Heinz, Kovar
Walter
Heinz, Kovar
Walter
| 1. | Einrichtung zum Zuführen von Seilelementen (1) zum Verseilkopf (2) einer Wechselschlagverseilmaschine, mit mehreren, in Zufuhrrichtung der Seilelemente (1) zum Verseilkopf (2) hintereinander angeordneten Scheiben (6) , in welchen von den Seilelementen (1) durchsetzte Öffnungen (7) vorgesehen sind und welche um ihren Mittelpunkt drehbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang zumindest einiger Scheiben (6) in einem, vorzugsweise ringförmigen, Trägerkörper (10) drehbar gelagert ist, und daß die Trägerkörper (10) in Zufuhrrichtung der Seilelemente (1) umverschiebbar angeordnet sind. |
| 2. | Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (6) in vorbestimmten gleichen Abständen voneinander angeordnet sind. |
| 3. | Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (6) im Trägerkörper (10) über Wälzlager (9) drehbar gelagert sind. |
| 4. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Trägerkörper (10) aller Scheiben (6) auf einer, beispielsweise stangenförmigen, Abstützung (11) befestigt sind. |
| 5. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß benachbarte Scheiben (6) miteinander sowie die dem Ver¬ seilkopf (2) benachbarte Scheibe mit diesem über elastische Elemente (12,15), beispielsweise Schraubenfedern, elastische Bänder, Stahldrähte od.dgl., verbunden sind. |
| 6. | Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Elemente (15) durch Löcher (14) in den Scheiben (6) hindurchgeführt sind. |
| 7. | Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Elemente (12,15) an den Scheiben (6) dem Scheibenumfang benachbart festgelegt sind. |
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zuführen von Seilelemen- ten zum Verseilkopf einer Wechselschlagverseilmaschine, mit mehreren, in Zufuhrrichtung der Seilelemente zum Verseilkopf hintereinander angeordne¬ ten, Scheiben, in welchen von den Seilelementen durchsetzte Öffnungen vorgesehen sind, welche um ihren Mittelpunkt drehbar gelagert sind.
Bei der Herstellung von Verseilverbänden aus mehreren Seilelementen, beispielsweise Einzeldrähten, ist es erforderlich, diese Seilelemente miteinander zu verdrillen. Hiezu wird ein rotierender Verseilkopf verwendet, der von den Seilelementen durchsetzte Öffnungen aufweist. Rotiert der Verseilkopf lediglich in einer Richtung, so ist es erforderlich, die Trommeln, von welchen die einzelnen Seilelemente bei ihrer Zuführung zum Verseilkopf abgewickelt werden, oder die Trommel, auf welcher der aus den Seilelementen bestehende Verseilverband aufge¬ wickelt wird, mitrotieren zu lassen. Dies erfordert einen beträchtlichen konstruktiven Aufwand und zusätzliche Energie für die Rotation dieser Trommeln. Es sind daher bereits sogenannte Wechselschlagverseilmaschinen be¬ kannt, bei welchen der Verseilkopf abwechselnd eine vorbestimmte Anzahl von Umdrehungen in einer Richtung und anschließend in der entgegengesetzten Richtung ausführt. Der Verseilkopf wird dabei üblicherweise von, vorzugsweise durch digitale Steuerungstechnik, drehzahl- und drehrichtungsgesteuerten Drehstrom- oder Wechselstrommotoren angetrieben. Im Verseilpunkt, der in der Bewegungsrichtung der Seilelemente nach dem Verseilkopf liegt, wird durch die Hin- und Herdrehung des Verseilkopfes der Verseilverband gebildet.
Bei derartigen Wechselschlagverseilmaschinen ist es nicht notwendig, die Trommeln, von welchen die einzelnen Seilelemente abgewickelt werden, oder die Aufwickeltrommel für den Verseilverband mit dem Verseilkopf mitrotieren zu lassen. Es ist jedoch erforderlich, in Zuführrichtung der Seilelemente vor dem Verseilkopf Führungen für diese Seilelemente vorzusehen, damit sich diese bei der Hin- und Herdrehung des Verseilkopfes möglichst nicht berühren und gegenseitig behindern.
Hiezu ist es bereits bekannt, die Seilelemente durch Öffnungen einer Lochscheibe hindurchzuführen, die auf einem Zentralrohr befestigt ist, das mit einer bestimmten, von der Drehzahl des Verseilkopfes
abhängigen Drehzahl in einer der Drehrichtung des Verseilkopfes entspre¬ chenden Drehrichtung rotiert. Bei einer anderen, aus der CH-PS 468.517 bekannt gewordenen Konstruktion werden die Seilelemente durch die Löcher mehrerer im Abstand koaxial hintereinander angeordneter Lochscheiben ge- führt, von welchen die in Zufuhrrichtung der Seilelemente erste Loch¬ scheibe feststehend und die übrigen Lochscheiben auf einem in der Lochscheibenachse verlaufenden U schlingungsdorn rotierbar angeordnet sind. Die Seilelemente liegen somit bei diesen bekannten Konstruktionen am Umfang des Zentralrohres bzw. des Umschlingungsdornes an und umschlingen diese Teile. Dabei treten beträchtliche Reibungswerte auf, die außerdem variabel sind und am Ende der Drehbewegung des Ver¬ seilkopfes in einer Drehrichtung infolge der langen Umschlingungsstrecke der Seilelemente am Zentralrohr und der großen Ablenkung der von den Löchern der Lochscheibe austretenden Seilelemente ihren größten Wert erreichen und dann bis zum dreifachen Wert der ZulaufSpannung der Seilelemente zum Verseilkopf betragen können. Es entstehen dadurch starke Spannungsschwankungen im Verseilpunkt, die die Gleichmäßigkeit der Verseilung stören. Außerdem wird bei dieser Anordnung die Anzahl der Verseilschläge in den verschiedenen Drehrichtungen begrenzt, sodaß die Umkehrstellen in relativ kurzen Abständen zu liegen kommen, was sich ebenfalls ungünstig auf die Ausbildung des Verseilverbandes auswirkt. Für besonders dünne Seilelemente ist diese Einrichtung nicht geeignet, da diese dünnen Seilelemente hiebei mechanisch überbeansprucht werden.
Es ist weiters bekannt, die dem Verseilkopf einer Wechselschlagverseilmaschine zugeführten Seilelemente in schlauch- förmigen Führungen anzuordnen, die so lange sein müssen, daß auch am Ende der Drehbewegung des Verseilkopfes in einer Drehrichtung ein Berühren der einzelnen Seilelemente verhindert wird. Auch bei dieser bekannten Anord¬ nung treten infolge der erforderlichen Länge der schlauchförmigen Führungen beträchtliche Reibungswerte auf.
Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Nach¬ teile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden und eine Einrichtung zum Zuführen von Seilelementen zum Verseilkopf einer Wechselschlagverseilma¬ schine zu schaffen, die eine einwandfreie Führung der Seilelemente auch am Ende der Drehbewegung des Verseilkopfes in einer Drehrichtung gewährleistet, bei der jedoch die Reibung der einzelnen Seilelemente wesentlich verringert wird. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß der Umfang zumindest einiger Scheiben in einem,
vorzugsweise ringförmigen, Trägerkörper drehbar gelagert ist und daß die Trägerkörper in Zufuhrrichtung der Seilelemente unverschiebbar angeordnet sind. Dadurch, daß die Scheiben an ihrem Umfang, somit nicht auf einem durch den Scheibenmittelpunkt verlaufenden Zentralrohr bzw. Um- schlingungsdorn angeordnet sind, wird eine Verdrehung der Scheiben bei der Drehbewegung des Verseilkopfes ermöglicht, ohne daß eine Berührung der Seilelemente im Bereich zwischen den Scheiben mit Führungs- oder Lagerorganen erfolgt und somit dort keine unerwünschte Reibung auftritt, aber auch eine Berührung der einzelnen Seilelemente untereinander verhin- dert wird.
Zweckmäßig sind die Scheiben im Trägerkörper über Wälzlager drehbar gelagert, sodaß auch an den Lagerstellen die Reibung auf ein Minimum reduziert wird.
Die Anzahl der Scheiben wird zweckmäßig entsprechend der maximalen Anzahl der Umdrehungen der Verseilkopfes in jeweils einer Drehrichtung so gewählt, daß auch am Ende der Drehbewegung in der betreffenden
Drehrichtung die einzelnen Scheiben gegeneinander um höchstens 90° verdreht werden.
Zweckmäßig sind die Scheiben in vorbestimmten gleichen Abständen angeordnet, sodaß sich eine gleichmäßige Anordnung der Seilelemente zwischen den einzelnen Scheiben ergibt.
Die Trägerkörper aller Scheiben sind gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung auf einer, beispielsweise stangenförmigen, Abstützung befestigt, wodurch die fluchtende Anordnung der Scheibenmittelpunkte und die Einhaltung der vorbestimmten Abstände zwischen benachbarten Scheiben sichergestellt ist.
Sind die Seilelemente mechanisch hinreichend stabil, so reicht die durch den Verseilkopf entstehende Torsion und die Spannung der Seilele¬ mente in der Regel aus, die Lochscheiben bei reibungsarmer Lagerung ent- sprechend der Drehung des Verseilkopfes mitzudrehen. Bei dünnen Seilelementen besteht jedoch die Gefahr, daß diese bei einem fehlenden Antrieb der Lochscheiben mechanisch überbeansprucht werden. Bei Verwendung solcher dünner Seilelemente ist es daher von Vorteil, wenn erfindungsgemäß benachbarte Scheiben sowie die dem Verseilkopf benachbarte Scheibe mit diesem über elastische Elemente, beispielsweise Schraubenfedern, elastische Bänder, Stahldrähte od.dgl., miteinander verbunden sind. Die elastischen Bänder können beispielsweise aus elastischen Kunststoffen bestehen. Die Drehbewegung des Verseilkopfes
wird hiebei über diese elastischen Elemente auf die dem Verseilkopf unmittelbar benachbarte Scheibe und von dieser an die jeweils nachfol¬ genden Scheiben übertragen, die Seilelemente werden dadurch entlastet.
Die elastischen Elemente können jeweils an benachbarten Scheiben befestigt sein. Einfacher ist es jedoch, diese elastischen Elemente durch Löcher in den Scheiben hindurchzuführen und so die einzelnen Scheiben miteinander über die elastischen Elemente zu verbinden.
Damit eine sichere Übertragung der Drehbewegung zwischen benach¬ barten Scheiben erfolgt, ist es zweckmäßig, die elastischen Elemente an den Scheiben dem Scheibenumfang benachbart festzulegen.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispie¬ les schematisch erläutert. Fig.l zeigt im Längsschnitt eine erfindungsgemäße Einrichtung zum Zuführen von Seilelementen zum gleichfalls dargestellten Verseilkopf einer Wechselschlagverseilmaschine. Fig.2 stellt eine Ansicht auf die erfindungsgemäße Einrichtung in Richtung des Pfeiles II in Fig.l dar und Fig.3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform in einer Darstellung entsprechend Fig.2. Fig.4 zeigt schematisch die Anordnung der einzelnen Scheiben in der Ausgangsposition, in welcher der Verseilkopf in einer Drehrichtung zu rotieren beginnt, und Fig.5 in der Endposition, wo der Verseilkopf in einer Drehrichtung seine maximalen Umdrehungen ausgeführt hat und die Drehrichtung umkehrt. Fig.6 zeigt eine erste und Fig.7 eine weitere Ausbildung der Verbindung zwischen einer Scheibe und den elastischen Elementen.
Wie aus Fig.l hervorgeht, werden die einzelnen Seilelemente 1, von welchen in der Zeichnung der besseren Übersichtlichkeit halber lediglich zwei dargestellt sind, wobei jedoch in der Regel eine größere Anzahl solcher Seilelemente vorgesehen ist, einem Verseilkopf 2 zugeführt, der über einen Antriebsriemen 3 von einem drehzahl- und drehrichtungsgesteuerte Elektromotor derart angetrieben wird, daß er abwechselnd eine vorbestimmte Anzahl von Umdrehungen in der einen Richtung und anschließend in der anderen Richtung ausführt. Im Verseilpunkt 4 erfolgt dadurch die Verseilung der einzelnen Seilelemente zu einem Verseilverband 5.
Die Zufuhr der Seilelemente 1 zum Verseilkopf 2 erfolgt über mehrere, in gleichmäßigen Abständen hintereinander angeordnete Scheiben
6, von welchen in Fig.l lediglich zwei dargestellt sind. Diese Scheiben 6 sind mit Öffnungen 7 versehen, durch die die Seilelemente 1 hindurchgeführt sind. Bei der Ausführungsform nach Fig.l und 2 weisen
diese Öffnungen 7 einen kreisförmigen Querschnitt auf. Ferner ist bei dieser Ausführungsform auch eine im Mittelpunkt der Scheiben 6 angeordnete Öffnung 7' vorgesehen, durch die eine Seele hindurchgeführt werden kann, die bei Herstellung des Verseil erbandes im Verseilkopf 2 nicht verdrillt wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig.3 bestehen die Scheiben aus einem Ring 6' und Speichen 6" und die Öffnungen 7 werden von diesen Speichen 6" und dem Ring 6' begrenzt.
Die Mittelpunkte aller Scheiben 6 liegen auf einer Geraden 8 (siehe Fig.4) und die Öffnungen 7 sind in gleichmäßigen Winkelabständen kreis¬ förmig um den Scheibenmittelpunkt angeordnet.
Wie aus Fig.l hervorgeht, ist jede Scheibe 6 an ihrem Umfang über
Wälzlager 9 in einem ringförmigen Trägerkörper 10 drehbar gelagert. Die
Trägerkörper 10 sind mittels Befestigungselementen starr mit einer stangenförmigen Abstützung 11 verbunden, die die fluchtende Anordnung der
Scheiben 6 in gleichmäßigen Abständen sicherstellt.
In Fig.4 ist schematisch die Ausgangsposition der einzelnen Scheiben 6 dargestellt, in der sich die Seilelemente 1 entlang einer Geraden durch die Öffnungen 7 der einzelnen Scheiben 6 erstrecken. Dreht sich der Verseilkopf 2 in einer Richtung um eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen, so werden die in den Trägerkörpern 10 drehbar gelagerten Scheiben 6 mitgenommen und gleichfalls verdreht, bis sie am Ende der Drehbewegung des Verseilkopfes 2 in einer Richtung, also vor der Drehrichtungsumkehr desselben, die in Fig.5 dargestellte Lage einnehmen. Auch in dieser Lage erfolgt eine einwandfreie, jedoch reibungsarme Führung der einzelnen Seilelemente in den Öffnungen 7 der Scheiben 6. Die Anordnung ist hiebei so getroffen, daß bei einer maximalen Anzahl der Drehungen des Verseil¬ kopfes 2 die einzelnen Scheiben 6 gegeneinander um höchstens 90° verdreht werden. Soll die Verseilung beispielsweise abwechselnd vierzehn Schläge in Linksrichtung und vierzehn Schläge in Rechtsrichtung aufweisen, so macht der Verseilkopf 2 aus der Nullage sieben Drehungen in jeder Richtung. Es sind daher in diesem Fall 28 Scheiben 6 vorgesehen.
Weisen die einzelnen Seilelemente 1 eine große Zugfestigkeit auf, so reicht die Spannung in den Seilelementen aus, um die einzelnen, über die Wälzlager 9 reibungsarm im zugehörigen Trägerkörper 10 gelagerten Scheiben 6 bei der Verdrehung des Verseilkopfes 2 mitzudrehen. Bei dünnen, mechanisch nicht stark belastbaren Seilelementen ist es jedoch zweckmäßig, für die Übertragung der Drehbewegung vom Verseilkopf 2 auf
die diesem unmittelbar benachbarte Scheibe 6 besondere Vorkehrungen zu treffen. Bei der in Fig.6 dargestellten Ausführungsform sind die einzelnen Scheiben 6 über Schraubenfedern oder elastische Bänder 12 miteinander verbunden. Die elastischen Bänder können beispielsweise aus elastischen Kunststoffen oder aus Gummi bestehen. Die Verbindung erfolgt über an den einzelnen Scheiben 6 in einem dem Scheibenumfang unmittelbar benachbartem Bereich vorgesehene Verankerungseinrichtungen 13, welche in Löchern 14 in den Scheiben 6 festgelegt sind.
Bei der in Fig.7 gezeigten Anordnung sind als elastische Elemente flexible Stahldrähte 15 vorgesehen, die die Löcher 14, die dem Scheibenumfang benachbart angeordnet sind, durchsetzen.
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