| 1. | 1 Vorrichtung zum Aufnehmen und Umsetzen von Tafeln, insbesondere Glastafeln aus einer im wesentlichen 5 vertikalen Lage in eine im wesentlichen horizontale Lage oder umgekehrt, mit einem Schwenkarm, der in zwei Endstellungen, nämlich in eine Aufnahmestellung und in eine Abgabestellung und zurück, um eine hori¬ zontale Achse schwenkbar ist und an dessen ausschwenk o baren Ende ein Tragrahmen um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert ist, der zur Aufnahme jeweils einer Tafel mit Saugnäpfen versehen und zwangsweise so ge¬ führt ist, daß er während der Bewegung des Schwenkar¬ mes von einer Endstellung in die andere um einen Winkel kleiner als 90° um seine Schwenkachse gedreht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (8) mit einer in vertikaler Ebene stehenden Führungsstange (15) starr verbunden ist, die längsverschieblich in eineraußerhalb des Ξchwenk kreises (23) des Schwenkarmes (6) um eine horizon¬ tale Achse (20) schwenkbar gelagertenFührungshülse (16) geführt ist. |
| 2. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange (15) drehfest mit der Schwenk¬ achse (10) des Tragrahmens (8) verbunden ist. |
| 3. | Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekenn zeichnet, daß die Drehachse (7) des Schwenkarmes (6) und die Schwenkachse (20) der Führungshülse (16) der¬ art angeordnet und der Radius des Schwenkkreises (23) , der Schwenkwinkel des Schwenkarmes sowie der Winkel zwischen der Ebene des Tragrahmens (8) und der Füh rungsstange (15) derart auf die Aufnahmestellung und Abgabestellung der Tafeln (2) abgestimmt sind, daß in den Ξndstellungen des Schwenkarmes (6) die Führungs stange (15) im wesentlichen rechtwinklig zum Schwenk¬ arm (6) steht. |
| 4. | Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkάl des Schwenkarmes (6) im Bereich von 80 bis 100° liegt und der Abstand der Schwenk¬ achse (7) des Schwenkarmes (6) von der Schwenkachse (20) der Führungshülse (16) im wesentlichen dem Ab¬ stand der Endstellungen der Schwenkachse (10) des Tragrahmens (8) entspricht. |
| 5. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , da durch gekennzeichnet, daß das Schwenklager (17) der Führungshülse (17) parallel zu der in einer Endstellung des Schwenkarmes (6) durch die Schwenkachse (10) des Tragrahmens (8) verlaufende Tangente verschiebbar und feststellbar ist. |
| 6. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da¬ durch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Führungsstange (15) und der Ebene des Tragrahmens (8) einstellbar ist. |
| 7. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da¬ durch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des Trag¬ rahmens (8) je ein Schwenkarm (6) angeordnet ist und die beiden Schwenkarme (6) über eine Verbindungswelle (21) drehfest miteinander verbunden sind. |
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufnehmen und umsetzen von Tafeln, insbesondere Glas¬ tafeln, aus einer im wesentlichen vertikalen Lage in eine im wesentlichen horizontale Lage oder umgekehrt, mit einem Sσhwenkar , der in zwei Endstellungen, näm¬ lich in eine Aufnahmestellung- und in eine Abgabestel¬ lung und zurück, um eine horizontale Achse schwenkbar ist und an dessen ausschwenkbaren Ende ein Tragrahmen um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert ist, der zur Aufnahme jeweils einer Tafel mit Saugnäpfen ver¬ sehen und zwangsweise "so geführt ist, daß er während der Bewegung des Schwenkarmes von einer Endstellung in die andere um einen Winkel von kleiner als 90° um seine Schwenkachse gedreht wird.
Vorrichtungen dieser Art sind beispielsweise be¬ kannt aus Prospekten der Firma Grenzebach. Die bekann¬ ten Vorrichtungen sind mit besonderen Antrieben ver¬ sehen, welche die Drehung des Tragrahmens während der Schwenkbewegung des Schwenkarmes bewerkstelligen. Der Drehantrieb für den Tragrahmen kann von Kurvenscheiben abgeleitet werden und über Ketten auf Zahnräder über¬ tragen werden, die auf der Schwenkachse des Tragrahmens befestigt sind.
Die bekannten Vorrichtungen haben den Nachteil, daß die Schwenkantriebe für den Tragrahmen relativ auf¬ wendig, und störanfällig sind.und daß bei längerer Be¬ triebsdauer Verschleißerscheinungen auftreten, die eine exakte Führung des Tragrahmens in Frage stellen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu¬ grunde, eine Vorrichtung zum Aufnehmen und umsetzen von Tafeln, insbesondere Glastafeln, der eingangs ge¬ nannten Art derart auszubilden, daß sie bei einfach- ster Konstruktion auch nach langer Betriebsdauer exakt und zuverlässig arbeitet. Eine derartige robuste Kon¬ struktion wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß der Tragrahmen mit einer in vertikaler Ebene stehenden Führungsstange starr verbunden ist, die längsverschieb- lieh in einer außerhalb des Schwenkkreises des Schwenk¬ armes um eine horizontale Achse schwenkbar gelagerten. Führungshülse geführt ist. Diese Vorrichtung nach der Erfindung hat den Vorteil, daß beim Verschwenken des Schwenkarmes von der Aufnahmestellung in die Abgabe- Stellung der Tragrahmen von der Führungsstange in die jeweils gewünschte Stellung verschwenkt wird. Da die Führungshülse in einem relativ großen Abstand vom Schwenkkreis des Schwenkarmes und damit auch im relativ. großen Abstand von der Schwenkachse des Tragrahmens an- geordnet werden kann, sind die Führungskräfte, welche auf die Führungshülse und auf die FührungsStange ein¬ wirken, gering.
Vorteilhafterweise sind die Drehachse des Schwenk¬ armes und die Schwenkachse der Führungshülse derart an- geordnet und sind der Radius des Schwenkkreises, der
Schwenkwinkel des Schwenkarmes sowie der Winkel zwischen der Ebene des Tragarmes und der Führungsstange derart auf die Aufnahmestellung und Abgabestellung * der Tafeln abgestimmt, daß in den Endstellungen des Schwenkarmes die Führungsstange im wesentlichen rechtwinklig zum
1 Schwenkarm steht. Diese Ausbildung hat den erheblichen Vorteil, daß im Bereich der Endstellungen des Schwenk¬ armes die Drehbewegung des Tragrahmens minimal sind, so daß beispielsweise die horizontale Endstellung des 5 Tragrahmens an die Transporthöhe der Fördervorrichtung in Grenzen angepaßt werden kann und auch die Position des Tragrahmens in der nahezu vertikalen Lage dem Sta¬ pelbock angepaßt werden kann.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus I Q den Patentansprüchen.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, in der Ausführungs¬ beispiele dargestellt sind, erläutert» In der Zeichnung zeigen: 15 Fig. 1 eine Seitenansicht und
Fig. 2 eine 'Frontansicht der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Frontansicht eines abgewandelten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung nach der Erfin- 20 düng.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung dient da¬ zu, von der Fördervorrichtung 1,zum Beispiel einem Förderband oder einer Rollenbahn, im wesentlichen horizontal geförderte Glastafeln 2 aufzunehmen und auf 25 einen Glasbock 3 abzusetzen, der die abgesetzten Glas- tafeln in einer wenig von der lotrechten, abweichenden, geneigten Lage hält. Damit der Abstand der Auflageflä¬ che des Glasbocks 3 von der Fördervorrichtung 1 trotz wachsenden Glasstapels konstant bleibt, ist der Glas¬ en bock 3 auf seinem ' Gestell 4 in Fördervorrichtung der Tafeln 2 taktweise derart verschiebbar, daß nach Ab¬ setzen einer Glastafel 2 der Glasbock 3 um die Dicke der abgestellten Glastafel 2 in Förderrichtung der Glastafeln 2 verschoben wird. 2 Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung dient aber
auch dazu, die auf dem Glasbock 3 gestapelten Glasta¬ feln 2 zu entstapeln und die Glastafeln 2 einzeln vom Glasbock 3 abzunehmen und horizontal auf die Förder¬ vorrichtung 1 abzulegen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein Ma¬ schinengestell 5 auf, in dem ein Schwenkarm 6 um die horizontale Achse 7 verschwenkbar ist. Am oberen aus¬ schwenkbaren Ende des Schwenkarmes 6 ist ein um die horizontale Achse 10 schwenkbarer Tragrahmen 8 gela— gert, der mit Saugnäpfen 9 zur Aufnahme der Glasta¬ feln 2 versehen ist. Der Schwenkarm 6 ist mittels ei¬ nes Antriebes um einen Winkel von vorzugsweise 80 bis 110° schwenkbar. Als Antrieb für den Schwenkarm 6 dient ein Pneumatikzylinder 11 , der im Maschinenge- 5 stell 5 um die Achse 12 schwenkbar gehalten ist und dessen Kolbenstange 13 mit dem vorderen Ende am Schwenk¬ arm 6 angelenkt ist.
Anstelle des Pneumatikzylinders 11 kann der An¬ trieb aber auch mittels eines strichpunktiert einge— 0 zeichneten Getriebemotors 14 erfolgen. Diese Antriebs¬ art ist jedoch aufwendiger.
Damit beim Umsetzen der Glastafeln 2 von der Fördervorrichtung 1 auf den Glasbock 3 oder umgekehrt die aufgenommene Glastaf l 2 um einen Winkel von klei- 5 ner als 90° geschwenkt wird, und zwar dann, wenn sie einen genügend großen Abstand sowohl vom Glasbock 3 als auch von der Fδrdervorrichtung 1 hat, dient eine fest mit dem Tragrahmen 8 verbundene Führungsstange 15, die längsverschieblich in einer außerhalb des Schwenkkrei- Q ses 33 des Schwenkarmes 6 um eine horizontale Achse 20 schwenkbar gelagerte Führungshülle 16 geführt ist.
Die Anordnung der Schwenkachse 7 des Schwenk¬ armes 6 und der Schwenkachse 20 der Führungshülse 16 sowie die Größe des Radius des Schwenkkreises 23 und 5 des Winkels zwischen der Führungsstange 15 und der
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Ebene des Tragarmes 8 sind derart, daß die Führungs¬ stange 15 in den Endstellungen des Schwenkarmes 6 im wesentlichen rechtwinklig zum Schwenkarm 6 steht. Das hat die Wirkung, daß der Tragrahmen 8 nur noch mini- mal tun die Achse 10 des Tragrahmens 8 geschwenkt wird, wenn sich der Schwenkarm 6 den Endstellungen nähert und daß die Schwenkbewegung des Tragrahmens 8 um die Achse 10 im wesentlichen dann erfolgt, wenn der Schwenk¬ arm 6 den mittleren Bereich seines Schwenkbereiches durchfährt.
Es ist auch möglich, die Führungsstange 15 nicht von der Schwenkachse 10 des Tragrahmens 8 ausgehen zu lassen, sondern von einem anderen Punkt des Tragrah¬ mens 8. Dadurch verändert sich allerdings etwas die Kinematik der Vorrichtung.
Um die erfindungsgemäße Vorrichtung den prak¬ tischen Gegebenheiten anpassen zu können, kann es zweckmäßig sein, die Führungsstange 15 derart am Trag¬ rahmen 8 zu befestigen, daß der Winkel zwischen der Führungsstange 15 und der Ebene des Tragrahmens 8 ein¬ stellbar ist.
Wie die Fig. 2 zeigt, kann der Tragrahmen 8 von zwei seitlich des Tragrahmens 8 angeordneten Schwenk¬ armen 6 gehalten werden, die über eine Verbindungswelle 21 miteinander verbunden sind. Die Verbindungswelle 21 ist über mindestens zwei Lager 22 im Maschinengestell 5 gelagert. Um die Lager 22 und die Verbindungswelle 21 weitgehend zu entlasten, kann es zweckmäßig sein, je¬ den Schwenkarm durch einen Pneumatikzylinder 11 an- zutreiben. Die Pneumatikzylinder 11 sind dann parallel geschaltet.
Wie die Fig. 3 zeigt, ist aber auch eine fliehen¬ de Lagerung des Tragrahmens 8 möglich, insbesondere dann, wenn relativ schmale Glastafeln 2 umgesetzt werden sol- len. In diesem Falle ist es zweckmäßig, den Schwenk-
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arm 6 zwischen den Tragrahmen 8 und der Führungsstange 15 anzuordnen.
Wie die Fig. 1 zeigt, ist das Schwenklager 17 der Führungshülse 16 in einem vertikalen Pfosten 18 gelagert. Am Pfosten 18 ist eine Führungsplatte 19 an¬ gebracht, die es ermöglicht, das Schwenklager 17 zu verschieben. Die Führungsnuten 24 in dieser Führungs¬ platte 19 verlaufen parallel zum Schwenkarm 6 in eine Endstellung beziehungsweise parallel zu der in der an- deren Endstellung durch die Schwenkachse 10 des Trag¬ rahmens 8 verlaufenden Tangente an den Schwenkkreis 23. Durch Verschieben des Schwenklagers 17 entlang den Führungsnuten 24 wird erreicht, daß sich an der End¬ stellung des Tragrahmens 8 oberhalb der Fördereinrich- tung 1 ' nichts ändert, während die Position des Tragrahmens 8 am Lagerbock 3 sich ändert und somit den jeweiligen Verhältnissen am Lagerbock 3 an¬ gepaßt werden kann..
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Next Patent: EQUALIZING SYSTEM FOR LOAD LIFTING APPARATUS
