu weit vorne oder zu weit hinten sitzt. Bei der y-Achse handelt es sich um eine Ach ¬ se, die im Lot bzw. senkrecht zu der x-Achse steht. D. h. die y- Achse erstreckt sich quer und horizontal zur Längsachse des Pferdes. Durch die Feststellung der Druckverteilung in der y- Achse wird ermittelt, ob ein Reiter zu weit links oder zu weit rechts auf dem Pferd sitzt. Um den Hals eines Pferdes verläuft eine Halterung 3, bei der es sich im Ausführungsbeispiel um ein Halsband handelt. An dem Halsband 3 ist eine in den Figuren 2 und 3 näher dargestellte Anzeigeeinrichtung 4 direkt oder über eine weitere Halterung 28 befestigt. Die Anzeigeeinrichtung 4 wird im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 darüber hinaus auch an dem Sattel 2 befestigt. Wie sich aus den Figuren 1, 2 und 3 ergibt, weist die Anzeige ¬ einrichtung 4 ein Gehäuse 5 auf. Das Gehäuse 5 ist dabei vor ¬ zugsweise aus Kunststoff ausgebildet. Das Gehäuse 5 weist ein Oberfläche auf, welche im Ausführungsbeispiel ein Kontrollfeld 6 darstellt bzw. beinhaltet. Im Innenraum des Gehäuses 5 ist ein Technikmodul 7 und ein Akku 8 angeordnet. Ferner weist das Ge ¬ häuse 5 eine Ladebuchse 9 auf, welche so mit dem Akku 8 verbun ¬ den ist, dass dieser geladen werden kann.
An der Unterseite des Gehäuses 5 ist ein Verbindungselement 10 ausgebildet, mit dessen Hilfe es möglich ist, das Gehäuse 5 di ¬ rekt auf dem Halsband 3 oder auf einer weiteren Halterung zu fixieren. Zur Fixierung des Gehäuses 5 direkt auf dem Halsband 3 kann vorgesehen sein, dass es sich bei dem Verbindungselement 10 um einen Klettverschluss handelt und das Halsband 3 ein entspre ¬ chendes Gegenstück aufweist. Besonders vorteilhaft ist es je ¬ doch, eine weitere Halterung zu verwenden. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse 5 ein Verbindungselement 10 aufweist, mit dem es möglich ist, das Gehäuse 5 mechanisch an der Halterung anzubinden. Die Halterung selbst kann dabei vorzugsweise mit ei ¬ nem Halsband 3 oder einem anderen Gurt, der am Pferd befestigt werden kann, verbunden sein. Bei der mechanischen Ausgestaltung des Verbindungselements 10 kann es vorteilhaft sein, wenn es sich hierbei um eine Steckverbindung, vorzugsweise um eine
Schwalbenschwanzverbindung, handelt. Die Halterung, die am Pferd befestigt wird, kann dabei ein entsprechendes Gegenstück aufwei ¬ sen, so dass das Verbindungselement 10, welches vorzugsweise an der Unterseite des Gehäuses 5 ausgebildet ist, mit diesem kraft- oder formschlüssig in Eingriff gebracht werden kann.
Die Befestigung der Anzeigeeinrichtung 4 erfolgt vorzugsweise derart, dass sich die Anzeigeeinrichtung 4 auf einem Widerrist 27a des Pferdes vor dem Sattel 2 befindet. Fig. 5 zeigt ein Sattelpad 11 als Teil der Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung unterhalb eines Sattels 2 auf einem Pferderücken. Sattelpads 11 sind aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannt und weisen in der Regel eine sich flächig über das Sattelpad erstreckende Aufpolsterung bzw. Füllung auf. In dem in Fig. 5 und auch in dem in Fig. 6 und Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel des Sattelpads 11 ist vorgesehen, dass eine Längsachse 12 des Sattelpads 11 frei von einer Aufpolsterung bzw. einer Füllung ist, d. h. in diesem Bereich ist keine Aufpolsterung vorgesehen. Die Längsachse 12 des Sattelpads 11 er ¬ streckt sich entlang der Wirbelsäule des Pferdes, wenn das Sat ¬ telpad 11 korrekt aufgelegt ist.
Wie sich aus Fig. 5 ergibt, weist das Sattelpad 11 zwei Drucker ¬ fassungszonen 13 auf. In dem in den Figuren 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Druckerfassungszonen 13 vorge ¬ sehen .
Die in den Figuren 5 bis 7 dargestellten Druckerfassungszonen 13 sind spiegelbildlich um die Längsachse 12 des Sattelpads 11 an ¬ geordnet. Gemäß Fig. 5 erstreckt sich sowohl die linke als auch die rechte Druckerfassungszone 13 wenigstens annähernd über die gesamte Länge und die gesamte Breite des Sattelpads 11. Gemäß der in den Figuren 6 und 7 dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, dass in Längsrichtung des Pferderückens betrachtet sowohl links als auch rechts zwei Druckerfassungszonen 13 hintereinander angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel weisen die in den Figuren 6 und 7 dargestellten vorderen Druckerfassungszonen 13a eine Breite auf, die größer ist als die Breite der hin ¬ teren Druckerfassungszonen 13b. Die Figuren 6 und 7 zeigen dabei zwei leicht voneinander abweichende Ausführungsformen. In der in Fig. 7 dargestellten Ausgestaltung ist vorzugsweise vorgesehen, dass die vordere Druckerfassungszone 13a eine Länge von 14 bis 30 cm, vorzugsweise 20 cm, und eine Breite von 12 bis 27 cm, vorzugsweise 18 cm, aufweist. Ferner ist vorgesehen, dass die hintere Druckerfassungszone 13b eine Länge von 20 bis 40 cm, vorzugsweise 32 cm, und eine Breite von 7 bis 15 cm, vorzugswei ¬ se 11 cm, aufweist. Grundsätzlich ist die Form der Druckerfas ¬ sungszonen 13 jedoch beliebig und vorzugsweise an die Form und den Verlauf der Auflagefläche des Sattels 2 angepasst.
Gegebenenfalls kann vorgesehen sein, dass die in Fig. 5 darge ¬ stellten beiden Druckerfassungszonen 13 in einen vorderen und einen hinteren Teil unterteilt sind. Hierzu können Trennstellen vorgesehen sein, durch die Fehlimpulse vermieden werden. Die Trennstellen können beispielsweise durch Einpressen oder eine anderweitige Erzeugung einer Einbuchtung erzielt werden. Dadurch kann sich das in den Figuren 6 und 7 dargestellte Bild ergeben. In diesem Fall ist vorgesehen, dass sowohl im vorderen als auch im hinteren Teil jeweils ein Sensor angeordnet ist. In Fig. 5 ist dies lediglich strichliniert für den vorderen Teil darge ¬ stellt .
Das Sattelpad 11 kann einen Überzug bzw. eine Umhüllung 14 bei ¬ spielsweise aus Textil oder einem anderen Material aufweisen, welches die Druckerfassungszonen 13 umfasst. Das Sattelpad 11 kann beliebig, vorzugsweise über einen Klettverschluss mit der Satteldecke 1 verbunden werden. Das Sattelpad 11 kann auch di ¬ rekt auf den Rücken eines Pferdes aufgelegt werden.
Für einen zusätzlichen Halt können Klettbänder für die Gurtstrippen sorgen.
In einer nicht näher dargestellten Ausgestaltung kann auch vorgesehen sein, dass das Sattelpad 11 lediglich durch die zwei in Fig. 5 dargestellten Druckerfassungszonen 13 oder die in den Figuren 6 und 7 dargestellten vier Druckerfassungszonen 13 gebildet ist, welche vorzugsweise einzeln mit der Satteldecke 1, vor ¬ zugsweise über einen Klettverschluss , verbunden bzw. dort ange ¬ ordnet werden. In diesem Fall handelt es sich bei dem Sattelpad nicht um eine Einheit, sondern das Sattelpad 11 ist durch eine Mehrzahl von einzeln ausgebildeten Druckerfassungszonen 13 ausgebildet .
Die Druckerfassungszonen 13 sind vorzugsweise jeweils nach Art eines Pads bzw. eines Teilpads ausgebildet. Die Druckerfassungs ¬ zonen 13 übernehmen somit die Aufgabe, die den aus dem Stand der Technik bekannten Pads zukommt, d. h. diese füllen einen Raum zwischen der Satteldecke 1 und dem Sattel 2 auf bzw. reduzieren die Druckbelastung für das Pferd.
Die Druckerfassungszonen 13 können dabei vorzugsweise gepolstert ausgebildet sein.
Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Druckerfassungs ¬ zonen 13, d. h. die Pads, durch einen aus wenigstens zwei unter ¬ schiedlich harten Materialien gebildeten, flächigen Träger 15 zur Druckverteilung ausgebildet sind. Der Träger 15 weist im Ausführungsbeispiel genau zwei unterschiedlich harte Materialien auf. Es handelt sich hierbei um ein härteres Material 16, wel ¬ ches dem Sattel 2 zugewandt ist, und ein weicheres Material 17, welches dem Pferderücken zugewandt ist. Dabei bedeutet zugewandt nicht, dass die Materialien 16, 17 zwingend direkt an dem Sattel 2 oder Pferderücken angrenzen müssen. Durch zugewandt soll nur definiert werden, welches der Materialien 16, 17 sich oben und welches sich unten befindet, bezogen auf ein korrektes Anlegen des Sattelpads 11 auf einem Pferderücken. Es ist im Ausführungs- beispiel vorgesehen, dass das weiche Material 17 nicht direkt an den Pferderücken angrenzt, sondern an die Satteldecke 1.
Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Materialien 16, 17 aus Kunststoff, nämlich einem Kunststoffschäum, ausgebildet sind. Das härtere Material 16 ist dabei ein Polyethylen- Schaumstoff ( PE-Schaumstoff) , vorzugsweise ein vergleichsweise harter Polyethylen-Schaumstoff . Das weichere Material 17 liegt als Polyurethan-Schaumstoff, vorzugsweise als relativ weicher Polyurethan-Schaumstoff (PU-Schaumstoff) , vor. Für den Polyu ¬ rethan-Schaumstoff eignet sich ein Esterschaumstoff besonders.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist im Ausführungsbeispiel vor ¬ gesehen, dass der harte PE-Schaumstoff 16 eine deutlich geringe ¬ re Dicke aufweist als der weiche Esterschaumstoff 17. Im Ausfüh ¬ rungsbeispiel weist die Stärke bzw. die Höhe des Esterschaum ¬ stoffs 17 ein Vielfaches der Höhe des PE-Schaumstoffs 16 auf. Im Ausführungsbeispiel entspricht die Höhe des Esterschaumstoffs 10 bis 50 mm, vorzugsweise 18 bis 24 mm.
Prinzipmäßig ist in Fig. 4 eine vorteilhafte Positionierung ei ¬ nes Sensors 18 innerhalb der Druckerfassungszone 13 bzw. inner ¬ halb des Trägers 15 dargestellt. Der Sensor 18 erfasst eine Druckkraft auf das härtere Material 16, d. h. im Ausführungsbei ¬ spiel auf den PE-Schaumstoff . Hierzu ist der Sensor 18 vorzugs ¬ weise zwischen dem härteren Material 16 und dem weicheren Material 17 angeordnet bzw. eingebettet. Im Ausführungsbeispiel ist der Sensor 18 direkt an der Unterseite des härteren Materials 16 platziert. Wie sich ferner aus den Figuren 5 bis 7 ergibt, ist der Sensor 18 vorzugsweise mittig auf der Druckerfassungszone 13 bzw. dem Träger 15 angeordnet. Unter mittig ist dabei zu verste ¬ hen "mittig" bezogen auf die Ausdehnung der Druckerfassungszone 13 bzw. des Trägers 15 bezogen auf dessen Länge und Breite. Im Ausführungsbeispiel ist jeder Druckerfassungszone 13 genau ein Sensor 18 zugeordnet. Prinzipmäßig ist in Fig. 5 strichliniert noch ein zweiter Sensor 18 dargestellt. Selbstverständlich ist es auch möglich, mehr als einen Sensor 18 pro Druckerfassungszo ¬ ne 13 einzusetzen, dies erhöht jedoch die Herstellungskosten. Ein Einsatz eines zweiten Sensors 18 kann sich insbesondere dann eignen, wenn das Sattelpad 11 nur zwei Druckerfassungszonen 13 aufweist, so wie dies in Fig. 5 dargestellt ist.
In Fig. 4 ist strichliniert eine alternative Positionierung des Sensors 18 unterhalb des weichen Materials 17 dargestellt. Da ¬ durch soll verdeutlicht werden, dass der Sensor 18 grundsätzlich an einer beliebigen Stelle des Trägers 15 unterhalb des harten Materials 16 platziert werden kann. Die Erfinder haben jedoch erkannt, dass sich eine Positionierung direkt an der Unterseite des harten Materials 16 besonders eignet, damit die auf das har ¬ te Material 16 einwirkenden Druckkräfte gut erfasst werden kön ¬ nen .
Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass es sich bei dem Sen ¬ sor 18 um einen sogenannten Foliendrucksensor, d. h. um einen FSR-Sensor 18, handelt. Ferner ist im Ausführungsbeispiel vorge ¬ sehen, dass der Sensor 18 vorzugsweise quadratisch ausgebildet ist und eine Länge von 20 bis 60 mm, vorzugsweise 43 mm, und ei ¬ ne Breite von 20 bis 60 mm, vorzugsweise 43 mm, aufweist.
Selbstverständlich kann der Sensor 18 auch kreisförmig, ellipsenförmig oder anderweitig ausgebildet sein. Die Abmessungen sind vorstehend nur beispielhaft bzw. haben sich in den Versu ¬ chen als besonders geeignet herausgestellt.
Wie sich aus den Figuren 5 bis 7 ergibt, weist das Sattelpad 11 im Bereich der Längsachse 12, d. h. im Bereich eines Wirbelsäu ¬ lenkanals 2a des Sattels 2 weder eine Druckerfassungszone 13 noch eine Aufpolsterung auf. Dies hat den Vorteil, dass kein un ¬ nötiger Druck auf die Wirbel des Pferdes ausgeübt wird, so wie dies beim Stand der Technik bei allen Sattelpads der Fall ist, aufgrund der auch in diesem Bereich typischerweise angeordneten Aufpolsterung .
Es sei in diesem Zusammenhang angemerkt, dass die in den Figuren 5 bis 7 dargestellten Sattelpads auch ohne eine Vorrichtung zur Ermittlung der Druckverteilung unterhalb eines Sattels 2 eine erfinderische Neuerung gegenüber dem Stand der Technik darstellt, da die aus dem Stand der Technik bekannten Sattelpads immer eine vollflächige, einstückige und sich somit auch über den Wirbelsäulenbereich eines Pferdes erstreckende Aufpolsterung bzw. Füllung aufweisen. Der Erfinder behält sich vor, auf diesen Gegenstand - ohne Beschränkung auf eine Vorrichtung zur Ermitt ¬ lung der Druckverteilung - eine Teilanmeldung zu richten. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Sattelpad 11 im Bereich der Längsachse 12 nur eine ungefütterte Stoffbahn und/oder nur ein Klettband aufweist.
Fig. 8 zeigt ein Kabel 19 zur elektrischen Verbindung der Sensoren 18 mit der Anzeigeeinrichtung 4. Die Kabel 19 verlaufen dabei, vorzugsweise als Kabelstrang gebündelt, im Wirbelsäulenka ¬ nal 2a des Sattels 2. In nicht näher dargestellter Weise ist da ¬ bei vorgesehen, dass die Kabel 19 fest mit dem Sattelpad 11 ver ¬ bunden bzw. in dieses integriert sind. Vorzugsweise verlaufen die Kabel 19 dabei entlang der Längsachse 12 des Sattelpads 11.
Fig. 9 zeigt eine Möglichkeit, die Anzeigeeinrichtung 4 so anzu ¬ ordnen, dass der Reiter diese während des Reitens einsehen kann, um den aktuellen Zustand der Druckverteilung erkennen und gegebenenfalls hierauf reagieren zu können. Vorgesehen ist dabei, dass die Anzeigeeinrichtung 4 bzw. deren Gehäuse 5 mittels zweier Befestigungsglieder, vorzugsweise zwei ¬ er Bänder 20, am Sattel 2 befestigt ist. Dies erfolgt im Ausfüh ¬ rungsbeispiel vorzugsweise dadurch, dass die Bänder 20 über Ka ¬ rabiner 21 in Ösen 22 des Sattels 2 eingehängt sind. Dabei kön ¬ nen Ösen 22 des Sattel 2 verwendet werden, die üblicherweise (auch) zur Befestigung des Halsbandes 3 dienen. Ferner ist gemäß Fig. 9 die Anzeigeeinrichtung 4 bzw. das Gehäuse 5 mit einem Halsband 3 verbunden, welches, wie in Fig. 1 dargestellt, um den Hals des Pferdes herum verlaufen kann. Zur Anbindung an dem Halsband 3 kann vorzugsweise das Klettverbindungselement 10 an der Unterseite des Gehäuses 5 verwendet werden. Die Kabel 19 können in bekannter und nicht näher dargestellter Weise mit der Anzeigeeinrichtung 4 verbunden werden. Vorzugsweise erfolgt dies über einen Mini-DIN-Stecker und eine Mini-DIN-Kupplung . Die Anzeigeeinrichtung 4 bzw. das Gehäuse 5 kann dabei eine Steckverbindung aufweisen, ähnlich wie dies bei Kopfhöreranschlüssen bekannt ist. Alternativ kann die Übertragung der Daten der Sensoren 18 auch kabellos erfolgen (nicht dargestellt) .
Fig. 10 zeigt eine Darstellung des Sattels 2 von oben mit den Ösen 22.
Fig. 11 zeigt eine Darstellung des Sattels 2 von vorne mit einem Wirbelsäulenkanal 2a.
Wie sich aus Fig. 2 im Detail ergibt, weist das Kontrollfeld 6 im Ausführungsbeispiel vier Teilkontrollfelder 23 auf, welche sowohl eine Druckverteilung zwischen den linken und den rechten Druckerfassungszonen 13 als auch eine Druckerfassung zwischen den vorderen und den hinteren Druckerfassungszonen 13a und 13b anzeigen können. Jedes Teilkontrollfeld 23 ist einer Druckerfas ¬ sungszone 13 zugeordnet. Dabei entspricht die Zuordnung Vorzugs- weise der Anordnung der Druckerfassungszonen 13 auf dem Sattel- pad 11. D. h. die beiden vorderen Teilkontrollfelder 23a entsprechen den beiden vorderen Druckerfassungszonen 13a und die beiden hinteren Teilkontrollfelder 23b entsprechend den beiden hinteren Duckerfassungszonen 13b. Die linken Teilkontrollfelder 23a, 23b entsprechen dabei den jeweils links angeordneten Dru ¬ ckerfassungszonen 13a, 13b und die rechten Teilkontrollfelder 23a, 23b entsprechen den rechten Druckerfassungszonen 13a, 13b. Ein Reiter kann somit, ohne dass ein weiteres Nachdenken nötig ist, sofort erkennen, in welche Richtung er einen zu hohen Druck ausübt, d. h. in welcher Richtung seine Sitzposition falsch ist. Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass jedes Teilkontroll ¬ feld 23 aus einer Mehrzahl von optischen Anzeigeelementen 26, im Ausführungsbeispiel LEDs, gebildet ist. Im Ausführungsbeispiel sind jeweils sechs LEDs 26 für ein Teilkontrollfeld 23 vorgese ¬ hen. Zur leichteren Erkennung für den Reiter kann ferner vorgesehen sein, dass die beiden hinteren Teilkontrollfelder 23b eine andere Farbe aufweisen als die beiden vorderen Teilkontrollfel ¬ der 23a. Im Ausführungsbeispiel sind die vorderen Teilkontroll ¬ felder 23a mit gelben LEDs versehen, während die hinteren Teilkontrollfelder 23b blaue LEDs aufweisen. Ferner ist vorgesehen, dass je weiter sich ein Reiter von der vorgesehenen korrekten und ausgeglichenen Sitzposition in eine ungewünschte Richtung verlagert, desto mehr LEDs 26 leuchten in dem entsprechenden Teilkontrollfeld 23 auf. Der Reiter kann somit schnell und ein ¬ fach erkennen, ob er nur ein wenig von der korrekten Sitzposition abweicht oder ob es sich um eine starke Abweichung handelt.
Wie sich ferner aus Fig. 2 ergibt, weist das Kontrollfeld 6 eine Hauptkontrollleuchte 24 auf, bei der es sich vorzugsweise eben ¬ falls um eine LED handelt. Dabei ist vorgesehen, dass die Haupt ¬ kontrollleuchte in einer dritten Farbe, vorzugsweise rot, leuch ¬ tet. Die Hauptkontrollleuchte 24 kann beispielsweise anzeigen, ob die Anzeigeeinrichtung 4 aktiviert ist. Ferner kann die
Hauptkontrollleuchte 24 gegebenenfalls dafür verwendet werden, dem Reiter durch ein Aufleuchten oder ein Blinken oder dergleichen anzuzeigen, dass er sich derzeit in einer korrekten Position befindet.
Die Anzeigeeinrichtung 4 verfügt ferner über eine Ein- und Ausschalttaste 25.
Die in Fig. 2 dargestellte Anzeigeeinrichtung 4 weist auf jeder Seite zwölf LEDs 26 auf bzw. ist mit diesen bestückt. Hinzukommt eine vorzugsweise mittig angeordnete LED, die als Hauptkontroll ¬ leuchte 24 fungiert. Leuchten die LEDs 24, 26 nicht, so sind sie vorzugsweise grau. Leuchten sie auf, so erscheinen sie vorzugs ¬ weise farbig, da die Glühbirnen vorzugsweise farbig sind und nicht die Plastikabdeckung. Dadurch können die LEDs bei Einstrahlung von Sonnenlicht schneller und besser erkannt werden als farbige Plastikhüllen.
Vorzugsweise sind die Farben so gewählt, dass die Teilkontroll ¬ felder 23a leicht von den Teilkontrollfeldern 23b und gegebenenfalls von der Hauptkontrollleuchte 24 unterschieden werden können .
Sitzt ein Reiter genau mittig auf beiden Achsen (x-, y-Achse) , so können zur Verdeutlichung der korrekten Sitzposition vorzugsweise die rote Hauptkontrollleuchte 24 aufleuchten sowie von je ¬ dem Teilkontrollfeld 23 jeweils eine LED 26. Beugt sich der Rei ¬ ter zu weit nach links bzw. sitzt zu weit links, dann leuchten auf der linken Seite mehrere LEDs 26 des vorderen Teilkontroll ¬ felds 23a und des hinteren Teilkontrollfelds 23b. Wie viele der LEDs der linken Teilkontrollfelder 23a, 23b aufleuchten, hängt dabei von der Stärke der Beugung und gegebenenfalls einer Sensi- bilitätseinstellung ab. Wenn mehr LEDs 26 des hinteren (linken) Teilkontrollfelds 23b aufleuchten als LEDs 26 des vorderen (lin ¬ ken) Teilkontrollfelds 23a, dann sitzt der Reiter zudem mit dem Oberkörper zu weit hinten. Leuchten hingegen mehr LEDs des vorderen (linken) Teilkontrollfelds 23a auf als LEDs des hinteren (linken) Teilkontrollfelds 23b, dann sitzt der Reiter zu weit nach vorne gebeugt.
Durch das Aufleuchten der LEDs 26 erkennt der Reiter sofort, wenn er einen Sitzfehler begeht.
In nicht näher dargestellter Weise kann vorgesehen sein, dass die Anzeigeeinrichtung 4 auch noch über einen Lichtsensor verfügt, der automatisch die Helligkeit der LEDs an die Umgebungs ¬ bedingungen anpasst. Ferner kann ein Reset-Schalter vorgesehen sein, um alle Einstellungen zurückzusetzen. Des weiteren kann der Akku 8 so ausgelegt sein, dass dieser vorzugsweise über ein Netzkabel (220 Volt) und/oder ein Kfz-Ladekabel (12 Volt) gela ¬ den werden kann. Dies kann vorzugsweise über die Ladebuchse 9 erfolgen .
In ebenfalls nicht näher dargestellter Weise kann eine Auswerte ¬ elektronik vorgesehen sein, die derart eingerichtet ist, dass kurze Widerstandsspitzen herausgefiltert werden und gegebenenfalls auch erst dann Änderungen des Gewichts angezeigt werden, wenn diese eine bestimmte Zeitspanne, etwa zwei Sekunden, über ¬ steigen. Vorteilhaft ist dabei auch, wenn die Auswerteelektronik "genullt" wird, wenn der Reiter auf dem Pferd sitzt.
Fig. 12 zeigt prinzipmäßig eine vorteilhafte Anordnung der An ¬ zeigeeinrichtung 4. Dabei ist in Fig. 12 abstrahiert ein Teil des Rückens des Pferdes, der Widerrist 27a und ein Pferdehals 27b dargestellt. Die Anzeigeeinrichtung 4 ist im Bereich des Wi- derrists 27a angeordnet. Der Pferdehals 27b weist nach dem Wi ¬ derrist 27a sehr bewegliche Halswirbel auf. Dadurch kann der Pferdehals 27b fast bis zur Senkrechten aufgerichtet werden (siehe strichlinierte Darstellung) . Damit der Pferdehals 27b möglichst nicht an die Anzeigeeinrichtung 4 stößt, ist in Fig. 12 eine Halterung 28 vorgesehen, die als Schalhalterung ausgebildet ist. Die Schalhalterung 28 kann sich dabei jeder Bewegung des Pferdehalses 27b anpassen.
Fig. 13 zeigt eine besonders geeignete Ausgestaltung einer Hal ¬ terung 28. Die in Fig. 13 dargestellte Halterung 28 erlaubt eine graduelle Verstellung, um insbesondere Verletzungen des Pferdes bei nach hinten gestrecktem Hals zu unterbinden. Die in Fig. 13 dargestellte Halterung 28 kann mit Hilfe eines beliebigen Bandes oder eines Gurtes am Pferd befestigt werden. In Fig. 13 ist vor ¬ gesehen, dass zur Befestigung ein Halsband 3 eingesetzt wird, so wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Es kann sich bei dem Gurt jedoch grundsätzlich um einen beliebigen Gurt handeln, der vorzugsweise ohnehin, beispielsweise zur Befestigung der Zügel oder dergleichen bei dem Pferd bereits angebracht ist. Gegebenenfalls kann es sich bei dem Gurt auch um einen Gurt handeln, der lediglich zur Befestigung der Anzeigeeinrichtung 4 bzw. der Halterung 28 an dem Pferd, vorzugsweise umlaufend um den Hals 27b des Pferdes, befestigt wird.
Bei dem Gurt kann es sich um einen sogenannten Martingal handeln .
Der Gurt kann am Hals 27b des Pferdes wie bei einem Sattel ent ¬ sprechend mit leichtem Druck festgezurrt werden, so dass bei je ¬ dem Pferd individuell die Halterung 28 befestigt werden kann. Die Halterung 28 weist an ihrer Unterseite eine gerade Fläche auf. Grundsätzlich könnte die Unterseite der Halterung 28 auch gebogen sein; es hat sich jedoch herausgestellt, dass eine gera ¬ de Fläche besonders geeignet ist, um zu ermöglichen, dass das Pferd beim Halsheben und -senken die Anzeigeeinrichtung 4 mitbewegt (nach oben und nach unten) und nicht dagegen stößt.
Die in Fig. 13 dargestellte Halterung 28 weist eine untere, ge ¬ rade Fläche 29, beispielsweise eine Kunststoffplatte, auf. Fer ¬ ner weist die Halterung 28 eine obere, vorzugsweise ebenfalls gerade Fläche 30 auf, bei der es sich ebenfalls um eine Kunst ¬ stoffplatte handeln kann. Die Platte 29 und die Platte 30 sind vorzugsweise über ein Scharnier 31, mit dem sich die Neigung der oberen Platte 30 zu der unteren Platte 29 verstellen lässt, verbunden. Das Scharnier 31 ermöglicht es, dass die Neigung der Platte 30 auf verschieden große Reiter eingestellt werden kann. Es sind verschiedene Einstellwinkel möglich. Die Ausbildung als Scharnier 31 ist nur beispielhaft, es kann sich auch um ein Gelenk oder dergleichen handeln.
Die untere Platte 29 weist zwei Durchlässe 29a auf, durch welche der Gurt 3 so geführt werden kann, dass die untere Platte 29 und somit die Halterung 28 an dem Gurt 3 befestigt ist.
Die obere Platte 30 dient zur Befestigung der Anzeigeeinrichtung 4. Vorzugsweise weisen hierzu die Anzeigeeinrichtung 4 und die obere Platte 30 zueinander korrespondierende mechanische Verbin ¬ dungselemente auf, vorzugsweise Steckverbindungen, besonders be ¬ vorzugt eine Schwalbenschwanzverbindung. Möglich ist jedoch auch die Anbindung über einen Klettverschluss oder andere bekannte kraft- oder formschlüssige Verbindungselemente
Nachfolgend wird anhand der Figuren 14 bis 24 eine vorteilhafte erfindungsgemäße Ausgestaltung der Lösung nach Anspruch 2 beschrieben . Fig. 14 zeigt eine Draufsicht auf ein Sattelpad 11, welches auf einen bereits beschriebenen Sattel 2 aufgelegt ist.
Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht auf ein Sattelpad 11, welches auf einen Sattel 2 aufgelegt ist. Zu Ausgestaltungen wird expli ¬ zit auch auf Fig. 9 verwiesen. Bei dem Kabel 19 kann es sich vorzugsweise um ein Spiralkabel 19 handeln.
Fig. 16 zeigt einen prinzipmäßigen Aufbau des Sattelpads 11. Da ¬ bei sind die Sensoren 18 des Sattelpads 11 auf einem Schaumstoff 100 befestigt, im Ausführungsbeispiel aufgeklebt. Die Befesti ¬ gung der Sensoren 18 erfolgt dabei derart, dass deren aktive Fläche dem Reiter zugewandt ist. Der Reiter ist in der Prinzipdarstellung gemäß Fig. 16 durch das Bezugszeichen 101 dargestellt. Der Schaumstoff 100 mit den Sensoren 18 ist von einer textilen Hülle 102 umgeben. In nicht näher dargestellter Weise kann die dem Sattel 2 zugewandte Unterseite der textilen Hülle 102 eine Gummierung, vorzugsweise aus Silikon oder einem ähnlichen Material, aufweisen.
Alternativ zu der in Fig. 16 dargestellten Ausgestaltung mit einer textilen Hülle, die den Schaumstoff 100 und die Sensoren 18 vollständig einschließt, kann auch vorgesehen sein, dass der Schaumstoff 100 an seiner Unterseite, d. h. der dem Sattel 2 zu ¬ gewandten Seite, mit einem Verrutschschutz versehen oder ausgebildet ist. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn die Obersei ¬ te des Sattelpads 11 mit einer textilen Hülle versehen ist.
Es kann vorgesehen sein, dass alle Lagen des Sattelpads 11, d. h. der Schaumstoff 100, die Sensoren 18 und die textile Hülle
102 (und gegebenenfalls weitere Lagen, insofern nötig) , mitein ¬ ander verklebt sind. Fig. 17 zeigt eine Draufsicht auf das Sattelpad 11 nach Anspruch 2 in einer ersten Ausführungsform.
Fig. 18 zeigt eine Seitenansicht der Darstellung gemäß Fig. 17.
Wie sich aus den Figuren 17 und 18 ergibt, weist das Sattelpad 11 vier Druckerfassungszonen 13a, 13b auf, in denen jeweils ein Sensor 18 angeordnet ist. Das Prinzip entspricht dem bereits be ¬ züglich der Figuren 6 und 7 beschrieben Prinzip. Vorgesehen sind nach den Figuren 17 und 18 zwei verschiedene Sensorentypen. Die beiden Sensoren 18, die in den vorderen Druckerfassungszonen 13a angeordnet sind, weisen vorzugsweise eine quadratische Fläche auf mit einer Länge von 20 bis 60 mm, vorzugsweise 43 mm, und einer Breite von 20 bis 60 mm, vorzugsweise 43 mm. Die beiden Sensoren 18, die in den hinteren Druckerfassungszonen 13b angeordnet sind, weisen eine vorzugsweise rechteckige Form auf mit einer Länge von 200 bis 400 mm, vorzugsweise 300 mm, und einer Breite von 5 bis 20 mm, vorzugsweise 10 mm. Dies hat sich als besonders geeignet herausgestellt, um bei der gemäß Anspruch 2 vorgesehenen Anordnung des Sattelpads 11 auf dem Sattel 12 die Druckverteilung eines Reiters auf den Sattel 2 zu ermitteln.
Fig. 19 zeigt eine Draufsicht auf ein Sattelpad 11 nach Anspruch 2 in einer zweiten Ausführungsform.
Fig. 20 zeigt eine Seitenansicht zu der Darstellung nach Fig. 19.
Die Figuren 19 und 20 unterscheiden sich von der Ausführungsform nach den Figuren 17 und 18 nur dadurch, dass nunmehr alle vier Sensoren 18 vorzugsweise quadratisch ausgestaltet sind. Hin- sichtlich vorteilhafter Abmessungen wird auf die Sensoren 18 in den Druckerfassungszonen 13a der Figuren 17 und 18 verwiesen.
Sowohl bezüglich der Ausgestaltung nach den Figuren 17 und 18 als auch nach der Ausgestaltung gemäß den Figuren 19 und 20 kann vorgesehen sein, dass das Sattelpad 11 mehr als vier Sensoren 18 oder auch weniger, insbesondere nur zwei Sensoren 18, aufweist. Die zwei Sensoren sind dabei vorzugsweise derart angeordnet, dass erfasst werden kann, ob der Reiter zu weit links oder rechts bzw. zu weit vorne oder hinten sitzt.
Die Fig. 21 zeigt eine Möglichkeit, das Sattelpad 11 auf einem Sattel 2 durch Mittel 103a zu befestigen. Bei den Mitteln 103a handelt es sich dabei um vorzugsweise ein oder mehrere Befesti ¬ gungsbänder, die vorzugsweise nicht elastisch oder nur teilelas ¬ tisch sind und die zur Befestigung des Sattelpads 11 auf dem Sattel 2 durch den Wirbelsäulenkanal 2a geführt und vorzugsweise mit Hilfe einer Klettverbindung (nicht dargestellt) so fixiert werden, dass das Sattelpad 11 zuverlässig auf dem Sattel 2 fi ¬ xiert ist.
Die Fig. 22 zeigt zu der Fig. 21 eine Rückansicht, die dar ¬ stellt, wie das Befestigungsband 103a durch den Wirbelsäulenka ¬ nal 2a des Sattels 2 verläuft.
Fig. 23 zeigt ein weiteres Mittel 103b, um das Sattelpad 11 auf dem Sattel 2 zu befestigen. Die Mittel 103b, bei denen es sich vorzugsweise um zwei Befestigungsbänder handelt, die vorzugswei ¬ se in diesem Fall elastisch sind, stellen eine alternative Be ¬ festigungsmethode oder eine Ergänzung der Mittel 103a dar.
Fig. 24 zeigt eine Seitenansicht der Darstellung nach Fig. 23. Es ist vorgesehen, dass das Sattelpad 11 bzw. dessen Seitenflü- gel 104 mit den Befestigungsbändern 103b dadurch an dem Sattel 2 fixiert wird, dass die Befestigungsbänder 103b unter dem Seitenblatt 105 des Sattels 2 verlaufen. In den Figuren 23 und 24 sind die Befestigungsbänder 103b strichliniert dargestellt, damit de ¬ ren Anordnung erkennbar ist. Die Befestigungsbänder 103b können auch unterhalb des Deckblatts und/oder des Sattelblatts des Sat ¬ tels 2 verlaufen.
Anstelle der Bänder 103a bzw. 103b können auch andere Befesti ¬ gungsmittel eingesetzt werden. Insbesondere müssen die Bänder nicht zwingend elastisch bzw. unelastisch oder teilelastisch sein .
Anhand der Figuren 25 und 26 wird nachfolgend eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 3 beschrieben .
Fig. 25 zeigt eine Reithose 200 mit wenigstens zwei Druckerfas ¬ sungszonen 13. Im Ausführungsbeispiel sind dabei vier Drucker ¬ fassungszonen 13, nämlich zwei vordere Druckerfassungszonen 13a und zwei hintere Druckerfassungszonen 13b, vorgesehen. Jeder Druckerfassungszone 13 ist wenigstens ein Sensor 18, im Ausfüh ¬ rungsbeispiel genau ein Sensor 18 zugeordnet. Bei dem Sensor 18 handelt es sich vorzugsweise um einen Foliendrucksensor, hier sind jedoch auch andere Ausgestaltungen grundsätzlich möglich.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Anspruch 3 umfasst ferner eine Anzeigeeinrichtung 4, die bereits anhand der Figuren 2 und 3 sowie der weiteren Beschreibungsteile des Ausführungsbeispiels prinzipmäßig dargestellt wurde.
Die Reithose 200 weist ein textiles Grundmaterial 201 auf, bei dem es sich vorzugsweise um eine Baumwolle oder eine Baumwollmi- schung handelt. Ferner weist die Reithose 200 einen sogenannten Besatz 202 auf, der im Ausführungsbeispiel vorzugsweise aus ei ¬ nem Synthetik-Leder besteht. Der Besatz 202 ist im Bereich des Knies mit einer Verstärkung 203 versehen bzw. in den Besatz 202 ist eine Verstärkung 203 eingearbeitet.
Die im Ausführungsbeispiel dargestellte Reithose 200 weist einen Vollbesatz auf, dies ist jedoch nicht zwingend notwendig.
Der Besatz 202 umfasst ein Gesäß des Reiters bzw. bedeckt dieses wenigstens teilweise und verläuft an der Innenseite der Beine des Reiters in Richtung auf den Fuß. Im Ausführungsbeispiel ver ¬ läuft der Besatz 202 bis zum Fuß des Reiters, wenn die Reithose 200 korrekt getragen wird. Wie sich insbesondere aus einer Zu ¬ sammenschau mit der Fig. 26 ergibt, ist im Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Sensoren 18 zwischen dem Besatz 202 und dem textilen Grundmaterial 201 integriert sind.
Im Ausführungsbeispiel, in dem vier Sensoren 18 vorgesehen sind, sind zwei Sensoren 18 im Bereich des Gesäßes, jeweils links und rechts von einer gedachten Mittellinie angeordnet, so dass eine Verlagerung in y-Richtung (siehe Fig. 1) des Reiters erkannt werden kann, durch eine entsprechende stärkere Belastung jeweils eines Sensors. Des weiteren ist jeweils ein Sensor an der Innenseite der Oberschenkel angeordnet, so dass wiederum eine Verla ¬ gerung in y-Richtung (siehe Fig. 1) erkannt werden kann. Ferner kann durch die Anordnung der Sensoren 18 im Bereich des Gesäßes bzw. an der Innenseite des Oberschenkels erkannt werden, ob der Reiter in x-Richtung (siehe Fig. 1) korrekt ausgerichtet ist. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 25 ist vorgesehen, dass die Sen ¬ soren 18 über textile Leiterbahnen 204, welche vorzugsweise im Nahtbereich der Reithose 200 verlaufen, mit einem Elektronikmodul 205 verbunden sind. Die Leiterbahnen 204 verlaufen dabei vorzugsweise verdeckt. Das Elektronikmodul 205 ist vorzugsweise am Bund der Reithose 200 ausgebildet oder dort befestigt, vor ¬ zugsweise derart, dass dieses zum Waschen der Reithose 200 abge ¬ nommen werden kann. Die nicht näher dargestellte Verbindung zwischen der Anzeigeeinrichtung 4 und dem Elektronikmodul 205 erfolgt vorzugsweise über ein Spiralkabel. Die Verbindung kann da ¬ bei über eine Abreißsteckerverbindung erfolgen.
Die Sensoren 18 können vorzugsweise Abmessungen aufweisen, die bereits gemäß den Figuren 17 bis 20 beschrieben wurde.
In Fig. 26 ist ein prinzipmäßiger Aufbau der Reithose 200 in einem Druckerfassungsbereich 13 dargestellt. Dabei bezeichnet das Bezugszeichen 101 wiederum prinzipmäßig den Reiter. Das Bezugszeichen 201 bezeichnet das textile Grundmaterial, welches in dem gemäß Fig. 26 dargestellten Ausschnitt das Innenfutter der Reithose 200 bildet. Die Sensoren 18 sind dabei mit der aktiven Flä ¬ che nach außen und dem Sattel 2 zugewandt auf einem Schaumstoff 206 aufgebracht, vorzugsweise aufgeklebt. Bei dem Schaumstoff 206 handelt es sich vorzugsweise um einen weichen und flexiblen Schaumstoff. Der Schaumstoff 206 weist vorzugsweise eine Stärke von maximal 4 mm, besonders bevorzugt maximal 2 mm, auf. An der dem Sattel 2 zugewandten Seite des Schaumstoffes 206 bzw. an der Seite des Schaumstoffs 206, an der die Sensoren 18 angebracht sind, befindet sich der Besatz 202. Der Schaumstoff 206 mit den Sensoren 18 ist somit zwischen dem textilen Grundmaterial 201 und dem Besatz 202 angeordnet. Vorzugsweise sind der Besatz 202 und das Grundmaterial 201 miteinander verklebt. Mit dem Bezugs ¬ zeichen 2 wird in Fig. 26 die prinzipielle Anordnung des Sattels 2 zu der Reithose 200 aufgezeigt, wenn der Reiter auf dem Sattel 2 sitzt.
Next Patent: PHOTOCATALYST HAVING INCREASED DAYLIGHT ACTIVITY
