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Title:
DEVICE FOR DISCHARGING FREE FLOWING MEDIA
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/008399
Kind Code:
A1
Abstract:
A discharging device (1 or 41) for media to be very finely atomized media has a discharge nozzle (3) with a sponge-like media base (10) which is fed by a functionally self-contained dispensing unit (50) for the medium and by a delivery device (11) for compressed air, such that control means (40) are used to spread a drop of medium by capillarity in the media base (10), after which actuation provides a blast of compressed air through the media base (10) toward the media outlet (4). The medium, which is already in a very finely divided state, is thus entrained out of the media base (10), swirled and atomized again to a finer state in the region of an impact atomizer (30) before escaping into the open with an extremely small droplet size of at most 2 'mu'm.

Inventors:
Zuckschwerdt
Friedrich
Wilhelm, J�ger-waldau
Reinhold
Application Number:
PCT/EP1993/002602
Publication Date:
March 30, 1995
Filing Date:
September 24, 1993
Export Citation:
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Assignee:
, Ing.
ERICH PFEIFFER GMBH & CO
KG ZUCKSCHWERDT, Friedrich, Wilhelm J�GER-WALDAU, Reinhold.
International Classes:
B65D83/16; A61M11/00; A61M15/00; B05B7/04; B05B7/24; B05B9/04; B05B11/00; B05B11/06; B65D83/28; B65D83/42; B65D83/58; (IPC1-7): B05B11/00; B05B7/04; B65D83/16
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Claims:
1. A n s p r ü c h e Austrageinrichtung für fließfähige Medien Austrageinrichtung für fließfähige Medien, insbesondere für manuell betätigbare Austragvorrichtungen (41, 41a) , dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Grundkörper (6) , einen Medienausgang (4, 4a) und eine Verteileinrichtung (10, 10a) für das Medium aufweist Austrageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß sie mindestens einen Austragkopf (2, 2a) aufweist, an dem wenigstens ein Medienausgang (4, 4a) nach außen vorgesehen ist, welchem minde¬ stens eine Verteileinrichtung (10, 10a) zur Aus¬ breitung wenigstens eines Mediums auf eine zuneh ende Ausdehnung durch eine Fördereinrichtung zugeordnet ist, wobei vorzugsweise wenigstens eine Verteileinrichtung mindestens eine Medienvorlage (10, 10a) zur verteilten und stehenden Aufnahme wenigstens eines Mediums aufweist und insbesondere mindestens eine Medienvorlage (10) im Strömungsweg wenigstens einer DruckstoßFördereinrichtung (11, 11a) zur Ablösung und Mitnahme mindestens eines Mediums von wenigstens einer Medienvorlage (10, 10a) liegt und/oder wobei wenigstens eine Verteil einrichtung (10, 10a) zur räumlichen Ausbreitung des Mediums auf ein zunehmendes Raumvolumen ausge¬ bildet ist, insbesondere eine Verteileinrichtung innerhalb einer Außenbegrenzung wenigstens einer Medienvorlage (10, 10a) mindestens eine zerglieder te Oberflächenstruktur zur haftenden Benetzung mit wenigstens einem Medium aufweist und vorzugsweise mindestens eine Oberflächenstruktur durch wenig¬ stens einen offenporig porösen Vorlagekörper (9) gebildet ist.
2. Austrageinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Medienvorlage (10, 10a) eine vernetzte Faser und/oder Membramstruktur aufweist, daß insbesondere eine Medienvorlage (10, 10a) schwammartig elastisch kompressibel und/oder unter Vorspannung zusammengedrückt ist und daß vorzugsweise eine Medienvorlage (10, 10a) wenigstens teilweise aus Schaumstoff unterschiedlicher Porenweite besteht und/oder ein innerhalb ihrer Peripherieflächen im we sentlichen durchgehender Vollkörper ist.
3. Austrageinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü¬ che, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Medien¬ vorlage (10, 10a) wenigstens teilweise im Bereich einer äußeren Begrenzung (17, 18, 19) liegt und/oder an dieser anliegt, daß insbesondere eine Medienvorlage (10, 10a) wenigstens teilweise innerhalb eines Gehäuses liegt und daß vorzugsweise eine Medienvorlage (10, 10a) im wesent¬ lichen vollständig umschlossen angeordnet sowie nur im Bereich mindestens eines Medienanschlusses (21, 22) frei liegt und/oder zwischen ihren Enden an einen ra¬ dialen Medienanschluß (22) angrenzt.
4. Austrageinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü¬ che, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Medien¬ vorlage (10, 10a) in einer Strömungsrichtung zunehmende und/oder abnehmende Ausdehnung aufweist, daß insbesonde¬ re eine Medienvorlage (10, 10a) im Anschluß an minde stens einen Eingang (21, 22) und in Durchströmungsrich tung einer Fördereinrichtung (11, 11a) im Querschnitt annähernd stetig zunimmt, und daß vorzugsweise eine Medienvorlage (10, 10a) anschließend an und annähernd bis zu wenigstens einem Vorlagenausgang (24) im Quer¬ schnitt annähernd stetig abnimmt und/oder einen Ab¬ schnitt (15) mit etwa konstanten Querschnitten aufweist.
5. Austrageinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü¬ che, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine gegen mindestens eine Medienvorlage (10) gerichtete Druckmün¬ dung (38) in einem Bereich annähernd kleinsten Quer¬ schnittes der Medienvorlage (10) und/oder zu dieser etwa achsgleich liegt, daß insbesondere eine von einer stirn¬ seitigen Druckmündung (38) abgekehrte Seite und/oder ein Umfang einer Medienvorlage (10, 10a) im wesentlichen vollständig an eine drucktest harte Begrenzung (19) angrenzt, und daß vorzugsweise wenigstens ein Vorlagen ausgang (24) im Bereich eines Umfanges einer Medienvor¬ lage (10, 10a) liegt und/oder eine Druckmündung (38) etwa gleichen Austrittsquerschnitt wie der zugehörige kleinste Querschnitt einer Medienvorlage (10) hat.
6. Austrageinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü¬ che, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Medien¬ vorlage (10, 10a) wenigstens teilweise Hohlquerschnitte aufweist, daß insbesondere eine Medienvorlage (10, 10a) an einer von einer Druckmündung (38) entfernten Seite wenigstens eine annähernd über deren gesamte Weite reichenden Vertiefung aufweist, und daß vorzugsweise eine Medienvorlage (10, 10a) an einer von einer Druck mündung (38) entfernten Seite an eine zu wenigstens einem VorlagenAusgang (24) führende Leitfläche (34) angrenzt und/oder mit einem eine Vertiefung eindrücken¬ den Vorsprung in ihrer Struktur verdichtet ist.
7. Austrageinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü¬ che, dadurch gekennzeichnet, daß wenigsten einer Medien vorläge (10, 10a) mindestens ein Prallzerstäuber (30, 30a) nachgeschaltet ist, daß insbesondere an wenigstens einen VorlagenAusgang (24) einer Medienvorlage (10, 10a) ein Düsenkanal (23) anschließt, der mindestens eine zu wenigstens einem Prallzerstäuber (30, 30a) führende KanalUmlenkung (28) aufweist, und daß vorzugsweise eine Prallfläche (31) eines Prallzerstäubers (30, 30a) quer zur abließenden Strömungsrichtung und/oder eine Prall¬ fläche (31) unmittelbar vor einem den Medienausgang (4, 4a) bildenden DüsenEndkanal (5) liegt, der gegenüber der Querschnittsfläche des Kanales (28) kleinere Durch¬ laßquerschnitte aufweist.
8. Austrageinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü¬ che, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Medien¬ ausgang (4, 4a) mit wenigstens einer Medienvorlage (10, 10a) mindestens eine Düseneinheit bildet, daß insbeson¬ dere in einer von einem Medienausgang (4, 4a) durchsetz¬ ten Düsenkappe (7, 7a) wenigstens ein Kernkörper (8, 8a) angeordnet ist, und daß vorzugsweise ein näher beim Medienausgang (4, 4a) liegender sowie druckfester Kern körper (8, 8a) mit wenigstens einer Stirnfläche eine Leit bzw. Prallfläche (34, 31) bildet und/oder ein über ein hinteres Ende der Düsenkappe (7, 7a) vorstehender Kernkörper als Medienvorlage (10, 10a) ausgebildet ist.
9. Austrageinrichtung, insbesondere nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Fördereinrichtung (11, 42,) mindestens eine Spen derquelle aufweist, die eine bauliche Einheit mit wenig¬ stens einem Austragkopf (2, 2a) bildet, daß insbesondere mindestens eine Spenderquelle als Gaspumpe (43) und/oder wenigstens eine Spenderquelle als Vorlagepumpe (44) für ein Wirkmedium ausgebildet ist, und daß vorzugsweise eine Vorlagequelle (44) zur Medienalangerung an eine Medienvorlage (10, 10a) und eine DruckstoßSpenderquelle (43) zur schlagartig beginnenden und im wesentlichen kontinuierlich weiter, sowie durchströmenden Fluidbeauf schlagung des wenigstens teilweise eingelagerten Mediums an die Mediumvorlage (10, 10a) angeschlossen ist.
10. Austrageinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß mindestens eine DruckstoßSpenderquelle (43) eine Spanneinrichtung (45) zur manuellen Vorspan nung und Speicherung einer DruckstoßStrömungsenergie aufweist, daß insbesondere eine DruckstoßSpenderquelle (43) einen DruckgasSpeicher (54) aufweist, und daß vorzugsweise Steuermittel (40) zur im wesentlichen zwangsläufigen Voranfolge einer Abgabe einer annähernd vollständigen Austragdosis an eine Medienvorlage (10, 10a) durch eine VorlageSpenderquelle (44) vor einem Druckstoß durch eine DruckstoßSpenderquelle (43) vorge¬ sehen sind.
11. Austrageinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü ehe, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Förder¬ einrichtung (11) über eine Schraubsteigung betätigbar ist, daß insbesondere wenigstens eine Fördereinrichtung (11) durch Drehen einer Handhabe (47, 47a) betätigbar ist, und daß vorzugsweise eine DruckstoßSpenderquelle (43, 43a) über wenigstens eine SpannHandhabe (47, 47a) vorspannbar und/oder eine VorlageSpenderquelle (44) unter Zwischenschaltung einer Federdämpfung über einen Austraghub betätigbar ist.
12. Austrageinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein und derselbe manuelle Betätigungshub einerseits zur Vorspannung wenigstens einer DruckstoßSpenderquelle (43) und andererseits wenigstens teilweise simultan zur Medieneinlagerung in wenigstens einer Medienvorlage (10, 10a) vorgesehen ist, daß insbesondere eine lineare Hubbewegung eines Huban triebes eine Druckkammer (54) einer DruckstoßSpender¬ quelle (43) unter Druckerhöhung verengt und in den Kraftfluß des Hubantriebes ein Austragantrieb für eine VorlageSpenderquelle (44) zwischengeschaltet ist, und daß vorzugsweise in einem Zwischenglied (51, 51a) des Austragantriebes wenigstens ein Austragkopf (2, 2a) angeordnet ist.
13. Austrageinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Druckgas Spenderquelle (43) zur schlagartig beginnenden Druckab gäbe aus einem selbstgesicherten Ruhezustand mit wenig¬ stens einer AuslöseHandhabe (63, 63a) betätigbar ist, daß insbesondere eine AuslöseHandhabe (63, 63a) als Fingertaste ausgebildet ist, und daß vorzugsweise eine AuslöseHandhabe (63, 63a) im wesentlichen versenkt in einer Vertiefung und/oder etwa in einer Achse einer SpannHandhabe (47, 47a) liegt.
14. Austrageinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Druckgas Spenderquelle (43) über mindestens ein DruckAuslaßven til (35, 35a) sperrbar ist, daß insbesondere wenigstens ein VentilKammerausgang (38) eines Auslaßventiles (35) unmittelbar benachbart zu einem VorlagenEingang (21) einer Medienvorlage (10, 10a) liegt, und daß vorzugswei¬ se ein VentilKammerausgang (38) etwa radial zur zugehö¬ rigen Ventilkammer (36) und/oder etwa parallel zu einer Medienvorlage (10, 10a) liegt.
15. Austrageeinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Vorlage Spenderquelle (50) durch eine von mindestens einer funktionsfähigen DruckgasSpenderquelle (11) gesonderte und zerstörungsfrei leicht trennbare MediumBaueinheit gebildet ist, daß insbesondere eine VorlageSpenderquel¬ le (50) eine MediumBaueinheit aus selbstansaugender Pumpe (44) und Medienspeicher (56) bildet, und daß vorzugsweise ein Betätigungsstößel (60, 60a) einer MedienBaueinheit über eine Steckverbindung an einen Austragkopf (2 bzw. 2a) einer DruckstoßBaueinheit (11 bzw. 11a) anschließbar ist und/oder ein Austragkopf (2 bzw. 2a) zwischen Druckkammern einer DruckgasSpender¬ quelle (11) und einer MedienSpenderquelle (50) liegt.
16. Austrageinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Druckgas Spenderquelle (11) und mindestens eine VorlageSpender¬ quelle (50) im wesentlichen vollständig umschlossen in einem Gehäuseraum eines Außengehäuses (46) angeordnet sind, daß insbesondere auch mindestens ein Austragkopf (2 bzw. 2a) im wesentlichen innerhalb des Gehäuseraumes angeordnet ist, und daß vorzugsweise ein Längsabschnitt des Außengehäuses eine SpannHandhabe (47) und/oder einen Gehäusedeckel (73) für eine Gehäuseöffnung zum Einsetzen einer MedienBaueinheit (50 bzw. 50a) bildet.
Description:
B e s c h r e i b u n g

Austrageinrichtung für fließfähige Medien

Die Erfindung betrifft eine Austrageinrichtung, die insbeson¬ dere durch manuelles Umschließen frei und ggf. ohne von außen zugeführte Leitungen in einer Hand tragbar bzw. betätigbar ist. Die Austrageinrichtung soll zum Austrag eines einzigen oder mehrerer Medien geeignet sein, von denen das jeweilige flüssig, gasförmig, pulverförmig, pastös und/oder leicht¬ flüchtig bzw. ähnlich sein kann.

Solche Austragvorrichtungen können z. B. gemäß der DE-OS-40 15 367 einen oder mehrere außen- bzw. innenliegende Austrag- köpfe aufweisen und dafür vorgesehen sein, mindestens ein

Medium in möglichst feiner Verteilung auszubringen. Dies ist z. B. beim Ausbringen von Inhalations-Wirkstoffen erwünscht, um bei Asthma-Kranken eine möglichst schnelle Linderung bei geringster Dosierung zu erzielen. Feinste Verteilungen von nicht gasförmigen Wirkstoffen in einem Gas- bzw. Luft- oder Flüssigkeitsstrom als Trägerstrom sind aber auch auf vielen anderen Anwendungsgebieten erwünscht, z. B. dann, wenn zwei oder mehr gesonderte Wirkstoffe mit möglichst großer Homoge¬ nität vermischt und dabei bzw. dann ausgetragen werden sol- len.

Verhältnismäßig leicht fließfähige Wirkstoffe können z. B. in ein oder mehreren Zerstäubungsstufen durch Zerstäuberdüsen,

Wirbelkammern, Aufprallzerstäuber, Drallzerstäuber oder dgl. über einen Strömungsweg nach und nach feiner verteilt und stufenweise in feinere Partikelgrößen aufgeschlossen werden, jedoch werden hier meist Partikel- bzw. Tropfchengrößen nicht unter lOμm erreicht.

Der Erfindung liegt des weiteren die Aufgabe zugrunde, eine Austrageinrichtung für Medien zu schaffen, mit welcher Nach¬ teile bekannter Ausbildungen bzw. der beschriebenen Art vermieden werden können und die insbesondere eine besonders einfache AufSchließung mindestens eines nicht rein gasförmi¬ gen Mediums in feinste Verteilung und/oder kleinste Partikel¬ größen gewährleistet.

Im Falle einer nur aus einem einzigen oder mehreren Austrag¬ köpfen, z. B. Austragdüsen, bestehenden Austrageinrichtung, die zur Verbindung mit mindestens einem Medienspender vorge¬ sehen ist, kann diese Aufgabe dadurch gelöst werden, daß Mittel vorgesehen sind, durch welche wenigstens ein Teil mindestens einer für einen Austragvorgang vorgesehenen Aus¬ tragcharge aus einem oder mehreren Medien in einer oder mehreren Medienvorlagen bereits in einer ausgebreiteten

Verteilung nahezu in einem Ruhezustand bereitgestellt werden kann und durch welche dann das so bereitgestellte Medium einer weiteren, nochmals beginnenden Strömung ausgesetzt werden kann, durch welche das bereits fein verteilte Medium je 'nach den Erfordernissen in noch feinere Verteilung aufge¬ schlossen oder in noch geringere Verteilung überführt wird. Unter feiner Verteilung in der Medienvorlage ist hier insbe¬ sondere eine solche Verteilung zu verstehen, in welcher das Medium aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften annähernd die dünnstmögliehe, gerade noch zusammenhängende Schicht bildet, die im Falle einer Flüssigkeit einem Flüssigkeitsfilm entspricht und im Falle eines Pulvers bzw. Puders eine Dicke

hat, die höchstens dem ein- bis zehn- bzw. höchstens zwanzig¬ fachen der Partikelgröße entspricht. Unter Ruhezustand ist ein völliger Bewegungsstillstand in der Medienvorlage oder allenfalls eine Bewegung aufgrund einer Strömungsenergie zu verstehen, die kleiner ist als diejenige, welche erforderlich wäre, um das Medium aus der Austrageinrichtung ins Freie zu fördern.

Z. B. kann ein flüssiges Medium aufgrund seiner Kriechfähig¬ keit zu Beginn bzw. während der weiteren Strömung noch eine verhältnismäßig langsame Ausbreitungsbewegung ausführen, die erst zum Stillstand kommt, wenn sie ins Gleichgewicht mit der Haftspannung gelangt, mit welcher der Flüssigkeitsfilm an der entsprechenden Oberfläche der Medienvorlage haftet. Die Austrageinrichtung kann somit ähnlich einem Flächenvergaser arbeiten, wobei jedoch zweckmäßig nicht eine einzige, durch¬ gehend glatte Fläche, sondern eine räumlich verteilte Flä¬ chenstruktur vorgesehen ist, deren einzelne Mikro-Flächen- bereiche so verteilt sind und ineinander übergehen, daß sie von einem den Vorlagekörper durchströmenden Medium im wesent- liehen allseits beaufschlagt werden. Dadurch läßt sich bei kleinstem Raumvolumen eine maximale Oberflächen-Ausdehnung als Haftgrundlage für das vorzulegende Medium erzielen.

Die Austragsverhältnisse können je nach Eigenschaften des Fluids, z. B. Viskosität, oder je nach gewünschten Austrag- charakteristika in verhältnismäßig weitem Rahmen variiert werden, insbesondere hinsichtlich der sich ggf. während des Austrages ändernden Mengenverhältnisse zwischen vorzulegendem Medium und sekundärem Medium bzw. Gas. Z. B. kann die Medium¬ vorlage nur etwa zu einem Drittel ihrer maximalen Aufnahmeka- pazität mit dem ersten Medium gefüllt werden. Es kann aber auch eine gegenüber dem ersten Medium wesentlich geringere Menge an sekundärem Medium in einem einzigen Austragvorgang

gefördert werden, z. B. wenn an der Austrittsöffnung das Medium in Form eines geschlossenen Tropfens ins Freie austre¬ ten soll, anstatt in feinster Zerstäubung. Die Charakteristik der Strömung des Sekundärmediums kann dabei so gewählt wer- den, daß am Ende des Austrages des Primärmediums noch eine kleine Menge Sekundärmedium unter Druck so nachfließt, daß es eine eventuelle Verpfropfung der Austrittsöffnung durch das Primärmedium schlagartig völlig von der Austrittsdüse ablöst bzw. mit verhältnismäßig geringer Kraft ins Freie wegschleu- dert. Die Medienvorlage ist zweckmäßig gegen eines bis alle der Medien abweisend, z. B. im Falle eines wässrig gelösten Primärmediums wasserabweisend, so daß eine sehr energiearme Ablösung dieses Mediums von der Mediumvorlage gewährleistet ist. Z. B. kann die Mediumvorlage mit einer entsprechend abweisenden Beschichtung versehen sein, aus Polyurethanschaum bestehen oder ähnliches.

Bei entsprechend kleinen Durchlaßabständen zwischen benach¬ barten Oberflächen der jeweiligen Medien-Vorlage kann sich auch eine durchgehend vernetzte Kapillar-Struktur ergeben, durch die dafür gesorgt ist, daß ein wenigstens teilweise flüssiges Medium sich ohne von außen zugeführte Förderenergie nur aufgrund der Kapillarwirkung so fein wie möglich über einen entsprechend großen Bereich der Medienvorlage verteilt. Die Oberflächen der Medienvorlage können durch faserige, flächige, körnige, poröse und/oder ähnliche Strukturteile gebildet sein, die zweckmäßig eine Dicke von weit unter einem bzw. 1/10 oder 1/100 mm haben und jeweils in der Vernetzung an mindestens zwei, drei oder vier Seiten freiliegende Ab¬ schnitte bilden. Eine solche Medienvorlage kann z. B. durch einen porösen Hartkörper, einen Schaumstoff, ein Vlies, eine Packung aus Sieben und/oder ähnliches gebildet sein. Zweck¬ mäßig bestehen die Benetzungsflachen der Medien-Vorlage

teilweise oder insgesamt aus einem Werstoff, der das Medium abstößt, so daß es dazu neigt, perlig zu haften.

Solche Körper sind z. B. auch zum Überführen schäumbarer Medien in Schaum geeignet, werden hier jedoch zumindest teilweise nicht zur Schaumerzeugung, sondern für solche Medien eingesetzt, die bei entsprechend hoher Strömungsge¬ schwindigkeit des Druckstoßes in voneinander gesonderten und daher fein verteilten Partikeln von den Oberflächen abgeris¬ sen und so weitergefördert werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn Strukturteile der Medien¬ vorlage unter den auftretenden Strömungskräften nicht lage¬ starr, sondern membran- bzw. lamellenartig rückfedernd beweg¬ lich sind, so daß sie Schwingungen ausführen können, die eine noch feinere Ablösung des vorgelegten Mediums, insbesondere von den Lamellenkanten, ermöglichen. Die minimalen Durchla߬ querschnitte der MikroStruktur liegen dabei zweckmäßig weit oberhalb der größten, in dieser Verteilungsstufe zu errei¬ chenden Partikelgröße, so daß die meisen Partikel nach dem Ablösen nicht wieder so aufeinandertreffen, daß sie sich zu größeren Partikeln verbinden können.

Die Beweglichkeit der Strukturteile ermöglicht auch das Entstehen von Schockwellen aufgrund des anfänglichen Druck¬ stoßes mit kurzwellig zu- und abnehmender Strömungsgeschwin¬ digkeit, die jedoch nach Strömungsbeginn im wesentlichen auch konstant bzw. sehr langsam stetig abnehmend sein kann. Der anfängliche Strömungsdruck kann dadurch über sehr lange Zeit im wesentlichen konstant gehalten werden, nämlich bis das Medium nahezu vollständig aus der Vorlage entfernt bzw. ausgetragen ist.

Der durch die Medienvorlage gebildeten Verteilungs- bzw. Zerstäubungsstufe kann eine oder mehrere solcher Stufen nachgeschaltet sein, von denen zweckmäßig die jeweilige als Beschleunigungsstufe, als Wirbelstufe, als Abreißstufe, als Aufprallstufe und/oder ähnliches für die Strömung ausgebildet ist. Die jeweilige Stufe kann teilweise oder ganz innerhalb der Medienvorlage oder außerhalb liegen, so daß z. B. zwei aufeinanderfolgende Stufen im Abstand voneinander liegen und in zeitlichem Abstand auf die Strömung wirken. Auch der Austritt der Strömung aus der Austrageinrichtung ins Freie am Medienausgang kann als Zerstäubungsstufe, nämlich als Zer¬ stäubungsdüse ausgebildet sein, die im Verhältnis zur Strö¬ mungsgeschwindigkeit einen so kleinen Durchlaßquerschnitt bzw. so scharfe Begrenzungskanten aufweist, daß der Strö- mungsstrahl im wesentlichen über seinen gesamten Querschnitt verwirbelt und/oder als zerstäubter Kegelstrom freigegeben wird.

Die genannte Aufgabe läßt sich im wesentlichen unabhängig von der Ausbildung des Austragkopfes auch dadurch lösen, daß bei einer Austrageinrichtung, die zusätzlich zum jeweiligen Aus¬ tragkopf einen Druckgasspeicher aufweist, ein eingeschlosse¬ nes Gasvolumen so auf einen erhöhten Druck vorgespannt werden kann, daß es nach Erreichen des Maximaldruckes im wesentli¬ chen nur durch wegabhängige und nicht druckabhängige Freigabe als Trägerstrom schlagartig beginnend ausgetragen werden kann. Im Gegensatz zu einem reinen pneumatischen Energiespei¬ cher oder einer druckabhängig öffnenden Luftpumpe wird hier also das Medium für einen Trägerstrom auf einen maximalen Druck vorgespannt und dann unter kontinuierlich schnellem bzw. möglichst geringen Druckabfall dem jeweiligen Medienaus¬ gang zugeführt, wobei es mindestens eine der genannten Ver¬ teilungs- bzw. Zerstäubungsstufen direkt oder indirekt beauf¬ schlagen kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind Mittel vorgesehen, um durch einen einzigen Betätigungsvorgang das Druckgasvolu¬ men vorzuspannen und davor, währenddessen und/oder danach eine Austragcharge mindestens eines Wirkstoffes in wenigtens eine Medienvorlage zu überführen. Das vorgespannte Druckgas¬ volumen wird gegen Ausdehnung gesperrt und kann dann durch manuelles Auslösen der Sperre nur durch den jeweiligen Aus¬ tragkopf hindurch entweichen, so daß es den dort bereits in feinster Verteilung vorgelegten Wirkstoff in der beschriebe- nen Weise ablöst, aufnimmt und zumindest am Düsenausgang in noch feinere Partikelgrößen aufschließt.

Die Austragvorrichtung kann langgestreckt mit einer größten Querschnittsweite von höchstens 100, 80 bzw. 50 mm und einer maximalen Länge von höchstens 250, 200 bzw. 150 mm sein, wobei im Falle eines Inhalationsgerätes das in den Mund einzuführende Austrag-Mundstück zweckmäßig so angeordnet und geformt ist, daß es eine zum Mund etwa parallele Lage der Austrageinrichtung bedingt. Das Mundstück selbst ist zweck¬ mäßig nur ein in Längsansicht länglicher Hohlstutzen, der selbst nicht an der Strömungsführung teilnimmt, sondern durch den der Austragkopf vom hinteren Ende her im wesentlichen frei hindurchsprüht.

Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehre¬ ren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwir3;licht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen dar¬ stellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Ausfüh- rungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen darge-

stellt und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeich¬ nungen zeigen:

Fig. 1 eine Austrageinrichtung als Ausschnitt eines Aus¬ tragkopfes,

Fig. 2 einen Ausschnitt der Austrageinrichtung gem. Fig. 1 in Ansicht von rechts,

Fig. 3 eine versorgungsautarke Gesamt-Austrageinrichtung mit einer Austragrichtung gem. den Figuren 1 und 2 in verkleinerter Ansicht,

Fig. 4 die Austrageinrichtung gem. Fig. 3 in vergrößerter Darstellung und teilweise geschnitten,

Fig. 5 einen Ausschnitt der Fig. 4 in vergrößerter Dar¬ stellung,

Fig. 6 einen Querschnitt durch die Austragvorrichtung gem. Fig. 5,

Fig. 7 einen Ausschnitt der Fig. 5 in nochmals vergrößer¬ ter Darstellung und in einer anderen Funktionsstel¬ lung,

Fig. 8 einen Querschnitt durch die Austragvorrichtung gem. Fig. 5,

Fig. 9 ein Detail der Fig. 4 in vergrößerter Darstellung und einer abgewandelten Ausbildung,

Fig. 10 eine weitere Austrageinrichtung in einer Darstel¬ lung entsprechend Fig. 4,

Fig. 11 einen Querschnitt durch die Austrageinrichtung gem. Fig. 10,

Fig. 12 einen Querschnitt durch die Austrageinrichtung gem. Fig. 10,

Fig. 13 ein Detail der Fig. 10 in einer abgewickelten Darstellung,

Fig. 14 ein weiteres Detail der Fig. 10 in einer abgewik- kelten Darstellung,

Fig. 15 die Austrageinrichtung gem. Fig. 10 in vergrößerter Darstellung und einer weiteren Funktionsstellung und

Fig. 16 einen Ausschnitt in der Fig. 10 in weiter vergrös- serter Darstellung.

Die Austrageinrichtung nach den Figuren 1 und 2 ist im we- sentlichen durch einen Austragkopf 2 bzw. eine Austragdüse 3 mit zugehörigen Leitungs- bzw. Kanalverbindungen gebildet und dafür vorgesehen, aus einem einzigen, annähernd geradlinig gerichteten Medienausgang 4 mindestens ein Medium so auszu¬ tragen, daß es an diesem Medienausgang 4 die Austrageinrich- tung 1 verläßt. Der Medienausgang 4 ist durch einen kurzen Düsen- bzw. Endkanal 5 von einer Weite gebildet, die unter¬ halb einem bzw. mm liegt. Zwischen seinen Enden bzw. bis zum Medienausgang 4 weist der glattwandige Endkanal 5 durch¬ gehend annähernd konstante Durchlaßquerschnitte auf. Seine Länge liegt etwa in der Größenordnung des Ein- bis Dreifachen seiner Weite bzw. ist diese Länge kleiner als das Doppelte oder Dreifache dieser Länge, wobei beide Enden scharfkantig

von Flanken begrenzt sind, die im Axialschnitt am inneren Ende annähernd rechtwinklig oder spitzwinklig zueinander liegen, falls der Kanal 5 nach außen erweitert ist. Zweck¬ mäßig ist ein äußerster Längsabschnitt des Kanales 5, konisch unter etwa 90° bis 120° erweitert und somit gegenüber der engsten Weite des Kanales 5 kürzer; die Flanken am äußeren Ende liegen dann stumpfwinklig zueinander.

Die Austrageinrichtung 1 weist einen Grundkörper 6 mit einer Aufnahmeöffnung an der Medienaustrittseite auf, in die eine napfförmige Dusenkappe 7 so eingesetzt ist, daß sie mit dem Außenumfang ihres Mantels durch Kraftschluß und/oder form- schlüssig durch eine Schnappverbindung feststehend lagegesi¬ chert ist und im wesentlichen vollständig versenkt innerhalb des Grundkörpers 6 liegt. Vollständig innerhalb der Düsenkap- pe 7 liegt ein Kernkörper 8, an dessen hinteres Ende ein aus der Düsenkappe 7 herausragender Füllkörper 9 anschließt.

Der Füllkörper 9 weist im wesentlichen über seine gesamte Erstreckung eine offenporig mikroporöse und in sich elastisch verschiebbare Kapillar- bzw. Netzstruktur aus durchgehend einteilig miteinander verbundenen Strukturteilen auf, die ähnlich einem Schaumstoffschwamm ein über alle Querschnitte und bis zu allen Peripherieflächen durchgehend zusammenhän¬ gendes, feinstes Kanal- und Kammersystem bilden. Durch Ver- formen bzw. Zusammendrücken oder innere Druckbeaufschlagung mit einem Fluid werden die Querschnitte, Volumina und/oder Formen dieser Mikrokanäle bzw. Mikrokammern verändert, näm¬ lich vergrößert und/oder verkleinert sowie ggf. teilweise geschlossen. Gleichzeitig bildet diese MikroStruktur an der gesamten Peripheriefläche der Medienvorlage 10 rasterartig feinst verteilte Mikroaustritte für das Medium, die jedoch über den weit überwiegenden Teil dieser Peripheriefläche

durch Leit-Begrenzungsflachen bzw. Druckverdichtung des Strukturmateriales geschlossen sind.

Die Medienvorlage 10 bildet ein im Strömungsweg zwischen einer Fördereinrichtung 11 und dem Medienausgang 4 so im wesentlichen lagefest angeordnetes Kammersystem, daß alles von der Fördereinrichtung 11 geförderte Medium vor Erreichen des Medienausganges 4 die Medienvorlage 10 durchströmen muß. Anstatt seitlich versetzt oder im Winkel dazu liegt sie in einer Achse 12 der Austragdüse 3, in welcher auch der Medien- ausgang 4, die Düsenkappe 7 und der Kernkörper 8 etwa vorge¬ sehen sind. Die Fördereinrichtung 11 ist über einen in dieser Achse 12 liegenden Druckstoß-Kanal 13 an die Medienvorlage 10 angeschlossen, dessen Durchlaßquerschnitt größer als der des Medienausganges 4 bzw. aller Kanalabschnitte ist, die zwi- sehen der Medienvorlage 10 und dem Medienausgang 4 liegen.

Die Medienvorlage 10 schließt an den Kanal 13 und über dessen gesamte Weite mit einer Stirnfläche an, die etwa gleich groß wie der Querschnitt des Kanales 13 ist und von welcher aus die Medienvorlage 10 dadurch in ihren Querschnitten kontinuierlich zunimmt, daß sie hier einen spitzwinklig kegelstumpfförmigen Endabschnitt 14 bildet, dessen Länge mindestens so groß bzw. größer als seine mittlere Weite ist. An das weitere Ende des Abschnittes 14 schließt ein kurzer Abschnitt 15 konstanter Vollquerschnitte an, der am Außenu - fang im wesentlichen zylindrisch begrenzt ist, gleiche Außen¬ weite wie das weitere Ende des Abschnittes 14 hat und eine Länge aufweist, die zwischen etwa 1/3 und 1/4 seiner Außen¬ weite liegt. An das vom Abschnitt 14 abgekehrte Ende dieses Abschnittes 15 schließt ein Abschnitt 16 an, der mit zuneh- mender Entfernung vom Abschnitt 15 abnehmende Ringquerschnit¬ te dadurch aufweist, ' daß sein Innenumfang nach Art eines annähernd rechtwinkligen Spitzkegels mit kugelkalottenförmig

abgerundeter Spitze zunimmt. Die Außenweite des Abschnittes 16 ist annähernd gleich derjenigen des Abschnittes 15, so daß diese beiden Abschnitte am Außenumfang kontinuierlich inein¬ ander übergehen. Der Innenumfang des Abschnittes 16 geht kegelförmig in dessen Außenumfang über, so daß dessen Quer¬ schnitte auf Null abnehmen.

Jeder Abschnitt liegt über den größten Teil seines Umfanges und seiner Länge an hartwandigen Begrenzunen 17, 18, 19 des Grundkörpers 6, der Dusenkappe 7 bzw. des Kernkörpers 8 im wesentlichen .vollflächig und unter Vorspannung an. Die am Außenumfang des Abschnittes 14 anliegende Begrenzung 17 des Grundkörpers 6 ist entsprechend kegelstumpfförmig und geht mit ihrem engeren Ende unmittelbar in das zugehörige Ende des Kanales 13 über. Das weitere Ende der Begrenzung 17 schließt annähernd an den Innenumfang der Düsenkappe 7 an, welcher die durchgehend im wesentlichen zylindrische Begrenzung 18 für den Außenumfang der beiden Abschnitte 15, 16 bildet. Auch an der vom Kanal 13 entfernten Seite liegt die Medienvorlage 10 mit ihrem stirnseitigen Innenumfang an einer Begrenzung 19 an, die durch das hintere, annähernd spitzkegelförmige Ende des Kernkörpers 8 gebildet ist. In entspanntem Zustand kann diese Stirnfläche der Medienvorlage 10 annähernd eben sein, so daß sie erst durch Eindrücken der Begrenzung 19 unter örtlicher Verdichtung der MikroStruktur die beschriebene Form erhält. Entsprechend kann auch der Abschnitt 14 in entspann¬ tem Zustand geringfügig größere Weiten oder einen größeren Kegelwinkel als die Begrenzung 17 haben, so daß sich zwischen der Spitze der Begrenzung 19 und dem Kanal 13 ein Kernbereich der Medienvorlage 10 ergibt, der gegenüber umgebenden Berei- chen wenigstens geringfügig verdichtet ist.

Das den Ausgang des Kanales 13 überbrückende und gleiche Weite wie dieser Ausgang aufweisende engste Ende der Medien-

vorläge 10 bildet einen Druckstoß-Eingang 21. Da die Medien¬ vorlage 10 hier nicht abgestützt ist, kann sie sich unter Entspannung in den Kanal 13 hineinwölben, so daß die am Eingang 21 liegenden Strukturöffnungen geringfügig aufgewei- tet werden und sich ein entsprechend vergrößerter spezifi¬ scher Einlaßquerschnitt je Flächeneinheit ergibt. In den Außenumfang des Abschnittes 14 mündet quer zur Achse 12 ein wie der Kanal 13 im Grundkörper 6 vorgesehener Medien-Kanal 20, dessen durchgehend konstante Durchlaßquerschnitte etwa gleich denjenigen des Kanales 13 sein können und insofern in entsprechender Beziehung zu den übrigen Kanalabschnitten liegen. Der radiale Kanal 20 liegt näher beim Abschnitt 15 als beim Eingang 21 und durchsetzt die Begrenzung 17 so, daß er hier einen Medien-Eingang 22 bildet, welcher nach Art eines Verschlußes vom Außenumfang des Abschnittes 14 über¬ brückt ist. Der Durchlaßquerschnitt des Einganges 22, dessen Weite in der Größenordnung von einem Millimeter liegen kann, ist wesentlich kleiner als die größten, zur Durchströmung freien Durchlaßquerschnitte der Medienvorlage 10 und der Eingang 22 reicht nur über 1/5 bis 1/15, insbesondere 1/10 des Umfanges und nur etwa über 1/5 bis 1/3, insbesondere etwa 1/4 der Länge des Abschnittes 14. Auch hier entspannt sich die Medienvorlage 10 unter der beschriebenen Aufweitung der MikroStruktur in den Kanal 20 hinein.

Die Außenumfänge der Abschnitte 15, 16 bilden annähernd über ihre gesamte gemeinsame Länge einen Vorlagen-Ausgang 24 für das Medium, der streifenförmig etwa parallel zur Achse 12 liegt und über den Außenumfang der Abschnitte 15, 16 nur über einen Teil reicht, der höchstens etwa so groß wie der des Einganges 22 bzw. demgegenüber um bis zu 1/3 kleiner ist. Der Ausgang 24 liegt etwa auf derselben Seite der Achse 12 bzw. der Medienvorlage 10 wie der Eingang 22 und zweckmäßig mit diesem bzw. dem Eingang 21 in einer gemeinsamen Axialebene.

Auch im Bereich des Ausganges 24 kann die Medienvorlage 10 entspannen und daher an der zugehörigen Oberfläche eine geringfügig aufgeweitete MikroStruktur bilden. Der Ausgang 24 erstreckt sich annähernd vom weiteren Ende des Abschnittes 14 bis zum weiteren Ende der Begrenzung 19, wobei auch zwei oder mehr annähernd gleichmäßig über den Umfang verteilte Ausgänge 24 vorgesehen sein können.

Der Ausgang 24 ist durch ein Ende eines Düsenkanales 23 gebildet, der seinerseits durch eine Längsnut am Innenumfang des Mantels 25 der Düsenkappe 7 gebildet ist und von der Innenseite von deren Stirnwand 26 bis zum hinteren Ende 27 des Mantels 25 durchgeht. An der offenen Nutlängsseite ist die Längsnut im Bereich des Ausganges 24 von der Medienvorla¬ ge 10 und unmittelbar anschließend vom Außenumfang des Kern- körpers 8 verschlossen, so daß der Düsenkanal 23 über seine gesamte Länge einen über den Umfang geschlossenen Kanal bildet. Dessen durchgehend im wesentlichen konstante Durch¬ laßquerschnitte sind wesentlich kleiner als die des Einganges 21 sowie als die demgegenüber zunehmenden und größeren Durch- laßquerschnitte der Abschnitte 14, 15 und eines anschließen¬ den Teiles des Abschnittes 16. Dadurch ergibt sich aus der Medienvorlage 10 heraus in den Medienausgang 24 und in den Düsenkanal 23 eine wesentliche Strömungsbeschleunigung und eine starke Strömungsverwirbelung.

Mit seiner von der Medienvorlage 10 abgekehrten, anschließend an den Außenumfang ringscheibenförmig annähernd ebenen Stirn¬ fläche liegt der Kernkörper 8 annähernd vollflächig an der Innenseite der Stirnwand 26 permanent lagefest an. Diese Stirnfläche ist durch einen Endabschnitt von annähernd kon- stanter Außenweite des Kernkörpers 8 gebildet und an das hintere Ende dieses Abschnittes schließt der die Begrenzung 19 bildende, kürzere Abschnitt an, wobei die schräge Begren-

zung 19 bis zum Außenumfang des vorderen Endabschnittes reicht. Der Längsabschnitt des Düsenkanales 23 geht am vorderen Ende über eine annähernd rechtwinklige Umlenkung 28 in einen etwa radial zur Achse 12 liegenden kürzeren Querab- schnitt über, der durch eine entsprechende Nut an der Innen¬ seite der Stirnwand 26 gebildet und an der offenen Nutlängs¬ seite durch die Stirnfläche des Kernkörpers 8 verschlossen ist. Die Breite dieses Querabschnittes kann etwa gleich derjenigen des Längsabschnittes und die Tiefe etwas größer sein, so daß sich hier je nach den Erfordernissen geringfügig vergrößerte oder verringerte Durchlaßquerschnitte bzw. ent¬ sprechend eine geringfügige Reduzierung oder Erhöung der Strömungsgeschwindigkeit ergeben. Das vom Längsabschnitt entfernte Ende des Querabschnittes bildet eine gegen die vordere Stirnfläche des Kernkörpers 8 gerichtete Richtdüse

29, aus welcher der Medienstrom wenigstens teilweise entgegen der Hauptströmungs-bzw. Austragrichtung der Austragdüse 3 und/oder wenigstens teilweise quer bzw. schräg zu dieser Richtung austritt. Der Auslaßquerschnitt dieser Richtdüse 29 kann etwa in der Grössenordnung der Durchlaßquerschnitte des Endkanales 5 liegen.

Im Bereich des Austrittes der Richtdüse 29 bzw. des inneren Endes des Endkanales 5 ist ein Prallzerstäuber 30 vorgesehen, gegen dessen napfförmige vertiefte Prallfläche 31 die Richt- düse 29 gerichtet ist. Die Prallfläche 31 ist als zentrale bzw. etwa in der Achse 12 liegende Vertiefung in der vorderen Stirnseite des Kernkörpers 8 vorgesehen und schließt mit dem Außenumfang ihres stumpfwinklig kegelstumpfförmigen Mantels an den Innenumfang der zugehörigen ringförmigen Stirnfläche an. Die Bodenfläche der Prallfläche 31 ist annähernd eben, liegt etwa rechtwinklig zur Achse 12 und reicht in Ansicht parallel zur Achse 12 über den Innenumfang des inneren Endes des Endkanales 5 hinaus. Durch die Prallfläche 31 und die

diese deckelartig verschließende Innenseite der Stirnwand 26 ist eine spaltartig dünne Scheiben- bzw. Wirbelkammer 32 gebildet, deren größte Dicke in der Größenordnung von nur einem oder wenigen zehntel oder darunter bei etwa einem halben zehntel Millimeter liegt, wobei diese Dicke zum Außen¬ umfang stetig bis auf Null abnimmt. Diese Wirbelkammer 32 ist nur an einem einzigen, etwa in ihrer Mittelachse liegenden Ausgang 33 offen, der durch das innere Ende des Endkanales 5 gebildet sowie gegenüber der Weite der Wirbelkammer 32 weni- ger als 1/2 bzw. 1/3 so weit ist. Unmittelbar an den Außenum¬ fang dieses Ausganges 33 grenzt auch die Richtdüse 29 an, die diesen Außenumfang entweder nicht oder nur auf der zugehöri¬ gen Seite der Achse 12 geringfügig durchsetzen kann, so daß ein Teil des aus der Richtdüse 29 austretenden Medienstromes quer über den Ausgang 33 und entlang der Innenseite der

Stirnwand 26 gerichtet ist. Im Querschnitt kann die Begren¬ zung der Richtdüse 29 mit derjenigen des Ausganges 33 eine scharfe bzw. spitzwinklige Spitze bilden, die etwa in der Ebene des übrigen Ausganges 33 liegt. Dadurch können hier Verwirbelungen noch verstärkt werden. Die Wirbelkammer 32 ist von Innenkörpern frei, liegt hinter dem Endkanal 5 bzw. der Stirnwand 26 und hat nach Art eines Parabolspiegels eine die Strömung auf den Ausgang 33 kusierende bzw. reflektierende Wirkung, wobei der in den Ausgang 33 abprallende Strahl den aus der Richtdüse 29 eintretenden Strahl durchbricht.

Auch die Begrenzungen 17, 18, 19 bilden Leitflächen für das Medium, wobei insbesondere die Begrenzung 19 eine Prall- bzw. Leitfläche 34 bilden kann, durch welche das Medium zum Aus¬ gang 24 hin geleitet wird. Durch die Querschnittsform des Abschnittes 16 bildet die Medienvorlage 10 sich trichterartig zum Ausgang 24 verjüngende Querschnitte, wobei ihre spezifi¬ schen Struktur-Durchlaßquerschnitte zum Ausgang 24 weiter werden und am Medienausgang 24 eine rasterartige Verteilung

von MikroÖffnungen gebildet ist, die im wesentlichen von freiliegenden Strukturteilen begrenzt bzw. membran- oder faserartig voneinander getrennt sind. Dadurch ergeben sich mit zunehmender Entfernung von der Leitfläche 24 bzw. den Begrenzungen 17, 18 geringere Strömungswiderstände, jedoch zum Ausgang 24 zunehmende Strömungsgeschwindigkeiten inner¬ halb der Medienvorlage 10.

•Je nach Viskosität und anderen physikalischen Eigenschaften des auszubringenden Mediums könnte die Vorlage auch nur durch Begrenzungen eines Hohlraumes, beispielsweise entsprechend den Begrenzungen 17, 18, 19 gebildet und daher im wesentli¬ chen flächig sein. Wegen weiterer Merkmale und Wirkungen einer solchen Austrageinrichtung wird zur Einbeziehung in die vorliegende Erfindung auf die DE-Patentanmeldung 41 02 632.2 Bezug genommen.

Zur Beeinflussung bzw. Steuerung des bevorzugt gesondert vom Kanal 20 der Medienvorlage 10 nur durch den Kanal 13 zuge¬ führten Druckstoßes ist ein Ventil 35 vorgesehen, dessen Hauptachse zweckmäßig quer bis rechtwinklig zur Achse 12 und/oder mit dieser in einer gemeinsamen Axialebene liegt. Das Ventil 35 weist in einer an eine Druckquelle angeschlos¬ senen Ventilkammer 36 einen axial verschiebbaren Ventilkörper 37 auf, der mit zwei voneinander abgekehrten, kegelstumpfför- migen Dichtlippen abgedichtet am Innenumfang der Ventilkammer 36 läuft. Dieser Innenumfang ist von einem Kammerausgang 38 durchsetzt, welcher durch das hintere Ende des Kanales 13 gebildet ist und einen Abstand von dem Eingang 21 hat, der höchstens das drei- bis fünffache der größten Weite des Kanales 13 beträgt bzw. etwa in der Größenordnung dieser Weite liegt oder kleiner als diese Weite ist. Der Kammeraus¬ gang 38 ist in Ausgangsstellung des Ventiles 35 durch den Ventilkörper 37 geschlossen, wobei er zwischen dessen Ventil-

lippen liegt und der Ventilkörper 37 zur anschlagbegrenzten Ausgangsstellung mit einer Ventilfeder 39 belastet ist. Wegen weiterer Merkmale und Wirkungen des Ventiles 35 sowie von dessen Anordnung wird zur Einbeziehung in die vorliegende Erfindung auf die DE-OS-40 11 537 Bezug genommen. Das Ventil 35 ist Bestandteil von Steuermitteln 40, durch welche die bestimmungsgemäße Funktionsfolge der Austrageinrichtung 1 festgelegt sind.

Nach dieser Funktionsfolge wird zuerst über den Kanal 20 und den Eingang 22 der Medienvorlage 22 ein Tropfen flüssigen

Wirkstoffes zugeführt, der sich aufgrund der Kapillarwirkung vom Eingang 22 in das Innere der Medienvorlage 10 ausbreitet, wobei die Ausbreitung auch in Richtung zum Eingang 21 und zum Ausgang 24 erfolgt. Das dosierte Volumen an Wirkstoff kann unterhalb der Sättigungsgrenze der Medienvorlage 10 liegen bzw. so gering sein, daß die Kapillarwirkung beendet ist, bevor sich der Wirkstoff über das gesamte Volumen der Medien¬ vorlage 10 bzw. bis zu den dem Eingang 22 gegenüberliegenden Bereichen der Begrenzung 17, 18 ausgebreitet hat. Zu Beginn, während und/oder nach Abschluß dieser Ausbreitung wird das Ventil 35 dadurch geöffnet, daß die eine Dichtlippe des Ventilkörpers 37 über den Kammerausgang 38 hinaus verschoben wird. Dadurch steht der Kammerausgang 38 in unmittelbarer Leitungsverbindung mit demjenigen Teil der Ventilkammer 36, der permanent mit einer Druckkammer leitungsverbunden ist, die in dieser Funktionsphase unter maximalem Druck steht und deren maximales Aufnahmevolumen mindestens 100- bis 200-fach so groß wie das der Medienvorlage 10 oder der Ventilkammer 36 ist.

Es ist zwar denkbar, den Druckstoß wenigstens teilweise mit einem flüssigen bzw. leicht flüchtigen oder verdampfenden Medium, ggf. durch den Kanal 22, durchzuführen, jedoch er-

folgt er bevorzugt durch ein kompressibles Medium, wie Luft öder ein anderes Gas, und ausschließlich über den Eingang 21, während der Eingang 22 im wesentlichen verschlossen ist, z. B. durch Ventilverschluß des Kanales 20 oder dadurch, daß seine Enge in Bezug auf die Strömungsquerschnitte in der Medienvorlage 10 ähnlich einem Verschluß wirkt; auch eine Flüssigkeitssäule im Kanal 20 kann als Verschluß vorgesehen sein. Durch teilweises oder vollständiges bzw. allmähliches oder ruckartig schnelles Öffnen des Kammerausganges 38 unab- hängig von irgendeinem gleichzeitig erfolgenden Druckanstieg in der Druckkammer der Fördereinrichtung 11 strömt das Druck¬ stoß-Medium mehr oder weniger schlagartig und mit sehr hoher Strömungsgeschwindigkeit gegen den Eingang 21. Dieses Medium kann in der Druckkammer z. B. auf mindenstens 1/5 oder 1/10 seines entspannten Volumens komprimiert sein. Das Medium durchströmt dann die wenigstens teilweise nur oberflächig benetzte und/oder wenigstens teilweise gefüllte Kanalstruktur der Medienvorlage 10 mit einer Strömungsgeschwindigkeit, die je nach Sättigungsgrad der Medienvorlage 10 etwa gleich groß, größer oder abnehmend kleiner als die Strömungsge¬ schwindigkeit am Eingang 21 sein kann.

Da das Druckstoß-Medium prallartig auf den Eingang 21 und im Inneren der Mediumvorlage 10 auf die Strukturteile und den vorgelegten Wirkstoff auftrifft, entstehen in der Medienvor- läge 10 Schwingungen dieser Strukturteile, welche zusätzlich zum Abreißen durch die Strömung zum Ablösen des Wirkstoffes in sehr feinen Tröpfchen führen. Diese werden vom Trägerstrom in der Medienvorlage 10 auf zahlreichen, im wesentlichen zick-zack-förmigen Wegen mitgenommen, die sich aus der Art der MikroStruktur ergeben und deren begradigte Hauptrichtung zum Ausgang 24 führt. Durch die Strukturverdichtungen im Bereich der Begrenzungen 17, 18, 19 neigt die Strömung nicht dazu, diese Bereiche zu erreichen, sondern sie verbleibt im

wesentlichen mit Abstand innerhalb der Peripherie-Flächen der Medienvorlage 10. Im Bereich des Abschnittes 16 kann die Strömung in eine kreis- bzw. ringförmige Rotationsströmung um die Achse 12 versetzt und dadurch dem Ausgang 24 zugeführt werden.

Eventuell bis zur Leitfläche 34 vordringende Teile der Strö¬ mung werden entlang dieser Leitfläche unmittelbar zum vorde¬ ren Ende des Ausganges 24 in den Düsenkanal 23 geleitet. Im Bereich dieses vorderen Endes kann die Austritts-Strömungsge- schwindigkeit dadurch am größten sein und nach hinten abfal¬ len. Das hintere Ende der Begrenzung 19 liegt im Abstand vor dem hinteren Ende des Ausganges 24 bzw. des Abschnittes 15 etwa in der Mitte zwischen dem Abschnitt 14 und dem vorderen Ende des Ausganges 24. Der Übergang zwischen den Abschnitten 14, 15 kann etwa in der Ebene des hinteren Endes 27 liegen und die Länge des Ausganges 24 kann mindestens drei- bis achtfach, insbesondere etwa sechs- bis siebenfach länger als die größte zugehörige Weite des Düsenkanales 23 bzw. von dessen Längsabschnitt sein, welcher länger als der Ausgang 24, z. B. etwa doppelt so lang ist. Der Querabschnitt des Düsenkaneles 23 ist demgegenüber bzw. gegenüber dem Ausgang 24 kürzer.

Der Wirkstoff verläßt den Ausgang 24 in Form feinstverteilter Tröpfchen innerhalb des Trägerstromes, der am Übertritt in den Düsenkanal 23 gegenüber der Strömungsgeschwindigkeit am Eingang hoch beschleunigt wird. Der Strom fließt dabei ent¬ lang der von stumpfwinkligen Flanken begrenzten Umfangskante zwischen der Begrenzung 19 und dem anschließenden Abschnitt des Kernkörpers 8, in deren Bereich eine weitere Verwirbelung erfolgt, aufgrund deren und der hohen Strömungsgeschwindig¬ keit die Tropfchengröße hier bzw. im Düsenkanal 23 und an der U lenkung 28 noch weiter verkleinert werden kann. Die Fluid-

Strömung prallt dann aus der Richtdüse 29 mit hoher Geschwin¬ digkeit unter unterschiedlich spitzen und stumpfen Winkeln auf die Prallfläche 31, von der sie teilweise direkt in den Ausgang 33 und teilweise gegen die diese umgebende Stirn- bzw. Ringfläche der Wirbelkammer 32 reflektiert wird. Durch den Stau am Ausgang 33 entsteht in der Wirbelkammer 32 ein verhältnismäßig hoher Überdruck, unter welchem der Fluidstrom aus der Wirbelkammer 32 durch den Ausgang 33 und entlang von dessen scharfer Kante ausströmt. Dadurch wird nicht nur durch den ein- oder mehrfach hin- und hergehenden Aufprall in der Wirbelkammer 32, sondern auch durch Strömungsabscherung an der Kante des Ausganges 33 die Tropfchengröße noch weiter verringert. Vom höchsten Druck in der Wirbelkammer 32 fällt der Druck vom Ausgang 33 zum Medienausgang 4 ab. Dies stellt im wesentlichen den größten Druckunterschied in der gesamten Medienführung dar. Im Abstand danach erfolgt eine weitere solche Verringerung der Tröpfchengröße beim Austritt an der scharfen Kante des Medienausganges 4, der auch nach außen konisch erweitert sein kann. Es hat sich gezeigt, daß die Tropfchengröße in dem den Medienausgang 4 verlassenden Kegel¬ strahl auf bis zu etwa 2 μm oder sogar darunter verringert werden kann und daß größte Tröpfchen höchstens etwa 10 μm messen. Dadurch ergibt sich innerhalb dieser Spanne eine sehr vorteilhafte Größenmischung mit einer Durchschnittsgröße von etwa 5 μm oder weniger.

Die Austrageinrichtung 1 arbeitet besonders vorteilhaft, wenn sie zu einer Baueinheit mit einer Austrageinrichtung 41 gemäß den Figuren 3 bis 9 zusammengefaßt ist, welche außer der Fördereinrichtung 11 für Druckluft auch eine oder mehrere Fördereinrichtungen 42 für nicht gasförmiges bzw. flüssiges Medium enthält. Die Fördereinrichtung 11 weist statt und/oder zusätzlich zu einem extern gefüllten Druckgasspeicher eine Luft- bzw. Gaspumpe 43 auf. Entsprechend weist die Förderein-

richtung 42 eine Vorlagepumpe 44 auf. Beide Pumpen sind mit einer Spanneinrichtung 45 zu betätigen und im wesentlichen vollständig verkapselt innerhalb eines langgestreckten Basis¬ körpers 46 angeordnet, der über seine gesamte Länge durchge- hend annähernd konstante Außenquerschnitte haben und nach Art eines Stockgriffes mit einer Hand gegriffen, getragen, betä¬ tigt und zum bestimmungsgemäßen Gebrauch eingesetzt werden kann.

In einem Axialabschnitt bzw. an ein Ende des Basiskörpers 46 anschließend, ist eine Handhabe 47 vorgesehen, die praktische eine Fortsetzung des Basiskörpers 46 mit annähernd gleichen Außenquerschnitten bildet, jedoch gegenüber dem Basiskörper 46 wesentlich und gegenüber ihrer Außenweite kürzer ist. Die wie der Basiskörper 46 annähernd zylindrische Handhabe 47 dient als Betätigungsglied der Spanneinrichtung 45 und wirkt zu diesem Zweck auf einen Spanntrieb 49 einer Spanneinheit 48 so, daß die Handhabe 47 in jeder Betätigungsstellung annä¬ hernd gleiche Axiallage gegenüber dem Basiskörper 46 ein¬ nimmt. Der Spanntrieb weist ein an die Innenseite der Stirn- wand der kappenförmigen Handhabe 47 einteilig anschließendes, hülsenförmiges Stellglied mit einem Außengewinde auf, das von einem kappenförmigen Läufer teleskopartig übergriffen ist.

Dieser Läufer greift mit einem Gegenglied bzw. Innengewinde in das Steigungsglied bzw. Gewinde des Stellgliedes ein, verschließt mit seiner Stirnwand das offene Ende des Stell¬ gliedes, ragt wie dieses über die offene Stirnseite des Man¬ tels der Handhabe 47 hinaus und in den Basiskörper 46 hinein, ist axial innerhalb des Basiskörpers 46 verschiebbar sowie gegenüber dem Basiskörper 46 im wesentlichen verdrehgesichert und liegt wie die Handhabe 47 so etwa in der Achse des Basis¬ körpers 46, daß der Läufer mit seinem Außenmantel bis auf einen ringförmigen Spaltabstand nahe an die etwa gleich

weiten Innenseiten der Mäntel des Basiskörpers 46 und der Handhabe 47 reichen kann. Die Gewindeverbindung kann mit degressiver Steigerung z. B. so ausgebildet sein, daß die Untersetzung von der Handhabe 47 zum Läufer mit zunehmender Verdichtung in der Fördereinrichtung 11 zunimmt. Zur Verdreh¬ sicherung weist der Basiskörper 46 an der Innenseite seines Mantels eine oder mehrere Längsnuten auf, die zweckmäßig jeweils durch zwei parallel nebeneinander liegende Axialstege gebildet sind und in die der Läufer jeweils mit mindestens einem Gleitnocken eingreift, der zweckmäßig im Bereich des in Spannrichtung vorderen Endes liegt. Die Stirnwand der Hand¬ habe 47 bildet auch das zugehörige äußerste Ende der gesamten Austrageinrichtung 41.

Die Vorlagepumpe 44 gehört zu einer Spendereinheit 50, die als in sich geschlossene Baueinheit in den Basiskörper 46 eingesetzt bzw. auswechselbar ist. Die Spendereinheit 50 ist an einem wenigstens teilweise hülsenförmigen Spannkörper 51 von etwa gleicher Außenweite wie der Läufer um einen maxima¬ len Pumphub der Vorlagepumpe 44 verschiebbar angeordnet. Der Spannkörper 51 schließt mit einem Ende annähernd an den

Läufer des Spanntriebes 49 an, reicht über die gesamte Länge der Spendereinheit 50, über die zugehörige Erstreckung der daran anschließenden Austrageinrichtung 1 und über die Länge der axial daran anschließenden Gaspumpe 43, deren Zylinder 54 er mit dem vom Spanntrieb 49 abgekehrten äußersten Ende bildet. Auch die Innenweite des Spannkörpers 51 bzw. des Zylinders 54 entspricht etwa derjenigen des Läufers und ist damit nur um die notwendigen Wandungsdicken und die Axialfüh¬ rung kleiner als die Innenweite des Basiskörpers 46. Der Spannkörper 51 ist in der anhand des Läufers beschriebenen Weise gegenüber dem Basiskörper 46 axial verschiebbar und ve drehgesichert, wobei die Gleitberührung im wesentlichen nur im Bereich der Längskantenflächen der Axialstege statt-

findet und einer geringen Gleitreibung ausgesetzt ist. Die Verdrehsicherungsnocken des Spannkörpers 51 liegen im Bereich von dessen vom Spanntrieb 49 abgekehrten Ende. Der Grundkör¬ per 6 der Austrageinrichtung 1 ist lagefest innerhalb der Hüllfläche des Spannkörpers 51 angeordnet und einteilig mit einer Zwischen- bzw. Stirnwand ausgebildet, die mit Abstand zwischen den Enden des Spannkörpers 51 den Zylinder 54 von demjenigen, im Mantelbereich teilweise offenen Raum trennt, welcher die Spendereinheit 50 aufnimmt.

Von dem vom Spanntrieb 49 abgekehrten, auf voller Zylinder¬ weite offenen Ende des Spannkörpers 51 her greift in den Zylinder 54 ein ringscheiben- bzw. napfförmiger Kolben 52 ein, der an seiner äußeren Stirnseite mit einem hülsenf rmi¬ gen Kolbenschaft verbunden ist, welcher einteilig von der Innenseite einer End- bzw Stirnwand 53 des Basiskörpers 46 absteht. Die Stirnwand 53 bildet das von der Handhabe 47 abgekehrte Ende der gesamten Austrageinrichtung 41 und ist als ringartiger Boden einteilig mit dem napfförmigen Basis¬ körper 46 ausgebildet, gegenüber welchem der Kolben 52 stets axial im wesentlichen feststeht.

Etwa achsgleich zum durchgehend gradlinigen sowie zur Aus¬ trageinrichtung 41 etwa achsparallelen Medien-Kanal 20 schließt an dessen von der Achse 12 bzw. der Medienvorlage 10 abgekehrtes Ende eine Steck- und Gleitverbindung 55 an, in welcher die Spendereinheit 50 radial annähernd spielfrei gesichert, jedoch axial um einen vorbestimmten Weg hin- und hergehend verschiebbar ist.

Die Spendereinheit 50 weist an ihrem von der Gleitverbindung 55 abgekehrten Ende einen Vorlagespeicher 56 in Form bei- spielsweise eines zur Austrageinrichtung 41 etwa achsparal- lelen bzw. in der Achse des Kanales 20 liegenden Fläschchens

auf, dessen von der Gleitverbindung 55 abgekehrter Boden durch einen Schleppkolben 57 gebildet ist. Die Vorlagepumpe 44 ragt durch den Hals des Speichers 56 über den größten Teil ihrer Länge in den Speicher 56 und mit ihrem inneren Ende in eine eng an dieses angepaßte napfförmige Vertiefung des Schleppkolbens 57. Die Vorlagepumpe 44 ist z. B. mit einem Krimpring oder dgl. gegen eine äußere Stirnfläche des Halses des Speichers 56 gespannt und so abgedichtet an diesem befe¬ stigt. Die Vorlagepumpe 44 ist als Schubkolbenpumpe ausgebil- det, weist an ihrem inneren Ende einen Einlaß mit einem als selbstsperrendes Überdruckventil ausgebildeten Einlaßventil 58 auf und enthält eine Kolbeneinheit 68, die eine druck- und/oder wegabhängig öffnendes sowie durch Federbelastung selbstschließendes Auslaßventil 59 bildet. Zu diesem Zweck bildet ein zentraler Schaft der Kolbeneinheit 68 einen ring¬ förmigen Ventilsitz und ein hülsenförmiger Pumpkolben einen axial demgegenüber bewegbaren Ventilkörper sowie in seinem Innern einen Auslaßkanal, durch welchen das Medium aus der Druckkammer der Vorlagepumpe 44 durch den Pumpkolben in einen Stößel 60 austreten kann.

Dieser Stößel 60, der einen im wesentlichen außerhalb des Speichers 56 liegenden Zylinderdeckel des Gehäuses der Vorla¬ gepumpe 44 verschiebbar durchsetzt, ragt mit seinem äußeren Ende in den Grundkörper 6 hinein, mit welchem er über eine axial sichernde Steck-, Klemm- und/oder Schnappverbindung so verbunden ist, daß sein äußeres Ende des Auslaßkanaleε unmit¬ telbar an das zugehörige Ende des achsgleich liegenden Kana¬ les 20 anschließt. Der Zylinderdeckel bildet mit seinem frei über den Krimpring vorstehenden Außenumfang gleichzeitig das Gleitglied der Gleitverbindung 55. Innerhalb des Gehäuses der Vorlagepumpe 44 ist eine Rückstellfeder vorgesehen, die einerseits die Ventilfeder des Kugel- bzw. Einlaßventiles 58 und andererseits die Rückstellfeder der Kolbeneinheit 68 und

damit die Rückstellfeder zur Rückstellung der Spendereinheit 50 gegenüber dem Grundkörper 6 bildet. Die Spendereinheit 50 ist auch im herausgenommenen Zustand als Austragvorrichtung durch Betätigen des Stößels 60 voll funktionsfähig.

Der Arbeitshub der Vorlagepumpe 44 für den Austrag einer dosierten Charge ist sehr klein und kann z. B. in der Größen¬ ordnung eines oder weniger Millimeter liegen. Um diesen Hub 61, der in Fig. 5 für die Bewegung der Spendereinheit 50 gegenüber der Gleitverbindung 55, die Bewegung des Pumpkol- bens gegenüber dem Pumpengehäuse und den Leerweg des Läufers des Spanntriebes 49 gegenüber dem Spannkörper 51 dargestellt ist, wird die Spendereinheit 50 durch Betätigen der Spannein¬ richtung 45 betätigt. Wird die Handhabe 47 gegenüber dem Basiskörper 46 gedreht, so wird der Läufer des Spanntriebes 49 axial bewegt. Da an der Außenseite der Stirnwand des

Läufers das zugehörige Ende des Speichers 56 bzw. der Spen¬ dereinheit 50 unter der Kraft von deren Rückstellfeder an¬ liegt und das zugehörige Ende des Spannkörpers 51 in der Ausgangsstellung einen dem Hub 61 entsprechenden Spaltabstand von dieser Stirnwand hat, wird zunächst die Spendereinheit 50 gegenüber dem Spannkörper 51 axial verstellt und dadurch ein Pumphub 61 ausgeführt. Am Ende des Pumphubes schlägt der Pumpkolben mit seinem Ende an einer inneren Ringschulter des Pumpraumes an, wodurch der Pumpkolben vom Ventilsitz abgeho- ben und das Auslaßventil 59 geöffnet wird. Dadurch wird aus dem Pumpraum und durch den Auslaßkanal ein Tropfen Medium in den Kanal 20 und von dort an den Eingang 22 ausgetragen, wonach sich dieser Tropfen in der beschriebenen Weise inner¬ halb der Medienvorlage 10 ausbreitet.

Am Ende dieses Pumphubes und im weiteren Verlauf der Betäti¬ gung der Handhabe 47 wird nunmehr auch der Spannkörper 51 durch Anschlag mitgenommen, während das Auslaßventil 59

geöffnet bleiben kann. Der nun unmittelbar an die Endfläche des Läufers anschließende Spannkörper 51 wird gegenüber dem Kolben 52 gegen die Kraft des sich im Zylinder 54 aufbauenden Überdruckes aus der Ausgangsstellung gemäß Fig. 4 bis in die Endstellung gemäß Fig. 5 bewegt, in welcher das zugehörige Ende des Spannkörpers 51 nahezu an der Innenseite der Stirn¬ wand 53 anschlägt. Der Läufer des Spanngliedes ragt nun mit dem größten Teil seiner Länge über das Stellglied hinaus. Zur Sicherung dieser Spannlage, auch bei freigegebener Handhabe 47, kann das Gewinde des Spanntriebes 49 selbsthemmend ausge¬ bildet und/oder dem Läufer eine federnde Rastung zugeordnet sein, die durch entsprechend kräftiges Zurückdrehen der Handhabe 47, nicht jedoch durch Axialdruck auf den Spannkör¬ per 51, überwunden werden kann. In der Spannlage befindet sich die Innenseite der Bodenwand des Kolbens 52 mit geringem Abstand von der Zwischenwand des Basiskörpers 46, die napf- förmig ausgebildet ist und in den Kolben 52 eingreift.

Um nun die Austrageinrichtungen 1, 41 für einen Austragvor¬ gang ins Freie auszulösen, ist eine Auslöseeinrichtung 62 vorgesehen, die mit einer von der Handhabe 47 gesonderten und im Bereich des anderen Endes der Austrageinrichtung 41 lie¬ genden Handhabe 63 über einen Stößel 64 zu betätigen ist. Die knöpf- bzw. scheibenförmige Handhabe 63 liegt im wesentlichen versenkt in einer zentralen Vertiefung der Stirnwand 53 und ist mit ihrem einteiligen Stößel 64 von außen so in eine Gleitführung eingesetzt, daß sie durch ein am Stößel 64 vorgesehenes Schnapp- und Widerhakenglied gegen Rückzug gesichert und in der Ausgangsstellung anschlagbegrenzt ist.

Der Ventilkörper 37 des Ventiles 35 weist einen in der Achse der Austrageinrichtung 41 durch den Grundkörper 6 bzw. die zugehörige Stirnwand in den Zylinder 54 ragenden Ventilschaft 65 auf, der im Querschnitt z. B. kreuzförmig so profiliert

ist, daß zwischen seiner Außenfläche und der ihn aufnehmenden Bohrung ein oder mehrere Längskanäle gebildet sind, welche den Zylinder 54 permanent mit der Eingangsseite der Ventil¬ kammer 36 verbinden. Der innere Endabschnitt des Stößels 64 durchsetzt gleit- bzw. langsverschiebbar, jedoch über eine gesondere, verpreßte Hülsendichtung druckdicht abgedichtet und im Abstand innerhalb des zugehörigen Kolbenschaftes die Stirnwand des Kolbens 52 so, daß die Endfläche des Stößels 64 bei Ausgangslage der Handhabe 63 und Spannlage des Spannkör- pers 51 wenigstens annähernd an der Endfläche des Ventil- schaftes 65 anliegt, das Ventil 35 aber noch geschlossen ist.

Wird nun die Auslöseeinrichtung 62 durch Fingerdruck auf die äußere Stirnfläche der Handhabe 63 gegen die Kraft der Ven¬ tilfeder 39 betätigt, so öffnet das Ventil 35 in der be- schriebenen Weise und die im Zylinder 54 vorgespannte Druck¬ luft entweicht über die Schaftkanäle und die Ventilkammer 36 zum Eingang 21, um die beschriebenen Funktionen der Austrag¬ einrichtung 1 zu bewirken. Dieser Vorgang ist jederzeit da¬ durch abzubrechen bzw. zu unterbrechen, daß die Handhabe 63 freigegeben wird, da dann diese, wie auch das Ventil 35, allein durch die Ventilfeder 39 zur Ausgangsstellung zurück¬ bewegt werden. Durch Wahl des Betätigungsschubes kann ggf. auch der Durchlaßquerschnitt des Kammerausganges 38 stufenlos variiert werden. Nach vollständiger Öffnung des Kammerausgan- ges 38 ist der Hubweg durch einen von der Ventilfeder 39 umgebenen Anschlagschaft begrenzt, welcher in den das Ventil¬ gehäuse bildenden Grundkörper 6 auf der vom Ventilschaft 65 abgekehrten Seite des Ventilkörpers 37 eingesprengt ist und ein Widerlager für die Ventilfeder 39 bildet. Dieser An- schlagschaft liegt seitlich unmittelbar benachbart zum Stößel 60, welcher einschließlich der Spendereinheit 50 derart seitlich gegenüber der Ventil- bzw. Mittelachse der Austrag-

einrichtung 41 versetzt ist, daß er zwischen dieser Mittel¬ achse und dem Medienausgang 4 liegt.

Ein Einlaßventil 66 der Gaspumpe 43 bildet eine Baueinheit mit dem Kolben 52, welcher an der Innenseite seiner Stirnwand einen Ventilsitz für einen ringscheibenförmigen und vom

Stößel 64 durchsetzten Ventilkörper bildet. Die vormontierte Baueinheit aus Kolben 52 und Einlaßventil 66 ist über eine axiale Schnappverbindung 67 am zugehörigen Kolbenschaft befestigt. Nach Durchführung eines Austrages kann der Spann- trieb 49 durch Zurückdrehen der Handhabe 47 wieder in seine Ausgangslage zurückbewegt werden. Für die entsprechende Rückstellung des Spannkörpers 51 kann eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Läufer des Spanntriebes 49 und dem Spannkörper 51, eine im Zylinder 54 liegende Druckfeder und/oder eine an der Außenseite des Spannkörpers 51 liegende Rückstellfeder vorgesehen sein, so daß der Spannkörper 51 mit dem Läufer des Spanntriebes 49 zur Ausgangsstellung zurück¬ läuft. Die Vorlagepumpe 44 bzw. deren Auslaßventil 59 werden durch die zugehörige Rückstellfeder zur Ausgangslage zurück- gestellt.

Bei der Rückstellbewegung öffnet das Einlaßventil 58 und es wird unter selbsttätigem Nachrücken des Schleppkolbens 57 aus dem Speicher 56 eine weitere Mediencharge in den Pumpraum der Vorlagepumpe 44 angesaugt. Außerdem wird durch selbsttätiges Öffnen des als Rückschlagventil ausgebildeten Einlaßventiles 66 in den Zylinder 44 Luft von außen angesaugt, die dabei außerhalb des Stößels 64 und der zugehörigen Dichtung die Stirnwand des Kolbens 52, den zugehörigen Kolbenschaft und die Lageröffnung für den Stößel 64 in der Stirnwand 53 durch- strömt. Schließlich schließt zu Beginn der Rückstellbewegung das Ventil 35 selbsttätig. Nach derartiger Einstellung des

Ausgangszustandes kann ein weiterer Austragzyklus in der beschriebenen Weise durchgeführt werden.

Da die Austrageinrichtung 1 unmittelbar benachbart zur Druck¬ kammer bzw. zum Zylinder 54 liegt, sind die Leitungswege zwischen dieser Druckkammer und dem Eingang 21 sehr kurz, so daß sich sehr geringe Verluste in der Strömungsenergie erge¬ ben. Aufgrund der beschriebenen Ausbildung befindet sich der Medienausgang 4 in der genannten Ausgangstellung in einer anderen Axiallage gegenüber dem Basiskörper 46 als in der Spannlage. In der Spannlage liegt der Medienausgang 4 annä¬ hernd achsgleich zu einem annähernd flach-ovalen Austragstut¬ zen 70, der einteilig mit dem Mantel des Basiskorpers 46 ausgebildet ist und über dessen Außenseite frei vorsteht. Etwa in der Achse des Austragstutzens 70 ist der Mantel des Basiskörpers 46 mit einem Durchbruch bzw. Durchgang 69 verse¬ hen, der gegenüber der größten Weite des Austragstutzens 70 kleinere Weite hat, jedoch so weit ist, daß er den aus der Austragdüse 3 austretenden Düsenstrahl praktisch nicht beein¬ fluß bzw. von diesem Strahl an seinen Begrenzungen nicht berührt wird. Die größere QuerschnittserStreckung des Aus¬ tragstutzens 70 liegt etwa parallel zur Längsrichtung der Austrageinrichtung 41, so daß diese etwa parallel zum Mund auszurichten ist, wenn der Austragstutzen 70 mit den Lippen umschlossen wird. In der Ausgangsstellung ist die Austragdüse 3 demgegenüber axial versetzt, d. h. daß sie im Abstand vom Austragstutzen 70 vollständig verdeckt und abgeschirmt inner¬ halb des Basiskörpers 46 liegt und gegen Verschmutzungen geschützt ist. Der Durchgang 69 ist dann im wesentlichen durch den Mantel des Spannkörpers 51 verschlossen. In Fig. 3 ist der Darstellung halber der Austragstutzen 70 um 90° versetzt gegenüber dem Austragkopf 2 dargestellt.

Wie insbesondere Fig. 8 zeigt, ist der Kolbenschaft des Kolbens 52 am Außenumfang durch radial vorstehende Längsrip¬ pen versteift, von denen in Fig. 8 der Einfachheit halber nur ein Teil dargestellt ist und die zur sicheren Druckabstützung bis an die rückwärtige Stirnfläche des elastisch rückfedernd verformbaren Kolbens 52 reichen.

Fig. 9 zeigt eine Axialsicherung 71 für die Handhabe 47, die gleichzeitig einen End- bzw. Abschlußdeckel für das zugehöri¬ ge Ende des Basiskörpers 46 bildet. Die Axialsicherung 71 kann beispielsweise eine radial federnde Innenhülse aufwei¬ sen, die mit geringem radialen Spaltabstand vom Innenumfang des Mantels der Handhabe 47 liegt, einteilig von der Innen¬ seite von deren Stirnwand ausgeht, über die offene Kappen¬ stirnseite weniger weit als das innerhalb ihr liegende Stell- glied des Spanntriebes 49 hinausragt und am freien Ende einen radial nah außen gerichteten Ringflansch bildet, welcher in eine Ringnut am Innenumfang des Basiskorpers 46 eingreift. Dadurch ist eine lediglich durch axiales Zusammensetzen selbst einrückende Schnappverbindung gebildet, die ggf. so ausgebildet sein kann, daß sie durch Aufbringen einer ent¬ sprechend großen axialen Abzugkraft von selbst ausrastet und so ein zerstörungsfreies Öffnen des Basiskörpers 46 ermög¬ licht.

Zur Montage kann zunächst von diesem offenen Ende des Basis- körpers 46 her der Kolben 52 eingesetzt und durch die axial anschlagende Schnappverbindung 67 gesichert werden. Danach kann die vormontierte Baueinheit aus Spannkörper 51, Spen¬ dereinheit 50 und Austrageinheit 1 von dem offenen Ende her in den Basiskörper 46 eingeschoben werden. Es ist auch denk- bar, den bereits im Zylinder 54 befindlichen Kolben 52 ge¬ meinsam mit dieser Baueinheit einzusetzen und einzuschnappen. Vor oder nach der Montage des Kolbens 52, bzw. der Bauein-

heit, kann die Handhabe 63 mit dem Stößel 64 vom anderen Ende und in entgegengesetzter Richtung eingesetzt sowie einge¬ schnappt werden. Wiederum vor oder nach dem Einsetzen der Handhabe 63 kann die Handhabe 47 mit dem vormontierten Spann- trieb 49 montiert werden, der geeignet ist, durch Betätigung den noch im Zylinder 54 befindlichen Kolben 52 zur Herstel¬ lung der Schnappverbindung 67 einzurasten. Nach Lösen der Handhabe 47 kann die Spendereinheit 50 axial aus der Steck¬ verbindung 55 zerstörungsfrei herausgezogen und gegen eine andere ausgewechselt werden.

In den Figuren 10 bis 16 sind für einander entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 1 bis 9, jedoch mit dem Index "a" verwendet, weshalb alle Beschei- bungsteile sinngemäß für alle Ausführungsformen gelten. Die Austrageinrichtungen 1, la bzw. 41, 41a können in den Ausfüh¬ rungsformen auch gegeneinander ausgetauscht oder jeweils bei einer einzigen Ausführungsform vorgesehen sein, um z. B. unterschiedliche Medien aus unterschiedlichen Medienausgängen auszutragen bzw. zwei oder mehr Spanneinrichtungen 45, 45a zur Vorspannung eines einzigen oder mehrerer Druckspeicher einzusetzen.

Die Austrageinrichtung la weist hier eine Medienvorlage 10a auf, die im wesentlichen mit dem hinteren Ende der Düsenkappe 7a bündig- abschließt und in die der Eingang des Kanales 13a exzentrisch zur Achse 12a so mündet, daß er auf der vom Medien-Eingang 22a abgekehrten Seite der Achse 12a liegt, sowie annähernd an den Innenumfang des Mantels der Düsenkappe 7a angrenzt. Der Medien-Kanal 20a mündet an der hinteren, annähernd ebenen Stirnfläche der Medienvorlage 10a und/oder an einen daran anschließenden U fangsbereich, wofür er den Mantel der Düsenkappe 7a radial durchsetzt. Im Falle der Austrageinrichtung 1 ist die Medienvorlage 10 länger als der

Kernkörper 8 und im Falle der Austrageinrichtung la kürzer, so daß sich ein annähernd ringscheiben- und napfförmiger Füllkörper ergibt.

Beide Handhaben 47a, 63a liegen hier am selben Ende 53a des Basiskorpers 46a, etwa koaxial ineinander und sind von diesem Ende 53 her eingesetzt, das auf voller übriger Innenweite des Basiskörpers 46a offen ist. Die Handhabe 47a weist einen von der Innenseite ihrer Stirnwand einteilig vorstehenden, hülsenförmigen Schaft auf, der am Außenumfang mit einer innengewindeartigen Steigung versehen ist und im Anschluß an diese in eine Verlängerung übergeht, welche den Kolbenschaft für den Kolben 52a bildet. Innerhalb der im Querschnitt doppelt ringförmigen Handhabe 47a liegt die kappenförmige Handhabe 63a, die im Bereich der Innenseite ihrer Stirnwand über eine Schnappverbindung mit dem gesonderten Stößel 64a verbunden ist. In einem im Inneren erweiterten Endabschnitt des offenen Endes 53a und annähernd an dieses anschließend ist ein hülsenförmiger Käfig 71 eingesetzt, der eine der Anzahl der Gänge des Innengewindes entsprechende Anzahl kugelförmiger Übertragungs- bzw. Wälzkörper trägt, die gleichmäßig über den Umfang verteilt sind und in das Innenge¬ winde eingreifen. Der Spanntrieb 49a kann dadurch als vormon¬ tierte Bauteinheit gemeinsam mit der Handhabe 63a, dem Stößel 64a, dem Kolben 52a mit Einlaßventil 66a und dem Käfig 71 mit Übertragungsgliedern am Basiskörper 46a montiert werden.

Da in diesem Fall die Handhaben 47a, 63a und.der Kolben 52a die axiale Spannbewegung der Spanneinrichtung 45a gegenüber dem Basiskörper 46a ausführen, führt der Stellkörper 51a im wesentlichen nur den Hub 61a der Fördereinrichtung 42a aus. Dieser Hub 61a erfolgt dabei erst, wenn nach einem entspre¬ chend großen Hubweg des Kolbens 52a der Druck im Zylinder 54a so groß ist, daß aufgrund der entsprechenden pneumatischen

Kraftverbindung die Betatigungskraft erreicht ist, welche zur Betätigung der Vorlagepumpe 44a benötigt wird. Zur Sicherung der Spanneinrichtung 45a im Spannzustand, in welchem die Handhabe 47a das offene Ende 53a annähernd dicht schließt, kann eine entsprechende federnde Rastung vorgesehen sein. Z. B. können die, eine Steigerung von etwa 30° aufweisenden und in Figur 14 als Abwicklung dargestellten Steigungsnuten benachbart zu ihren zugehörigen Enden Rastnocken zum Über¬ springen durch die Übertragungsglieder in beiden Bewegungs- richtungen aufweisen, falls der Handhabe 47a eine entspre¬ chend große Betätigungskraft vermittelt wird.

Bei dieser Ausführungsform kann die Austrageinrichtung la bzw. die Spendereinheit 50a gegenüber dem Basiskörper 46a zumindest axial im wesentlichen feststehend angeordnet sein und/oder vom offenen Ende 53a her, ggf. als vormontierte

Baueinheit, montiert werden. Das andere Ende des Basiskörpers 46a ist jedoch ebenfalls auf der genannten vollen Innenweite offen und mit einem kappenförmigen Deckel 73 verschlossen, dessen formschlüssige Axialsicherung 71a durch eine Verriege- lung gebildet ist, welche durch entgegengesetzt gerichtetes Drehen des Deckels 73 gegenüber dem Basiskörper 46a verrie¬ gelt bzw. gelöst werden kann. Der Speicher 56a der Spender¬ einheit 50 reicht mit seinem Boden annähernd bis an die Innenseite der Stirnwand des Deckels 73, gegenüber welchem die Spendereinheit 50a gegen die axiale Betätigungskraft beim Hub 61a abgestützt ist. Nach zerstörungsfreiem Abnehmen des Deckels 73 ist auch von diesem Ende her Zugänglichkeit zum Einsetzen bzw. Herausnehmen der Spendereinheit 50a gegeben.

Das Ende des Hubes 61a kann auch durch Anschlag des Stell- körpers 51a am Basiskörper 46a, z. B. an einer Innenrippe, begrenzt sein. Die Gleitführung 55a kann des weiteren mit einem größeren bzw. größten Außenumfang der Spendereinheit

50a als Gleitfläche zusammenwirken, nämlich mit dem Befesti- gungs- bzw. Krimpring für die Vorlagepumpe 44a und/oder mit dem Außenumfang des Speichers 56a.

Der Speicher 56a ist in diesem Fall durch ein am Boden fest- stehend und einteilig geschlossenes Fläschchen aus Glas oder dgl. gebildet, bis in dessen zu einem Bodensumpf verengten Bodenbereich die Vorlagepumpe 44a mit dem Einlaß eines Saug¬ bzw. Steigrohres reicht, das die Leitungsverbindung zum Ein¬ laßventil 58a herstellt. Die Spendereinheit 50a bildet da- durch auch im nichtmontierten Zustand ein nach außen durch das vorgespannte Auslaßventil 59a druckdicht verschlossenes System, bei dem eine Verkeimung des gespeicherten Mediums auch nach langer Lagerzeit nicht zu befürchten ist. Ein für den Speicherraum vorgesehenes Belüftungsventil 74, dessen beide Ventilschließteile zweckmäßig einerseits durch den

Pumpkolben und andererseits durch den Zylinderdeckel gebildet sind, ist in diesem Ausgangszustand ebenfalls unter Vorspan¬ nung druckdicht geschlossen.

Der ringförmige Ventilteller des Einlaßventiles 66a der Gaspumpe 43a kann auch einteilig mit der Dichtmuffe ausgebil¬ det sein, durch welche der Stößel 64a im Bereich des Kolbens 52a abgedichtet hindurchgeführt ist. Der Ventilteller steht in diesem Fall über den Außenumfang der Dichtmuffe ringschei¬ benförmig vor und ist für die Ventilöffnung durch Biegung in sich rückfedernd elastisch verformbar. Wie insbesondere Figur 1 zeigt, kann der Innenumfang der Ventilkammer 36 auch so abgestuft sein, daß der Kammerausgang 38 in einem sich erwei¬ ternden und/oder erweiterten Abschnitt liegt, so daß hier eine Art innerer Ringschulter gebildet ist. In Schließlage liegt der Ventilkörper 37 am engeren Innenumfang, den er bei Betätigung mit seiner dem Kammerausgang 38 gegen den Druck im Zylinder 54 sperrenden Dichtlippe schlagartig so verläßt, daß

der Durchfluß-Verbindungsquerschnitt zum Kammerausgang 38 nicht allmählich vergrößert, sondern schlagartig auf maximale Weite freigegeben ist, weil die Dichtlippe des Ventilkörpers 37 dann nicht mehr am Innenumfang der Ventilkammer 36 an- liegt.