| Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Desinfizieren von Textilien, bestehend aus oder mit einem Gehäuse (1), das wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei UV- Li cht emittierende Strahlungsquellen (2), elektrisch leitende Verbindungsmittel (7) und einen Akkumulator (3) trägt oder umfasst, wobei die wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) im Bereich der Oberfläche des Gehäuses (1) angeordnet sind und über die elektrisch leitenden Verbindungsmittel (7) mit dem Akkumulator (3) verbunden sind. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) als UV-Licht emittierende Leuchtkörper oder vorzugsweise als UV- Licht emittierende Dioden gebildet sind. 3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Verbindungsmittel (7) als Drähte oder vorzugsweise als Kabel gebildet sind, insbesondere aus einem Metall, vorzugsweise Kupfer oder Aluminium oder Legierungen eines Metalls. 4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennezeichnet, dass das Gehäuse (1) ferner eine zumindest teilweise elektrisch leitende Halterung für den Akkumulator (3), vorzugsweise ein Akkuaufnahmegehäuse, umfasst und der Akkumulator (3) über die Halterung und die Verbindungsmittel (7) elektrisch leitend mit den wenigstens zwei UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) verbunden ist. 5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) als dreidimensionaler Körper gebildet ist, der Aussparungen zur Aufnahme der UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2), der elektrisch leitenden Verbindungmittel (7) und des Akkumulators (3) und ggf. der Halterung aufweist. 6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus mehreren Teilen, vorzugsweise aus einer Oberschale und einer Unterschale, zusammengesetzt ist. 7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) und/oder der Akkumulator (3) und ggf. die Halterung im Wesentlichen von dem Gehäuse umgeben ist/sind, wobei wenigstens ein Teil des Akkumulators (3) aus dem Gehäuse (1) und ggf. der Halterung herausragt oder nicht mit dem Gehäuse (1) in Berührung ist, so dass ein Anschluss des Akkumulators (3) an eine Ladevorrichtung (4), insbesondere an eine externe Ladevorrichtung (4) ermöglicht ist. 8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) im Wesentlichen als Ellipsoid, insbesondere im Wesentlichen als Kugel, gebildet ist. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) im Bereich des für den Anschluss an eine Ladevorrichtung vorgesehenen Teils des Akkumulators (3) flach/abgeschrägt ausgebildet ist. 10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) aus Kunststoff, vorzugsweise durchsichtigem Kunststoff, insbesondere aus PET oder Plexiglas, gebildet ist. 11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das UV-Licht im wesentlichen UV-A-, UV-B- oder UV-C-Licht ist. 12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Steuerelektronik zum Steuern und/oder Regeln der UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2). 13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Ladevorrichtung (4), die vorzugsweise eine Induktionsladevorrichtung ist. 14. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche zum Desinfizieren von Textilien, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit Textilien und ggf. einer wässerigen Lösung in Kontakt gebracht wird, und die Vorrichtung über die wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei, UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen ultraviolettes Licht emittiert, so dass die Textilien und ggf. die wässerige Lösung von dem emittierten ultravioletten Licht zumindest teilweise durchdrungen werden. 15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zusammen mit Textilien in eine Waschmaschine verbracht wird und mittels der Waschmaschine ein üblicher Waschvorgang durchgeführt wird. 16. Verfahren zum Desinifzieren von Textilien, umfassend die Bestrahlung der Textilien und ggf. einer wässerigen Lösung mit UV-Licht, das von wenigstens einer, insbesondere wenigstens zwei, UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2), vorzugsweise UV-Licht emittierenden Dioden emittiert wird, wobei das UV-Licht vorzugsweise UV-A-, UV-B- und/oder UV-C-Licht ist. 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilien während eines üblichen Waschvorgangs mit dem UV- Licht bestrahlt werden, wobei der Waschvorgang vorzugsweise mittels einer gebräuchlichen Waschmaschine durchgeführt wird. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16-17, dadurch gekennzeichnet, dass das UV- Li cht von einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1-13 emittiert wird. 19. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner umfassend, eine Ladevorrichtung zum Laden der Akkumulator (3) während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Vorrichtung, enthaltend einen Rotor der auf einer Generatorwelle befestigt ist und bei Bewegung der Vorrichtung den Exzenter auf der Welle in Rotation versetzt, wobei im Generator eine Ladespannung erzeugt wird. 20. Waschmaschine mit wenigstens einer, vorzugsweise wenigstens zwei, integrierten UV- Licht emittierenden Strahlungsquelle zum Desinfizieren von Waschwasser und/oder der Waschmaschine. 21. Waschmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle als wenigstens ein UV-Licht emittierender Leuchtkörper oder vorzugsweise als wenigstens eine UV-Licht emittierende Diode gebildet ist. 22. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-21, dadurch gekennzeichnet, dass die UV- Licht emittierenden Strahlungsquelle derart angeordnet ist, dass sie UV-Licht in das Waschwasser emittieren kann. 23. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-22, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle im Bereich einer zum Erwärmen des Waschwassers vorgesehenen Heizung angeordnet ist. 24. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-23, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle in einer Pumpe, durch die das Waschwasser geleitet wird, integriert ist. 25. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-24, dadurch gekennzeichnet, dass das von der wenigstens einen UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle emittierbare Licht im wesentlichen UV-A-, UV-B- und/oder UV-C-Licht ist. 26. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-25, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle derart angeordnet ist, dass sie während des von der Waschmaschine auszuführenden Waschvorgangs zumindest teilweise von dem Waschwasser umspült wird. 27. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-26, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei, insbesondere zwischen 4 und 36, vorzugsweise zwischen 6 und 24, insbesondere bevorzugt zwischen 12 und 20 UV- Li cht emittierende Strahlungsquellen, vorzugsweise UV-LEDs, in der Wand der Waschtrommel der Waschmaschine eingelassen bzw. befestigt sind, so dass mittels dieser Strahlungsquellen UV-Licht in das Innere der Waschtrommel emittierbar ist. 28. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-27, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei, stationären UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen außerhalb der Waschtrommel in der Waschmaschine angeordnet und in der Wand der Waschtrommel Aussparungen vorgesehen sind, so dass mittels der Strahlungsquellen UV-Licht durch die Aussparungen in das Innere der Waschtrommel emittierbar ist. 29. Waschmaschine nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass in die Aussparungen ein UV-durchlässiges Material , insbesondere Kunststoff, vorzugsweise PET und/oder Plexiglas, eingelassen bzw. befestigt ist, so dass das Waschwasser nicht in Berührung mit der bzw. den stationäre(n) UV- Licht emittierende Strahlungsquelle(n) kommen kann. 30. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 20-29, ferner enthaltend eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13. 31. Verfahren zum Desinfizieren von Waschwasser in einer Waschmaschine, umfassend die Bestrahlung von Waschwasser während eines von der Waschmaschine ausgeführten Waschvorgangs mittels wenigstens einer in der Waschmaschine integrierten UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle. 32. Verfahren zum Reinigen einer Waschmaschine, umfassend die Zirkulation oder Umlauf von Wasser mit einer Wassertemperatur zwischen 5-98, insbesondere 20-95, bevorzugt 40-92, insbesondere bevorzugt 60-900C durch die Waschmaschine, wobei das Wasser während der Zirkulation mit UV-Licht bestrahlt wird. 33. Verfahren nach einem der Ansprüche 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, dass eine Waschmaschine gemäß einem der Ansprüche 20-30 verwendet wird. 34. Verfahren nach einem der Ansprüche 31-33, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Waschvorgang eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13 verwendet wird, insbesondere mittels einer Verwendung nach Anspruch 14. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Desinfektion (Bedeutung: „Totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, so dass es nicht mehr infizieren kann") von Wäsche und/oder wäscheähnlichen Gebrauchsgegenständen durch den Einsatz von UV- Licht- bzw. Strahlungsquellen, insbesondere durch UV-LED 's. Einsatzgebiete der Erfindung sind (unter anderem) insbesondere Privathaushalte, gewerbliche Wäschereien sowie Kranken- und Pflegeeinrichtungen, bspw. Krankenhäuser und Pflegeheime.
Momentan wird die Desinfektion durch einen Wäschezusatz aus verschiedenen Chemikalien erreicht. Dieser Zusatz wird in der Regel zum letzten Waschgang (dem des Weichspülens), zusammen mit dem Weichspüler, der Wäsche hinzugefügt. Hier entfaltet er seine desinfizierende Wirkung.
Diese Zusatzstoffe werden in der Waschmaschine mit dem vorhandenen Waschwasser vermischt. Nachteilig an diesem Vorgehen ist u.a., dass hierdurch eine hohe Konzentration des Desinfektionsmittels benötigt wird, welche wiederum mit dem Schmutzwasser in die Kanalisation gelangt und eine unnötige Belastung des Abwassers darstellt.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung eines Desinfektionssystems für Textilien und textilienähnlichen Gebrauchsgegenständen, das diese Nachteile nicht aufweist. Diese Aufgabe wird gemäß den Ansprüchen gelöst. Die Erfindung betrifft demnach eine Vorrichtung zum Desinfizieren von Textilien gemäß Anspruch 1 , ihre Verwendung gemäß Anspruch 14 und ein Verfahren zum Desinfizieren von Textilien gemäß Anspruch 16 sowie eine Waschmaschine gemäß Anspruch 20 und ein Verfahren zum Desinfizieren von Waschwasser oder einer Waschmaschine gemäß Anspruch 28 oder 29. Die weiteren Ansprüche betreffen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.
Überraschenderweise hat sich eine bewegliche Vorrichtung, bestehend aus oder mit einem Gehäuse (1), das U V- Li cht emittierende Strahlungsquellen (2), elektrisch leitende Verbindungsmittel (7) und wenigstens einen Akkumulator (3) trägt oder vorzugsweise umfasst, wobei die UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) im Bereich der Oberfläche des Gehäuses (1) angeordnet sind und über die elektrisch leitenden Verbindungsmittel (7) mit dem wenigstens einen Akkumulator (3) verbunden sind, als besonders vorteilhaft zum Desinfizieren von Textilien erwiesen.
Die UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) gemäß der Erfindung sind dabei vorzugsweise als UV-Licht emittierende Leuchtkörper, vorzugsweise Quecksilberdampflampen bzw. —röhren oder Schwarzlichtlampen (Glühlampen mit Filter oder Quecksilberdampf-Niederdrucklampen mit Filter und Leuchtstoff für UV-A) oder besonders bevorzugt als UV-Licht emittierende Dioden, nachfolgend auch UV-LEDs genannt, gebildet.
Die Erfindung basiert also auf einem Prozess, der sich beim Leuchten von UV- Licht- bzw. Strahlungsquellen, insbesondere UV-LEDs, ergibt. Die hierbei entstehenden Lichtwellen erzeugen eine desinfizierende Wirkung. Totes oder lebendes Material, welches sich in den zu waschenden Objekten befindet, wird insbesondere durch irreversible Schädigung seines Erbgutes in einen Zustand versetzt, in dem es nicht mehr infektiös wirken kann.
Die elektrisch leitende Verbindungsmittel (7) sind vorzugsweise als Drähte oder besonders bevorzugt als Kabel gebildet.
Nach einem Aspekt der Erfindung sind also UV-LEDs (2), Verbindungskabel und ein Akkumulator (3) in einem Gehäuses bzw. mittels eines Gehäuses gelagert und derart angeordent und miteinander verbunden, dass die Vorrichtung mittels der UV-LEDs (2) UV- Licht in die Umgebung der Vorrichtung emittieren kann. Die Vorrichtung ist also derart ausgestaltet, dass sie räumlich frei bewegt werden kann und während ihrer Bewegungen UV-Licht in ihre äußere Umgebung emittieren kann, das dann in der Nähe befindliche Textilien und ggf. an die Vorrichtung angrenzende Waschlösung zumindest teilweise durchdringt.
Die UV-LEDs (2), die Verbindungskabel und der Akkumulator (3) werden dabei vorteilhafterweise durch das Gehäuse (1) wechselseitig räumlich zueinander fixiert, so dass die Abstände dieser Bestandteile auch bei der vorgesehenen Bewegung der Vorrichtung konstant zueinander gehalten sind. Das Gehäuse ist vorzugsweise aus im Wesentlichen nicht elektrisch leitendem Material, insbesondere aus PVC, Haushaltskunststoff, Teflon, Epoxydharz, Kevlar oder einer Kombination dergleichen, gebildet. Besonders geeignet sind dabei UV-Licht durchlässige Kunststoffe, insbesondere wenn das Gehäuse aus PET und/oder Plexiglas gebildet ist.
Besonders geeignet ist eine Vorrichtung, die mehr als zwei UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen, vorzugsweise UV-LEDs, aufweist, insbesondere zwischen 4 und 36, vorzugsweise zwischen 6 und 24, insbesondere bevorzugt zwischen 12 und 20 UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen, vorzugsweise UV-LEDs. .
In einer besonders vorteilhaften Ausfuhrungsform der Vorrichtung ist das Gehäuse (1) als dreidimensionaler Körper gebildet, der Aussparungen zur Aufnahme der UV- Licht emittierenden Strahlungsquellen (2), der elektrisch leitenden Verbindungsmittel (7) und des Akkumulators (3) aufweist.
In einer weitern besonders vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung befinden sich In oder Auf dem Gehäuse (1) das als dreidimensionaler Körper gebildet ist, ein oder mehrere Prismen derart angeordnet das dass UV- Licht gestreut wird.
In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist das Gehäuse (1) aus mehreren, insbesondere zwei, Teilen zusammengesetzt, vorzugsweise aus einer Oberschale und einer Unterschale.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung sind die UV- Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) und/oder ist der Akkumulator (3) im wesentlichen von dem Gehäuse (1) umgeben, wobei wenigstens ein Teil des Akkumulators (3) aus dem Gehäuse (1) herausragt oder nicht mit dem Gehäuse (1) in Berührung ist, so dass ein Anschluss des Akkumulators (3) an eine vorzugsweise extern gelagerte/aufgestellte Ladevorrichtung (4) ermöglicht ist. Bevorzugt sind die UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) derart von dem Gehäuse umgeben, dass kein direkter Kontakt der Bauteile der UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) mit der äußeren Umgebung der Vorrichtung stattfindet.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Gehäuse (1) im wesentlichen als Ellipsoid, insbesondere im wesentlichen als Kugel, gebildet, wobei vorzugsweise das Gehäuse (1) im Bereich des für den Anschluss an eine (externe) Ladevorrichtung vorgesehenen Teils des Akkumulators (3) flach/abgeschrägt ausgebildet ist. Somit ist die die Vorrichtung als UV-Desinfektionswaschkugel ausgebildet, wobei vorteilhafterweise der Radius des kugelförmigen Gehäuses (1) dem üblichen Radius von gebräuchlichen Waschkugeln zum Dosieren von Waschmittel entspricht.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Gehäuse (1) aus vorzugsweise durchsichtigem Kunststoff, insbesondere aus Polyethylenterephthalat (PET) oder Polymethylmethacrylat (Plexiglas), gebildet.
In wiederum einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist das von dem UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen emittierbare Licht im wesentlichen UV-A-, UV-B- und/oder UV-C-Licht.
In wiederum einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst oder beinhaltet die Vorrichtung ferner eine Steuerelektronik zum Steuern und/oder Regeln der UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2).
Die Vorrichtung beinhaltet vorzugsweise ferner eine zumindest teilweise elektrisch leitende Halterung für den Akkumulator (3), insbesondere ein übliches Akkuaufnahmegehäuse, wobei die Steuerelektronik besonders bevorzugt in der Halterung integriert ist.
In wiederum einer anderen besonders vorteilhaften Ausführungsform umfasst oder beinhaltet die Vorrichtung ferner eine Ladevorrichtung (4), die vorzugsweise eine Induktionsladevorrichtung ist.
In wiederum einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform umfasst oder beinhaltet die Vorrichtung ferner eine Ladevorrichtung zum Laden des Akkumulators (3) während des Einsatzes. Dies wird durch einen Rotor (Exzenterstück) erreicht, der auf einer Generatorwelle befestigt ist und bei Bewegung der Vorrichtung den Exzenter auf der Welle in Rotation versetzt. Hierdurch wird im Generator eine Ladespannung erzeugt, die den Akkumulator (3) auflädt. In einer besonders einfach zu realisierenden Ausführungsform umfasst oder beinhaltet die Vorrichtung ferner einen Schalter zum Ein- und/oder Ausschalten der Vorrichtung, wobei der Schalter vorzugsweise im Bereich der Oberfläche des Gehäuses (1) angeordnet ist. Der Schalter ist insbesondere derart mit den UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) und dem Akkumulator (3) verbunden, dass über den Schalter ein Stromkreislauf über die UV- Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) und den Akkumulator (3) herstellbar ist und/oder unterbrochen werden kann.
In einer weiteren besonders einfach zu realisierenden Ausführungsform umfasst oder beinhaltet die Vorrichtung ein System zum Ein- und/oder Ausschalten der Vorrichtung, wobei der Impuls für die Schaltung über ein Funk- und/oder Infrarotsystem erfolgt. Das Schaltsystem ist insbesondere derart mit der Steuerelektronik (5), den UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) und dem Akkumulator (3) verbunden, dass mittels des den Impulsgebers der Stromkreislauf über die UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2) und den Akkumulator (3) herstellbar ist und/oder unterbrochen werden kann.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Desinfizieren von Textilien, wobei die Vorrichtung mit Textilien und ggf. einer wässerigen Lösung bzw. Waschwasser in Kontakt gebracht wird, und die Vorrichtung über die wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei, UV-Licht emittierende(n) Strahlungsquelle(n) ultraviolettes Licht emittiert, so dass die Textilien und ggf. die wässerige Lösung von dem emittierten ultravioletten Licht zumindest teilweise durchdrungen werden.
Besonders bewährt hat sich dabei eine Verwendung, bei der die Vorrichtung zusammen mit Textilien in eine gebräuchliche Waschmaschine verbracht wird und mittels der Waschmaschine ein üblicher Waschvorgang durchgeführt wird.
Ein anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Desinifzieren von Textilien, umfassend die Bestrahlung der Textilien und ggf. einer wässerigen (Wasch-)Lösung mit UV- Licht, das von UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (2), vorzugsweise UV-LEDs, emittiert wird, wobei das UV-Licht vorzugsweise UV-A-, UV-B- und/oder UV-C-Licht ist.
Unter UV-Licht im Sinne der Erfindung wird insbesondere Licht der Wellenlänge 1-380 nm verstanden. Unter UV-A-Licht wird insbesondere Licht der Wellenlänge 315-380 nm verstanden. Unter UV-B-Licht wird insbesondere Licht der Wellenlänge 280-315 nm verstanden. Unter UV-C-Licht wird insbesondere Licht der Wellenlänge 100-280 nm verstanden, wobei UV-C-Licht der Wellenlänge 200-280 nm besonders geeignet ist. Aber auch UV-C-Licht der Wellenlänge der 100-200 nm ist für verschiedene Anwendungen geeignet. Für die unterschiedlichsten Anwendungen ist auch UV-A Licht oder UV-B-Licht geeignet.
Besonders bevorzugt wird das Verfahren durchgeführt, indem die Textilien während eines üblichen Waschvorgangs mit dem UV-Licht bestrahlt werden, wobei der Waschvorgang vorzugsweise mittels einer gebräuchlichen Waschmaschine durchgeführt wird.
In der Praxis bewährt hat sich insbesondere ein Verfahren, bei dem das UV- Licht von einer erfindungsgemäßen Vorrichtung emittiert wird.
Überraschend hat sich auch eine Waschmaschine mit einer stationären UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle, als geeignet zum Desinfizieren von Waschwasser und/oder der Waschmaschine selber erwiesen.
Die Erfindung betrifft daher ferner eine Waschmaschine mit wenigstens einer, vorzugsweise wenigstens zwei, integrierten UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle(n) zum Desinfizieren von Waschwasser und/oder der Waschmaschine. Unter Waschmaschine wird dabei insbesondere eine gebräuchliche Waschmaschine zum Waschen von Textilien, also bspw. ein üblicher Top-Lader oder ein üblicher Vorderlader, verstanden. Unter integrierter Strahlungsquelle im Sinne der Erfindung wird insbesondere eine fest an oder in einem Bauteil der Waschmaschine installierte, vorzugsweise innerhalb der die Waschmaschine umgebenden Verkleidung angeordnete, Strahlungsquelle verstanden. Unter Waschwasser gemäß der Erfindung wird insbesondere das während eines üblichen Waschvorgangs der Waschmaschine mit den zu waschenden Textilien in Berührung kommende Wasser verstanden, dass ggf. übliche Waschmittel und/oder Weichspüler enthalten kann.
Besonders vorteilhaft ist dabei insbesondere eine Waschmaschine, in der die UV-Licht emittierende(n) Strahlungsquelle(n) derart angeordnet ist bzw. sind, dass diese UV- Licht in das Waschwasser emittieren kann. In einer besonders geeigneten Ausführungsform sind wenigstens zwei, insbesondere zwischen 4 und 36, vorzugsweise zwischen 6 und 24, insbesondere bevorzugt zwischen 12 und 20 UV- Licht emittierende Strahlungsquellen, vorzugsweise UV-LEDs, in der Wand der Waschtrommel derart eingelassen bzw. befestigt, dass mittels dieser Strahlungsquellen UV- Licht in das Innere der Waschtrommel emittierbar ist.
In einer anderen besonders geeigneten Ausführungsform sind die wenigstens eine, vorzugsweise wenigstens zwei, stationären UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen außerhalb der Waschtrommel in der Waschmaschine angeordnet und in der Wand der Waschtrommel sind Aussparungen vorgesehen, so dass mittels der Strahlungsquellen UV- Licht durch die Aussparungen in das Innere der Waschtrommel emittierbar ist. Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn in die Aussparungen ein UV-durchlässiges Material, insbesondere Kunststoff, vorzugsweise PET und/oder Plexiglas, eingelassen bzw. befestigt ist, so dass das Waschwasser nicht in Berührung mit der bzw. den stationäre(n) UV- Licht emittierende Strahlungsquelle(n) kommen kann.
Besonders bevorzugt ist die wenigstens eine UV-Licht emittierende Strahlungsquelle derart angeordnet, dass sie während des von der Waschmaschine auszuführenden Waschvorgangs direkt oder indirekt mit dem Waschwasser in Kontakt, insbesondere zumindest teilweise von dem Waschwasser umspült wird. Dies wird bspw. realisiert, indem die UV-Licht emittierende Strahlungsquelle in den Pumpeninnenraum, durch den das Waschwasser geleitet wird, hineinragt.
Besonders geeignet ist insbesondere eine Waschmaschine, wobei die wenigstens eine UV- Licht emittierende Strahlungsquelle in einer Pumpe, durch die das Waschwasser geleitet wird, integriert ist.
In einer anderen besonders geeigneten Ausführungsform der Waschmaschine ist die wenigstens eine UV-Licht emittierende Strahlungsquelle im Bereich einer zum Erwärmen des Waschwassers vorgesehenen Heizung angeordnet ist, bspw. derart, dass das im Bereich der Heizvorrichtung durch die Waschmaschine zirkulierende bzw. sich bewegende Waschwasser mehrmals die von der UV-Licht emittierende Strahlungsquelle emittierte UV- Strahlung aufnehmen kann. Die wenigstens eine in der Waschmaschine integrierte UV-Licht emittierende Strahlungsquelle ist vorteilhafterweise als wenigstens ein UV-Licht emittierender Leuchtkörper, insbesondere als Quecksilberdampflampen bzw. -röhren oder Schwarzlichtlampen (Glühlampen mit Filter oder Quecksilberdampf-Niederdrucklampen mit Filter und Leuchtstoff für UV-A) oder vorzugsweise als wenigstens eine UV- Li cht emittierende Diode (UV-LED) gebildet.
In einer anderen besonders vorteilhaften Ausführungsform der Waschmaschine ist das von der wenigstens einen UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle emittierbare Licht im wesentlichen UV-A-, UV-B- oder UV-C-Licht oder besonders bevorzugt eine Kombination dergleichen.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Desinfizieren von Waschwasser in einer Waschmaschine, umfassend die Bestrahlung von Waschwasser während eines von der Waschmaschine ausgeführten Waschvorgangs mittels wenigstens einer in der Waschmaschine integrierten UV-Licht emittierenden Strahlungsquelle, wobei vorteilhafterweise eine erfindungsgemäße Waschmaschine verwendet wird.
Besonders bewährt hat sich auch ein Verfahren zum Reinigen einer Waschmaschine und/oder Desinfizieren von Textilien bzw. textilienähnlichen Gegenständen, umfassend die Zirkulation bzw. Bewegung von Wasser mit einer Wassertemperatur zwischen 20 und 90 Grad durch die Waschmaschine, wobei das Wasser während der Zirkulation bzw. Bewegung mit UV-Licht bestrahlt wird. Dadurch ist auf besonders einfache Weise und bei einem geringen Wasserverbrauch und/oder Waschmittelverbrauch eine Reinigung, insbesondere Desinfektion, der Waschmaschine ermöglicht, vorzugsweise, wenn dabei eine erfindungsgemäße Waschmaschine verwendet wird.
Unter textilienähnlichen Gegenständen im Sinne der Erfindung werden insbesondere alle möglichen Gebrauchsgegenstände verstanden, die üblicherweise in einer Waschmaschine gewaschen werden, also bspw. Stofftiere, Stoffschuhe usw.
Insbesondere die Kombination der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Desinfizieren von Textilien mit der erfindungsgemäßen Waschmaschine hat in der Praxis überraschenderweise einen zusätzlichen Synergieeffekt für das Desinfizieren von Textilien sowie bei dem Desinfizieren von Waschwasser bzw. der Waschmaschine ergeben.
Die Wirkung von UV-Licht bestimmter Wellenlängen ist, bezogen auf ihre desinfizierende Wirkung, wissenschaftlich belegt. Der mittels der Erfindung ermöglichte Einsatz im Reinigungsbereich ist der Sicherung der Naturressourcen, insbesondere der Wasserreserven, geschuldet und ein Schritt in Richtung der Verbesserung der Umweltsituation. Dies wird insbesondere durch die mittels der Erfindung mögliche Reduzierung von Desinfektionsmitteln, Waschmittel und Weichspüler und die damit einhergehende Reduzierung von Schadstoffeintrag in das (Ab-) Wasser erreicht.
Das erfindungsgemäße Desinfektionssystem verhindert, dass Mikroorganismen, welche sich in der Wäsche und/oder in wäscheähnlichen Gebrauchsgegenständen befinden, weiterhin infizierend wirksam sein können.
Der Belastung unserer Abwässer mit Chemikalien, wird mit Hilfe der Erfindung entgegen gewirkt. Ein auf der Erfindung basierendes Produkt beinhaltet z.B. neben einer Bedienungsanleitung einen Energiespeicher (Akku), eine Ladestation und ein Gehäuse, in dem die UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (UV-LEDs) untergebracht sind sowie eine Möglichkeit das Produkt in Betrieb zu nehmen sowie es außer Betrieb zu nehmen (bspw. ein Schalter oder eine Steuer- und/oder Regelungselektronik zum Ein- bzw. Ausschalten). Mögliche Einsatzorte dieses Produkts sind unter anderem Krankenhäuser, Großwäschereien, Waschsalons, Privathaushalte usw.
Weitere vorteilhafte Merkmale und Eigenschaften werden auch aus den nachfolgend gegebenen Ausführungsbeispielen ersichtlich.
In einer geeigneten Umsetzung betrifft die Erfindung eine UV-Waschvorrichtung zum Desinfizieren von Wäsche und wäscheähnlichen Gebrauchsgegenständen, die als UV-Desinfektionswaschkugel hergestellt ist (Fig. 1). Sie besteht u.a. aus einem wasserdichten Gehäuse (Pos. IA und IB). In dem Gehäuse befindet sich eine elektronische Steuereinheit (Pos.5), ein Akku oder ggf. mehrere Akkus (Pos.3). Dieser wenigstens eine Akku wird durch ein Energiesystem, welches sich in der Ladeschale (Pos.4) befindet, im Induktionsverfahren wieder aufgeladen (Fig. 2). Des weiteren aus einer Ladestation mit Netzanschluss und einem
System zum Ein- und Ausschalten. Im Gehäuse der Erfindung befinden sich eine oder mehrere UV-Licht emittierenden Strahlungsquellen (UV-LEDs) in bestimmten Abständen zueinander, welche durch Verbindungskabel mit der Steuerelektronik verbunden sind (Pos.5).
Mittels einer gebräuchlichen Wachmaschine wurden mehrere vergleichbare Wäschvorgänge mit gebrauchten Textilien durchgeführt, wobei der Waschvorgang jeweils mit oder ohne Beisein der UV-Lichtquelle emittierenden UV-Waschvorrichtung in der Wäschetrommel der Waschmaschine durchgeführt wurde.
Anschließend wurde die Reinheit der Textilien bzgl. der Mikrobenlast mikrobiologisch untersucht. Die Textilien, die zusammen mit der UV-Waschvorrichtung gewaschen worden waren, zeigten eine deutlich geringere Mikrobenlast als die Textilen, die ohne die UV-Waschvorichtung gewaschen worden waren.
Ebenso konnte die vorteilhafte Wirkung einer in der Waschmaschine integrierten UV-Licht emittierende Strahlungsquelle in der Praxis gezeigt werden.
Legende zu den Abbildungen (Fig. 1 und Fig. 2): IA - Gehäuse Teil 1 Oberschale IB - Gehäuse Teil 2 Unterschale
2 - UV- Strahlungsquelle (UV-LED)
3 - Akkumulator
4- Ladevorrichtung - Aufnahmegehäuse: Elektronik , Verbindungskabel, Induktionsladevorrichtung
5 — Steuerelektronik
6 - Elektrokabel 220V
7 - Verbindungskabel der Strahlungsquellen (Aufgrund der Übersichtlichkeit lediglich zwei Verbindungskabel dargestellt)
Alle in der vorangehenden Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und den Abbildungen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
