Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR ENRICHING AND/OR DEPLETING MATERIALS IN A LIQUID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/020106
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to device for enriching and depleting materials in a liquid. Said device comprises a pump for advancing the liquid and said pump comprises a displaceable transport element (1) which transports the liquid. Said device is advantageous in that it comprises an insertable and retractable transport and drive unit and it is particularly advantageous in that the flow guiding element effectively enriches and depletes material in the liquid. The invention also relates to a fluidic rotor bearing for mounting the transport element. It is also possible to connect a two lumen cannula by means of a concentric connection module. Due to said device, a compact oxygen generator system, which is based on an integrated and re-usable blood-pump, is produced which can be used in blood.

Inventors:
STRAUSS, Andreas (Jakobstrasse 10, Aachen, 52064, DE)
AKDIS, Mustafa (Kirchplatz 2, Merenberg, 35799, DE)
Application Number:
EP2006/008178
Publication Date:
February 22, 2007
Filing Date:
August 18, 2006
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
STRAUSS, Andreas (Jakobstrasse 10, Aachen, 52064, DE)
AKDIS, Mustafa (Kirchplatz 2, Merenberg, 35799, DE)
International Classes:
A61M1/10; A61M1/16; B01D63/02; F04D13/06; F04D29/04
Domestic Patent References:
1997-05-09
Foreign References:
DE10341221A12005-03-31
US5308314A1994-05-03
JPH0241172A1990-02-09
EP0611580A21994-08-24
DE2251176A11974-04-25
Attorney, Agent or Firm:
JOSTARNDT PATENTANWALTS-AG (Brüsseler Ring 51, Aachen, 52074, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur An- und/oder Abreicherung von Stoffen in 5 einer Flüssigkeit, mit einem Membranmodul, welches im Wesentlichen aus konzentrischen Körpern besteht und ein Separationselement enthält, in dem der abzureichernde und/oder anzureichernde Stoff geführt ist, und wobei LO außerhalb des Separationselements die Flüssigkeit geführt ist; einem Antriebsmodul, welches eine Antriebseinheit (90,95) zum Antrieb eines die Flüssigkeit fördernden Förderelements (10) aufweist;

L5 - einem Fördermodul zur Förderung der Flüssigkeit durch die Vorrichtung, mit einem Förderelement (10) , dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmodul bei flüssigkeitsdichtem Verschluss des Membranmoduls in dieses einschiebbar und

.0 rausnehmbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Separationselement hohle Fasern (330, 340) aus semipermeablem Material zur An- und/oder Abreicherung der 25 Flüssigkeit aufweist, wobei in den Fasern der ab- und anzureichernde Stoff und außerhalb der Fasern die Flüssigkeit geführt ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch 50 gekennzeichnet, dass das Fördermodul zur Förderung der Flüssigkeit in axialer Verlängerung des Antriebsmoduls angeordnet ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement und ein das Förderelement 5 umgebendes Gehäuse (Rotorgehäuse) voneinander trennbar angeordnet sind.

5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

LO dass durch einen flüssigkeitsdichten Abschluss des

Förderelementes gegenüber einer Zuleitung der Flüssigkeit und/oder einer Ableitung der Flüssigkeit eine Auswechselbarkeit des Rotors ermöglicht wird.

L5 6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit so angeordnet ist, dass sie wenigstens abschnittsweise von der Flüssigkeit umgeben ist.

20

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit so angeordnet ist, dass sie von der Flüssigkeit durch wenigstens eine Trennwand getrennt 25 ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit an wenigstens einem Ende einen 30 Schnellverschluss (100, 110, 120, 130, 140, 150) aufweist

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,

dass eine Stirnseite der Antriebseinheit den Schnellverschluss (100, 110, 120, 130, 140, 150) aufweist

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch 5 gekennzeichnet, dass der Schnellverschluss (100, 110, 120, 130, 140, 150) ein Bajonettverschluss ist.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch LO gekennzeichnet, dass der Schnellverschluss (100, 110, 120, 130, 140, 150) ein Schraubverschluss ist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch L5 gekennzeichnet, dass der Schnellverschluss (100, 110, 120, 130, 140, 150) ein Klemmverschluss ist.

.0 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellverschluss (100, 110, 120, 130, 140, 150) ein Magnetverschluss ist.

.5 14. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Antriebseinheit und einer Rotoreinheit ein Dämpfungselement angeordnet ist.

JO 15. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Membranmodul wenigstens zwei konzentrisch zueinander angeordnete Körper (250, 260, 270) aufweist,

wobei das Separationselement (330, 340) zwischen einem ersten (250) Körper und einem zweiten Körper (260) angeordnet ist.

5 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Membranmodul wenigstens drei konzentrisch zueinander angeordnete Körper (250, 260, 270) aufweist, wobei das Separationselement (330, 340) zwischen dem ersten Körper (250) und dem zweiten Körper (260)

LO angeordnet ist und wobei ein weiteres Separationselement (330, 340) zwischen dem zweiten Körper (260) und dem dritten Körper (270) angeordnet ist.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch L5 gekennzeichnet, dass die Räume zwischen den Körpern (250, 260, 270) an den Stirnseiten flüssigkeitsdicht verschlossen sind.

18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch 20 gekennzeichnet, dass das Fördermodul geometrisch so ausgestaltet ist, dass es im Innenraum des innersten der drei Körper (250, 260, 270) platzierbar und in diesen einschiebbar und herausnehmbar ist.

25

19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der innerste der drei Körper (250) des Membranmoduls an der dem Fördermodul gegenüberliegenden Seite einen 10 Deckel (100) mit einem Schnellverschluss aufweist.

20. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Außendurchmesser des Fördermoduls kleiner als der Radius des Innenraums des innersten Körpers (250) ist.

21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermodul bei der Montage der Vorrichtung in den Innenraum des innersten Körpers (250) einschiebbar LO ist.

22. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine der Stirnseiten eines der Zylinder ein L5 Aufsatz aufsetzbar ist, welcher eine Zuführung (160) und eine Abführung zur Zu- und Abführung der Flüssigkeit aufweist, die koaxial zueinander angeordnet sind.

23. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch 20 gekennzeichnet, dass die zwischen dem ersten und zweiten Zylinder platzierten und zwischen dem zweiten und dritten Zylinder platzierten hohlen Fasern jeweils eine Stoffzu- und eine Stoffableitung aufweisen.

25

24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaszuführung (190) der zwischen dem ersten und zweiten Körper platzierten hohlen Fasern an einer Stirnseite der Körper und die Gaszuführung (210) der

30 zwischen dem zweiten und dritten Körper platzierten Fasern an der gegenüberliegenden Stirnseite der Körper platziert sind.

25. Vorrichtung zur An- und/oder Abreicherung von Stoffen in einer Flüssigkeit, mit einer Antriebseinheit (90, 95) zum Antrieb eines die Flüssigkeit fördernden Förderelements (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragung von der Antriebseinheit (90, 95) auf das Förderelement (10) berührungslos ist.

26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, LO dass die Kraftübertragung von der Antriebseinheit (90, 95) auf das Förderelement (10) mittels einer Magnetkupplung (40, 70) stattfindet.

27. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch L5 gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine zur Aufnahme der Antriebseinheit (90, 95) im Wesentlichen zylinderförmige Aufnahme (250) aufweist .

20 28. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (90, 95) im Betrieb Wärme abgibt

29. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, .5 dass die Antriebseinheit (90, 95) ein Motor ist.

30. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche (140, 150, 155, 160) dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (90, 95) in einem wärme leitenden 10 Kontakt mit der zylinderförmigen Aufnahme (250) steht.

31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit an der Außenseite der zylinderförmigen Aufnahme (250) entlang geführt wird.

5 32. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (10) in radialer Richtung strömungsmechanisch gelagert ist .

LO 33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die strömungsmechanische Lagerung in einem Raum zwischen Förderelement (10) und umgebendem Gehäuse durch einen dem Hauptförderstrom entgegensetzten Sekundärstrom bewirkt wird.

L5

34. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 32 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (10) auf der dem Antriebsmodul zugewandten Seite in einem körperhaften Axiallager 20 aufgelagert ist.

35. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Oxygenator beinhaltet. 25

36. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Oxygenator ist.

30 37. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass sie in seinem Innenraum eine Blutpumpe umschließt, welche in einer radialen Richtung strömungsmechanisch stabilisiert ist.

5 38. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gemäß (1) dadurch gekennzeichnet, dass sie eine axiale, radiale oder diagonale Kreiselblutpumpe aufweist.

LO

39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxygenator einen außen liegenden Faserbündel und einen innen liegenden Faserbündel aufweist, wobei zwischen L5 dem außen liegenden und dem innen liegenden Faserbündel eine elektromagnetischer Antriebseinheit integriert ist, welche eine radiale Magnetkupplung für ein zentrales innen liegenden Laufrad beinhaltet.

20

4 0 . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxygenator einen außen liegenden Faserbündel und einen innen liegenden Faserbündel aufweist, wobei zwischen

.5 dem außen liegenden und dem innen liegenden Faserbündel eine elektromagnetischer Antriebseinheit integriert ist, welche eine radiale Magnetkupplung für den zentral innen liegenden Laufrad hervorbringt.

ϊ0 41 . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass in der Magnetkupplung wirkende Magnetkräfte eine Stabilisierung des Laufrades im Pumpengehäuse bewirken.

35 42 . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 36 bis 41, dadurch

gekennzeichnet, dass der Oxygenator einen außen liegenden Faserbündel und einen innen liegenden Faserbündel aufweist, wobei zwischen dem außen liegenden und dem innen liegenden Faserbündel 5 eine elektromagnetischer Antriebseinheit integriert ist, welche sowohl das außen liegende als auch den innen liegende Faserbündel aufwärmt.

43 . Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, LO dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens zwei Antriebsmodule beinhaltet.

44 . Vorrichtung nach Anspruch 43, L5 dadurch gekennzeichnet, dass zwei Antriebsmodule in Reihenschaltung angeordnet sind.

45 . Vorrichtung nach Anspruch 43 oder 44, 20 dadurch gekennzeichnet, dass zwei Antriebsmodule in Parallelschaltung angeordnet sind.

25

Description:

Vorrichtung zur An- und/oder Abreicherung von Stoffen in einer

Flüssigkeit

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Anreichern und/oder Abreichern von Stoffen in Blut.

Stand der Technik

In der DE 42 38 884 wird ein System dargestellt, das aus den einzelnen Komponenten Oxygenator, Wärmetauscher, Blutfilter und Blutreservoir aufgebaut ist, die durch Schläuche zum Transport des Blutes miteinander verbunden werden.

Ebenso sind Membranoxygenatoren mit integrierten Membranelementen und einem integrierten Wärmetauscher, wobei das Wärmetauscherelement fest im Oxygenator fixiert ist, im Stand der Technik zu finden, wie in der EP0507722 dargestellt.

Eine weitere Ausführungsform eines Oxygenators ist in der DE69317763 beschrieben. Dort wird ein modular aufgebauter, integrierter Einweg-Blutoxygenator beschrieben, der über ein austauschbares Wärmetauscherelement verfügt.

Eine Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten, insbesondere Blut, bekannt aus der EP 0765683 und der US005817279 besteht beispielsweise aus mehreren Kammern, die aus Rohren gebildet werden. Eine kompakte Bauweise wird unter anderem dadurch erzielt, dass ein Zyklon teilweise in einem Rohr angeordnet ist.

Aus dem Stand der Technik sind weiterhin zahlreiche Kreiselpumpen zur Förderung von Blut bekannt.

So zeigt die Patentschrift DE 101 08 810 Al eine Blutpumpe, bei der das Schaufelrad über elektronisch geregelte Magnetlager berührungslos abgestützt wird. Zur berührungslosen Rotorlagerung wird neben der Antriebsenergie zusätzliche Energie benötigt.

Die Patentschrift US 5,840,070 zeigt eine Pumpe, bei der die Abstützung des Rotors über zahlreiche Magnete erfolgt, die sowohl im Schaufelrad als auch im Pumpengehäuse untergebracht sind.

Weiterhin zeigt die Patentschrift US 6,116,862 eine Blutpumpe mit einem Schaufelrad, welches zur Rotorstabilisierung zwei verschleißbehaftete mechanische Gleitlager verwendet. Eines dieser Rotorlager beinhaltet eine Kugel -Kalottenlagerung auf der Rückseite des Schaufelrades zur axialen Rotorstabilisierung. Mit Hilfe des ersten Lagers werden insbesondere die Anziehungskräfte aus der magnetischen Kupplungsvorrichtung aufgefangen. Das zweite Rotorlager beinhaltet eine Welle-Buchse-Lagerung zur radialen Stabilisierung des Rotors sowie zur Aufnahme von Kippkräften, die aus der Magnetkupplung resultieren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mobiles, kompaktes, extrakorporales Oxygenationssystem bereitzustellen, das ein möglichst geringes Füllvolumen aufweist und dessen Fremdkontaktoberfläche minimiert ist. Außerdem soll dieses System eine gute Handhabbarkeit aufweisen, schnell einsatzbereit, blut schonend und wieder verwendbar sein.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruches 1 gelöst . Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2-45.

Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Abbildungen.

Die Erfindung sieht vor, eine Vorrichtung zur An- und Abreicherung von Stoffen in einer Flüssigkeit mit einem Membranmodul auszustatten, welches im Wesentlichen aus konzentrischen Körpern besteht und ein Separationselement zur An- und Abreicherung einer Flüssigkeit aufweist, wobei in dem Separationselement der ab- und anzureichernde Stoff und außerhalb des Separationselements die Flüssigkeit geführt ist.

Zweckmäßigerweise beinhaltet eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ein kompaktes, mobiles

Oxygenationssystem mit geringem Füllvolumen, minimierter Membranoberfläche sowie integrierter, strömungsmechanisch gelagerter, auswechselbarer und gegebenenfalls wieder verwendbarer Blutpumpe sowie optimierter Gaszufuhr zur intrakorporalen oder extrakorporalen Oxygenierung von

Patienten.

Die Auswechselbarkeit ist auch dann möglich, während die Vorrichtung mit mindestens einem Gefäß eines Patienten verbunden ist. Dies bedeutet, dass bei dem Auswechseln der Antriebseinheit der Betrieb der Vorrichtung nur sehr kurzfristig, beispielsweise zwischen einer Sekunde und 30 Sekunden, vorzugsweise höchstens 20 Sekunden unterbrochen wird. Dies bedeutet bezüglich der physiologischen Wirkung eine Auswechselbarkeit während des Betriebes.

Die Vorrichtung enthält ein Antriebsmodul, welches eine Antriebseinheit zum Antrieb eines die Flüssigkeit fördernden Förderelements aufweist.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Förderelement ein Rotor.

Die Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass das Antriebsmodul bei flüssigkeitsdichtem Verschluss in das Membranmodul einschiebbar und rausnehmbar ist .

Hierdurch ist das Antriebsmodul in das Membranmoduls in dieses während des Betriebs einschiebbar und rausnehmbar.

Es ist zweckmäßig, das Fördermodul zur Förderung der Flüssigkeit in axialer Verlängerung des Antriebsmoduls anzuordnen .

Dies hat den Vorteil, dass die Trennbarkeit zwischen dem Antriebsmodul und dem Fördermodul verbessert wird.

Ferner ist es zweckmäßig, das Förderelement und ein es umgebendes Gehäuse, vorzugsweise ein Rotorgehäuse, voneinander trennbar anzuordnen.

In diesem Fall verbleibt das Förderelement - vorzugsweise ein Rotor - bei einem Auswechseln des Antriebsmoduls in der Flüssigkeit .

Es ist ferner möglich, bei einem flüssigkeitsdichten Abschluss des Förderelementes - vorzugsweise einem Rotor - gegenüber Zuleitungen der Flüssigkeit und/oder Ableitungen der Flüssigkeit eine Auswechselbarkeit des Förderelementes zu ermöglichen.

Durch die Anordnung der Antriebseinheit innerhalb der Flüssigkeit wird eine Erwärmung der Flüssigkeit ermöglicht.

Diese Flüssigkeit befindet sich vorzugsweise nicht in einem direkten Kontakt mit der Antriebseinheit, sondern ist von diesem durch eine zusätzliche Trennwand getrennt.

Bei den Körpern kann es sich um beliebige, jedoch konzentrisch anordenbare geometrische Gebilde handeln. Zur Verringerung des Platzbedarfes ist eine Gestaltung in radialsymmetrischen Formen, insbesondere als Kugeln, Ellipsoiden oder Zylindern bevorzugt .

Es ist zweckmäßig, das Separationselement so auszustatten, dass es hohle Fasern aus semipermeablem Material zur Anreicherung und/oder Abreicherung der Flüssigkeit aufweist.

Der Einsatz von hohlen Fasern aus semipermeablem Material ist vorteilhaft. Diese Fasern ermöglichen besonders wirksame Trennprozesse durch eine Diffusion.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht einen Einsatz wenigstens einer semipermeablen Membran vor. Der

Begriff „semipermeabel" bezeichnet hierbei eine Ausgestaltung der Membran, bei der ein Durchtritt einer ersten Substanz, vorzugsweise von Sauerstoff und/ oder CO 2 , ermöglicht wird, während ein Durchtritt einer anderen Substanz - vorzugsweise Wasser - verhindert wird.

Ferner ist es vorteilhaft, dass das Separationselement zur An- und Abreicherung einer Flüssigkeit mit einem semipermeablen Material ausgestattet ist.

Vorzugsweise enthält das semipermeable Material Fasermembranen, wobei der abzureichernde Stoff zwischen den Fasern und der anzureichernde Stoff innerhalb der Hohlfasern angeordnet ist.

Hierdurch wird die zur Trennwirkung verfügbare Oberfläche erhöht .

Durch eine Schräganordnung von Fasern werden Turbulenzen der Flüssigkeit, insbesondere des Blutes, erzeugt. Hierdurch wird der Stoffaustausch und damit die Trennwirkung erhöht.

Zur Verbesserung der Auswechselbarkeit ist es zweckmäßig, dass das Antriebsmodul an wenigstens einer Stirnseite einen Schnellverschluss aufweist.

Vorzugsweise befindet sich der Schnellverschluss am Bodenelement des Oxygenationssystems .

Der Schnellverschluss kann, um eine sichere Verriegelung zu gewährleisten und unbeabsichtigtes öffnen zu verhindern, in einer besonderen Ausführungsform ein Bajonettverschluss sein.

Weitere Beispiele geeigneter Schnellverschlüsse sind Schraubverschlüsse und Klemmverschlüsse.

Auch Magnetverschlüsse sind zweckmäßig.

Der Verschluss ist vorzugsweise an einer Stirnseite des Körpers angeordnet. Hierdurch wird eine sichere Fixierung des Antriebselementes während des Betriebes der Vorrichtung ermöglicht .

Vorzugsweise handelt es sich bei dem Antriebselement um einen Motor oder eine Turbine. Der Begriff Motor umfasst alle Antriebe, die geeignet sind, ein Drehmoment auf das Förderelement zu übertragen. Der Einsatz eines Elektromotors ist besonders bevorzugt. Die Turbine ist vorzugsweise pneumatisch angetrieben.

Zweckmäßigerweise ist zwischen der Antriebseinheit und einer Rotoreinheit ein Dämpfungselement angeordnet.

Das Dämpfungselement ist zweckmäßigerweise so ausgestaltet, dass es Stöße beim Einbringen des Antriebselementes verringert .

Vorzugsweise wird das Dämpfungselement durch einen luftgefüllten Hohlraum gebildet, der mit einer oder mehreren kleinen Ausweichöffnungen für Luft verbunden ist.

Hierbei sind die Austrittsöffnungen für die Luft so bemessen, dass das Einbringen des Antriebselements um wenigstens 0,5 Sekunden, vorzugsweise zwischen 1 Sekunde und 10 Sekunden verzögert wird.

Bei besonders bevorzugten Abmessungen zu verdrängender Luftvolumina, insbesondere zwischen ca. 10 ml und ca. 500 ml, vorzugsweise maximal 200 ml, beträgt der einzustellende Luftaustrittsstrom zur Erzielung der gewünschten Verzögerung zwischen 1 ml/s und 500 ml/s. Bei besonders vorteilhaften Luftvolumina zwischen 10 ml und 200 ml und einer gewünschten Mindestverzögerung zwischen 2 Sekunden und 10 Sekunden beträgt der einzustellende Luftaustrittsstrom 5 ml/s bis 100 ml/s.

Gegenüber derzeit bekannten ECMO-Systemen weist die Erfindung mehrere Vorteile auf.

Besonders bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnen sich wie folgt aus: Es ist möglich, auf Grund der guten Handhabbarkeit und des geringen Gewichtes das System nicht nur stationär, sondern auch mobil in Rettungsfahrzeugen, Notarztwagen oder Hubschraubern direkt zum Unfallort zu transportieren. Das Gerät kann leicht von einer

Person getragen und bedient werden und ist durch seine Kompaktheit in ärztekoffern unterzubringen.

Die bevorzugte Aufteilung in ein wieder verwertbares Blutpumpenantriebsmodul - die Antriebseinheit - und eine Einmal -Einheit - ein die Antriebseinheit umgebendes Modul, vorzugsweise ein Membranmodul - ermöglicht vielfältige Einsätze der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Falls die Blutpumpe direkt in dem Oxygenator integriert ist, trägt sie gleichzeitig zur Temperierung des Blutes bei .

Dies macht ein externes Wärmetauscheraggregat überflüssig. Es ist jedoch gleichfalls möglich, zur weiteren Erwärmung des Blutes ein derartiges Wärmetauscheraggregat einzusetzen, wobei jedoch Ausführungsformen ohne das weitere Wärmetauscheraggregat wegen ihrer Kompaktheit noch vorteilhafter sind. Es sind keine Schlauchverbindungen und Konnektoren nötig, um die Komponenten miteinander zu verbinden. Das erhöht die Sicherheit und reduziert zusätzlich Fremdkontaktoberfläche und Füllvolumen (das ist dasjenige Volumen, mit dem das System mit Fremdblut oder Blutersatzflüssigkeit aufgefüllt werden muss, um die Luft aus dem System zu verdrängen und damit Embolien zu vermeiden) . Der Antrieb der integrierten Blutpumpe ist jederzeit - auch während des Betriebes - schnell und leicht zu entnehmen und, da er nicht mit Blut in Berührung kommt, wieder verwertbar. Durch das geringe Füllvolumen ist die Erfindung gerade auch für die Anwendung bei Kindern besonders gut geeignet .

Ferner ist es zweckmäßig, wenigstens einen Sensor einzusetzen. Besonders zweckmäßige Beispiele sind Sensoren für die Messung der Temperatur des Blutes, der Durchflussgeschwindigkeit des Blutes und/oder der Blutgase.

Darüber hinaus ist es zweckmäßig, wenigstens einen Drucksensor einzusetzen. Der Einsatz eines Drucksensors ermöglicht es, einen Abgleich zwischen einem tatsächlichen Druck und vorgebbaren Solldrücken zu ermöglichen.

Es ist besonders vorteilhaft, wenigstens einen Sensor im Bereich eines Körpers oder innerhalb eines der Körper einzusetzen. Ferner ist eine Anordnung wenigstens eines Sensors im Bereich eines Deckels vorteilhaft.

Das Membranmodul der Erfindung weist mindestens zwei Körper auf .

Bei den Körpern handelt es sich beispielhaft um konzentrisch zueinander platzierte Zylinder, wobei:

zwischen den Zylindern hohle, mikroporöse Membranen platziert sind und die Räume zwischen den Zylindern an den Stirnseiten flüssigkeitsdicht verschlossen sind. - der innerste der drei Zylinder an der dem Fördermodul gegenüberliegenden Seite einen Deckel mit einem Schnellverschluss aufweist.

Eine zweckmäßige Ausführungsform des Fördermoduls ist, um Füllvolumen zu reduzieren unter Berücksichtigung von

Sicherheitsaspekten, geometrisch so ausgestaltet, dass es im Innenraum des innersten der mindestens zwei Körper platzierbar und in diesen während des Betriebs einschiebbar und herausnehmbar ist.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des Fördermoduls ist so ausgestaltet, dass sein radialer Außendurchmesser kleiner als der Radius des Innenraums des innersten Zylinders ist.

Eine zweckmäßige Ausführungsform des Fördermoduls zeichnet sich dadurch aus, dass es bei der Montage der Vorrichtung in den Innenraum des innersten Zylinders einschiebbar ist.

Es ist vorteilhaft, um den Anschluss einer Doppellumenkanüle zu ermöglichen, auf eine der Stirnseiten eines der Zylinder der Erfindung einen Aufsatz aufzusetzen, welcher eine Zuführung und eine Abführung zur Zu- und Abführung der Flüssigkeit aufweist, die koaxial zueinander angeordnet sind.

Um den Gastransport - insbesondere den CO 2 -Abtransport zu optimieren -, ist es zweckmäßig, mikroporöse Membranen, die zwischen dem ersten und zweiten Körper und/oder zwischen dem zweiten und einem dritten Körper platziert sind, mit jeweils einer Stoffzu- und einer Stoffableitung auszustatten.

Derartige Ausführungsformen sind insbesondere dann vorteilhaft, wenn es sich um rotationssymmetrische Körper, insbesondere Kugeln, Ellipsoide oder Zylinder handelt.

Aus diesem Grunde sind in einer bevorzugten Ausführung die GasZuführungen der zwischen dem ersten und zweiten Körper platzierten Membranen und/oder zwischen dem zweiten und dritten Körper platzierten Membranen an gegenüberliegenden angeordneten Stirnseiten der Zylinder angeordnet.

Um Bluttraumatisierung und Thrombogenese zu minimieren sowie die Modularität zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, die Vorrichtung so auszustatten, dass die Anreicherung und/oder Abreicherung von Stoffen in einer Flüssigkeit, mit einer

Antriebseinheit zum Antrieb eines die Flüssigkeit fördernden Förderelements so ausgestaltet ist, dass sie die Kraft und/oder das Drehmoment von der Antriebseinheit auf das Förderelement berührungslos überträgt .

Dies geschieht in einer besonders bevorzugten Ausführungsform dadurch, dass die Vorrichtung so ausgestattet ist, dass die Anreicherung und/oder Abreicherung von Stoffen in einer Flüssigkeit, mit einer Antriebseinheit zum Antrieb eines die Flüssigkeit fördernden Förderelements so ausgestaltet ist, dass sie die Kraft und/oder das Drehmoment von der Antriebseinheit auf das Förderelement mittels einer Magnetkupplung überträgt .

Eine zweckmäßige Ausführung der Vorrichtung sieht vor, in einer im Wesentlichen zylinderförmigen Aufnahme eine Antriebseinheit aufzunehmen, die im Betrieb Wärme abgibt.

Eine zweckmäßige Ausführung der Vorrichtung sieht vor, in einer im Wesentlichen zylinderförmigen Aufnahme eine Antriebseinheit aufzunehmen, die ein Elektromotor ist.

Eine zweckmäßige Ausführung der Vorrichtung sieht vor, in einer im Wesentlichen zylinderförmigen Aufnahme eine Antriebseinheit aufzunehmen, die eine Turbine ist.

Eine zweckmäßige Ausführung der Vorrichtung sieht vor, in einer im Wesentlichen zylinderförmigen Aufnahme eine Antriebseinheit aufzunehmen, die in wärme leitendem Kontakt mit einer zylinderförmigen Aufnahme steht, an deren Außenseite Flüssigkeit entlang geführt wird.

Es ist vorteilhaft, dass die Vorrichtung ein Förderelement aufweist, das in radialer Richtung mit einer strömungsmechanischen Lagerung und/oder einer magnetischen Lagerung ausgestattet ist, die in einen Raum zwischen Förderelement und umgebendem Gehäuse durch einen dem HauptfOrderstrom entgegensetzten Sekundärstrom bewirkt wird.

Ein Vorteil einer derartigen Lagerung liegt im einfachen Aufbau und Design der Fluidlagerung. Die Fluidlagerung ist in einer besonders bevorzugten Ausführungsform so ausgestattet, dass, das Förderelement bei vorliegenden Lagerspaltbreiten (ca. 100 μm bis 1000 μm) im Vergleich zu konventionellen hydrodynamischen Lagern (ca. 10 μm bis 100 μm) auch bei größeren Lagerspaltbreiten betrieben werden kann. Dadurch ist insbesondere der Vorteil gegeben, dass die Schädigung der Blutzellen bei der vorliegenden Erfindung wesentlich geringer ist als bei konventionellen hydrodynamischen Lagern, so dass das in der vorliegenden Erfindung beschriebene Oxygenationssystem wesentlich patientenfreundlicher betrieben werden kann .

Es ist vorteilhaft, dass die Vorrichtung ein Förderelement aufweist, das in der dem Antriebsmodul zugewandten Seite in einem körperhaften Axiallager aufgelagert ist.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung beinhaltet einen Oxygenator. Es ist ferner möglich, dass die Vorrichtung selbst ein Oxygenator ist.

Es ist vorteilhaft, die Vorrichtung so auszugestalten, dass sie in ihrem Innenraum eine Blutpumpe umschließt, welche in einer radialen Richtung strömungsmechanisch stabilisiert ist.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine axiale, radiale oder diagonale Kreiselblutpumpe aufweist.

Es ist zweckmäßig, einen erfindungsgemäßen Oxygenator so auszustatten, dass er einen außen liegenden Faserbündel und einen innen liegenden Faserbündel aufweist, wobei zwischen dem außen liegenden und dem innen liegenden Faserbündel eine elektromagnetischer Antriebseinheit integriert ist, welche

eine radiale Magnetkupplung für ein zentrales innen liegenden Laufrad beinhaltet.

Ferner ist es vorteilhaft, dass der Oxygenator einen außen liegenden Faserbündel und einen innen liegenden Faserbündel aufweist, wobei zwischen dem außen liegenden und dem innen liegenden Faserbündel eine elektromagnetischer Antriebseinheit integriert ist, welche eine radiale Magnetkupplung für den zentral innen liegenden Laufrad hervorbringt.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass in der Magnetkupplung wirkende Magnetkräfte eine Stabilisierung des Laufrades im Pumpengehäuse bewirken.

Ferner ist es zweckmäßig, einen erfindungsgemäßen Oxygenator so auszustatten, dass er einen außen liegenden Faserbündel und einen innen liegenden Faserbündel aufweist, wobei zwischen dem außen liegenden und dem innen liegenden Faserbündel eine elektromagnetischer Antriebseinheit integriert ist, welche sowohl das außen liegende als auch den innen liegende Faserbündel aufwärmt .

Es ist vorteilhaft, eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit wenigstens zwei Antriebsmodulen auszustatten.

Eine Anordnung von zwei Antriebsmodulen in Reihenschaltung ermöglicht einen Einsatz kleinerer und kompakterer Antriebsmodule.

Es ist besonders vorteilhaft, zwei Antriebsmodule in Parallelschaltung anzuordnen. In diesem Fall kann während eines Ausfalls eines der Antriebsmodule ein anderes Antriebsmodul weiter betrieben werden. Ferner ist es möglich,

ein Antriebsmodul auszutauschen, während das andere Antriebsmodul gewünschte Antriebsleistungen erbringt .

Weitere Vorteile, Besonderheiten und bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der

Unteransprüche und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.

Es zeigen:

Figur 1: einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Oxygenationssystem mit Darstellung der Strömungslagerung der Blutpumpe und der Schnellverschlussvorrichtung .

Figur 2 : eine Detailansicht des Antriebmoduls mit Schnellverschluss im Längsschnitt.

Figur 3: eine Ansicht des Deckels mit Aussparung und Nuten.

Figur 4: eine Detailansicht der Strömungslagerung im Schnitt.

Figur 5: einen Schnitt durch das Oxygenationssystem mit eingezeichnetem Blutstromverlauf und Strömungsverlauf des im doppelten Gegenstrom geführten Gasstroms.

Figur 6 : einen Schnitt durch den Anschluss des

Oxygenationssystems für die Konnektierung an den Patienten mittels Doppellumenkanüle.

Figur 7: eine dreidimensionale Ansicht durch ein weiteres erfindungsgemäßes Oxygenationssystem mit Darstellung der Strömungslagerung der Blutpumpe und der Schnellverschlussvorrichtung .

Figur 8: eine Schnittdarstellung des Fördermoduls.

Figur 9: einen Schnitt durch das in Fig. 7 dargestellte Oxygenationssystem mit Darstellung der Module.

Figur 10: eine schematische Darstellung der Funktionsweise sowie der Blut- und Gasströmungen.

Figur 11 Pumpeneinheit des Oxygenators einschließlich der Strömungs- und Gasführung; Antrieb über einen integrierten Elektromotor mit permanentmagnetischer Axialkupplung .

Figur 12 eine Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 11 mit axial beweglicher Pumpeneinheit.

Figur 13 eine Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 11 mit axial beweglicher Antriebseinheit.

Figur 14 Pumpeneinheit des Oxygenators einschließlich der

Strömungs- und Gasführung; Antrieb über einen integrierten Elektromotor mit elektromagnetischer

Radialkupplung .

Figur 15 eine Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 14 mit axial beweglicher Pumpeneinheit

Figur 16 eine Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 14 mit axial beweglicher Antriebseinheit

Figur 17 eine Pumpeneinheit des Oxygenators einschließlich Strömungs- und Gasführung; Antrieb über einen integrierten Elektromotor mit elektromagnetischer

Radialkupplung; Statoreinheit des Antriebes ist beidseitig mit Oxygenatorfasern umgeben.

Figur 18 eine Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 17 mit axial beweglicher Pumpeneinheit.

Figur 19 eine Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 17 mit axial beweglicher Antriebseinheit.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Zweckmäßigerweise weist die Vorrichtung Mittel auf, die die Einleitung und Abführung von Fluiden in das System ermöglichen. Bei den Mitteln handelt es beispielsweise um einen Einlasskanal und einen Auslasskanal. Es können jedoch auch mehrere Einlasskanäle und/oder Auslasskanäle vorgesehen sein.

Das Blut fließt durch einen Bluteinlass in den Oxygenator und wird zunächst durch eine integrierte Blutpumpe geleitet . Anschließend strömt das Blut in eine Kammer und von da über einen Blutauslass aus dem System.

Blutein- und Auslass des Oxygenationssystems können koaxial ausgebildet werden, so dass eine doppellumige Kanüle direkt - ohne Adapter - angeschlossen werden kann. Dies hat den Vorteil, überschneidungen im Schlauchsystem zu vermeiden. Hierdurch werden Strömungsabrisse, Totwassergebiete oder

Thrombenbildung verhindert. Ferner verkürzt sich die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft des Oxygenationssystems.

Dies ist gerade in kritischen Situationen ein entscheidender Vorteil.

Die Figur 1 zeigt einen Schnitt durch das im Wesentlichen um seine Längsachse rotationssymmetrische Oxygenationssystem mit integrierter Blutpumpe. Das System besteht im Wesentlichen aus einem Oxygenator und einer in diesem platzierten Blutpumpe. Der Oxygenator besteht aus einem Membranmodul, das aus den Zylindern 250, 260 und 270 sowie den darin befindlichen Fasern 330 und 340 aufgebaut ist, sowie den stirnseitigen Deckelelementen 230 und 240. Die Blutpumpe ist aus Förder- 10 - 60 und Antriebsmodul 70-150 zusammengesetzt. Das Fördermodul wird zur Montage in den innersten Zylinder 250 des Oxygenators geschoben. Das Fördermodul wird durch die Schulterausformungen an der öffnung des Deckels 230 und die Mutter 170 fixiert. Das Antriebsmodul weist eine Schnellverschlussvorrichtung auf, die vorliegend als Bajonettverschluss, bestehend aus Druckknopf 100, einer Steckerhalterung 110, die den Stecker 120 fixiert, einem Ringelement 130, einer Feder 140 und den Rückhohlstiften 150, ausgebildet ist. Beim Einschub der Einheit in das Oxygenationssystem rastet der Verschluss in die dafür vorgesehenen Nuten 400 im Deckel 240 ein. Durch die Feder wird das Antriebsmodul gegen das Rotormodul gepresst und dadurch axial fixiert. Auf Knopfdruck und bei gleichzeitiger Drehung rastet der Bajonettverschluss wieder aus. Durch die Feder springt der Druckknopf 100 aus dem Oxygenatorgehäuse, so dass die Antriebseinheit dem Oxygenator auf einfache und schnelle Weise entnommen werden kann.

Das Schaufelrad 10 wird über den Motor 90 mit Hilfe einer Magnetkupplung 40, 70 angetrieben. Als axiale Lagerung des Schaufelrades 10 dient die Stützlagerung 20, welches die

Anziehungskräfte aus der Magnetkupplung 40, 70 aufnimmt. Die radiale Stabilisierung des Schaufelrades 10 wird berührungslos über die strömungsmechanische Lagerung 30 bewirkt, welche die Kippkräfte aus der Magnetkupplung 40, 70 aufnimmt.

Figur 2 zeigt das Antriebsmodul, bestehend aus Motor 95 mit Magnetkupplung 70, achtpoligem Kabel und Stecker 120. Der Motor mit Magnetkupplung ist vollständig vom Motorgehäuse 90 mit aufgeschraubtem Motordeckel 80 umschlossen. Das Kabel mit Stecker wird aus dem Gehäuse herausgeführt. Dieser ist in einer mehrteiligen Vorrichtung 100-150 durch zwei Schrauben 370 so fixiert, dass eine direkte Konnektierung mit dem Gegenstecker der Stromversorgung von außen möglich ist. Das mittlere Bauteil der dreiteiligen Steckerhalterung ist ein Ring 130 mit zwei Bohrungen, in die zwei Passstifte 380 für die Renkverbindung eingesetzt sind. Das größte Bauteil der Steckerhalterung 150 ist auf der dem Stecker abgewandten Seite mit drei Haken 150 ausgestattet. Diese greifen in die Schlitze 390 im Motorgehäuse, halten so das Antriebsmodul zusammen und lassen trotzdem eine axiale Verschiebung gegenüber dem

Motorgehäuse 90 zu. Die Feder 140 im Innern des Antriebsmoduls sorgt im eingebauten Zustand für eine spielfreie axiale Positionierung des Motorgehäuses 90 im Zylinder 250. Beim Lösen der Renkverbindung drückt sie den Stecker inklusive Halterung aus dem inneren Zylinder 250 heraus, während die restlichen Bauteile des Antriebsmoduls zunächst unverändert von der Anziehungskraft der Magnetkupplung in der Oxygenationseinheit gehalten werden. Die das System bedienende Person kann nun an der Steckerhalterung anfassen und das Antriebsmodul aus dem Oxygenator entfernen. Der Motor ist zweifach gegen Rotation in Folge des Motormoments gesichert. Unmittelbar wird das Moment vom Motorgehäuse aufgenommen, in das der Motor über den Motordeckel eingeklemmt ist. Das Motorgehäuse ist wiederum über die Renkverbindung gegen Verdrehen gesichert, das Drehmoment wird von dem Elementenpaar Nut/Stift aufgenommen.

Figur 3 zeigt einen zweiteilig aufgebauten, steckerseitigen Deckel: Eine Renknut 400 ist in einem separaten Zylinder 410

untergebracht, was die Fertigung erheblich vereinfacht. Der Zylinder ist mit dem Deckel 230 über ein Gewinde verbunden.

Figur 4 zeigt die Strömungsführung im Schaufelradbereich sowie im strömungsmechanischen Lager 30. Die vom Schaufelrad 10 geförderte Strömung wird vorwiegend in den Strömungskanal zwischen dem ersten Zylinder 250 und dem zweiten 260 weitergeleitet. Ein Teil dieser Strömung wird nach Verlassen des Schaufelrades 10 in den Ringkanal zwischen dem Schaufelrad 10 und dem umgebenden Gehäuse abgezweigt. Diese retrograd gerichtete Strömung bewirkt eine radiale Stabilisierung des Schaufelrades 10.

In Figur 5 ist dargestellt, wie Blutstrom (durchgezogene Linien) und Gasstrom (gestrichelte Linien) zweimal zueinander im Gegenstrom geführt werden. Das Blut strömt durch den Einlass 160 in den Oxygenator. Dort strömt es - wie durch die Pfeile angedeutet - zunächst durch die öffnung 290 im ersten Zylinder 250 in die erste Kammer 310, die an den Enden durch die Verklebung 350 verschlossen ist, hinein und dort an den semipermeablen Hohlfasermembranen 330 vorbei. Anschließend strömt es, nachdem es die Aussparungen 300 im zweiten Zylinder 260 passiert hat, in der zweiten Kammer 320, die auch an den Enden verklebt ist, in die entgegengesetzte Richtung. Durch die Passagen 280 im dritten Zylinder 270 strömt das Blut in den Blutdeckel 230 und verlässt das System durch den Blutauslass 180. Die doppelte Gegenstromoxygenierung wird dadurch ermöglicht, dass Sauerstoff zunächst durch den Gaseinlass 190 in das System eintritt und anschließend durch diejenigen Membranen in Kammer 310 strömt, die zwischen erstem Zylinder 250 und zweitem Zylinder 260 angeordnet sind. Dieser Gasstrom verlässt das Oxygenierungssystem durch den Auslass 200. Ein zweiter Gasstrom 210 wird zeitgleich durch die Membranen in Kammer 320, zwischen zweitem Zylinder 260 und

drittem Zylinder 270, geleitet und strömt durch den zweiten Gasauslass 220 wieder hinaus.

Die mehrmalige Zufuhr von frischem Sauerstoff gewährleistet einen effektiven Gasaustausch. Insbesondere begünstigt diese bevorzugte Ausführungsform der Erfindung den Austausch von Kohlendioxyd, dessen Abtransport besonders wichtig ist. In der abgebildeten Ausführungsform wird dem System Sauerstoff bzw. ein Luftgemisch an zwei Stellen im Gegenstrom zugeführt. Weitere Vorteile dieser Anordnung liegen in der flexibleren Dosierung, Steuerung und Regelung der Gaszufuhr. So kann je nach Krankheitsbild in der ersten Kammer zunächst reiner Sauerstoff zugeführt werden und dann in der zweiten Kammer ein definiertes Luftgemisch, um beispielsweise den CO 2 -Abtransport zu dosieren. Denkbar ist auch die kombinierte Zufuhr von

Sauerstoff in der ersten Kammer und eines Narkosegases in der zweiten. Ebenso kann zunächst beatmet werden und anschließend können in der zweiten Kammer toxische Substanzen - eine mögliche Ursache für Lungenversagen - entfernt werden. Dies geschieht beispielsweise mittels einer Dialyse des Blutstroms.

Zweckmäßigerweise weist die Vorrichtung Mittel auf, die die Einleitung und Abführung von Fluiden in das System ermöglichen. Beispielsweise sind dies Konnektoren oder öffnungen. In einer besonderen Ausführungsform weist die

Erfindung eine spezielle Strömungsführung für Sauerstoff und Kohlendioxyd auf, die den Stoffaustausch zwischen Gas- und Blutstrom im doppelten, direkten Gegenstromprinzip ermöglicht. Dazu wird sowohl im Inneren der semipermeablen Hohlfasermembranen 330 und 340 (stellvertretend ist jeweils eine Membran dargestellt) , die sich in den Kammern 310 und 320 befinden und diese ausfüllen, Sauerstoff geleitet. Dies ist möglich, da die integrierte Blutpumpe, die mit einem Mittel zum besonders schnellen Ein- und Ausbau ausgestattet ist, mit dem Zylinder 250 in wärmeleitendem Kontakt steht und über

diesen an das am Zylinder 250 vorbeifließende Blut Wärme zur Temperierung abgibt. Eine zusätzliche Temperierung ist möglich, jedoch bei besonders bevorzugten Ausführungsformen nicht erforderlich.

Somit kann das Fasermaterial der inneren Kammer 310 in einer besonderen Ausführungsform zur Oxygenierung und insbesondere zur Entfernung von Kohlendioxyd genutzt werden. Der Entfernung von Kohlendioxyd kommt gerade bei lungenkranken Patienten eine besondere Bedeutung zu. Die Elimination kann durch höhere

Gasvolumenströme gesteigert werden. Die Höhe der Volumenströme ist durch die Druckverhältnisse im Oxygenator limitiert (Emboliegefahr) . Durch die erfindungsgemäße Anordnung kann die Abatmung von CO 2 gegenüber herkömmlichen Oxygenatoren gesteigert werden.

Die integrierte Blutpumpe ist mit einem Mittel ausgestattet, das es ermöglicht, die Pumpe jederzeit - auch während des Betriebes - rasch auszuwechseln. In einer beispielhaften Ausführung kann dies ein Klemmverschluss- oder ein

Schraubverschlussmechanismus sein. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Schnellverschlussmechanismus auf.

Der Schnellverschlussmechanismus weist in einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform Mittel zum Erzeugen einer Rückschnellkraft auf, beispielsweise ein elastisch verformbares Material oder eine Feder.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der

Schnellverschlussmechanismus ein Federelement auf. Das Federelement gewährleistet, dass das Antriebsaggregat so fixiert wird, dass der Motor mit Magnetkupplung an das Rotormodul gepresst werden kann und auch bei Entkoppeln der Kupplung das Antriebsaggregat seine Position beibehält.

Zur Verriegelung weist der Schnellverschluss Mittel auf, die ein schnelles und sicheres Einführen, sowie eine beschleunigte Entnahme ermöglichen. Beispielsweise beschleunigt das Federelement die Entnahme des Antriebselementes.

In einer besonderen Ausführungsform ist der Schnellverschluss ein Bajonettverschluss. Durch das Federelement springt bei Entriegelung des Antriebs der Bajonettverschluss heraus, so dass der Antrieb in Notsituationen auch während des Betriebes schnell entnommen werden kann. Dadurch wird die Sicherheit des Patienten gewährleistet.

Das Blut fließt durch einen Bluteinlass 160 in den Oxygenator und wird zunächst durch die integrierte Blutpumpe durch die Aussparung 290 im innersten Zylinder 250 in die Kammer 310 zwischen Zylinder 250 und Zylinder 260 geleitet. Anschließend strömt das Blut durch die Passagen 300 in Zylinder 260 in die Kammer 320, die aus Zylinder 260 und 270 gebildet wird, und von da durch die öffnungen 280 in Zylinder 270 über den Blutauslass 180 aus dem System. Die Kammern sind nahezu vollständig mit semipermeablem Fasermaterial 330 und 340 gefüllt, so dass das Blut an den Membranen vorbeifließt und ein Stofftransport durch Diffusion stattfinden kann. Durch die beschriebene, spezielle Anordnung wird das

Konzentrationsgefälle erhöht und der Stofftransport bzw. Gasaustausch verbessert, was gerade für die miniaturisierte, kompakte Ausführung des Oxygenationssystems von großer Wichtigkeit ist.

Blutein- und Auslass des Oxygenationssystems können koaxial ausgebildet werden, so dass eine doppellumige Kanüle direkt - ohne Adapter - angeschlossen werden kann. Dies hat den Vorteil, überschneidungen im Schlauchsystem zu vermeiden und die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft des Oxygenationssystems

zu verkürzen. Dies ist gerade in kritischen Situationen ein wichtiger Vorteil.

Figur 6 zeigt den koaxialen Anschluss für eine Doppellumenkanüle. über dem Bluteinlass 160 wird ein speziell ausgeführter Blutdeckel 280 angeordnet. Dieser Deckel 280 kann optional verwendet werden.

Figur 7 zeigt einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform des Oxygenationssystems mit integrierter Blutpumpe. Das System besteht im Wesentlichen aus einem Oxygenator und einer in diesem platzierten Blutpumpe. Der Oxygenator besteht aus einem Membranmodul, das aus den Zylindern 250, 260 und 270 sowie den stirnseitigen Deckelelementen 230 und 240 aufgebaut ist. Die Blutpumpe ist aus Förder- 10 - 60 und Antriebsmodul 70-150 zusammengesetzt .

Das Fördermodul wird zur Montage in den innersten Zylinder 250 des Oxygenators geschoben. Das Fördermodul wird durch die Schulterausformungen an der öffnung des Deckels 230 und die Mutter 170 fixiert.

Das Antriebsmodul weist eine Schnellverschlussvorrichtung auf, die vorliegend als Bajonettverschluss, bestehend aus einer Steckerhalterung 110, die den Stecker 120 fixiert, einem

Ringelement 130, einer Feder 140 und den Rückhohlstiften 150, ausgebildet ist. Beim Einschub der Einheit in das Oxygenationssystem rastet der Verschluss in die dafür vorgesehenen Nuten 400 im Zylinderelement 410, das mit dem Deckel 240 verbunden ist, ein. Durch die Feder wird das

Antriebsmodul gegen das Rotormodul gepresst und dadurch axial fixiert . Auf Knopfdruck und bei gleichzeitiger Drehung rastet der Bajonettverschluss wieder aus. Durch die Feder springt der Druckknopf 100, bestehend aus den Elementen 110-150, aus dem

Oxygenatorgehäuse, so dass die Antriebseinheit dem Oxygenator auf einfache und schnelle Weise entnommen werden kann.

Das Schaufelrad 10 wird über den Motor 90 mit Hilfe einer Magnetkupplung 40, 70 angetrieben. Als axiale Lagerung des Schaufelrades 10 dient die Stützlagerung 20, welches die Anziehungskräfte aus der Magnetkupplung 40, 70 aufnimmt. Die radiale Stabilisierung des Schaufelrades 10 wird berührungslos über die strömungsmechanische Lagerung 30 bewirkt, welche die Kippkräfte aus der Magnetkupplung 40, 70 aufnimmt.

Das Antriebsmodul besteht aus einem Motor 95 mit

Magnetkupplung 70, achtpoligem Kabel und Stecker 120. Der

Motor mit Magnetkupplung ist vollständig vom Motorgehäuse 90 mit aufgeschraubtem Motordeckel 80 umschlossen. Das Kabel mit Stecker wird aus dem Gehäuse herausgeführt . Dieser ist in einer mehrteiligen Vorrichtung 110-150 durch zwei Schrauben 370 so fixiert, dass eine direkte Konnektierung mit dem Gegenstecker der Stromversorgung von außen möglich ist. Das mittlere Bauteil der dreiteiligen Steckerhalterung ist ein

Ringelement 130 mit zwei Bohrungen, in die zwei Passstifte für die Renkverbindung eingesetzt sind. Das größte Bauteil der Steckerhalterung 150 weist auf der dem Stecker abgewandten Seite drei Haken auf. Diese greifen in Schlitze im Motorgehäuse, halten so das Antriebsmodul zusammen und lassen trotzdem eine axiale Verschiebung gegenüber dem Motorgehäuse 90 zu. Die Feder 140 im Innern des Antriebsmoduls sorgt im eingebauten Zustand für eine spielfreie axiale Positionierung des Motorgehäuses 90 im Zylinder 250. Beim Lösen der Renkverbindung drückt sie den Stecker inklusive Halterung aus dem inneren Zylinder 250 heraus, während die restlichen Bauteile des Antriebsmoduls zunächst unverändert von der Anziehungskraft der Magnetkupplung in der Oxygenationseinheit gehalten werden. Die das System bedienende Person kann nun an der Steckerhalterung anfassen und das Antriebsmodul aus dem

Oxygenator entfernen. Der Motor ist zweifach gegen Rotation in Folge des Motormoments gesichert. Unmittelbar wird das Moment vom Motorgehäuse aufgenommen, in das der Motor über den Motordeckel eingeklemmt ist. Das Motorgehäuse ist wiederum über die Renkverbindung gegen Verdrehen gesichert, das

Drehmoment wird von dem Elementenpaar Nut/Stift aufgenommen.

Der Deckel ist zweiteilig aufgebaut und steckerseitig angeordnet. Eine Renknut 400 ist in einem separaten Zylinder 410 untergebracht, was die Fertigung erheblich vereinfacht. Der Zylinder ist mit dem Deckel 230 über ein Gewinde verbunden .

Die Strömungsführung erfolgt mittels strömungsmechanischer Lager 30. Die vom Schaufelrad 10 geförderte Strömung wird vorwiegend in den Strömungskanal zwischen dem ersten Zylinder 250 und dem zweiten 260 weitergeleitet. Ein Teil dieser Strömung wird nach Verlassen des Schaufelrades 10 in den Ringkanal zwischen dem Schaufelrad 10 und dem umgebenden Gehäuse abgezweigt. Diese retrograd gerichtete Strömung bewirkt eine radiale Stabilisierung des Schaufelrades 10.

Das Fördermodul besteht aus einem Förderelement 10, einer Lagerung 20, 30, Magneten 40, einer Kalotte 50, einer Bodenplatte 60, einem Einlass 160 und Ringelement 65 dargestellt. Diese Einheit kann wie das Antriebsmodul in das Membranmodul eingeschoben werden und bei Bedarf wieder entnommen werden.

In den dargestellten Ausführungsformen ist der Deckel mit anderen Bestandteilen verschraubt. Es ist grundsätzlich möglich, Bestandteile der Vorrichtung miteinander zu verschrauben. Dies hat den Vorteil einer einfacheren Demontierbarkeit .

Es ist jedoch gleichfalls möglich, Bestandteile der Vorrichtung auf beliebige andere Weise miteinander zu verbinden. Hierbei kommen sowohl lösbare Verbindungen, beispielsweise Klemmverbindungen oder Verbindungen durch Formschluss als auch nicht lösbare Verbindungen, z. B. durch Herstellung von Spritzgussteilen, durch Verkleben oder durch Verschweißen in Betracht .

In Abbildung 8 ist ein Fördermodul bestehend aus Förderelement 10, Lagerung 20, 30, Magneten 40, Kalotte 50, Bodenplatte 60, Einlass 160 und Ringelement 65 dargestellt. Diese Einheit kann wie das Antriebsmodul in das Membranmodul eingeschoben werden und bei Bedarf wieder entnommen werden.

Die Pfeile in Abbildung 9 zeigen, in welche bevorzugte Richtung Antriebsmodul 500 und Fördereinheit 510 in den Oxygenator bestehend aus Membranmodul 520 und den beiden Deckeln 230, 240 eingeschoben werden.

Abbildung 10 erläutert einen bevorzugten Verlauf von Blut - und Gasströmung. Im Einlass 160 tritt venöses Blut in das Oxygenationssystem - angesaugt durch die Blutpumpe - ein. Am Auslass 180 verlässt der mit Sauerstoff angereicherte Blutstrom das System. Sauerstoff oder Umgebungsluft strömt an den Anschlüssen 190 und 210 in das System und der mit

Kohlendioxyd angereicherte Gasstrom verlässt das System an den öffnungen 200 und 220.

Der Blutstrom und der Gasstrom werden zweimal zueinander im Gegenstrom geführt. Das Blut strömt durch den Einlass 160 in den Oxygenator. Dort strömt es - wie durch die Pfeile angedeutet - zunächst durch die öffnung 290 im ersten Zylinder 250 in die erste Kammer 310, die an den Enden durch eine geeignete Verklebung verschlossen ist, hinein und dort an den semipermeablen Hohlfasermembranen 330 vorbei. Anschließend

strömt es, nachdem es die Aussparungen 300 im zweiten Zylinder 260 passiert hat, in der zweiten Kammer 320, die auch an den Enden verklebt ist, in die entgegengesetzte Richtung. Durch die Passagen 280 im dritten Zylinder 270 strömt das Blut in den Blutdeckel und verlässt das System durch den Blutauslass 180. Die doppelte Gegenstromoxygenierung wird dadurch ermöglicht, dass Sauerstoff zunächst durch den Gaseinlass 190 in das System eintritt und anschließend durch diejenigen Membranen 330 in Kammer 310 strömt, die zwischen erstem Zylinder 250 und zweitem Zylinder 260 angeordnet sind. Dieser Gasstrom verlässt das Oxygenierungssystem durch den Auslass 200. Ein zweiter Gasstrom 210 wird zeitgleich durch die Membranen 340 in Kammer 320, zwischen zweitem Zylinder 260 und drittem Zylinder 270, geleitet und strömt durch den zweiten Gasauslass 220 wieder hinaus.

Eine besonders bevorzugte Ausführung der Vorrichtung weist technische Merkmale auf, die auf einem extrem kompakten und modularen Aufbau basieren und eine Lungen- (und/oder Herz) Unterstützung mit ausreichender Sauerstoffversorgung und Kohlendioxydentfernung ermöglichen. Das erfindungsgemäße Oxygenationssystem wurde hinsichtlich guter Handhabbarkeit und Wiederverwertbarkeit entwickelt. Eine Blutpumpe, bestehend aus Fördermodul und Antriebsmodul, wird vollständig in das System hinein geschoben und durch einen Schnellverschluss fixiert und arretiert. Die Motoreinheit überträgt das Drehmoment auf den Rotor berührungslos durch eine Magnetkupplung. Der Rotor der Pumpe ist strömungsmechanisch und somit besonders blutschonend und für den Langzeiteinsatz geeignet, gelagert. Zudem ermöglicht diese Art der Lagerung den modularen Aufbau des Systems und somit eine leichte Montage und Wiederverwertbarkeit der Blutpumpeneinheit. Durch die Motorabwärme wird das Blut temperiert, so dass auf einen Wärmetauscher verzichtet werden kann. An den speziellen,

koaxialen Anschluss kann eine Doppellumenkanüle zur minimalinvasiven Anwendung konnektiert werden.

Eine besonders bevorzugte Ausführung weist Mittel auf, die einen modularen Aufbau des Systems ermöglichen. Insbesondere ist zur zeitsparenden Montage der Rotorbereich so aufgebaut, dass sich der Rotor in einem Gehäuse befindet, das zur Montage leicht in das Oxygenationsmodul eingeschoben werden kann.

Die Abbildung 9 veranschaulicht eine besonders bevorzugte

Durchführungsform des Vorgangs. Denkbar sind Ausführungen mit anderen Rotorformen oder Lagerungen, die dann - ohne das restliche System zu verändern - alternativ - je nach Anwendung - verwendet werden können.

Ebenso wie der Rotorkäfig ist auch das Antriebsaggregat auswechselbar. Insbesondere ist das Antriebsaggregat während des Betriebes rasch auswechselbar. Dies wird durch einen Schnellverschlussmechanismus ermöglicht. Besonders in kritischen Situationen, in denen schnell gehandelt werden muss, muss gewährleistet sein, dass ein defekter Antrieb gegen einen neuen unverzüglich ausgetauscht werden kann. Die Modulbauweise ermöglicht hier auch die Verwendung unterschiedlicher Antriebsaggregate. So kann z.B. in einer besonderen Ausführungsform der Antrieb eine Turbine sein, die zum Antrieb den Gasstrom aus der Sauerstoffflasche nutzt und nicht auf das Stromnetz oder ein Akkupaket angewiesen ist.

Im Gegensatz zur unteren Kugellagerung (mechanische Lagerung) liegt im Einlassbereich der Blutpumpe eine berührungslose Strömungslagerung des Rotors vor, welche das Laufrad in radialer Richtung stabilisiert. Die Vorteile der berührungslosen Radiallagerung sind neben der Verschleißminimierung insbesondere die geringere Gefahr der Thrombozytenaggregation und der Blutschädigung. Weiterhin

werden der Fertigungsaufwand und damit auch die Produktionskosten entsprechend gesenkt, da der gesamte Aufbau des Pump- und Oxygenationssystems durch eine derartige Lagerung wesentlich vereinfacht wird.

Basierend auf der berührungslosen Radiallagerung ist ein schneller und unkomplizierter Einbau der Pumpe im Oxygenator möglich, da die Einbautoleranzen der Radiallagerung sehr groß gewählt werden können. Weiterhin wird die Anzahl der Pumpenbauteile verringert, welches gleichermaßen zu einer Reduzierung des Fertigungsaufwandes beiträgt.

Die Blutpumpe ist in das Gehäuse des Oxygenators so integriert, dass der Auslass der Pumpe direkt in den Einlass der Gasaustauscheinrichtung mündet. Durch diesen kompakten

Aufbau werden Schlauchverbindungen zwischen Antriebssystem und Oxygenator vermieden. Dadurch wird das Füllvolumen des Systems reduziert .

Förder- und Antriebsmodul inklusive Magnetkupplung der modular aufgebauten integrierten Rotationsblutpumpe können durch die dafür vorgesehene öffnung des Bodendeckels leicht in den Oxygenator hineingeschoben werden. Durch einen Schnellverschlussmechanismus wird die Antriebseinheit sicher arretiert und fixiert. Der Schnellverschluss kann in einer besonderen Ausführung ein Bajonettverschluss sein. Nach Gebrauch oder in kritischen Situationen (z. B. Ausfall der Pumpe) kann der Sicherheitsverschluss schnell entriegelt und die Antriebseinheit rasch gewechselt werden. Die Wiederverwertbarkeit der langlebigen Blutpumpeneinheit ist ressourcenschonend und ökologisch sehr vorteilhaft.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann auf einen Wärmetauscher verzichtet werden, da die Motorwärme der integrierten Blutpumpe den Wärmeverlust des BlutStroms über

die Oxygenatoroberfläche sowohl für kleine als auch für große Blutvolumenströme automatisch und ohne den Einsatz einer Steuerungseinheit so gut kompensiert, dass die physiologische Körpertemperatur im Blut aufrecht erhalten wird. Dadurch werden Füllvolumen und Fremdkontaktoberfläche des Oxygenators weiter verringert. Das Risiko für Patienten zu verbluten sowie für systemische, inflammatorische Reaktionen und Infektionen wird somit herabgesetzt.

Figur 11 zeigt einen Oxygenator mit integrierter Blutpumpe 1000, 1010, 1020, 1030, 1050, 1070, 1310, 1350 und integrierter Antriebseinheit 1230, wobei die übertragung der Drehmomente vom Antrieb 1230 auf das Laufrad berührungslos mit Hilfe einer permanentmagnetischen Axialkupplung 1300, 1320 erfolgt.

Die Blutströmung 1040 wird über den Pumpeneinlass 1050 in den Pumpe eingeleitet und durchströmt dann als Hauptströmung 1100 den beschaufelten Bereich 1010 des Laufrades 1000. Aufgrund des Druckaufbaus in der Pumpe resultieren neben der

Hauptströmung 1100 weitere Sekundärströmungen 1090, 1110, die für den blutverträglichen Betrieb der Pumpe von zentraler Bedeutung sind. Der höhere Druck am Laufradaustritt hat zur Folge, dass ein Teil der Hauptströmung 1100 als Spülströmung 1110 am Laufradaustritt abgezweigt wird und den axialen

Spaltraum zwischen der Rückseite des Laufrades 1000 und dem gegenüberliegenden Pumpendeckel durchströmt wird. Die Ausrichtung dieser Spülströmung 1110 ist aufgrund des Druckgefälles radial nach innen gerichtet und wird weiterhin über die Spülkanäle 1340, welche im Laufradkörper 1000 eingearbeitet sind, wieder auf die Laufradvorderseite weitergeleitet .

Auf diese Weise wird sowohl die für Thromenablagerungen kritische Laufradrückseite effektiv durchströmt und somit frei

von Strömungsstagnationen gehalten, als auch die in diesem Bereich platzierte Pivot-Lagerung 1120, 1125 des Laufrades effizient umspült und somit gekühlt. Hieraus resultiert schließlich ein blutschonende Strömungsführung auf der Laufradrückseite.

Ein weiterer Teil der Hauptströmung 1100 wird ebenfalls infolge der Druckverteilung am Laufrad als Leckageströmung 1090 am Laufradaustritt abgezweigt und durchströmt von dort den radialen Spaltraum zwischen der Deckscheibe 1020, welche fest mit den Laufradschaufeln und/oder mit anderen Bestandteilen des Laufrades verbunden ist sowie ggf. mit dem gegenüberliegenden Pumpengehäuse 1030.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird diese

Leckageströmung 1090 effektiv zur radialen Stabilisierung des Laufrades 1000 verwendet, wobei die Stabilsierung auf den vorherrschenden Fluidkräften im Spaltraum beruht. Die Funktionsweise dieses Radiallagers basiert vorwiegend auf einem „Lomakin-Effekt " .

Bei konzentrischer Lage des Laufrades 1000 im Pumpengehäuse 1030 liegt im Lagerspalt 1090 ein über den Umfang konstanter statischer Druck vor. Wird das Laufrad jedoch in seitliche Richtungen ausgelenkt, so verengt sich der Lagerspalt auf der ausgelenkten Seite und vergrößert sich entsprechend auf der diametral gegenüberliegen Seite des Spaltes. Da der Druck im engeren Spaltbereich gegenüber dem Druck im diametral gegenüberliegenden Bereich aufgrund des unterschiedlichen Strömungswiderstandes ansteigt, resultiert auf die Deckscheibe 1020 und somit auch auf das Laufrad 1000 ein radiale Rückstellkraft, welche das Laufrad 1000 wieder in die konzentrische Lage im Pumpengehäuse 1030 versetzt. Es liegt somit ein radial wirkendes Lager vor, welches zusammen mit der Pivot-Lagerung - d.h. Kugelspurlagerung - 1120, 1125 eine

komplette Rotorlagerung des Laufrades 1000 im Pumpengehäuse 1030 liefert, ohne dass es zu einer mechanische Berührung zwischen diesen beiden Komponenten kommt .

Der Antrieb des Laufrades basiert bei dieser Ausführung auf einer Permanentmagnetiseh wirkenden Axialkupplung 1300, 1320, welche in ihrer Funktionsweise einer Stirndrehkupplung gleichkommt. Aufgrund der axial anziehenden magnetischen Kräfte zwischen den Antriebsmagneten 1300 und den Abtriebsmagneten 1320 werden die vom Elektromotor 1230 zur Verfügung gestellten Drehmomente auf das Laufrad 1000 berührungslos übertragen. Die Antriebs- und Abtriebsmagnete bestehen jeweils aus einer geraden Anzahl von wechselseitig polarisierten Dauermagneten (z.B. NdFeB, SmCO, etc.). Bei Vorliegen eines Lastmomentes auf der Abtriebsseite werden die antriebseitigen Magnete 1300 gegenüber den Abtriebsmagneten 1320 soweit verdreht, bis das magnetische Luftspaltmoment gleich dem Lastmoment ist.

Die axialen Anziehungskräfte werden hierbei durch das Pivot - Lager 1120, 1125 aufgefangen und verhindern somit ein Aufschlagen des Laufrades 1000 am Pumpendeckel 1310. Da das Laufrad 1000 jedoch in der Pivotlagerung 1120, 1125 gegen seitliche Verkippungen im Pumpengehäuse 1030 instabil gelagert ist bedarf es eines weiteren Radiallagers, welches über die oben beschriebene Fluidlagerung 1090 gemäß dem „Lomakin-Effekt " gewährleistet wird.

Figur 12 zeigt den Oxygenator aus Fig. 11, wobei der einfache Aus- und Einbau 1370 der Pumpeneinheit verdeutlicht ist. Der Ein - und Ausbau der modularen Pumpeneinheit wird beispielsweise wie in Fig. 12 wiedergegeben durch eine Schraubvorrichtung 1070 zwischen dem Pumpengehäuse 1030 und dem angrenzenden stationären Oxygenatorelement 1080 ermöglicht .

Diese Ein- und Ausbaufähigkeit der Pumpeneinheit, bietet den wesentlichen Vorteil, dass bei technischen Komplikationen (z.B. erhöhter Lagerverschleiß infolge hoher Betriebsleistungen der Blutpumpe) oder hämatologischen Komplikationen im Pumpenbereich (z.B. Thrombenablagerungen in der Blutpumpe) während des klinischen Einsatzes insbesondere bei langfristigen Anwendungen (z.B. ECMO) der Oxygenator durch einfaches Auswechseln der Pumpeneinheit weiterverwendet werden kann und der Patient somit nicht einer weiteren Oxygenationsbehandlung unterzogen werden muss, welches unter Umständen einen zusätzlichen chirurgischen Eingriff hinfällig macht und die ECMO-Behandlung beispielsweise dadurch in ihrer Gesamtheit patientenschonender durchgeführt werden kann.

Figur 13 zeigt den Oxygenator aus Fig. 11, wobei der einfache Aus- und Einbau 1370 der Antriebseinheit verdeutlicht ist. Der Ein - und Ausbau der modularen Antriebseinheit wird durch einen geeigneten Schnellverschluss unterstützt. Diese Ein- und Ausbaufähigkeit der Antriebseinheit, bietet den wesentlichen Vorteil, dass das fertigungstechnisch aufwendige Antriebsmodul 1170,1230, 1280, 1260,1280, 1290, 1300 selbst bei einmaliger Verwendung des Oxygenationsmoduls stets für weitere Einsätze wieder verwendet werden kann, wodurch der Oxygenator insbesondere wirtschaftlicher eingesetzt werden kann. Eine wesentliche Besonderheit bei diesem integrierten

Antriebskonzept liegt ferner darin, dass die vom Motor in die Umgebung abgegebene Joulsche Verlustleistung effektiv zur Temperierung des Blutes im Oxygenationsmodul verwendet werden kann. Ein zusätzlicher Wärmetauscher, wie dieser gegenwärtig bei Blutoxygenationssystemen benötigt wird, kann bei dieser Ausführung des Oxygenators umgangen werden, so dass das Oxygenationssystem in seiner Gesamtheit kompakter wird und gleichermaßen einfacher zu bedienen ist.

Figur 14 zeigt einen Oxygenator mit integrierter Blutpumpe 1500, 1510, 1520, 1530, 1550, 1570, 1810, 1850 und integrierter Antriebseinheit 1230, 1730, 1790, 1800, wobei die übertragung der Drehmomente vom Antrieb 1800 auf das Laufrad 1500 berührungslos mit Hilfe einer elektromagnetischen Radialkupplung 1800, 1820 erfolgt. Der Aufbau und die Wirkungsweise dieser magnetischen Radialkupplung ist vergleichbar zu der in Fig. 11 dargestellten Axialmagnetkupplung, mit dem wesentlichen Unterschied, dass hier die Abtriebsmagneten 1820 nicht in axialer, sondern radialer Richtung magnetisiert sind. Auch hier stehen wieder eine gerade Anzahl von DauermagnetSegmenten auf der Antriebsund Abtriebsseite gegenüber und bewirken bei Anliegen eines Lastmomentes eine unter Verdrehung wirksam werdende berührungslose Drehmomentübertragung.

Der wesentliche Vorteil eines Oxygenators gemäß der Ausführung als Fig. 14 besteht darin, dass die magnetische Radialkupplung gleichermaßen ein stabiles Axiallager zur Verfügung stellt, welches insbesondere die mechanischen Belastungen auf das Pivot-Lager reduziert.

Die Nutzung der Joulsehen Wärme für die Temperierung des Blutes und der Gase im Oxygenator bringt gleichermaßen die bereits bei Fig. 11 erwähnten Vorteile mit sich. Auch bei der Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 14 ist ein einfacher Ein- und Ausbau der Pumpeneinheit sowie der

Antriebseinheit gegeben, wie dies beispielhaft in Fig. 15 und Fig. 16 dargestellt ist.

Figur 17 zeigt einen Oxygenator mit integrierter Blutpumpe 2000, 2010, 2020, 2030, 2050, 2070, 2310, 2350 und integrierter Antriebseinheit 2230, 2260, 2280, 2290, 2300, wobei die übertragung der Drehmomente vom Antrieb 2300 auf das Laufrad 1500 berührungslos mit Hilfe einer elektromagnetischen Radialkupplung 1800, 1820 erfolgt. Der Aufbau und die

Wirkungsweise dieser magnetischen Radialkupplung ist vergleichbar zu der in Fig. 14 dargestellten

Radialmagnetkupplung, mit dem wesentlichen Unterschied, dass hier die Statoreinheit 2230, 2290, 2300 des Antriebes die in ihr erzeugte Joulsche Wärme nicht nur einseitig, wie bei Fig. 11 und Fig. 14, sondern zweiseitig an das Oxygenationsmodul 2180, 2190 abgibt. Dies wird ermöglicht durch die konzentrische Platzierung der Statoreinheit 2230, 2290, 2300 zwischen zwei Oxygenationsmodulen 2180, 2190, die im Falle des radial innen liegenden Oxygenationsmoduls 2190 die Joulsche Wärme über ihren zylindrischen Außenmantel und im Falle des radial außen liegenden Oxygenationsmoduls 2180 die Joulsche Wärme über ihren zylindrischen Innenmantel aufnimmt.

Hierdurch ist der wesentliche Vorteil gegeben, dass die

Temperierung des Blutes, welches im extrakorporalen Kreislauf (ohne zusätzlichen Wärmetauscher) einer Abkühlung unterliegt, wesentlich effektiver umgesetzt wird.

Die weiteren Vorteile einer derartigen radialen Magnetkupplung insbesondere bezüglich ihrer Lager- und

Stabilisierungsfunktion, können von den Ausführungen aus Fig.

14 übernommen werden.

Auch bei der Ausführung des Oxygenators gemäß Fig. 17 ist ein modularer Aufbau des Oxygenationssystems, bestehend aus

Einwegteilen (Fasern, Membranen, etc.) sowie austauschbaren bzw. wiederverwendbaren Modulen (Pumpeneinheit,

Antriebseinheit) gegeben. Die Vorteile eines modularen Aufbaus bei einem Oxygenator gemäß Fig. 17 können daher unmittelbar von denen aus Fig. 11 und Fig. 14 übernommen werden.

Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Vorrichtung eignen sich beispielsweise für Patienten mit akutem Lungenversagen (ARDS) . Hier ist die Extrakorporale Membran Oxygenation (ECMO) eine geeignete Hilfe. Bei dieser Therapie wird mittels Roller-

oder Zentrifugalpumpen Blut durch einen Membranoxygenator gefördert . Durch semipermeable Membranen wird das Blut mit Sauerstoff angereichert und Kohlendioxyd abgereichert . Zur Steuerung der Bluttemperatur werden Wärmetauscher eingesetzt. Die Geräte werden ausschließlich stationär betrieben.

Durch die einfache Handhabbarkeit und die robuste und kompakte Ausführung kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch leicht transportiert werden und beispielsweise schon an einem Unfallort direkt appliziert werden. Dies erhöht die überlebenschancen von Patienten mit sehr schweren Lungenschäden und gibt der Lunge die nötige Ruhe zum Heilen.

Durch das geringe Füllvolumen und die reduzierte Fremdkontaktoberfläche des hohen Füllvolumens reduziert die erfindungsgemäße Vorrichtung Risiken wie Infektionen, Schädigung der roten Blutkörperchen und

Thrombozytenaggregation sowie das Risiko von Blutungen durch die notwendige Zugabe des Blutgerinnungshemmers Heparin. Durch den modularen Aufbau bevorzugter Ausführungsformen, die die wieder verwendbare Blutpumpeneinheit und die mit Blut in Berührung kommende Wegwerfeinheit - das Membranmodul - klar trennt, ist die Erfindung sowohl in Herstellung als auch in Betrieb als effektiv und effizient anzusehen.

Bezugszeichenliste :

10 Schaufelrad

20 Stützlagerung

30 Strömungsmechanische Lagerung

40 Permanentmagnete

50 Kalotte

60 Bodenplatte des Fördermoduls

65 Ringelement

70 Magnetkupp1ung

80 Motordeekel

90 Motorgehäuse

95 Antriebsaggregat

100 Druckknopf

110 Steckerhaiterung

120 Stecker

130 Ringelement mit Bohrungen

140 Federelement

150 Steckerhaiterung

155 Rückholhaken

160 Bluteinlass

170 Schraube

180 Blutauslass

190 Gaseinlass

200 Gasauslass

210 Gaseinlass

220 Gasauslass

230 Deckel

240 Deckel (Boden)

250 Zylinder

260 Zylinder

270 Zylinder

280 öffnungen

290 öffnungen

300 öffnungen

310 Kammer

320 Kammer

330 Fasermaterial

340 Fasermaterial

350 Verklebung

360 Verklebung

370 Schrauben

380 Passstifte

390 Schlitze

400 Renknut

410 Zylinderelement

500 Antriebsmodul

510 Fördereinheit

520 Membranmodul

1000 Laufrad

1010 Laufradschaufeln

1020 Deckscheibe

1030 Pumpengehäuse

1040 Zuströmung zur Blutpumpe bzw. zum Oxygenator

1050 Pumpeneinlass

1060 Dichtung (z.B. O-Ring-Dichtung)

1070 Gewinde

1080 stationäres Oxygenatorelement

1090 Leckageströmung bzw. Fluidlager

1100 HauptStrömung

1110 SpülStrömung

1120 Lagerkugel (Pivot-Lager)

1125 Kalotte

1130 Dichtung (z.B. O-Ring-Dichtung)

1140 Trennelement zwischen den Oxygenatorfasern bzw,

-membranen

1150 Blutströmung im außen liegenden Faserbündel 1160 Gasströmung im außen liegenden Faserbündel

1170 Motorwelle 1180 außen liegender Faserbündel 1190 innen liegender Faserbündel 1200 Gasströmung im innen liegenden Faserbündel 1210 Blutströmung im innen liegenden Faserbündel 1220 Wärmestrom vom Elektromotor zum Oxygenator 1230 Elektromotor 1240 Drehachse 1250 Ausleitung der Motorkabel 1260 Motordeckel 1270 Hohlzylinder als Trennung zwischen Motor und

Oxygenator

1275 Gleitfläche zwischen Antriebseinheit und anliegendem stationärem Oxygenatorelement

1280 Motorgehäuse 1290 Polschuh der Magnetkupplung 1300 Antriebsmagnete 1310 Pumpendeckel 1320 Abtriebsmagnete 1330 Strömungskanal in der Auslassvorrichtung zur

Blutpumpe

1340 Spülkanal 1350 Käfigförmige Auslassvorrichtung 1360 Gleitfläche zwischen Pumpeneinheit und anliegendem stationärem Oxygenatorelement

1370 Bewegungsrichtung beim Ein- und Ausbau der

Pumpeneinheit 1380 Bewegungsrichtung beim Ein- und Ausbau der

Antriebseinheit

1500 Laufrad 1505 Bewegungsrichtung beim Ein- und Ausbau der

Pumpeneinheit

1506 Bewegungsrichtung beim Ein- und Ausbau der

Antriebseinheit 1510 Laufradschaufeln

1520 Deckscheibe 1530 Pumpengehäuse 1535 Gleitfläche zwischen Pumpeneinheit und anliegendem stationärem Oxygenatorelement

1540 Zuströmung zur Blutpumpe bzw. zum Oxygenator 1550 Pumpeneinlass 1560 Dichtung (z.B. O-Ring-Dichtung) 1570 Gewinde 1580 stationäres Oxygenatorelement 1590 LeckageStrömung bzw. Fluidlager 1600 HauptStrömung 1610 SpülStrömung 1620 Lagerkugel (Pivot-Lager) 1625 Kalotte 1630 Dichtung (z.B. O-Ring-Dichtung) 1640 Trennelement zwischen den Oxygenatorfasern bzw.

-membranen

1650 Blutströmung im außen liegenden Faserbündel 1660 Gasströmung im außen liegenden Faserbündel 1680 außen liegende Faserbündel 1690 innen liegende Faserbündel 1700 Gasströmung im innen liegenden Faserbündel 1710 Blutströmung im innen liegenden Faserbündel 1720 Wärmestrom vom Elektromotor zum Oxygenator 1730 Wicklungen (Statorspulen) des elektromagnetischen

Antriebs

1740 Drehachse 1750 Ausleitung der Motorkabel 1760 Motordeckel 1770 stationäre Vorrichtung zum Trennen der

Antriebseinheit vom Oxygenator

1776 Gleitfläche zwischen Antriebseinheit und anliegendem stationärem Oxygenatorelement

1780 Motorgehäuse 1790 Statormagnet des elektromagnetischen Antriebs

1800 Statormagnet gegenüberliegend zu Abtriebsmagneten

1810 Pumpendeckel

1820 Abtriebsmagnete

1830 Strömungskanal in der Auslassvorrichtung zur Blutpumpe

1840 Spülkanal

1850 Käfigförmige Auslassvorrichtung

2000 Laufrad

2005 Bewegungsrichtung beim Ein- und Ausbau der Pumpeneinheit

2006 Bewegungsrichtung beim Ein- und Ausbau der Antriebseinheit

2007 Vorrichtung innerhalb des Oxygenators, welches den axial beweglichen Antrieb als einheitliches Bauteil führt

2010 Laufradschaufeln

2020 Deckscheibe

2030 Pumpengehäuse

2035 Gleitfläche zwischen Pumpeneinheit und anliegendem stationärem Oxygenatorelement

2040 Zuströmung zur Blutpumpe bzw. zum Oxygenator

2050 Pumpeneinlass

2060 Dichtung (z.B. O-Ring-Dichtung)

2070 Gewinde 2080 stationäres Oxygenatorelement

2090 Leckageströmung bzw. Fluidlager

2100 HauptStrömung

2110 SpülStrömung

2120 Lagerkugel (Pivot-Lager) 2125 Kalotte

2130 Dichtung (z.B. O-Ring-Dichtung)

2140 Trennelement zwischen den Oxygenatorfasern bzw. -membranen

2145 Abgrenzung der Oxygenatorfasern bzw. -membranen 2150 Blutströmung im außen liegenden Faserbündel

2160 Gasströmung im außen liegenden Faserbündel

2180 außen liegender Faserbündel

2190 innen liegender Faserbündel

2200 Gasströmung im innen liegenden Faserbündel

2210 Blutströmung im innen liegenden Faserbündel

2220 Wärmestrom vom Elektromotor zum außen liegenden

Oxygenatorbündel 2225 Wärmestrom vom Elektromotor zum innen liegenden

Oxygenatorbündel

2230 Wicklungen (Statorspulen) des elektromagnetischen

Antriebs

2240 Drehachse

2250 Ausleitung der Motorkabel

2260 Motordeckel

2270 stationäre Vorrichtung zum Trennen der

Antriebseinheit vom Oxygenator 2276 Gleitfläche zwischen Antriebseinheit und anliegendem stationärem Oxygenatorelement 2280 Motorgehäuse

2290 Statormagnet des elektromagnetischen Antriebs

2300 Statormagnet gegenüberliegend zu Abtriebsmagneten 2310 Pumpendeckel

2320 Abtriebsmagnete

2330 Strömungskanal in der Auslassvorrichtung zur

Blutpumpe

2340 Spülkananl 2350 Käfigförmige Auslassvorrichtung