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Title:
DEVICE FOR THE FIXATION OF ARTICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1991/005200
Kind Code:
A1
Abstract:
Vorrichtung für die Fixierung von Gegenständen (7), umfassend einen Rahmen (2) zur Aufnahme einer Fixierungs- bzw. Stützstruktur (3). Die Stützstruktur (3) wird von einem Halterungskissen gebildet, in dem ein Granulat (5) untergebracht ist und in dem ein Unterdruck erzeugt werden kann. Das Granulat (5) ist in loser Schüttung vorzugsweise in einer Abstandsgewebematte (10) abgefüllt. Das Halterungskissen (3) ist mindestens in einem Punkt (8) und vorzugsweise lösbar an dem Rahmen (2) befestigt.

Inventors:
Korfmacher, Georg (Am Bergsteig 2, München 90, D-8000, DE)
Application Number:
PCT/DE1990/000754
Publication Date:
April 18, 1991
Filing Date:
October 04, 1990
Export Citation:
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Assignee:
KORFMACHER TRADING GMBH (Am Bergsteig 2, München 90, D-8000, DE)
Korfmacher, Georg (Am Bergsteig 2, München 90, D-8000, DE)
International Classes:
B44D3/00; F16M13/00; (IPC1-7): F16M3/00
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Claims:
Patentansprüche_
1. Vorrichtung für die Fixierung von Gegenständen, umfassend einen Rahmen mit einer Fixierungs und Stützstruktur, dadurch gekennzeich¬ net, daß die Stützstruktur ein Halterungskissen (3) aufweist, in dem ein Granulat (5) untergebracht und in dem über ein Ventil (4) ein Unterdruck erzeugbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnetr daß das Halterungskissen (3) eine flexible, luftdichte Hülle aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeich¬ net, daß das Granulat (5) in dem Halterungskissen (3) in loser Schüt¬ tung angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurchgekennzeich net, daß das Granulat (5) in dem Halterungskissen (3) in einer Ab¬ standsgewebematte (10) abgefüllt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich¬ net, daß das Halterungskissen (3) mindestens in einem Punkt (8) mit dem Rahmen (2) der Vorrichtung (1) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (8) zwischen dem Halterungskissen (3) und dem Rahmen (2) der Vorrichtung (1) lösbar ist.
7. Vorrichtimg nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich¬ net, daß der Rahmen (2) ein Gestänge (12,13,14) zur Abstützung der Halterungsmatte (3) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich¬ net, daß sie über eine kardanische Vorrichtung gegenüber Ihrer Unter¬ lage abgestützt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich¬ net, daß der Rahmen (2) entlang seinem Umfang ein ergonomisches Profil (16) aufweist.
Description:
Vorrichtung für die Fixierungvon Gegenständen

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Fixieren bzw. Halten von Gegenständen, umfassend einen Rahmen zur Aufnahme einer Fixierungs- bzw. Stützstruktur.

Bei der Restaurierung von Kunstobjekten tritt immer wieder das große Problem auf, den zu restaurierenden Gegenstand während der Arbeit zu fixieren. Die Fixierung muß dabei in einer Lage vorgenommen werden, die der auszuführenden Arbeit gerecht wird. Das bedeutet, daß das Objekt in jeder nur denklichen, räumlichen Lage fixiert werden muß. Dazu werden heute sehr material- und zeitaufwendige Gerüste gebaut oder es werden Mulden in Sand oder anderen geeigneten Materialien geformt, in die der Gegenstand für eine bestimme Stellung verbracht wird. Andere Vorrichtungen zur Fixierung umfassen Einspannvorrichtun¬ gen mit Haltedornen, die punktförmig am Objekt angreifen und es hal¬ ten. Soll die Position des Objektes geändert werden, und das ist bei einer kunstgerechten Restaurierung sehr oft der Fall, muß der gesamte Fixierungsaufwand neu betrieben werden, wobei in aller Regel auch das Material für die Fixierung verloren ist. Besonders bei hochempfindli¬ chen Objekten gestaltet sich die Fixierung in verschiedenen Stellun¬ gen schwierig, weil die Objekte kaum berührt werden dürfen und kei¬ nerlei Einspannung zulassen, die eine mechanische Belastung oder gar Oberflächenverletzung für das Objekt mit sich bringen. Dies ist insbe sondere der Fall bei gefaßten Objekten oder bei Objekten, deren Festigkeit sehr fragwürdig ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung für die Fixierung von Gegenständen vorzuschlagen, mit der der Gegenstand in kürzester Zeit und ohne Materialverlust in verschiedensten, objektge-

2 rechten Stellungen sicher fixierbar ist, ohne daß auf den Gegenstand eine nennenswerte mechanische Belastung ausgeübt wird. Ein weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung dieser Art so auszu bilden, daß an ihr sicher und ermüdungsfrei gearbeitet werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß die Stütz¬ struktur ein Halterungskissen aufweist, in dem eine Granulat unterge¬ bracht ist und in dem über ein Ventil ein Unterdrück erzeugbar ist.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist das Halterungskissen eine Hülle aus flexiblem, luftdichten Material auf, in dem das Granulat in loser Schüttung untergebracht ist. Dabei ist es gemäß der Erfindung besonders vorteilhaft, wenn das Granulat in dem Halterungskissen in einer Abstandsgewebematte abgefüllt ist.

Gemäß der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn das Halterungskissen in mindestens einem Punkt mit dem Rahmenverbunden ist. Zweckmäßigerweise ist diese Verbindung zwischen Rahmen und Halterungskissen lösbar.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeich¬ nungen.

Die Zeichnungen stellen dar: Fig. 1 eine raumbildliche Darstellung einer Vorrichtung gemäß der

Erfindung; Fig. 2 eine schematische Längsschnittansicht durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung; Fig. 3 eine Ansicht ähnlich Fig. 2 mit einem in der Vorrichtung fixierten Objekt; Fig. 4 eine Ansicht des Halterungskissenε im Schnitt in einer ersten

Ausführungsform gemäß der Erfindung; Fig. 5 eine Ansicht des Halterungskissens im Schnitt in einer bevor¬ zugten, anderen Ausführungsform nach der Erfindung; Die Vorrichtung 1 gemäß der Erfindung umfaßt im wesentlichen einen Rahmen 2, in dem ein Halterungskissen 3 angeordnet ist. An dem Rahmen 2 ist an geeigneten Stellen ein Gestänge 12, 13, 14 angebracht. Das Gestänge ist vorzugsweise lösbar in Öffnungen 15 in dem Rahmen einge¬ steckt und dient zur Abstützung von Arm oder Hand der an dem Objekt arbeitenden Person. Das Gestänge kann auch zur Anbringung von Ablage¬ tabletts oder Beleuchtungskörpern dienen ebenso wie zur Anbringung anderer technischer Hilfsmittel.

Wie in Fig. 2 gezeigt, ist der Rahmen mit einem Boden 9 versehen, so daß eine flache Kastenform gebildet wird, in der das Halterungskissen geschützt liegt. Insofern kann man sich die Vorrichtung wie einen Sandkasten vorstellen mit dem entscheidenden Unterschied allerdings, daß der Sand nicht lose in der Kastenform liegt, sondern in einem Kissen eingeschlossen ist. Dieses Halterungskissen 3 weist eine flexible und luftdichte Folienhülle auf, so daß in dem Kissen über ein an ihm angebrachtes Ventil 4 ein Unterdr ck erzeugt werden kann. In dem Halterungskissen 3 befindet sich eine Füllung aus Granulat in vorzugsweise loser Schüttung. Dieses Granulat kann aus Gries, Sand, vorgeschäumtem Polystyrol, Kork o.a. gebildet sein. Das Halterungs¬ kissen 3 ist ferner mindestens punktförmig und bevorzugt in einem zentralen Punkt 8 mit dem Boden 9 des Rahmens 2 verbunden. Diese Verbindung ist vorzugsweise lösbar und kann z.B. von einem Klettver¬ schluß gebildet sein. Der Rahmen 2 weist zumindest entlang seiner außenliegenden Umlaufkante ein ergonomischeε Profil 16 auf, welches eine lange und ermüdungsfreie Abstützung von Arm und/oder Hand der an

dem Objekt arbeitenden Person erlaubt.

Fig. 3 zeigt schematisch die Arbeitsweise der erfindungegemäßen Vorrichtung. Ein Gefäß 7 mit einem z.B. elliptischen Querschnitt soll an einer bestimmten Stelle bearbeitet werden. Dazu legt man das Gefäß 7 so auf das Halterungskissen 3, daß die zu bearbeitende Stelle bei¬ spielsweise nach oben v/eist. Nun wird über das Ventil 4 Luft in das Halterungskissen 3 eingelassen, so daß es sich weich, geschmeidig, sandig, körnig anfühlt. Dieses geschmeidige Halterungskissen 3 legt man so an das Objekt 7 an, daß die zu bearbeitende Stelle frei bleibt. Über das Ventil 4 wird nunmehr die Luft aus dem Halterungs¬ kissen 3 abgesaugt. Dabei legt sich das Halterunsgkissen formschlüε- sig unter gleichzeitiger Versteifung an das Objekt an und hält die¬ ses, ohne dabei einen nennenswerten Druck auf das Objekt auszuüben. Der Allenfalls entstehende Druck ist dem Druck vergleichbar, den man mit der Hand ausüben würde, um das Objekt in einer bestimmten Lage zu halten. Durch den Formschluß zwischen dem Gefäß 7 und dem Halterungs kissen 3 kann sich das Objekt nicht mehr bewegen und wird in der ge¬ wünschten Stellung gehalten. Der Formschluß findet aber nicht nur zwischen Objekt 7 und Matte 3 statt, sondern auch zwischen der Matte 3 und dem Rahmen 2 beziehungsweise seinem Boden 9. Dadurch ergibt sich eine stabile Haltung des Objektes 7 in der Matte 3. Sollte diese Haltung noch weiter stabilisiert werden, können zwischen der Matte 3 und dem Rahmen 2 weitere Unterfütterangen eingebaut werden, die jedoch entgegen der bisher bekannten Übung keinerlei Einfluß auf das Objekt haben, weil sie nicht mit ihm in Berührung kommen. Eine solche Stabilisierung kann auch mit dem in Fig. 1 gezeigten Gestänge 12, 13, 14 bewerkstelligt werden, das zu diesem Zweck entsprechend in den Rahmen 2 an geeigneten Stellen 15 z.B. eingesteckt wird.

Nach vollzogener Arbeit oder bei einem Wunsch nach Stellungsänderung für das Objekt, wird durch Betätigung des Ventils 4 für einen Druck¬ ausgleich mit der Umgebungsluft gesorgt, so daß das Halterungskissen

3 wieder weich und schmiegsam wird und von dem Objekt abgenomme werden kann. Man richtet das Gefäß 7 in der gewünschten, neuen Stel¬ lung ein, legt die Halterungsmatte 3 wieder an, saugt über das Ventil

4 die Luft ab und erzeugt somit einen neuen Formschluß und eine ent¬ sprechende Fixierung des Objektes in dem Halterungskissen.

Je nach Granulat kann dieser Anformungsvorgang des Halterungskissens 3 beliebig oft geschehen. Dadurch ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung sehr wirtschaftlich in Bezug auf den Materialbedarf für den Aufbau der Stützstruktur. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist aber auch außerordentlich wirtschaftlich, was den Zeitaufwand zur Erstel¬ lung der Stützstruktur anbetrifft. Während der Aufwand zur Erstellung geeigneter Stützstrukturen mit herkömmlichen Mitteln Stunden, wenn nicht Tage mit entsprechender Kostenfolge in Anspruch nehmen kann, können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Stützstrukturen in Mi¬ nuten und Sekunden hergestellt werden. Die erfindungsgemäße Vorrich¬ tung arbeitet dabei auch noch außerordentlich zuverlässig und bewirkt keinerlei Beschädigung an dem Objekt.

In Fig. 4 ist stark vereinfacht der Aufbau des Halterungskissens 3 dargestellt. Das Granulat 5 ist hier in loser Schüttung' in dem Halte- rungskisεen 3 angeordnet. Die lose Schüttung hat den Vorteil, daß die einzlenen Granulatteilchen stets im gesamten Innenraum des Kissens 3 vermischt v/erden, so daß es dauernd zu einem Auεtauεch mehr oder weniger mechanisch belasteter Granaulatteilchen kommen kann. Die lose Schüttung kann aber auch bewirken, daß es in dem Halterungskissen 3

zu unerwünschten Granulatansammlungen oder -Verdünnungen kommen kann. Um eine solche gebietsweise Ansammlung oder Verdünnung zu vermeiden, ist gemäß der in Fig. 5 gezeigten, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß das Granulat 5 in einer besonderen Matte abgefüllt ist. Diese Matte ist von einer Abstandsgewebematte 10 gebildet. Diese weist eine Gewebeoberlage und eine Gewebeunterlage auf, zwischen denen in regelmäßigen Abständen Abstandsfäden 11 an¬ geordnet sind. Diese Abstandεfäden sind an ihren Enden fest mit den Gewebelagen verbunden und halten die Gewebelagen in einem genau definierten, über die gesamte Erstreckung des Halterungskissens 3 hinweg gleichmäßigen Abstand, so daß das Granulat in der Abstandsge¬ webematte 10 stets gleichmäßig verteilt ist. Aber dennoch können sich die Granulatteilchen in der gesamten Matte bewegen, so daß ein steter Austausch der Granultatteilchen über die gesamte Matte hinweg gewähr¬ leistet ist.

Ein Halterungskissen 3 gemäß der in Fig. 3 schematisch gezeigten Ausführungεform hat insbesondere bei räumlichen Fixierungen den besonderen Vorteil, daß das Halterungskissen 3 an jeder Stelle gleichmäßige Wandstärke aufweist und somit eine mechanisch stabile Fixierung gewährleistet.

Gemäß der Erfindung kann es ferner Vorteilhaft sein, wenndie Vorrich¬ tung 1 inεgesamt mittels einer nicht dargestellten, kardanischen Vorrichtung gegenüber Ihrer Unterlage abgestützt ist. Dadurch kann die gesamte Vorrichtung in jede gewünschte Kipplage verbracht werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist hier nur beispielhaft in Verbin¬ dung mit der Restaurierung von Kunstobjekten beschrieben worden. Sie ist jedoch auf dieseε Anwendungεgebiet keineεwegs beschränkt. Sie ist

vielmehr in allen Fällen vorteilhaft einsetzbar, in denen dauerhafte oder wechselnde Fixierungen für empfindliche Gegenstände schnell, zu¬ verlässig und wirtschaftlich durchgeführt werden müssen.