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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR DISTRIBUTING BAKED GOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/136556
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for distributing baked goods, for combining with a continuous baking oven (1) arranged upstream of said device, said device comprising a plurality of peripheral carriers (6) for storing the baked goods (B), and transfer means (9, 10, 11, 12) for transferring the baked goods (B) from the carriers (6) to the dispensing means (21, 22, 23, 24) comprising a distribution device (21) and a dispensing compartment (24) for transferring the baked goods (B) from the distribution device (21) to the dispensing compartment (24). The device according to the invention is characterised in that the dispensing means (21, 22, 23, 24) also comprise an intermediate conveyor device (22), the distribution device (21) being loaded with baked goods (B) directly from the transfer means (9, 10, 11, 12) and also from the intermediate conveyor device (22) arranged between the transfer means (9, 10, 11, 12) and the distribution device (21).

Inventors:
WEISS, Reinald (Ringweg 17, Kressberg, 74594, DE)
Application Number:
EP2010/057395
Publication Date:
December 02, 2010
Filing Date:
May 28, 2010
Export Citation:
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Assignee:
R. WEISS VERPACKUNGSTECHNIK GMBH & CO. KG (Zur Flügelau 28, Crailsheim, 74564, DE)
WEISS, Reinald (Ringweg 17, Kressberg, 74594, DE)
International Classes:
A21B7/00; A21B1/48
Attorney, Agent or Firm:
SCHLIEF, Thomas (Friedrich-Ebert-Straße 84, Ingolstadt, 85055, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren zum Kombinieren mit einem vorzuschaltenden Durchlaufbackofen (1), mit einer Vielzahl von umlaufenden Trägern (6) zum Speichern der gebackenen Backwaren (B) und mit Überführungsmitteln (9, 10, 11, 12) zum Überführen der Backwaren (B) von den Trägern (6) zu Ausgabemitteln (21 , 22, 23, 24), die eine Abgabeeinrichtung (21) und ein Ausgabefach (24) zur Überführung der Backwaren (B) von der Abgabeeinrichtung (21) zu dem Ausgabefach (24) umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabemittel (21, 22, 23, 24) zusätzlich eine Zwischenfördereinrichtung (22) umfassen, wobei die Abgabeeinrichtung (21) einerseits direkt von den Überführungsmitteln (9, 10, 11, 12) und andererseits von der Zwischenfördereinrichtung (22), die zwischen die Überführungsmittel (9, 10, 11,12) und die Abgabeeinrichtung (21 ) geschaltet ist, mit Backwaren (B) beschickbar ist.

2. Vorrichtung nach 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Transportrichtungen der Backwaren (B) zur Abgabeeinrichtung (21) durch einerseits direkten Transport von einem der Überführungsmittel (10, 11,12) auf die Abgabeeinrichtung (21) und andererseits durch Transport von der Zwischenfördereinrichtung (22) auf die Abgabeeinrichtung (21) im Wesentlichen senkrecht zueinander verlaufen.

3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtung (21) und die Zwischenfördereinrichtung (22) nebeneinander angeordnet sind und im Wesentlichen die Breite eines Trägers (6) aufweisen.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtung (21 ) als Wippe ausgebildet ist, welche die mindestens eine Backware (B) durch eine Schwenkbewegung zu einem Ausgabefach (24) lenkt.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführungsmittel (9, 10, 1 1 , 12) ein Zwischenlager (12) für die Backwaren (B) umfassen, von denen sie zu der Abgabeeinrichtung (21 ) bzw. der Zwischenfördereinrichtung (22) transportierbar sind.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführungsmittel (9, 10, 1 1 , 12) Abwurfmittel (9) umfassen, insbesondere zum Abwerfen der Backwaren (B) von den Trägern (6).

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführungsmittel (9, 10, 1 1 , 12) elektronisch gesteuerte Schieber (11 ) umfassen, insbesondere zum Schieben der Backwaren (B) auf die Abgabeeinrichtung (21 ) bzw. auf die Zwischenfördereinrichtung (22).

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schieber (1 1 ) jeweils nur zum Schieben eines Teils der Backwaren (B) von dem Zwischenlager (12) auf die Abgabeeinrichtung (21 ) bzw. die Zuführeinrichtung (22) vorgesehen ist.

9. Vorrichtung nach einem Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schieber (11 ) unabhängig voneinander ansteuerbar sind.

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenfördereinrichtung (22) mindestens ei- nen Linearförderer, vorzugsweise ein Förderband umfasst, welches die Backwaren (B) getaktet nacheinander auf die Abgabeeinrichtung (21 ) zu fördern vermag.

11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Wippe ausgebildete Abgabeeinrichtung (21 ) die auf ihr lagernde mindestens eine Backware (B) durch ihre Schwenkbewegung auf eine Ausgaberutsche (23) zu fördern vermag, die zum Ausgabefach (24) führt.

12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine elektronische Steuereinrichtung zum Steuern der Bewegungen der Träger (6), der Überführungsmittel (9, 11 ), der Zwischenfördereinrichtung (22) sowie der Abgabeeinrichtung (21 ).

13. Backautomat mit einem Durchlaufbackofen (1 ) sowie einer dem Durchlaufbackofen (1 ) nachgeschalteten Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausgabe von Backwaren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Vorrichtungen zur Ausgabe von Backwaren mit einem vorgeschalteten automatischen Durchlaufbackofen, der insbesondere zur Aufstellung in Supermärkten Verwendung findet, sind beispielsweise aus der EP 1 688 042 A2 der Anmelderin bekannt. Hierbei werden fertig gebackene Brötchen mit einem Förderband, das parallel zur Front einer Ausgabeeinheit verläuft, zu einem Fallschacht gefördert, durch den sie in ein Ausgabefach oder direkt in eine Tüte fallen. Breitere Baguette hingegen werden nach vorne abgeworfen und können über ein Ausgabefach entnommen werden.

Es besteht allerdings noch Bedarf an einer Vorrichtung, bei der eine schnelle und gleichzeitig platzsparende Ausgabe der Backwaren ermöglicht wird. Diese zur Verfügung zu stellen, ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, dass die Abgabeeinrichtung einerseits direkt von einem der Überführungsmittel mit mindestens einer Backware beschickbar ist, und andererseits weitere Backwaren einen Umweg über die Zwischenfördereinrichtung machen, bevor sie auf die Abgabeeinrichtung gelangen. Demgemäß kann die Abgabeeinrichtung sowohl direkt von einem Überführungsmittel als auch über die Zwischenfördereinrichtung mit jeweils mindestens einer Backware beladen werden. Zuerst wird also die Abgabeeinrichtung direkt von einem Überführungsmittel beschickt und nach Kundenanforderung zur Weitergabe mindestens einer Backware an das Ausgabefach betätigt. Anschließend transportieren die Zwischenfördermittel mindestens eine weitere Backware zur Abgabeeinrichtung. Eine solche Aufteilung ist sehr platzsparend, erlaubt aber auch gleichzeitig ein extrem schnelles Nachliefern der Backwaren zur Abgabeeinrichtung.

Nach dem Vorgesagten ist es zweckmäßig, wenn die Transportrichtungen der Backwaren zur Abgabeeinrichtung einerseits direkt von einem der Überführungsmittel und andererseits von der Zwischenfördereinrichtung im Wesentlichen senkrecht zueinander verlaufen. Somit kann eine die Platzverhältnisse optimal ausnutzende Vorrichtung zur Verfügung gestellt werden. Dies ist insbesondere In Supermärkten von Wichtigkeit, da in diesen ein rigoroses Platzmanagement herrscht.

Besonders bevorzugt ist die Abgabeeinrichtung als Wippe ausgebildet, was auch als eigener Erfindungsaspekt angesehen werden kann. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine die Backwaren besonders schonende Umlenkung. Das unerwünschte Abplatzen von Backwarenkruste wird wirkungsvoll vermieden. Zudem nimmt eine Wippe wenig Platz ein, da deren Länge im Bereich einer Backwarenlänge gewählt werden kann. Die Schwenkachse der Wippe kann insbesondere entweder parallel zur Ausgabefront oder - was bevorzugt ist - senkrecht zu dieser verlaufen. An die Wippe kann sich insbesondere eine Rutsche anschließen, welche die Backwaren zu einem Ausgabefach leitet.

Ein weiteres vorteilhaftes und platzoptimiertes Ausführungsmerkmal sieht vor, dass die Abgabeeinrichtung und die Zwischenfördereinrichtung nebeneinander - und vorzugsweise miteinander fluchtend - angeordnet und zusammen im Wesentlichen die Breite eines Trägers aufweisen. Die Abgabeeinrichtung und die Zwischenfördereinrichtung verlaufen hierbei vorteilhafterweise parallel zu der Vorderseite der Vorrichtung, wobei diese Vorderseite in aller Regel dem Verkaufsraum eines Supermarkts o.a., d.h. dem Kunden, zugewandt ist. Die Backwaren sind in aller Regel auf jedem der Träger nebeneinander angeordnet, wobei die Träger parallel zur Ausgabefront der Ausgabeeinheit ausgerichtet sind. Durch die zweifache Belademöglichkeit der Abgabeeinrichtung ist es möglich, dass die Überführungsmittel mindestens eine Backware von einem der Träger direkt auf die Abgabeeinrichtung fördern, während die anderen Backwaren dieses Trägers von den Überführungsmitteln zunächst auf die Zwischenfördereinrichtung transportiert werden. Die Förderrichtungen der Backwaren auf die Abgabeeinrichtung und auf die Zwischenfördereinrichtung sind hierbei gleich und weisen bevorzugt zu der Ausgabefront bzw. der dem Kunden zugewandten Vorderseite der Vorrichtung. Von der Zwischenfördereinrichtung kann dann - nach Entleerung der Abgabeeinrichtung - die der Abgabeeinrichtung nächstliegende Backware parallel zur Vorderseite der Vorrichtung auf die Abgabeeinrichtung gefördert werden.

Eine dementsprechende, vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Zwischenfördereinrichtung mindestens einen Linearförderer umfasst, welches bevorzugt als Förderband ausgebildet ist, welches die Backwaren getaktet auf die Abgabeeinrichtung zu fördern vermag.

Die Überführungsmittel umfassen vorzugsweise Abwurfmittel für die Backwaren, beispielsweise zum Abwerfen der Backwaren von den Trägern. Diese Abwurfmittel sind beispielsweise als Schwenkeinrichtungen ausgebildet, welche einen Träger derart schwenken, dass die auf ihm befindlichen Backwaren von ihm rutschen.

Die Überführungsmittel können zudem als vorzugsweise elektronisch gesteuerte Schieber ausgebildet sein, insbesondere zum Fördern der Backwaren auf die Zwischenfördereinrichtung bzw. die Abgabeeinrichtung.

Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel sieht vor, dass die Überführungsmittel ein Zwischenlager für die Backwaren umfassen, wobei die Backwaren von den Trägern zunächst in diesem Zwischenlager gelagert werden, von dem sie dann zu der Abgabeeinrichtung bzw. der Zwischenfördereinrichtung transportiert werden. Eine solche Ausgestaltung verringert die Wartezeit eines Kunden, wenn zuvor in kurzer Zeit alle Backwaren, die sich auf der Abgabeeinrichtung und der Zwischenfördereinrichtung befanden, abverkauft wurden. Ohne ein Zwischenlager kann unter Umständen der Nachschub von einem entsprechend befüllten Träger aufgrund seiner Fahrzeit eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, die der Kunde als lästige Wartezeit empfinden könnte.

Es ist vorteilhaft, wenn die Schieber der Überführungsmittel unabhängig voneinander ansteuerbar sind. Somit kann je nach vollständiger oder teilweiser Beladung der Träger und/oder Beladung der Abgabeeinrichtung und Zwischenfördereinrichtung ein entsprechend individueller Transfer der einzelnen Backwaren erfolgen. Mit anderen Worten ist nicht ein einziger Schieber für alle zur Abgabeeinrichtung und Zwischenfördereinrichtung zu befördernden Backwaren zuständig. Vielmehr kann für jede Backware ein einzelner Schieber vorgesehen sein. Alternativ ist jeweils ein Schieber für mehrere, aber nicht für alle Backwaren vorgesehen.

In einer auch als separaten Erfindungsaspekt anzusehenden Ausgestaltung ist das vorgenannte Zwischenlager zur stets gleichzeitigen Beschickung mit einer Mehrzahl von Backwaren vorgesehen und ausgebildet, während für die Abförderung der Backwaren von dem Zwischenlager die vorgenannten einzeln ansteuerbaren Schieber vorgesehen sind. Die Beschickung des Zwischenlagers kann beispielsweise durch einen breiten, alle Backwaren erfassenden Schieber oder durch ein gemeinsames Abwerfen der Backwaren von einem Träger erfolgen. Die Förderrichtungen zur Beschickung des Zwischenlagers und zur Abförderung vom Zwischenlager sind vorzugsweise gleich.

Besonders bevorzugt ist eine elektronische Steuereinrichtung zum Steuern der Bewegungen der Träger, der Überführungsmittel, der Zwischenfördereinrichtung sowie der Abgabeeinrichtung vorgesehen. Mit entsprechend ange- ordneten Sensoren können die Beladezustände der verschiedenen Elemente an den verschiedenen Positionen gemessen und mit dem Bedarf bzw. den Kundenabrufen abgestimmt werden.

Die Erfindung betrifft gleichfalls einen Backautomaten mit einem Durchlaufbackofen sowie einer dem Ofen nachgeschalteten Vorrichtung wie vorbeschrieben.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen schematisch:

Figur 1 eine Seitenansicht einer Speicher- und einer Ausgabeeinheit

(mit abgenommener Seitenverkleidung) sowie einen vorgeschalteten Backofen;

Figur 2 eine Aufsicht auf einen Teil der Ausgabeeinheit der Vorrichtung gemäß der Figur 1 ;

Figur 3 eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß der Figuren 1 und 2 (mit abgenommener Frontverkleidung);

Figur 4 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Teilseitenansicht;

Figur 5 eine Aufsicht auf einen Teil der Ausgabeeinheit der Vorrichtung gemäß der Figur 4, und

Figur 6 eine Teilvorderansicht der Vorrichtung gemäß der Figuren 4 und 5 (mit abgenommener Frontverkleidung).

Die Figuren 1 -3 zeigen eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der ein Durchlaufbackofen 1 einer Speichereinheit 5 und einer Ausgabeeinheit 20 vorgeschaltet ist. Der Backofen 1 ist bevorzugt Teil eines Backautomaten zur Aufstellung in einem Supermarkt o.a., bei dem mehrere nebeneinander durch den Backofen 1 laufende, fertig gebackene Backwaren B (hier: Brote B) mittels eines Förderbandes 2 zur Speichereinheit 5 transportiert werden (Pfeil f1 ), wo sie auf Trägern 6 in gleichbleibender Relativlage abgelegt werden. Bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Figuren nehmen die Träger 6 jeweils drei Brote B nebeneinander auf. Eine Vielzahl von umlaufenden Trägern 6 (Pfeil f2) ist im Bereich ihrer Stirnseiten an Endlosförderketten 7 befestigt, welche durch Umlenkrollen 8 umgelenkt werden.

Die Träger 6 sind schwenkbar ausgebildet und können somit die auf ihnen abgelegten Backwaren B durch eine Kippbewegung auf ein der Ausgabeeinheit 20 zugewandtes, schräg abwärts führendes Leitblech 10 abgeben (Pfeil f3). Die Kippbewegung der Träger 6 geringfügig oberhalb des Leitbleches 10 wird durch seitlich angeordnete und linear verfahrbare Zapfen 9 realisiert, die bei Anforderung von Backwaren B durch eine elektronische Ansteuerung in Axialrichtung der Träger 6 aus ihrer Ruheposition aufeinander zu bewegt werden. Die äußere Unterseite des entsprechenden Trägers 6 gleitet an den beiden Zapfen 9 entlang, wobei der Träger 6 in eine Kippbewegung versetzt wird (s. Figur 1 ). Die Backwaren B auf diesem Träger 6 rutschen dann auf dem Leitblech 10 abwärts (Pfeil f3), während der Träger 6 nach Passieren der Zapfen 9 wieder in seine Normallage schwenkt und die Zapfen 9 in ihre Ruheposition verfahren werden.

Gemäß der in den Figuren 1 - 3 gezeigten Ausführungsform gelangen die Backwaren B vom Leitblech 10 auf zwei verschiedene Ausgabemittel der Ausgabeeinheit 20 (jeweils Pfeil 3). Es sind dies einerseits eine Zwischenfördereinrichtung 22 und andererseits eine neben dieser angeordnete Abgabeeinrichtung 21 , die hier als Wippe 21 ausgebildet ist, wobei die beiden Einrichtungen 21 , 22 miteinander fluchtend parallel zur Vorderseite der Vorrichtung verlaufen. Die Zwischenfördereinrichtung 22 nimmt vorliegend zwei Bro- te B auf, während ein Brot B auf die Wippe 21 gelangt. Die Wippe 21 ist durch ein elektronisches Steuerkommando bei Kundenanforderung eines Brotes B nach unten verschwenkbar (s. insbesondere die Strichelung der Wippe 21 in Figur 3 sowie den zugeordneten Doppelpfeil), wobei das auf der Wippe 21 lagernde Brot B entlang einer Ausgaberutsche 23 zu einem von der Vorderseite der Vorrichtung für den Kunden erreichbaren Ausgabefach 24 gleitet (Pfeil f6), an dem der Kunde das Brot B entnehmen kann.

Die Wippe 21 kann nach Hochschwenken ein neues Brot B aufnehmen, welches von der elektronisch getakteten Zwischenfördereinrichtung 22, die vorliegend als Linearförderband ausgebildet ist, an die Wippe 21 übergeben wird (Pfeil f5). Die Wippe 21 wird vorzugsweise ohne vorheriges Abwarten einer neuen Kundenanforderung beschickt, da diese somit bei der nächsten Anforderung lediglich verschwenkt werden muss, um ein Brot in das Ausgabefach 24 zu leiten.

Sind sowohl Wippe 21 als auch Zwischenfördereinrichtung 22 leer, wird durch einen entsprechenden Befehl der elektronischen Steuereinrichtung (nicht dargestellt) ein mit Broten B befüllter Träger 6 zu dem Leitblech 8 gefahren, um die drei Brote B auf die Wippe 21 und die Zwischenfördereinrichtung 22 abzuwerfen, von wo aus wiederum ein Kundenabruf schnell bedient werden kann.

In den Figuren 4-6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung abgebildet, wobei hier lediglich Teilausschnitte wiedergegeben sind. Die nicht dargestellten Merkmale können insbesondere und ohne weiteres denjenigen des in den Figuren 1 -3 gezeigten Ausführungsbeispiels entsprechen. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Ausführungsformen besteht darin, dass bei derjenigen der Figuren 4-6 ein Zwischenlager 12 vorgesehen sind, in das die Brote B - vom Leitblech 10 geführt - gelangen (Pfeil f3) und dort zwischengelagert werden. Sind die Wippe 21 und die Zwischenfördereinrichtung 22 leer, können diese ohne Verzögerung vom Zwischenlager 12 befüllt werden (Pfeil f4). Hierzu sind unabhängig voneinander ansteuerbare Schieber 1 1 vorgesehen (in Figur 4 gestrichelt dargestellt), wobei jeweils ein Schieber 1 1 ein einzelnes Brot 10 von dem Zwischenlager 12 auf die Wippe 21 bzw. die Zwischenfördereinrichtung 22 zu schieben vermag. Die Schieberichtung (Pfeil f4) ist hierbei senkrecht zur Förderrichtung der Zwischenfördereinrichtung 22 zur Wippe 21 (Pfeil f5).

Aufgrund des Zwischenlagers 12 kann eine Vorhaltung von Broten B realisiert werden, die bei mehreren, kurz hintereinander folgenden Kundenanforderungen für eine schnelle Beschickung der Abgabeeinrichtung 21 sorgt. Falls mehr als drei Brote B in sehr kurzen Abständen geordert werden, sind nach Ausgabe der ersten drei Brote B - ohne Rücksicht auf die Lage und Befüllung einzelner Träger 6 - sehr schnell weitere drei Brote B von dem Zwischenlager 12 auf die hier als Wippe ausgebildete Abgabeeinrichtung 21 bzw. die Fördereinrichtung 22 transportierbar. In der Figur 5 ist die Beschickung eines Zwischenlagers 12 mit drei weiteren Broten B, die sich zuvor auf einem gemeinsamen Träger 6 befanden, mit den Pfeilen f3 angedeutet.

Die Abgabeeinrichtung 21 mit ihren Beschickungsmöglichkeiten - sowohl direkt von den Überführungsmitteln als auch indirekt unter Zwischenschaltung der Zwischenfördereinrichtung 22 - bietet den Vorteil, dass eine platzsparende und gleichzeitig schnelle Abgabe der Brote B ermöglicht wird. Ein Abplatzen von Brotkruste wird zudem durch eine schonende Weitergabe der Brote B weitestgehend verhindert, wenn zudem die Abgabeeinrichtung 21 wie hier dargestellt als Wippe 21 ausgebildet ist, da die Brote B in diesem Fall keine hohe Fallstrecke überwinden müssen. Die Wippe 21 ragt zudem nicht seitlich - bei Ansicht von der Vorderseite der Vorrichtung - über die Träger 6 hinaus, so dass die Breite der Vorrichtung sehr gering gehalten werden kann, s. insbesondere Figuren 2, 3 und 5, 6.

Für beide in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele gilt, dass die Transportrichtung von den Übergabemitteln 10 bzw. 10, 1 1 , 12 auf die Wippe 21 bzw. auf die Zwischenfördereinrichtung 22 (Pfeil f3 bzw. Pfeile 3, 4) senkrecht zur Transportrichtung der Backwaren B von der Zwischenfördereinrichtung 22 auf die Wippe 21 ist (Pfeil f5).

Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind nicht als abschließend zu verstehen. Abwandlungen innerhalb der Ansprüche sind ohne weiteres möglich. So können beispielsweise Schieber zur Entleerung der Träger vorgesehen sein. Die Zwischenfördereinrichtung kann ebenfalls als eine oder mehrere Wippen ausgebildet sein. Auch muss die Abgabeeinrichtung nicht als Wippe ausgebildet sein, auch wenn diese hinsichtlich der schonenden Weitergabe der Backwaren momentan bevorzugt ist.

Bezuαszeichenliste

Backofen

Förderband

Speichereinheit

Träger

Endlosförderkette

Umlenkrollen

Zapfen

Leitblech

Schieber

Zwischenlager

Ausgabeeinheit

Abgabeeinrichtung

Zwischenfördereinrichtung

Ausgaberutsche

Ausgabefach