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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR GRINDING ORGANIC SUBSTANCES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/047065
Kind Code:
A1
Abstract:
A grinder for grinding fruits is equipped with a rotatably mounted disc (2) having grinding elements (4) and comprises a stuffing device (7) having a conveyor worm (6) for feeding the fruit to the disc (2). A gap (19) whose width can be adjusted is located between the stuffing device (7) and the disc (2). An independent control of the gap (19) and of the rotational speed of the conveyor worm (6) and disc (2) enables the provision of ground fruit in the form of a mash structure which is well-matched to the type of fruits used and to a successive processing of the mash.

Inventors:
Keller, Max (Fliederweg 6 Endingen, CH-5304, CH)
Application Number:
PCT/CH2000/000029
Publication Date:
August 17, 2000
Filing Date:
January 21, 2000
Export Citation:
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Assignee:
BUCHER-GUYER AG (Murzelenstrasse Niederweningen, CH-8166, CH)
Keller, Max (Fliederweg 6 Endingen, CH-5304, CH)
International Classes:
A23N1/02; B02C18/06; B02C18/18; B02C18/22; B26D1/29; (IPC1-7): A23N1/02
Foreign References:
US5743176A1998-04-28
US4673135A1987-06-16
US2218119A1940-10-15
US4584919A1986-04-29
US4683790A1987-08-04
US4584919A1986-04-29
US4683790A1987-08-04
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Claims:
PATENTANSPRUECHE
1. Vorrichtung zur Zerkleinerung von organischen Substanzen, insbesondere zum Zerreissen von Früchten, umfassend einen, um seine Achse drehbar gelagerten Teller (2) nebst einem Motor (3) zu dessen Drehantrieb, wobei an einer Stirnseite des Tellers (2) Reisselemente (4) angeordnet sind, sowie Mittel (7) zur Zuführung der organischen Substanzen zur Stirnseite des Tellers (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Zuführung der organischen Substanzen als Stopfvorrichtung (7) mit Antriebsmotor (11) ausgebildet sind und dass die Stopfleistung der Stopfvorrichtung (7) und die Zerkleinerungsleistung des drehbar gelagerten Tellers (2) voneinander unabhängig einstellbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stopfvorrichtung (7) eine Förderschnecke (6) umfasst, deren Achse (5) im wesentlichen in einer Verlängerung der Tellerachse (1) liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stopfvorrichtung (7) die organischen Substanzen im wesentlichen der gesamten Stirnfläche des Tellers (2) über ein zylindrisches Gehäuse (8) zuführt, dessen Ausgang (10) der Stirnfläche in einem Abstand (19) gegenübersteht und dass das zylindrische Gehäuse (8) Leitelemente (16,17) umfasst, welche eine Drehbewegung der zugeführten organischen Substanzen sperren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsende (10) des zylindrischen Gehäuses (8) der Stopfvorrichtung (7) einen auswechselbaren Verschleissring (50,50') aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (19) zwischen dem Ausgangsende (10) des zylindrischen Gehäuses (8) und der Stirnfläche des Tellers (2) einstellbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Stellmittel (52, 58,59) zur Veränderung des Abstandes (19) zwischen Gehäuse (8) und Stirnfläche mittels eines Motors (58) während des Betriebes der Vorrichtung vorhanden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem tellerseitigen Ende der Förderschnecke (6) und der Stirnfläche des Tellers (2) mindestens 50 mm beträc.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Teller auf einer Antriebswelle über eine Gewindeverbindung gelacert ist und dass der Abstand zwischen dem Ausgangsende des zylindrischen Gehäuses und der Stirnfläche des Tellers durch Verdrehen des Tellers gegen die Antriebswelle einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Stirnseite des Tellers (2) angeordneten Reisselemente als mehrere auswechselbar befestigte, im wesentlichen radial verlaufende Reissleisten (4) mit sägeförmigen Kanten ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stirnseite des Tellers (2) direkt neben den radial verlaufenden Reissleisten (4) mindestens auf deren einer Seite eine am äusseren Tellerrand offene Nut (34,35,36) zur Abführung der zerkleinerten organischen Substanzen (32) angebracht ist. ll. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der sperrenden Leitelemente (17) im Gehäuse (8) der Stopfvorrichtung (7) axial annähernd bis an die Reissleisten (4) am Teller (2) heranreicht und längs deren Kanten mit einer in die Sägeform passenden Zahnung als Abstreifelement eir.
11. greift.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Reissleisten gegenüber der Stirnseite des Tellers durch Einführen und Arretieren der Reissleisten in Radialnuten unterschiedlicher Tiefe einstellbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Reissleisten (4) in den Radialnuten durch ein zentral angebrachtes Schraubelement (21) arretierbar und lösbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Teller (2) nebst zugehörigem Motor (3) für einen Wechsel der Reissleisten (4) vom Gehäuse (8) der Stopfvorrichtung (7) wegschwenkbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine bewegliche Stützvorrichtung (13) umfasst, welche eine, den Teller (2) nebst einer Antriebswelle (20) und den Antriebsmotor (3) umfassende Baueinheit beim Schwenkvorgang im Schwerpunkt der Baueinheit abstützt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse zum Aufnehmen und Abführen der zerkleinerten organischen Substanzen umfasst, welches mindestens den drehbar gelagerten Teller (2) als einseitig offener Ringkanal (14) umschliesst, an das zylindrische Gehäuse (8) der Stopfvorrichtung (7) anschliesst und mindestens im Bereich des Tellers (2) zur Ableitung der organischen Substanzen mit der Tellerebene einen spitzen Winkel einschliesst.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (3) des drehbar gelagerten Tellers (2) wahlweise in beiden Drehrichtungen wirksam ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass SensorMittel (71) vorhanden sind, welche Vibrationen der Vorrichtung beim Betrieb erfassen und bei Überschreiten eines vorgebbaren Grenzwertes für die Vibrationen die Antriebe (3,11) der Vorrichtung stillsetzen.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass SensorMittel (70) zur Erfassung des beim Drehantrieb des drehbar gelagerten Tellers (2) wirksamen Drehmomentes vorhanden sind, sowie mit den Sensor Mitteln (70) wirkverbundene Steuermittel (75) zur Einstellung der Stopfleistung der Stopfvorrichtung (7) auf einen Wert, welcher einem vorgegebenen Wert dieses Drehmomentes entspricht.
Description:
Vorrichtung zur Zerkleinerung von oraanischen Substanzen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zerkleinerung von organischen Substanzen, insbesondere zum Zerreissen von Früchten, umfassend einen, um seine Achse drehbar gelagerten Teller nebst einem Motor zu dessen Drehantrieb, wobei an einer Stirnseite des Tellers Reisselemente angeordnet sind, sowie Mittel zur Zuführung der organischen Substanzen zur Stirnseite des Tellers.

Eine Trommel-Schneidmaschine, insbesondere zum schneiden von Zuckerrüben in Schnitzel, ist aus US-A-4,584,919 (Bittner) bekannt. Sie besitzt eine Anzahl von Halteelementen, welche über den Umfang der Trommel in gleichen Abständen angeordnet sind und sich im wesentlichen parallel zur Trommelachse erstrecken. Zwischen je zwei Halteelementen ist ein Messerkasten gehal-ert, in dem mindestens ein Schneidmesser befestigt ist, dessen Schneidkante sich im wesentlichen in Umfar. gsrichtung erstreckt.

Auch zum Zerreissen von Früchten sind schon verschiedene Ausführungsformen von Trommelmühlen dieses Typs bekannt, <BR> <BR> <BR> z. B. die Typen Central von Bucher-Guyer AG, Niederweningen, Schweiz. Eine solche Trommelmühle umfasst einen in einem Stück hergestellten Trommelkörper, über dessen Umfang Halteelemente für die Reissmesser in geringen Abständen angeordnet sind. Im betriebsbereiten Zustand bildet die Trommel einer solchen Mühle einen im wesentlichen geschlossenen Hohlraum mit eir. er einseiticen axialen

Öffnung, durch welche die zu zerreissenden Früchte mittels einer Transportschnecke zugeführt werden.

Bei derartigen Trommelmühlen haben sich folgende Nachteile gezeigt : -Die in der Trommel mit hoher Geschwindigkeit umlaufenden Früchte, insbesondere Äpfel, erzeugen grosse Unwuchtkräfte. Die ganze Mühle schüttelt und erzeugt viel Lärm. Die Unwuchtkräfte wirken sich auch nachteilig auf die Lebensdauer der verwendeten Lager der Trommel aus.

-Trotz Variation einer Zahnteilung der Messer ist die Struktur der entstehenden Maische nur sehr wenig beeinflussbar. Diese Struktur beeinflusst aber das Ausbeute/Leistungsverhalten der Maische bei nachfolgenden Pressvorgängen, welches durch eine Prozessoptimierung nicht verbessert werden kann.

-Fremdkörper im Fruchtgut, wie Steine, erzeugen relativ grosse Unwuchten und beschädigen die Reissmesser stark.

-Eine Stopfhilfe für die Früchte und die Mahltrommel laufen mit gleicher Drehzahl. Die Mühle arbeitet nicht mit maximaler Leistung, da praktisch keine Verstopfung erfolgt.

Bei zu geringer Fruchtzuführung wird ein Feinanteil in der Maische sehr hoch. Dies wirkt sich nachteilig auf die Leistung einer nachfolgenden Pressung aus und führt zu Verstopfungen von Filtern für eine Fest/flüssig-Trennung.

-Der Mantel der Mahltrommel mit den erforderlichen Maischeauslass-Schlitzen ist in der Herstellung sehr aufwendig.

Weiterhin ist aus US-A-4,683,793 (Bittner) auch schon eine Teller-Schneidmaschine, insbesondere zum schneiden von Zuckerrüben in Schnitzel bekannt. Diese Maschine umfasst ein Maschinengestell und einen Tellerschneider mit Lagerung und Antrieb. Der Tellerschneider hat eine ebene Oberseite und gleichmässig verteilte Durchlässe für das geschnittene Produkt, welche sich vorzugsweise lang in radialer Richtung erstrecken. Aufnahmen für Schneidmesser sind an den Durchlässen angeordnet.

Bei Teller-Schneidmaschinen der bekannten Art besteht der Tellerschneider meist aus einer Stahlplatte mit rechteckigen Durchlässen für das geschnittene Produkt. Bei derartigen Tellermühlen haben sich folgende Nachteile gezeigt : -Geringe Leistung, da nur ein Teilbereich des Tellers beaufschlagt wird.

-Eine Stopfschnecke zur Produktzuführung fehlt entweder ganz oder läuft mit gleicher Drehzahl wie der Teller, wobei sich ein ungenügender Stopfeffekt ergibt.

-Zu grosse Schneckengänge der Stopfschnecke führen zu Überlastung oder Blockierung.

-Die Funktion der Tellermühle ist an die Art des Mahlgutes schlecht anpassbar.

-Das Produkt einer Schneidmaschine ist als Pressgut für eine Entsaftung nicht geeignet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile der bekannten Vorrichtungen zur Zerkleinerung von organischen Substanzen durch eine neue Ausbildung zu vermeiden.

Gemäss der Erfindung wird die Lösung dieser Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Mittel zur Zuführung der organischen Substanzen als Stopfvorrichtung mit Antriebsmotor ausgebildet sind und dass die Stopfleistung der Stopfvorrichtung und die Zerkleinerungsleistung des drehbar gelagerten Tellers voneinander unabhängig einstellbar sind.

Die Stopfvorrichtung umfasst vorzugsweise eine Förderschnecke, deren Achse im wesentlichen in einer Verlängerung der Tellerachse liegt. Mit Vorteil führt die Stopfvorrichtung die organischen Substanzen im wesentlichen der gesamten Stirnfläche des Tellers über ein zylir. drisches Gehäuse zu, dessen Ausgang der Stirnfläche in einem Abstand gegenübersteht, und das zylindrische Gehäuse umfasst Leitelemente, welche eine Drehbewegung der zugeführten organischen Substanzen sperren. Dabei sind die an der

Stirnseite des Tellers angeordneten Reisselemente als mehrere auswechselbar befestigte, im wesentlichen radial verlaufende Reissleisten mit sägeförmigen Kanten ausgebildet und auf der Stirnseite des Tellers direkt neben den radial verlaufenden Reissleisten ist mindestens auf deren einer Seite eine am äusseren Tellerrand offene Nut zur Abführung der zerkleinerten organischen Substanzen angebracht.

Ein vorteilhafter Betrieb der Vorrichtung wird ermöglicht durch Sensor-Mittel zur Erfassung des beim Drehantrieb des drehbar gelagerten Tellers wirksamen Drehmomentes, sowie mit den Sensor-Mitteln wirkverbundene Steuermittel zur Einstellung der Stopfleistung der Stopfvorrichtung auf einen Wert, welcher einem vorgeaebenen Wert dieses Drehmomentes entspricht.

Weitere Varianten der Vorrichtung sind in den Patentansprüchen gekennzeichnet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung und den Figuren der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen : Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine Reissmühle für Früchte mit einer erfindungsgemässen Zerkleinerungsvorrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt durch eine einseitige Nut mit rechteckigem Profil neben einem Reisselement in einem Drehteller der Reissmühle gemäss Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt durch eine beidseitige Nut neben einem Reisselement in einem Drehteller der Reissmühle gemäss Fig. 1, Fig. 4 einen Querschnitt durch eine einseitige Nut mit rundem Profil neben einem Reisselement in einem Drehteller der Reissmühle gemäss Fig. 1,

Fig. 5 einen Querschnitt durch eine einseitige Nut mit angeschrägtem Profil neben einem Reisselement in einem Drehteller der Reissmühle gemäss Fig. 1, Fig. 6 einen Querschnitt durch einen Mantel eines zylindrischen Gehäuses einer Stopfvorrichtung zur Produktzuführung bei der Reissmühle gemäss Fig. 1, Fig. 7 eine Aufsicht auf einen Drehteller der Reissmühle gemäss Fig. 1, Fig. 8a, 8b, 8c zwei radiale Längsschnitte und einen radialen Querschnitt durch eine Lagerung eines Drehtellers der Reissmühle gemäss Fig. 1 mittels Distanzbolzen in verschiedenen axialen Lagen.

Fig. 9 ein Detail eines auswechselbaren Verschleissringes an dem zylindrischen Gehäuse der Stopfvorrichtung zur Produktzuführung gemäss Fig. 1 in einem Querschnitt senkrecht zur Gehäuseachse, Fig. 10 das Detail gemäss Fig. 9 in einem Querschnitt parallel zur Gehäuseachse, Fig. 11 einen Radialschnitt eines Details mit einem axial verstellbaren Verschleissring an dem zylindrischen Gehäuse der Stopfvorrichtung zur Produktzuführung gemäss Fig. 1 zur Veränderung eines Mahlspaltes zwischen Verschleissring und einem Drehteller der Reissmühle gemäss Fig. 1, Fig. 12 eine radiale Aufsicht auf das Detail gemäss Fig. 11 und Fig. 13 ein Schema einer Regelvorrichtung mit Steuerelementen für die Reissmühle gemäss Fig. 1 zur Wahl der Struktur des zerkleinerten Mahlproduktes.

Wie der schematische Querschnitt durch eine Reissmühle für

Früchte mit einer erfindungsgemässen Zerkleinerungsvorrichtung gemäss Fig. 1 zeigt, umfasst diese Reissmühle einen um eine horizontale Achse 1 drehbar gelagerten Teller 2 nebst einem Motor 3 zu dessen Antrieb.

Auf einer Stirnseite des Tellers 2 sind, wie Fig. 7 genauer zeigt, mehrere Reissleisten 4 radial angeordnet. In einer Verlängerung der Achse 1-st eine Achse 5 einer Förderschnecke 6 einer Stcofvorrichtung 7 zur Zuführung von organischen Substanzen zur Zerkleinerung angeordnet. Die Förderschnecke 6 liegt in einem zylindrischen Gehäuse 8 mit einer Einlassöffnung 9 und einem Ausgang 10, welcher der Stirnseite des Tellers 2 gegenüber liegt. Zum Antrieb der Förderschnecke 6 ist ein Motor 11 am Gehäuse 8 angeordnet.

Der Teller 2 und die Förderschnecke 6 drehen mit Vorteil gegenläufig. Die Drehzahl des Tellers 2 ist wesentlich grösser als jene der Förderschnecke 6. Der Teller 2 nebst seinem Motor 3 sind an einer Flanschplatte 12 montiert, welche lösbar mit dem Gehäuse 8 verbunden ist. Die aus Motor 3, Flanschplatte 12 und Teller 2 bestehende Baugruppe ist mittels einer Schwenkvorrichtung 13 vom Gehäuse 8 weg und in eine vertikale Lace der Achse 1 schwenkbar. Dadurch wird die Stirnseite des Tellers 2 mit den Reissleisten 4 für Reinigung und Werkzeugwechsel gut zugänglich. Das Gehäuse 8 reicht, wie Fig. 1 zeigt, über den Ausgang 10 hinaus und umschliesst den Teller 2 mit einem einseitig offenen Ringkanal 14, an welchen unten ein Ausfallschacht 15 für die zerkleinerten organischen Substanzen anschliesst.

Zur besseren Ableitung der vom Teller 2 abgetrennten zerkleinerten organischen Substanzen schliesst das Gehäuse 8 mindestens im Bereich des Tellers 2 mit der Tellerebene einen spitzen Winkel ein. Wie in Fig. 1 erkennbar und in Fig. 6 genauer gezeigt, sind innen am Mantel des zylindrischen Gehäuses 8 achsparallel vier Leisten 16 angeordnet, welche als Drehsperre für die von der Förderschnecke 6 eingezocenen organischen Substanzen wirken.

Diese Drehsperren verhindern oder reduzieren ein Mitdrehen des Mahlgutes mit der Förderschnecke 6. Ziel ist, dass die Früchte, z. B. Äpfel, blockartig zum Teller 2 gelangen. Eine zu starke Relativbewegung der appel zueinander erhöht einen Feinanteil im Mahlgut. Die zerkleinerte Maische wird vom Teller 2 in den Ringkanal 14 des Gehäuses 8 abgeschleudert.

Dabei soll die Struktur der Maische möglichst wenig zerstört werden. Durch die Schräglage des Gehäuses 8 im Bereich des Tellers 2 wird vorteilhaft ein Aufprallwinkel der Maische zwischen 15 Grad und 75 Grad erzielt. Die Maische fällt dann über den Aus=allschacht 15 nach aussen.

Zusätzlich zu den Leisten 16 ist in den Fig. 1 und 6 am Ausgang 10 des Gehäuses 8 noch eine Drehsperre 17 mit einer Stützplatte 18 erkennbar. Die Reissleisten 4 besitzen zur Verbesserung der Zerreisswirkuna sägeförmige Kanten, in welche die Drehsperre 17 zur Entfernung von Fasern aus den Zähnen mit einer Geaenverzahnung beim Betrieb der Reissmühle eingreift. Der Teller 2 steht dem Ausgang 10 des Gehäuses 8 über einen Mahlspalt 19 im Abstand gegenüber.

Der Mahlspalt 19 bestimmt zusammen mit der Feinheit der Teilung der sägeförmigen Kanten der Reissleisten 4 und der Drehzahl des Tellers 2 im Wesentlichen die Struktur des Mahlgutes.

Wie Fig. 8a im Einzelnen zeigt, ist im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 der Mahlspalt 19 bei Stillstand der Vorrichtung veränderbar. Hierfür ist der Teller 2 auf einer Welle 20 mittels einer Befestigungskappe 21 über Distanzbolzen 22 in einem Mitnehmer 23 verankert. Durch einführen mindestens zweier Distanzbolzen 22 in Bohrungen verschiedener Tiefe im Mitnehmer 23 kann man den Abstand zwischen Teller 2 und Mitnehmer 23 und damit den Mahlspalt 19 verändern. Fig. 8c zeigt einen Schnitt gemäss Fig. 8a senkrecht zur Welle 20 längs der Linie C-C. Die Schnittebene der Fig. 8a ist in Fig. 8c durch die Linie A-A angegeben. Die Schnittebene der Fig. 8b ist in Fig. 8c durch die Linie B-B angegeben. Man erkennt in Fig. 8b, dass die hier geschnittenen Bohrungen im Mitnehmer 23 nicht

durch Distanzbolzen 22 gerr. äss Fig. 8a ausgefüllt, jedoch tiefer als die Bohrungen im Mitnehmer 23 gemäss Fig. 8a sind. Die Befestigungskappe 21 wirkt zentral auf die radial auf der Stirnfläche des Tellers 2 mit Befestigungsnasen 24 auswechselbar eingehängter. Reissleisten 4 und damit auf den Teller 2.

Ist der Teller 2 mittels der Schwenkvorrichtung 13 ausgeschwenkt, so können die Reissleisten 4 einfach durch Lösen nur einer Verschraubung der Befestigungskappe 21 gewechselt werden. Vorteilhaft ist dabei, wie Fig. 1 zeigt, die um 90 Grad geschwenkte Endlage des Motors 3. Die Reissleisten 4 können in dieser Lage auch ohne Befestigungskappe 21 nicht aus dem Teller 2 herausfallen.

Für das Ausschwenken des Motors 3 wird eine Verschraubung oder ein Schnellverschluss zwischen der Flanschplatte 12 und dem zylindrischen Gehäuse 8 gelöst, und mit der beidseitig des Motors 3 angeordneten Schwenkvorrichtung 13 wird die Baugruppe Motor 3, Flanschplatte 12, Teller 2 ausgeschwenkt. Bei Überwindung einer höchsten Lage 25 fällt diese Baugruppe in eine Lage 26. In dieser Lage 26 wird ein Teil der Schwenkvorrichtung 13 gelöst, der Motor 3 um 90 Grad nach oben geschwenkt und in der geschwenkten Lage wieder arretiert.

Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine der auf der Stirnseite des Tellers 2 gemäss Fig. 1 radial angeordneten Reissleisten 4. Infolge der Drehung des Tellers 2 wird eine Bewegung der Reissleiste 4 in Richtung des Pfeiles 30 nach unten angenommen. Dabei reisst der mit einer Höhe 31 über die Stirnseite des Tellers 2 vorstehende Teil der Reissleiste 4 Teile 32 aus einer von der Förderschnecke 6 angestopften Frucht 33 heraus. Diese Teile 32 werden durch eine einseitig in Richtung des Pfeiles 30 vor der Reissleiste 4 in dem Teller 2 angeordnete Nut 34 mit rechteckigem Profil abgeleitet. Die Nut 34 ist am Umfang des Tellers 2 offen, sodass hier die Teile 32 in den Ringkanal 14 und den Ausfallschacht 15 austreten können.

Wichtig ist, dass die Maische unmittelbar nach der Abtrennung vom Apfel möglichst wenig mechanisch beansprucht wird, damit ihre Struktur nicht verändert wird.

Unter dem Vorgang"Ratzen"wird hier ein teilweise kombinierter Effekt von Schneiden und Reissen verstanden.

Ziel ist dabei, dass die aus einer Frucht 33 heraus geratzten Teile 32 eine möglichst grosse freie Oberfläche aufweisen, damit viele Fruchtzellen frei liegen. So kann ein grosser Teil des Zellsaftes frei abfliessen, und ein am geratzten Produkt nachfolgender Entsaftungs-und Pressvorgang wird erleichtert.

Der in Fig. 3 dargestellte Querschnitt entspricht jenem der Fig. 2, jedoch ist gemäss Fig. 3 beidseitig der Reissleiste 4 je eine Nut 35 und 36 angeordnet. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass aus der Frucht 33 gemäss Fig. 2 heraus gerätzte Teile 32 bei Betrieb des Tellers 2 in beiden Drehrichtungen abgeführt werden. Die Reissleisten 4 können also beidseitig verwendet werden. Die Reissleisten 4 nützen sich regelmässig nur dort ab, wo sie gemäss der Laufrichtung 30 des Tellers 2 beansprucht werden. Ist eine Seite stumpf, so kann durch Drehrichtungswechsel die Lebensdauer der Reissleisten 4 verdoppelt werden. Die Nuten 35,36 sind mit einem Radius 37 verrundet. Dadurch wird ein Festsetzen oder Verklemmen von Stielen und Kernen der Früchte 33 in den Nuten 35,36 reduziert.

Der in Fig. 4 dargestellte Querschnitt entspricht jenem der Fig. 2, jedoch ist gemäss Fig. 4 die Nut 34'voll verrundet. Dadurch werden ungewollte Ablagerungen oder Verklemmungen von Teilen der Früchte 33 noch besser verhindert.

Der in Fig. 5 dargestellte Querschnitt entspricht ebenfalls jenem der Fig. 2, jedoch ist gemäss Fig. 5 die Nut 34'' angeschrägt, wodurch ebenfalls ein Verklemmen von Feststoffen in den Nuten 34''verhindert wird.

Fig. 6 zeigt einen Querschnitt A-A gemäss Fig. 1 durch das zylindrische Gehäuse 8 der Reissmühle senkrecht zur Achse.

Man erkennt drei der vier Leisten 16, welche sich als Drehsperre über die Mantellänge des Gehäuses 8 erstrecken.

Weiterhin ist die Drehsperre 17 mit Stützplatte 18 dargestellt, welche sich am Ausgang 10 des Gehäuses 8 gemäss Fig. 1 über einen grösseren axialen Bereich erstreckt. Die Drehsperre 17 mit oder auch ohne Gegenverzahnung zu den Reissleisten 4 hat zwei Funktionen : Beruhigung der Früchte 33 vor den Reissleisten 4 durch Reduktion von Rollbewegungen mit dem Ergebnis einer besseren Maischestruktur, und Abstreifen von Fasern, die sich in den Reissleisten 4 verhängen und nicht abgeschleudert werden. Die Maischestruktur wird gleichmässiger, und die Leistung der Antriebsmotoren 3 und 11 wird verlustfrei und gezielt eingesetzt.

Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf die Stirnseite des drehbar gelagerten Tellers 2 gemäss Fig. 1 mit den Reissleisten 4 und einseitig unmittelbar benachbarten Nuten 34 zur Produktabführung. Die Reissleisten 4 sind radial angeordnet und ihre Verlängerungen treffen sich in der Drehachse 1 des Tellers 2. Es sind auch Anordnungen möglich, bei denen die Richtungen der Reissleisten 4 nicht auf die Drehachse 1 zeigen. Die Anzahl der Reissleisten 4 liegt mit Vorteil zwischen etwa 4 und 40. Die Reissleisten 4 können auch unterschiedliche Längen aufweisen. Die Nuten 34 liegen in Laufrichtung gesehen vor den Reissleisten. Die Maische verlässt die Nuten 34 mit einer Radialgeschwindigkeit 40 und einer Umfangsgeschwindigkeit 41, aus welchen eine Geschwindigkeit 42 mit einem Abströmwinkel 43 resultiert.

Fig. 9 zeigt ein Detail eines auswechselbaren Verschleissringes 50 an dem zylindrischen Gehäuse 8 der Stopfvorrichtung zur Produktzuführung gemäss Fig. 1 in einem Querschnitt senkrecht zur Gehäuseachse, Fig. 10 zeigt das gleiche Detail in einem Querschnitt parallel zur Gehäuseachse. Beide Querschnitte gehen durch eine Befestigungsschraube 51, welche durch den Verschleissring

50 hindurch in die Leiste 16 eingreift. In Fig. 10 ist auch die Fortsetzung 8'des Gehäuses 8 zum Ringkanal 14 gemäss Fig. 1 erkennbar.

Da mit einigen Mahlgütern zur Zerkleinerung auch gelegentlich Fremdkörper in die Reissmühle gelangen, ist der Rand des Gehäuses 8 ar. Mahlspalt 19 gemäss Fig. 1 einem starken Verschleiss unterworfen. Dementsprechend kann der Verschleissring 50 am Mantel des Gehäuses 8 mit der Verschraubung 51 ausgewechselt werden. Der Verschleissring 50 ist vorteilhaft aus einem verschleissarmen hochwertigen Stahl hergestellt.

Fig. 11 zeigt einen Radialschnitt eines Details eines axial verstellbaren Verschleissringes 50'an dem zylindrischen Gehäuse 8 der Stopfvorrichtung zur Produktzuführung gemäss Fig. 1. Damit kann man den Mahlspalt 19 auch während des Betriebes und automatisch verstellen. Fig. 12 zeigt eine radiale Aufsicht in Richtung der Pfeile B-B gemäss Fig. 11, wobei die Schnittebene der Fig. 11 in Fig. 12 durch die Pfeile C-C bezeichnet ist. Längs des Umfanges des Verschleissringes 50'befiden sich im Gehäuse 8 mehrere zu dessen Achse parallele Scr. itze 51, durch welche in den Verschleissring 50'eingeschraubte Bolzen 52 geführt sind.

Der Innenraum des Gehäuses 8 ist durch zwei in den Verschleissring 50'eingelassene O-Ringe 53 nach aussen abgedichtet.

Die Bolzen 52 greifen weiterhin noch durch schräge Schlitze 54 in einem aussen auf das Gehäuse 8 aufaesetzten Steuerring 55 hindurch. Der Steuerring 55 weist an einem Flansch 56 einen Zahnkranz 57 auf, den ein von einem Motor 58 getriebenes Ritzel 59 antreibt. Der Motor 58 ist am Mantel des Gehäuses 8 über einen Flanschr-ng 60 befestigt.

Je nach Drehrichtung des Motors 58 wird der Mahlspalt 19 vergrössert oder verkleinert.

Fig. 13 zeigt ein Schema einer Regelvorrichtung mit Steuerelementen für die Reissmühle gemäss Fig. 1 zur Wahl

der Struktur des zerkleinerten Mahlproduktes. Der Fig. 1 entsprechende Bauelemente tragen in Fig. 13 die Bezugszeichen gemäss Fig. 1. Zur Erfassung des Ist- Zustandes der Reissmühle sind gemäss Fig. 13 folgende Sensoren angeordnet : Ein Sensor für die Leistungsaufnahme des Antriebes 3 des Tellers 2 mit einer Signalleitung 70, ein Sensor zur Erfassung der Beschleunigungen bei Vibrationen der Zerreissvorrichtung mit einer Signalleitung 71, ein Wegaufnehmer für den Verschleissring zur Messung des Mahlspaltes 19 mit einer Signalleitung 72, und ein Sensor für die Leistungsaufnahme des Antriebes 11 der Förderschnecke 6 mit einer Signalleitung 73.

Die Signalleitungen 70,71,72,73 sind, wie Fig. 13 zeigt, mit einem Regler 75 verbunden. In Abhängigkeit vom Ist- Zustand und von externen Vorgaben über eine Leitung 76 erzeugt der Regler 75 folgende Vorgaben für die Reissmühle : Eine Drehzahlvorgabe für den Antrieb 3 des Tellers 2 über eine Leitung 77, eine Drehzahlvorgabe für den Antrieb 11 <BR> <BR> <BR> der Förderschnecke 6 über eine Leitung 78, und eine<BR> <BR> <BR> Ansteuerung für den Stellmotor 58 für den Mahlspalt 19 über eine Leitung 79.

Mit den soweit beschriebenen Mess-und Steuergrössen werden bei der Vorrichtung zur Zerkleinerung g von organischen Substanzen folgende Regel-und Steuerfunktionen erreicht : Regelkreis für das Drehmoment des Antriebes für den Teller 2. Hierbei wird die Drehzahl des Tellers 2 fest vorgegeben.

Das Drehmoment des Tellerantriebes wird durch die Leistungsaufnahme über die Leitung 70 indirekt gemessen.

Diese Messgrösse Drehmoment wird konstant gehalten durch Veränderung der Drehzahl der Förderschnecke 6 als Stellgrösse. Mit zunehmender Schneckendrehzahl steigt der Drehmomentbedarf des Tellerantriebes.

Beeinflussung der Struktur der Maische. Diese Struktur wird durch Verstellung folgender Parameter während des Betriebes der Reissmühle beeinflusst : Drehzahl des Tellers 2, Grosse des Mahlspaltes 19 und Leistungsaufnahme des Antriebes 3

des Tellers 2.

Aufgabengemäss werden mit der soweit beschriebenen Vorrichtung folgende Vorteile erreicht : Durch die Abführung der Maische in den Nuten 34 des Tellers 2 und im Ringkanal 14 des Gehäuses 8 wird deren Struktur nicht durch Staueffekte verändert oder beschädigt. Es entstehen weniger Feinstanteile in der Maische, welche in Fruchtpressen zu Filterverstopfungen führen und die Pressleistung reduzieren.

Durch eine breite Variationsmöglichkeit in der Maischestruktur von fein bis sehr grob ist die Zerkleinerung an die Pressbarkeit und die Eigenschaften des Fruchtgutes optimal anpassbar. Sehr weiche Früchte können also sehr grob und sehr harte Früchte können sehr fein zerkleinert werden.

Im Vergleich zum eingangs genannten Stand der Technik läuft eine Mühle mit der vorliegenden Zerkleinerungseinrichtung sehr ruhig und vibrationsarm. Eine solche Mühle ist auch sehr einfach abzudichten, falls sehr nasse Produkte oder Produkte mit einem Überdruck verarbeitet werden sollen. Es entstehen dann keine Saft-oder Druckverluste. Von grossem Nutzen ist eine Dichtheit der Mühle auch bei der Verarbeitung von Produkten mit flüchtigen Lösungsmitteln.

Bei der Verarbeitung von faserigen Produkten werden meistens abgetrennte Fasern von den Zahnungen der Reissleisten 4 abgeschleudert. Ein Zusetzen der Zahnlücken mit Fasern tritt nicht auf. Die Reissleistung und die Maischestruktur bleiben unverändert.

Verschleissteile der Mühle sind einfach und kostengünstig herstellbar. Bei Einwirkung von Fremdkörpern, wie Steine, Bretter usw. bleiben Beschädigungen gering.

Varianten von dem beschriebenen Aufbau und der Verwendung der Vorrichtung zur Zerkleinerung organischer Substanzen

stehen dem Fachmann ohne weiteres zur Verfügung. So lässt sich die Struktur der zerkleinerten Produkte mit den angegebenen Steuer-und Regelmitteln im Hinblick auf ein optimales Ausbeute-Leistung Verhalten bei späteren Pressvorgängen selbsttätig laufend optimieren.