FUX, Erhard (Perfektastr. 17/29, Wien, A-1230, AT)
| Patentansprüche: 1. Einrichtung zum Trocknen von Schüttgut, insbesondere Feststoffen, wie Granulate, Pulver, Körner, Folien, Schnipsel, o. dgl., vorzugsweise Kunststoffgranulat, wobei ein von einem Luftstrom durchströmter Trocknungssilo vorgesehen ist und der Trocknungssilo zur Trocknung des aus dem Trocknungssilo austretenden Abluft-Luftstromes bzw. der Rückluft über ein Prozessgebläse mit einem, ein Trocken- bzw. Adsorptionsmittel enthaltenden, Radtrockner, der eine drehbare Trommel mit radialen Zellen aufweist, verbunden ist, wobei in dem Radtrockner der Abluft-Luftstrom getrocknet, das Adsorptionsmittel regeneriert und anschließend gekühlt wird und der Abluft-Luftstrom als Trocken-Luftstrom dem Trocknungssilo wieder zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zellen (21 ) der Trommel (2) des Radtrockners (1) aus Blechen gebildet sind, wobei am radialen Außen- (22) und Innenmantel (23) der Trommel (2) anliegende Klemmbleche (24) einer Zelle (21) U-förmigen Querschnitt aufweisen und axial an der Innenwand angeordnet sind und die Schenkel (25) der U-förmigen Klemmbleche (24) nach außen geneigt sind und als Trennwände der einzelnen Zellen (21 ) vorgesehene Trennbleche (26) durch die Klemmwirkung benachbarter Schenkel (25) von zwei aneinander liegenden U-förmigen Klemmbleche (24) positioniert sind und zellenweise abdichten. 2. Einrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass umfangsmäßig mindestens drei, vorzugsweise sechs, insbesondere 36, Zellen (21 ) vorgesehen sind. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Radtrockner (1) in mindestens drei Kreissegmente geteilt ist, wobei der Bereich eines Kreissegments zur Trocknung bzw. Entfeuchtung des Abluft- Luftstromes (5), der Bereich des zweiten Kreissegments zum Heizen des Adsorptionsmittels und der Bereich des dritten Kreissegments zur Kühlung des Adsorptionsmittels dient. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Trocknung bzw. Entfeuchtung etwa 240 Bogengrade, der Bereich zum Heizen etwa 80 Bogengrade und der Bereich der Kühlung etwa 40 Bogengrade beträgt. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Radtrockner (1 ) an beiden axialen Enden mit je einem Deckel (3, 4) versehen ist, wobei jeder Deckel (3, 4) die Anschlüsse für die Luftführungen (5, 6, 7) aufweist. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Deckel (3, 4) stationär sind und zwischen den Deckeln (3, 4) und der rotierenden Trommel (2) eine Laufscheibe mit einer Dichtung (20), insbesondere einer Sandwichdichtung, vorgesehen ist. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mittige Bereich des Radtrockners (1 ) als Hohlwelle mit einer Wärmetauscherfunktion ausgebildet ist. 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der als Wärmetauscher (13) ausgebildeten Hohlwelle ein Drahtgewebe oder Edelstahlwolle o. dgl. vorgesehen ist. 9. Verfahren zum Trocknen von Schüttgut nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungs- bzw. Entfeuchtungsphase (14) für den Abluft-Luftstrom (5) und vorzugsweise die Kühlung des Adsorptionsmittels parallel, insbesondere kontinuierlich im Dauerbetrieb, ablaufen und die Regenerationsphase (15) mit dem Aufheizen des Absorptionsmittels im Intervallbetrieb durchgeführt wird, wobei die Trommel (2) des Radtrockners (1 ) in der Kühl- (16) bzw. Regenerationsphase (15) gestoppt wird und nach Abschluss der Kühl- (16) bzw. Regenerationsphase (15) um einen wählbaren Bereich, vorzugsweise dem Kühlbereich, weitergetaktet wird und dass der Bereich zum Heizen mindestens gleich groß oder größer, vorzugsweise um das zweifache, als der Bereich des Kühlens festgelegt wird. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Trocknung bzw. Entfeuchtung etwa 240 Bogengrade, der Bereich zum Heizen etwa 80 Bogengrade und der Bereich der Kühlung etwa 40 Bogengrade beträgt. 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (7) für die Kühlung nach der Trocknungs- bzw. Entfeuchtungsphase (14) aus dem Abluft-Luftstrom (12) abgezweigt wird. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass ein mittiger, hohlwellenartig ausgebildeter Bereich des Radtrockners (1) als Wärmetauscher (13) verwendet wird und ein für die Regeneration des Trocken- bzw. Adsorptionsmittel notwendiger, in einem Regenerationsgebläse ( 8) erzeugter, Regenerations-Luftstrom (6) vor dessen Eintritt in den Radtrockner (1 ) durch diese Hohlwelle geführt wird. |
vorzugsweise Kunststoffgranulat, wobei ein von einem Luftstrom durchströmter Trocknungssilo vorgesehen ist und der Trocknungssilo zur Trocknung des aus dem Trocknungssilo austretenden Abluft-Luftstromes bzw. der Rückluft über ein Prozessgebläse mit einem, ein Trocken- bzw. Adsorptionsmittel enthaltenden, Radtrockner, der eine drehbare Trommel mit radialen Zellen aufweist, verbunden ist, wobei in dem Radtrockner der Abluft-Luftstrom getrocknet, das
Adsorptionsmittel regeneriert und anschließend gekühlt wird und der Abluft- Luftstrom als Trocken-Luftstrom dem Trocknungssilo wieder zuführbar ist.
Zur Trocknung der aus dem Trocknungssilo austretenden Rückluft sind
verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt.
Eines dieser bekannten Verfahren zeigt die DE 36 25 013 A1 . Im Zuge dieses bekannten Verfahrens wird die aus dem Trocknungstrichter austretende Abluft in einem ein Adsorptionsmittel enthaltenden Trockner getrocknet und dem Schüttgut als Trockenluft wieder zugeführt.
Weiters ist aus der DE 197 57 537 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen und Erhitzen von Luft, die zum Trocknen von Schüttgut dient, bekannt. Diese Vorrichtung besteht im Wesentlichen aus mindestens einer Trockenpatrone bzw. Trocknungszelle, einem nachgeordneten Lufterhitzer, einer nachgeordneten Trockengutkammer bzw. Trocknungssilo und einer nachgeordneten
Kühlvorrichtung.
Ferner ist aus der DE 101 18 762 A1 ein Verfahren zur Regeneration
feuchtigkeitsbeladener Prozessluft bekannt. Dabei wird die atmosphärische Luft aufgeheizt und der zu regenerierenden Trocknungspatrone zugeführt. Die anschließende Rückkühlung der Trocknungspatrone erfolgt mit einem aus der getrockneten Prozessluft abgezweigten Teilluftstrom.
Aus der EP 0 712 656 B1 ist ein Verfahren zum Trocknen feuchter Luft bekannt und aus der EP 740 956 A2 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbereiten eines, insbesondere Feuchte, enthaltenden Adsorptionsmittels.
Darüber hinaus ist aus der DE 2 025 205 A1 eine Vorrichtung mit mehreren Kammern zur selektiven Adsorption von Molekülen bekannt.
Eine Einrichtung der eingangs aufgezeigten Art ist aus der AT 505 391 B1 bekannt. Gemäß dieser Einrichtung wird der Abluft-Luftstrom einem, im
Radtrockner vorgesehenen und mit dem Adsorptionsmittel verbundenen,
Zuführkanal zugeführt, im Radtrockner umgelenkt, über das Adsorptionsmittel geführt und anschließend als Trockenluftstrom nochmals umgelenkt und in einem Abführkanal entgegen der Strömungsrichtung im Zuführkanal abgeleitet und dem Trocknungssilo zugeführt. Ein Nachteil dieses Radtrockners ist, dass durch die hohen Strömungswiderstände aufgrund der Umlenkungen hohe Drücke notwendig sind.
Alle oben genannten Vorrichtungen weisen vor allem die Nachteile auf, dass die Einrichtungen einer sehr aufwendigen Bauweise bedürfen und bei den Verfahren ein hoher Energieverbrauch für die Regeneration und Trocknung gegeben ist. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs zitierten Art zu schaffen, die einerseits die obigen Nachteile vermeidet und die anderseits sowohl in der Anschaffung, wie auch im Betrieb, global gesehen, die Wirtschaftlichkeit erhöht. Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zellen der Trommel des Radtrockners aus Blechen gebildet sind, wobei am radialen Außen- und Innenmantel der Trommel anliegende Klemmbleche einer Zelle U-förmigen
Querschnitt aufweisen und axial an der Innenwand angeordnet sind und die Schenkel der U-förmigen Klemmbleche nach außen geneigt sind und als
Trennwände der einzelnen Zellen vorgesehene Trennbleche durch die
Klemmwirkung benachbarter Schenkel von zwei aneinander liegenden U-förmigen Klemmbleche positioniert sind und zellenweise abdichten. Mit der Erfindung ist es erstmals möglich, einen einfachen konstruktiven Aufbau mit einfachsten
Materialkomponenten, nämlich Blechen, zu einer überaus wirtschaftlichen Lösung zu vereinen, deren Funktionsfähigkeit auch dem robusten Betrieb gerecht wird. Die mit einfachen Blechen hergestellte Innenkonstruktion der Trommel ist nicht nur verschleißarm, sondern natürlich auch wartungsarm. Durch die Positionierung der Trennbleche über die Klemmwirkung wird eine dichtungslose axiale Abdichtung der einzelnen Zellen erreicht. Es liegt auch auf der Hand, dass durch die
Verarbeitung von einfachen Blechen mit simplen Blechbearbeitungsmaschinen eine rationelle, wirtschaftliche Fertigung möglich ist. Ein weiterer gravierender Vorteil dieser Blechkonstruktion im Inneren der Trommel ist darin zu sehen, dass alle Wärmeausdehnungen aufgrund der Temperaturunterschiede durch die elastische Konstruktion der Trommel aufgenommen werden. Ein weiterer Vorteil dieser Blechkonstruktion ist darin zu sehen, dass bei einem betriebsnotwendigen Tausch des Adsorptionsmittels nur das Adsorptionsmittel an sich auf einer Deponie entsorgt werden muss. Das Trommelgehäuse mit seiner Innenkonstruktion in dem das Adsorptionsmittel im Betrieb beinhaltet ist, kann natürlich wieder verwendet werden. Durch diese Wiederbefüllung ist ein immenser Vorteil in Punkto Umweltbelastung gegeben. Ferner sind natürlich auch die Kosten einer derartigen Erneuerung drastisch reduziert.
Mit der Erfindung wird tadellose Qualität mit hoher Zuverlässigkeit sowie
konsequente Funktionalität mit raffinierter Konstruktion zu einer optimalen
Wirtschaftlichkeit verbunden.
Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind umfangsmäßig mindestens drei, vorzugsweise sechs, insbesondere 36, Zellen vorgesehen. Dadurch wird in vorteilhafterweise ein kontinuierlicher Gesamtprozess möglich, wobei durch die kleinen räumlichen Einheiten ein optimaler gleichmäßiger
Taupunkt über die Betriebszeit erreicht wird. Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung ist der Radtrockner in mindestens drei Kreissegmente geteilt, wobei der Bereich eines Kreissegments zur Trocknung bzw. Entfeuchtung des Abluft-Luftstromes, der Bereich des zweiten Kreissegments zum Heizen des Adsorptionsmittels und der Bereich des dritten Kreissegments zur Kühlung des Adsorptionsmittels dient. Durch diese Aufteilung in entsprechende Bereiche der Trommel wird eine Minimierung des Platzbedarfs erreicht, da den Verfahrensprozess unterbrechende Zwischenschritte, durch Leitungen zu den einzelnen Verfahrensschritten, entfallen. Ferner wird dadurch auch der Energiehaushalt des Gesamtprozesses optimiert. Nach einem weiteren besonderen Merkmal der Erfindung beträgt der Bereich der Trocknung bzw. Entfeuchtung etwa 240 Bogengrade, der Bereich zum Heizen etwa 80 Bogengrade und der Bereich der Kühlung etwa 40 Bogengrade.
Entsprechend dieser Vorgabe kann ein überaus energiesparender Betrieb - wie später noch eingehend aufgezeigt wird - geführt werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Radtrockner an beiden axialen Enden mit je einem Deckel versehen, wobei jeder Deckel die Anschlüsse für die Luftführungen aufweist. Eine derartige Konstruktion des Radtrockners bringt eine geradlinige Durchströmung für alle Luftströmungen mit sich, wodurch geringste Druckverluste gegeben sind. Ferner wird auch der größtmögliche Querschnitt als Aktivzone genützt. Wie ja an sich bekannt, soll die Verweilzeit der Luft länger und somit die Strömungsgeschwindigkeit in der Aktivzone gering sein. Mit dieser Konstruktion des Radtrockners sind diese Bedingungen erfüllbar. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die beiden Deckel stationär und zwischen den Deckeln und der rotierenden Trommel ist eine Laufscheibe mit einer Dichtung, insbesondere einer Sandwichdichtung, vorgesehen. Eine derartige Dichtung zwischen den stationären und dem rotierenden Teil des Radtrockners hat sich bestens bewährt, da sie Verschleißarmut mit Dichtelastizität vereint.
Gemäß einem ganz besonderen Merkmal der Erfindung ist der mittige Bereich des Radtrockners als Hohlwelle mit einer Wärmetauscherfunktion ausgebildet. Mit dieser intelligenten Konstruktion kann - wie später noch näher erklärt wird - Energie eingespart und der Wirkungsgrad erhöht werden.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist in der als Wärmetauscher
ausgebildeten Hohlwelle ein Drahtgewebe oder Edelstahlwolle o. dgl. vorgesehen. Derartige Füllmaterialien haben sich für die Wärmetauscherfunktion bestens bewährt.
Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zum Trocknen von Schüttgut zu schaffen, das einerseits die zum Stand der Technik zitierten
Nachteile vermeidet und anderseits die Wirtschaftlichkeit im Betrieb erhöht.
Auch diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst. Das Verfahren zum Trocknen von Schüttgut gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungs- bzw. Entfeuchtungsphase für den Abluft- Luftstrom und vorzugsweise die Kühlung des Adsorptionsmittels parallel, insbesondere kontinuierlich im Dauerbetrieb, ablaufen und die
Regenerationsphase mit dem Aufheizen des Absorptionsmittels im Intervallbetrieb durchgeführt wird, wobei die Trommel des Radtrockners in der Kühl- bzw.
Regenerationsphase gestoppt wird und nach Abschluss der Kühl- bzw.
Regenerationsphase um einen wählbaren Bereich, vorzugsweise dem
Kühlbereich, weitergetaktet wird und dass der Bereich zum Heizen mindestens gleich groß oder größer, vorzugsweise um das zweifache, als der Bereich des Kühlens festgelegt wird. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es erstmals möglich, den Energieverbrauch zu minimieren. Zeolith braucht zum Regenerieren, also zum Entfeuchten und Trocknen eine Temperatur über 200 °C. Je höher die Temperatur wäre, umso besser würde der Wirkungsgrad sein. Für die Regeneration einer gewissen Zeolithmenge ist daher ein bestimmter Energieaufwand, abhängig von Temperatur, Zeit und Luftstrom, notwendig. Auf Grund des Feuchtigkeitsgrades des Zeoliths kann daher der optimale Energieverbrauch bestimmt werden. Eine Energiezufuhr über den Sättigungsbereich hinaus ist nutzlos. In Hinblick auf die Temperaturbeständigkeit der im Prozess eingebundenen Maschinenteile und Komponenten, wie
Dichtungen, die bei etwa 280 °C liegt, ist aber der Höhe der Temperatur Grenzen gesetzt.
Wie gesagt, ist der Energieverbrauch des Trockenvorganges sehr stark von der Heizleistung in der Regenerationsphase bestimmt. Entsprechend den zum Stand der Technik zählenden Verfahren und deren Philosophie war es, einen
gleichmäßigen Taupunkt zu erreichen. Dieser Forderung nachkommend, wurde die Regenerationsphase im Dauerbetrieb gefahren.
Entsprechend der der Erfindung zugrunde liegenden Philosophie, nämlich den Qualitätsstandard der Trockenluft zu bestehenden Anlagen zumindest zu halten, jedoch die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, wird bewusst im Trocknungsverfahren zwischen stark und weniger stark belasteten Trocknungsaufgaben unterschieden. Zufolge dieses Schlusses wird gemäß dem vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren die Regenerationsphase bei weniger stark belasteten
Trocknungsaufgaben im Intervall-Betrieb gefahren. Das heißt, die Heizung zum Aufheizen des Absorptionsmittels und gegebenenfalls das zugehörige Gebläse werden bewusst einen Zeitraum abgeschaltet. Mit einem derartigen Intervall- Betrieb verläuft die Kurve für den Taupunkt nur unwesentlich abweichender von der Idealkurve, wobei jedoch die Abweichung für den Qualitätsstandard nicht spürbar ist.
Insbesondere in tropischen Gebieten sind Verfahren mit Patronen zum Trocknen aufgrund der Gefahr von Leckageluft nicht gefragt. In diesen Gebieten kommen somit Radtrockner der eingangs erwähnten Art zum Einsatz. Um nun auch derartige Radtrockner im Betrieb noch wirtschaftlicher betreiben zu können, wird das vorliegende Verfahren zur Anwendung gebracht. Generell haben Radtrockner den Vorteil, dass sie autark und leckagefrei ihren Betrieb gestalten. Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung beträgt der Bereich der
Trocknung bzw. Entfeuchtung etwa 240 Bogengrade, der Bereich zum Heizen etwa 80 Bogengrade und der Bereich der Kühlung etwa 40 Bogengrade. Durch diese Festlegung der Bereiche, also den Regenerationsbereich gegenüber dem Kühlbereich zu verdoppeln, wird die Möglichkeit geschaffen, die
Regenerationsleistungsdauer bzw. Heizleistung um 50 % zu reduzieren. Die Regenerationsphase wird nur jede zweite Kühlphase in Betrieb genommen.
Gemäß Messungen im Testbetrieb wird mit diesem ökonomischen Verfahren etwa 38% des Energieverbrauches der Anlage eingespart.
Gemäß einem weiteren besonderen Merkmal der Erfindung wird der Luftstrom für die Kühlung nach der Trocknungs- bzw. Entfeuchtungsphase aus dem Abluft- Luftstrom abgezweigt. Durch diese Maßnahme kann der Kühleffekt aufgrund der trockenen Luft verbessert werden. Eine etwaige Wiederbefeuchtung durch
Außenluft wird vermieden.
Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung wird ein mittiger,
hohlwellenartig ausgebildeter Bereich des Radtrockners als Wärmetauscher verwendet und ein für die Regeneration des Trocken- bzw. Adsorptionsmittel notwendiger, in einem Regenerationsgebläse erzeugter, Regenerations-Luftstrom vor dessen Eintritt in den Radtrockner durch diese Hohlwelle geführt. Diese raffinierte, innovative Ausgestaltung hat eine weitere
Energieverbrauchsminimierung der Anlage zur Folge. Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht eines Radtrockners,
Fig. 2 ein Schema der Luftführungen,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Radtrockner mit abgenommenen Deckel und Fig. 4 einen Ausschnitt mit Zellen einer Trommel des Radtrockners.
Gemäß der Fig. 1 besteht der Radtrockner 1 aus einer drehbaren Trommel 2 die an beiden axialen Enden mit je einem Deckel 3, 4 versehen ist, wobei jeder Deckel 3, 4 die Anschlüsse für die Luftführungen 5, 6, 7 aufweist. Die Trommel 2 ist mit einem Riementrieb über einem Antriebsmotor 8 drehbar, wobei die beiden Deckel 3, 4 stationär sind. Der mittige Bereich des Radtrockners 1 ist als
Hohlwelle ausgebildet und hat die Funktion eines Wärmetauschers 13.
Der Radtrockner 1 ist Teil einer Einrichtung zum Trocknen von Schüttgut, insbesondere Feststoffen, wie Granulate, Pulver, Körner, Folien, Schnipsel, o. dgl., vorzugsweise Kunststoffgranulat. Die Einrichtung umfasst weiters einen von einem Luftstrom durchströmten Trocknungssilo 9. Die Luftführung ist in Fig. 2 schematisch aufgezeigt. Zur Trocknung, in der Trocknungs- bzw.
Entfeuchtungsphase 14, des aus dem Trocknungssilo 9 austretenden Abluft- Luftstromes 5 bzw. der Rückluft wird der Abluft-Luftstrom 5 über ein Filter 10 und ein Prozessgebläse 1 1 mit dem, ein Trocken- bzw. Adsorptionsmittel
enthaltenden, Radtrockner Iverbunden. In dem Radtrockner 1 wird der Abluft- Luftstrom 5 getrocknet. Der Abluft-Luftstrom 5 wird als Trocken-Luftstrom 12 dem Trocknungssilo 9 wieder zugeführt. Das Adsorptionsmittel wird im Radtrockner 1 , in der Regenerationsphase 15 regeneriert und anschließend, in der Kühlphase 16, gekühlt. Zur Regeneration des Adsorptionsmittels wird ein über ein Filter 17 und ein Regenerationsgebläse 18 der Regenerations-Luftstrom 6 über den Wärmetauscher 3 geführt, über eine Heizung 19 aufgeheizt und dann dem Radtrockner 1 zugeführt. Zur
anschließenden Kühlung des Adsorptionsmittels wird aus dem Trocken-Luftstrom 12 ein Teil als Luftstrom 7 für die Kühlung abgezweigt und dem Radtrockner 1 zugeführt. Gemäß der Fig. 3 ist der oben offene Radtrockner 1 , also ohne Deckel 3, gezeigt. Die Trommel 2 wird über den Antriebsmotor 8 und dem Riementrieb gedreht bzw. getaktet. Der Radtrockner 1 bzw. die Trommel 2 ist in mindestens drei
Kreissegmente geteilt ist, wobei der Bereich eines Kreissegments zur Trocknung bzw. Entfeuchtung, also die Trocknungs- bzw. Entfeuchtungsphase 14, für den Abluft-Luftstrom 5, der Bereich des zweiten Kreissegments zum Heizen, die Regenerationsphase 15, des Adsorptionsmittels und der Bereich des dritten Kreissegments zur Kühlung, der Kühlphase 16, des Adsorptionsmittels dient. Im mittigen Bereich des Radtrockners 1 ist der Wärmetauscher 13. In der als
Wärmetauscher 13 ausgebildeten Hohlwelle kann ein Drahtgewebe oder
Edelstahlwolle o. dgl. vorgesehen sein. Der Bereich der Trocknung bzw.
Entfeuchtung beträgt etwa 240 Bogengrade, der Bereich zum Heizen etwa 80 Bogengrade und der Bereich der Kühlung etwa 40 Bogengrade. Zwischen den Deckeln 3, 4 und der rotierenden Trommel 2 ist eine Laufscheibe mit einer Dichtung 20, insbesondere einer Sandwichdichtung, die als elastisches Ausgleichselement dient, vorgesehen.
Gemäß der Fig. 4 ist in einer Detailansicht das Innenleben der Trommel 2 gezeigt. Die Trommel 2 ist in einzelne Zellen 21 unterteilt, wobei die einzelnen Zellen 21 der Trommel 2 des Radtrockners 1 aus Blechen gebildet sind. Am radialen Außen- und Innenmantel 22, 23 der Trommel 2 liegen Klemmbleche 24 an, die U-förmigen Querschnitt aufweisen. Die Klemmbleche 24 sind axial an der Innenwand der Trommel 2, also am Außenmantel 22 und am Innenmantel 23 angeordnet. Die Schenkel 25 der U-förmigen Klemmbleche 24 sind nach außen geneigt, so dass sie nach ihrem Einsetzen in die Trommel 2 mit Spannung an den benachbarten Schenkel 25 des benachbarten Klemmbleches 24 drücken. Als Trennwände der einzelnen Zellen 21 sind Trennbleche 26 vorgesehen. Durch die Klemmwirkung benachbarter Schenkel 25 von zwei aneinander liegenden U-förmigen
Klemmblechen 24 werden die Trennbleche 26 positioniert und dichten zellenweise ab. In diesem aufgezeigten Ausführungsbeispiel sind umfangsmäßig 36 Zellen vorgesehen. Natürlich würden im Extremfall auch drei, für die drei Phasen, oder sechs Zellen 21 denkbar sein. Nachstehend wird - unter Zuziehung der Fig. 2 - ein Verfahren zum Trocknen von Schüttgut aufgezeigt, dass mit der oben beschriebenen Einrichtung durchführbar ist und das die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage erhöht. Die Trocknungs- bzw. Entfeuchtungsphase 14 für den Abluft-Luftstrom 5 wird kontinuierlich im Dauerbetrieb geführt. Vorzugsweise wird auch die Kühlphase 16 des Adsorptionsmittels parallel im Dauerbetrieb zur Trocknungs- bzw.
Entfeuchtungsphase 14, durchgeführt. Die Regenerationsphase 15 mit dem Aufheizen des Absorptionsmittels wird im Intervall betrieb durchgeführt.
Durch die Auslegung, dass der Bereich für die Regenerationsphase 15 zumindest gleich, vorzugsweise jedoch größer ist als der Bereich für die Kühlphase 16, kann die Heizung 19 bzw. das Regenerationsgebläse 18 abgeschaltet werden. Bei der bevorzugten Ausführungsform, bei der der Regenerationsbereich die doppelte Anzahl von Zellen 21 wie der Kühlbereich umfasst, kann die
Regenerationsphase 5 jede zweite Kühldauer still gelegt werden, wodurch eine Einsparung von 50% der Energie erreicht wird. Die Trommel 2 des Radtrockners 1 wird immer in der Kühl- 16 bzw.
Regenerationsphase 15 gestoppt. Nach Abschluss der Kühl- 16 bzw.
Regenerationsphase 15 wird um den Kühlbereich weitergetaktet.
Gemäß der nachstehenden Tabelle 1 wird dieser Vorgang bei einer Trommel 2 mit 36 Zellen 21 verdeutlicht.
Die Taktung der Trommel 2 einmal um fünf und das nächste um vier Zellen 21 ergibt sich daraus, dass die Grenzzelle zwischen den einzelnen Phasen in der Trommel 2 nicht in der Aktivzone liegen (siehe Fig. 3).
Next Patent: OPERATING DEVICE FOR LIGHT-EMITTING MEANS
