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Title:
DEVICE FOR DIVERTING ELECTRIC CURRENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/026212
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device that is used for diverting electric currents, particularly surge currents, and is to be arranged in the ground (10) and/or in a body of water (13), the device comprising a central diversion cable (3) and an electrode body (5) connected thereto so as to be electrically conductive. The electrode body (5) comprises a base (6) and a jacket consisting of jacket cables (7), the jacket cables (7) being connected at the ends thereof facing away from the base (6) to the diversion cable (3). The diversion cable (3) penetrates the electrode body (5) and is designed to be electrically insulated above the electrode body (5) with respect to the surrounding ground (10) and/or body of water (13).

Inventors:
MITTERMAYR, Karl (Museumstraße 15/II/6, Linz, A-4020, AT)
Application Number:
AT2013/050161
Publication Date:
February 20, 2014
Filing Date:
August 16, 2013
Export Citation:
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Assignee:
MITTERMAYR, Karl (Museumstraße 15/II/6, Linz, A-4020, AT)
International Classes:
H02G13/00
Foreign References:
US1243774A
FR2040694A6
US5461194A
US20020126436A1
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
WESTPHAL, MUSSGNUG & PARTNER (Herzog-Wilhelm-Str. 26, München, 80331, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Vorrichtung zum Ableiten von elektrischen Strömen, insbesondere Stoßströmen, in ein Erdreich (10) und/oder in ein Gewässer (13), welche einen zentralen Ableitstrang (3) und einen damit elektrisch leitend verbundenen Elektrodenkörper (5) umfasst,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Elektrodenkörper (5) einen Boden (6) und einen Mantel aus Mantelsträngen (7) umfasst, wobei die Mantelstränge (7) mit ihren vom Boden

(6) abgekehrten Enden mit dem Ableitstrang (3) verbunden sind, dass

der Ableitstrang (3) den Elektrodenkörper (5) durchsetzt und dass der Ableitstrang (3) oberhalb des Elektrodenkörpers (5) gegenüber dem umgebendem Erdreich (10) und/oder Gewässer (13) elektrisch isoliert ausgeführt ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelstränge (7) entlang eines Kegelmantels mit dem Ableitstrang (3) als Achse verlaufen und im Bereich der Kegelbasis an den Boden (6) anschließen.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ableitstrang (3) mit einer Erderspitze (8) über den durch die Mantelstränge

(7) und den Boden (6) gebildeten Elektrodenkörper (5) nach unten vorsteht.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) mit über die Bodenfläche verteilten Durchbrechungen versehen ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) ein Leitergitter umfasst.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) aus einem Lochblech gefertigt ist.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) eine noch unten konvex vorgewölbte Schalenform aufweist.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrodenkörper (5) abgesenkt ist und dass der Ableitstrang (4) in einer an die Tauchtiefe des Elektrodenkörpers (1 ) angepassten, einen Ü- berschlag zwischen Ableitstrang (4) und der Wasseroberfläche verhindernden Mindestlänge elektrisch isoliert ausgeführt ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelstränge (7) des Elektrodenkörpers (5) durch Umfangssträn- ge zu einem Mantelgitter verbunden sind.

10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3, 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) des Elektrodenkörpers (5) im Bereich der Erderspitze (8) einen Blecheinsatz (9) aufweist.

1 1 . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Ableitstrang (3) koaxial zum Boden (6) des Elektrodenkörpers (5) verläuft.

12. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) des Elektrodenkörpers (5) nach Art einer Kugelkalotte geformt ist und der Mantel einen Kegel bildet.

13. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass deren Schwerpunkt derart tief liegt, dass sich die Vorrichtung von einer Schieflage selbst in eine aufrechte Lage dreht.

Description:
Vorrichtung zum Ableiten elektrischer Ströme

Technisches Gebiet Die Erfindung bezieht sich auf eine in Erdreich oder in einem Gewässer anzuordnende Vorrichtung für das Ableiten von elektrischen Strömen insbesondere von Stoßströmen.

Hintergrund

Zum Ableiten hoher Stoßströme, insbesondere von Blitzen in die Erde, ist es bekannt, die Ableitung in das Erdreich dadurch zu verbessern, dass vom vertikal in das Erdreich ragenden, an den oberirdischen Blitzableiter angeschlossenen Ableitstrang Mantelstränge strahlenförmig abzweigen, die miteinander über koaxial zum Ableitstrang angeordnete Ringstränge elektrisch leitend verbunden sind, sodass der in mehrere Zweigströme aufgeteilte Stoßstrom über eine größere Fläche in das Erdreich abgeleitet werden kann. Nachteilig bei diesen bekannten Erdungsvorrichtungen ist, dass sich die Mantelstränge für eine wirksame Stromaufteilung über eine vergleichsweise große Fläche erstrecken sollen, was die Verlegung un- ter Umständen schwierig macht, und dass trotz dieser über eine größere Fläche verteilte Stromableitung ins Erdreich die Schrittspannung erheblich ausfallen kann.

Eine der Erfindung somit zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Vorrichtung zum Ableiten insbesondere von Stoßströmen in das Erdreich so auszugestal- ten, dass nicht nur die Stoßstromableitung merklich verbessert werden kann, sondern auch vorteilhafte Verlegungsbedingungen eingehalten werden können.

Zum Schutz von Schwimmkörpern oder in Gewässern verankerten Bauwerken, wie Plattformen oder Türmen und dgl., ist es erforderlich, die bei einem Blitzein- schlag auftretenden Stoßströme so in das Gewässer abzuleiten, dass insbesondere im Bereich der Wasseroberfläche keine gefährlichen Potenzialdifferenzen auftreten können. Zu diesem Zweck ist es bekannt, elektrisch leitende Platten als E- lektrodenkörper in das Gewässer abzusenken, die an einen Ableitstrang, beispielsweise einer Blitzschutzanlage, angeschlossen sind. Über diese Elektrodenplatten können die Stoßströme in das Wasser abgeleitet werden, wobei aufgrund der Plattenoberfläche die Stromdichte des abgeleiteten Stoßstromes entspre- chend gering gehalten werden kann, was in Verbindung mit einer ausreichenden Absenktiefe der Elektrodenkörper zur Vermeidung gefährlicher Potenzialdifferenzen im Bereich der Gewässeroberfläche führt. Nachteilig bei solchen Ableitvorrichtungen ist vor allem, dass beim Vorsehen ausreichend großer Plattenoberflächen die Elektrodenkörper schwer und unhandlich werden.

Es ist somit auch eine der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe, eine Vorrichtung zum Ableiten von Stoßströmen in ein Gewässer so auszubilden, dass nicht nur gute Ableitbedingungen gewährleistet, sondern auch vorteilhafte Voraussetzungen für eine einfache Handhabung sichergestellt werden können.

Zusammenfassung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen zentralen Ableitstrang (Erderstrang) sowie einen Elektrodenkörper auf, der mit dem Ableitstrang elektrisch ver- bunden ist.

Die oben erwähnte Aufgabe - die Ableitung von Strom ins Erdreich- wird dadurch gelöst, dass die Mantelstränge entlang eines Kegelmantels mit dem Ableitstrang als Achse verlaufen und im Bereich der Kegelbasis an einen Boden anschließen und dass der Ableitstrang den durch die Mantelstränge und den Boden gebildeten Elektrodenkörper durchsetzt und oberhalb des Elektrodenkörpers elektrisch isoliert ist.

Da zufolge dieser Maßnahme die Mantelstränge über den Boden zu einem Elekt- rodenkörper mit einer zum Ableitstrang koaxialen Ausrichtung zusammengeschlossen sind, ergibt sich für die Verlegung eines solchen Elektrodenkörpers ein vergleichsweise geringer Flächenbedarf, ohne die Stromableitung über mehrere parallele Zweigströme zu beeinträchtigen, die in einer entsprechenden Verteilung in das Erdreich eingeleitet und durch das Erdreich abgeleitet werden. Die Mantelstränge und der Boden dieses Elektrodenkörpers bilden einen faradayschen Käfig, der vom Ableitstrang durchsetzt wird. Aufgrund des durch den Ableitstrang flie- ßenden Hauptanteils des abzuleitenden Stoßstroms ergeben sich hinsichtlich der sich außerhalb des Elektrodenkörpers einstellenden Potentialverläufe günstige Voraussetzungen für niedrige Schrittspannungen, zumal der Abschnitt des Ableitstrangs oberhalb des Elektrodenkörpers elektrisch isoliert ist.

Besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn der Ableitstrang mit einer Erderspitze über den durch die Mantelstränge und den Boden gebildeten Elektrodenkörper nach unten vorsteht. Aufgrund der hohen Feldstärken im Bereich einer solchen Erderspitze, wird die Umgebung der Erderspitze ionisiert, was zu günstigen Ableitbedingungen des Stoßstromes durch den Ableitstrang in das Erdreich führt.

Um nicht nur gute elektrische Erdungsbedingungen vorgeben zu können, sondern auch einfache Voraussetzungen für das Verlegen erfindungsgemäßer Elektrodenkörper zu ermöglichen, kann der Boden mit über die Bodenfläche verteilten Durchbrechungen versehen sein. Durch diese Durchbrechungen wird das Hinterfüllen und Auffüllen des Elektrodenkörpers mit Erdreich erleichtert, zwischen dem und dem Boden ja ein möglichst geringer elektrischer Übergangswiderstand vorgegeben sein soll. Zu diesem Zweck kann das Erdreich entsprechend behandelt werden, damit auch hohen Anforderungen für die Stromableitung entsprechende Bedingungen hinsichtlich des elektrolytischen Verhaltens des Erdreichs im Bereich des Elektrodenkörpers sichergestellt werden können.

Die Durchbrechungen des Bodens, der eine für die Verlegung ausreichende Formstabilität aufweisen soll, können dadurch erreicht werden, dass der Boden ein Leitergitter umfasst. Es ist aber auch möglich, den Boden aus einem Lochblech zu fertigen, was allerdings im Allgemeinen mit einem höheren Konstruktionsaufwand onsaufwand verbunden ist, weil diese Lochbleche eine für die Leitung hoher Stoßströme ausreichende Dicke aufweisen müssen.

Obwohl der Boden eben ausgebildet sein kann, was einfache Konstruktionsvor- aussetzungen schafft, können hinsichtlich der Stromableitung in das Erdreich günstigere Bedingungen sichergestellt werden, wenn der Boden eine nach unten konvex vorgewölbte Schalenform aufweist, weil in diesem Fall die Stromableitung in das Erdreich über einen größeren Flächenbereich erfolgt. Außerdem bietet ein schalenförmig gewölbter Boden eine bessere Formstabilität. Besonders vorteilhaf- te Konstruktionsbedingungen können in diesem Zusammenhang sichergestellt werden, wenn der Boden nach Art einer Kugelkalotte geformt ist, an die die Mantelstränge vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilt elektrisch leitend angeschlossen sind.

Im Falle der Ableitung von Strom in ein Gewässer wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst, dass der vom Ableitstrang durchsetzte Elektrodenkörper einen Boden und einen Mantel aus Mantelsträngen umfasst, die mit ihren vom Boden abgekehrten Enden mit dem Ableitstrang verbunden sind, und dass der Ableitstrang beispielsweise in einer an die Tauchtiefe des Elektrodenkörpers angepassten, ei- nen Überschlag zwischen dem Ableitstrang und der Wasseroberfläche verhindernden Mindestlänge elektrisch isoliert ausgeführt ist.

Da der Elektrodenkörper einen Boden und einen mit dem Boden verbundenen Mantel aus Mantelsträngen umfasst, die mit dem Ableitstrang verbunden sind, stellt der Elektrodenkörper eine vergleichsweise leichte, einfach handhabbare Baueinheit dar, die lediglich über den Ableitstrang in das Gewässer abgesenkt zu werden braucht. Die mit dem Ableitstrang elektrisch verbundenen Mantelstränge sorgen für eine konstruktiv vorgegebene Aufteilung der Stoßströme in einzelne, parallele Zweigströme, die über die Mantelstränge und den anschließenden Boden in das umgebende Wasser abgeleitet werden. Die Mantelstränge und der Boden des Elektrodenkörpers bilden einen faradayschen Käfig, der vom Ableitstrang durchsetzt wird. Aufgrund des durch den Ableitstrang fließenden Hauptanteils des abzuleitenden Stoßstroms ergeben sich hinsichtlich der sich außerhalb des Elektrodenkörpers einstellenden Potenzialverläufe günstige Voraussetzungen für niedrige Potenzialdifferenzen im Bereich der Wasseroberfläche, zumal der Ableitstrang in einer an die Tauchtiefe des Elektrodenkörpers entsprechenden Mindestlänge elektrisch isoliert so ausgeführt werden kann, dass aufgrund der sich über die Wasseroberfläche hinaus erstreckenden elektrischen Isolierung keine Überschläge zwischen dem Ableitstrang und der Wasseroberfläche ergeben können. Der durch die Ausgestaltung des Bodens und des Mantels vorzugsweise an die Form eines Taylor-Kegels angepasste Elektrodenkörper stellt somit günstige Vorausset- zungen für eine wirksame Energieübertragung auf das Wasser dar. Zur Vergrößerung der elektrisch wirksamen Übergangsflächen können dabei die Mantelstränge des Elektrodenkörpers durch Umfangsstränge zu einem Mantelgitter verbunden werden.

Um in seichteren Gewässern die Möglichkeit zu schaffen, einen Teil des Stoßstroms in den Gewässergrund ableiten zu können, kann der Ableitstrang mit einer Erderspitze über den Boden des Elektrodenkörpers nach unten vorstehen. Beim Absenken des Elektrodenkörpers bis auf den Gewässergrund dringt daher die Erderspitze in den Gewässerboden ein, sodass der über den Ableitstrang geführte Hauptanteil des Stoßstroms unmittelbar in den Gewässerboden eingeleitet werden kann.

Der Boden des Elektrodenkörpers kann ein Leitergitter umfassen, über das die Zweigströme durch die Mantelstränge des Mantels zusätzlich aufgeteilt werden. Abgesehen davon sind durch eine solche Konstruktionsmaßnahme Gewichtseinsparungen möglich, die die Handhabung solcher Elektrodenkörper verbessern. Die Belastung der Erderspitze beim Eindringen in den Boden kann allerdings durch ein solches Leitergitter nur unvollkommen aufgenommen werden. Aus diesem Grunde kann der Boden des Elektrodenkörpers im Bereich der Erderspitze einen Blecheinsatz aufweisen, der eine ausreichende Versteifung des aus einem Leitergitter bestehenden Bodens des Elektrodenkörpers mit sich bringt, um für ein sicheres Eindringen der Erderspitze in den Gewässerboden beim Absenken des Elektrodenkörpers zu sorgen. Außerdem kann durch einen solchen Elektrodenkörpers zu sorgen. Außerdem kann durch einen solchen Blecheinsatz der Schwerpunkt des Elektrodenkörpers mit der Wirkung gegen den Boden hin verlagert werden, dass der Elektrodenkörper selbständig eine für seine Funktion vorteilhafte aufrechte Lage einnimmt.

Damit hinsichtlich der Stromaufteilung weitgehend symmetrische Verhältnisse sichergestellt werden können, empfiehlt es sich, den Ableitstrang koaxial zum Boden des Elektrodenkörpers verlaufen zu lassen. Die Mantelstränge des Mantels erstrecken sich in diesem Fall entlang eine Kegels. Besonders vorteilhafte Kon- struktionsbedingungen ergeben sich in diesem Zusammenhang, wenn der Boden des Elektrodenkörpers nach Art einer Kugelkalotte geformt ist.

Kurze Beschreibung der Abbildungen

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von den in den Abbildungen dargestellten Beispielen näher erläutert. Die Darstellungen sind nicht zwangsläufig maßstabsgetreu und die Erfindung beschränkt sich nicht nur auf die dargestellten Aspekte. Vielmehr wird Wert darauf gelegt, die der Erfindung zugrunde liegenden Prinzipien darzustellen. In den Abbildungen zeigt:

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung welche zum Ableiten von

Stoßströmen in das Erdreich dient in einer schematischen, zum Teil aufgerissenen Seitenansicht. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung von Fig. in einer Schnittansicht mit horizontaler

Schnittfläche und Blickrichtung nach unten.

Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung, welche für das Ableiten von

Stoßströmen in ein Gewässer dient, in einer zum Teil aufgerissenen Seitenansicht. Fig. 4 zeigt die Vorrichtung von Fig. 3 in einer Schnittansicht mit horizontaler Schnittfläche und Blickrichtung nach unten.

In den Abbildungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Komponenten mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung.

Detaillierte Beschreibung der Ausführunqsbeispiele

Die in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte Vorrichtung zum Ableiten von Stoßströmen weist einen beispielsweise über eine Prüfeinrichtung 2 an einem oberirdischen Ableiter 1 angeschlossenen Ableitstrang 3 auf, der einen mit Abstand unterhalb der Oberfläche eines Erdreichs 10 angeordneten Elektrodenkörper 5 durchsetzt. Dieser Elektrodenkörper 5 wird durch Mantelstränge 7 und einen Boden 6 gebildet. Die Mantelstränge 7 (Gitterstäbe), die an ihrem oberen Ende leitend mit dem Ableitstrang 3 verbunden sind, verlaufen auf einer zum Ableitstrang 3 koaxialen Kegelfläche, wobei an die Basis dieser Kegelfläche der Boden 6 in Form einer Kugelkalotte anschließt, was jedoch keineswegs zwingend ist. Im einfachsten Fall verläuft der Boden eben und besitzt eine runde oder entsprechend der Anzahl der Mantelstränge 7 Polygone Umrissform.

Der entsprechend dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Leitergitter gefertigte Boden 6 ist mit einem oberen Anschlussring 12 für die Mantelstränge 7 versehen. Der Ableitstrang 3 durchsetzt den Boden 6 in einer Erderspitze 8, die über den Boden 6 nach unten in das Erdreich 10 vorsteht. Der Ableitstrang 3 o- berhalb des Elektrodenkörpers 5 ist mit einer elektrischen Isolierung 4 versehen.

Da der Elektrodenkörper 5 eine mit dem Ableitstrang 3 zusammenfallende Längsachse aufweist und sich die Mantelstränge 7 nicht wie in herkömmlicher Art im Wesentlichen parallel zur Oberfläche erstrecken, sondern entlang einer zum Ab- leitstrang koaxialen Kegelfläche verlaufen, ergibt sich für die Verlegung des Elektrodenkörpers eine vergleichsweise kleine, an die Basisfläche des durch die Mantelstränge 7 bestimmten Kegels angepasste Aushubfläche. Die für die Stromablei- tung ins Erdreich 10 maßgebende Übergangsfläche wird durch den Kegelmantel und den Boden 6 bestimmt und kann daher trotz der beschränkten Aushubfläche vergleichsweise groß ausfallen, wobei der Ableitstrang 3 mit dem Elektrodenkörper 5 vorteilhaft einen Tiefenerder bildet, der hinsichtlich der Beschränkung der Gefahr höherer Schrittspannungen von Vorteil ist, insbesondere in Verbindung mit der elektrischen Isolierung 4 des Ableitstrangs 3 oberhalb des Elektrodenkörpers 5.

Die in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellte Vorrichtung zum Ableiten von Stoßströmen in ein Gewässer 13 weist einen in das Gewässer 13 abgesenkten Elektrodenkörper 5 auf, der einen Boden 6 und einen Mantel aus Mantelsträngen 7 umfasst, die e- lektrisch leitend mit einem Ableitstrang 3 verbunden sind, der den Elektrodenkörper 5 durchsetzt und mit einer Erderspitze 8 über den Boden 6 nach unten vorsteht. Der Ableitstrang 3 ist beispielsweise über eine Prüfeinrichtung 2 mit einer nicht näher dargestellten Blitzschutzanlage verbunden, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass der Ableitstrang 3 in einer an die Tauchtiefe des Elektrodenkörpers 5 angepassten Mindestlänge elektrisch isoliert so ausgeführt ist, dass sich die elektrische Isolierung 4 auch in einer ausreichenden Länge über die Wasseroberfläche erstreckt, um Überschläge zwischen dem Ableitstrang 3 und der Was- seroberfläche zu vermeiden.

Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, ist der Boden 6 des Elektrodenkörpers 5 in Form einer Kugelkalotte ausgeführt, an deren Rand die Mantelstränge 7 des Mantels in einer gleichmäßigen Umfangsverteilung angeschlossen sind, sodass sich für den Elektrodenkörper 5 eine an einen Taylor-Kegel angeglichene Umrissform ergibt, die sich in besonderer Weise für den Energieübergang vom Elektrodenkörper auf das Wasser eignet.

Der Boden 6 selbst weist ein Leitergitter auf, über das sich eine zusätzliche Auf- Spaltung der durch die Mantelstränge 7 des Mantels der Elektrodenkörpers 5 fließenden Zweigströme ergibt. Ein solches Leitergitter ist allerdings für die Aufnahme von Druckbelastungen auf die Erderspitze 8 nicht gut geeignet. Aus diesem Grun- de ist der Boden 6 im Bereich der Erderspitze 8 mit einem Blecheinsatz 9 versehen, an den sich das Leitergitter 9 anschließt.

Um eine wirksame Ableitung von Stoßströmen in einem Gewässer 13 zu errei- chen, braucht der Elektrodenkörper 5 lediglich über den Ableitstrang 3 in das Gewässer 13 abgesenkt zu werden, wobei eine Mindesttauchtiefe eingehalten werden soll, um gefährliche Potenzialdifferenzen an der Wasseroberfläche sicher ausschließen zu können.

Weist das Gewässer 13 eine Tiefe auf, die ein Absenken des Elektrodenkörpers 5 bis auf den Gewässerboden 1 1 erlaubt, so kann eine unmittelbare Ableitung eines Teils des Stoßstroms in den Gewässerboden 1 1 erreicht werden, wenn die mit dem Ableitstrang 3 verbundene, über den Boden 6 des Elektrodenkörpers 5 vorstehende Erderspitze 8 in den Gewässerboden 1 1 eindringt, wie dies in der Fig. 3 angedeutet ist. Mit Hilfe des die Erderspitze 8 tragenden Blecheinsatzes 9 kann außerdem der Schwerpunkt des Elektrodenkörpers 5 soweit gegen den Boden 6 verlängert werden, dass ein schwerkraftbedingtes Aufrichtmoment für ein selbständiges Einhalten einer aufrechten Lage des Elektrodenkörpers sichergestellt werden kann, was für einen vorteilhaften Energieübergang vom Elektrodenkörper 5 auf das Wasser und den Gewässerboden 1 1 von Bedeutung ist.

Damit die elektrisch wirksame Fläche des Elektrodenkörpers 5 vergrößert werden kann, können die Mantelstränge 7 des Elektrodenkörpers 5 auch durch zusätzliche Umfangsstränge (nicht dargestellt) zu einem Mantelgitter verbunden werden.