Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR FORMING ELONGATED WORKPIECES WITHOUT CHIP REMOVAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/062506
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for forming elongated workpieces (1) without chip removal, in which an input-side roller station (3), a machining station (4), and an output-side roller station (5) are arranged on a common machine frame (6). Said input-side roller station (3) is characterised by rollers, the axes of which extend parallel to each other and perpendicularly in relation to the longitudinal axis of the workpiece (1), said rollers being provided with opposing ring grooves which complete each other to form a suitable clamping profile for fixing the workpiece (1) in rotation. Due to the fact that the rollers are connected to a drive (16) and are driven about their axis, the workpiece (1) can advance in the roller station (3) despite being fixed in a non-rotatable manner. As a result of the essentially constant clamping length of the workpiece (1) between the roller station (3) and the machining station (4), machining inaccuracies are avoided, especially on workpieces (1) having very variable material properties in the longitudinal direction thereof.

Inventors:
Gruber, Heinz (Am Schlörbach 19 Seesen, 38723, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/001278
Publication Date:
August 15, 2002
Filing Date:
February 07, 2002
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
Gruber, Heinz (Am Schlörbach 19 Seesen, 38723, DE)
International Classes:
B21C37/20; B21H3/02; B21H9/00; B21B19/16; B21B39/02; B21B39/14; B21C37/15; B21H3/00; B21H9/00; B21B19/00; B21B39/02; B21B39/14; (IPC1-7): B21H9/00; B21C37/20; B21D43/00; B21H3/02
Attorney, Agent or Firm:
Sobisch, Peter (Sobisch & Callies Odastrasse 4a Bad Gandersheim, 37581, DE)
Download PDF:
Claims:
ANSPRÜCHE
1. Vorrichtung zur spanlosen Umformung langgestreckter Werkstücke (1), be stehend zumindest aus einer in Durchlaufrichtung (2) der Werkstücke (1) ge sehen Hintereinanderanordnung einer, zur unverdrehbaren Fixierung des Werkstücks (1) bestimmten Eingangsstation und einer, gleichzeitig den Vor schub des Werkstücks (1) bewirkenden Bearbeitungsstation (4), dadurch ge kennzeichnet, dass die Eingangsstation im wesentlichen ortsfest angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangs station als Rollenstation (3) angelegt ist, in der zumindest eine Rollenanord nung (14), bestehend aus zwei, untereinander sich achsparallel und senk recht zur Längsachse des Werkstücks (1) erstreckenden, aufeinander zu bewegbaren Rollen (15,15') vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein gangsstation dahingehend angelegt ist, dass auf das Werkstück (1) eine Vorschubbewegung nach Maßgabe der über die Bearbeitungsstation vorge gebenen Vorschubbewegung übertragbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die bei den Rollen (15,15') einer Rollenanordnung (14) jeweils mit wenigstens einer Ringnut (18) versehen sind, deren jede sich mit einer Ringnut (18) der ge genüberliegenden Rolle (15,15') zu einem, zur unverdrehbaren Fixierung des Werkstücks bestimmten Einspannprofil komplettiert.
5. Vorrichtung nach einem der vorrangegangenen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsstation bzw. die genannte Rollenstation (3) auf einem, auf Führungen (12) aufgelagerten Schlitten (11) angeordnet ist, dass die Führungen (12) eine Bewegung des Schlittens in Vor schubrichtung (2) bzw. in Gegenrichtung zu dieser ermöglichen und dass an den Enden der Führungen (12) Messgeber angeordnet sind, die zur Gene rierung eines das Ende des Verschiebeweges oder eine Kraft beschreiben den elektrischen Signales bestimmt und eingerichtet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der/den Rollenanordnungen (14) der Rollenstation (3) ein Antrieb (16) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (16) sowie die Messgeber mit einer Steuerungseinrichtung (17) in Wirkverbindung stehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steue rungseinrichtung (17) mit der Maßgabe eingerichtet ist, dass der über den Antrieb (16) entwickelte und auf das Werkstück (1) ausgeübte Vorschub im wesentlichen an denjenigen angepasst ist, der über die Bearbeitungsstation (4) entwickelt wird.
9. Vorrichtung nach einem der vorrangegangenen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsstation und die Bearbeitungsstation (4) auf einem gemeinsamen Maschinengestell (6) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorrangegangenen Ansprüche 2 bis 9, gekenn zeichnet zusätzlich durch eine ausgangsseitige Rollenstation (5), die wie die eingangsseitige Rollenstation (3) durch Rollenanordnungen (14) charakteri siert ist, die zur Ausübung eines Vorschubes auf das Werkstück eingerichtet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorrangegangenen 2 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, dass sämtliche Rollenanordnungen (14) einer Rollenstation (3,5) eine gleiche, insbesondere horizontale Anordnung der Achsen der Rollen (15,15') aufweisen.
12. Vorrichtung nach einem der vorrangegangenen Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Rollenanordnungen (14) zumindest einer Rollenstation (3,5) eine horizontale und ein anderer Teil eine vertikale An ordnung der Achsen der Rollen aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung mit der Maßgabe einge richtet ist, dass die Drehzahlen der Antriebe (7) der Bearbeitungsstation und (16) der Rollenstation (3) gemäß einem wählbaren Verhältnis angelegt sind.
Description:
BESCHREIBUNG Vorrichtung zum spanlosen Umformen von langgestreckten Werkstücken Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bekannt, rohrförmige Werkstücke in einem Kaltwalzverfahren außenseitig mit einer Profilierung, beispielsweise einem Gewinde zu versehen. Das Werk- zeug einer zur Durchführung dieses Verfahrens bestimmten, im Hause der An- melderin bekannten Vorrichtung kann ein mit profilierten Walzen bestückter Werkzeugkopf sein, der um die Achse des Werkstücks antreibbar ist und der während der Bearbeitung nach Maßgabe der Steigung des herzustellenden Gewindes und seiner Drehzahl den Vorschub des Werkstücks in Richtung die- ser Achse bestimmt. Der Werkzeugkopf ist als ringartiger, das Werkstück um- gebender Grundkörper ausgebildet, in dem die ein Arbeitsprofil aufweisenden Walzen sich unter einem, von der Steigung des Gewindes abhängigen Winkel zu der genannten Achse erstrecken und in gleichförmiger Umfangsverteilung gelagert sind. Das Werkstück wird während der Bearbeitung verdrehfest eingespannt, wobei das dem Werkzeugkopf abgekehrte Ende des Werkstücks in einem entlang einer Führung geradlinig verschiebbaren Schlitten eingespannt ist, der somit entsprechend der Länge des Werkstücks einer Vor- schubbewegung unterliegt. Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE 43 13 918 C2 bekannt.

In Abhängigkeit von der Länge der genannten Führung kann eine solche Vor- richtung jedoch ein beträchtliches Bauvolumen beanspruchen. Das Umform- verfahren muß in Abhängigkeit von der Länge des zu bearbeitenden Werk- stücks häufig diskontinuierlich durchgeführt werden, und zwar nach Maßgabe des maximalen Vorschubweges des Schlittens, welches jedoch aufgrund un- vermeidbarer Stillstandszeiten des Werkzeugkopfes sowie der Verschiebezei- ten des Schlittens zu beträchtlichen Verlustzeiten führt.

Verarbeitet werden mit derartigen Vorrichtungen unterschiedliche Stahlqualitä- ten, wobei das Werkstück bisweilen-über seine Länge gesehen-starke Eigenschaftschwankungen aufweist. Diese Inhomogenitäten können insbeson- dere bei der Herstellung von Gewindeprofilen zu nicht mehr tolerierbaren Maß- abweichungen führen.

Nachteilig wirkt sich bei der bekannten Vorrichtung aus, dass die zwischen dem Schlitten und dem Werkzeugkopf bestehende Einspannlänge sich während der Bearbeitung ändert. In Abhängigkeit von der Einspannlänge ändert sich jedoch die Torsionselastizität des Werkstücks, so dass sich bei gegebener Umformge- schwindigkeit die Torsionsbeanspruchung des Werkstücks in Richtung abneh- mender Einspannlängen erhöht. Die Maßhaltigkeit des Werkstücks wird infolge dieser Gegebenheiten bei werkstofflichen Inhomigenitäten erheblich belastet.

Einer Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit sind durch die erreichbare Küh- lung des Werkstücks und die sich mit steigender Temperatur ändernden werk- stofflichen Eigenschaften des Werkstücks sowie mit Hinblick auf die Standzeit des Werkzeugs Grenzen gesetzt. Ein weiterer, durch die schlittenseitige Ein- spannung des Werkstücks bestimmter Nachteil besteht darin, dass aus Stabil- tätsgründen extrem dünnwandige rohrförmige Werkstücke nicht bearbeitet werden können.

Diese bekannte Vorrichtung unterliegt somit bezüglich der Art der zu bearbei- tenden Werkstücke als auch des erzielbaren Durchsatzes beträchtlichen Be- schränkungen, wobei ferner ein kontinuierlicher Betrieb, beispielsweise eine Bearbeitung von auf einer Haspel aufgewickeltem Ausgangsmaterial infolge der taktweisen, durch den Vorschub des Schlittens bestimmten Arbeitsweise bei dieser bekannten Vorrichtung nicht möglich ist.

Es ist vor diesem Hintergrund die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art dahingehend auszugestalten, dass sich bei einer Verminderung des Bauvolumens eine gegenüber dem Stand der Technik fle- xiblere Verwendung und ein durch eine verbesserte Maßhaltigkeit auch bei der

Bearbeitung von Werkstücken mit starken werkstofflichen Eigenschafts schwankungen charakterisiertes Arbeitsergebnis ergibt. Gelöst ist diese Auf- gabe bei einer solchen Vorrichtung durch die Merkmale des Kennzeichnungs- teils des Anspruchs 1.

Erfindungswesentlich ist hiernach, dass eine, der Bearbeitungsstation in Durchlaufrichtung des Werkstücks vorgeordnete Eingangsstation in Abkehr von dem eingangs dargelegten Stand der Technik im wesentlichen ortsfest ange- ordnet ist. Diese Maßnahme bringt eine wesentliche Verkleinerung der Bau- größe der Vorrichtung mit sich, nachdem die ansonsten notwendigen Führun- gen, deren Längen häufig denjenigen des Werkstücks entsprechen, entfallen.

Dies bedeutet auch, dass das Werkstück, welches in der Eingangsstation ver- drehfest gehalten ist, faktisch einer konstanten Einspannlänge zwischen der Bearbeitungsstation und der Eingangsstation unterliegt, wodurch Probleme, die mit sich ändernden Einspannlängen, z. B. sich ändernden Torsionsbeanspru- chungen zusammenhängen, vermieden werden können. Der Arbeitsprozeß kann somit über die gesamte Länge des Werkstücks kontinuierlich durchgeführt werden und es entfällt auf diesem Wege ein nach Maßgabe der absoluten Länge des Werkstücks ansonsten erforderliches taktweises, durch einen vor- übergehenden Stillstand der Bearbeitungsstation und ein zyklisches Verfahren des die verdrehsichere Einspannung des Werkstücks bewirkenden Schlittens entlang einer Führung gekennzeichnetes Arbeitsverfahren. Dies führt bereits bei ansonsten unveränderten Verhältnissen zu einer Durchsatzsteigerung und eröffnet ferner auch eine sinnvolle Möglichkeit zur kontinuierlichen Bearbeitung von beispielsweise draht-oder bandstahlartigem, von einer Haspel während der Bearbeitung abgewickeltem Material, welches nach erfolgter Bearbeitung mittels einer der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Durchlaufrichtung nachge- ordneten Trennvorrichtung nach Maßgabe diskreter, vorgebbarer Längen zu- geschnitten wird.

Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 2 bis 4 besteht die Eingangsstation aus einer Rollenstation, wobei über wenigstens ein Paar achsparalleler Rollen, de- ren Achsen senkrecht zur Achse des langgestreckten Werkstücks verlaufen, ein Vorschub auf das Werkstück in Richtung auf die Bearbeitungsstation aus-

geübt wird und dieses gleichzeitig verdrehsicher gehalten ist. Zumindest eine der beiden Rollen ist in Richtung auf die andere Rolle hin parallel verschiebbar und in jeder Verschiebeposition fixierbar. Die Rollen sind jeweils mit zumindest einer Ringnut versehen, wobei sich zwei gegenüberliegende Ringnuten der beiden Rollen einer Rollenanordnung zu einem Einspannprofil für das zu bear- beitende Werkstück komplettieren. Dieses Einspannprofil ist an die Abmessun- gen des Werkstücks angepasst und mit der Maßgabe angelegt, dass einerseits eine unverdrehbare Fixierung des Werkstücks gegeben ist, andererseits infolge der Drehung der Rollen ein Vorschub auf das Werkstück übertragbar ist. Im einfachsten Fall ist eine Rollenanordnung lediglich durch ein Paar Ringnuten und demzufolge durch ein Einspannprofil gekennzeichnet-in Betracht kom- men jedoch auch mehrere, nebeneinander befindliche, in dieser Weise gebil- dete Einspannprofile. Im Rahmen einer Rollenstation kann lediglich eine Rol- lenanordnung der oben beschriebenen Art vorgesehen sein-zur Verbes- serung der Führungs-und Einspannwirkung können jedoch auch zwei oder mehr in Durchlaufrichtung geringfügig beabstandete Rollenanordnungen vor- gesehen sein. Letztere Maßnahme ist insbesondere bei der Verarbeitung von drahtartigem, von einer Haspel abgewickeltem Ausgangsmaterial von großem Vorteil, wenn vor der Bearbeitung eine Richtwirkung auf dieses Material ausge- übt werden soll. Diese Art der Einspannung und Führung des Ausgangsmateri- als ermöglicht eine Bearbeitung von Vollstabmaterial und von rohrförmigem Material, wobei sogar extrem dünnwandiges rohrförmiges Material verarbeitbar ist. Die Eingangsstation bzw. die hier befindliche Rollenstation können mit einem Antrieb zur Bewirkung eines Vorschubs für das Werkstück ausgerüstet sein. Ein solcher Antrieb ist von großem Vorteil mit Hinblick auf eine Entlastung der Lager der Antriebswalzen des Werkzeugkopfes, über welche ansonsten eine axiale Reaktionskraft aufgenommen werden müsste. In Abhängigkeit von den gestaltlich und/oder werkstofflich bedingten Umformeigenschaften des Werkstücks kann dieser Antrieb jedoch auch entfallen, so dass die Vorschub- kraft auch alleine über dem Werkzeugkopf aufgebracht werden kann.

Gemäß den Merkmalen der Ansprüche 5 und 6 ist die, die Eingangsstation bil- dende Rollenstation mit einem Antrieb versehen, über welchen die Rollen einer jeden Rollenanordnung zur Ausübung einer Vorschubwirkung auf das Werk-

stück antreibbar sind. Die Eingangs-bzw. Rollenstation ist auf einem Schlitten angeordnet, der auf einer Führung beweglich aufgelagert ist, wobei sich an den beiden Enden der Führung Messgeber befinden. Diese Maßnahmen dienen der Gewinnung von Informationen über das Verhältnis der über die Bearbeitungs- station einerseits und die Eingangsstation andererseits ausgeübten Vorschub- wirkungen und bildet die Grundlage zur Regelung der Antriebe beider Statio- nen. Der Messgeber kann im einfachsten Fall ein Endschalter sein, der lediglich das Erreichen des Endes der Führung signalisiert-in Betracht kommt jedoch auch ein Kraftmesssensor, der geeignet ist, Unterschiede der beiden Vor- schubwirkungen quantitativ zu erfassen. In jedem Fall ist die auf diesem Wege gegebene Verschiebbarkeit der Eingangsstation gering angelegt und lediglich dazu bestimmt, übliche, durch Inhomogenitäten bedingte Schwankungen aus- zugleichen. Nachdem der Abstand zwischen der Eingangsstation und der Be- arbeitungsstation nach Maßgabe der Verschiebbarkeit des Schlittens einstell- bar sein kann, kann auf diesem Wege unterschiedlicher Elastizitäten und son- stige Verformungseigenschaften der eingesetzten Werkstücke Rechnung ge- tragen werden. Ein Wesensmerkmal der Erfindung ist in jedem Fall darin zu sehen, dass sich während der Bearbeitung zumindest nicht durch wechselnde Einspannlängen ändernde Torsionsbeanspruchungen des Werkstücks erge- ben.

Gemäß den Merkmalen der Ansprüche 7 und 8 ist eine Steuerungseinrichtung vorgesehen, die zumindest mit dem Antrieb der Rollenstation und den Messge- bern in Wirkverbindung steht und die u. a. dazu bestimmt ist, den über die Ein- gangsstation entwickelten Vorschub an die sonstigen Anforderungen des Ar- beitsprozesses anzupassen. Letzteres kann z. B. darin bestehen, die Vor- schubwirkungen der Bearbeitungsstation und der Eingangsstation aneinander anzupassen.

Die Merkmale der Ansprüche 9 und 10 sind auf weitere vorteilhafte Ausgestal- tungen der Vorrichtung gerichtet. Insbesondere kann hiernach ausgangsseitig eine weitere Rollenstation vorgesehen sein, die konstruktiv der eingangsseiti- gen Rollenstation entspricht. Ausgangsseitig kann jedoch auch eine beliebige

sonstige zur Führung des bearbeitenden Werkstücks bestimmte, ortsfeste oder auch verschiebbare Station vorgesehen sein.

Die Achsen der mehrerer Rollenanordnungen der eingangs-und/oder aus- gangsseitigen Rollenstationen können entsprechend den Merkmalen der An- sprüche 10 und 11 jeweils eine gleiche horizontale oder vertikale Orientierung aufweisen. In Betracht kommen jedoch horizontale und/oder vertikale Achsan- ordnungen der Rollenanordnungen einer Rollenstation.

Es sind weitere Ausgestaltungen des Prinzips der Rollenstationen möglich. So können in einer Rollenstation gegebenenfalls mit geringfügigem Abstand hin- tereinander-in Durchlaufrichtung gesehen-Rollen nach Maßgabe beliebiger, lediglich in einer Vertikalebene gelegener Achsen gelagert sein, die mit Ring- nuten versehen sind, die sich zu einem Einspannprofil für das Werkstück kom- plettieren.

Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 6 sind die Drehzahlen der Antriebe der Bearbeitungsstation und der Rollenstation nach Maßgabe eines wählbaren Verhältnisses angelegt. Über eine als SPS-Steuerung konzipierte Steuerungs- einrichtung kann somit ein gleicher Vorschub beider Antriebe vorgegeben wer- den. Es besteht auch die Möglichkeit, durch Einstellung von Drehzahl-bzw.

Vorschubdifferenzen das Werkstück unter Zug-bzw. Druckbeanspruchung zu setzen.

Mit der Erfindung wird somit eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, die insbe- sondere in Verbindung mit dem im Verhältnis zu demjenigen der Bearbeitungs- station steuerbaren Vorschub der Eingangsstation vielfältige Anpassungsmög- lichkeiten an stoffliche und gestaltliche Eigenschaften des Werkstücks eröffnet.

Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf das in den Zeichnun- gen schematisch wiedergegebene Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.

Es zeigen :

Fig. 1 : eine Prinzipdarstellung des globalen Aufbaus der erfindungsgemäßen Vorrichtung ; Fig. 2 : eine Darstellung des Werkzeugkopfes entsprechend einer Schnittebene II-II der Fig. 1 ; Fig. 3. eine Darstellung der eingangsseitigen Rollenstation der Vorrichtung in einem Axialschnitt ; Fig. 4 eine Darstellung einer Ansicht der Rollenstation entsprechend einer Blickrichtung IV der Fig. 3 ; Fig. 5 eine Teildarstellung der Auflagerung der eingangsseitigen Rollenstation in einer horizontalen Schnittebene entsprechend einer Blickrichtung V der Fig. 1.

Mit 1 ist in Fig. 1 ein spanlos zu bearbeitendes, langgestrecktes Werkstück be- zeichnet, bei welchem es sich um ein Rohr handeln kann, welches zumindest außenseitig über seine gesamte Länge gleichförmig mit einer gewindeartigen Verformung zu versehen ist, beispielsweise in der Form eines Rundgewindes.

Das Werkstück durchläuft die Vorrichtung während der Bearbeitung in Richtung des Pfeiles 2 und erfährt eingangs-und ausgangsseitig geeignete Unterstüt- zungen, die grundsätzlich beliebig ausgebildet sein können, die jedoch abwei- chend von dem eingangs dargelegten Stand der Technik in keinerlei funktio- neller, insbesondere in keinerlei Antriebsverbindung mit der gezeigten Vorrich- tung stehen.

Die wesentlichen Komponenten der Vorrichtung sind eine eingangsseitige Rol- lenstation 3, eine Bearbeitungsstation 4 und eine ausgangsseitige Rollenstation 5, die sämtlich auf einem gemeinsamen Maschinengestell 6 aufgelagert sind.

Die genannten Stationen sind auf dem Maschinengestell 6 in Durchlaufrichtung 2 des Werkstücks 1 unmittelbar hintereinander angeordnet, wobei die Bear- beitungsstation 4 fest und zumindest die eingangsseitige Rollenstation 3 ge-

ringfügig in Durchlaufrichtung bzw. in Gegenrichtung zu dieser Richtung gerad- linig verschiebbar ist.

Mit 7 ist der Antrieb der Bearbeitungsstation bezeichnet, der in Wirkverbindung mit einem in Fig. 2 gezeigten Werkzeugkopf 8 steht. Dieser Werkzeugkopf 8 ist global als ringzylindrisches, um eine Achse 9 drehbar gelagertes Bauteil aus- gebildet, welche Achse sich gleichachsig zu der Längsachse des zu bearbei- tenden Werkstücks 1 erstreckt. Er dient der Lagerung von drei Arbeitswalzen 10, deren Achsen nach Maßgabe der Gewindesteigung zu der Achse 9 unter einem Winkel angestellt sind. Diese Arbeitswalzen 10 sind im Umfangsbereich ringartig nach Maßgabe des herzustellenden Gewindes profiliert, wobei dieses Profil mit der Außenseite des Werkstücks 1 im Eingriff steht.

Der Werkzeugkopf 8 ist außenseitig in ein Gehäuse eingebunden, in welches ferner eine zeichnerisch nicht wiedergegebene Kühleinrichtung integriert ist, die insbesondere im Bereich der Arbeitswalzen 10 eine Kühlwirkung entwickelt, nachdem es in Abhängigkeit von der Arbeitsgeschwindigkeit zu einer beträchtli- chen Wärmeentwicklung kommt, die ohne Kühlung die Standzeit der Arbeits- walzen 10 verkürzen würde. Derartige Kühleinrichtungen sind als solche be- kannt und es wird hierauf im Folgenden nicht näher eingegangen werden.

Das zu bearbeitende Werkstück 1 ist während der Bearbeitung koaxial zu dem Werkzeugkopf 8 gehalten und wird durch diesen hindurchgeführt. Demzufolge sind die Arbeitswalzen 10 in gleichförmiger Umfangsverteilung in dem Werk- zeugkopf 8 gelagert. Die Zahl der Arbeitswalzen 10-in peripherer Richtung gesehen-kann variieren und es können auch mehr als drei Walzen vorgese- hen sein. Auch können-in Durchlaufrichtung 2 gesehen-mehrere Walzenan- ordnungen, bestehend jeweils aus drei oder mehr Arbeitswalzen 10 von der in Fig. 2 gezeigten Art vorgesehen sein, wobei die gesamte Umformarbeit stufen- weise nach Maßgabe der Zahl der aufeinander folgenden Walzenanordnungen durchgeführt wird und wobei sich die Profilierungen der aufeinanderfolgenden Walzenanordnungen demzufolge voneinander unterscheiden.

Wie anhand der Figuren 1 und 5 erkennbar ist, ist die eingangsseitige Rollen- station 3 auf einem Schlitten 11 aufgelagert, der seinerseits entlang zweier sich parallel und mit Abstand zueinander in Vorschubrichtung 2 erstreckender schienenartiger Führungen 12 verschiebbar ist. Diese Verschiebbarkeit ist le- diglich geringfügig und es sind an den Enden beider Führungen 12 jeweils Kraftmessgeber 13 angeordnet, die zumindest zur Generierung eines, das An- liegen des Schlittens an diesen Gebern beschreibenden elektrischen Signals eingerichtet sind. Auf die Zweckbestimmung dieser Kraftmessgeber 13 im Rahmen des Erfindungsgegenstands wird im Folgenden noch näher eingegan- gen werden.

Die Rollenstation 3 ist durch mehrere, in Durchlaufrichtung 2 hintereinander angeordnete, untereinander gleich beschaffene Rollenanordnungen 14 ge- kennzeichnet, wobei sich die Achsen der beiden jeweiligen Rollen 15,15' einer jeden Rollenanordnung senkrecht zur Vorschubrichtung 2 erstrecken. Sämtli- che Rollen 15,15'der Rollenstation 3 werden über einen Antrieb 16 mit Hin- blick auf die Bewirkung eines Vorschubs bei dem Werkstück 1 angetrieben, wobei dieser Antrieb mit einer Steuerungseinrichtung 17 in Wirkverbindung steht. Als Antrieb 16 kann grundsätzlich jeder drehzahlregelbare Antrieb Ver- wendung finden. In der Zeichnung erstrecken sich die Achsen der Rollen 15, 15'horizontal-dies ist nicht unbedingt erforderlich und es kommt gleicherma- ßen auch eine vertikale Erstreckung der Rollen in Betracht. Ferner können mehr als drei Rollenanordnungen 14 in Durchlaufrichtung 2 hintereinander vorgesehen sein, wobei zusätzlich einzelne der Rollenanordnungen unter- schiedliche Achsenorientierungen aufweisen können. Beispielsweise können die Achsen einer ersten Rollenanordnung sich horizontal und diejenigen einer zweiten Rollenanordnung sich vertikal erstrecken.

Die beiden Rollen 15,15' einer jeden Rollenanordnung 14 sind mit wenigstens einer Anordnung einander gegenüberliegender, im Querschnitt dreieckförmiger Ringnuten 18 versehen, die mit der Maßgabe dimensioniert sind, dass der Querschnitt des Werkstücks 1 von zwei derartigen Ringnuten 18 teilweise um- fasst wird. Dementsprechend sind auch die Achsen der Rollen voneinander beabstandet. Zumindest eine der beiden Rollen 15,15' ist in Richtung auf die

Achse der anderen Rolle hin sowie in Gegenrichtung hierzu parallel verschieb- bar in der Rollenstation 3 gelagert, so dass jedenfalls die Möglichkeit einer An- passung an unterschiedliche Durchmessermaße der zu bearbeitenden Werk- stücke 1 gegeben ist. Aufgrund der dreieckförmigen Querschnittsgestaltung der Ringnuten 18 bsteht an den Stellen 19,19'ein linienförmiger Kontakt zwischen den Flanken der Ringnuten einerseits und dem Werkstück 1 andererseits. Von wesentlicher Bedeutung ist, dass eine zentrierende Bewegung der Rollen 15,15' bzw. einer der beiden Rollen mit der Maßgabe eingerichtet ist, dass sich die zentrale Längsachse des auf diesem Wege gegebenen Einspannprofils der Rollenstation 3 stets gleichachsig mit der Längsachse des Werkzeugkopfes 8 erstreckt.

Die ausgangsseitige Rollenstation 5 kann zumindest hinsichtlich einer Unter- bringung von Rollen, sowie der Anordnung der Rollen relativ zu dem Werkstück 1 einen gleichen konstruktiven Aufbau wie die eingangsseitige Rollenstation 3 aufweisen.

Wesentlich ist, dass das Werkstück 1 dadurch, dass die Rollen 15,15' der Rol- lenstation 3 aufeinander zu bewegt werden, das Werkstück in dem, durch die einander gegenüberliegenden, ein Einspannprofil bildenden Ringnuten 18 hin- sichtlich seiner Längsachse unverdrehbar gehalten ist. In Abhängigkeit von der, über den Antrieb 7 vorgegebenen Drehzahl des Werkzeugkopfes 8 in Richtung des Pfeiles 21 sowie der durch das Profil der Arbeitswalzen 10 vorgegebenen Steigung des Gewindeprofils ergibt sich eine Vorschubbewegung des Werk- stücks in Vorschubrichtung 2. Der Antrieb 16 der Rollenstation 3 ist dahinge- hend angelegt, dass die Rollen 15,15' sämtlicher Rollenanordnungen 14 syn- chron in den jeweiligen Umdrehungsrichtungen 20,20' angetrieben werden, und zwar mit der Maßgabe, dass ein gleichförmiger Vorschub des Werkstücks 1 in Richtung auf den Werkzeugkopf 8 hin erfolgt, so dass über den, durch den Antrieb 7 und den Werkzeugkopf vorgegebenen Vorschub auch die über den Antrieb 16 vorgegebene Umlaufgeschwindigkeit der Rollen 15,15' bestimmt wird. Die Position des Schlittens 11 und damit der Rollenstation 3 entlang der Führungen 12 ergibt sich somit in Abhängigkeit von dem Verhältnis der über

die Antriebe der Bearbeitungsstation 4 bzw. der Rollenstation 3 ausgeübten Vorschubwirkungen.

Im einfachsten Fall kann die Eingangsstation bzw. die Rollenstation 3 auch fest bzw. entlang von Führungen 12 fest einstellbar angelegt sein, insbesondere dann, wenn kein Antrieb für die Eingangsstation vorgesehen ist.

Zu diesem Zweck wird eine eventuelle Bewegung der Rollenstation 3 auf den Führungen 12 über die dort befindlichen Kraftmessgeber 13 erfaßt und über die Steuerungseinrichtung 17 ausgewertet. Führt diese Auswertung zu einem Vor- oder einem Nachlauf der Umlaufgeschwindigkeit der Rollen 15,15'gegenüber einer, über die Arbeitsstation vorgegebenen Sollgeschwindigkeit, wird über die Steuerungseinrichtung 17 der Antrieb 16 mit Hinblick auf einen Gleichlauf der Rollen 15,15'hin ausgesteuert.

Das Werkstück 1 ist in der Rollenstation 3 unverdrehbar gehalten und erfährt gleichzeitig eine axial gerichtete Führungswirkung, ohne dass wie bei dem ein- gangs dargelegten Stand der Technik eine faktisch nach Maßgabe der Länge des Werkstücks notwendige Verfahrbarkeit eines die unverdrehbare Einspan- nung des Werkstücks bewirkenden Schlittens erforderlich ist. Der Abstand zwi- schen dem, die unverdrehbare Fixierung des Werkstücks 1 bewirkenden Ein- spannpunkts einerseits und der Arbeitsstation andererseits ist kurz und insbe- sondere im Vergleich zum Stand der Technik nahezu konstant. Dies bedeutet, dass sämtliche, mit einer sich während der Bearbeitung ändernden Einspann- länge ergebenden Probleme, die insbesondere bei solchen Stahlsorten auftre- ten, deren werkstoffliche Eigenschaften stark inhomogen sind, vermieden wer- den.

Die, in den Rollenstationen 4,5 benutzten Rollen können Arbeitswalzen 10 sein, in die die zur Bildung von Einspannprofilen bestimmten Ringnuten eingefräst oder in sonstiger Weise eingearbeitet sind. Auf diesem können Justierarbeiten, die ansonsten mit Hinblick auf die Einstellung einer axialen Ausrichtung von Rollen-und Bearbeitungsstation anfallen, vergleichsweise einfach durchgeführt werden, ein Vorteil, der insbesondere bei einem Übergang auf andere Dimen- sionen des Werkstücks 1 von Bedeutung ist.