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Title:
DEVICE FOR FIXING A SKI BINDING TO A SKI
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/042693
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for fixing a ski binding to a ski (11),comprising a binding plate (12) which may be fixed to the ski (11), whereby the fixing of the binding plate (12) to the ski (11) is achieved by the interposing of support elements (13, 14). The inner edge (15) of the ski is provided with a first inner support element (14) and the outer edge (16) of the ski (11) is provided with a second outer support element (13), whereby both support elements (13, 14) run essentially parallel to the ski longitudinal direction and the first inner support element (14) is longer than the second outer support element (13).

Inventors:
Pritz, Kurt (Gartengasse 184, Tamsweg, A-5580, AT)
Application Number:
PCT/EP2005/011030
Publication Date:
April 27, 2006
Filing Date:
October 13, 2005
Export Citation:
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Assignee:
KNEISSL HOLDING GMBH (Ladestrasse 2-10, Kufstein, Tirol, A-6330, AT)
Pritz, Kurt (Gartengasse 184, Tamsweg, A-5580, AT)
International Classes:
A63C9/00
Foreign References:
US20030085550A12003-05-08
US6056310A2000-05-02
FR2664823A11992-01-24
Attorney, Agent or Firm:
Popp, Eugen (Meissner, Bolte & Partner Widenmayerstrasse 48, München, 80538, DE)
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Claims:
„Vorrichtung zum Befestigen einer Skibindung auf einein Ski"Ansprüche
1. Vorrichtung (10) zum Befestigen einer Skibindung auf einem Ski (11), mit einer auf dem Ski (11) befestigbaren Bindungsplatte (12), wobei die Befestigung der Bin¬ dungsplatte (12) auf dem Ski (11) unter Zwischenschaltung von Stütz dementen (13, 14) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes inneres Stützelement (14) der Innenkante (15) und ein zweites äußeres Stützelement (13) der Außenkante (16) des Ski (11) zugeordnet ist, wobei beide Stützelemente (13, 14) sich etwa parallel zur Skilängsrichtung erstrecken, und wobei das erste innere Stützelement (14) länger ist als das zweite äußere Stützelement (13).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Stützelement (13) etwa mittig relativ zum inneren Stützelement (14) an¬ geordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das innere Stützelement (14) mehrteilig, insbesondere zweigeteilt ist und einen vorderen (17) sowie hinteren (18) Abschnitt umfasst.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (13, 14) flachriegelartig ausgebildet und jeweils aus demselben Material und/oder Materialaufbau, insbesondere Holz oder Holz/Kunststoff Verbund, wie die Bindungsplatte (12) hergestellt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Stützelement (13) austauschbar zwischen Ski (11) und Bindungsplatte (12) einfügbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stützelement (14) höher ist als das äußere Stützelement (13), insbesonde¬ re um etwa 0,5 bis 1,5 mm, vorzugsweise 0,5 bis 1,0 mm höher.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Stützelement Ab schnitte (17, 18) in Skilängsrichtung mehr (weniger ag¬ gressives Fahrverhalten) oder weniger (aggressiveres, drehfreudigeres Fahrverhal¬ ten) weit voneinander beabstandet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem vorderen Ende des vordersten inneren Stützelement Abschnitts (17) und dem hinteren Ende des hintersten inneren Stützelement Abschnitts (18) um maximal 4060 mm, insbesondere etwa 50 mm variierbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindungsplatte (12) durch sich durch die Stützelemente (13, 14) hindurcherstre¬ ckende Schrauben am Ski (11) befestigbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubdurchgänge in den Stützelementen (13, 14) in Skilängsrichtung langloch artig ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubdurchgänge in den Stützelementen (13, 14) einen deutlich, insbesondere um 1,0 bis 2,0 mm größeren Durchmesser als die Befestigungsschrauben aufweisen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stützelement (14) und/oder das äußere Stützelement (13) einteilig ausge¬ bildet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stützelement (14) und das äußere Stützelement (13) in eine Platte, insbe¬ sondere die Befestigungsplätte (12) integriert sind, wobei die beiden Stützelemente (13, 14) durch ein in der Platte ausgebildetes Profil zumindest abschnittweise von¬ einander abgegrenzt sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stützelemente (13, 14) eine durchgängige Erhebung (19) auf einer im Gebrauch dem Ski zugewandten Fläche der Platte umfassen, die im Bereich des äu¬ ßeren Stützelementes (13) breiter ist, als im Bereich des inneren Stütz elementes (14).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (19) im wesentlichen T förmig ausgebildet ist, wobei der lange Schenkel (20) der Tförmigen Erhebung das innere Stützelement (14) und der kurze Schenkel (21) das äußere Stützelement (13) bildet.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich des äußeren Stützelementes (14) quer zur Längserstreckung angeordnete Nuten (22) ausgebildet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stützelemente (13, 14) trapezförmig ausgebildet sind, wobei die längere der parallelen Trapezseiten (23, 24) das innere Stützelement (14) und die kürzere der parallelen Trapezseiten (23, 24) das äußere Stützelement (13) umfasst.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere trapezförmige Stützelemente (13, 14) kombiniert sind, derart, dass die län¬ geren der parallelen Trapezseiten (23, 24) der Innenkante (15) des Skis (11) zuge¬ ordnet sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallelogrammförmige Stützelemente Vförmig angeordnet sind, derart, dass die weiter voneinander beabstandeten Schenkelenden (25) eine wirksame Länge des inneren Stützelementes (14) und die näher aneinander angeordneten Schenkelenden (26) eine wirksame Länge des äußeren Stützelementes (13) bilden.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwei doppelLförmige Stützelemente achsensymmetrisch angeordnet sind, wobei jedes Stützelement zwei versetzt angeordnete parallele Schenkel (27, 28) aufweist, die jeweils der Innenkante (15) und der Außenkante (16) des Skis (11) zugeordnet sind, und die weiter voneinander beabstandeten parallelen Schenkel (27) der dop pelLförmigen Stützelemente die wirksame Länge des inneren Stütz dementes (14) und die näher aneinander angeordneten parallelen Schenkel (28) der doppelL förmigen Stützelemente die wirksame Länge des äußeren Stütz elementes (13) bil¬ den.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein drehbar gelagertes und fixierbares längliches Stützelement mit einem weiteren Stützelement kombiniert ist.
Description:
„Vorrichtung zum Befestigen einer Skibindung auf einem Ski"

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen einer Skibindung auf einem Ski, mit einer auf dem Ski befestigbaren Bindungsplatte, wobei die Befestigung der Bindungs¬ platte auf dem Ski unter Zwischenschaltung von Stützelementen erfolgt.

Eine derartige Vorrichtung ist z.B. aus der DE 41 00 327 C2 bekannt. Bei der bekannten Ausführungsform ist die Längsposition der Abstützung einstellbar. Dadurch lassen sich die vertikalen Kräften, denen der Ski unterworfen ist, in längs seiner Längsrichtung ein¬ stellbaren Bereichen lokalisieren, obwohl der Schuh auf herkömmlichen Abstütz¬ oberflächen beruht. Durch die Variation der Abstützpunkte des Schuhs auf dem Ski sol¬ len die mechanischen Ansprecheigenschaften der Bindungsplatte auf die während des Ski- fahrens auf die Bindungsplatte ausgeübten Belastungen modifiziert werden können.

Nicht erkannt ist beim Stand der Technik, zu dem auch die Konstruktionen gemäß der WO 83/03360 oder EP 0 182 776 A2 gehören, die Abstützung der Bindungsplatte auf dem Ski zum einen nach Art eines „Fahrgestells" vorzunehmen, welches die Schwin¬ gungen des Ski im wesentlichen unbeeinflusst lässt, gleichzeitig aber auch nicht auf den Schuh überträgt, und zum anderen so zu gestalten, dass die wirksame Innenkante länger ist als die Außenkante.

Dementsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich¬ tung der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass bei äußerster Laufruhe für den Schuh die Schwingung des Ski im wesentlichen unbeeinflusst bleibt, und dass darüber hinaus die wirksame Abstützung des Schuhs über die Bindungsplätte innenseitig länger ist als außenseitig mit der Folge, dass die wirksame Innenkante entsprechend länger ist als die wirksame Außenkante des Ski.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspru¬ ches 1 gelöst, wobei vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen des erfin¬ dungsgemäßen Konzepts in den Unteransprüchen beschrieben sind.

Dementsprechend zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung durch ein inneres Stützelement, welches der Innenkante des Ski, und ein äußeres Stützelement, welches der Außenkante des Ski zugeordnet ist, aus, wobei beide Stützelemente sich etwa parallel zur Skilängsrichtung erstrecken und wobei das erste innere Stützelement länger ist als das zweite äußere Stützelement. Auf diese Art und Weise lässt sich erreichen, dass die wirk¬ same Abstützung der Bindungsplatte innenseitig länger ist als außenseitig. Dadurch lässt sich der Ski erheblich besser steuern. Dabei muss bedacht werden, dass beim Kurvenfah¬ ren der Skifahrer quasi nach vorne über den Großzehenballen im Skischuh abrollt mit der Folge, dass der Druck nach vorne innenverlagert wird. Dieser Druck wird über das länge¬ re innere Stützelement auf die Innenkante des Ski übertragen. Der vordere Abschnitt des inneren Stützelements wirkt quasi als „Steuerpedal" für Kurvenfahrt.

Vorzugsweise ist das innere Stützelement mehrteilig, insbesondere zweigeteilt ausgebildet und umfasst einen vorderen sowie hinteren Abschnitt. Der vordere Abschnitt definiert dann das erwähnte „Steuerpedal".

Es hat sich auch gezeigt, dass durch die erfindungsgemäße Konstruktion der Kantengriff erheblich höher ist. Der Ski neigt nicht zum Wegdriften über eine rippige Eispiste. Auch ist die Gefahr einer Verschneidung bei Geradeausfahrt erheblich reduziert. Dabei ist zu bedenken, dass heutzutage stark taillierte Ski, sog. Carving-Ski verstärkt zum Einsatz kommen. Gerade bei derartigen Skikonstruktionen ist die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders vorteilhaft.

Eine bevorzugte Ausführungsform ist modular aufgebaut. Dies bedeutet, dass insbeson¬ dere das äußere Stützelement austauschbar, insbesondere durch ein höheres, flacheres, härteres oder weicheres Stützelement ersetzbar sein soll. Bei Verwendung eines höheren

Stützelements an der Innenseite kann insbesondere die Gefahr einer Verschneidung des Ski bei Geradeaus fahrt reduziert oder gar ganz vermieden werden, da dadurch die äußere Drucklinie im Verhältnis zur inneren Drucklinie zusätzlich verkürzt wird. Die Steuerung erfolgt also im wesentlichen nur über die Innenkante des Ski.

Um den eingangs erwähnten „Fahrgestell-Effekt" zu fördern, sind die Stützelemente flachriegelartig ausgebildet und jeweils aus demselben Material und/oder Materialaufbau, insbesondere Holz- oder Holz-/Kunststoffverbund, wie die Bindungsplatte hergestellt.

Des weiteren kann vorgesehen sein, bei zweigeteiltem inneren Stützelement die inneren Stützelementabschnitte in Skilängsrichtung mehr oder weniger weit voneinander zu beabstanden. Ein kleinerer Abstand erlaubt ein aggressiveres, drehfreudigeres Fahr¬ verhalten, während ein längerer Abstand ein weniger aggressives Fahrverhalten fördert.

Vorzugsweise ist der Abstand zwischen dem vorderen Ende des vordersten inneren S tützelementab Schnitts und dem hinteren Ende des hintersten inneren Stützelement¬ abschnitts um maximal 40-60 mm, insbesondere etwa 50 mm variierbar.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Bindungsplatte durch sich durch die Stützelemente hindurcherstreckende Schrauben am Ski befestigbar. Dabei sind die Schraubdurchgänge in den Stützelementen entweder in Skilängsrichtung langlochartig ausgebildet oder weisen einen Innendurchmesser auf, der deutlich, insbesondere um etwa 1,0 bis 2,0 mm größer ist als der Durchmesser der Befestigungsschrauben.

Für die Montage ist von Bedeutung, dass die Befestigungsschrauben nur soweit einge¬ schraubt werden, dass ein Minimalspiel zwischen Bindungsplatte und Stützelement einer¬ seits und Stützelement und Ski andererseits vorhanden ist. Dieses Minimal-Spiel erlaubt eine Mikro -Relativbewegung zwischen den vorgenannten Teilen und hat den Vorteil, dass damit Vibrationen des Ski nicht mehr auf die Bindungsplatte bzw. den Schuh des Skifah¬ rers übertragen werden, ohne dass die Vibrationen aus dem Ski herausgenommen werden. Der Ski kann im wesentlichen unbeeinflusst durch das Bindungssystem durchgehend, d.h. über seine gesamte Länge schwingen. Gegendruck durch die erfindungsgemäße Vorrich¬ tung entsteht erst dann, wenn die Skilauffläche in Nulllage bzw. horizontal flach gedrückt ist. Bis dahin hat die erfindungsgemäße Konstruktion jedoch kaum Einfluss auf das Schwingungsverhalten des Ski. Insofern ist die erfindungsgemäße Vorrichtung mit dem „Fahrgestell" eines Kraftfahrzeuges vergleichbar.

Durch die Konzentration der Kraft- bzw. Druckübertragung auf die innere Kante des Ski wird die Torsionssteifigkeit desselben nicht bzw. nur unwesentlich beeinflusst. Allenfalls vermittelt die erfindungsgemäße Konstruktion eine geringfügige zusätzliche Torsions¬ steifigkeit.

Wie bereits oben erwähnt, ist das innere Stützelement vorzugsweise etwas höher als das äußere Stützelement. Für Rennläufer beträgt der Höhenunterschied in der Regel 1,0 mm. Für Normalläufer reicht ein Höhenunterschied von 0,5 mm aus.

Des weiteren kann vorgesehen sein, dass das innere Stützelement und/oder das äußere Stützelement einteilig ausgebildet sind. Dadurch wird eine besonders einfache und schnelle Montage der Bindungsplatte gewährleistet. Außerdem entfällt eine Justierung der einzelnen Stützelemente, da diese bereits zueinander ausgerichtet sind.

Bei einer besonders bevorzugten Aus führungs form sind das innere Stützelement und das äußere Stützelement in eine Platte, insbesondere in die Befestigungsplatte integriert, wo¬ bei die beiden Stützelemente durch ein in der Platte ausgebildetes Profil zumindest ab¬ schnittsweise voneinander abgegrenzt sind. Diese Aus führungs form ist besonders unter fertigungstechnischen Aspekten vorteilhaft, da es zur Ausbildung des inneren und äuße¬ ren Stützelementes genügt, die dem Ski im Gebrauch zugewandte Seite der Platte entspre¬ chend zu profilieren.

Dabei können die beiden Stützelemente eine durchgängige Erhebung auf einer im Gebrauch dem Ski zugewandten Fläche der Platte umfassen, die im Bereich des äußeren Stützelementes breiter ist, als im Bereich des inneren Stützelementes. Durch die im Be¬ reich des äußeren Stützelementes breiter ausgebildete Erhebung als im Bereich des inne¬ ren Stützelementes erfolgt eine Profilierung und damit Abgrenzung der beiden Stützele¬ mente insofern voneinander, als der breitere Bereich der Erhebung zwangsläufig kürzer ist, als der daran angrenzende schmälere Bereich der Erhebung. Dadurch wird im Bereich des äußeren Stützelementes eine kürzere wirksame Länge, als im Bereich des inneren Stützelementes erzielt.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Erhebung im Wesentlichen T-förmig ausgebildet ist, wobei der lange Schenkel der T-förmigen Erhebung das innere Stützelement und der kurze Schenkel das äußere Stützelement bildet. Diese im Wesentlichen symmetrische Ausbildung der Erhebung führt zu besonders guten Fahreigenschaften.

Aus Gründen der Flexibilität können zumindest im Bereich des äußeren Stütz elementes quer zur Längserstreckung angeordnete Nuten ausgebildet sein.

In einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die beiden Stützelemente trapezförmig ausgebildet sind, wobei die längere der parallelen Trapezseiten das innere Stützelement und die kürzere der parallelen Trapezseiten das äußere Stützelement um- fasst. Das innere und äußere Stützelement sind somit einteilig ausgebildet. Dabei können mehrere derartig ausgebildete Stützelemente, d. h. trapezförmige Stützelemente miteinan¬ der kombiniert werden, wobei die längeren der parallelen Trapezseiten jeweils der Innen¬ kante des Skis zugeordnet sind. Dadurch wird insgesamt eine längere wirksame Kante auf der Innenkantenseite des Skis installiert, wohingegen die wirksame Kante der Stützele¬ mente auf der Außenseite des Skis entsprechend kürzer ist.

Bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass zwei parallelogramm- förmige Stützelemente V-förmig angeordnet sind, derart, dass die weiter voneinander beabstandeten Schenkelenden eine wirksame Länge des inneren Stützelementes und die näher aneinander angeordneten Schenkelenden eine wirksame Länge des äußeren Stütz¬ elementes bilden. Auch hier ist es möglich, mehrere V-förmig angeordnete Stützelemente miteinander zu kombinieren, derart, dass eine M-förmige Struktur gebildet wird. Dabei kommt es darauf an, dass die wirksame Länge des inneren Stützelementes größer ist als die wirksame Länge des äußeren Stütz elementes.

Ferner können zwei doppel-L-förmige Stützelemente vorgesehen sein, die achsensymmet¬ risch angeordnet sind, wobei jedes Stützelement zwei versetzt angeordnete parallele Schenkel aufweist, die jeweils der Innenkante und der Außenkante des Skis zugeordnet sind. Die weiter voneinander beabstandeten parallelen Schenkel der doppel-L-förmigen Stützelemente bilden die wirksame Länge des inneren Stützelementes. Die näher aneinan¬ der angeordneten parallelen Schenkel der doppel-L-förmigen Stützelemente bilden die wirksame Länge des äußeren Stützelementes.

Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein drehbar gelagertes und fi¬ xierbares längliches Stützelement mit einem weiteren Stützelement kombiniert. Durch Verdrehen des Stützelementes kann der Abstand eines Axialendes des länglichen Stütz¬ elementes von dem weiteren Stützelement eingestellt werden, so dass die Befestigungs¬ vorrichtung auf das Fahrverhalten des jeweiligen Skifahrers abgestimmt werden kann.

Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen

Fig. 1 eine schetnatische Perspektivdarstellung eines Skis mit einer Vorrichtung nach einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 eine Perspektivdarstellung einer Befestigungsvorrichtung nach einem weite¬ ren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel;

Fig. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 2;

Fig. 4 eine Unteransicht der Vorrichtung nach Fig. 2 (2 Platten);

Fig. 5, 6 schematische Darstellungen verschiedener weiterer Stützelemente.

Nachstehend wird anhand der Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemä¬ ßen Vorrichtung anhand einer scherαatischen Perspektivdarstellung näher erläutert. Diese zeigt eine Vorrichtung 10 zum Befestigen einer z.B. eine Vorder- und Fersenbacke umfas¬ senden Skibindung auf einem Ski 11, mit einer auf dem Ski 11 befestigbaren Bindungs¬ platte 12, wobei die Befestigung der Bindungsplatte 12 auf dem Ski 11 unter Zwischen¬ schaltung von Stützelementen 13, 14 erfolgt. Ein erstes inneres Stützelement 14 ist der Innenkante 15 und ein zweites äußeres Stützelement 13 ist der Außenkante 16 des Ski 11 zugeordnet, wobei beide Stützelemente sich etwa parallel zur Skilängsrichtung erstrecken. Das erste innere Stützelement 14 ist länger als das zweite äußere Stützelement 13. Das äußere Stützelement 13 ist etwa mittig relativ zum inneren Stützelement 14 angeordnet. Das innere Stützelement 14 ist zweigeteilt und umfasst einen vorderen Abschnitt 17 so¬ wie hinteren Abschnitt 18. Diese beiden Abschnitte sind ebenso wie das äußere Stützele¬ ment 13 jeweils flachriegelartig ausgebildet. Sie bestehen ebenso wie die Bindungsplatte 12 aus Holz, Holzverbund oder Holz/Kunststoff- oder Holz/Metall- oder Me- tall/Kunststoff-Verbundmaterial.

Das äußere Stützelement 13 ist vorzugsweise austauschbar zwischen Ski 11 und Bin¬ dungsplatte 12 einfügbar. Das innere Stützelement 14 ist vorzugsweise über die gesamte Länge, zumindest über einen Abschnitt der Längserstreckung höher ausgebildet als das äußere Stützelement 13, insbesondere um etwa 0,5 bis 1,5 mm, insbesondere 0,5 bis 1,0 mm höher.

Wie ebenfalls bereits eingangs erwähnt, können die inneren Stützeletnentab schnitte 17, 18 mehr oder weniger weit voneinander beabstandet sein. Dies hängt davon ab, wie aggressiv das Fahrverhalten des Benutzers ist.

Die Befestigung der Bindungsplatte 12 am Ski 11 erfolgt durch sich durch die Stützele¬ mente 13, 14 hindurcherstreckende Schrauben. Vorzugsweise sind die Durchgänge bzw. Bohrungen in den Stütz elementen 13, 14, durch die sich die Befestigungsschrauben hin¬ durcherstrecken, deutlich größer, insbesondere um 1,0 bis 2,0 mm größer als die Durch¬ messer der zugeordneten Befestigungsschrauben. Damit ist ein Mikrospiel zwischen Bin¬ dungsplatte einerseits und Stützelemente andererseits sowie Stützelemente einerseits und Ski andererseits möglich. Zur Montage sei erwähnt, dass die Befestigungsschrauben dann natürlich nur soweit eingeschraubt werden, dass bei enger Anlage der vorerwähnten Bau¬ teile das oben beschriebene Minimal-Spiel zwischen Bindungsplatte und Stützelementen einerseits sowie Stütz elementen und Ski andererseits erhalten wird, welches Mikro-Rela- tivbewegungen zwischen den vorgenannten Teilen erlaubt, und zwar derart, dass für den Skifahrer trotz Vibration des Ski absolute Laufruhe gewährleistet ist. Dementsprechend wirken die Stützelemente 13, 14 wie ein Fahrgestell zwischen den Rädern einerseits und der Fahrzeugkabine eines Fahrzeuges andererseits.

Durch die beschriebene Konstruktion wird die Innenkante nahezu über die gesamte Län¬ ge des Ski wirksam, während die Außenkante im wesentlichen nur im Bereich der Bin¬ dung wirksam ist.

Der vordere innere Stützelementabschnitt 17 wirkt als eine Art „Steuerpedal" für Kur¬ venfahrten, da auf diesem vorderen Stützelementabschnitt 17 bei einem Richtungswechsel die natürliche Abstützung des Skifahrers auf dem Ski erfolgt.

Grundsätzlich ist es auch denkbar, das äußere Stützelement 13 mehr-, insbesondere zweiteilig auszubilden.

Des weiteren kann vorgesehen sein, den Spalt zwischen Bindungsplatte und Skideckfläche abzudichten, so dass kein Schnee oder Eis in diesen Zwischenraum gelangen kann, der das S chwingungs verhalten des Ski negativ beeinflussen könnte.

Weitere Ausführungsbeispiele zur Realisierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Figuren 2 bis 6 dargestellt.

Fig. 2 betrifft ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Stützelemente einteilig ausgebildet sind. Dabei sind das längere innere Stützelement 14 und das äußere kürzere Stützelement 13 in eine Platte integriert, die beispielsweise die Befestigungsplatte 12 sein kann. Das in¬ nere und äußere Stützelement 13, 14 sind dabei durch ein in der Platte ausgebildetes Pro¬ fil voneinander abgegrenzt. Die Abgrenzung durch die Profilierung erfolgt dadurch, dass die beiden Stützelemente 13, 14 als eine durchgängige Erhebung 19 ausgebildet sind. Die Erhebung 19 ist auf der im Gebrauch dem Ski zugewandten Fläche der Platte 12 vorgese¬ hen. Die Erhebung 19 ist dabei so ausgebildet, dass die Erhebung 19 im Bereich des äu¬ ßeren Stützelementes breiter ist als im Bereich des inneren Stützelementes 14. Insbeson¬ dere erstreckt sich die Erhebung im Bereich des äußeren Stützelementes 13 von der In¬ nenkante 15 des Skis bis zur Außenkante 16. Die Erhebung im Bereich des inneren Stütz¬ elementes ist schmäler ausgebildet, wie in Fig. 2 zu erkennen. Mit anderen Worten um- fasst das in der Platte 12 vorgesehene Profil zwei Ausnehmungen 29, 30, die auf beiden Seiten des Bereichs des äußeren Stützelementes 13 vorgesehen sind, wobei die beiden Ausnehmungen 29, 30 sich etwa bis zur Hälfte der Platte in deren Querrichtung erstre¬ cken. Die Erhebung 19 weist daher eine T-förmige Gestalt auf, wobei der lange Schenkel 20 der T- förmigen Erhebung das innere Stützelement 14, d.h. das längere Stützelement, und der kurze Schenkel 21 das äußere Stützelement, d.h. das kürzere Stützelement bildet. Die beiden Aussparungen bzw. Ausnehmungen 29, 30 werden mit einem Füllmaterial, beispielsweise mit Schaumstoff ausgefüllt. Jedenfalls kommt es darauf an, dass die Platte 12 im Bereich der Ausnehmungen 29, 30 keinen direkten Kontakt mit dem Ski hat, so dass eine Abgrenzung des inneren Stützelementes 14 vom äußeren Stützelement 13 durch die damit vorgenommene Profilierung erfolgt.

Die Profilierung ist ebenfalls gut in den Figuren 3, 4 zu erkennen.

Die zur Beeinflussung der Flexibilität der Befestigungsplatte 12 wenigstens im Bereich des äußeren Stützelementes 4 vorgesehenen Nuten 22, sind quer zur Längs erstreckung angeordnet.

Ein weiteres Beispiel für die Ausbildung der Stützelemente ist in Fig. 5 dargestellt. Dem¬ nach können die inneren und äußeren Stützelemente 13, 14, wie bei dem Ausführungsbei¬ spiel nach Fig. 2 einteilig ausgebildet sein und zwar in Form eines Trapezes. Dabei wird das innere Stützelement 14 durch die längere der parallelen Trapezseiten 23 und das äuße¬ re Stützelement 13 durch die kürzere der parallelen Trapezseiten 24 gebildet. Die längere Trapezseite 23 ist der Innenkante des Skis zugeordnet. Es ist auch möglich, mehrere tra-

pezförmige Stützelemente miteinander zu kombinieren, wobei die längeren der parallelen Trapezseiten 23 jeweils der Innenkante des Skis zugeordnet sind. Die zwischen den parallelen Seiten 23, 24 angeordneten schrägen Seiten können ge¬ krümmt, insbesondere konkav ausgebildet sein.

Eine weitere Möglichkeit zur Realisierung der Stützelemente besteht darin, zwei paralle- logrammförmige Stützelemente V-förmig anzuordnen, wie in Fig. 5 dargestellt. An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiele mit¬ einander kombiniert werden können, wobei jedoch die V-förmig angeordneten Stützele¬ mente zur Kombination mit dem trapezförmigen Stützelement um 180° gedreht werden müssten, damit die wirksame Kante des inneren, längeren Stützelementes jeweils der Skiinnenkante zugeordnet ist.

Bei der V-förmigen Anordnung der Stützelemente bilden die weiter voneinander beabstandeten Schenkelenden 25 eine wirksame Länge bzw. eine wirksame Kante des in¬ neren Stützelementes 14. Die gegenüberliegenden, näher aneinander angeordneten Schenkelenden 26 der V-förmigen Anordnung bilden die wirksame Länge bzw. Kante des äußeren Stützelementes 13. Durch eine Änderung des Winkels zwischen den beiden Stützelementen kann die wirksame Länge des inneren Stützelementes 13 variiert werden.

Eine flexible Anpassung der Befestigungsvorrichtungsvorrichtung an den Fahrstil des je¬ weiligen Benutzers kann durch das ebenfalls in Fig. 5 dargestellte drehbar gelagerte läng¬ liche Stützelement erfolgen. Wie in Fig. 5 zu erkennen, ist das längliche Stützelement mit¬ tig drehbar gelagert und an seinen beiden Längsenden durch Schrauben fixierbar, die in gekrümmten Nuten geführt sind. Wenn dieses längliche Stützelement mit einem weiteren Stützelement kombiniert wird, kann durch Verdrehen des länglichen Stützelementes der Abstand des einen Endes des Stützelementes bezogen auf das weitere Stützelement ver¬ ändert werden, so dass die wirksame Länge des inneren Stütz dementes 13, d.h. des Berei¬ ches des Stützelementes, der der Innenkante des Skis zugeordnet ist, eingestellt werden kann.

In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem zwei doppel-L- förmige Stützelemente achsensymmetrisch angeordnet sind. Die Doppel-L- Form wird dadurch gebildet, dass jedes Stützelement zwei versetzt angeordnete parallele Schenkel 27, 28 aufweist, die von einem in Längsrichtung des Skis angeordneten Quer¬ schenkel 31 verbunden sind. Wie in Fig. 6 zu erkennen, sind die versetzt angeordneten parallelen Schenkel 27, 28 jeweils eines doppel-L-förmigen Stützelementes jeweils der In-

nenkante 15 und der Außenkante 16 des Skis 11 zugeordnet. Durch die achsensymmetri¬ sche Anordnung der beiden Stützelemente sind die beiden der Innenkante 15 zugeordne¬ ten parallelen Schenkel 27 weiter voneinander beabstandet als die beiden gegenüberlie¬ gend angeordneten parallelen Schenkel 28, die der Außenkante 16 des Skis 11 zugeordnet sind. Dadurch wird erreicht, dass die wirksame Länge des inneren Stützelementes 14, die durch die beiden der Innenkante 15 zugeordneten Schenkel 27 definiert ist, größer ist als die wirksame Länge des durch die beiden Schenkel 28 definierten äußeren Stütz dementes 13.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungs¬ wesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Bezugszeichen

10 Befestigungsvorrichtung

11 Ski

12 Bindungsplatte

13 äußeres Stützelement

14 inneres Stützelement

15 Innenkante

16 Außenkante

17 vorderer Stützelementabschnitt

18 hinterer Stützelementabschnitt

19 Erhebung 0 langer Schenkel 1 kurzer Schenkel 2 Nut 3, 24 Trapez Seiten 5 voneinander beabstandete Schenkelenden 6- aneinander angeordnete Schenkelenden 7, 28 versetzt angeordnete parallele Schenkel